Der Börsen-Tag
24. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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06:53 Uhr

Tokios Anleger reiten die KI-Welle

Die asiatischen Aktienmärkte finden angesichts geopolitischer Spannungen und eines KI-Booms keine einheitliche Richtung. Der japanische Leitindex Nikkei legt um 1,3 Prozent auf 65.883,41 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix notiert 0,1 Prozent höher bei 4096,01 Zählern. In China geben die Märkte hingegen nach. Der Shanghai Composite verliert 0,6 Prozent auf 3912,02 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 0,9 Prozent auf 4474,74 Punkte.

In Tokio sorgt die Vorstellung eines neuen KI-Geräts von Meta für Kauflaune bei Technologiewerten. Der US-Konzern hatte das Handgerät "Meta Charm" präsentiert, was die Nachfrage nach Computerbauteilen anheizte. Zu den größten Gewinnern zählen CPU-Zulieferer wie Ibiden, Socionext, Meiko Electronic und Ushio, deren Aktien jeweils um mehr als zehn Prozent in die Höhe schnellen. Auch der Chipanlagenbauer Advantest stützt den Nikkei mit einem Plus von gut vier Prozent. "In den vergangenen Sitzungen haben sich chipbezogene Aktien tendenziell gegen steigende Renditen behauptet", sagt Kazuaki Shimada, Chefstratege bei IwaiCosmo Securities.

Tokios Anleger reiten die KI-Welle
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,3 Prozent auf 157,82 Yen und legt leicht auf 6,7131 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8241 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1382 Dollar und gibt um 0,1 Prozent auf 0,9380 Franken nach. 

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:18 Uhr

USA verkünden verlängerte Zollpause

Zu Beginn des Staatsbesuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in den USA hat die US-Regierung eine Zollpause verlängert. Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden laut Finanzminister Scott Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Wäre die Einigung ausgelaufen, hätte China auch seine Exportkontrollen auf seltene Erden ausgeweitet. Von chinesischer Seite lag zunächst keine Bestätigung für die Verlängerung vor.

"Wir haben heute vereinbart, das sogenannte Busan-Abkommen zu verlängern", sagte Bessent dem Sender Fox News. Im südkoreanischen Busan hatten Präsident Donald Trump und Xi vergangenen Oktober unter anderem ein Aussetzen hoher zusätzlicher Zölle vereinbart. Der Handelskonflikt beider Staaten war im April vergangenen Jahres eskaliert, als die Regierungen sich gegenseitig mit Zusatzzöllen von über 100 Prozent überzogen.

USA verkünden verlängerte Zollpause
05:59 Uhr

Zölle, KI - und viel Glamour

Noch mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet, stand am Ende beim Dax ein Minus von 0,7 Prozent und ein Schlusskurs von 25.411 Punkten in den Büchern. Damit schmilzt der bisherige Wochengewinn auf rund 0,4 Prozent zusammen. Ein Grund für die Zurückhaltung der Anleger sahen Marktteilnehmer in den Entwicklung der Ölpreise, die sich wieder um die 100-Dollar-Marke bewegten.

Heute treffen sich US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping in Washington. Bei den Gesprächen könnte es unter anderem um Zollsenkungen in bestimmten Wirtschaftssektoren, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels und den Ausbau des militärischen Dialogs gehen. Trotz tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten unter anderem in der Taiwan-Frage und im Handelsstreit wollen beide Seiten mit dem Treffen Stabilität demonstrieren, wie Analysten sagen. Für den Abend ist ein Staatsbankett geplant, an dem auch Konzernchefs von US-Konzernen wie etwa Apple, Nvidia, OpenAI oder JPMorgan teilnehmen sollen.

Zudem legen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Herbstprognose vor. Wie Reuters vorab von Insidern erfuhr, heben sie ihre Wachstumsvorhersage für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr auf 1,3 Prozent und auf 1,1 Prozent für 2027 an. Im April hatten sie noch Werte von 0,6 Prozent für das laufende Jahr und 0,9 Prozent für 2027 angenommen. Mit Interesse wird darauf geblickt, wie in dem Gutachten mit dem Titel "Aufschwung mit Strukturproblemen - Finanzpolitik auf Abwegen" der Reformkurs der Regierung bewertet wird. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Institute um das IWH aus Halle für 2028 ein deutliches Abschwellen des Wachstums auf nur noch 0,4 Prozent vorhersagen.

Gleichzeitig dürfte die Stimmung in den Chefetagen sich weiter aufhellen und damit Aufschwungsignale verstärken. Experten erwarten, dass sich das IFO-Geschäftsklima im September das fünfte Mal in Folge verbessern wird. Sie rechnen mit einem Anstieg des wichtigen Konjunkturbarometers um 0,2 Punkte auf 89,0 Zähler. Zuletzt hatte die Umfrage des Finanzdienstleisters S&P Global unter Einkaufsmanagern das stärkste Wachstum der hiesigen Wirtschaft seit elf Monaten signalisiert. Viele Forscher rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr klar über der Marke von einem Prozent landen wird. Das IFO veranschlagt sogar 1,4 Prozent.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Zölle, KI - und viel Glamour