Dax beendet rote Woche
Die Verunsicherung der Anleger über die Entwicklung von Konjunktur und Inflation hat zum Wochenschluss das Frankfurter Börsengeschehen belastet. Der Dax ging mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 23.902 Punkte aus dem Xetra-Handel. Der EuroStoxx50 notierte um 0,7 Prozent tiefer bei 5358 Stellen.
Damit setzten die Börsenbarometer ihren Abwärtskurs fort, nachdem sie sich am Donnerstag etwas stabilisiert hatten. Zuvor war der Dax an allen der restlichen drei Wochentage gefallen. Auf die Stimmung drückten unter anderem Sorgen über den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed. Die deutschen Inflationsdaten tangierten den Leitindex dagegen kaum.
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem Gerresheimer. Der Verpackungshersteller tauscht überraschend seinen unter Druck geratenen Finanzchef aus. Die Aktien rückten nach der Ankündigung um 1,6 Prozent vor.
Im SDax griffen Anleger bei Schaeffler zu. Die Experten des Finanzdienstleisters Citigroup hatten die Titel auf "Buy" nach zuvor "Neutral" hochgestuft, was den Kurs um 5,5 Prozent nach oben trieb.
Das können aktive ETFs!
Was ist der Unterschied zwischen einem Index-ETF und einem aktiv gemanagten ETF? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Markus Jordan von extraETF.
Paypal will nach Milliarden-Panne Händler auszahlen
Nach der großen Sicherheitspanne bei Paypal will der US-Zahlungsdienstleister Betroffenen möglichst schnell zu ihrem Geld verhelfen. "Alle rechtmäßigen Transaktionen der Händlerinnen und Händler werden vollständig erstattet", sagte eine Paypal-Sprecherin. Bei Paypal waren vor knapp einer Woche Sicherheitssysteme ausgefallen, die betrügerische Lastschriften herausfiltern sollen. Daraufhin hatten etliche Banken in Deutschland von der Paypal-Bank in Luxemburg weitergereichte Lastschriften mit einer Gesamtsumme im zweistelligen Milliardenbereich gestoppt. Dabei ging es um Lastschriften, bei denen Paypal das Geld vom Bankkonto der Kunden einzieht, nachdem diese etwa Waren im Internet gekauft haben.
Nach dpa-Informationen überschritt eine einzige betrügerische Lastschrift allein die Schwelle von einer Milliarde Euro. Andere Lastschriften hätten im dreistelligen Millionenbereich gelegen. Wegen dieser absurd hohen Summen seien die betrügerischen Einzugsversuche den Banken auch schnell aufgefallen.
Wall Street im Minus - Marvell stürzen ab
Etwas leichter tendieren die US-Aktienindizes kurz nach dem Handelsbeginn am Freitag. Nach den jüngsten Rekordhochs dürften einige Akteure zu Gewinnmitnahmen neigen, auch weil man es mit einem verlängerten Wochenende zu tun hat und erst am Dienstag wieder auf neue Ereignisse reagieren kann. Am Montag ruht der US-Aktienhandel wegen des Feiertags "Labor Day". Der Dow-Jones-Index gibt um 0,1 Prozent nach auf 45.585 Punkte. Der breitere S&P-500-Index kommt um 0,4 Prozent zurück, die Nasdaq-Indizes verlieren etwas stärker, sie verlieren bis 0,9 Prozent.
Am Aktienmarkt brechen Marvell Technology um 17,0 Prozent ein. Die Geschäftszahlen des Halbleiterkonzerns entsprachen zwar den Erwartungen, doch enttäuschte der Ausblick. Das Softwareunternehmen Autodesk überzeugte dagegen mit Zahlen und Ausblick, die Aktie zieht um 12,0 Prozent an. Auch Dell hat seine Jahresziele erhöht. Allerdings liegt der Ausblick des Computerbauers für das laufende Quartal unter den Erwartungen. Das drückt den Kurs um 9,9 Prozent.
Gerresheimer wechselt Finanzchef aus - Aktie steigt
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten hat unter anderem Gerresheimer gesorgt. Der Verpackungshersteller tauscht überraschend seinen unter Druck geratenen Finanzchef aus. Die Aktie rückte nach der Ankündigung um 2,1 Prozent vor.
