Der Börsen-Tag
8. Oktober 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
16:36 Uhr

US-Großhandelsbestände steigen langsamer

Die US-Großhandelsbestände sind im August gewachsen, wie das Handelsministerium mitteilte. Die Lagerbestände in den Großhandelslagern stiegen im August um 0,5 Prozent auf 964,2 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent gerechnet. Die Umsätze der Großhändler erhöhten sich im August im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Prozent auf 817,5 Milliarden Dollar. Das Verhältnis von Beständen zu Umsätzen lag im August bei 1,18, verglichen mit 1,28 im Vorjahr.

US-Großhandelsbestände steigen langsamer
16:11 Uhr

Ölpreissprung bremst Wall Street aus

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(Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Ein erneuter kräftiger Ölpreissprung sorgt für fallende Kurse an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils rund ein halbes Prozent tiefer bei 51.001 beziehungsweise 7774 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor etwa genauso viel auf 27.413 Zähler.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verharrte mit 5,32 Prozent in der Nähe ihres höchsten Standes seit 2002. Dies belastete insbesondere Technologiewerte. Die Aktien von Unternehmen wie Intel, Nvidia und Broadcom verloren zwischen rund 1,5 und fast drei Prozent. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge plant Broadcom zudem eine Finanzierung in Höhe von 50 Milliarden Dollar für den KI-Entwickler OpenAI. Dies schürte Befürchtungen, dass eine massive Emission von Schuldtiteln durch Technologieunternehmen den Wettbewerb um Kapital verschärfen könnte.

Ölpreissprung bremst Wall Street aus
15:51 Uhr

Biopharma-Aktie geht durch die Decke

ie Aussicht auf eine Übernahme durch den Pharmakonzern Viatris beflügelt die Aktie des US-Biopharmaunternehmens Pacira. Das Papier des Schmerztherapie-Spezialisten schießt an der Wall Street um fast 45 Prozent nach oben. Viatris will Pacira für 1,65 Milliarden Dollar übernehmen und bietet 36,50 Dollar in bar je Aktie, wie die beiden Firmen mitteilten. Dies entspricht einem Aufschlag von 44,8 Prozent auf den letzten Pacira-Schlusskurs. Mit dem Zukauf will Viatris sein Portfolio um zwei nichtopioide Schmerzmittel erweitern.

Biopharma-Aktie geht durch die Decke
15:33 Uhr

Auch fallende Märkte bieten Chancen 

Der Anstieg von Öl- und Gaspreisen treibt die Inflation weiter nach oben - und gleichzeitig auch die Zinsen. Und genau das ist für die Aktienmärkte ein Riesenproblem, weil es immer attraktiver wird in zinsträchtige Anleihen zu investieren statt in den Aktienmarkt. Die Folge: die Wahrscheinlichkeit einer deutlichen Aktienmarktkorrektur nimmt zu. Stefan Fröhlich von WH Selfinvest sieht aber gerade darin eine strategische Gelegenheit: er hat herausgefunden, dass die sogenannte Turn-around-Tuesday-Strategie besonders in fallenden Märkten Erfolg verspricht. Friedhelm Tilgen hat bei ihm nachgefragt, worum es dabei genau geht.

Auch fallende Märkte bieten Chancen 
15:05 Uhr

TKMS baut vier weitere Fregatten für Deutsche Marine

 Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Beschaffung von vier weiteren Fregatten der Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS gebilligt. Die Entscheidung für die Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU sei ein starkes Vertrauenssignal, sagte TKMS-Chef Oliver Burkhard. TKMS habe gemeinsam mit seinen Partnern die Voraussetzungen für eine schnelle Serienfertigung geschaffen.

Mit den bereits zuvor in Auftrag gegebenen vier Fregatten handele es sich um den größten Überwasser-Auftrag in der Geschichte von TKMS. Die erste Fregatte werde wie geplant Ende 2029 an die Deutsche Marine übergeben. Die Erweiterung auf nun acht Fregatten schaffe die Voraussetzung für eine langfristige Serienfertigung auf deutschen Werften. TKMS setze auch bei der Folgebeschaffung auf eine breite Beteiligung der deutschen maritimen Industrie.

