Dax dümpelt vor sich hin
Die anrollende Bilanzflut hat Europas Aktienanleger in den Wartemodus schalten lassen. An der Frankfurter Börse gelang dem Dax nur kurzzeitig ein Sprung über die 25.000-Punkte-Marke. Ein nachhaltiges Überwinden der psychologisch wichtigen Hürde würde den Weg freimachen für neue Dax-Allzeithochs, sagte Analyst Frank Sohlleder von ActivTrades.
Der Dax dümpelte ansonsten um Schlussstand vom Montag herum. Am Ende ging er 0,2 Prozent leichter mit 24.894 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte dagegen 0,8 Prozent höher bei 6003 Stellen.
Für etwas Auftrieb am deutschen Aktienmarkt sorgten Unternehmenszahlen aus den USA. Unter anderem öffneten Boeing, UPS und General Motors die Bücher. Die neuen Zolldrohungen von Präsident Donald Trump trübten hingegen die Stimmung. Der 79-Jährige hatte eine Erhöhung der Zölle auf Importe aus Südkorea angekündigt und dem Verbündeten vorgeworfen, einen Handelspakt nicht einzuhalten. Thema war zudem der anstehende Zinsentscheid in den USA, bei dem Experten keine Änderung erwarten.
Bei den Einzelaktien standen Puma mit Plus 9,0 Prozent auf 23,58 Euro im Fokus. Seit Tagen gab es Medienberichte, dass der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports den Einstieg plane. Nun ist es Fakt: Anta Sports übernimmt den Anteil von 29,06 Prozent an Puma von der Familie Pinault für 1,51 Milliarden Euro. Anta hat 35 Euro je Puma-Aktie bezahlt.
Bei BASF hatte sich JPMorgan skeptisch geäußert und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Das Kursziel wurde zudem auf 36 von 40 Euro gesenkt. BASF sei einer der teuersten Zykliker, heißt es zur Begründung. Die Aktien fielen um 0,5 Prozent auf 46,10 Euro.
Wieder Aufbruchstimmung an der Börse in Tokio
Der japanische Aktienmarkt erlebt derzeit einen wahren Aufschwung. Grund genug, einmal einen Blick darauf zu werfen. Warum hinkte Japan überhaupt so lange hinterher und was hat sich jetzt geändert? Und welche Gefahr stellen die in der Folge steigenden Zinsen für die weltweiten Finanzmärkte dar? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Edgar Walk von der Fondsgesellschaft Metzler Asset Management.
Autozulieferer will Tausende Jobs streichen
Der Autozulieferer Aumovio will dieses Jahr weltweit voraussichtlich bis zu 4000 Jobs in der Forschung und Entwicklung streichen. Betroffen sind schwerpunktmäßig Standorte in Indien, Singapur, Rumänien, Serbien, Deutschland sowie Mexiko, wie das Unternehmen mitteilte. Für die Standorte in Deutschland sollen Stellen in einem Umfang bis in den hohen dreistelligen Bereich abgebaut werden.
Aumovio hatte bereits einen Abbau von gut 10.000 Stellen in der Verwaltung und F&E angekündigt. Diese Maßnahmen seien weitgehend abgeschlossen, so das Unternehmen. Aumovio beschäftigt weltweit etwa 86.000 Mitarbeiter, davon 17.000 in Deutschland.
"Wir haben null Verschuldung" - Gea will zukaufen
Der Maschinen- und Anlagenbauer Gea will sein Wachstum auch mit Zukäufen vorantreiben. "Wir sind interessiert an Unternehmen aus den Bereichen Pharma und Getränke, die zu uns passen", sagte Vorstandschef Stefan Klebert vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf (WPV). Im Blick habe der Dax-Konzern Hersteller, die die bisherige Wertschöpfungskette erweitern oder geographisch breiter aufstellen könnten. Neben China und Indien schaue sich der Konzern auch Unternehmen in den USA an. Ziel könnten auch Firmen sein mit einem Unternehmenswert von mehreren Milliarden Euro.
"Wir haben null Verschuldung." Klebert schloss auch ein Aktienrückkaufprogramm nicht aus. "Wenn uns nichts vor die Flinte kommt an sinnvoller M&A, dann wird man sicher irgendwann wieder nachdenken über einen Share Buyback."
ntv Wirtschaft - der neue Podcast
Die Europäische Union einigt sich mit Indien auf eine Freihandelszone. Dieses Mal soll es besser laufen als beim gestoppten Mercosur-Abkommen. Auf Europas Straßen kippt der Neuwagenmix: Hybridfahrzeuge und E-Autos liegen vor den Verbrennern. Bei Puma steigt ein chinesischer Konzern ein – während in Deutschland neben der offiziellen Wirtschaft auch die Schattenwirtschaft wächst. Hören Sie jetzt die neue Folge des Podcasts "ntv Wirtschaft" - überall, wo es Podcasts gibt.
