Der Börsen-Tag
17. Februar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:38 Uhr

Dax mit starkem Endspurt - fast 25.000

Die Stimmung an der Frankfurter Börse war auch heute von Vorsicht geprägt. Auf den Handel drückt bereits seit einiger Zeit unter anderem das Rätselraten über die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. "Die Märkte nehmen derzeit Branche für Branche unter die Lupe und prüfen, wie widerstandsfähig die Geschäftsmodelle gegenüber KI-getriebenen Veränderungen sind", sagte Axel Botte, Chefstratege beim Vermögensverwalter Ostrum.

Der Dax gewann dennoch 0,8 Prozent und schloss bei 24.998 Punkten, dabei legte der deutsche Leitindex einen kräftigen Endspurt hin. Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent höher bei 6022 Stellen.

Für zusätzliche Nervosität sorgten uneinheitlich ausgefallene Konjunkturdaten. Der Optimismus von Börsenprofis für die deutsche Wirtschaft trübte sich im Februar laut dem Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf hohem Niveau leicht ein. "Dies überrascht, nachdem das ähnlich konzipierte Sentix-Investorenvertrauen deutlich angestiegen war", sagte Ulrich Wortberg, Ökonom bei der Helaba.

Bei den Einzelwerten verloren Ottobock 3,7 Prozent. Neue Produkte und vorteilhaftere Erstattungsregeln etwa in den USA bescherten dem weltgrößten Prothesenhersteller Ende 2025 zwar einen Rekordgewinn. Ein Händler verwies jedoch auf die Tatsache, dass Umsatz und Ausblick unter den Erwartungen der Analysten blieben. Unter Druck nach einem negativ aufgenommenen Finanzbericht gerieten auch die Aktien des Verbindungstechnik-Spezialisten Norma, die um 2,0 Prozent nachgaben. Eine schwache Nachfrage aus wichtigen Abnehmerindustrien und hohe Personalkosten ließen das operative Ergebnis des Unternehmens 2025 um 80 Prozent einbrechen.

Dax mit starkem Endspurt - fast 25.000
17:19 Uhr

Countdown für SpaceX - "Mond wird zum Wirtschaftsfaktor"

Elon Musk will sein Raumfahrt-Unternehmen SpaceX an die Börse bringen. Wird das der spektakulärste Börsengang des Jahrzehnts? Welche Strategie verfolgt der Tech-Milliardär im All? Und lohnt sich der Einstieg für Anleger? Raimund Brichta spricht darüber mit Volker Meinel von der BNP Paribas.

Countdown für SpaceX - "Mond wird zum Wirtschaftsfaktor"
16:56 Uhr

Bericht: Bayer bereitet Vergleich im Glyphosat-Streit vor - Aktie im Höhenflug

Für Bayer ging es um 4,8 Prozent nach oben. Im Handel wurde auf einen Bericht von Bloomberg verwiesen, nachdem die Leverkusener momentan einen Vergleich in Höhe von 10,5 Milliarden Dollar vorbereiteten. Dabei gehe es darum, einen Schlussstrich unter die jahrelangen Rechtsstreitigkeiten in den USA zu ziehen, die Bayer seit der Übernahme von Monsanto belasten. "Viele, die die Aktie wegen der Rechtsunsicherheit gemieden hatten, dürften dann kaufen", erwartet ein Aktienhändler.

Bericht: Bayer bereitet Vergleich im Glyphosat-Streit vor - Aktie im Höhenflug
16:45 Uhr

Autozulieferer-Aktie schmiert ab

Für die Aktie von Aumovio geht es um 5,4 Prozent auf 40,64 Euro nach unten. Als Grund wird im Handel auf eine Bernstein-Analyse verwiesen, die in dem Automobilzulieferer einen Kandidaten für ein De-Rating aufgrund der KI-Bedrohung sehen. Der Wandel hin zu "Software-Defined Vehicles'" verlagere sich die Wertschöpfung weg von den traditionellen Tier-1-Zulieferern und hin zur Eigenentwicklung der Automobilhersteller sowie zu neuen Playern wie Halbleiter- und Technologieunternehmen. Die KI verschärfe dieses Risiko, indem sie die Barrieren für die Softwareentwicklung senke. Dies erhöhe die Aussicht auf eine dauerhaft geringere Preismacht und strukturell komprimierte Margen für eines der Kernangebote von Aumovio.