TKMS baut vier weitere Fregatten für Deutsche Marine
14:42 Uhr

EZB hat nach Zinsschritt Inflation weiter fest im Blick

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit Blick auf die Inflationsgefahr im Euroraum weiter äußerst wachsam. Wie aus den Protokollen der September-Sitzung hervorgeht, schätzten die Währungshüter die Risiken für den Inflationsausblick als aufwärtsgerichtet ein. Angesichts der auch durch den Ölpreisschock bedingten hohen Unsicherheit sollte die Kommunikation der EZB allerdings neutral bleiben. So solle nicht der Eindruck erweckt werden, die im September beschlossene Zinserhöhung sei ein weiterer Schritt in einem vorgegebenen Straffungszyklus. Zugleich wollten die Währungshüter aber auch nicht signalisieren, dass es sich um die letzte Zinserhöhung handle. "Gleichzeitig war anhaltende Wachsamkeit unerlässlich", heißt es in den Protokollen.

EZB hat nach Zinsschritt Inflation weiter fest im Blick
14:18 Uhr

VW beordert Tausende E-Autos wegen Brandgefahr zurück

Volkswagen ruft 22.524 Elektrofahrzeuge zurück. Als Grund nannte der Automobilkonzern die Gefahr eines Brandes aufgrund eines Fehlers der Hochvoltbatterie. Der Rückruf betrifft bestimmte ID.4-Modelle des Autobauers, die zwischen Anfang 2023 und dem 1. Februar 2025 produziert wurden. Dies geht aus einem Bericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration hervor.

In den Hochvoltbatterien dieser Fahrzeuge können bestimmte Ladeprofile in Kombination mit einem Ladezustand von mehr als 80 Prozent einen Brand auslösen. Die eigentliche Ursache sei bislang unklar, hieß es in dem Bericht. Schätzungsweise etwa 0,1 Prozent der vom Rückruf betroffenen Fahrzeuge weisen diesen Mangel auf.

VW beordert Tausende E-Autos wegen Brandgefahr zurück
13:58 Uhr

PepsiCo übertrifft Erwartungen

PepsiCo hat in seinem dritten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und Umsatz ausgewiesen. Das US-Unternehmen arbeitet weiterhin daran, die Kosten zu senken und den Absatz anzukurbeln. Der Snack- und Getränkehersteller verbuchte für das am 5. September beendete Quartal einen Gewinn von 3,05 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 2,23 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn bei 2,6 Milliarden Dollar oder 1,90 Dollar je Aktie gelegen. Ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten belief sich der Gewinn auf 2,34 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem bereinigten Gewinn von 2,29 Dollar je Aktie gerechnet.

Der Nettoumsatz stieg um 5,6 Prozent auf 25,27 Milliarden Dollar und lag damit über den Schätzungen der Wall Street von 24,95 Milliarden Dollar. Auf organischer Basis wuchs der Umsatz um 3,1 Prozent.

PepsiCo übertrifft Erwartungen
13:28 Uhr

Aktuelles vom Geldmarkt

Kaum verändert zeigt sich der Frankfurter Euro-Geldmarkt. Im Fokus stehen weiter die Bewegungen am Anleihemarkt, wobei es aktuell in zuletzt im Fokus stehenden Ländern wie Frankreich, Großbritannien und Spanien keine neuen Entwicklungen gibt. Auch für die kommenden Sitzung der EZB Ende Oktobers gibt es keine neuen Informationen oder Spekulationen.

Tagesgeld: 2,35 - 2,60 (2,38 - 2,58), Wochengeld: 2,38 - 2,63 (2,39 - 2,63), 1-Monats-Geld: 2,42 - 2,72 (2,42 - 2,72), 3-Monats-Geld: 2,67 - 2,72 (2,67 - 2,74), 6-Monats-Geld: 2,89 - 3,02 (2,89 - 3,03), 12-Monats-Geld: 3,17 - 3,32 (3,08 - 3,38), Euribors: 07.10. 06.10. 3 Monate: 2,636 2,602, 6 Monate: 2,947 2,954, 12 Monate: 3,194 3,177

Aktuelles vom Geldmarkt
13:18 Uhr

Vermögensaufbau-Gipfel 2026: So stellen Sie Ihre Altersvorsorge neu auf

Vermögensaufbaugipfel

Für Millionen Deutsche bedeutet das neue Altersvorsorgedepot einen Quantensprung: Dank großzügiger staatlicher Förderung können sie ab 2027 mit Fonds und ETFs bis zur Rente ein Vermögen aufbauen. Welche neuen Produkte gibt es? Und wie sollte die Anlage in Zeiten globaler Konflikte und technologischer Umbrüche ausgerichtet sein?