US-Börsen uneinheitlich
Die Wall Street ist mit Gewinnen in den Handel gestartet. Im frühen Handel sinkt der Dow-Jones-Index gedrückt vom Einbruch bei UnitedHealth um 0,8 Prozent auf 49.027 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewinnen dagegen 0,2 beziehungsweise 0,5 Prozent.
Boeing verlieren 1,7 Prozent nach Vorlage von Geschäftszahlen. Zwar berichtete der Flugzeugriese klar besser als erwartet ausgefallene Gewinnkennziffern, diese waren aber durch den Verkauf von Vermögenswerten getrieben. Zudem war die Aktie zuletzt gut gelaufen. Überraschend gute Geschäftszahlen des Paketlogistikers UPS hieven den Kurs um 1,0 Prozent nach oben. Eine angekündigte Wertberichtigung hat General Motors (GM) im vierten Quartal tiefrote Zahlen beschert. Der operative Gewinn lag dagegen im Rahmen der Erwartungen - der Kurs zieht um 5,1 Prozent an. Der Wehrtechnikkonzern RTX (+2,1 Prozent) überzeugt dagegen mit seinem Quartalsausweis. American Airlines (-3,0 Prozent) hat die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal verfehlt.
Dieser Konzern krallt sich großes Puma-Stück
Haben Sie schon mal von Anta gehört? Dahinter steckt Chinas größter Sporthersteller - und der will mit einem milliardenschweren Aktienkauf jetzt auch größter Anteilseigner bei Puma werden. Wer steckt hinter Anta und was heißt das für die Traditionsmarke?
So ist die Lage auf dem Geldmarkt
Die Sätze am europäischen Geldmarkt treten auch heute mehrheitlich auf der Stelle. Während die langlaufenden Bundesanleihen durch eine enttäuschenden Ifo-Geschäftsklimaindex am Montag unterstützt wurden, tat sich am kurzen Ende nichts. Alles in allem wird die Wahscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die EZB in diesem Jahr leicht höher eingestuft, was sich allerdings nicht in den Sätzen widerspiegelt.
Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,92 - 2,09 (1,92 - 2,09), 1-Monats-Geld: 1,95 - 2,15 (1,94 - 2,12), 3-Monats-Geld: 2,03 - 2,21 (2,02 - 2,20), 6-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,07 - 2,27), 12-Monats-Geld: 2,18 - 2,37 (2,19 - 2,37), Euribors: 26.01. 23.01. 3 Monate: 2,0380 2,0380, 6 Monate: 2,1560 2,1570, 12 Monate: 2,2470 2,2430
Aktien von US-Krankenversicherern tiefrot
Die Aussicht auf eine nur minimale Anhebung der Vergütungssätze für den staatlichen Versicherungsplan Medicare Advantage lässt die Aktien der US-Krankenversicherer einbrechen. Die Papiere von Humana, UnitedHealth, CVS und Elevance verlieren vorbörslich zwischen knapp sieben und 16,3 Prozent. Die US-Regierung hatte am Montagabend eine Anhebung der Tarifsätze für Medicare Advantage im kommenden Jahr um lediglich 0,09 Prozent in Aussicht gestellt. Analysten hatten mit einem Plus von bis zu sechs Prozent gerechnet. Dies überschattete die optimistische Prognose von UnitedHealth für das laufende Geschäftsjahr.
Kräftiger Gewinnsprung: Boeing gewinnt gewaltig an Höhe
Eine höhere Produktion und mehr Flugzeug-Auslieferungen haben Boeing im vierten Quartal einen kräftigen Umsatzschub ermöglicht. Der Flugzeugbauer schrieb zudem unter dem Strich wieder schwarze Zahlen. Der Umsatz kletterte um 57 Prozent auf knapp 24 Milliarden Dollar. Die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen erreichten den höchsten Stand seit 2018. Der gesamte Auftragsbestand des Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzerns erreichte einen Rekordwert von 682 Milliarden Dollar.
Boeing verbuchte einen Gewinn im vierten Quartal von 8,22 Milliarden Dollar oder 10,23 Dollar je Aktie, verglichen mit einem Verlust von 3,87 Milliarden Dollar oder 5,46 Dollar je Aktie im Vorjahr. Der Gewinnsprung stammte aus dem Verkauf des digitalen Luftfahrtgeschäfts, der Einnahmen von rund 9,6 Milliarden Dollar generierte.
Silber real noch unter dem Hoch von 1980
Interessantes zum Silberpreis: Deutsche-Bank-Ökonom Jim Reid weist darauf hin, dass der Preis für das Edelmetall seit Anfang 2025 um über 260 Prozent gestiegen sind, im Gegensatz zu Gold aber ihren realen Höchststand von 1980 noch nicht übertroffen haben. "Das Faszinierende ist, dass Silber am 9. Januar diesen Jahres (also vor 2,5 Wochen) real nicht höher stand als zu Beginn des Jahres 1790!", schreibt er.
