Der Börsen-Tag
25. August 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax bekommt Treibstoff zum Aufstieg

Überraschend starke Konjunkturdaten und ein Rückgang beim Ölpreis haben die Stimmung an der Frankfurter Börse aufgehellt. Der Dax kletterte um 0,6 Prozent und schloss bei 26.266 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 6460 Stellen. Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz Belastungen durch den Iran-Krieg schneller gewachsen als bislang angenommen. "Gemessen an den stellenweise düsteren Konjunkturaussichten in Anbetracht des Iran-Krieges fällt das deutsche Wachstum erstaunlich solide aus", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Auch die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen ist so gut wie seit einem Jahr nicht mehr und lässt Hoffnung auf einen tragfähigen Aufschwung aufkommen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im August das vierte Mal in Folge - und dazu noch stärker als erwartet.

Für Gesprächsstoff bei den Anlegern sorgte jedoch vor allem Volkswagen. Konzernchef Oliver Blume erklärte auf der Betriebsversammlung im Stammwerk Wolfsburg einmal mehr, dass VW unter großem Druck von US-Zöllen, geopolitischen Risiken und neuen Rivalen Kosten senken und schlanker werden müsse. Das Aus von vier deutschen Werken sei keine beschlossene Sache. Es sollten vielmehr "belastbare Perspektiven" für alle Standorte geschaffen werden. Mehr als 10.000 Mitarbeitende in und vor der Halle quittierten seine Rede Teilnehmern zufolge mit Pfiffen. Auch die Anleger reagierten verschnupft. Die VW-Aktie gab um 0,7 Prozent nach.

Gefragt waren hingegen Siemens Energy mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent. Der Energietechnikkonzern bereitet nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg die Abspaltung seines Dampfturbinen- und Wasserstoffgeschäfts vor.

Dax bekommt Treibstoff zum Aufstieg
17:16 Uhr

Aktie von Sportartikelhändler stürzt ab

Dick's Sporting Goods hat seinen Ausblick teilweise gesenkt und dies mit branchenweiten Herausforderungen begründet, die insbesondere sein Foot-Locker-Geschäft belastet hätten. Das Unternehmen teilte mit, es habe die Werbeaktionen verstärkt, um mit Rivalen zu konkurrieren, die die Preise senken, um auf die schwächere Nachfrage zu reagieren. Die Aktie brach um rund 25 Prozent ein. Auch die Aktien von Nike und Lululemon gaben nach.

Aktie von Sportartikelhändler stürzt ab
16:56 Uhr

Wird KI zum Treiber für Cyber-Security?

Vom KI-Trend profitiert längst nicht jedes Tech-Unternehmen. In der Cyber-Security aber spielt Künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle. Wie Trader von diesem Trend profitieren können, darüber spricht Raimund Brichta mit Iris Heinen von WH Selfinvest.

Wird KI zum Treiber für Cyber-Security?
16:30 Uhr

Ölreserven schrumpfen - Engpass bei Diesel - "Märkte sind gestört"

Die Ölpreise bleiben hoch - und zugleich werden die strategischen Reserven angezapft. Besonders in den USA sind die Notvorräte inzwischen so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wie lange reicht der Puffer noch und was bedeutet das für Diesel und Benzin? ntv-Börsenreporter Frank Meyer hat die Einordnungen. 

Ölreserven schrumpfen - Engpass bei Diesel - "Märkte sind gestört"
16:07 Uhr

Moderate Gewinne an der Wall Street

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(Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Freundlicher Start an der Wall Street - Rückenwind kommt vom Anleihemarkt. Dort setzt sich die Entspannung vom Montag fort - die Renditen sinken nach dem vorangegangenen starken Anstieg also weiter. Im Zehnjahresbereich geht es um vier Basispunkte auf 4,66 Prozent nach unten. Dazu trägt ein Bericht bei, wonach Finanzminister Scott Bessent die fast eine Billion Dollar umfassenden staatlichen Liquiditätsreserven anzapfen könnte, um gerade erst angekündigte erweiterte Rückkäufe von Staatsanleihen zu finanzieren, mit dem Ziel, die Renditen zu drücken.