Auf dem Vermögensaufbau-Gipfel von Capital und ntv analysieren Ökonomen, Fondsmanager und Politiker die Lage und Aussichten an den Märkten. Sie diskutieren über langfristige Entwicklungen und erklären, wie sich Anleger am besten aufstellen - am 15. Oktober 2026 in Frankfurt am Main oder digital. Hier können Sie sich Tickets sichern.

Vermögensaufbau-Gipfel 2026: So stellen Sie Ihre Altersvorsorge neu auf
13:06 Uhr

Welche Vorteile bieten aktive ETFs?

ETFs sind bei Anlegern immer beliebter geworden - und der Markt entwickelt sich weiter. Neben klassischen Index-Fonds gewinnen aktive ETFs an Bedeutung. Was sie anders machen und welche Vor- und Nachteile sie bieten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Yunqiao Gou von Xtrackers und E. Matthias Hänsel von W&W Asset Management.

Welche Vorteile bieten aktive ETFs?
12:45 Uhr

Daimler-Truck-Absatz steigt sprunghaft

Daimler Truck hat den Absatz im dritten Quartal kräftig gesteigert. Von Juli bis September kletterten die Verkäufe um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 91.260 Lastwagen und Busse, wie der LKW-Hersteller mitteilte. Am stärksten war die Erholung auf Daimlers größtem Markt Nordamerika mit einem Wachstum von 51 Prozent auf 45.629 Nutzfahrzeuge. Der US-Markt hat in diesem Jahr nach mehr als drei Jahren Rezession die Wende geschafft. Daimlers Europageschäft der Marke Mercedes-Benz legte um 13 Prozent auf gut 40.000 Einheiten zu. Das kleinste Geschäftsfeld Busse verkaufte unterdessen 16 Prozent weniger.

Daimler-Truck-Absatz steigt sprunghaft
12:21 Uhr

Bundesregierung hebt Wachstumsprognose deutlich an

Das Bundeswirtschaftsministerium hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr stark nach oben korrigiert. Für 2026 werde nun 1,3 Prozent Wachstum erwartet, wie das Ministerium von Katherina Reiche mitteilte. In der Frühjahrsprojektion war das Ministerium noch von 0,5 Prozent ausgegangen.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf Wachstumskurs und hat sich als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet", erklärte das Ministerium. "Ungeachtet des Konflikts im Nahen Osten und der gestiegenen Energiepreise expandierte sie im ersten Halbjahr 2026 kräftig." Positive Impulse kamen demnach vor allem vom Exportgeschäft sowie den hohen staatlichen Ausgaben.

Bundesregierung hebt Wachstumsprognose deutlich an
12:08 Uhr

Trump droht, Europas Wirtschaft zahlt die Zeche

Donald Trump lenkt im Konflikt mit dem Iran nicht ein - und Europa droht die nächste teure Rechnung. Öl über 100 Dollar, hohe Zinsen und neue Schuldensorgen setzen die Wirtschaft unter Druck. ntv-Börsenexperte Patrick Dewayne erklärt, warum diese Mischung Deutschlands Erholung und die Hoffnungen an den Börsen gefährdet.

Trump droht, Europas Wirtschaft zahlt die Zeche
11:52 Uhr

Überall Minus: Steigender Ölpreis bremst Aktien und treibt Marktzinsen

An den europäischen Börsen geht es insgesamt nach unten. Allerdings haben die Indizes anfänglich stärkere Einbußen zum Teil wieder wettgemacht. Auf die Stimmung drückt ein stark steigender Ölpreis. Brent-Öl verteuert sich um fast vier Prozent auf gut 104 US-Dollar. Das schürt wieder Inflationssorgen, weshalb es am Anleihemarkt mit den Renditen wieder nach oben geht - auf einem ohnehin schon sehr hohen Niveau. Die viel beachtete Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt auf 5,32 Prozent. Der Euro zeigt sich wenig verändert, er kostet 1,1183 Dollar. Der Dax gibt um 0,8 Prozent nach auf 24.915 Punkte. Der EuroStoxx50 büßt 1,0 Prozent auf 6118 Stellen ein.