Er selbst sei ein Edelmetall-Anhänger, da Fiat-Geld (staatlich festgelegtes Zahlungsmittel ohne inneren Wert, das nicht durch Rohstoffe wie Gold gedeckt ist - d.R.) seiner Meinung nach inhärent inflationär sei, doch dürften Edelmetalle mittel- bis langfristig kaum mit Aktien konkurrieren können, insbesondere von diesem Ausgangspunkt aus. "Das bedeutet nicht, dass man sie nicht in einem diversifizierten Portfolio halten sollte, aber auf diesem Niveau sollte ein gewisser Realismus hinsichtlich der künftigen langfristigen Renditen berücksichtigt werden", gibt Reid zu bedenken.
American Airlines verfehlt Gewinnerwartungen - Ausblick positiv
American Airlines hat zwar die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal verfehlt, aber eine optimistische Prognose abgegeben. Die US-Fluggesellschaft meldete für das Schlussquartal 2025 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 16 Cent bei einem Umsatz von 14 Milliarden Dollar. An der Wall Street war ein höherer Gewinn von 37 Cent je Aktie erwartet worden. Der Umsatz entsprach den Erwartungen.
Für das laufende Jahr stellte American Airlines einen Gewinn zwischen 1,70 und 2,70 Dollar je Aktie in Aussicht. Von Factset befragte Analysten gehen im Mittel bislang von 1,97 Dollar je Aktie aus. "American Airlines ist für einen deutlichen Aufschwung im Jahr 2026 und darüber hinaus positioniert", sagte CEO Robert Isom.
Warum die Hausse weitergehen könnte
Donald Trump hält die Börsen weiter in Atem und hat erst in der vergangenen Woche wieder für kräftige Turbulenzen gesorgt. Trotzdem sind viele Börsenbeobachter weiter optimistisch für die weitere Entwicklung. Wie Anleger sich jetzt positionieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.
Abschreibung bringt GM Milliardenverlust ein
Eine angekündigte Wertberichtigung hat General Motors (GM) im vierten Quartal tiefrote Zahlen beschert. Der operative Gewinn lag dagegen im Rahmen der Erwartungen. GM kündigte zudem eine Dividendenerhöhung um 20 Prozent und zusätzliche Aktienrückkäufe für bis zu sechs Milliarden US-Dollar an. GM meldete für das Quartal einen Verlust von 3,3 Milliarden Dollar nach einem Fehlbetrag von 2,96 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Im Ergebnis enthalten ist eine Belastung von 7,2 Milliarden Dollar vor allem wegen einer Abschreibung auf das Elektroautogeschäft. GM hatte dies Anfang Januar angekündigt.
Der bereinigte operative Gewinn lag mit 2,8 Milliarden Dollar über dem Vorjahreswert von 2,5 Milliarden Dollar. Der Factset-Analystenkonsens betrug 2,75 Milliarden Dollar. Für das laufende Jahr stellt GM einen bereinigten operativen Gewinn von 13 bis 15 Milliarden Dollar in Aussicht nach 12,7 Milliarden 2025. Der Markt hatte bislang mit 13,7 Milliarden Dollar gerechnet.
UPS übertrifft Erwartungen - Aktie steigt kräftig
Überraschend gute Zahlen bei UPS haben den Aktienkurs des Paketdienstleisters in die Höhe getrieben. Der Ausblick für 2026 erfüllte unterdessen die Erwartungen des Marktes. UPS meldete für das abgelaufene vierte Quartal einen Gewinn von 2,38 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 24,5 Milliarden Dollar. Die Wall Street hatte mit 2,20 Dollar Gewinn und einem Umsatz von 24 Milliarden Dollar gerechnet. Vor einem Jahr hatte UPS einen Gewinn pro Aktie von 2,75 Dollar sowie Umsätze von 25,3 Milliarden Dollar ausgewiesen.
Für 2026 prognostiziert UPS einen Umsatz von 89,7 Milliarden Dollar sowie einen Betriebsgewinn von 8,6 Milliarden Dollar. Hier rechnete der Markt mit etwa 88 Milliarden Dollar und 8,6 Milliarden Dollar operativem Gewinn. Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel um vier Prozent.
Ex-Daimler-Chef Zetsche als Zeuge vor Gericht zu Dieselklage
Der ehemalige Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche soll sich erstmals als Zeuge vor Gericht in einem Prozess um Anlegerklagen im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal äußern. Wie das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart mitteilte, wird am 3. Februar "ein ehemaliger Vorstandsvorsitzender" vernommen. Zetsche führte die heutige Mercedes-Benz Group zur Zeit des Abgasbetrugs, der 2015 bei Volkswagen aufgeflogen war und später auch zu Betrugsvorwürfen gegen Daimler führte.
