Der Börsen-Tag
17. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax kraxelt weiter nach oben

Nach einem kurzen Aufatmen zum Wochenstart hatten steigende Energiepreise den deutschen Aktienmarkt zunächst wieder im Griff. Doch mit der positiven Handelseröffnung an der Wall Street bekamen auch die Frankfurter Aktienindizes Rückenwind. Der Dax, der lange Zeit nicht vom Fleck kam, schloss 0,7 Prozent höher bei 23.731 Punkten. Damit verzeichnete der Leitindex den zweiten Anstieg in Folge. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent höher bei 5775 Stellen. "Der Optimismus, der den Dax gestern steigen ließ, wird durch einen nächtlichen Ölpreisanstieg um sechs Prozent zunichtegemacht", kommentierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Mit Spannung warten Anleger nun auf die Äußerungen von Zentralbanken zu den Folgen der steigenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges für die Wirtschaft. Treffen stehen in dieser Woche sowohl bei der US-Notenbank Fed, der Europäischen Zentralbank, der Bank of England als auch der Bank of Japan an. Bei allen Sitzungen wird mit einer abwartenden Haltung der Währungshüter gerechnet.

Nach den jüngsten Kursgewinnen notierten die Aktien von Rüstungsfirmen unterschiedlich. Rheinmetall drehten im Dax nach Abschlägen noch ins Plus und gewannen 0,7 Prozent. Hensoldt verbilligten sich im MDax um 0,2 Prozent.

Dagegen sorgten überraschend gute Ergebnisse für Rückenwind bei Fraport. Die Titel des Flughafenbetreibers hoben um 5,9 Prozent ab, nachdem das operative Ergebnis (Ebitda) für das Geschäftsjahr rund zehn Prozent über den Konsensschätzungen der Analysten lag. Auch der Ausblick sei "vergleichsweise optimistisch" gewesen, konstatierten die Experten von JP Morgan.

Dax kraxelt weiter nach oben
17:14 Uhr

Qualcomm reagiert auf jüngsten Kursrutsch - höhere Dividende an Aktionäre

Der Chipkonzern Qualcomm nutzt den Kursrutsch der vergangenen Wochen für weitere Aktienrückkäufe. Das Unternehmen kündigte an, eigene Anteilsscheine im Volumen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar einsammeln zu wollen. Dieser Betrag komme zu dem bereits bekannten 2,1 Milliarden Dollar schweren Programm Rückkauf hinzu. Dies entspricht in etwa einem Sechstel der aktuellen Marktkapitalisierung. Qualcomm stellte gleichzeitig eine Anhebung der Dividende um drei Prozent auf 0,92 Dollar je Aktie in Aussicht.

Die Titel des US-Konzerns stiegen daraufhin an der Wall Street um bis zu 3,6 Prozent. Damit notierten sie aber immer noch mehr als 20 Prozent unter dem Niveau vom Jahreswechsel.

Qualcomm reagiert auf jüngsten Kursrutsch - höhere Dividende an Aktionäre
16:53 Uhr

Lufthansa kommt mit neuem Vorschlag zu Piloten-Renten um die Ecke

Im festgefahrenen Tarifkonflikt mit ihren Piloten hat die Lufthansa einen neuen Vorschlag zu den umstrittenen Betriebsrenten gemacht. Dieser sieht nach Unternehmensangaben einen Verzicht auf die bislang übliche Übergangsversorgung für vorzeitig ausscheidende Beschäftigte vor. Die dafür aufgewendeten Mittel könnten kostenneutral in die betriebliche Altersversorgung sämtlicher Pilotinnen und Piloten einfließen und die Betriebsrenten für alle um bis zu 50 Prozent erhöhen, heißt es in einem Vorschlag an die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Kolleginnen und Kollegen, die absehbar vor der Übergangsversorgung stehen, müssen aber noch darauf vertrauen können.

Bislang verfalle die Übergangsversorgung für diejenigen, die bis zur gesetzlichen Altersgrenze von 65 Jahren fliegen wollen, argumentiert Lufthansa. Integrierte Systeme seien auch bei den von der VC als beispielhaft genannten Airlines KLM oder British Airways üblich. 

Lufthansa kommt mit neuem Vorschlag zu Piloten-Renten um die Ecke
16:22 Uhr

Gold legt vor Fed-Sitzung zu

Der Goldpreis legt vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank in dieser Woche leicht zu. Er steigt um 0,3 Prozent auf 5015 US-Dollar je Feinunze und liegt auf Wochensicht aber mehr als vier Prozent im Minus, da die Energiepreise die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen dämpfen. "Obwohl die Freigabe von Notfall-Ölreserven geholfen hat, Preisspitzen zu dämpfen, haben steigende Inflationsrisiken die Erwartungen an eine Zinssenkung der Fed reduziert, wobei höhere Zinssätze typischerweise auf zinslosen Anlagen wie Gold lasten", kommentiert Marktexperte Soojin Kim von MUFG.

Gold legt vor Fed-Sitzung zu
15:52 Uhr

Werden die Zinsen zum Crash-Risiko?