Autozulieferer-Aktie schmiert ab
16:21 Uhr

Wall Street knapp behauptet - KI-Sorgen schwelen weiter

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Nach der Feiertagspause zum Wochenauftakt bewegen sich die Indizes an der Wall Street zum Handelsbeginn wenig. Titel aus dem IT-Sektor werden dabei weiter gemieden. Weiter schwelen Sorgen am Markt über potenzielle disruptive Wirkungen von KI-Anwendungen in verschiedenen Geschäftsbereichen. So kam es zuletzt zu Ausverkäufen bei Aktien aus den Bereichen Software, Vermögensverwaltung, Transportwesen und Gewerbeimmobilien. Am Montag waren in Paris Dassault Systemes gehörig unter die Räder geraten, in Frankfurt die Siemens-Aktie. Dazu hegen Investoren Zweifel, dass sich die hohen KI-Investitionen langfristig rechnen.

Im frühen Handel steigt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 49.552 Punkte, der S&P-500 stagniert und der technologielastige Nasdaq-Composite verliert 0,2 Prozent.

Wall Street knapp behauptet - KI-Sorgen schwelen weiter
16:07 Uhr

Insider: Deutschland bereitet Einstieg bei Panzerbauer KNDS vor

Der Einstieg des Bundes beim französisch-deutschen Panzerbauer KNDS rückt laut Insidern in greifbare Nähe. Die Bundesregierung bereite den Kauf von mindestens 25,1 Prozent der Anteile vor, sagten Insider gegenüber Reuters. Mit diesem Paket käme der deutsche Staat auf eine Sperrminorität und könnte - wie Frankreich schon bisher - wichtige Entscheidungen bei dem "Leopard 2"-Hersteller beeinflussen. Ob der Bund die Anteile noch vor dem Börsengang direkt von den deutschen Mitgesellschaftern kauft, bei der für den Sommer geplanten Emission als Ankerinvestor auftritt oder erst danach zuschlägt, sei dabei noch unklar. Die Bewertung von KNDS wird derzeit auf rund 20 Milliarden Euro veranschlagt.

Insider: Deutschland bereitet Einstieg bei Panzerbauer KNDS vor
15:42 Uhr

Kurs von Reederei-Aktie geht steil hoch

Der aktivistische Investor Elliott hat sich einem Zeitungsbericht zufolge im großen Stil bei der Kreuzfahrtreederei Norwegian Cruise Line eingekauft. Elliott halte inzwischen mehr als zehn Prozent der Anteile und wolle auf Veränderungen bei dem Unternehmen dringen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Die an der US-Börse gelisteten Aktien von Norwegian Cruise Line legten um 19,5 Prozent zu.

Kurs von Reederei-Aktie geht steil hoch
15:10 Uhr

Ergo baut Hunderte Stellen ab

Deutschlands zweitgrößter Versicherer Ergo will in den nächsten fünf Jahren nach und nach rund 1000 seiner 15.000 Stellen in Deutschland abbauen. Die Munich-Re-Tochter werde dabei natürliche Abgänge, Altersteilzeit und Abfindungen nutzen, wie ein Sprecher in Düsseldorf sagte. Betriebsbedingte Kündigungen seien nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi ausgeschlossen. "Freiwilligkeit bleibt das zentrale Prinzip. Niemand geht gegen seinen Willen", sagte Personalvorständin Lena Lindemann dem "Handelsblatt".

Zudem sollen in diesem und im nächsten Jahr rund 500 Mitarbeiter, deren Aufgaben wegen der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) wegfallen, in einer sogenannten Reskilling Academy umgeschult werden. "Ergo geht damit einen besonderen Weg, der eine Blaupause auch für andere Branchen sein könnte", sagte Lindemann der Nachrichtenagentur Reuters. Der Stellenabbau bei Ergo ist Teil eines Sparprogramms, mit dem der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Munich Re bis 2030 rund 600 Millionen Euro sparen will.

Ergo baut Hunderte Stellen ab
14:51 Uhr

Südzucker will Dividende streichen - Aktie stürzt ab

Südzucker will für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 die Dividende streichen. Grund dafür seien neben einem schwierigen Marktumfeld erwartete Abschreibungen auf das Anlagevermögen zwischen 450 und 550 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Angesichts dieser Ergebnisbelastung könne es aus Sicht des Vorstands keine Dividendenzahlung geben. Aufsichtsrat und Aktionäre müssen dem Vorschlag noch zustimmen. Für das Vorjahr hatte der Konzern noch 0,20 Euro je Aktie an die Anteilseigner ausgeschüttet. Die erwarteten Abschreibungen seien nicht zahlungswirksam und belasteten das operative Ergebnis (Ebitda) nicht, erklärte das Mannheimer Unternehmen weiter.