Nun soll er befragt werden, ob der Vorstand einst strategisch entschied, EU-Abgasnormen zu umgehen und deshalb angeblich unzulässige Abschalteinrichtungen von 2012 bis 2018 einzubauen. In diesem Verfahren machen damalige Daimler-Aktionäre Ansprüche auf Schadenersatz geltend, weil der Autobauer zu spät über eine illegale Abschalteinrichtung informiert habe. Das Unternehmen wies die Vorwürfe stets zurück und bestreitet, dass es sich bei der Abgasreinigungssteuerung um eine Abschalteinrichtung handelt.
Gute Stimmung an Wall Street - Spannung vor Powells morgigen Zinskommentaren
Die Stimmung an der Wall Street scheint besser als von etlichen Marktbeobachtern vorausgesagt zu sein. Denn auch heute stehen die Börsenampeln auf Grün, der Aktienterminmarkt deutet einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt an. Beim marktbreiten S&P-500 könnte sogar ein Allzeithoch erreicht werden. Das Prinzip "Sell America" scheint am Aktienmarkt anders als beim Dollar keine große Rolle zu spielen. Die jüngste Eskalation mit neuen US-Zolldrohungen gegen Kanada scheint Anleger genauso wenig zu schrecken wie die Möglichkeit eines erneuten teilweisen Regierungsstillstands ab Freitag.
Heute beginnt die zweitägige Sitzung der US-Notenbank. Von der Fed wird keine Änderung des Leitzinses erwartet. Da sich die Amtszeit von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell dem Ende zuneigt, könnte er seine übliche rhetorische Zurückhaltung aufgeben. Insofern versprechen seine Kommentare am Mittwoch spannender zu werden als üblich. Im frühen Handel wird der Index des Verbrauchervertrauens für Januar veröffentlicht, Volkswirte rechnen mit einer leichten Verbesserung.
Dax enttäuscht - Euro fest
Update von der Frankfurter Börse: Von einer enttäuschenden Vorstellung des Dax spricht ein Marktteilnehmer. "Der Anstieg über 25.000 wurde gleich abverkauft", sagt er. Mit Blick auf die Vorlagen sei mehr zu erwarten gewesen. Der deutsche Markt werde derzeit eher über Stock-Picking angegangen als über breite Käufe zum Beispiel von ETFs. Der Dax lag am Mittag 0,1 Prozent tiefer bei 24.903 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 5973 Stellen. Der Euro präsentierte sich 0,1 Prozent fester bei 1,1890 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um je 0,2 Prozent.
Fielmann-Aktie steigt, dennoch naht wohl der Abstieg
Trotz des Plus von zwei Prozent nach der Kaufempfehlung von Berenberg bleiben Fielmann Abstiegskandidat Nummer eins im MDax. Sie halten die Rote Laterne, wenn auch nur knapp hinter Teamviewer. Vermutlich werden für das Index-Reshuffle im März zwei Abstiegskandidaten gesucht, da sowohl Schaeffler als auch Deutz auf Fast-Entry-Plätzen für einen Aufstieg in den MDax liegen.
26-Jährige landet Mega-Deal mit Elf-Sekunden-Video
Die US-Amerikanerin Romeo Bingham hat eines Tages, so erzählt sie es selbst, eine kurze Melodie im Ohr. Spontan filmt sie ihren Jingle für die Cola-Marke Dr. Pepper und postet den elfsekündigen Clip bei Tiktok. Was folgt, ist ein Lehrstück in viralem Marketing, das sich auch für die 26-Jährige kräftig auszahlt.
Deutschen Exporteure sind besser gelaunt
Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich zu Jahresbeginn aufgehellt. Das Barometer für die Exporterwartungen stieg im Januar auf minus 1,2 Punkte, von minus 3,0 Zählern im Dezember, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter Managern mitteilte. "Auch wenn die Unternehmen weniger skeptisch bezüglich ihrer Auslandsgeschäfte sind, bleibt die Unsicherheit hoch", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Für das erste Quartal 2026 fehlen klare Signale für einen Aufwärtstrend." Im vergangenen Jahr sind die deutschen Ausfuhren um 0,3 Prozent gesunken.
ADAC beklagt sehr viele Rückrufaktionen - Mercedes ist Spitzenreiter
Jedes Jahr werden Millionen von Fahrzeugen im Rahmen von Rückrufaktionen der Hersteller in die Werkstatt gerufen. Im Jahr 2025 habe die ADAC-Rückrufdatenbank, "die auf Daten des Kraftfahrtbundesamts (KBA) basiert, 532 Rückrufaktionen" gezählt, erklärte der Automobilclub. "Im Vergleich zum Jahr 2010 (185) kommt dies beinahe einer Verdreifachung gleich."