Der Krieg im Nahen Osten verschärft die wirtschaftlichen Risiken - an den Finanzmärkten steigt deshalb die Nervosität. Wie sich die Lage weiterentwickeln könnte und worauf Anleger achten müssen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kay-Peter Tönnes von der Fondsgesellschaft Antecedo.

Werden die Zinsen zum Crash-Risiko?
15:28 Uhr

Analysten: 1&1 könnte von Verzicht auf eigenes Netz profitieren

Probleme beim Aufbau eines eigenen Netzes könnten 1&1 letztlich zugute kommen, meint die Deutsche Bank. Die Analysten verweisen auf jüngste Mitteilungen der deutschen Regulierungsbehörde zum Spectrum-Leasing, die vermuten ließen, dass der Weg des Unternehmens zum Spektrum schwierig werden könnte. 1&1 könnte gezwungen sein, sich nach anderen Optionen umzusehen, darunter eine Konsolidierung oder die Rückkehr zum reinen Wholesale-Anbieter. Das neue Kursziel von 27 Euro unterstelle, dass 1&1 beim Aufbau eines eigenen Netzes 13,50 Euro je Aktie wert wäre, aber 34,50 bis 46,70 Euro bei Annahme eines anderen Modells.

Analysten: 1&1 könnte von Verzicht auf eigenes Netz profitieren
15:03 Uhr

US-Anleger ignorieren Ölpreisanstieg - Dax wird auch fidel

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(Foto: REUTERS)

Die Erholung der US-Börsen setzt sich zum Start fort. Der Dow-Jones-Index gewinnt 1,0 Prozent auf 47.400 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,7 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um ebenfalls 0,7 Prozent. Der Wiederanstieg der Ölpreise belastet zunächst nicht, zumal diese von ihren Tageshochs etwas zurückkommen. Hier dürfte auch ein Gewöhnungseffekt im Spiel sein. Im Gefolge reagierte auch der Dax, der seine Gewinne ausbaute. Der deutsche Leitindex stieg um 0,8 Prozent auf 23.747 Punkte.

Uber klettern um 5,3 Prozent. Uber und Nvidia haben mitgeteilt, ihre Partnerschaft im Bereich selbstfahrende Fahrzeuge auszubauen. Nvidia gewinnen 0,6 Prozent. Die Aktie war am Montag nach Präsentation neuer Produkte und Bekanntgabe neuer Partnerschaften - unter anderem mit den Autoherstellern Hyundai Motor, Kia, Nissan Motor, Isuzu Motors und Geely Automotive - um 1,6 Prozent gestiegen. Occidental Petroleum verbessern sich mit den hohen Ölpreisen um 0,2 Prozent, obwohl ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das gemeinsam mit der Abu Dhabi National Oil Co. entwickelt wurde, von einem Drohnenangriff getroffen wurde. 

US-Anleger ignorieren Ölpreisanstieg - Dax wird auch fidel
14:53 Uhr

US-Staatsanleiherenditen geben nach - Dollar stabil

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(Foto: imago/McPHOTO)

Die im Tagesverlauf gestiegenen Renditen von US-Staatsanleihen geben wieder nach. Die Renditen am kurzen Ende drehen ins Minus, während die Renditen am langen Ende nur noch knapp im Plus liegen. Der Dollar baut seine früheren Gewinne ebenfalls ab. "Der Dollar hat sich heute nach seinem Rückzug in der vorangegangenen Sitzung bis zu einem gewissen Grad stabilisiert, könnte aber relativ volatil bleiben, da die Märkte auf die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten reagieren", schreibt Zaheer Anwari vom Revacy Fund in einer Research Note.

Pläne für einen Militärschutz für Öltanker in der Straße von Hormus könnten Öl, den Dollar und die Renditen nach unten treiben, falls sie umgesetzt würden, meint er. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe fällt laut Tradeweb um 0,4 Basispunkte auf 3,673 Prozent, während die Rendite der zehnjährigen Anleihe um 1,4 Basispunkte auf 4,222 Prozent steigt. Der DXY-Dollarindex notiert unverändert bei 99,77.

US-Staatsanleiherenditen geben nach - Dollar stabil
14:25 Uhr

Commerzbank-Chefin: Unicredit-Angebot hat uns überrascht

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Bettina Orlopp (Archivbild) (Foto: picture alliance/dpa)

Die Commerzbank ist von dem Übernahmeangebot von Unicredit überrascht worden. "Wir haben gestern davon durch die Adhoc-Meldung erfahren wie alle anderen auch", sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp bei der European Financials Conference von Morgan Stanley. "Die Botschaft der Unicredit, uns an den Tisch bekommen zu wollen und mit uns zu reden, verstehe ich nicht", fügte Orlopp hinzu. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir ein Angebot im Interesse unserer Stakeholder prüfen würden, wenn wir eines erhalten."

So lange kein Angebot vorliege, werde man sich auf die Standalone-Strategie der Commerzbank konzentrieren, die vielversprechend und erfolgreich sei, sagte Orlopp. Der Start ins Jahr 2026 sei gut gewesen. "Wir haben einen guten Ausblick für 2026 und gute Ziele für 2028 gegeben und wir werden im Laufe des Jahres aktualisierte und erhöhte Ziele nicht nur für 2028, sondern für 2030 geben", so Orlopp.

