Der Börsen-Tag
20. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:38 Uhr

Dax rauscht in die Tiefe

Die Angst vor einer globalen Energiekrise durch den Iran-Krieg hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss erneut in Unruhe versetzt. Der Dax drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus. Am Nachmittag rauschte der Leitindex dann kräftig in die Tiefe, Grund war die mit Verlusten startende Wall Street. "Der Dax zollt dem massiven Inflationsdruck bereits jetzt gnadenlos Tribut, während positive Impulse auf dem Parkett schlichtweg Mangelware sind", sagte Frank Sohlleder von ActivTrades. Kurzum: Es war eine Woche zum Vergessen für die europäischen Aktienmärkte insgesamt.

Der Dax ging mit einem kräftigen Abschlag von 2,0 Prozent auf 22.385 Punkte ins Wochenende. Der EuroStoxx50 notierte 1,7 Prozent tiefer bei 5518 Stellen.

Auf der Unternehmensseite mussten einige Werte am sogenannten Hexensabbat zum Teil deutliche Kursausschläge hinnehmen. Zu diesem großen Verfallstermin werden an den Terminmärkten Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig. Investoren versuchen daher, die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung zu bewegen. Zu den Gewinnern im Dax zählten Infineon und Heidelberg Materials mit einem Plus von 1,5 beziehungsweise 3,2 Prozent. Dagegen gaben SAP um 3,9 Prozent nach.

Die Aktien der Rüstungsfirma Vincorion haben ein erfolgreiches Börsendebüt verzeichnet. Der Kurs lag bei 18,63 Euro nach einem Ausgabepreis von 17 Euro. 

Dax rauscht in die Tiefe
17:24 Uhr

So können Anleger von seltenen Erden profitieren

Seltene Erden gelten als Rohstoffe der Zukunft - doch so selten sind sie gar nicht. Was sie trotzdem so begehrt macht und wie Anleger in seltene Erden investieren können, darüber spricht Raimund Brichta mit Anja Schneider von der Société Générale.

So können Anleger von seltenen Erden profitieren
17:14 Uhr

Bundrenditen gehen weiter hoch

Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen könnten in Richtung 3,50 Prozent steigen, falls die Spekulationen über EZB-Zinserhöhungen aufgrund der erhöhten Energiepreise weiter zunehmen, schreiben die Analysten der LBBW in einem Kommentar. Heute lag die Rendite auf dem höchsten Stand seit Juli 2011. Die Verzinsung der zehnjährigen Bundesanleihe stieg bis auf 3,038 Prozent. Die Rendite der zweijährigen Anleihe zog auf 2,671 Prozent an und stand damit so hoch wie seit Juli 2024 nicht mehr. Angesichts der Inflationsgefahren im Zuge des Nahostkrieges wird Insidern zufolge im EZB-Rat eine baldige Zinserhöhung ins Auge gefasst.

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(Foto: imago images/IlluPics)

Bundrenditen gehen weiter hoch
17:01 Uhr

Capital Economics prognostiziert kräftig fallenden Goldpreis

Die Gold-Futures geben um 0,8 Prozent nach, da die Anleger weiterhin Gelder in andere Vermögenswerte umschichten. Dies geschieht trotz des üblichen Verhaltens von Gold als "sicherer Hafen", was es normalerweise zu einem attraktiven Anlageort in Krisenzeiten wie dem Krieg im Iran machen würde.

Doch seit Kriegsbeginn habe Gold zehn Prozent nachgegeben, schreibt Kieran Tompkins von Capital Economics in einer Research Note. "Das liege zum Teil daran, dass die US-Realrenditen stark gestiegen seien, zum anderen aber auch daran, dass sich Gold im letzten Jahr zunehmend wie ein risikoreicher Vermögenswert verhalten habe", so Tompkins, der den Rückgang auch auf das nachlassende Interesse von Privatanlegern zurückführt. Das Unternehmen prognostiziert, dass der Goldpreis bis Ende 2026 auf 3500 US-Dollar je Feinunze fallen wird.

Capital Economics prognostiziert kräftig fallenden Goldpreis
16:34 Uhr

Heidelberg Materials wegen Nahost- und CO2-Preis-Sorgen überverkauft

Die Anleger von Heidelberg Materials haben die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges und möglicher Änderungen der europäischen CO2-Vorschriften überschätzt, schreibt Jon Bell von der Deutschen Bank. Der im Dax notierte Zementhersteller habe keine umfangreichen Aktivitäten im Nahen Osten, und seine Umstellung auf eine nachhaltige Produktion schütze das Unternehmen vor stark steigenden Erdgaspreisen, fügt Bell hinzu. Spekulationen, dass die EU die Reformen ihres Emissionshandelssystems abschwächen werde, hätten die Aktie in diesem Jahr bisher belastet, da niedrigere CO2-Preise den relativen Vorteil von Heidelberg als führendes Unternehmen bei der Dekarbonisierung schmälern würden. Die Ziele zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen würden jedoch trotz einer Verzögerung umgesetzt, fügt der Analyst hinzu. Die Aktie von Heidelberg Materials legt um 2,9 Prozent zu.