Die Anleger zeigten sich enttäuscht: Die im SDax gelistete Aktie fiel zwischenzeitlich um fast acht Prozent ins Minus. Danach berappelte sie sich wieder und verlor nur noch 3,8 Prozent.

Südzucker will Dividende streichen - Aktie stürzt ab
14:26 Uhr

Europäische Gaspreise fallen trotz leerer Speicher

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(Foto: IMAGO/Future Image)

Die europäischen Erdgaspreise bewegen sich trotz der niedrigen Speicherfüllstände in der Region weiterhin um rund 30 Euro je Megawattstunde. "Prognosen für milderes Wetter deuteten auf einen nachlassenden Nachfragedruck hin, da die Heizperiode sich ihrem Ende nähert", so die Analysten von ANZ Research. "Allerdings halten die leeren Speicher die Preise anfällig für jegliche Lieferunterbrechungen." Nach Angaben des Branchenverbands Gas Infrastructure Europe sind die Speicher in der gesamten Europäischen Union derzeit zu knapp 34 Prozent gefüllt, was deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegt. Der niederländische Referenzkontrakt TTF gibt um 2,3 Prozent auf 30,20 Euro je Megawattstunde nach.

Europäische Gaspreise fallen trotz leerer Speicher
14:01 Uhr

Haussierende Aroundtown-Aktie zieht Immoaktien mit nach oben

Für die Aktie von Aroundtown geht es zeitweise um 14,1 Prozent nach oben, am Nachmittag notiert sie 5,2 Prozent höher. Den Impuls liefert Viceroy Research, die auf ihrer Internetseite mitteilen, dass sie in der Aktie "Long" seien, während der Markt schliefe. Schon vor Tagen wurden große Baskets in Immobilienwerte gekauft. Vonovia steigen um 3,5 Prozent, Deutsche Wohnen um 4,9 Prozent und TAG Immobilien um 2,3 Prozent.

Haussierende Aroundtown-Aktie zieht Immoaktien mit nach oben
13:44 Uhr

Erst Panik, dann Party?

Die KI krempelt ganze Branchen um - und ausgerechnet viele Software-Aktien geraten ins Straucheln. Anleger fragen sich: Werden neue KI-Anbieter die etablierten Platzhirsche verdrängen? Oder entsteht hier gerade die nächste große Investmentchance? Raimund Brichta diskutiert diese Fragen mit Oliver Schmidt von Metzler Asset Management.

Erst Panik, dann Party?
13:21 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt zeigen sich stabil. Derweil hat die Nachfrage der Banken des Euroraums nach Liquidität der Europäischen Zentralbank (EZB) beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft zugenommen. Die EZB teilte 12,432 Milliarden Euro nach 8,452 Milliarden in der Vorwoche zum Festzinssatz von 2,15 Prozent zu. Wie die EZB am Wochenende mitgeteilt hat, soll langfristig die globale Bedeutung des Euro gestärkt werden.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,92 - 2,09 (1,80 - 2,10), 1-Monats-Geld: 1,95 - 2,13 (1,95 - 2,13), 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,20 (2,02 - 2,20), 6-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,07 - 2,27), 12-Monats-Geld: 2,15 - 2,34 (2,15 - 2,34), Euribors: 16.02. 13.02. 3 Monate: 1,9990 1,9990, 6 Monate: 2,1550 2,1470, 12 Monate: 2,2360 2,2480

Neues vom Geldmarkt
12:55 Uhr

Milliardendeal: Mischkonzern greift nach Medizintechnik-Hersteller

Der US-Mischkonzern Danaher übernimmt den Medizintechnik-Herstellers Masimo. Der Kaufpreis liege bei knapp zehn Milliarden Dollar, teilten beide Unternehmen mit. Masimo wird an der Börse mit rund sieben Milliarden Dollar bewertet, Danaher mit mehr als 150 Milliarden Dollar. Beide Konzerne äußerten sich bislang nicht zu dem Bericht der FT.

Mit dem Zukauf würde Danaher sein Geschäft im Bereich der Patientenüberwachung ausweiten. Masimo ist auf die Herstellung von Pulsoximetern zur Messung der Sauerstoffsättigung im Blut spezialisiert und führte einen langjährigen Patentstreit mit dem iPhone-Hersteller Apple. Zuletzt hatte das Unternehmen zudem mit internen Querelen zu kämpfen, die nach der Übernahme des Audio-Herstellers Sound United zu einem Streit mit dem aktivistischen Investor Politan Capital führten und 2024 in der Absetzung von Gründer und Firmenchef Joe Kiani gipfelten. Die Aktie von Masimo hat seit ihrem Höchststand im November 2021 mehr als 57 Prozent an Wert verloren.