Commerzbank-Chefin: Unicredit-Angebot hat uns überrascht
13:56 Uhr

Satellitenbetreiber-Aktie stürzt ab

Die Aktie von Telesat gab vorbörslich nach, nachdem der kanadische Satellitenbetreiber seine Finanzergebnisse für das letzte Quartal des vergangenen Jahres vorgelegt hatte. Im vorbörslichen Handel an der Nasdaq fielen das Papier um 7,8 Prozent. Dan Goldberg, Präsident und CEO von Telesat, sagte, das Jahr 2025 sei für das geostationäre Geschäft des Unternehmens weitgehend wie erwartet verlaufen. Sowohl im Unternehmens- als auch im Rundfunksegment habe der Umsatzdruck angehalten.

Satellitenbetreiber-Aktie stürzt ab
13:35 Uhr

Experte: Ölpreis könnte schon bald auf 150 Dollar steigen

Die Lage am Ölmarkt spitzt sich zu und auch die Lieferketten geraten zunehmend unter Druck. Was das für die Preise und Märkte bedeutet und wie Trader die Situation nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von BNP Paribas.

Experte: Ölpreis könnte schon bald auf 150 Dollar steigen
13:26 Uhr

Neues vom Geldmarkt - Notenbanken rücken in den Fokus

Wenig verändert präsentieren sich die Sätze am europäischen Geldmarkt. Ähnlich wie am Aktienmarkt scheint auch am Geldmarkt ein gewisser Gewöhnungseffekt mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten einzusetzen. Vielmehr rücken die Zentralbanken in den Fokus. Die australische Notenbank hat am Morgen den Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent angehoben. Anleger erwarten angesichts der hohen Inflation eine weitere Anhebung im Mai. Im weiteren Wochenverlauf entscheiden noch die japanische Notenbank, die Bank of England, die US-Notenbank sowie die EZB über die Geldpolitik. In allen Fällen wird eine Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Im Blick steht daher der geldpolitische Ausblick.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,83 - 2,13 (1,83 - 2,13), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,20 (1,90 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,05 - 2,25 (1,99 - 2,24), 6-Monats-Geld: 2,02 - 2,12 (2,22 - 2,33), 12-Monats-Geld: 2,37 - 2,48 (2,40 - 2,51), Euribors: 12.03. 13.03. 3 Monate: 2,1570 2,1570, 6 Monate: 2,3120 2,2890, 12 Monate: 2,5400 2,5220

Neues vom Geldmarkt - Notenbanken rücken in den Fokus
13:00 Uhr

Deutsche-Bank-Chef sieht Kampf um Commerzbank mit Wohlwollen

Die Deutsche Bank wird nach Einschätzung von Vorstandschef Christian Sewing vom Übernahmekampf um die Commerzbank profitieren. Sein Haus stehe bereit, neue Kunden an Bord zu nehmen, sagte Sewing bei einer Finanzkonferenz der US-Bank Morgan Stanley auf die Frage nach den Entwicklungen um die Commerzbank. Die Deutsche Bank denke in Szenarien und habe das Übernahmeringen einkalkuliert. Sie sei für weiteres Wachstum aufgestellt, sehe Potenzial in Deutschland und sei Marktführer in vielen Segmenten. "Wie immer es ausgehen wird, ich denke, dass wir in jedem Fall profitieren werden", sagte Sewing.

Die italienische Großbank Unicredit, die direkt über Aktien und indirekt über Finanzinstrumente knapp 30 Prozent an der Commerzbank hält, hatte am Montag ein freiwilliges Übernahmeangebot für den Frankfurter Dax-Konzern angekündigt. Die Commerzbank besteht auf ihrer Eigenständigkeit und bekommt dabei Unterstützung von der Bundesregierung.

Deutsche-Bank-Chef sieht Kampf um Commerzbank mit Wohlwollen
12:42 Uhr

Anleiherenditen der Eurozone geben leicht nach

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(Foto: imago images/IlluPics)

Der Handel mit Staatsanleihen der Eurozone verläuft ruhig, wobei die Renditen leicht nachgeben. Die Anleihen der Region zeigen vorerst kaum eine Reaktion auf den erneuten Anstieg der Ölpreise über 100 US-Dollar. Die Anleger richten ihren Fokus auf die Zentralbankentscheidungen in dieser Woche, einschließlich der EZB am Donnerstag. "Die konstruktive Stimmung hat Spielraum, sich im Vorfeld der Lawine an Zentralbankentscheidungen, die morgen beginnt, auszuweiten", schreibt Erik Liem von Commerzbank Research.

Das Angebot ist heute gering, nur Finnland verkauft Schuldtitel über eine Auktion. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe sinkt um 0,4 Basispunkte auf 2,937 Prozent. Italienische BTPs und französische OATs entwickeln sich laut Tradeweb etwas besser als der Markt, wobei die Renditen um etwas mehr als 1 Basispunkt sinken.