Heidelberg Materials wegen Nahost- und CO2-Preis-Sorgen überverkauft
16:11 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Nach der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) setzt sich zum Wochenausklang die Zinskurven-Versteilerung am europäischen Geldmarkt fort. Die EZB hat wie erwartet das aktuelle Leitzinsniveau bestätigt, zugleich aber die Inflationserwartungen stark nach oben angepasst. Die EZB sieht die Inflation im laufenden Jahr nun bei 2,6 statt 1,9 Prozent. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Zinserwartungen. Wie die Deutsche Bank anmerkt, preisen die Märkte nun bis Jahresende Zinserhöhungen von 66 Basispunkten ein, was also mindestens zwei Erhöhungen entsprechen würde.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,80 - 2,10 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,89 - 2,14 (1,89 - 2,14), 1-Monats-Geld: 1,96 - 2,20 (2,00 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,13 - 2,31 (2,05 - 2,25), 6-Monats-Geld: 2,41 - 2,56 (2,10 - 2,30), 12-Monats-Geld: 2,64 - 2,74 (2,49 - 2,59), Euribors: 19.03. 18.03. 3 Monate: 2,1080 2,1210, 6 Monate: 2,3170 2,3090, 12 Monate: 2,5240 2,5280

Neues vom Geldmarkt
14:15 Uhr

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt

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Viele Anleger interessieren sich für ETFs als Baustein der langfristigen Geldanlage. Doch Begriffe wie Index, MSCI World oder thesaurierend wirken auf Einsteiger oft kompliziert. Unser kostenloses E-Paper "ETFs verstehen in 10 Minuten" erklärt die wichtigsten Grundlagen einfach und verständlich – von der Funktionsweise von ETFs bis zu den ersten Schritten beim Einstieg. Interesse? Hier geht's zum E-Paper!

ETFs für Einsteiger - kompakt und einfach erklärt
15:44 Uhr

US-Unternehmer wirft Auge auf Gerresheimer - Aktie schießt hoch

Der US-Verpackungskonzern Silgan Holdings hat Insidern zufolge Interesse an einer Übernahme des deutschen Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer signalisiert. Silgan arbeite mit Beratern an einer möglichen Offerte in Höhe von 41 Euro je Gerresheimer-Aktie, sagte ein Insider zu Reuters. Das wäre mehr als doppelt so viel wie der derzeitige Aktienkurs von gut 20 Euro. Es sei jedoch nicht sicher, ob es tatsächlich zu einem Angebot oder einer Transaktion komme, sagte der Insider. Eine Sprecherin von Gerresheimer lehnte einen Kommentar ab. Die Aktien des Düsseldorfer Unternehmens drehten ins Plus und sprangen in der Spitze um fast 15 Prozent auf 20,38 Euro. 

US-Unternehmer wirft Auge auf Gerresheimer - Aktie schießt hoch
15:26 Uhr

Dax macht nach Wall-Street-Eröffnung die Grätsche

Der Dax ist in den Sog der Wall Street geraten und hat am Nachmittag massiv nachgegeben. Der deutsche Leitindex verlor nunmehr 1,4 Prozent auf 22.523 Punkte. Der EuroStoxx50 gab um 0,6 Prozent auf 5569 Stellen ab.

Händler müssen ein höheres Risiko einer anhaltenden Unterbrechung der Ölversorgung aus dem Persischen Golf einkalkulieren. Seit Beginn des Krieges vor knapp drei Wochen ist der Preis für das Nordsee-Öl Brent wegen der Furcht vor langfristigen Versorgungsengpässen um gut 64 Prozent in die Höhe geschnellt. 

Dax macht nach Wall-Street-Eröffnung die Grätsche
15:15 Uhr

Wall Street rot - Aktie von Super Micro Computer stürzt ab

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(Foto: REUTERS)

US-Anleger sind angesichts des anhaltenden Nahost-Krieges in Deckung geblieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,2 Prozent auf 45.929 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,5 Prozent auf 6572 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte um ein Prozent auf 21.880 Punkte ab. Der iranische Angriff auf eine Ölraffinerie in Kuwait schürte Sorgen der Investoren vor weiter steigenden Energiepreisen. Fed-Direktor Christopher Waller sagte, wenn die Ölpreise monatelang hoch bleiben, würde sich dies auf die Kerninflation auswirken.

Für etwas Erleichterung sorgte der Logistikkonzern FedEx mit einer optimistischen Prognose. Die weltweite Nachfrage sei trotz der geopolitischen Spannungen stabil, hieß es ausblickend. Die Aktie legte daraufhin um 2,9 Prozent zu. Die Papiere des Konkurrenten United Parcel Service gewannen 0,5 Prozent. Aktien von Super Micro Computer stürzten hingegen um 25 Prozent ab. Offenbar wird drei Personen, die mit dem Serverhersteller in Verbindung stehen, Beihilfe zum Schmuggeln von KI-Technologie nach China vorgeworfen.