Milliardendeal: Mischkonzern greift nach Medizintechnik-Hersteller
12:31 Uhr

Ausblick treibt Ottobock-Aktie tief ins Minus

Neue Produkte und vorteilhaftere Erstattungsregeln etwa in den USA haben dem weltgrößten Prothesenhersteller Ottobock 2025 einen Rekordgewinn beschert. Mit einem vorsichtigen Ausblick für das laufende Jahr verschreckte der Vorstand allerdings seine Anleger. Nach anfänglichen Gewinnen von zeitweise knapp neun Prozent drehten die im Kleinwerteindex SDax gelisteten Titel ins Minus und büßten mehr als sechs Prozent ein. Ein Händler verwies darauf, dass Umsatz und Ausblick unter den Erwartungen der Analysten geblieben seien. Finanzvorstand Arne Kreitz erklärte dazu: "Wir wollen die Guidance bewusst konservativ legen."

Ausblick treibt Ottobock-Aktie tief ins Minus
12:07 Uhr

Dax mit Mini-Plus

Update von der Frankfurter Börse: Der deutsche Aktienmarkt hat bislang überwiegend im Minus agiert. Am Mittag gelang dem Dax ein kleiner Befreiungsschlag und stieg um 0,1 Prozent auf 24.820 Punkte. MDax und SDax verloren dagegen je 0,9 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte unverändert bei 5979 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1843 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um je 0,2 Prozent.

Dax mit Mini-Plus
11:52 Uhr

Mercedes-Benz-Aktionäre erhalten ordentliche Cash-Rendite

Der Ausblick von Mercedes-Benz habe zwar enttäuscht, die Ergebnisse seien jedoch mit Barmittelrückflüssen von rund sechs Milliarden Euro im Jahr 2026 versüßt worden, was einer Rendite von elf Prozent entspreche, schreibt UBS-Analyst Patrick Hummel. Der Ausblick für die Ergebnismarge im Pkw-Geschäft des deutschen Autobauers von drei bis fünf Prozent gegenüber einem Konsens von vier bis sechs Prozent deute auf Herabstufungen hin, meint er. Während die Aktionäre auf eine produkt- und kostenseitig getriebene Margenerholung warten, hat das Management jedoch eine überraschend hohe Dividende und potenzielle weitere Aktienrückkäufe vorgeschlagen.

Mercedes-Benz-Aktionäre erhalten ordentliche Cash-Rendite
11:32 Uhr

Negative Überraschung beim ZEW-Index

Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland ermittelten Konjunkturerwartungen haben sich im Februar wider Erwarten abgeschwächt. Wie das ZEW mitteilte, sank der Index der Konjunkturerwartungen auf 58,3 (Januar: 59,6) Punkte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 65,0 prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 65,9 (minus 72,7) Punkte. Die Prognose hatte auf minus 65,0 gelautet.

"Die Erwartungen verbleiben im Höhenflug", meinte Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe: "Sie dürften vor allem von den sich füllenden Auftragsbüchern in der Industrie profitieren. Konjunkturhoffnungen werden wegen der geplanten staatlichen Mehrausgaben bestehen bleiben. Wichtig ist, dass diese nun auch zu einer besseren Einschätzung der aktuellen Lage führen. Diese ist nämlich weiter verbesserungswürdig. Erwartungen allein machen noch keine Konjunktur, auf die Übersetzung in die Produktion kommt es an. Das Ringen mit Standortnachteilen bleibt Unternehmen trotz Fiskalpaket erhalten. Alles in allem stehen die Signale auf eine vorsichtige Konjunkturerholung."

Negative Überraschung beim ZEW-Index
11:10 Uhr

Schweden bestellt bei Rheinmetall Seasnake-30-Waffensysteme

Rheinmetall hat von Schweden einen Auftrag zur Lieferung von acht Waffensystemen des Typs "Seasnake 30" für die Marine erhalten. Das fernbedienbare Marineleichtgeschütz dient der Verteidigung im Nahbereich und wird die Hauptbewaffnung der neuen Schnellboote "Combat Boat 90" bilden, wie der Dax-Konzern mitteilte. Der Auftrag sei ein "wichtiger Markterfolg", da das Waffensystem damit erstmals bei einem Nato-Kunden platziert werde.