Anleiherenditen der Eurozone geben leicht nach
12:19 Uhr

Goldman: Raffinierte Ölprodukte vor noch größerem Schock als Rohöl

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Iran-Krieg verursacht nach Einschätzung von Goldman Sachs den größten Ölangebotsschock seit Beginn der Aufzeichnungen, wobei raffinierte Produkte stärker zulegen als Rohöl. Die Auswirkungen werden durch drei Hauptkanäle verursacht: Störungen bei den Exporten von Raffinerieprodukten aus dem Persischen Golf, die das Naphtha in Asien und das Kerosin in Europa stark beeinträchtigen; Raffinerieausfälle; und reduzierte Ströme von mittelschwerem und schwerem Rohöl durch die Straße von Hormus, was die weltweite Produktion von Diesel, Kerosin und Heizöl einschränkt. Steigende Frachtraten, höhere Erdgaspreise und Handelsbeschränkungen könnten die Preise noch weiter in die Höhe treiben, fügen die Analysten der Bank hinzu.

Goldman: Raffinierte Ölprodukte vor noch größerem Schock als Rohöl
11:56 Uhr

Dax mit Mini-Plus - Ölpreise ansteigend

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich zwei Tage vor dem EZB-Zinsentscheid bislang seitwärts präsentiert. Der deutsche Leitindex gewann am Mittag 0,1 Prozent auf 23.582 Punkte. Der EuroStoxx50 legte um 0,2 Prozent auf 5751 Stellen zu. Der Euro hielt sich stabil bei 1,1506 US-Dollar. Die Preise für Ölsorten Brent und WTI stiegen um 2,3 beziehungsweise 1,9 Prozent auf 103,15 beziehungsweise 95,90 Dollar.

Dax mit Mini-Plus - Ölpreise ansteigend
11:34 Uhr

ZEW-Index bricht ein

Der Iran-Krieg lässt Finanzexperten deutlich pessimistischer für die deutsche Wirtschaft werden. Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate brach im März um 58,8 Punkte auf minus 0,5 Zähler ein, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 178 Investoren und Analysten mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf 39,0 Punkte erwartet. Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer im März etwas besser ein: Dieses Barometer stieg um 3,0 Punkte, verharrte mit minus 62,9 Zählern allerdings tief im negativen Bereich. Ökonomen hatten hier mit minus 67,3 Punkten gerechnet.

"Der Iran-Krieg ist den Investoren mächtig auf den Magen geschlagen. Das Fiskalpaket und die volleren Auftragsbücher sind jetzt Nebensache", meine Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe: "Die Stimmung hängt an der Frage, wann Öl- und Gaslieferungen wieder risikofrei erfolgen. Je schneller das geschieht, desto kleiner sind die Auswirkungen auf Wachstum und Inflation. Solange das nicht erkennbar ist, hat die Stimmung weiteres Abwärtspotenzial. Es bleibt zu hoffen, dass Trump Wort hält und der Krieg von kurzer Dauer ist. Ansonsten geht es vor allem Deutschland als Nettoenergieimporteur deutlich mehr an den Kragen. Stand jetzt ist die deutsche Wirtschaft vom Hoffnungsfall wieder zum Sorgenkind mutiert." 

ZEW-Index bricht ein
11:16 Uhr

Audi meldet für 2025 überraschend steigenden Gewinn

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(Foto: dpa)

Audi hat gegen den Branchentrend im vergangenen Jahr mehr Gewinn gemacht. Nach Steuern verdienten die Ingolstädter Autobauer 4,6 Milliarden Euro - zehn Prozent mehr als 2024, wie die Volkswagen-Tochter mitteilte. Neben einem guten vierten Quartal verdankt Audi den Anstieg aber vor allem einer Ausgleichszahlung aus dem Mutterkonzern. Die Zahlen betreffen den Teilkonzern Audi, zu dem neben der Kernmarke auch Bentley, Lamborghini und Ducati gehören. 

Insgesamt verdoppelte sich das Finanzergebnis auf 2,2 Milliarden Euro. Der Großteil davon geht auf die Ausgleichszahlung zurück, die Finanzchef Jürgen Rittersberger mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag bezifferte. Das operative Ergebnis sank dagegen um knapp 14 Prozent. "Wir haben ein anspruchsvolles Jahr finanziell robust abgeschlossen", sagte Rittersberger. Unter anderem hatten die neuen US-Zölle Audi 1,2 Milliarden Euro gekostet, weitere je 0,4 Milliarden kosteten Rückstellungen für CO2 und der vor einem Jahr verkündete Jobabbau. Zudem leidet Audi unter dem starken Wettbewerbsdruck in China. Im Bereich der Elektroautos und Hybride herrsche dort ein Preiskrieg, sagte Rittersberger. 

Audi meldet für 2025 überraschend steigenden Gewinn
11:00 Uhr

Tesla baut gemeinsam mit LG Batteriefabrik

Tesla hat nach Angaben der US-Regierung eine Liefervereinbarung zum Bau einer Batteriezellenfertigung im Wert von 4,3 Milliarden Dollar unterzeichnet. Der Elektroautohersteller und die südkoreanische LG Energy Solution werden in Lansing/Michigan gemeinsam eine Produktionsstätte für Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen errichten. Die Produktion soll 2027 starten, wie das Innenministerium mitteilte. LFP-Batterien bieten eine sicherere, langlebigere und kostengünstigere Alternative zu herkömmlichen kobaltbasierten Batterien.