Wall Street rot - Aktie von Super Micro Computer stürzt ab
14:52 Uhr

Experten befürchten Preisschub in Deutschland

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) warnt angesichts des eskalierenden Kriegs im Nahen Osten vor einem deutlichen Preisschub in Deutschland. Ein rund drei Monate währender Konflikt könnte die Inflationsrate auf rund 2,7 Prozent hochtreiben, sagten die Mannheimer Forscher auf Basis ihrer Konjunkturumfrage unter Anlegern und Analysten voraus. Ein noch längerer und intensiverer Konflikt könnte die Wirtschaft in diesem Jahr sogar in eine Phase der Stagnation führen und die Inflation deutlich über die Zielmarke von zwei Prozent treiben.

"Steigende Energiepreise bremsen das Wachstum und verstärken zugleich den Inflationsdruck", sagte ZEW-Expertin Lora Pavlova. "Die massiv gestiegene Unsicherheit hält Investoren zurück und macht Haushalte sparsamer", ergänzte ihre Kollegin Anna-Lena Herforth.

Experten befürchten Preisschub in Deutschland
14:00 Uhr

Deutsche-Bank-Analysten nennen Monate mit EZB-Zinsanhebung

Analysten der Deutschen Bank erwarten, dass die EZB ihren Leitzins auf 2,50 (derzeit: 2,00) Prozent anheben wird, und zwar in Schritten von je 25 Basispunkten im Juni und September. "Dies entspricht dem oberen Ende des neutralen Bereichs. Dies würde ein Signal des Engagements für Preisstabilität senden", schreiben sie in einem Kommentar. Die aktuellen Energiepreise und Terminkurven deuteten darauf hin, dass die Inflation innerhalb der nächsten Monate rasch auf über drei Prozent steigen werde. "Die Inflation sollte vorübergehender Natur sein. Das Risiko besteht in ihrer Hartnäckigkeit", urteilen die Analysten.

Deutsche-Bank-Analysten nennen Monate mit EZB-Zinsanhebung
13:45 Uhr

Euroraum-Leistungsbilanzüberschuss steigt im Januar deutlich

Der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums ist im Januar vor allem aufgrund sinkender Wareneinfuhren deutlich gestiegen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) betrug der Aktivsaldo saisonbereinigt 38 (Dezember: 13) Milliarden Euro. In der Handelsbilanz ergab sich ein Überschuss von 33 (19) Milliarden Euro, wobei die Exporte bei 237 Milliarden Euro verharrten, während die Importe auf 204 (220) Milliarden Euro zurückgingen.

Euroraum-Leistungsbilanzüberschuss steigt im Januar deutlich
13:27 Uhr

Wie man jetzt Stabilität ins Depot bringt

In unruhigen Börsenzeiten sind viele auf der Suche nach verlässlichen Leitplanken für die Geldanlage. Wo man diese findet und wie man am besten damit umgeht, darüber spricht Raimund Brichta mit Henrik Muhle von der Fondsgesellschaft Gané.

Wie man jetzt Stabilität ins Depot bringt
13:10 Uhr

Wall Street leidet weiter unter Ölpreisanstieg

Zum Wochenausklang zeichnen sich weitere Verluste an der Wall Street ab. Die Ölpreise verharren auf erhöhtem Niveau, obwohl die USA erwägen, weitere Teile ihrer strategischen Ölreserven freizugeben. Auch über die Lockerung von Sanktionen auf iranisches Öl, das sich schon in Tankschiffen auf See befindet, wird nachgedacht. Die Futures auf die großen Aktienindizes tendieren vorbörslich etwas leichter. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl sinkt aktuell um 0,5 Prozent auf gut 108 US-Dollar. Derweil war die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait Ziel eines Drohnenangriffs, worauf einige Teile der Raffinerie ihren Betrieb einstellen mussten. Die USA wiederum versuchen mit Luftschlägen, die Öffnung der durch den Iran blockierten Straße von Hormus zu erzwingen.

Wall Street leidet weiter unter Ölpreisanstieg
12:47 Uhr

Inflationsausblick eingetrübt – Zinserhöhung möglich

Bundesbankchef Joachim Nagel sieht die EZB bei erhöhter Inflationsgefahr im Zuge des Iran-Krieges vor einer Zinserhöhung. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge sei es denkbar, dass sich die mittelfristigen Inflationsaussichten verschlechterten und die Inflationserwartungen nachhaltig steigen könnten, sagte das EZB-Ratsmitglied Bloomberg. Dies würde bedeuten, dass ein restriktiverer geldpolitischer Kurs wahrscheinlich notwendig wäre, sagte Nagel. Er fügte hinzu, dass "zuverlässigere Daten hierzu voraussichtlich bereits bei der nächsten Sitzung des EZB-Rats in sechs Wochen vorliegen werden".