Dax-Stand von 23.500 ist möglich
Der Dax kämpft mit der Marke von 24.000 Punkten. Im Tagestief stand der Index bei 23.942 und notiert aktuell wenig verändert bei 24.021. "Vor dem Wochenende könnte es dem Index schwerfallen, erneut so viele Schnäppchenjäger zu motivieren, den Markt wieder über diese Barriere zurückzukaufen", so Analysten von Robomarkets. Lasse die Kauflaune auf einem erreichten Kursniveau nach, müsse der Markt auf tieferem Terrain neue Kraft für einen weiteren Anstieg sammeln. Sollten die 24.000 nachhaltig fallen, liegt die nächste Haltelinie bei 23.500.
US-Zinssenkungswetten nehmen nach Inflationsdaten zu
An den Terminmärkten nehmen die Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed zu. Händler sehen die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt im September nun bei etwa 90 Prozent. Vor der Veröffentlichung von Inflationsdaten hatte sie bei rund 85 Prozent gelegen. Der PCE-Index, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, stieg im Juli zum Vorjahresmonat wie erwartet um 2,6 Prozent.
"Man kann dies als ein weiteres Risiko abhaken, das eine Zinssenkung im September möglicherweise verhindern könnte", sagt Michael Lorizio, Leiter des US-Zinshandels von Manulife Investment. Die Aktienmärkte in Europa und die US-Futures grenzen ihre Verluste ein. Der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent auf 98,080 Punkte.
Zollgegenwind belastet Caterpillar - Aktie unter Druck
Höhere Zollbelastungen trüben die Stimmung bei Caterpillar. Die Aktien des US-Industriemaschinen-Herstellers verlieren im vorbörslichen US-Geschäft rund drei Prozent. Caterpillar rechnet nun mit einer Belastung durch Zölle in Höhe von 1,5 bis 1,8 Milliarden Dollar in diesem Jahr, zuvor wurden bis zu 1,5 Milliarden Dollar veranschlagt.
"Unsere Sorge bleibt, dass Caterpillar und die Baumaschinenbranche bisher wenig bis gar keine Fähigkeit gezeigt haben, Zölle weiterzugeben", sagt Angel Castillo, Analyst bei Morgan Stanley. Das Thema des stärker werdenden Zollgegenwinds werde sich auch im dritten Quartal fortsetzen, sagt BofA Securities-Analyst Michael Feniger.
Wichtiger Inflationsindikator der Fed stagniert im Juli
Eine wichtige US-Inflationsrate hat sich im Juli stabil entwickelt, was das Feld für eine Zinssenkung der US-Notenbank im September bereiten könnte. Das von der Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), lag um 2,6 (Vormonat: 2,6) Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Bureau of Economic Analysis mitteilte. Ökonomen hatten eine Jahresrate von 2,6 Prozent erwartet. Die Fed strebt eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an. Im Monatsvergleich stieg der PCE-Preisindex um 0,2 (0,3) Prozent. Die Prognose hatte auf 0,2 Prozent gelautet.
In der Kernrate ohne die Komponenten Nahrung und Energie erhöhte sich der Index um 2,9 (2,8) Prozent auf Jahres- und 0,3 (0,3) Prozent auf Monatssicht. Ökonomen hatten Raten von 2,9 und 0,3 Prozent erwartet.
Geschäftsklima im Einzelhandel trübt sich weiter ein
Die Stimmung im deutschen Einzelhandel hat sich im August den dritten Monat in Folge eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima sank um 1,1 Zähler auf minus 24,0 Punkte, wie das Ifo-Institut zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Die Einzelhändler beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage erneut etwas zurückhaltender. Die Erwartungen für die nächsten Monate haben sich leicht verbessert, bleiben aber auf eingetrübtem Niveau. "Die konjunkturelle Erholung kommt noch nicht in Fahrt", sagte Ifo-Experte Patrick Höppner. "Auch im Einzelhandel lässt ein Stimmungsumschwung weiter auf sich warten."
Marvell droht Börsenwertverlust von zehn Milliarden Dollar
Ein schwacher Ausblick des US-Chipherstellers Marvell Technology vergrault die Anleger. Die Aktien stürzen im vorbörslichen US-Geschäft nunmehr um 15 Prozent ab, was den Börsenwert bei Eröffnung um knapp zehn Milliarden Dollar drücken würde. Die Nachfrageprognose für Rechenzentren blieb aufgrund unregelmäßiger Verkäufe seiner maßgeschneiderten KI-Chips hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. Marvell mangele es im Vergleich zu Konkurrenten an Größe, sagt Analyst Kinngai Chan von Summit.