Die neue Lieferbeziehung könnte für Tesla im Hinblick auf Importzölle wichtig sein. Überdies will das Unternehmen seine Abhängigkeit von China verringern.

Tesla baut gemeinsam mit LG Batteriefabrik
10:44 Uhr

Ifo: Sondervermögen bislang fast komplett zweckentfremdet

Ein Jahr nach der Verabschiedung des umstrittenen Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) hat das Ifo-Institut der Verwendung der Mittel ein ernüchterndes Zeugnis ausgestellt. Die schwarz-rote Bundesregierung habe die im vergangenen Jahr aufgenommenen neuen Schulden "zu 95 Prozent nicht für zusätzliche Infrastrukturinvestitionen eingesetzt", teilte das Münchner Institut auf der Grundlage eigener Berechnungen mit. Stattdessen seien die Mittel "zum Stopfen von Haushaltslöchern genutzt" worden.

Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen war noch vom alten Bundestag und mit Hilfe der Stimmen der Grünen zustande gekommen. Es läuft über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Laut Ifo zeigt sich, dass die Schuldenaufnahme im vergangenen Jahr im Rahmen des Sondervermögens um 24,3 Milliarden Euro erhöht wurde - jedoch lagen die tatsächlichen Investitionen des Bundes nur um 1,3 Milliarden Euro über denen des Vorjahres. Die Lücke von 23 Milliarden Euro sei "nicht in zusätzliche Investitionen geflossen", kritisierte das Ifo. "Das ist ein großes Problem", erklärte dazu Ifo-Präsident Clemens Fuest. 

Ifo: Sondervermögen bislang fast komplett zweckentfremdet
10:31 Uhr

Benzin- und Dieselpreise steigen langsam weiter

Die Preise an den deutschen Tankstellen haben sich klar über zwei Euro stabilisiert. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags waren Superbenzin und Diesel um 0,3 und 0,1 Cent teurer als noch am Sonntag, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Sie blieben damit unter ihrem Mehrjahreshoch aus der vergangenen Woche. 

Pro Liter Super E10 wurden am Montag im Schnitt 2,040 Euro fällig. Im Vergleich zum letzten Tag vor Kriegsbeginn ergibt sich aber ein Anstieg von rund 26 Cent. Der Liter Diesel kostete am Montag 2,157 Euro. Das waren rund 41 Cent mehr als vor Kriegsbeginn. Die Preise pendeln sich damit weiter auf hohem Niveau ein. 

Benzin- und Dieselpreise steigen langsam weiter
10:15 Uhr

Dollar im Aufwind

Der US-Dollar steigt erneut, da sich die Ölpreise angesichts erneuter Sorgen über Öl-Lieferunterbrechungen erholen. Der Anstieg der Energiepreise, wobei Brent zuletzt bei rund 104 Dollar gehandelt wurde, erfolgt, nachdem der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur verstärkt hat. "Der Krieg hat bisher zu einem Terms-of-Trade-Schock, einer Ausweitung der Realzins-Spreads und strafferen Finanzierungsbedingungen geführt, was alles dem US-Dollar zugutekommt, und wir sehen kaum eine Chance für eine schnelle Umkehr", kommentiert Filip Andersson von der Danske Bank.

Dollar im Aufwind
09:49 Uhr

Sartorius will schneller wachsen - Anleger freut's

Sartorius peilt mittelfristig ein beschleunigtes Wachstum an. Der Umsatz werde ab 2027 jährlich voraussichtlich um acht bis elf Prozent zulegen, prognostizierte der Labor- und Pharmazulieferer. Dabei werde die Sparte Bioprocess Solutions neun bis zwölf Prozent und der Geschäftsbereich Lab Products & Services währungsbereinigt fünf bis sieben Prozent wachsen. Alle diese Werte lägen ein bis zwei Prozentpunkte über dem Branchenschnitt.

Dank Einsparungen und einem höheren Verkaufsanteil margenstärkerer Produkte rechnet Sartorius zudem mit einer verbesserten Ertragskraft. Die operative Gewinnmarge solle sich jährlich um einen halben bis einen Dreiviertelprozentpunkt verbessern. Auch hier werde die Bioprozesssparte den größten Beitrag leisten. Bei Anlegern kam der Ausblick gut an. Sartorius-Aktien steigen rund zwei Prozent.

Sartorius will schneller wachsen - Anleger freut's
09:30 Uhr

Gasspeicher-Verband schlägt Alarm

Der Gasspeicher-Verband INES warnt vor erheblichen Schwierigkeiten bei der Wiederbefüllung der Speicher für den kommenden Winter. Zwar sei die Versorgung für den laufenden Winter gesichert, teilte die Initiative Energien Speichern (INES) mit. Für den Sommer fehlten dem Markt aber jegliche ökonomische Anreize zur Einspeicherung von Gas. "Die Versorgung für den restlichen Winter ist gesichert", sagte INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. "Die eigentliche Herausforderung liegt jetzt vor uns - bei der Wiederbefüllung der Speicher für den kommenden Winter."