Der EZB-Rat um Präsidentin Christine Lagarde beließ den Leitzins am Donnerstag bei 2,0 Prozent. Zugleich zeigten sich die Währungshüter wegen des Ölpreisschocks alarmiert: Durch höhere Energiepreise werde sich der Nahost-Krieg auf kurze Frist "erheblich" auf die Inflation auswirken, warnte die Notenbank.

Inflationsausblick eingetrübt – Zinserhöhung möglich
12:23 Uhr

Zinssenkung in Russland

Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins zum siebten Mal in Folge gesenkt. Dies geschah trotz eines Anstiegs der Ölpreise nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran, der der schwächelnden Wirtschaft Auftrieb zu geben verspricht. Die Bank Rossii senkte die Zinsen um 50 Basispunkte auf 15,00 Prozent, nachdem sie 2025 einen Höchststand von 21,00 Prozent erreicht hatten.

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(Foto: picture alliance/dpa)

In einer Stellungnahme teilte die Zentralbank mit, dass sie die Zinsen weiter senken könnte, da sich die Wirtschaft "einem ausgewogenen Wachstumspfad" nähere. "Die Bank von Russland wird die Notwendigkeit einer weiteren Leitzinssenkung bei ihren kommenden Sitzungen in Abhängigkeit von der Nachhaltigkeit der Inflationsverlangsamung bewerten", hieß es in der Erklärung.

Zinssenkung in Russland
11:54 Uhr

Britisches Haushaltsminus größer als erwartet

Die britischen Staatsfinanzen dürften aufgrund der Auswirkungen des Nahost-Kriegs unter Druck geraten, schreibt Lindsay James von Quilter in einer Research Note. Die jüngsten Daten zu den öffentlichen Finanzen zeigen, dass die Neuverschuldung im Februar mit 14,3 Milliarden Pfund (19,2 Milliarden US-Dollar) höher ausgefallen ist als von Ökonomen in einer Umfrage des "Wall Street Journal" mit 9,3 Milliarden Pfund prognostiziert.

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(Foto: picture alliance / Peter Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com)

Hohe Energiekosten aufgrund des Waffengangs der USA und Israels gegen den Iran erhöhten das Risiko einer erhöhten Inflation, was die inflationsgebundenen Staatsausgaben steigere, so James. "Angesichts des bereits angeschlagenen Wachstums in Großbritannien wäre ein solches Szenario mit höherer Inflation und schwächerem Wachstum angesichts der Höhe der inflationsgebundenen Kosten eine wirklich schlechte Ausgangslage."

Britisches Haushaltsminus größer als erwartet
11:31 Uhr

Aktie von IT-Firma stürzt ab

Nach der Vorlage des Ausblicks für 2026 sind die Aktien von Bechtle unter Druck geraten. Die Titel des schwäbischen IT-Unternehmens fielen um 16,3 Prozent auf 25,10 Euro und markierten damit den tiefsten Stand seit März 2019. Bechtle rechnet für das Geschäftsvolumen im laufenden Jahr mit einem Wachstum im Rahmen von fünf bis zehn Prozent. Beim Umsatz und Vorsteuerergebnis prognostiziert das Unternehmen ein Plus von null bis fünf Prozent. "Wir rechnen auch für 2026 mit Gegenwind aufgrund der heraufordernden Rahmenbedingungen", sagte Bechtle-Finanzchef Christian Jehle. Entscheidend sei, wie sich im weiteren Jahresverlauf die Versorgungslage für Speicherkomponenten enwickle.

Im vergangenen Jahr lag das Ergebnis vor Steuern mit 324 Millionen Euro um sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie Bechtle bereits im Februar mitgeteilt hatte. Das Geschäftsvolumen kletterte um 8,1 Prozent auf knapp 8,6 Milliarden Euro. Bechtle stellte für 2025 eine stabile Dividende von 0,70 Euro je Aktie in Aussicht. 

Aktie von IT-Firma stürzt ab
11:09 Uhr

Dax rutscht wieder ins Minus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat seine Gewinne vollständig verloren und ist wieder in den roten Bereich abgetaucht. Der deutsche Leitindex fiel am späten Vormittag um 0,1 Prozent und notierte bei 22.823 Punkten. Zuvor hatte der Dax die 23.000er-Marke nach oben durchbrochen. Der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 5629 Stellen. Der Euro lag 0,4 Prozent schwächer bei 1,1542 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um 3,1 beziehungsweise 1,7 Prozent auf 110,88 beziehungsweise 96,21 Dollar.

Dax rutscht wieder ins Minus
10:43 Uhr

Bitcoin bewegt sich auf politischem und fiskalischem Minenfeld

Der Bitcoin legt leicht zu, während die europäischen Aktien positiv in den Tag starten. Er verharrt jedoch auf einem schwächeren Niveau, nachdem er am Donnerstag deutlich unter 70.000 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als einer Woche gefallen war. Die Kursverluste der Kryptowährung seien auf einen vorsichtigen Ton der US-Notenbank Fed als Reaktion auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten und den erhöhten Energiepreisen zurückzuführen, schreiben die Analysten von Saxo in einer Research Note.