Der erste Abruf aus dem Rahmenvertrag hat ein Volumen von rund 63 Millionen Euro und wurde im Februar 2026 verbucht. Die Auslieferung des ersten Systems ist bis Februar 2028 vorgesehen. Der Rahmenvertrag umfasst zudem sogenannte Airburst-Munition, die nicht beim Aufschlag sondern in der Luft explodiert, sowie Übungsmunition im Kaliber 30 Millimeter und hat in diesem Bereich eine Laufzeit von vier Jahren. Ebenso sind Ersatzteile und Serviceleistungen Bestandteil der Vereinbarung. Zusätzlich enthält der Vertrag eine Option auf bis zu 29 weitere Seasnake-Waffensysteme.

Schweden bestellt bei Rheinmetall Seasnake-30-Waffensysteme
10:51 Uhr

Deutscher Industriezulieferer erleidet Gewinneinbruch

Eine schwache Nachfrage aus wichtigen Abnehmerindustrien und hohe Personalkosten belasten den Verbindungstechnik-Spezialisten Norma Group. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz um 6,8 Prozent auf 821,7 Millionen Euro und das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) brach um 80 Prozent auf 6,3 Millionen Euro ein, wie Norma auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Neben der Flaute in der Lkw-Produktion und der Bauwirtschaft habe auch das Distributionsgeschäft geschwächelt. Das Unternehmen hatte diese Entwicklung allerdings vorhergesehen, die Zahlen lagen im Rahmen der eigenen Prognosen.

Konzernchefin Birgit Seeger setzt nun auf Einsparungen und den Neustart des in Maintal bei Frankfurt ansässigen Unternehmens ohne das Wassergeschäft, dessen Verkauf im Februar abgeschlossen wurde. Mit dem Erlös ist das Unternehmen nach eigenen Angaben schuldenfrei und will bis zu 260 Millionen Euro an die Aktionäre zurückgeben. "Die von uns eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung zeigen erste Erfolge", erklärte Seeger. Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien wie geplant Einsparungen von rund 4,6 Millionen Euro erzielt worden.

Deutscher Industriezulieferer erleidet Gewinneinbruch
10:27 Uhr

New Yorker Gold-Futures fallen deutlich

Der Goldpreis ist bei dünnem Handel wieder unter 5000 US-Dollar gefallen, da ein Großteil Asiens wegen des Mondneujahrs geschlossen ist und die US-Märkte am Montag ebenfalls geschlossen waren. Die Futures in New York fallen um 2,2 Prozent auf 4937,40 US-Dollar je Feinunze. "Die Liquiditätsbedingungen bleiben dünn, insbesondere bei Metallen", so die Analysten von Sucden Financial. "Sofern die spekulative Stimmung nicht entscheidend zurückkehrt, dürfte dieser Hintergrund die Kursentwicklung kurzfristig in relativ engen Spannen halten." Der Fokus richtet sich nun auf anstehende Wirtschaftsdaten, darunter die am Dienstag fälligen US-ADP-Arbeitsmarktdaten und Inflationsdaten aus Großbritannien und Japan, die regionale Volatilitätsschübe auslösen könnten.

New Yorker Gold-Futures fallen deutlich
10:10 Uhr

DIHK hebt Wachstumsprognose für 2026 an

In der deutschen Wirtschaft hat sich die Stimmung ein Stück weit aufgehellt. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hob ihre Konjunkturprognosen deswegen für dieses Jahr an - auf ein Wachstum von 1,0 Prozent von bisher 0,7 Prozent. Wie der Verband auf Basis einer Umfrage bei rund 26.000 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen mitteilte, sind auch die Exportaussichten verbessert. Gleichzeitig zögern aber weiterhin viele Betriebe mit Investitionen und wollen Stellen öfter abbauen als aufbauen.

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"Die Bundesregierung hat Reform- und Entlastungspakete angekündigt, aber in den Betrieben ist davon bislang wenig spürbar", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. "Mit angezogener Handbremse kommen wir aus dem Tal nicht heraus." Es brauche mehr Tempo, um Bürokratie abzubauen sowie Arbeits- und Energiekosten zu reduzieren. Das würde Vertrauen schaffen und zu Investitionen führen. "2026 muss das Jahr echter Reformen werden."

DIHK hebt Wachstumsprognose für 2026 an
09:49 Uhr

Goldpreis fällt, Ölpreise legen zu

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Die 5000er-Marke ist für den Goldpreis weiter in Reichweite. (Foto: picture alliance / dpa)

Am Rohstoffmarkt ziehen die Ölpreise zunächst an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuere sich um 1,3 Prozent auf 68,41 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 1,3 Prozent fester bei 63,59 Dollar. Der Goldpreis gibt dagegen 0,9 Prozent auf 4949,50 Dollar je Feinunze nach.