Der Dow-Jones-Index legt um 0,2 Prozent zu, der breite S&P-500 um 0,4 Prozent, Die technologielastigen und als zinsreagibler geltenden Nasdaq-Indizes steigen stärker um bis zu 0,9 Prozent

Moderate Gewinne an der Wall Street
15:42 Uhr

Boeing landet großen Rüstungsdeal

Boeing hat sich einen mehrjährigen Vertrag im Wert von bis zu 131 Milliarden US-Dollar für das F-15-Programm der U.S. Air Force gesichert. Dies bietet dem Flugzeughersteller eine hervorragende Gelegenheit, sein Rüstungsgeschäft im nächsten Jahrzehnt auszubauen. Der Vertrag umfasst potenzielle Zahlungen für Upgrades, Nachrüstungen und Wartungsarbeiten für die F-15-Flotten in den USA und bei ausländischen Käufern, darunter Japan, Israel und Saudi-Arabien. Die genaue Anzahl der bestellten Jets und der Lieferplan müssen noch ausgearbeitet werden.

Der neue Vertrag deckt Arbeiten im Boeing-Werk in St. Louis bis August 2037 ab. Der US-Hersteller hat seine Werkspräsenz dort ausgebaut und im vergangenen Jahr einen Fünfjahresvertrag mit den gewerkschaftlich organisierten Maschinisten in der Region ratifiziert. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um etwa ein Prozent zu.

Boeing landet großen Rüstungsdeal
15:20 Uhr

Raketenhersteller geht über SPAC-Deal an die Börse

Ursa Major Technologies geht durch eine Fusion mit einer Mantelgesellschaft an die Börse, die das Rüstungsunternehmen mit rund 2,3 Milliarden US-Dollar bewerten wird. Die Transaktion sichert eine Kapitalbeteiligung von mindestens 350 Millionen Dollar. Diese wird von Inflection Point angeführt, einer Investmentfirma, die Unternehmen unterstützt, deren Lieferketten von US-Vertretern als entscheidend für die nationale Sicherheit eingestuft werden. Die Investmentbank Cantor Fitzgerald, die ehemalige Firma von Handelsminister Howard Lutnick, ist der federführende Platzierungsagent.

Nach der Fusion mit einer Mantelgesellschaft (Special-Purpose Acquisition Company) rechnet der Raketenhersteller mit dem Handelsstart an der Nasdaq im ersten Quartal 2027. Ursa Major wurde 2015 gegründet und stellt Teile für Raketen und Raumfahrzeuge her. Das Unternehmen gehört zu den Firmen, die ultraschnelle Hyperschallraketen für das Pentagon entwickeln.

Raketenhersteller geht über SPAC-Deal an die Börse
14:55 Uhr

Darum sind Europas Erdgaspreise stark gestiegen

Europa steht vor einem Engpass bei Erdgas, da es mit der doppelten Belastung durch niedrige Speicherstände und einem nicht absehbaren Ende der Schifffahrtsstörungen in der Straße von Hormus konfrontiert ist. Die Folge sind stark steigende Preise für den niederländischen Referenz-Erdgaspreis TTF, der am Vortag auf dem höchsten Stand seit Januar 2023 schloss, als sich der Kontinent noch von dem durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energieschock erholte. Obwohl der Kontrakt heute nachgegeben hat, bleibt das Risiko eines weiteren Anstiegs im Fokus, da Europa die geleerten Gasspeicher vor Einbruch des Winters wieder auffüllen muss, wie die Analysten der ING warnen.

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Füllen sich die deutschen Gasspeicher noch vor dem Winter? (Archivbild)

Die Gasspeicher der EU sind zu knapp 63 Prozent gefüllt, verglichen mit einem durchschnittlichen Füllstand von 80 Prozent zu dieser Jahreszeit, wie die niederländische Bank heute in einer Research Note mitteilte. "Bei der derzeitigen Rate wird es für die EU schwierig sein, vor der Heizperiode sogar das niedrigere Speicherziel von 75 Prozent zu erreichen. Dies erhöht die Aussicht auf Zwangskäufe, was das Aufwärtsrisiko für die Gaspreise erhöht", schrieben die Analysten der ING. Der Krieg der USA mit dem Iran hat in diesem Jahr den Markt für Flüssigerdgas erschüttert, da iranische Angriffe die weltgrößte LNG-Anlage in Katar beschädigt und die Lieferungen durch die Straße von Hormus stark verlangsamt haben.