"Die wichtigste Erkenntnis für Anleger ist, dass sich Krypto wieder wie ein makrosensibler Vermögenswert verhält, der auf Zinserwartungen, die Stärke des Dollars und geopolitische Entwicklungen reagiert und nicht nur auf rein kryptospezifische Treiber", schreiben sie. Der Bitcoin steigt um 1,2 Prozent auf 70.729 Dollar, nachdem er am Donnerstag laut LSEG-Daten auf 68.802 Dollar gefallen war.

Bitcoin bewegt sich auf politischem und fiskalischem Minenfeld
10:20 Uhr

Bericht über möglichen Verkauf: Elmos-Aktie schießt nach oben

Die Aktie von Elmos Semiconductor ist um 10,4 Prozent nach oben gegangen. Der deutsche Chipzulieferer für die Autoindustrie könnte nach Informationen von Reuters verkauft werden. Die Gründer prüften einen Ausstieg aus dem Unternehmen und hätten Morgan Stanley als Berater für den Verkaufsprozess engagiert, schreibt die Nachrichtenagentur und beruft sich auf mehrere namentlich nicht genannte Quellen.

Elmos habe erste Gespräche mit potenziellen Käufern aufgenommen, darunter ein großer Halbleiterkonzern. Logische Kandidaten wären Infineon aus Deutschland und das US-Unternehmen Qualcomm. Die Infineon-Aktie stieg um 4,7 Prozent, allerdings stützt hier vor allem eine Hochstufung auf "Overweight" durch JP Morgan.

Bericht über möglichen Verkauf: Elmos-Aktie schießt nach oben
10:04 Uhr

Vincorion mit starkem Börsendebüt - Aktie gefragt

Die Aktie des norddeutschen Rüstungszulieferers Vincorion hat beim Börsendebüt kräftig zugelegt. Der erste Kurs des Papiers wurde an der Frankfurter Börse mit 19,30 Euro festgestellt. Ausgegeben worden waren die knapp 20,3 Millionen Papiere des Unternehmens aus Wedel bei Hamburg zum Festpreis von 17 Euro. Der Eigentümer von Vincorion, der britische Finanzinvestor Star Capital, nimmt damit 345 Millionen Euro ein und reduziert seine Beteiligung von 88,1 auf 47,5 Prozent. Zum Ausgabepreis wurde Vincorion mit 850 Millionen Euro bewertet - mehr als dem Sechsfachen des Wertes von rund 130 Millionen Euro, zu dem Star Capital das Unternehmen vor knapp vier Jahren vom Technologiekonzern Jenoptik gekauft hatte.

Vincorion mit starkem Börsendebüt - Aktie gefragt
09:49 Uhr

Fuchs schmiert die Dividende

Fuchs hat im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts schwieriger Marktbedingungen Umsatz und Ergebnis weitgehend stabil gehalten. "2025 war aus geopolitischer Sicht ein anspruchsvolles Jahr. Neben zahlreichen Kriegen war insbesondere die US-amerikanische Zollpolitik eine Herausforderung", erläuterte der Vorstandschef des Schmierstoffherstellers, Stefan Fuchs. "In unserem Heimatmarkt Deutschland belasteten hohe Energiepreise sowie eine mit Absatzrückgängen zu kämpfende Automobilindustrie."

Der Umsatz des im Nebenwerteindex MDax gelisteten Herstellers von Getriebeölen kletterte 2025 um ein Prozent auf 3,56 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verharrte mit 435  Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Nach Steuern betrug der Gewinn 306 Millionen Euro. "Der erneut hohe Freie Cashflow vor Akquisitionen von 316 Millionen Euro bekräftigt uns darin, die 24. Dividendenerhöhung in Folge vorzuschlagen", betonte Fuchs. Für das Jahr 2025 sollen 1,23 nach 1,17 Euro je Vorzugsaktie und 1,22 nach 1,16 Euro je Stammaktie an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Fuchs schmiert die Dividende
09:31 Uhr

Energiekrise holt Zentralbanker wieder ein

Die Energiekrise von 2022 scheint die Entscheidungen der Zentralbanker zu überschatten. Das erklären die Analysten von Maybank. Die Folgen des Iran-Krieges erinnern an die Bedingungen, die beim Einmarsch Russlands in die Ukraine zu beobachten waren, was die Energiepreise in die Höhe schnellen ließ. Eine Reihe von Zentralbankentscheidungen in dieser Woche zeigt, dass die Währungshüter die aktuelle Lage im Auge behalten. Die Gold- und Silberpreise seien angesichts der hawkishen Verschiebungen bei den meisten großen Banken - einschließlich der RBA und der Fed - stark gefallen, so Maybank.

"Wir könnten eine weitere Runde von Positionsauflösungen erleben, da die Zentralbanken dieses Mal handeln, um der Entwicklung einen Schritt voraus zu sein", sagen die Analysten. Sie erinnern an die Kritik, der sich viele im Jahr 2022 ausgesetzt sahen, weil sie die Geldpolitik in der Erwartung, der Energieschock sei nur vorübergehend, zu lange zu locker gelassen hatten. Dieses Mal verfolgen die Zentralbanken einen präventiveren Ansatz.