Deutsche Inflationsrate steigt erstmals in diesem Jahr
Der Preisdruck in Deutschland hat im August zum ersten Mal in diesem Jahr zugenommen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um durchschnittlich 2,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Juli und Juni lag die Inflationsrate noch bei jeweils 2,0 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 2,1 Prozent gerechnet.
Erneut billiger wurde Energie: Sie kostete 2,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (Juli: -3,4 Prozent). Dienstleistungen verteuerten sich im Schnitt um 3,1 Prozent (Juli: +3,1 Prozent). "Hier spielen die Lohnzuwächse, die im historischen Vergleich weiter überdurchschnittlich ausfallen, eine wichtige Rolle", sagte der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, Cyrus de la Rubia. Nahrungsmittel kosteten 2,5 Prozent (Juli: +2,2) mehr.
"Der leichte Anstieg der Inflationsrate ist alles andere als ein Aufreger", sagte Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe: "Basiseffekte bei Energie und Nahrungsmitteln sorgen für den Inflationsanstieg. Die gute Nachricht ist also die, dass der Inflationsduck nicht größer geworden ist. Alles in allem bleibt die Inflation eingefangen. Dies auch deshalb, weil das Warenangebot durch die US-Marktabschottung größer geworden ist. Auch wenn der Euro kräftig mithilft, sind Inflationsraten unter 2,0 Prozent vorerst dennoch eher kein Thema. Die deutsche Vorgabe zeigt der EZB, dass sie ihre Zinspause im September beibehalten kann."
Spekulationen auf neue Steuer - Aktien britischer Banken tiefrot
Die Aussicht auf eine mögliche neue Steuer schickt die Aktien britischer Großbanken auf Talfahrt. Die Papiere von Natwest, Lloyds und Barclays verlieren zwischen gut vier und fast sechs Prozent. Die Londoner Denkfabrik Institute for Public Policy Research (IPPR) hatte der britischen Regierung eine Besteuerung der Zinsen empfohlen, die Banken für ihre Einlagen bei der Zentralbank Bank of England (BoE) erhalten. Aus dem Anleihekaufprogramm der BoE fließen den Banken derzeit rund 22 Milliarden Pfund (26 Milliarden Euro) pro Jahr zu. "Was als Konjunkturprogramm begann, ist nun eine massive Verschwendung von Steuergeldern", erläuterte Carsten Jung, Chefökonom bei der IPPR.
Masterclasses Finanzen von ntv und "Capital"
Anlegen, kaufen, erben: Am 16. Oktober teilen Expertinnen und Experten von ntv und "Capital" ihr Finanzwissen am Rande des Vermögensaufbau-Gipfels in Frankfurt am Main - oder online. Wer wissen möchte, wie man effizient und sicher ETFS plant, Immobilien finanziert und Erbschaften verwaltet, ist herzlich eingeladen.
Die drei themenspezifischen Masterclasses bieten in nur 50 Minuten kompakte Impulse, praxisnahe Rechenbeispiele und konkrete Tipps. Mit dabei sind renommierte Hosts wie Lisa Hassenzahl von Her Family Office, Katarina Ivankovic vom iib-Institut und Stefan Skulesch von SKW Schwarz. Moderiert werden die Sessions von erfahrenen Finanzjournalistinnen und -journalisten wie Sabrina Marggraf und Raimund Brichta von ntv. Interessiert? Hier geht’s zur Anmeldung.
Neues vom Geldmarkt
Bei einem vergleichsweise ruhigen Geschäft präsentieren sich die Sätze am europäischen Geldmarkt kaum verändert. Auch in der kommenden Woche sollte sich daran wenig ändern. Eine Zinssenkung durch die EZB per September ist am Terminmarkt nahezu ausgepreist. Im Fokus stehen heute die Verbraucherpreise aus der Eurozone. Die jährliche Inflationsrate in Frankreich ist im August weiter zurückgegangen, sodass die Wahrscheinlichkeit einer neuerlichen EZB-Zinssenkung im nächsten Monat eher gering bleibt.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), 1-Monats-Geld: 1,92 - 2,10 (1,92 - 2,10), 3-Monats-Geld: 1,95 - 2,16 (1,94 - 2,15), 6-Monats-Geld: 2,02 - 2,27 (2,03 - 2,26), 12-Monats-Geld: 2,04 - 2,30 (2,08 - 2,28), Euribors: 28.08 27.08. 3 Monate: 2,0470 2,0320, 6 Monate: 2,0690 2,0620, 12 Monate: 2,1150 2,1010
Huawei vermeldet Gewinneinbruch
Der chinesische Technologiekonzern Huawei hat wegen höherer Ausgaben für Forschung und Entwicklung einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das Unternehmen verdiente von Januar bis Juni nach Angaben vom Freitag unter dem Strich mit umgerechnet 4,44 Milliarden Euro fast ein Drittel weniger als vor Jahresfrist. Der Umsatz verbesserte sich zeitgleich um vier Prozent auf gut 51 Milliarden Euro. Das ist das beste Ergebnis für ein erstes Halbjahr seit dem gleichen Zeitraum 2020.