Grund für den trüben Ausblick ist, dass Gas für den kommenden Winter derzeit günstiger ist als für den Sommer. Dieser sogenannte negative Sommer-Winter-Spread hebele die Anreize zur Einspeicherung vollständig aus. Als einen Auslöser für die Preisentwicklung nannte der Verband die Schließung der Straße von Hormus als Folge des Iran-Krieges, die zu erheblichen Preissteigerungen auf den globalen LNG-Märkten geführt habe.

Gasspeicher-Verband schlägt Alarm
09:14 Uhr

Ölpreis hoch, Aktienkurse runter

Der Dax verfällt zum heutigen Handelsstart wieder in sein altes Muster: Steigen die Ölpreise, fallen die Kurse. Nachdem der deutsche Börsenleitindex zum Wochenauftakt 0,5 Prozent auf 23.564 Punkte zugelegt hatte, notiert er aktuell im Bereich von 23.500 Zählern.

"Die Anleger schauen weiter auf die Geopolitik, auf den Krieg im Nahen Osten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Im Fokus steht dabei die Preisentwicklung beim Öl", erläutert sie. "Heute ziehen die Notierungen wieder etwas an und bewegen sich damit weiter auf einem hohen Niveau."

Ölpreis hoch, Aktienkurse runter
08:56 Uhr

"Große Risiken": Ölpreise ziehen wieder an

Nach dem Rückgang zum Wochenanfang legen die Ölpreise wieder zu. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich in der Spitze jeweils um rund fünf Prozent auf 104,98 Dollar und 98,42 Dollar je Barrel. Grund ist die Furcht vor Lieferausfällen, da die Straße von Hormus weiterhin nicht passiert werden kann. Verbündete der USA hatten Forderungen nach der Entsendung von Kriegsschiffen zur Unterstützung der Tanker bei der Durchfahrt durch die wichtige Wasserstraße zurückgewiesen. Die Risiken blieben groß, sagte Marktanalyst Tony Sycamore von IG. "Es genügt eine einzige iranische Miliz, die eine Rakete abfeuert oder eine Mine an einem vorbeifahrenden Tanker anbringt, um die gesamte Situation erneut eskalieren zu lassen."

"Große Risiken": Ölpreise ziehen wieder an
08:38 Uhr

"Wir könnten in Frankfurt deutlich besser dastehen"

Fraport hat seinen Rekordgewinn wie angekündigt im vergangenen Jahr noch ausgebaut. Das operative Ergebnis (Ebitda) legte 2025 um zehn Prozent auf 1,44 Milliarden Euro zu, wie der Flughafenbetreiber mitteilte. Unter dem Strich sank der Gewinn allerdings wegen Abschreibungen und Zinsbelastungen um 6,7 Prozent auf 468 Millionen Euro. Die Passagierzahl am Hauptstandort Frankfurt lag mit rund 63 Millionen zehn Prozent unter dem Niveau von 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie. "Wir könnten in Frankfurt deutlich besser dastehen, wenn die viel zu hohen regulierten Standortkosten die Passagierentwicklung auf dem deutschen Markt nicht weiter ausbremsen würden", erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte.

Analysten rechneten im Schnitt mit einem Betriebsgewinn des MDax-Konzerns von 1,4 Milliarden Euro und 448 Millionen Euro Nettogewinn. Fraport will erstmals seit der Corona-Krise eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie zahlen.

"Wir könnten in Frankfurt deutlich besser dastehen"
08:03 Uhr

Von Panik kann keine Rede sein

Europas Börsen dürften wenig verändert in den Handel starten. Am geopolitischen Umfeld hat sich nichts geändert. Ein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten ist derzeit nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump hat das geplante Treffen mit dem chinesischen Präsident Xi Jinping kurzfristig abgesagt, das eigentlich in zwei Wochen hätte stattfinden sollen.

Wichtigster Gradmesser für die Börsen bleibt der Ölpreis. Brent notiert am Morgen wenig verändert um das Niveau von 100 Dollar das Barrel. Von Panik an den Märkten kann bislang keine Rede sein. Anleger setzen offenbar weiterhin auf eine nur begrenzte Dauer des Konflikts und eine rasche Normalisierung des Ölmarktes sowie der Inflationserwartungen in der Folge.

Zunehmend rücken die Zentralbanken in den Fokus. Die australische Notenbank hat am Morgen den Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent angehoben. Anleger erwarten angesichts der hohen Inflation eine weitere Anhebung im Mai. Im weiteren Wochenverlauf entscheiden noch die japanische Notenbank, die Bank of England, die US-Notenbank sowie die EZB über die Geldpolitik. In allen Fallen wird eine Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Im Blick steht daher in allen Fällen der geldpolitische Ausblick. Wie es in den kommenden Monaten weiter geht, dürfte in entscheidendem Maße von der Dauer des Irankriegs und der damit verbundenen Inflationsentwicklung anhängen.