Energiekrise holt Zentralbanker wieder ein
09:15 Uhr

Wenn die Hexen fliegen …

Es wird schwer für den Dax, das Wochenminus noch zu verhindern. Aber der deutsche Börsenleitindex müht sich und notiert aktuell fester im Bereich von 23.125 Punkten. Gestern hatte er 2,8 Prozent eingebüßt und war mit 22.840 Zählern aus dem Geschäft gegangen. Zwei Handelstagen mit Gewinnen folgten im Anschluss zwei Verlusttage.

"Der Krieg im Nahen Osten und vor allem die Dauer und die Auswirkungen auf die Ölpreise bestimmen die Laune der Anleger", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne. "Es werden Lösungen gesucht", erläutert er. "Heute dürfte aber auch deshalb  viel los sein, weil 'Hexensabbat' ist, also der 'Große Verfall' ansteht."

Wenn die Hexen fliegen …
08:55 Uhr

Erzeugerpreise fallen vor Iran-Krieg spürbar

Die deutschen Erzeugerpreise sind vor Ausbruch des Iran-Kriegs wegen billigerer Energie so stark gefallen wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Die Hersteller gewerblicher Produkte - von Lebensmitteln bis zu Industriegütern - verlangten im Februar 3,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 2,7 Prozent gerechnet. "Auf die Februarergebnisse der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte hatten die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 keinen Einfluss", so die Statistiker.

Erzeugerpreise fallen vor Iran-Krieg spürbar
08:43 Uhr

Milliardenschwerer Zukauf: Novartis stärkt Krebs-Pipeline

Novartis übernimmt für bis zu drei Milliarden Dollar einen möglichen Wirkstoff gegen Brustkrebs. Das Unternehmen zahle zunächst zwei Milliarden Dollar an die US-Firma Synnovation Therapeutics, teilte der Schweizer Pharmakonzern mit. Hinzu kämen mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu einer Milliarde Dollar. Im Gegenzug erhält Novartis die Synnovation-Tochter Pikavation Therapeutics und damit die Rechte an dem Wirkstoffkandidaten SNV4818. Der Abschluss der Transaktion werde für das erste Halbjahr 2026 erwartet, sofern die Aufsichtsbehörden zustimmten.

Milliardenschwerer Zukauf: Novartis stärkt Krebs-Pipeline
08:29 Uhr

Alibaba-Kurs kommt unter die Räder

Nach den gestrigen starken Kursverlusten geht es heute an den Börsen in Ostasien wieder etwas ruhiger zu. Insgesamt ist die Tendenz uneinheitlich, in Tokio pausiert der Handel anlässlich des Feiertags zum Frühlingsanfang. Zur Beruhigung trägt bei, dass die Ölpreise von den jüngsten Hochs wieder etwas zurückgekommen sind, aktuell kostet Brent-Öl 107,50 Dollar, 1 Prozent weniger. Dazu hatten die US-Börsen trotz des Anstiegs des Ölpreises am Vortag auf bis rund 118 Dollar nur leichte Verluste verzeichnet.

Die Sorgen über die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiepreise und die Weltwirtschaft sind weiter das bestimmende Thema. Die Notenbanksitzungen der Vortage sind weitgehend abgehakt. Wenig überraschend hieß es nahezu einstimmig von den Währungshütern, dass der Energiepreisschock eine Gefahr für die Inflation darstelle, die einerseits schwer quantifizierbar sei, aber früher oder später Gegenmaßnahmen in Form einer strafferen Geldpolitik erfordere, beispielsweise also höhere Zinsen.

In Seoul geht es für den Kospi um 0,2 Prozent nach oben. Sydney hat mit einem Minus von 0,8 Prozent den letzten Handelstag der Woche bereits beendet. In Shanghai tendiert der Composite-Index gut behauptet, während es in Hongkong für den HSI um 0,6 Prozent nach unten geht. Dazu trägt ein kräftiges Minus der Alibaba-Aktie von 6,0 Prozent bei. Der Technologiekonzern meldete am Vortag nach Börsenschluss einen Einbruch des Nettogewinns im dritten Geschäftsquartal um 67 Prozent, maßgeblich als Folge von hohen Investitionen.

Alibaba-Kurs kommt unter die Räder
08:13 Uhr

Autoimporte aus China überholen erstmals EU-Exporte

Die Kräfteverhältnisse im weltweiten Automarkt verschieben sich zunehmend: Die Autoimporte aus China in die Europäische Union haben einer Analyse zufolge erstmals die europäischen Exporte in die Volksrepublik übertroffen. Die Ausfuhren von Autos und Autoteilen aus der EU nach China sind vergangenes Jahr um 34 Prozent auf 16 Milliarden Euro gesunken, wie aus dem Papier der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Seit 2022 hätten sich die Exporte damit mehr als halbiert. Zugleich stiegen die Importe aus China in dem Bereich um acht Prozent auf 22 Milliarden Euro. Aus einem Exportüberschuss in zweistelliger Milliardenhöhe ist damit innerhalb weniger Jahre ein Defizit geworden.