Dax unter 24.000
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bislang im roten Bereich notiert. Am Mittag gab der Leitindex um 0,5 Prozent auf 23.922 Punkte nach. Der EuroStoxx50 verlor 0,6 Prozent auf 5362 Stellen. Der Euro lag bei 1,1671 US-Dollar.
Aktie von US-Halbleiterkonzern stürzt vorbörslich ab
Zum Start in den heutigen Handel zeichnen sich an den US-Börsen Gewinnmitnahmen ab. Nachdem der S&P-500 am Donnerstag ein Rekordhoch erreichte, notiert der Future auf den Index vorbörslich 0,4 Prozent niedriger. Der Nasdaq-Future fällt um 0,6 Prozent. Anleger warten gespannt auf die Veröffentlichung des PCE-Index, der als wichtigstes Inflationsmaß der US-Notenbank gilt. Von ihm erhoffen sich die Investoren Aufschluss über den künftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve. Derzeit preisen die Märkte eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im September mit einer Wahrscheinlichkeit von 82,6 Prozent ein.
Unter den Einzelwerten brechen die Aktien von Marvell Technology vorbörslich um fast 13 Prozent ein. Die Geschäftszahlen des Halbleiterkonzerns entsprachen zwar den Erwartungen, doch enttäuschte der Ausblick.
NRW-Industrie hat zu kämpfen - Umsätze gehen zurück
Die Industrieunternehmen in Nordrhein-Westfalen mussten im ersten Halbjahr teils deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen. Zugleich gingen die Beschäftigungszahlen zurück. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilte, wurden 174 Milliarden Euro erwirtschaftet, 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Minus war dabei im Inland (3,0 Prozent) deutlicher als im Auslandsgeschäft (2,3).
Besonders starke Rückgänge gab es in der Kraftfahrzeugindustrie (minus 8,5 Prozent). In der Metallerzeugung gingen die Umsätze um 5,9 Prozent zurück, in der Chemie um 1,3 und im Maschinenbau um 0,9 Prozent. Die Beschäftigungszahl sank insgesamt um zwei Prozent auf gut eine Million Menschen. Den größten Rückgang gab es auch hier in der Kfz-Industrie mit einem Minus von 9,3 Prozent auf knapp 58.000 Beschäftigte. Die Umsatzzahlen sind nicht preisbereinigt, betrachtet wurden Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten.
Inflation steigt in mehreren Bundesländern
In Deutschland zeichnet sich erstmals in diesem Jahr ein Anstieg der Inflation ab. In Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen zogen die Verbraucherpreise im August um bis zu 2,5 Prozent zum Vorjahresmonat an und damit jeweils stärker als im Juli. Das teilten die Statistischen Landesämter mit. In Hessen blieb die Teuerungsrate mit 2,4 Prozent unverändert.
Das Statistische Bundesamt will auf Basis von Länderdaten um 14.00 Uhr MESZ seine erste Schätzung zur bundesweiten Entwicklung der Verbraucherpreise im August veröffentlichen. Ökonomen rechnen damit, dass die Inflationsrate auf 2,1 Prozent steigen wird. Im Juli und Juni lag sie bei 2,0 Prozent.
Flaute bei Autoaktien nutzen
Das US-Zoll-Chaos hat vor allem die Autoaktien getroffen, Wie nachhaltig diese Belastung ist und wie Anleger auch von fallenden Kursen profitieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.
Rüstungswerte gesucht - Umfeld dafür bleibt günstig
Ohne besonderen Nachrichtenfluss sind Rüstungsaktien heute gesucht. Von der Vorstellung, dass es schon bald zu einer diplomatischen Lösung im Ukraine-Konflikt kommen könnte, haben sich die Anleger verabschiedet. Auch dürfte es nicht zu einem baldigen Treffen zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj kommen. Die Deutsche Bank rechnet bis ins erste Halbjahr 2026 mit andauernd starken Auftragseingängen bei Rheinmetall. Rheinmetall gewinnen 2,7 Prozent, Hensoldt 2,5 Prozent und Renk 2,4 Prozent.