Darum sind Europas Erdgaspreise stark gestiegen
14:26 Uhr

Bitcoin steigt und steigt

Ein schwächerer Dollar und die Hoffnung der Anleger auf ein neues Gesetz für den Kryptomarkt in den USA treiben den Bitcoin weiter nach oben. Die umsatzstärkste Cyber-Devise verteuerte sich um bis zu knapp drei Prozent auf 81.238 Dollar. Erstmals seit Mai notierte sie damit wieder über der Marke von 81.000 Dollar. Insgesamt hat der Bitcoin in nur drei Tagen um rund 20 Prozent zugelegt. Angetrieben wird der Kurs unter anderem von einer schwächeren US-Währung. Der Dollar-Index büßte vergangene Woche fast ein Prozent ein. Auslöser waren Pläne des US-Finanzministeriums, zur Stützung des Anleihemarktes verstärkt Staatsanleihen zurückzukaufen.

Bitcoin steigt und steigt
14:03 Uhr

Analyst: Nvidia-Zahlen werden zum Test für den KI-Handel

Die Quartalszahlen von Nvidia werden zum "Lackmustest" für Aktien aus der Lieferkette für künstliche Intelligenz, schreibt Patrick Munnelly von der Tickmill Group in einer Research Note. Der US-Konzern wird seine Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal am Mittwoch nach Börsenschluss in New York veröffentlichen. Laut Munnelly hat der unmittelbare Druck auf Tech-Aktien zuletzt nachgelassen, nachdem der Philadelphia Semiconductor Index angesichts steigender Renditen von US-Staatsanleihen und geopolitischer Spannungen stark gefallen war.

"Die mehrtägige Verlustserie von Nvidia spiegelt eine proaktive Risikoreduzierung im Portfolio wider und nicht strukturelle Probleme, aber die Toleranz des Marktes für alles andere als einen makellosen Bericht ist äußerst begrenzt", sagt er.

Analyst: Nvidia-Zahlen werden zum Test für den KI-Handel
13:36 Uhr

VW-Chef Blume äußert sich zu Stellenstreichungen

Der Volkswagen-Konzern will die Hälfte von möglicherweise rund 50.000 zu streichenden Stellen in Deutschland abbauen. "Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland, die andere international - in insgesamt rund 170 Gesellschaften", sagte Konzernchef Oliver Blume nach Angaben des Unternehmens bei der Betriebsversammlung in Wolfsburg. Der Vorstand werde "auch künftig so weit wie möglich auf freiwillige Personalinstrumente setzen".

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Oliver Blume (Foto: dpa)

Blume nannte etwa Renteneintritte, einvernehmliche Vereinbarungen, "natürliche Fluktuation sowie eine restriktive Einstellungspolitik". Auch solle die Altersteilzeit "für weitere Jahrgänge" geöffnet werden, fuhr er fort. "Die konkreten Schritte werden wir mit den Arbeitnehmervertretern beraten." Der Konzernchef bekräftigte dabei, dass die "häufig genannte Zahl von rund 50.000 Stellen" weltweit "keine Zielgröße" sei. "Sie ist eine theoretische Rechengröße - abgeleitet von unseren Kosten. Heute liegen wir rund 30 Prozent über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen", gab Blume weiter an.

VW-Chef Blume äußert sich zu Stellenstreichungen
13:12 Uhr

Bewegung am Geldmarkt - Nachfrage nach EZB-Liquidität steigt

Mit der leichten Entspannung an den Anleihemärkten ist auch der Zwölf-Monats-Euribor wieder unter drei Prozent gefixt worden. Damit sind die Aufwärtsrisiken aber keineswegs gebannt. Das Highlight der Woche auch am europäischen Geldmarkt ist die Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole/Wyoming. "Vor allem aber muss Warsh einen deutlichen Akzent setzen und die geldpolitischen Ziele der Fed klarstellen", heißt es bei Vontobel. Derweil ist die Nachfrage nach EZB-Liquidität beim wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäft gestiegen. Wie die EZB mitteilte, wurden 18,005 Milliarden Euro nach 16,709 Milliarden in der Vorwoche zum Festzinssatz von 2,40 Prozent zugeteilt. Die Gebote von 73 (Vorwoche: 68) Institutionen wurden voll bedient. Die Banken des Euroraums besorgten sich damit 1,296 Milliarden Euro mehr EZB-Liquidität.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,18 - 2,38 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,13 - 2,38 (2,13 - 2,38), 1-Monats-Geld: 2,27 - 2,57 (2,36 - 2,43), 3-Monats-Geld: 2,56 - 2,86 (2,34 - 2,68), 6-Monats-Geld: 2,69 - 2,89 (2,69 - 2,88), 12-Monats-Geld: 2,73 - 2,91 (2,73 - 2,90), Euribors: 24.08. 21.08. 3 Monate: 2,5370 2,5240, 6 Monate: 2,7720 2,7650, 12 Monate: 2,9930 3,0030