Goldpreis fällt, Ölpreise legen zu
09:31 Uhr

Börsenneuling liefert Rekordergebnis

Neue Produkte und vorteilhaftere Erstattungsregeln etwa in den USA haben dem Prothesenhersteller Ottobock 2025 einen Rekordgewinn beschert. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte nach ersten Berechnungen um fast 30 Prozent auf 415 Millionen Euro zu, während der Umsatz im Kerngeschäft um knapp zwölf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro stieg, wie das seit Herbst börsennotierte Unternehmen mitteilte. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 26,0 Prozent und erreichte damit die eigene Prognose. "Wir haben unsere Position als Marktführer mit zweistelligen organischen Wachstumsraten weiter ausgebaut und einen Profitabilitätssprung erreicht", kommentierte Firmenchef Oliver Jakobi die Jahresbilanz.

Zum Wachstum trugen neue Produkte wie etwa die Weiterentwicklung eines künstlichen Kniegelenks bei sowie neue Erstattungsregeln für Prothesen in den USA, Frankreich und Japan. Zudem trieb das Unternehmen den Ausbau seines Versorgungsnetzwerks mit Zukäufen in Belgien und Australien voran.

Börsenneuling liefert Rekordergebnis
09:16 Uhr

"Dax verliert weiter Luft"

Der Dax gibt zum Start in das heutige Geschäft weiter nach. Der deutsche Börsenleitindex, der zum Wochenbeginn 0,5 Prozent leichter mit 24.801 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.755 Zählern. "Man hat heute nicht sehr viel auf der Agenda", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Es sieht danach aus, dass der Markt ein wenig Luft verliert."

"Dax verliert weiter Luft"
08:59 Uhr

Inflationsrate steigt 

Steigende Preise für Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland zum Jahresanfang in die Höhe getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 2,1 Prozent zum Vorjahresmonat - nach 1,8 Prozent im Dezember, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und eine frühere Schätzung bestätigte. "Vor allem verteuerten sich Nahrungsmittel im Januar stärker als in den vorangegangenen Monaten", sagte Behördenpräsidentin Ruth Brand. Lebensmittel legten um 2,1 Prozent zu, nach plus 0,8 Prozent im Dezember. "Darüber hinaus wirkt sich der Preisauftrieb bei Dienstleistungen auch im Januar erhöhend auf die Inflationsrate aus." Von Dezember auf Januar stiegen die Preise insgesamt um 0,1 Prozent.

Inflationsrate steigt 
08:38 Uhr

BHP nach Zahlen gefragt, Softbank abgestraft

Auch heute geht es an den Börsen in Ostasien und Australien meist ruhig zu. Viele Handelsplätze sind wegen des chinesischen Neujahrsfests geschlossen, darunter die Börsen in Festlandchina, Hongkong und Seoul. Überdies fehlen Impulse der US-Börsen, denn an der Wall Street ruhte der Handel am Montag wegen eines Feiertags. Auf der Stimmung lastet unverändert die Sorge, dass Künstliche Intelligenz (KI) zu Verwerfungen führen und die bisherigen Geschäftsmodelle vieler Unternehmen gefährden könnte.

Zu den wenigen Börsen, die geöffnet sind, gehört der Aktienmarkt in Tokio. Dort gibt der Nikkei-Index um 0,8 Prozent auf 56.360 Punkte nach, erneut belastet von dem am Montag veröffentlichten schwachen Wirtschaftswachstum. Dass die Analysten von Goldman Sachs japanische Aktien auf "Overweight" hochgestuft haben, vermag die Stimmung nicht aufzuhellen. Verkauft werden in Tokio vor allem Aktien von Technologieunternehmen wie Softbank Group. Due Papiere büßen fast sechs Prozent ein.

In Sydney stieg der S&P/ASX-200 um 0,3 Prozent. Gut kam bei den Anlegern an, dass die australische Zentralbank im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung, das am Dienstag veröffentlicht wurde, einen weniger aggressiven Zinserhöhungskurs signalisiert hat als von vielen Marktteilnehmern befürchtet, wie Adam Boyton von der Bank ANZ anmerkte. Gestützt wurde der australische Leitindex von den Aktien des Bergbaukonzerns BHP, der überraschend starke Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr vorgelegt hat. Der Kurs stieg um gut fünf Prozent.