Das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank vom Vorabend, das Hinweise auf nur noch eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr gab, verpufft weitgehend. "Das übergeordnete Belastungsthema massiv steigender Preise für Kapital wird der Markt damit nicht los", kommentierte ein Händler.

Überall Minus: Steigender Ölpreis bremst Aktien und treibt Marktzinsen
11:22 Uhr

Zulieferer-Aktie schmiert ab

Nach einem pessimistischeren Ausblick beim französischen Automobilzulieferer Opmobility geht es laut einem Börsianer auch für Aumovio bergab. Die Aktie des deutschen Zulieferers verliert bis zu 6,4 Prozent und ist damit der schwächste MDax-Wert. Die Papiere von Valeo und Forvia notieren sechs beziehungsweise 8,7 Prozent schwächer.

Opmobility fällt in der Spitze um mehr als 20 Prozent. Das Unternehmen rechnet für 2026 nun mit einer operativen Marge von 430 bis 450 Millionen Euro nach zuvor 490 Millionen Euro. Das Unternehmen erklärte, dass sich die Marktbedingungen im Automobilsektor stärker als erwartet verschlechtert hätten.

Zulieferer-Aktie schmiert ab
11:09 Uhr

Frankreichs Bondmärkte unter Druck

Die Sorgen um die Staatsfinanzen Frankreichs treiben die Anleger weiter um. Der französische Leitindex CAC-40 fällt in der Spitze um 1,1 Prozent auf ein frisches Sechs-Monatstief - seit Anfang August summiert sich das Minus auf mehr als elf Prozent. Auch am Anleihenmarkt ist die Nervosität spürbar. Der Spread zwischen französischen und deutschen zehnjährigen Anleihen - ein Maß für die mit Frankreich verbundene Risikoprämie - steigt auf 142 Basispunkte. Vergangene Woche hatte dieser mit fast 160 Basispunkten den höchsten Stand seit 2012 markiert.

Die Rendite der französischen Staatspapiere liegt bei 4,935 Prozent und ist damit nicht weit entfernt vom 24-Jahres-Hoch von 4,994 Prozent, das am vergangenen Freitag erreicht wurde. Frankreich kämpft derzeit mit einem hohen Haushaltsdefizit und will nun mit einem harten Sparkurs das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen.

Frankreichs Bondmärkte unter Druck
11:01 Uhr

Versorgungsrisiken bewegen Kupferpreis

Kupfer verzeichnet Gewinne und legt 1,1 Prozent auf 14.633,50 Dollar je Tonne zu. Ein gemeldeter Streik in Chile drohe die Versorgung mit dem Basismetall zu stören, kommentieren Analysten von ANZ Research. Die Produktion der Centinela-Mine dürfte demnach innerhalb von zwei Wochen beeinträchtigt werden, falls der Streik der Arbeiter andauere. "Die erneuten Versorgungsrisiken verschärfen die Lage in einem Markt, der ohnehin schon wegen Engpässen besorgt ist, die durch Befürchtungen über eine Bevorratung in den USA im Vorfeld von Importzöllen ausgelöst wurden", so die Experten.

Versorgungsrisiken bewegen Kupferpreis
10:40 Uhr

Halbleiterpapiere im Zuge des Tech-Ausverkaufs rot

Die Aktien europäischer Halbleiterunternehmen befinden sich im Minus, da Anleger Technologieaktien mit Bezug zur KI verkaufen. In Asien schlossen SK Hynix aus Südkorea und Samsung Electronics 2,4 Prozent niedriger. In Europa verlieren die Aktien des niederländischen Halbleiterausrüsters ASML Holding und des kleineren Konkurrenten ASM International 1,1 Prozent. BE Semiconductor Industries, der niederländische Anbieter von Halbleitermontageanlagen, gibt um 0,5 Prozent nach. Die Aktie des deutschen Chipherstellers Infineon verliert 2,5 Prozent. Die Papiere von STMicroelectronics sinken um 3,3 Prozent. Unterdessen notiert der E-mini Nasdaq 100-Future-Kontrakt 0,5 Prozent tiefer, was auf eine schwache Eröffnung der Technologieaktien in den USA hindeutet.