Bewegung am Geldmarkt - Nachfrage nach EZB-Liquidität steigt
12:47 Uhr

US-Anleihemarkt entspannt - Ölpreise gehen runter

Für den Start an den US-Börsen deutet sich eine freundliche Tendenz an. Rückenwind kommt vom Anleihemarkt, wo sich die Entspannung vom Vortag fortsetzt - die Renditen sinken also weiter. Im Zehnjahresbereich geht es um drei Basispunkte auf 4,67 Prozent nach unten, nachdem die Rendite zuletzt mehrfach beim Niveau um 4,73 beziehungsweise 4,74 Prozent wieder den Rückzug angetreten hatte.

Dazu beitragen dürften auch deutlicher fallende Ölpreise. Sie dämpfen Sorgen vor einer steigenden Inflation und damit auch vor steigenden Leitzinsen. Brent-Öl verbilligt sich um 3,1 Prozent auf knapp über 89 Dollar.

US-Anleihemarkt entspannt - Ölpreise gehen runter
12:17 Uhr

Boomende Sparpläne schieben Fondsanbieter kräftig an

Der Sparkassen-Fondsanbieter Deka profitiert von der Nachfrage von Privatanlegern nach Sparplänen und hebt seine Gewinnprognose an. Dank der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr rechnet das Institut im Gesamtjahr nun mit einem wirtschaftlichen Ergebnis von rund 800 Millionen Euro statt der bisher angepeilten 700 Millionen Euro. Das ist allerdings immer noch ein Rückgang im Vergleich zu den 963 Millionen Euro aus dem Vorjahr. "Immer mehr Menschen erkennen über die letzten Jahre hinweg die Bedeutung des Kapitalmarkts für ihren Vermögensaufbau", konstatierte Deka-Chef Georg Stocker am Dienstag.

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Das Logo der Dekabank am Eingang der Zentrale des Frankfurter Trianon-Hochhauses. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Frank Rump)

Im ersten Halbjahr steigerte das Wertpapierhaus das Ergebnis um fünf Prozent auf 546 Millionen Euro. Die Erträge kletterten um 7,5 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro, was vor allem an einem höheren Provisionsergebnis lag. Das Zinsergebnis war dagegen rückläufig. Da die Deka zugleich mehr Geld für Personal und Digitalisierung ausgab, verschlechterte sich die Aufwand-Ertrag-Relation auf 59,7 von 56,9 Prozent. Wesentlicher Treiber war erneut das Privatkundengeschäft, in dem der Absatz auf 19,5 Milliarden Euro von 18,7 Milliarden Euro zulegte.

Boomende Sparpläne schieben Fondsanbieter kräftig an
11:52 Uhr

Dax nähert sich seiner Rekordmarke

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat zu einem größeren Sprung nach oben angesetzt. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,8 Prozent höher bei 26.311 Punkten. Damit näherte sich der Dax wieder seinem Allzeithoch von 26.573,50 Zählern. Der EuroStoxx50 gewann 0,6 Prozent auf 6489 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent fester bei 1,1669 US-Dollar.

Dax nähert sich seiner Rekordmarke
11:32 Uhr

Warum Tanken auch bei sinkendem Ölpreis teuer bleibt

Die Spritpreise an den Tankstellen liegen aktuell deutlich über zwei Euro. Und Diesel ist trotz niedrigerer Energiesteuer deutlich teurer als E10. Das dürfte sich auch bei sinkenden Ölpreisen nicht ändern. Warum, erklärt ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil.

Warum Tanken auch bei sinkendem Ölpreis teuer bleibt
11:21 Uhr

Dermapharm verdient mehr 

Der ins Visier der Finanzaufseher geratene Arzneimittelhersteller Dermapharm hat im ersten Halbjahr 2026 den operativen Gewinn deutlich gesteigert und seine Jahresziele bestätigt. Der Konzernumsatz wuchs um 2,9 Prozent auf 591 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) habe überproportional dazu um 10,3 Prozent auf 163,2 Millionen Euro zugelegt. Wachstumstreiber sei vor allem das Geschäft mit Markenarzneimitteln gewesen, das auch von den jüngsten Übernahmen der Firmen Mucos und F. Trenka profitiert habe. "Mit Blick auf das zweite Halbjahr sehen wir uns gut positioniert, unsere Wachstumsstrategie konsequent fortzusetzen und bestätigen daher unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2026", erklärte Firmenchef Hans-Georg Feldmeier.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nimmt derzeit die Bilanz von Dermapharm genauer unter die Lupe. Die Aufseher hatten im Juli erklärt, es gebe Anhaltspunkte, dass der Arzneimittelhersteller in seinem Jahresabschluss für 2025 gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen haben könnte.