Den Angaben nach stieg die Zahl der Rückrufe bis 2018 konstant an und stagniert seitdem auf sehr hohem Niveau. Die Zahl der von den Aktionen betroffenen Fahrzeugen ist aber auch in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. 2024 wurden demnach 2,84 Millionen Autos von den Herstellern in die Werkstatt gebeten - 48 Prozent mehr als im Vorjahr 2023. Mercedes-Benz veranlasste im vergangenen Jahr mit 45 die meisten Rückrufaktionen, wie der ADAC ausführte. Die meisten Fahrzeuge in einer einzelnen Aktion rief BMW wegen eines Anlasser-Fehlers zurück: 136.000 Autos waren betroffen.
Friedrich-Vorwerk-Aktie hat einen starken Lauf
Die Aktie von Friedrich Vorwerk, einem Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen, hat bereits gestern kräftig zulegen können. Nun stieg sie mit Anschlusskäufen um weitere 5,9 Prozent auf 100,80 Euro. Damit rückte das Rekordhoch vom 22. Oktober des vergangenen Jahres bei 109,80 Euro in den Blick. Bei 110 Euro liegt auch das kürzlich erhöhte Kursziel von Berenberg.
Roche-Hoffnungsträger gegen Adipositas punktet in wichtiger Studie
Der Schweizer Pharmakonzern Roche ist im Wettlauf um ein gewinnträchtiges Abnehm-Medikament einen wichtigen Schritt vorangekommen. Eine Phase-II-Studie mit dem Hoffnungsträger CT-388 habe vielversprechende Ergebnisse geliefert, teilte das Unternehmen aus Basel mit. Das einmal wöchentlich zu spritzende Mittel führte zu einer placebobereinigten Gewichtsreduktion von 22,5 Prozent nach 48 Wochen. "Der deutliche Gewichtsverlust in Verbindung mit einem gut verträglichen Sicherheitsprofil bestärkt unser Vertrauen", erklärte Roche-Medizinchef Levi Garraway. Der Konzern will noch in diesem Quartal mit den entscheidenden und teuren Phase-III-Studien beginnen.
Analyst Michael Leuchten von der Investmentbank Jefferies zeigte sich allerdings zurückhaltend. Die Daten seien im Wesentlichen auf einer Linie mit dem Konkurrenzprodukt Zepbound von Eli Lilly und böten keinen klaren Vorteil in einem zunehmend überfüllten Markt.
Deutsche Autolobby sehr erfreut über Indien-Abkommen
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßt das Handelsabkommen der Europäischen Union mit Indien. Es handle sich um ein starkes Signal der Handlungsfähigkeit, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Damit werde ein dringend benötigter verbesserter Marktzugang in einem weltweit zunehmend protektionistischen Umfeld umgesetzt, auch wenn nicht sämtliche Hindernisse abgebaut würden. Nun müsse die EU das Abkommen zügig ratifizieren. "Nicht nur die Automobilindustrie in der EU ist heute stärker denn je auf verlässliche Kooperationen und Märkte in Drittländern angewiesen." Indien sei ein wichtiger Produktionsstandort und ein wichtiger Zukunftsmarkt und biete großes Potenzial.
Mit dem Abkommen werden unter anderem die Zölle auf Fahrzeugimporte deutlich von derzeit bis zu 110 Prozent auf zehn Prozent reduziert. Insgesamt fallen für mehr als 96 Prozent der gehandelten Waren die Zölle weg oder werden gesenkt. Die EU rechnet damit, dass sich ihre Warenexporte in das bevölkerungsreichste Land der Erde bis 2032 verdoppeln werden. Bislang spielt Indien für die europäische Autoindustrie kaum eine Rolle.
Puma-Aktie schießt hoch und plumpst dann schnell runter
Am deutschen Aktienmarkt stehen natürlich unter anderem Puma im Mittelpunkt. Der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports wird für 1,51 Milliarden Euro größter Aktionär beim deutschen Rivalen. Puma-Aktien schossen um bis zu 21,2 Prozent auf 26,21 Euro nach oben. Anta ist Eigentümer diverser Sportmarken wie Fila und Jack Wolfskin. Nach einem Kursprung setzten schnelle Gewinnmitnahmen ein, da Anta eine vollständige Übernahme ausschließt. Aktuell notieren Puma 4,4 Prozent höher bei 22,58 Euro.
"Antas starke Führung nach Übernahmen und ihre operative Stärke haben uns auch Vertrauen in die Wiederbelebung des Puma-Geschäfts in der Zukunft gegeben", sagten die Analysten der Citigroup in einer Research Note.