Halbleiterpapiere im Zuge des Tech-Ausverkaufs rot
10:28 Uhr

Deutsche Exporte sinken überraschend 

Die deutschen Exporte sind im August überraschend den zweiten Monat in Folge gefallen. Sie gaben um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 137,6 Milliarden Euro nach, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 0,6 Prozent gerechnet. Schon im Juli waren die Ausfuhren um 0,5 Prozent zurückgegangen, womit eine Serie von fünf Anstiegen in Folge endete.

Der erneute Rückschlag geht vor allem auf die geringere Nachfrage aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und den USA zurück. Die Exporte in die EU fielen um 0,6 Prozent auf 77,5 Milliarden Euro. Die meisten Ausfuhren in ein einzelnes Land gingen erneut in die USA, obwohl diese um 6,3 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro einbrachen. Das deutsche China-Geschäft wuchs dagegen um 4,7 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

Deutsche Exporte sinken überraschend 
10:19 Uhr

EZB-Ratsmitglied sieht Notenbank auf Weg zu strafferem Kurs

Der slowenische Notenbankchef Primoz Dolenc sieht gute Argumente für einen strafferen geldpolitischen Kurs der EZB. Die anhaltend hohe Inflation sowie die ungelösten Konflikte im Nahen Osten, in der Ukraine und anderswo sprächen dafür, die Leitzinsen in einen restriktiveren Bereich zu führen, sagte er gegenüber Reuters. "Wann und in welchem ​​Ausmaß dies geschehen wird, werden wir jedoch von Sitzung zu Sitzung auf der Grundlage der eingehenden Daten entscheiden", fügte das EZB-Ratsmitglied hinzu.

Die Zentralbank hat den Leitzins im September auf 2,50 Prozent angehoben. Laut Dolenc ist unklar, ob dieses Zinsniveau die Wirtschaft im Euroraum tendenziell bremst: "Ich würde mich enthalten, zu beurteilen, ob die Geldpolitik derzeit restriktiv ist. Die Antwort darauf ist nicht eindeutig", sagte er weiter.

EZB-Ratsmitglied sieht Notenbank auf Weg zu strafferem Kurs
09:49 Uhr

Zu viel Klima-Aktivismus: SEC warnt Blackrock

Die US-Börsenaufsicht SEC wird die weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock, Vanguard und State Street nicht für ihren Austausch mit einer Klimaschutz-Gruppe belangen. Zugleich warnte die Behörde die Branche jedoch in einem Untersuchungsbericht, dass koordinierte Aktionen von Investoren ihren Status als passive Anleger gefährden könnten. Dies würde zu deutlich strengeren und teureren Berichtspflichten führen. Hintergrund ist das Vorgehen der Fondsgesellschaften im Vorfeld der Hauptversammlung des Ölkonzerns ExxonMobil im Jahr 2021.

Damals hatten Blackrock, Vanguard und State Street erfolgreich einige oppositionelle Direktoren unterstützt. Diese waren vom aktivistischen Hedgefonds Engine No. 1 vorgeschlagen worden, der argumentierte, Exxon müsse sich stärker auf die Energiewende konzentrieren. Die einflussreiche Investoren-Initiative Climate Action 100+ (CA100+), mit der die Vermögensverwalter in Kontakt standen, hatte sich ebenfalls hinter den Vorstoß gestellt. Der Erfolg der Klima-Aktivisten bei Exxon löste eine heftige Gegenreaktion von Politikern der Republikanischen Partei aus. U

Zu viel Klima-Aktivismus: SEC warnt Blackrock
09:32 Uhr

Wirtschaftsweise kritisiert Tankrabatt

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer pocht angesichts der unvollständigen Weitergabe des Tankrabatts an Autofahrer auf zielgerichtetere Entlastungen. Der Tankrabatt sei "teuer, entlastet auch diejenigen, die keine Unterstützung benötigen, und schwächt ausgerechnet das Preissignal, das bei knappen Kraftstoffen zum Sparen anregen sollte", kritisierte die Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der "Augsburger Allgemeinen". Sie forderte die Bundesregierung auf, "endlich" einen Mechanismus zu schaffen, mit dem Geld direkt an Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen ausgezahlt werden könne.