Dermapharm verdient mehr 
11:03 Uhr

VW-Chef: Konzern ist "überdimensioniert"

In der Wolfsburger VW-Zentrale hat die Serie von Betriebsversammlungen beim kriselnden Autobauer begonnen. Der Vorstand um Konzernchef Oliver Blume soll der Belegschaft Antworten zu angekündigten Sparmaßnahmen liefern. Die Mitarbeiter kritisierten jüngst eine aus ihrer Sicht desaströse Kommunikation und lediglich oberflächliche Infos aus der Chefetage. Zehntausende Stellen und vier Werke sollen in Gefahr sein. 

Blume beschrieb den Konzern vor den Versammlungen intern als "überdimensioniert". "Das macht uns oft zu langsam und zu kompliziert"», sagte er in einem Interview. Er hatte angekündigt, an einem neuen "Zielbild 2030" zu arbeiten und den Sparkurs verschärfen zu wollen. Seitdem wird an einigen deutschen Standorten um die Zukunft und in der VW-Welt insgesamt um bis zu 50.000 zusätzliche Stellen gebangt. 

VW-Chef: Konzern ist "überdimensioniert"
10:56 Uhr

Orderbuch bei Shein-Börsengang bereits gefüllt

Die Aktien des an die Börse in Hongkong strebenden chinesischen Online-Billigmodehändlers Shein stoßen Insidern zufolge auf reges Interesse. Das Orderbuch für die bis zu 1,77 Milliarden US-Dollar schwere Emission sei bereits vollständig gefüllt, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Aufträge stammten von mehreren bestehenden Aktionären sowie von auf China ausgerichteten Fonds.

Die Zeichnungsfrist hatte am Montag begonnen. Angeboten werden 280 Millionen Papiere zu einem Preis zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar. Damit würde Shein mit bis zu 26,8 Milliarden US-Dollar bewertet. Der Ausgabepreis soll am 31. August festgelegt werden, das Börsendebüt ist für den 1. September geplant.

Orderbuch bei Shein-Börsengang bereits gefüllt
10:32 Uhr

Ifo-Index höher als erwartet - Experte skeptisch

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hellt sich zusehends auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im August auf 88,8 Punkte, nach revidiert 86,7 Zählern im Juli und damit das vierte Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Experten hatten mit 87,2 Punkten gerechnet. "Trotz des erneuten Energiepreisanstiegs erholt sich die deutsche Wirtschaft", erklärte Ifo-Chef Clemens Fuest. Die Firmen blicken optimistischer auf ihre Lage als zuletzt und bewerten auch ihre Geschäftsaussichten besser.

"Der Stimmungsaufschwung kommt irgendwie aus dem Nichts. Das überrascht, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen doch weiter schwierig", meinte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Bethmann HAL. "Die Energiepreise sind hoch, die Hitzewelle bremst die Produktion, und die Regierung verweilt im Sommerloch. US-Sanktionen gegen den Iran dürften die Energiepreise zudem hoch halten. Für Verbraucher sind das schlechte Nachrichten, bleiben die Portmonees doch belastet. Auch Exportchancen für manchen Absatzmarkt stehen derzeit auf dem Spiel. Es liegt auf der Hand, dass Wachstumshoffnungen für das zweite Halbjahr verhalten bleiben. Das Wachstumssignal steht weiter auf Durchhalten statt Aufschwung. Die bessere Stimmung wird sich erst noch beweisen müssen." 

Ifo-Index höher als erwartet - Experte skeptisch
10:10 Uhr

Reitz: VW-Beschäftigte müssen neue Realität akzeptieren

Der VW-Betriebsrat spricht sich gegen Kündigungen und Werksschließungen aus. Doch "die Zeiten, in denen Volkswagen sich alles leisten konnte, sind vorbei", kommentiert Ulrich Reitz, Chefkorrespondent Wirtschaft bei ntv. Die Fehler habe aber das Management gemacht und müsse sie jetzt auch lösen.

Reitz: VW-Beschäftigte müssen neue Realität akzeptieren
09:55 Uhr

Warum es im Tech-Sektor ruckelt

Trotz guter Unternehmenszahlen geht es bei den Techwerten derzeit turbulent zu. Vor allem steigende Zinsen sorgen für Gegenwind. Raimund Brichta spricht mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley über die Hintergründe und die Frage, ob die jüngsten Kurskapriolen nur eine Verschnaufpause sind.