Dieser Sektor dürfte outperformen
Technologieaktien dürften den Markt heute outperformen, wie ein Marktteilnehmer sagt. "Besonders die Aussichten für die Chipbranche sind und bleiben gut", so ein Marktteilnehmer. Angesichts der Wachstumsaussichten seien nach der Konsolidierung der vergangenen Monate nun auch US-Unternehmen wie Nvidia oder Broadcom wieder attraktiver geworden.
Run auf Gold und Silber ungebrochen
Die neuen Zolldrohungen aus den USA gegen Südkorea lassen die Anleger erneut zur Krisenwährung Gold greifen. Der Goldpreis steigt um 1,5 Prozent auf 5089 Dollar je Feinunze. Damit liegt er in Reichweite seines am Montag erreichten Rekordhochs von 5110,50 Dollar. Händler begründen den Anstieg mit der Sorge über die unberechenbare Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. Diese treibe Anleger in das als sicher geltende Edelmetall, sagte Chef-Marktanalyst Tim Waterer von KCM Trade. Trump will Zölle auf Auto-, Holz- und Pharmaimporte aus Südkorea auf 25 Prozent erhöhen.
Dax ist im Kampfmodus
Der Dax kämpft heute um die 25.000er-Marke. Kurz nach Handelsstart notiert der deutsche Börsenleitindex aktuell im Bereich von 24.980 Punkten. Gestern war er leicht fester mit 24.933 Zählern aus dem Geschäft gegangen. Die Vorgaben fallen überwiegend positiv aus. Neue, von US-Präsident Donald Trump gegen Südkorea angekündigte Strafzölle spielen am Markt keine Rolle. "Im Gegenteil: Die EU steht vor einem wichtigen Handelsdeal mit Indien", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Helfen könnte der etwa der deutschen Automobilindustrie."
Kurssprung bei Speicherchip-Herstellern
Die Aktien des Speicherchip-Herstellers SK Hynix steigen um 7,5 Prozent. Das Unternehmen gilt als Gewinner der KI-getriebenen Inflation bei den RAM-Preisen, wie ein aktueller Zuliefer-Deal mit Microsoft zeigt. Titel des Hynix-Rivalen Samsung Electronics klettern um 3,2 Prozent.
Kräftige Gewinne an Asien-Börsen
Klar im Plus zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte. Teilnehmer verweisen auf die positiven Vorgaben der Wall Street. Teilnehmer sprechen auch von Positionierungen im Vorfeld der Bekanntgabe wichtiger Zahlen aus dem US-Technologiesektor. So werden im Wochenverlauf unter anderem Microsoft, Meta, Texas Instruments und Apple ihre Ergebnisse vermelden. Daneben wird auch auf die Bekanntgabe der Zinsentscheidung der US-Notenbank gewartet. Hier wird mehrheitlich mit einer Bestätigung des Zinsniveaus gerechnet. Im Fokus des Marktes stehen daher die Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell.
Die neuen Zollerhöhungen von US-Präsident Donald Trump gegen Südkorea haben den Kospi-Index nur zu Handelsbeginn leicht belastet. Im Anschluss kletterte der Index, angeführt von den Index-Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix, kräftig nach oben und gewinnt aktuell 2,3 Prozent. Die US-Regierung erhöht die Zölle auf bestimmte südkoreanische Waren auf 25 von 15 Prozent, da das Parlament des Landes ein im vergangenen Jahr unterzeichnetes vorläufiges Handelsabkommen noch nicht gebilligt hat.
An den chinesischen Börsen steigt der Shanghai Composite um 0,2 Prozent und der Hang-Seng-Index verbessert sich um 1,0 Prozent.
Solarausbau stockt: Wirtschaft warnt
Der Solarausbau auf deutschen Dächern stockt. 2025 sind nur noch etwas mehr als halb so viele neue Anlagen installiert worden, wie noch zwei Jahre zuvor, wie eine Hochrechnung des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeigt. "In einer derartigen Marktlage wäre eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen zwangsläufig Gift", warnt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Zusammen mit zwölf weiteren Verbänden - vom Verbraucherzentrale Bundesverband bis zum Bundesverband Mittelständische Wirtschaft - warnt er daher vor tiefen Einschnitten bei der Förderung, wie sie für 2026 im Raum stehen.
Konkret geht der BSW-Solar davon aus, dass 2025 etwa 453.800 neue Dach-Solaranlagen im Heimsegment bis 30 Kilowatt Leistung in Betrieb genommen wurden. Basis dafür sind Zahlen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, ergänzt um zu erwartende Nachmeldungen. Die Zahl klingt hoch, ist aber um 29 Prozent niedriger als 2024. Dabei war der Wert schon damals deutlich rückläufig. Vergleicht man mit den 793.800 Anlagen aus dem Jahr 2023 ergibt sich ein Einbruch um 43 Prozent binnen zwei Jahren.