Der Tankrabatt gilt seit dem 1. Oktober. Der Bund verzichtet dabei auf Energie- und Mehrwertsteuer in Höhe von 16,7 Cent pro Liter. Laut iFO-Institut haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen im Schnitt nicht den gesamten rechnerisch möglichen Preisrückgang von etwa 17 Cent pro Liter an die Kunden weitergegeben. Beim Diesel und beim Super E10 lag die Vergünstigung demnach durchschnittlich bei rund 15 Cent und bei Super E5 bei gut 16 Cent.

Wirtschaftsweise kritisiert Tankrabatt
09:16 Uhr

Dax fällt unter die 25.000er-Marke

Der Dax büßt weiter an Boden ein. Der deutsche Börsenleitindex, der zur Wochenmitte 1,4 Prozent auf 25.104 Punkte verloren hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.860 Zählern. Da Händler einen sehr volatilen Markt heute erwarten, dürfte die psychologisch wichtige 25.000er-Marke wohl umkämpft bleiben. 

Dax fällt unter die 25.000er-Marke
08:59 Uhr

So reagieren Anleger auf die Samsung-Rekorde

Erneut abwärts geht es an den Börsen in Ostasien und Australien. Marktteilnehmer verweisen auf die negativen US-Vorgaben und das hohe Niveau der Ölpreise und Anleiherenditen. An der Wall Street hatten Anleger Gewinne mitgenommen, nachdem S&P-500 und Nasdaq am Tag zuvor neue Rekordstände erklommen hatten.

Um 1,7 Prozent nach unten geht es in Seoul mit dem Kospi vor dem langen Feiertagswochenende. Am Freitag bleiben die Börsen in Südkorea geschlossen. Indexschwergewicht Samsung hat als Nutznießer des KI-Booms zwar für das dritte Quartal auf vorläufiger Basis Rekordzahlen vermeldet, doch die Erwartungen des Markts waren noch höher gewesen, wie es heißt. Die Aktie fällt um 1,8 Prozent. Der Kurs des anderen Schwergewichts SK Hynix gibt um 1,6 Prozent nach.

In Tokio fällt der Nikkei-Index um 1 Prozent, der breiter gefasste Topix sinkt um 1,2 Prozent. Japanische Anleger trennen sich vor allem von Aktien der Maschinenbauer und Handelskonzerne. An der Börse im australischen Sydney geht es mit dem S&P/ASX-200 um 0,7 Prozent nach unten. In Shanghai, wo nach einer mehrtägigen Feiertagspause erstmals wieder gehandelt wird, zeigt sich der Composite-Index 0,3 Prozent niedriger. In Hongkong verliert der Hang-Seng-Index 0,7 Prozent.

So reagieren Anleger auf die Samsung-Rekorde
08:40 Uhr

Gleich drei Krisenherde in Europa

Mit einem volatilem Handel rechnen Händler an Europas Börsen. Eine Woche vor Beginn der Berichtssaison in den USA sei der Markt hin- und hergerissen zwischen hohen Gewinnerwartungen und den stark gestiegenen Renditen bei Staatsanleihen. Stützend dürfte wirken, dass das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung Hinweise auf nur noch eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr gab.

In Europa sind die Blicke auf gleich drei Krisenherde gerichtet. In Großbritannien fürchtet man einen erneuten Sprung der Staatsanleihenrendite über die Sechs-Prozent-Marke, in Frankreich steht weiter die Haushaltsdebatte im Fokus. "Anhaltende Ängste vor einer Fiskalkrise in Frankreich waren der Hauptgrund für den Ausverkauf in Europa", so die Commerzbank zum Renditesprung vom Vortag.

Dazu kommt nun Spanien. Dort drohen nach dem Tod der zwangsgeräumten Rentnerin Maricarmen erneut Ausschreitungen gegen Immobiliengesellschaften. Der spanische Premierminister Pedro Sanchez hat bereits Neuwahlen wegen der Wohnungskrise für den nächsten Monat ausgerufen.

Gleich drei Krisenherde in Europa
08:24 Uhr

Aufrüstung treibt deutsche Wirtschaft

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche stellt heute die Herbstprojektion der Bundesregierung vor. Insidern zufolge hebt die Regierung ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre deutlich an. Für das laufende Jahr rechnet sie nun mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent, nach zuvor 0,5 Prozent im Frühjahr. Für 2027 wird ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet. Getragen wird der Aufschwung vor allem von staatlichen Investitionen in die Infrastruktur und die Aufrüstung der Bundeswehr sowie von starken Exporten. Der private Konsum bleibt dagegen angesichts einer anhaltend hohen Inflation eher schwach.