BHP nach Zahlen gefragt, Softbank abgestraft
08:22 Uhr

Anleger haben Abgabenseite im Blick

Europas Börsen dürften mit Abgaben in den Handel starten. Im Handel ist von Zurückhaltung vor der für den Berichtstag angesetzten zweiten Runde der Gespräche zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit eines Militärschlags immer wieder betont. Die USA haben in der vergangenen Woche einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandt. Derweil haben Einheiten der Revolutionären Garde ihre Präsenz an der Strasse von Hormuz erhöht.

Daneben belastet die Sorge vor durch KI ausgelösten Disruptionen weiter. "Die Angst vor hohen KI-Investitionen und hohen KI-Bewertungen hält viele aktuell vom Aktienkauf ab. Es wird jetzt spannend, wie lange Europa das positivere Eigenleben beibehalten kann. Seit Jahresbeginn hat sich der Euro-Stoxx-50 mehr als 5 Prozent besser entwickelt als der US-Techindex NASDAQ 100", sagt Thomas Altmann von QC Partners.

Nach dem gestrigen US-Feiertag sollte sich das Geschäft beleben. Das Handelsvolumen im Dax war zu Wochenbeginn unterdurchschnittlich niedrig. "Kauflaune wollte trotz des leichten Kursrückgangs nicht so recht aufkommen. Die wirklich Kaufbereiten warten offenbar auf größere Kursrückgänge, wie wir sie in diesem Jahr bereits mehrfach gesehen haben", so QC Partners.

Anleger haben Abgabenseite im Blick
08:01 Uhr

Bergbau-Gigant legt starke Zahlen vor

Dank eines starken Kupfergeschäfts hat der Bergbau-Riese BHP überzeugende Halbjahreszahlen vorgelegt. Laut RBC Capital liegt das operative Ergebnis (EBITDA) leicht über den Erwartungen, genauso wie der Freie Cashflow. Angenehm überrascht zeigen sich die Analysten mit Blick auf die Ausschüttungsquote von 60 Prozent. Den Ausblick auf das laufende Jahr hat der Minengigant bestätigt. Zugleich wurde die Prognose für die Kupfer-Produktion in der Escondida-Mine 2027 nach oben angepasst.

Bergbau-Gigant legt starke Zahlen vor
07:43 Uhr

Wachstumskräfte bieten "einzigartige Chance" für Europa

Angesichts sinkender Wettbewerbsfähigkeit muss Europa laut Bundesbankchef Joachim Nagel seine Wachstumskräfte entfesseln. Es gelte, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um die Wirtschaftsdynamik zu stärken, sagte er. Diese Maßnahmen sollten nicht nur auf die Sicherung von Exportmärkten abzielen, sondern auch darauf, das enorme Potenzial des europäischen Binnenmarktes auszuschöpfen. Es gehe um eine Vereinfachung der Regulierung, die Förderung der Spar- und Investitionsunion und die Stärkung der internationalen Rolle des Euro. Das sei zwar ambitioniert: "Ich halte dieses Programm jedoch für unerlässlich, um die aktuellen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen", betonte Nagel.

Speziell eine vertiefte Integration der europäischen Kapitalmärkte sei vielversprechend. "Insbesondere könnten die hohen Ersparnisse in Europa besser in die Förderung von Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit gelenkt werden", sagte der Bundesbankchef. Es seien mehr Investitionen in die europäische Energie- und digitale Infrastruktur nötig, insbesondere in erneuerbare Energien und künstliche Intelligenz. Ein stärkerer gemeinsamer Markt für Energie und künstliche Intelligenz werde Resilienz und Wachstum fördern. Ohne mehr private Investitionen in Europa, die wiederum mehr Finanzierung erforderten, ließen sich diese Ziele nicht erreichen: "Die Spar- und Investitionsunion bietet eine einzigartige Chance, diesen Bedarf zu decken, und diese dürfen wir nicht verpassen."

Wachstumskräfte bieten "einzigartige Chance" für Europa
07:26 Uhr

Japans Anleger blicken auf Konjunktur und nach Genf

Die asiatischen Börsen zeigen sich im feiertagsbedingt ausgedünnten Handel zurückhaltend. Im Fokus der Anleger stehen die bevorstehenden Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf, die die Ölpreise in die Höhe treiben. "Der Markt bleibt durch geopolitische Unsicherheiten verunsichert, wobei die Anleger aufgrund der anstehenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie zur Ukraine in dieser Woche vorsichtig sind", sagen Analysten der ANZ.

Die Börsen auf dem chinesischen Festland, in Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea bleiben wegen des Neujahrsfestes geschlossen. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 56.275,29 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix verliert 0,8 Prozent auf 3756,47 Zähler. Belastet werde der japanische Markt von Konjunktursorgen, nachdem am Vortag schwächer als erwartet ausgefallene BIP-Daten veröffentlicht worden waren.