Auch für das Autoland Deutschland zeigt sich diese Entwicklung: China war 2025 nur noch das sechstwichtigste Exportland für deutsche Hersteller. Zwar lagen die Exporte noch über den Importen. Der Abstand schrumpft aber. Seit dem Rekordjahr 2022 haben sich die Ausfuhren in die Volksrepublik mehr als halbiert - von rund 30 Milliarden auf 13,6 Milliarden. Im selben Zeitraum sind die Kfz-Einfuhren aus China um zwei Drittel auf 7,4 Milliarden Euro gestiegen. "Bei einer Fortschreibung der jeweiligen Kurven könnten sich 2026 Importe und Exporte die Waage halten", heißt es in der EY-Analyse.

Autoimporte aus China überholen erstmals EU-Exporte
07:54 Uhr

Dax im Testmodus

Nach dem gestrigen Abverkauf dürften Europas Börsen heute mit Aufschlägen in den Handel starten. Derzeit zeichnet sich ein Test der 23.000 Punkte-Marke im Dax ab. Für etwas Entspannung sorgen Aussagen des israelischen Premierministers: Die Militärschläge hätten Irans Fähigkeit zur Anreicherung von Uran zerstört, der Krieg werde sehr viel schneller enden als viele glaubten, berichtet die FT. Der Preis für Öl der Sorte Brent fällt daraufhin unter die Marke von 107 Dollar je Barrel. "Angesichts der entstandenen Schäden und der wahrscheinlich längere Zeit erhöhten Energiepreise wird ein Kriegsende sicherlich nicht zu einer sofortigen Aufholung aller Kursverluste führen. Aber ein Ende der Kampfhandlungen würde den Markt wieder ruhiger und berechenbarer machen", heißt es bei QC Partners.

Akzente könnte der Große Verfall von Futures und Optionen setzen. Im Vorfeld hatte sich schon abgezeichnet, dass sich die Stimmung zum großen Verfallstermin hin grundsätzlich ändern könnte. "Vor dem Iran-Krieg waren viele institutionelle Investoren abgesichert und hatten lediglich mit einer ein paar Tage dauernden militärischen Eskalation gerechnet", so CMC. Wie QC Partners anmerkt, werden im Dax am Berichtstag vier der zehn größten ausstehenden Optionspositionen fällig. Drei davon seien Puts, so dass dem Dax ein gutes Stück Absicherungsvolumen verloren gehe. Die wichtigen Marken werden 23.000 und 23.600 sein. Bei diesen beiden Basispreisen laufen insgesamt 14.000 Put-Kontrakte aus.

Dax im Testmodus
07:38 Uhr

Deutsche Reiselust ungebrochen, aber die Preise …

Trotz des Kriegs im Nahen Osten bleibt die Reiselust hoch - steigende Kosten könnten Urlaub aber verteuern. "Im Moment geht der Kerosinpreis nach oben. Wenn das auf diesem Niveau bleibt, wird sich das über die Zeit auch auf die Reisepreise auswirken", sagte der Chef des Reiseveranstalters Dertour, Christoph Debus, der dpa. "Kleinere Kostensteigerungen lassen sich im Moment für zukünftige Buchungen nicht ausschließen.

"Der nach eigenen Angaben größte deutsche Veranstalter in der Nahostregion beobachtet derzeit eine Verschiebung bei den Buchungen. "In der betroffenen Region sehen wir Stornierungen, Umbuchungen und eine gewisse Verunsicherung", sagte Debus. Insgesamt bleibe die Nachfrage jedoch stabil: "Die Reiselust der Deutschen und der Europäer ist ungebrochen." Viele Urlauber wichen auf andere Ziele aus. Für Spanien und Griechenland gebe es weiter gute Buchungseingänge.

Deutsche Reiselust ungebrochen, aber die Preise …
07:21 Uhr

Post-Rivale hebt Ausblick an - Kurssprung

FedEx hat nach einem überraschend starken Weihnachtsgeschäft seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal stieg der bereinigte Gewinn auf 5,25 Dollar pro Aktie, wie der US-Logistikkonzern mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 4,14 Dollar gerechnet. Der Umsatz kletterte auf 24 Milliarden Dollar und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen von 23,4 Milliarden Dollar.

Für das Ende Mai auslaufende Geschäftsjahr rechnet der Deutsche-Post-Rivale nun mit einem bereinigten Gewinn zwischen 19,30 und 20,10 Dollar je Aktie. Zuvor hatte er 17,80 bis 19,00 Dollar in Aussicht gestellt. Analysten hatten 18,69 Dollar prognostiziert. Beim Umsatz erwartet das Management nun ein Wachstum von 6,0 bis 6,5 Prozent. Die Aktien des Unternehmens legten im nachbörslichen Handel um acht Prozent zu. FedEx profitierte von höheren Preisen, einem gestiegenen Paketaufkommen in den USA sowie laufenden Sparmaßnahmen.