Aufrüstung treibt deutsche Wirtschaft
08:03 Uhr

Samsung stellt Rekordgewinn in Aussicht

Samsung hat für das dritte Quartal einen operativen Gewinn von 107,4 Billionen Won, was einem Anstieg um fast das Neunfache entspricht, und einen Umsatz von 195 Billionen Won prognostiziert, teilte der südkoreanische Elektronikkonzern mit. Analysten hatten mit Erlösen von 199,6 Billionen Won gerechnet. Der operative Gewinn übertraf zudem die Analystenschätzung von 106,1 Billionen Won. Für den am Umsatz gemessen weltgrößten Speicherchip-Hersteller ist dies der vierte Rekord-Quartalsgewinn in Folge. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 12,17 Billionen Won betragen.

Durch den weltweiten Bauboom bei Rechenzentren kann die Branche den Bedarf derzeit nicht decken. Die Nachfrage erstreckt sich dabei über KI-Hochleistungsspeicher (HBM) hinaus auch auf herkömmliche DRAM- und NAND-Bausteine, die in PCs und Smartphones zum Einsatz kommen. Die Angebotslage wird sich Samsung zufolge frühestens 2027 entspannen. Um die hohen Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten abzusichern, strebt der Konzern langfristige Lieferverträge mit Betreibern von Rechenzentren an. Insidern zufolge kann er darüber hinaus dank der weltweit knappen Produktionskapazitäten in der Chip-Auftragsfertigung höhere Preise verlangen. Analysten erwarten daher, dass diese Sparte bereits im kommenden Jahr und damit früher als geplant profitabel wird.

Samsung stellt Rekordgewinn in Aussicht
07:28 Uhr

Ölpreise klettern weiter

Am Rohstoffmarkt ziehen die Ölpreise weiter an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 0,9 Prozent auf 101,14 Dollar. US-Rohöl der Sorte WTI legt um 0,8 Prozent auf 89,02 Dollar zu. 

Ölpreise klettern weiter
07:09 Uhr

Reiche fürchten Zinsen 

Die Reichen der Welt sehen in steigenden Zinsen und Renditen die größte Gefahr für das globale Wirtschaftswachstum. Dies geht aus einer Umfrage der Deutschen Bank hervor. Demnach nannten 37 Prozent der befragten vermögenden Privatkunden und Family Offices Zinsen und Renditen als größtes Risiko. An zweiter Stelle folgte die Inflation mit 23 Prozent, gefolgt von Risiken durch Künstliche Intelligenz (KI) mit 17 Prozent. Die Umfrage wurde während eines Forums für Family Offices in Singapur mit rund 200 Teilnehmern vorgenommen.

Geopolitisch schätzen die Befragten die Lage in Asien am stabilsten ein. 73 Prozent nannten Asien als stabilste Region für die kommenden zwölf Monate, während Europa und Großbritannien mit sechs Prozent weit abgeschlagen landeten. Bei der geplanten Kapitalanlage ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Hier planen 54 Prozent der Befragten, ihre Investitionen in den kommenden zwölf Monaten in den USA aufzustocken. Asien folgt mit 30 Prozent, während Europa und Großbritannien lediglich auf elf Prozent kommen. Die Privatkundensparte der Deutschen Bank verwaltete zum 30. Juni Vermögen in Höhe von 732 Milliarden Euro.

Reiche fürchten Zinsen 
06:52 Uhr

17-Monatstief - Euro steht unter Druck

Am Devisenmarkt gerät der Euro unter Druck und fällt auf ein 17-Monatstief. Hintergrund sind Sorgen über die französischen Staatsfinanzen, die auch italienische und griechische Anleihen belasteten. Der Euro notiert bei 1,1198 Dollar. Der Dollar-Index, der die Währung zu einem Korb anderer wichtiger Währungen misst, steigt auf 102,22 Punkte und bewegt sich damit in der Nähe eines 18-Monatshochs. Zum Yen notiert der Dollar bei 157,90 Yen.