Warum es im Tech-Sektor ruckelt
09:31 Uhr

Traditionskonzern verliert Interimschef: Kursrutsch

Knapp ein Jahr nach seiner Rückkehr als Vorstandschef nimmt Uwe Röhrhoff beim Verpackungshersteller Gerresheimer vorzeitig den Hut. Die Nachricht sorgt an der Börse für einen Kursrutsch. Die Papiere verlieren zeitweise nahezu zehn Prozent. Röhrhoff habe sein Mandat auf eigenen Wunsch beendet, teilte der Düsseldorfer Konzern mit. Seine Aufgaben übernähmen bis auf Weiteres die beiden Vorstände Wolf Lehmann und Achim Schalk. Röhrhoffs Vertrag lief ursprünglich bis Oktober 2026.

Als Gerresheimer im vergangenen Jahr ins Visier der Finanzaufsicht BaFin geraten war, musste Vorstandschef Dietmar Siemsen gehen und sein Vor-Vorgänger Röhrhoff übernahm das Ruder interimistisch. Die BaFin hatte gerügt, dass Gerresheimer 2024 Umsätze vorzeitig verbucht hatte, obwohl die Waren noch nicht ausgeliefert worden waren. Das hatte den Traditionskonzern ins Wanken gebracht.

Traditionskonzern verliert Interimschef: Kursrutsch
09:15 Uhr

Dax stabil über der 26.000

Der Dax startet fester in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der gestern mit 26.107 Punkten 0,1 Prozent schwächer geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 26.210 Zählern. Große Bewegungen sind laut Marktteilnehmern nicht abzusehen, das hatte sich bereits an den asiatischen Börsen gezeigt. Einige Händler verweisen auf die am morgigen Abend anstehenden Quartalszahlen von Nvidia.

Dax stabil über der 26.000
08:59 Uhr

Stimmung in Wolfsburg "extrem aufgeladen, jeder mauert"

ntv-Wirtschaftschefkorrespondent Uli Reitz berichtet aus Wolfsburg über die anstehenden Betriebsversammlungen von Volkswagen. Schon im Vorfeld ist die Laune aufseiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohl miserabel. 

Stimmung in Wolfsburg "extrem aufgeladen, jeder mauert"
08:51 Uhr

Chipwerte als Belastungsfaktor

Heute lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz ausmachen. Händler berichten von Zurückhaltung vor den Quartalszahlen von Nvidia, die am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht werden. Von den Zahlen und vor allem dem Ausblick des Konzerns erhoffen sich Anleger Aufschluss darüber, ob die Nachfrage die massiven Investitionen in den KI-Ausbau rechtfertigt. Vorsichtshalber trennen sich die Investoren von Technologiewerten, besonders mit KI-Bezug. Sie folgen damit den negativen US-Vorgaben.

Daneben lastet weiter der Iran-Krieg auf der Stimmung. US-Finanzminister Scott Bessent hat neue Maßnahmen angekündigt, mit denen das iranische Regime isoliert werden soll. China, der wichtigste Handelspartner des Irans, dürfte sich dem Druck der USA aber nicht beugen, vermutet Joseph Capurso von der Commonwealth Bank of Australia. Die US-Kampagne gegen den Iran könnte daher vor dem nächsten US-chinesischen Gipfeltreffen im September den "Burgfrieden" im Handelsstreit zwischen den USA und China gefährden, fügt er hinzu.

In Tokio gewinnt der Nikkei-Index 0,3 Prozent, der breiter gefasste Topix rückt um 0,5 Prozent vor. Der Hang-Seng-Index in Hongkong gibt um 0,3 Prozent nach, während der Composite-Index in Shanghai knapp behauptet tendiert. Im südkoreanischen Seoul sinkt der Kospi um 0,2 Prozent, erneut belastet von klaren Verlusten der beiden Chip-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix.

Chipwerte als Belastungsfaktor
08:31 Uhr

Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz Belastungen durch den Iran-Krieg schneller gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni dank höherer Exporte um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine frühere Schätzung hatte nur ein Plus von 0,2 Prozent ergeben.