Binance setzt Futures-Handel nach Panne fort
Die weltgrößte Kryptobörse Binance hat den Handel mit Futures nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen. Der Dienst war zuvor wegen eines nicht näher beschriebenen Problems kurzzeitig ausgesetzt worden. Betroffen seien bestimmte Termingeschäfte gewesen, die in sogenannten Stablecoins abgerechnet werden. Dabei handelt es sich um an den Dollar gekoppelte Digitalwährungen. Das Problem sei nun behoben und der Handel mit allen Futures funktioniere wieder ohne Einschränkungen, teilte das Unternehmen mit.
Tausende Hotels wollen gegen Booking.com klagen
Europas Hotellerie will das Reiseportal Booking.com vor Gericht bringen. Bis zum Ablauf der Frist am 29. August haben sich mehr als 15.000 Hotels aus ganz Europa einer Sammelklage angeschlossen, wie die europäische Hotelallianz Hotrec mitteile. Ziel ist es, Schadenersatz für erzwungene Preisbindungen zwischen 2004 und 2024 zu erhalten.
Koordiniert wird die Klage von der "Stichting Hotel Claims Alliance", unterstützt von Hotrec und mehr als 30 nationalen Verbänden, darunter auch der deutsche Hotelverband IHA. Die Klageschrift wolle man bis Jahresende beim Bezirksgericht Amsterdam einreichen, so Hotrec. Laut der Klage-Website könnten Hoteliers bis zu 30 Prozent der gezahlten Provisionen zuzüglich Zinsen zurückerhalten.
Deutsche Arbeitslosenzahl sinkt saisonbereinigt im August
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im August auf bereinigter Basis wider Erwarten gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, fiel die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 9000, nachdem sie im Juli um 2000 zugelegt hatte. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 6,3 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 10.000 und eine Quote von 6,4 Prozent prognostiziert.
Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren stieg die Zahl der Arbeitslosen um 45.000 auf 3,025 Millionen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 6,4 (Juli: 6,3) Prozent.
Schaeffler-Aktie nach Hochstufung dick im Plus
Im SDax haben die Anleger bei Schaeffler zugegriffen. Die Experten der Citigroup hatten die Titel auf "Buy" nach zuvor "Neutral" hochgestuft, was den Kurs um vier Prozent nach oben trieb.
Anleger strafen KI-Profiteur ab
Marvell Technology hat mit einem schwachen Ausblick auf das laufende Quartal die Anleger verschreckt. Die Aktie des Chip-Herstellers fiel nachbörslich zunächst um acht Prozent. Als Grund für die Zurückhaltung nannte das Unternehmen die konjunkturelle Unsicherheit und Sorgen über Zölle, die die Ausgaben der Kunden und die Gesamtnachfrage belasteten.
Für das dritte Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 2,06 Milliarden Dollar, plus oder minus fünf Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit 2,11 Milliarden Dollar gerechnet. Im abgelaufenen zweiten Quartal, das am 2. August endete, erzielte Marvell einen Umsatz von 2,01 Milliarden Dollar und entsprach damit den Erwartungen der Analysten.
Marvell profitiert eigentlich vom wachsenden Bedarf an Spezialchips für Künstliche Intelligenz (KI). Die US-Zollpolitik und die damit verbundene Verunsicherung machen dem Konzern jedoch zu schaffen. Aus diesem Grund hatte das Unternehmen bereits seinen Investorentag verschoben. Vor einigen Monaten hatte Marvell zudem seine Sparte für Netzwerk-Komponenten für Automobile für 2,5 Milliarden Dollar an den deutschen Chipkonzern Infineon verkauft.
"Dax kämpft um die 24.000"
Der Dax startet mit weiteren Abgaben in das Wochenschlussgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der im gestrigen Handel mit 24.040 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell mit 24.020 Zählern über der 24.000er-Marke. "Der Dax kämpft heute wieder um die 24.000", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Im Wochenverlauf war er bereits daruntergerutscht, konnte dann aber wieder darüber schließen."
Einzelhandel mit überraschend kräftigem Umsatzminus
Der deutsche Einzelhandel ist überraschend schlecht in die zweite Jahreshälfte gestartet. Der Umsatz sank im Juli um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Inflationsbereinigt fiel der Rückgang mit real 1,5 Prozent noch größer aus. Ökonomen hatten hier nur mit einem Minus von 0,4 Prozent gerechnet, nach einem Plus von 1,0 Prozent im Juni.