17-Monatstief - Euro steht unter Druck
06:36 Uhr

Tech-Riesen buhlen um Kapital - Anleger verunsichert

Die Pläne großer Technologiekonzerne, für ihre Aufrüstung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) Schulden in Milliardenhöhe aufzunehmen, belasten die asiatischen Börsen. Berichte, wonach unter anderem SpaceX, Broadcom und Oracle die Anleihemärkte anzapfen wollen, schüren Sorgen vor einer zusätzlichen Belastung der Finanzmärkte. Diese ächzen bereits unter steigenden Ölpreisen und hohen Zinsen.

"Der Aufbau der KI begann mit Barmitteln. Zunehmend läuft er auf Kredit, und Kredit verändert das Risikoprofil vollständig", sagt Nigel Green, Chef der deVere Group. "Schulden müssen planmäßig zurückgezahlt werden, egal ob die Einnahmen fließen oder nicht." Der japanische Nikkei-Index gibt 0,9 Prozent nach. Der breiter gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verliert 0,1 Prozent.

Tech-Riesen buhlen um Kapital - Anleger verunsichert
06:17 Uhr

Fed bei Zinskurs uneins

Die US-Notenbank ist trotz der jüngst einmütig beschlossenen Zinserhöhung mit Blick auf den weiteren Kurs uneins. Dies geht aus den Protokollen der jüngsten Zinssitzung vom September hervor. Darin werden die gegensätzlichen Argumente für die Zinsanhebung dargelegt. Zudem wird die unterschiedliche Lesart offengelegt, was dieser Schritt für den weiteren Kurs bedeutet. Für die einen hat er laut den Mitschriften vorwiegend vorsorglichen Charakter. Das andere Lager in der Federal Reserve sieht darin einen Kurswechsel hin zu einer deutlich restriktiveren - sprich strafferen - Geldpolitik, die darauf abzielt, die Wirtschaft zu bremsen.

Die US-Wirtschaft brummt trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,2 Prozent. Zugleich hält sich die Inflation in den USA bereits seit fünfeinhalb Jahren hartnäckig über dem Zielwert der Fed von zwei Prozent.

Fed bei Zinskurs uneins
06:00 Uhr

Als der Renditeschock zuschlug

Der Dax hat über die 25.500er-Marke geschaut. Dann ging es abwärts. Zur Wochenmitte schloss der deutsche Börsenleitindex 1,4 Prozent im Minus mit einem Stand von 25.104 Punkten. Neue Sorgen um den explosiven Anstieg der US-Renditen machten die Runde. Die 30-jährigen US-Staatsanleihen sprangen von einem Hoch zum nächsten. Mit 5,7160 Prozent erreichten sie aktuell ein neues 24-Jahreshoch.

Heute veröffentlicht die EZB die Protokolle ihrer Sitzung vom September, bei der sie den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöhte. Anleger erhoffen sich von den Mitschriften Einblick in die Pläne der Währungshüter, wie man die hartnäckig hohe Inflation im Euroraum in den Griff bekommen will. An den Finanzmärkten wird mit einer Zinspause auf der Ende des Monats anstehenden Sitzung gerechnet, der ein weiterer geldpolitischer Schritt nach oben zum Jahresende folgen könnte.

Unternehmensseitig rücken zwei asiatische Technologieschwergewichte in den Fokus. Da wäre zum einen Samsung: Der südkoreanische Elektronikkonzern veröffentlicht vorläufige Quartalszahlen. Börsianer erwarten einen erneuten Umsatz- und Gewinnsprung. Der gemessen am Umsatz weltgrößte Speicherchip-Hersteller eilt dank der hohen Nachfrage nach diesen Bausteinen von Rekordergebnis zu Rekordergebnis. Analysten rechnen für das dritte Quartal mit einem im Vergleich zum Vorjahr verneunfachten operativen Gewinn von umgerechnet 70,55 Milliarden Euro.

Und zum anderen wäre da noch TS;C: Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger wird voraussichtlich einen weiteren Rekord-Quartalsumsatz bekannt geben. Das Unternehmen hat einen Anstieg der Erlöse um rund 40 Prozent auf umgerechnet 38,9 bis 40 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. In der kommenden Woche will TSMC detaillierte Geschäftszahlen vorlegen. Experten rechnen mit dem sechsten Rekord-Quartalsgewinn in Folge. Wegen der weltweit wachsenden Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren arbeitet der taiwanische Konzern an seiner Kapazitätsgrenze.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Als der Renditeschock zuschlug