Dax will die Marke zurück
Verhalten optimistisch gehen Marktteilnehmer in den heutigen Handel. Der Dax wird vorbörslich gut behauptet bei gut 24.980 Punkten errechnet. "Die Vorlagen stützen", so ein Marktteilnehmer. Nach dem freundlichen Wochenauftakt ziehen die US-Index-Futures überwiegend weiter an, und auch in Asien legen die Kurse deutlich zu. Auf der Devisenseite gibt der Yen nach seinem jüngsten Erholungsschub wieder etwas nach. Zudem kommen die Ölpreise wieder etwas zurück nach Aussagen von Donald Trump, er gebe Verhandlungen mit dem Mullah-Regime im Iran weiter eine Chance.
Daneben wartet der Markt auf weitere Zahlen aus der Berichtssaison - und auch auf die US-Notenbank. Ihre Sitzung beginnt am Dienstag, die Ergebnisse werden aber erst am Mittwochabend bekannt gegeben.
Chinesen steigen groß bei Puma ein
Anta Sports wird für 1,51 Milliarden Euro größter Aktionär beim deutschen Rivalen Puma. Anta übernehme einen Anteil von 29,06 Prozent von der Investmentgesellschaft Artémis der französischen Familie Pinault, teilte der chinesische Sportartikel-Konzern mit. Der gebotene Preis von 35 Euro je Aktie entspreche einem Aufschlag von 62 Prozent auf den Puma-Schlusskurs vom Montag.
Anta kündigte an, nach Abschluss der Transaktion Sitze im Puma-Aufsichtsrat anzustreben. Man sei überzeugt, dass Puma mit dem chinesischen Unternehmen als größtem Investor seine internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern und die Markenbekanntheit ausbauen könne. "Die globale Präsenz und die fokussierte Positionierung in Sportkategorien ergänzen das bestehende Multi-Marken- und Spezialgeschäft der Gruppe in hohem Maße", hieß es in einer Mitteilung.
Flüssiggas-Exporte aus Venezuela in Vorbereitung
Internationale Handelshäuser bereiten Insidern zufolge den Export von Flüssiggas (LPG) aus Venezuela vor. Dies sei Teil des 50 Millionen Barrel umfassenden Lieferabkommens zwischen den USA und der Regierung in Caracas, sagten zwei Insider Reuters. Demnach näherte sich der von Trafigura gecharterte Tanker "Chrysopigi Lady" am Montag dem Hafen von Jose, um LPG zu laden. Trafigura und der staatliche venezolanische Ölkonzern PDVSA nahmen zunächst nicht Stellung.
Flüssiggas (engl. Liquefied Petroleum Gas, LPG) entsteht als Nebenprodukt sowohl der Erdölraffination als auch der Erdgasförderung und besteht hauptsächlich aus Propan und Butan. Es unterscheidet sich damit von Flüssigerdgas (engl. Liquefied Natural Gas, LNG), das durch starke Kühlung verflüssigt wird und vor allem als Energieträger zur Stromerzeugung, zum Heizen und für industrielle Zwecke dient.
Mehr als halbe Billion Euro: Schattenwirtschaft boomt
In der Wirtschaftskrise floriert die Schattenwirtschaft in Deutschland: 2025 wurde laut einer Studie das größte Ausmaß seit mehr als zehn Jahren erreicht. Den Umfang der Schattenwirtschaft schätzen der Finanzwissenschaftler Friedrich Schneider von der Universität Linz und das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen auf 510 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr werde sie um 5,5 Prozent auf 538 Milliarden Euro steigen. Das Verhältnis von Schattenwirtschaft zum offiziellen Bruttoinlandsprodukt wachse damit von 11,4 auf 11,6 Prozent. Das ist so hoch wie zuletzt 2014.
Hauptgrund sei das geringe Wachstum der deutschen Wirtschaft und die zunehmende Arbeitslosigkeit. "Dies verringert die Erträge gemeldeter Arbeitsverhältnisse und erzeugt einen Anreiz zu nicht gemeldeten oder illegalen Tätigkeiten." Allein dadurch steige die Schattenwirtschaft 2026 preisbereinigt um 9,5 Milliarden Euro. Auch die Anhebung des Mindestlohns zu Jahresbeginn und die höhere Verdienstgrenze für geringfügige Beschäftigung (Minijobs) lasse die Schattenwirtschaft wachsen - laut Studie um real 2,4 Milliarden Euro. Die gesenkte Umsatzsteuer im Gastgewerbe mindere dagegen die Anreize, am Finanzamt vorbei zu wirtschaften.
Schattenwirtschaft definieren die Autoren als Summe aus Schwarzarbeit und Einkommenserzielung aus illegalen Tätigkeiten, darunter Glücksspiel und Prostitution in bestimmten Formen.