Von Panik kann keine Rede sein
08:21 Uhr

Anleger schlagen bei Tech-Schwergewichten zu

Die Aktienmärkte in Ostasien schließen sich der positiven Vorgabe der Wall Street an. Das galt auch für die Börse in Sydney: Obwohl die australische Notenbank die Leitzinsen erhöht hat, legte der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent zu. Am stärksten geht es im südkoreanischen Seoul nach oben. Der stark technologielastige Kospi, der bereits am Vortag freundlich tendiert hatte, kommt um weitere 2,1 Prozent voran. An den US-Börsen hatten Technologieaktien zu den Favoriten gezählt - auch, nachdem die KI-Ikone Nvidia mit neuen Produkten, Partnerschaften und einem optimistischen Ausblick aufgewartet hatte. Die großen Treiber in Seoul sind erneut die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix mit Zuwächsen von 4,0 und 2,0 Prozent.

Der japanische Topix-500 erholt sich um 0,8 Prozent, der Hang-Seng-Index in Hongkong zieht 1,0 Prozent an. In Schanghai ist die Tendenz wenig verändert. Hier könnte etwas bremsen, dass US-Präsident Donald Trump das geplante Treffen mit Chinas Staatschef Xi verschieben will. In Singapur, Indonesien und Malaysia liegen die Marktbarometer je rund 1 Prozent im Plus.

In Australien ist derweil die erste einer ganzen Reihe von Zinsentscheidungen in dieser Woche gefallen. Die Reserve Bank of Australia erhöhte angesichts der weiter zu hohen Inflation die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent. Die Zentralbank verwies auf steigende Treibstoffkosten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt als zentrales Aufwärtsrisiko für die Inflation und bekräftigte damit die Erwartung, dass die Geldpolitik restriktiv bleiben könnte. Der australische Dollar zeigt sich davon wenig beeindruckt, zumal die Entscheidung nicht überraschend kam.

Anleger schlagen bei Tech-Schwergewichten zu
07:45 Uhr

Analysten erwarten mittelfristig diesen Ölpreis

Das Analystenhaus Morningstar hält an seiner mittelfristigen Prognose von 65 US-Dollar je Barrel für Rohöl der Sorte Brent fest und schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung aufgrund der möglichen Zerstörung der iranischen Ölinfrastruktur als gering ein. Die Ölpreise könnten nach Äußerungen von US-Präsident Trump steigen, so Morningstar-Direktor Joshua Aguilar. Trump könnte demnach die Entscheidung, Angriffe auf die iranische Ölinfrastruktur zu vermeiden, überdenken, falls Teheran sich weiterhin in der Straße von Hormus einmische.

Der Markt habe die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl durch die Internationale Energieagentur zu Recht ignoriert, da dies nur eine vorübergehende Lösung sei, so der Experte weiter. Aguilar rechnet damit, dass längere Angebotsengpässe zu einer gewissen Nachfragezerstörung führen könnten. Eine wirtschaftliche Rezession sei ein Punkt, den es zu beobachten gelte. Aguilar favorisiert US-Schieferöl, kanadisches Rohöl und Raffinerien, während Dienstleistungsunternehmen und Firmen mit Engagement im Nahen Osten mit Gegenwind konfrontiert seien.

Analysten erwarten mittelfristig diesen Ölpreis
07:27 Uhr

US-Börsenaufsicht will Pflicht zu Quartalszahlen kippen

Die US-Börsenaufsicht SEC bereitet offenbar die Abschaffung der vierteljährlichen Berichtspflicht vor. Unternehmen sollen ihre Ergebnisse künftig auch nur halbjährlich vorlegen können, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Der Vorschlag könnte im kommenden Monat veröffentlicht werden. Präsident Donald Trump hatte sich Ende vergangenen Jahres erneut für diesen Schritt ausgesprochen, woraufhin SEC-Chef Paul Atkins ankündigte, dies beschleunigt umzusetzen.

US-Börsenaufsicht will Pflicht zu Quartalszahlen kippen
07:09 Uhr

Infineon kooperiert mit Nvidia

Die europäischen Chipkonzerne Infineon, NXP und STMicroelectronics setzen bei der Ausstattung humanoider Roboter auf eine Zusammenarbeit mit dem US-Branchenprimus Nvidia. Die drei Unternehmen gaben entsprechende Partnerschaften bekannt. Während Nvidia mit seinen "Jetson Thor"-Prozessoren quasi das Gehirn der Maschinen liefert, wollen die Europäer die übrige Hardware beisteuern. Dazu gehören Sensoren, Bewegungssteuerungen sowie Chips für die Stromverwaltung und die interne Kommunikation. Finanzielle Details wurden zunächst nicht genannt.