"Die Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft vom Jahresbeginn setzt sich fort", sagte die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand. Das gehe erneut "auf die gute Exportentwicklung zurück". Europas größte Volkswirtschaft wuchs dadurch bereits das dritte Quartal in Folge: Ende 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent, in den ersten drei Monaten 2026 zu 0,4 Prozent. Im Frühjahr wurden insgesamt 2,0 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als in den ersten drei Monaten.

Wirtschaft wächst stärker als erwartet
08:04 Uhr

US-Bondmarkt bereitet Sorgen

Auf einen interessanten Handelstag setzen Marktteilnehmer an den europäischen Börsen am Morgen. Die Dax-Terminkontrakte zeigen sich rund 30 Punkte im Plus. Die Märkte dürften ganz im Zeichen der angeschlagenen US-Anleihemärkte stehen und die Ankündigungen von US-Finanzminister Scott Bessent diskutieren. Dabei dürfte Vorsicht dominieren, denn mit den Nvidia-Zahlen und US-Inflationsdaten am Mittwoch, sowie der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf der Notenbanker-Konferenz am Freitag stehen noch wichtige Ereignisse bevor.

Dazu werden am Nachmittag das US-Verbrauchervertrauen und Häuserverkäufe veröffentlicht. Bei beiden Datenreihen wird mit Anzeichen für eine immer schwächer werdende Kaufkraft der US-Konsumenten gerechnet. In Deutschland steht der IFO-Index an. Angesichts der geopolitischen Probleme gilt er aber als fremdbestimmt, seine Signale seien für Anleger nicht nachhaltig.

Sorgen macht vor allem der US-Bondmarkt. Auch die Wirkung der Bessent-Rede vom Vorabend sei wieder verpufft, heißt es in Kommentaren. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen liegt danach wieder über 4,70 Prozent. Entsprechend verbuchten besonders die zinsempfindlichen Technologiewerte an der Nasdaq Abgaben. Laut CNBC erwägt Bessent sogar, die Liquiditätsreserve der Fed von knapp 1 Billion Dollar anzuzapfen, um die langfristigen US-Renditen zu senken. Dies sehe aber eher nach ersten Panikanzeichen als einem Plan aus, heißt es im Handel.

US-Bondmarkt bereitet Sorgen
07:45 Uhr

EU-Zölle auf chinesische Hybrid-Autos gefordert

Die deutsche Autoindustrie steht vor schwierigen Herausforderungen. Deutschland sei etwa bei den Energiekosten nicht wettbewerbsfähig, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies: Dazu komme der Wettbewerb durch chinesische Autobauer. Die Europäische Union habe mit den Zöllen auf Elektroautos aus China eine Lösung gefunden, die zu einer fairen Wettbewerbssituation führe. Lies forderte die EU auf, Zölle auch auf Hybridautos aus China zu verhängen.

Heute stellt sich VW-Chef Oliver Blume bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung in Wolfsburg den Fragen der Mitarbeiter, anschließend stehen weitere Betriebsversammlungen an den anderen Standorten an. Die Belegschaft kritisierte im Vorfeld die "desaströse Kommunikation nach außen durch den Vorstand". Blume hatte am Freitag in einem im Intranet veröffentlichten Interview die Lage bei VW als "mehr als kritisch" bezeichnet. Er will die Kapazitäten in den europäischen VW-Werken um 500.000 Fahrzeuge jährlich senken und stellte die langfristige Fertigung in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm zur Disposition. Zudem sollen die Kosten deutlich reduziert werden. Im Juli war der Vorstand mit seinen Plänen jedoch im Aufsichtsrat gescheitert.

EU-Zölle auf chinesische Hybrid-Autos gefordert
07:18 Uhr

Kupfer verbilligt sich

Der Kupferpreis gibt nach. Er fällt 0,3 Prozent auf 14.225,50 Dollar je Tonne. Der Markt für das Basismetall sei angesichts einer Reihe neuer preisbeeinflussender Kräfte, die sich auf geografische Arbitrage und Handelspolitik konzentrieren, zunehmend schwer zu interpretieren, so die Analysten der Societe Generale. Ein begrenztes Minenangebot und eine wachsende Nachfrage aus Sektoren wie der künstlichen Intelligenz (KI) hätten die Preise im Allgemeinen gestützt, merken sie an. Allerdings habe die zollbedingte Arbitrage große Mengen an Kupferbeständen in die USA umgelenkt, was die Lagerbestände andernorts beeinträchtige und es erschwere, den Markt allein auf der Grundlage traditioneller Rahmenbedingungen zu analysieren, fügen sie hinzu. 