Der Umsatz mit Lebensmitteln fiel real um 1,8 Prozent niedriger aus als im Juni. Der Internet- und Versandhandel verzeichnete sogar einen Rückgang von 3,8 Prozent. Der Branchenverband HDE rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von zwei Prozent. Real soll es auf einen Zuwachs von 0,5 Prozent hinauslaufen.
China setzt auf Alibaba
In engen Spannen uneinheitlich zeigen sich die Börsen in Asien und Australien. Die Märkte werden gestützt von den guten Vorgaben aus den USA. Dort wurde das BIP auf 3,3 Prozent im zweiten Quartal nach oben revidiert und die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung positiv aufgenommen. Im Fokus steht nun allerdings als wichtigster Indikator des Tages der PCE-Index am Nachmittag. Er gilt als bevorzugte Messlatte der US-Notenbank für die Inflation. Die Fed ist bei ihren Zinsentscheidungen derzeit hin- und hergerissen: "Der Fokus liegt weiterhin auf dem empfindlichen Gleichgewicht zwischen erhöhter Inflation und einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt", sagt Jim Baird, Chief Investment Officer bei Plante Moran Financial Advisors.
Besonders deutlich nach oben geht es in Shenzhen mit 0,9 Prozent. Hongkong folgt mit plus 0,6 Prozent. Gewartet wird mit Spannung auf die Quartalszahlen von Alibaba. Japans Nikkei-Index läuft mit minus 0,2 Prozent etwas hinterher. Hier belasten schwache Wirtschaftsdaten: So stieg die Kernrate der Verbraucherpreise im Raum Tokio um 0,4 Prozent zum Vormonat an. Die Arbeitslosenquote wurde mit 2,3 Prozent gemeldet, die Industrieproduktion sank im Juni um 1,6 Prozent.
In China wird mit Spannung auf die ersten Anzeichen des Handelskriegs mit den USA in den Zahlen von Alibaba geblickt. Der Online-Händler gilt als ein Indikator für das Wohlbefinden der gesamten chinesischen Wirtschaft und der Zuversicht der Konsumenten. Die Aktien sind mit mehr als 40 Prozent Plus dieses Jahr klarer Outperformer gegen den China-MSCI-Index, der nur 28 Prozent höher liegt. Aktuell steigt die Aktie um 0,7 Prozent.
Trotz KI: Dell-Ausblick schickt Aktie auf Talfahrt
Der Boom bei Servern für Künstliche Intelligenz (KI) beflügelt das Geschäft von Dell und veranlasst den US-Computerhersteller zur Anhebung seiner Jahresprognose. Die Aktie gab nachbörslich jedoch um mehr als vier Prozent nach. Grund dafür war ein Gewinnausblick für das dritte Quartal, der unter den Erwartungen der Analysten lag. Dell profitiert wie andere Anbieter von der hohen Nachfrage nach speziellen Servern, die für die rechenintensiven KI-Anwendungen benötigt werden. Am Mittwoch hatte bereits der Rivale HP dank einer anziehenden Nachfrage nach KI-PCs überraschend starke Quartalsergebnisse vorgelegt.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz zwischen 105 und 109 Milliarden Dollar, nachdem er zuvor von 101 bis 105 Milliarden Dollar ausgegangen war. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 9,55 Dollar erreichen statt der bisher prognostizierten 9,40 Dollar. Für das dritte Quartal stellte Dell jedoch einen bereinigten Gewinn von 2,45 Dollar je Aktie in Aussicht und verfehlte damit die Analystenschätzung von 2,55 Dollar. Die Umsatzprognose für das Quartal von 26,5 bis 27,5 Milliarden Dollar lag hingegen über den Erwartungen.
Im abgelaufenen zweiten Quartal übertraf Dell die Erwartungen. Der Umsatz lag bei 29,78 Milliarden Dollar und damit über den Schätzungen von 29,17 Milliarden. Der bereinigte Gewinn von 2,32 Dollar je Aktie übertraf ebenfalls leicht die Schätzungen von 2,30 Dollar.