Post-Rivale hebt Ausblick an - Kurssprung
07:03 Uhr

OECD rät von Tankrabatt ab

Die Industriestaaten-Organisation OECD rät der deutschen Politik von Maßnahmen wie Tankrabatt oder höherer Pendlerpauschale als Antwort auf gestiegene Energiepreise ab. "Diese Forderungen sind natürlich verständlich, da die höheren Benzin- und Dieselpreise die Kaufkraft der Haushalte verringern", sagte der Deutschland-Experte der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Robert Grundke. "Allerdings kosten diese Maßnahmen auch eine Menge Geld."

Gestiegene Verteidigungsausgaben, ein großer Investitionsbedarf im Infrastrukturbereich sowie steigende Kosten im Gesundheits- und Rentensystem aufgrund der alternden Bevölkerung würden die staatlichen Finanzen bereits stark belasten. Deshalb empfiehlt die OECD, eventuelle Unterstützungsmaßnahmen gezielt auf ärmere Haushalte zu fokussieren. Denn diese seien am meisten von den gestiegenen Tankstellenpreisen betroffen. "Diese Maßnahmen sollten von vornherein zeitlich begrenzt sein", betonte Grundke.

OECD rät von Tankrabatt ab
06:44 Uhr

China spielt nicht mit den Zinsen

China hat seine wichtigen Kreditzinsen den zehnten Monat in Folge unverändert gelassen. Der Schritt entsprach den Markterwartungen. Der einjährige Referenzzinssatz für Bankkredite (LPR) wurde bei 3,0 Prozent belassen, der fünfjährige bei 3,5 Prozent.

Experten verweisen auf die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Ölpreise, die die Inflation anfachen. Zudem verringerten überraschend gute Wirtschaftsdaten für Januar und Februar die Dringlichkeit für Maßnahmen zur Unterstützung der Konjunktur. Die chinesische Wirtschaft war robust ins Jahr gestartet, da die Industrieproduktion anzog und sich die Einzelhandelsumsätze sowie die Investitionen erholten. Einige Marktanalysten haben daher ihre Prognosen für den Zeitpunkt möglicher Zinssenkungen verschoben.

China spielt nicht mit den Zinsen
06:21 Uhr

PNE-Ausblick schlägt Erwartungen

PNE rechnet im laufenden Jahr mit einem unerwartet hohen operativen Gewinn. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde voraussichtlich zwischen 110 und 140 Millionen Euro liegen, teilte der Windpark-Entwickler mit. Damit liege die Prognose über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten. "Hintergrund dieser Einschätzung ist insbesondere eine jüngst durchgeführte, umfassende Betrachtung relevanter Projekte hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit", heißt es. 

PNE-Ausblick schlägt Erwartungen
06:00 Uhr

Tiefschlag folgt auf Tiefschlag

Der Dax steuert auf eine Verlustwoche zu. Den zwei Gewinntagen zum Wochenstart ließ der deutsche Börsenleitindex zwei Tage mit Abschlägen von fast vier Prozent folgen. Im gestrigen geschäft fiel er zeitweise auf den tiefsten Stand seit April 2025 und schloss mit 22.840 Punkten dann sogar unter der 23.000er-Marke. Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum bestimmten den Handel, getrieben von steigenden Ölpreisen infolge des anhaltenden Krieges im Nahen Osten.

Die Sorgen dürften auch das Wochenschlussgeschäft bestimmen. Daneben steht erneut die Geldpolitik im Fokus. So dürften in China die Leitzinsen den zehnten Monat in Folge unverändert bleiben. Einer Reuters-Umfrage zufolge rechnen alle 20 befragten Marktteilnehmer damit, dass die Loan Prime Rate (LPR) für einjährige Kredite bei 3,00 Prozent und für fünfjährige Kredite bei 3,50 Prozent verharrt. Experten verweisen auf die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Ölpreise, die die Inflationanfachen. Zudem verringerten überraschend gute Wirtschaftsdaten für Januar und Februar die Dringlichkeit für Maßnahmen zur Unterstützung der Konjunktur.

Unternehmensseitig feiert der Rüstungszulieferer Vincorion sein Debüt an der Frankfurter Börse. Die Papiere wurden zu einem Festpreis von 17 Euro ausgegeben, womit das Unternehmen aus Wedel bei Hamburg auf eine Bewertung von rund 850 Millionen Euro kommt. Der Finanzinvestor Star Capital hat im Zuge des Börsengangs seine Mehrheitsbeteiligung abgegeben. Die Emission war Banken zufolge bereits kurz nach Beginn der Zeichnungsfrist mehrfach überzeichnet. Vincorion stellt unter anderem Generatoren für Panzer und Flugabwehrsysteme her und verbuchte 2025 einen Umsatz von gut 240 Millionen Euro.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Tiefschlag folgt auf Tiefschlag