Analysten sehen große technologische Überschneidungen mit der Autoindustrie, einer zentralen Kundengruppe der drei Chiphersteller. Der Markt für menschenähnliche Roboter gilt als vielversprechend: Erstmals dürften in diesem Jahr mehr als 50.000 Einheiten verkauft werden, schätzt das Analysehaus TrendForce. Einem Infineon-Sprecher zufolge rechnet der deutsche Konzern mit einem potenziellen Umsatz von rund 500 Dollar pro Roboter. NXP will vor allem eine schnelle Datenübertragung innerhalb der Maschinen gewährleisten, während STMicro sich auf die Anbindung von Kameras und Bewegungssensoren konzentriert.

Infineon kooperiert mit Nvidia
06:51 Uhr

Technische Gegenbewegung an Asien-Börsen

Die Sorge vor einer Eskalation des Iran-Konflikts und die bevorstehenden Zinsentscheidungen wichtiger Notenbanken verunsichern die Anleger an den asiatischen Börsen. Dennoch legen die meisten Indizes zu. Ein Analyst spricht jedoch von einer technischen Gegenbewegung statt eines neuen Aufwärtstrends.

Der japanische Nikkei-Index steigt 0,3 Prozent auf 53.906,02 Punkte. In Südkorea zieht der Kospi 2,4 Prozent an, während der Shanghai Composite kaum verändert notiert. Die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die Bank of Japan werden in dieser Woche über die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts beraten. Es wird jedoch erwartet, dass alle ihre Geldpolitik unverändert lassen.

Technische Gegenbewegung an Asien-Börsen
06:34 Uhr

Nvidia spielt die Billion aus

Nvidia traut dem Markt für seine KI-Chips bis zum Jahr 2027 ein Umsatzvolumen von mindestens einer Billion Dollar zu. Die auf seiner Entwicklerkonferenz GTC in Kalifornien vorgetragene Prognose liegt damit deutlich über der Schätzung von 500 Milliarden Dollar bis 2026, die der US-Chipkonzern bei seinen jüngsten Quartalszahlen nannte. Konzernchef Jensen Huang skizzierte vor mehr als 18.000 Zuschauern in San Jose die Strategie, mit der der Branchenprimus seine Position in dem schnell wachsenden Markt verteidigen will. Huang nannte aber keine Details zu der Prognose. Zu der viertägigen Veranstaltung selbst sagte er: "Ich möchte Sie daran erinnern, dass dies eine Technologiekonferenz ist."

Ein Schwerpunkt von Huangs Präsentation lag auf der Inferenz, bei der die Systeme Nutzeranfragen beantworten, statt neue KI-Modelle zu trainieren. "Der Wendepunkt bei der Inferenz ist erreicht", sagte er. Um sich in diesem Bereich breiter aufzustellen, präsentierte Nvidia ein neues KI-System, das auf Technologie des Startups Groq basiert.

Der Rechenprozess soll künftig in zwei Schritte unterteilt werden: Nvidias "Vera Rubin"-Chips übernehmen die erste Phase, in der menschliche Sprache in für Computer verständliche Datenbausteine übersetzt wird. Chips von Groq bearbeiten den zweiten Schritt und liefern die Antwort. Nvidia hatte Groqs Technologie im Dezember für 17 Milliarden Dollar lizenziert.

Nvidia spielt die Billion aus
06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am asiatischen Devisenmarkt gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 159,28 Yen und gibt 0,2 Prozent auf 6,8831 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückte r etwas auf 0,7881 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1497 Dollar.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Ein Nachzügler mit vier Ringen  

Der Wochenauftakt ist erst einmal geglückt, der Dax hat das gestrige Geschäft mit 23.564 Punkten beendet, nachdem der deutsche Börsenleitindex noch mit 23.447 Zählern ins Wochenende gegangen war. Ausschlaggebend für das Plus war ein leichter Rückgang der Ölpreise, auch wenn eine Entspannung beim Thema Iran-Krieg weiter nicht in Sicht ist.

Börsenprofis dürften zudem unter dem Eindruck des Ölpreisschocks die Konjunkturaussichten deutlich skeptischer bewerten. Für die Umfrage des Mannheimer ZEW unter Investoren erwarten Experten einen Rückgang auf 39,0 Punkte, nach 58,3 Zählern im Februar. Die im Zuge des Nahostkrieges gestiegenen Energiekosten trüben laut führenden deutschen Forschungsinstituten die Wachstumsaussichten und dürften überdies die Inflation hochtreiben. Und dies in einer Zeit, in der sich Deutschland laut ZEW-Chef Achim Wambach in einer "Phase fragiler Erholung" befindet.

Unternehmensseitig rückt noch einmal der Autosektor in den Blick, denn die Premiumtochter des VW-Konzerns, Audi, legt als letzter der deutschen Autobauer Details zu den Zahlen für das schwierige Geschäftsjahr 2025 vor. Gestiegene US-Importzölle und der harte Konkurrenzkampf in China ließen das operative Ergebnis des Audi-Konzerns trotz stabilen Umsatzes deutlich schrumpfen, wie VW berichtet hatte. Die Rendite lag ähnlich wie bei den Konkurrenten BMW und Mercedes-Benz bei fünf Prozent. Im Blickpunkt stehen der Ausblick auf das laufende Jahr und das schon lange diskutierte Thema des Aufbaus einer Produktion in den USA.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Ein Nachzügler mit vier Ringen