Trump-Deal beschert Intel Milliarden
Intel hat von der US-Regierung 5,7 Milliarden Dollar für einen Anteil von zehn Prozent an dem Chipkonzern erhalten. Das Geld aus der von US-Präsident Donald Trump ausgehandelten Vereinbarung sei bereits eingegangen, sagte Finanzchef David Zinsner auf einer Investorenkonferenz. Die Beteiligung sei ein Anreiz für Intel, die Kontrolle über sein Auftragsfertigungsgeschäft (Foundry) zu behalten, erklärte Zinsner. Die Vereinbarung enthält zudem eine Option für die Regierung auf weitere fünf Prozent der Anteile, sollte Intels Beteiligung an seiner Foundry-Sparte unter 51 Prozent fallen. Zinsner sagte jedoch, er halte es für unwahrscheinlich, dass der Anteil unter diese Schwelle fallen werde.
Intel hatte zuvor die Trennung seiner Auftragsfertigung von seinem Chip-Design-Geschäft eingeleitet. Der Konzern hatte in diesem Zusammenhang erklärt, dass er für die Foundry-Sparte externe Investoren aufnehmen könnte und hat für diese einen eigenen Vorstand eingerichtet. Für den Fall einer externen Beteiligung bevorzuge Intel einen strategischen gegenüber einem Finanzinvestor, sagte Zinsner. Ein solcher Schritt stehe jedoch erst in einigen Jahren an.
US-Zölle treffen Gap - Kurs bricht ein
Kaufzurückhaltung der Kunden und die Belastungen durch US-Zölle setzen Gap zu. Der US-Bekleidungskonzern senkte seine Prognose für die operative Marge und schickte damit seine Aktie auf Talfahrt. Für das Gesamtjahr werde nun eine Marge zwischen 6,7 und 7,0 Prozent erwartet, teilte Gap mit. Darin sei ein Zolleffekt von 100 bis 110 Basispunkten enthalten. 2024 hatte die Marge noch bei 7,4 Prozent gelegen.
Im zweiten Quartal verfehlte Gap zudem die Erwartungen der Analysten. Der flächenbereinigte Umsatz stieg um ein Prozent, während Experten mit einem Plus von 2,26 Prozent gerechnet hatten. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 57 Cent jedoch die Schätzungen um zwei Cent. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent nach.
Inflation und die Unsicherheit durch die Handelspolitik der US-Regierung hätten die Konsumausgaben gebremst, hieß es. Dies erschwere es Konzernchef Richard Dickson, die Marken neu zu beleben. Während die günstigeren Marken Old Navy und Gap im Quartal bis Anfang August jeweils um ein Prozent zulegten, sanken die Umsätze bei den teureren Marken Banana Republic und Athleta.
Frankreich als Belastungsfaktor
Trotz neuer Rekordstände an der Wall Street dürfte der Dax mit kleinen Abgaben in den letzten Handelstag der Woche starten. "Frankreich lastet aktuell wie ein dunkler Schatten über den Indizes der Eurozone", sagt QC Partners. Premier Bayrou hat unlängst eindringlich davor gewarnt, dass Frankreich Zustände wie unter Liz Truss in Großbritannien drohen könnten, falls der Sparhaushalt abgelehnt werde. Aus Marktsicht relevant sind auch mögliche Bonitätsabstufungen durch die Ratingagenturen.
Mit Blick auf die Makrodaten stehen heute deutsche Inflationszahlen im Fokus. Analysten erwarten unveränderte Verbraucherpreise im August gegenüber dem Vormonat. Am Nachmittag wird dann in den USA der PCE-Preisindex veröffentlicht. Für Juli wird für die Gesamtrate ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat erwartet. Daneben wird der Chicago-Einkaufsmanagerindex veröffentlicht - dieser soll im August leicht auf 47,3 Punkte gestiegen sein.
Blackwell für China? Nvidia verhandelt
Die Verhandlungen mit der US-Regierung über den Verkauf einer leistungsreduzierten Version des neuen Blackwell-KI-Chips nach China dürften Nvidia-Chef Jensen Huang zufolge noch einige Zeit dauern. Er habe die Gespräche begonnen, sagte Huang dem Sender Fox Business News. Präsident Donald Trump verstehe jedoch, dass es den USA helfe, den Wettlauf bei der Künstlichen Intelligenz (KI) zu gewinnen, wenn die Welt ihre KI auf amerikanischer Technologie aufbaue.