Japans Anleger blicken auf Konjunktur und nach Genf
07:04 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 153,14 Yen und gibt leicht auf 6,9080 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7695 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1840 Dollar und zieht leicht auf 0,9114 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:45 Uhr

Hapag-Lloyd setzt auf richtungsweisenden Milliardendeal

Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen setzt auf grünes Licht der Behörden für den milliardenschweren Kauf der israelischen Containerreederei ZIM. "Die Chancen stehen gut, dass wir die Zustimmung bekommen", sagte Habben Jansen. Der Hamburger Konzern übernimmt die israelische Rivalin in einem insgesamt rund 4,2 Milliarden Dollar schweren Deal. Mit Blick auf den Aufschlag von 58 Prozent auf den ZIM-Schlusskurs vom Freitag sagte Habben Jansen, es werde sicher kein niedriger Preis gezahlt. "Aber wir glauben, dass die Prämie gerechtfertigt ist." Er verspricht Synergien von jährlich 300 bis 500 Millionen Dollar und eine gute Ergänzung der Hapag-Lloyd-Liniendienste.

ZIM ist die zehntgrößte Containerreederei weltweit, Hapag-Lloyd die Nummer fünf. Den Zuschlag bekam aber Hapag-Lloyd. Doch das besiegelte Geschäft steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den israelischen Staat, der über Sonderrechte bei ZIM Integrated Shipping Services verfügt.

Hapag-Lloyd setzt auf richtungsweisenden Milliardendeal
06:22 Uhr

Atomgespräche: Trump droht Iran

Unter Vermittlung des Oman wollen die USA und der Iran in Genf ihre Verhandlungen über das iranische Atomprogramm fortsetzen. Die Positionen liegen nach ersten Gesprächen in Maskat noch weit auseinander: Während Teheran vor allem über die Aufhebung von US-Sanktionen verhandeln will, drängt die Regierung von US-Präsident Donald Trump zu einer Ausweitung der Themen auf das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung verbündeter Milizen. Trump hat für den Fall des Scheiterns mit einem militärischen Angriff gedroht, nachdem bereits im Juni 2025 iranische Atomanlagen bei einem israelisch-amerikanischen Angriff beschädigt worden waren.

Atomgespräche: Trump droht Iran
06:00 Uhr

Nur einmal kurz geschnickt

Der Dax hat noch Luft nach oben. Zwar zeigte sich der deutsche Börsenleitindex zum gestrigen Wochenstart kurzzeitig wieder über der 25.000er-Marke. Aus dem Geschäft verabschiedete er sich dann aber 0,5 Prozent schwächer mit 24.801 Punkten. Händler sprachen von einem ruhigen Handel, was zum einen feiertags bedingt geschlossenen Aktienmärkten in Festlandchina und den USA geschuldet war. Zum anderen fehlten aber auch die Impulse von der Berichtssaison, die gestern eine Verschnaufpause eingelegt hatte.

Allerdings liegt das Augenmerk der Anleger auch heute eher auf der Konjunkturseite. So dürfte beispielsweise die Inflation in Deutschland Anfang des Jahres wieder angezogen haben. Klarheit bringen endgültige Daten des Statistischen Bundesamtes. Es hat in vorläufigen Zahlen eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent für Januar ermittelt, nach 1,8 Prozent im Dezember. Die vorläufigen Zahlen lassen darauf schließen, dass Verbraucher vor allem für Dienstleistungen und Nahrungsmittel tiefer in die Tasche greifen mussten, während sich Energie verbilligte.

Zudem legt das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Umfrage zur Konjunktureinschätzung der Investoren im Februar vor. Laut Ökonomen dürfte das Barometer weiter steigen – und zwar auf 65,0 Zähler von 59,6 Punkten im Januar. Börsenprofis hatten bereits zu Jahresbeginn mit einer großen Portion Optimismus auf die deutsche Wirtschaft geblickt. 2026 könnte aus Sicht des ZEW einen Wendepunkt markieren.

Und dann will die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) ihre neuen Konjunkturprognosen vorstellen. Sie basieren auf der Befragung von 26.000 Unternehmen aus allen Branchen. Zuletzt hatte der Verband für 2026 ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,7 Prozent prognostiziert. Er ist damit pessimistischer als viele Ökonomen. Die Regierung rechnet mit einem Plus von 1,0 Prozent und hofft, dass die staatlichen Investitionen private Nachahmer finden. Hierzu dürften die DIHK-Daten Aufschlüsse geben.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Nur einmal kurz geschnickt