Neue Trump-Zölle lassen Asien-Anleger kalt
Die Hoffnung auf starke Quartalszahlen von US-Technologiekonzernen gibt den asiatischen Börsen Auftrieb. Überschattet wird die Stimmung jedoch von neuen US-Zöllen gegen Südkorea, die Präsident Donald Trump ankündigte. Zur Begründung hieß es, Südkorea halte sich nicht an das Handelsabkommen. Die Zölle auf Importe wie Autos, Holz und Pharmazeutika sollen auf 25 Prozent steigen.
Dennoch machen die Märkte ihre anfänglichen Verluste wett. Der südkoreanische Kospi-Index notiert zuletzt 0,8 Prozent fester. In Tokio legt der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 53.123,24 Punkte zu. Die chinesischen Börsen zeigen sich wenig verändert.
Das ist los im frühen Devisenhandel
Am Devisenmarkt gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 154,42 Yen und legt leicht auf 6,9568 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7765 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1884 Dollar und zieht leicht auf 0,9229 Franken an.
Rekordanstieg: US-Erdgaspreis schießt 119 Prozent nach oben
Ein massiver Wintereinbruch in den USA hat den Erdgaspreis auf den höchsten Stand seit drei Jahren getrieben. Der Terminkontrakt für Februar kletterte an der New Yorker Rohstoffbörse Nymex um rund 29 Prozent auf 6,80 Dollar pro Millionen British Thermal Units (mmBTU). Damit verzeichnete er binnen fünf Tagen einen Rekordanstieg von 119 Prozent. Auslöser ist eine arktische Kältewelle, die die Heiznachfrage in die Höhe schnellen ließ, während gleichzeitig zugefrorene Leitungen und Förderanlagen das Angebot verknappten.
Händler machten zudem Spekulanten für den drastischen Anstieg verantwortlich. Viele Marktteilnehmer waren Short-Positionen eingegangen, hatten also auf fallende Preise gesetzt. Da der Februar-Kontrakt heute ausläuft, waren sie gezwungen, sich schnell mit Erdgas einzudecken, um ihre Positionen glattzustellen. Im Tagesverlauf war der Preis deshalb zeitweise sogar um bis zu 41 Prozent auf knapp 7,44 Dollar nach oben geschossen.
Ein Überflieger und die Sucht nach immer mehr
Der Dax kratzt wieder an der 25.000er-Marke. Nachdem er mit 24.901 Punkten ins Wochenende gegangen war, startete der deutsche Börsenleitindex mit leichten Aufschlägen und 24.933 Zählern in die neue Handelswoche.
Die Eskalation in den USA mit dem Tod eines weiteren US-Bürgers durch die Einwanderungsbehörde ICE beunruhigt viele Anleger. Angesichts der eskalierenden Gewalt in Minneapolis hat der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, angekündigt, ein umfangreiches Ausgabenpaket, über das in der kommenden Woche im Senat abgestimmt werden soll, zu blockieren. Hier sehen die Marktstrategen der DZ Bank ein Problem. Um den Senat zu passieren, benötige das Ausgabenpaket 60 Stimmen. Da die Republikaner derzeit nur über 53 Sitze verfügten, seien sie auf die Unterstützung der Demokraten angewiesen. Die innenpolitische Tragweite macht auch der Wirtschaft Sorgen: Am Wochenende forderten mehr als 60 CEOs von Firmen eine Deeskalation in Minnesota, darunter Cargill, Target und Unitedhealth.
Heute liegt das Augenmerk der Anleger etwa auf der Berichtssaison: So legt etwa der Airbus-Konkurrent Boeing seine Geschäftszahlen zum abgelaufenen Vierteljahr vor. Experten gehen davon aus, dass der Flugzeugbauer unter dem Strich das 14. Quartal in Folge einen Verlust erwirtschaftet hat. Das Hauptaugenmerk dürften Investoren daher darauf legen, wie der US-Traditionskonzern wieder aus der Krise kommen und seinen Barmittelzufluss steigern will. Auch die Produktion soll hochgefahren werden. Zugute kommen dürften Boeing dabei volle Auftragsbücher: Bei den Neubestellungen überholte der US-Konzern seinen europäischen Erzrivalen Airbus 2025 zum ersten Mal seit Jahren.
Daneben müssen sich die Social-Media-Konzerne Meta, TikTok und Youtube in einem wegweisenden Prozess in Kalifornien verantworten. In dem Verfahren geht es um den Vorwurf, die Plattformen der Unternehmen förderten psychische Krisen bei Jugendlichen. Klägerin ist eine 19-Jährige aus Kalifornien. Sie wirft den Firmen vor, sie durch das Design der Apps bereits in jungen Jahren süchtig gemacht zu haben, was zu Depressionen und Suizidgedanken geführt habe. Die Auswahl der Geschworenen soll heute beginnen.