Nvidia ist einer der Leidtragenden der Spannungen zwischen den USA und China. Um den militärischen und technologischen Aufstieg der Volksrepublik zu bremsen, hat die Regierung in Washington ihr Technologie-Embargo verschärft. Aus diesem Grund durfte der speziell für China entwickelte, leistungsreduzierte KI-Chip vom Typ H20 zunächst nicht mehr dorthin verkauft werden. Nvidia darf die Lieferungen wieder aufnehmen, muss dafür aber 15 Prozent der Einnahmen an die Staatskasse abführen. Trump hat signalisiert, künftig auch Ausfuhren leistungsreduzierter Blackwell-Chips zu genehmigen. Kritiker warnen, dass die Volksrepublik dadurch die USA bei der Entwicklung von KI überholen könnte.
"KI-Story gerät nicht ins Stocken"
Die asiatischen Aktienmärkte finden keine einheitliche Richtung. Aktien in China legen im Gefolge der Wall Street zu. In den USA hatten Technologiewerte für eine Rally gesorgt. Die Quartalszahlen des Chip-Konzerns Nvidia hatten zwar die hohen Erwartungen der Anleger verfehlt. Sie bestätigten jedoch, dass die Ausgaben für Infrastruktur im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) stark bleiben. "Trotz der Unsicherheit in Bezug auf China für Nvidia deuten die reinen Umsatzzahlen nicht wirklich darauf hin, dass die KI-Story insgesamt ins Stocken gerät", sagt Thomas Mathews, Marktexperte für den asiatisch-pazifischen Raum bei Capital Economics.
Der Shanghai Composite gewinnt 0,5 Prozent auf 3863,23 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 1,0 Prozent. Dagegen tendiert die Börse in Japan nach der Veröffentlichung enttäuschender Wirtschaftsdaten schwächer. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 42.642,97 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,5 Prozent niedriger bei 3073,95 Zählern.
Die Wall Street hatte am Donnerstag nach den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia neue Rekorde aufgestellt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verabschiedete sich mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 45.636,90 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 6.501,86 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,5 Prozent auf 21.705,16 Stellen an.
Japans Industrie und Handel schwächeln
Die japanische Industrieproduktion ist im Juli stärker als erwartet zurückgegangen und schürt damit Sorgen über die Konjunkturentwicklung im Land. Laut Regierungsdaten fiel die Industrieproduktion um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet. Auch der private Konsum entwickelte sich schwächer als prognostiziert: Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli im Jahresvergleich nur um 0,3 Prozent, während Ökonomen ein Plus von 1,8 Prozent erwartet hatten. Für die kommenden Monate geben die vom Wirtschaftsministerium befragten Hersteller einen gemischten Ausblick. Sie erwarten für August ein Produktionswachstum von 2,8 Prozent. Für September rechnen sie mit einem Rückgang um 0,3 Prozent.
Sorgen um Fed-Unabhängigkeit bestimmen Devisenhandel
Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed belasten den Dollar. Hintergrund sind die zunehmenden Versuche von US-Präsident Donald Trump, Einfluss auf die Geldpolitik zu nehmen.
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Greenback geringfügig auf 146,86 Yen und legt leicht auf 7,1272 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,8028 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1661 Dollar und zieht leicht auf 0,9363 Franken an.
Wie tickt die deutsche Konjunktur?
Der Dax bleibt sich in dieser Handelswoche treu: Moderate Verluste an jedem Handelstag. Gestern schloss der deutsche Börsenleitindex etwas tiefer bei 24.040 Punkten. Positive Kursimpulse kamen weder von frischen Konjunkturdaten, noch von dem jüngsten Geschäftsbericht des KI-Spezialchip-Schwergewichts Nvidia. Auf kurze Sicht sei es nun wichtig, dass der deutsche Leitindex nicht nachhaltig unter 24.000 Punkte falle, so die Landesbank Helaba. Zur Wochenmitte hatte das Börsenbarometer die viel beachtete runde Marke zeitweise unterschritten.
Heute übernehmen Konjunkturdaten das Zepter am Markt. Den Anfang macht am Morgen der Einzelhandelsumsatz, gefolgt von den Arbeitslosenzahlen und der ersten Schätzung für die Verbraucherpreise um 14.00 Uhr. Bereits um 10.00 Uhr legen mehrere Bundesländer ihre Inflationszahlen für den August vor, sodass sich bereits ein erster Trend ablesen lässt. Bei den Arbeitslosenzahlen könnte wegen der Wirtschaftsflaute in diesem Monat die Marke von drei Millionen Erwerbslosen geknackt worden sein. Experten gehen im Schnitt allerdings von 2,97 Millionen aus. In den USA stehen zudem Zahlen zum Privatkonsum an, die an den Märkten sehr aufmerksam verfolgt werden.