Kupfer verbilligt sich
06:52 Uhr

VW-Betriebsrat lehnt Kündigungen ab

Volkswagen-Betriebsratschefin Daniela Cavallo schließt betriebsbedingte Kündigungen bei Europas größtem Autobauer aus. "Meine Linie ist klar", sagte sie. "Wir haben eine Beschäftigungssicherung erkämpft und wir werden auch in Zukunft dafür kämpfen, dass Veränderungen sozialverträglich stattfinden." Dabei sei es wichtig, dass auch weiterhin Altersteilzeit und insbesondere das Blockmodell angeboten werden können. "Wenn das fällt, dann werden wir über andere Maßnahmen sprechen müssen, und dafür stehe ich als IG-Metall-Mitglied nicht zur Verfügung", sagte sie. Auch Werksschließungen erteilte sie eine Absage. Das sei für sie keine Option, betonte Cavallo.

Von den außerordentlichen Betriebsversammlungen bei Volkswagen erwarte sie, dass sich der VW-Vorstand vor der Belegschaft erkläre. Dabei gehe es nicht nur um mögliche Werksschließungen oder einen massiven Arbeitsplatzabbau. "Ein Zukunftsprogramm kann ja nicht dadurch alleine entstehen oder bestehen, dass man über Arbeitskostenreduzierung und Personalabbau spricht und Standorte infrage stellt", sagte Cavallo.

VW-Betriebsrat lehnt Kündigungen ab
06:22 Uhr

Händler analysieren US-Maßnahmen gegen Iran

Der Dollar notiert im asiatischen Handel zunächst kaum verändert bei 159,13 Yen, während Händler die neuen Maßnahmen der USA gegen den Iran analysieren. Finanzminister Scott Bessent sagte, die USA starteten die von ihm sogenannte "Operation Economic Outcast". "Die Ziele sind digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt", schreibt Joseph Capurso von der CBA. "Wir erwarten nicht, dass China - der größte Handelspartner des Iran - sich dem Druck der USA beugen und den Handel mit dem Iran einstellen wird", so der Leiter des Bereichs Devisen, Internationales & Geoökonomie. "Die Kampagne der USA gegen den Iran gefährdet den Handelsfrieden zwischen den USA und China vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs im nächsten Monat", fügt Capurso hinzu. 

Händler analysieren US-Maßnahmen gegen Iran
05:59 Uhr

"Desaströs": Krisenmodus aller Orten

Der Dax ist verhalten in die neue Handelswoche gestartet. Der deutsche Börsenleitindex schloss gestern mit einem Stand von 26.107 Punkten. Ins Wochenende war er mit 26.137 Zählern gegangen – und einem Wochenminus von etwa einem Prozent. Die von US-Seite angekündigte Härte im Iran-Krieg um die Freigabe der Straße von Hormus sowie die ebenfalls von Washington angezettelte Handelsauseinandersetzung mit Kanada sorgten auf dem Parkett zunächst nicht für allzu großen Wirbel, wohl auch, weil die Ölpreise sogar leicht nachgaben.

Heute steht auf der einen Seite der deutsche Autosektor im Anlegerfokus. Zum anderen rückt auch die deutsche Wirtschaft insgesamt in den Blick: Diese dürfte sich im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg in der Wachstumsspur gehalten haben. Klarheit bringen die detaillierten Daten des Statistischen Bundesamtes. In einer ersten Schätzung war für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal ein Plus von 0,2 Prozent ermittelt worden. In den ersten drei Monaten war sogar ein Zuwachs beim BIP von 0,4 Prozent erzielt worden.

Zudem sollte sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im August weiter aufgehellt haben. Ökonomen erwarten einen weiteren Anstieg des IFO-Index - und zwar auf 87,1 Punkte von 86,6 Zählern. Das wichtigste Barometer für die deutsche Konjunktur würde damit zum vierten Mal klettern - ein deutliches Signal, dass es mit der Wirtschaft aufwärtsgeht.

Unternehmensseitig stellt sich im Ringen um ein weiteres Sparpaket bei Europas größtem Autobauer Volkswagen VW-Chef Oliver Blume erstmals den Fragen der Belegschaft. Diese kritisiert den Kommunikationsstil des Spitzenmanagers als "desaströs", wie aus einer im Intranet veröffentlichten Umfrage des Betriebsrats hervorgeht. Sie fordert insbesondere Klarheit zu der Frage eines möglichen Abbaus von 50.000 Arbeitsplätzen und zur Zukunft der Werke in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

"Desaströs": Krisenmodus aller Orten