Der Börsen-Tag
3. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax schwebt der 26.000er Marke entgegen

Spekulationen auf vorerst ausbleibende Zinserhöhungen in den USA haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt erneut in Rekordlaune versetzt. Der Dax kletterte zum Wochenschluss in der Spitze um 0,9 Prozent auf ein Allzeithoch von 25.826,78 Punkten, den Handel verließ er 0,8 Prozent höher bei 25.779 Stellen. Schon am Donnerstag hatte der Leitindex eine Bestmarke erzielt, auf Wochensicht legte er gut vier Prozent zu. "Der Dax hat eindrucksvoll den Turbo gezündet", konstatierte Jürgen Molnar von RoboMarkets. Er steige nach einer monatelangen Konsolidierungsphase "wie Phoenix aus der Asche". Auch der EuroStoxx50 schwang sich auf zu neuen Höhen und stieg bis auf 6420,44 Zähler. Am Abend notierte er 0,9 Prozent höher bei 6419 Stellen.

Der US-Arbeitsmarkt hatte sich im Juni massiv abgekühlt und damit die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank Fed gedämpft. Laut Daten der LSEG preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 35 Prozent für eine Zinserhöhung bei der September-Sitzung ein, gegenüber 55 Prozent vor der Veröffentlichung der Daten.

Trotz der jüngsten Kursgewinne im Dax warnten einige Analysten jedoch vor zu viel Übermut. "Ob der Rekordlauf den Beginn einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung markiert oder sich am Ende nur als Strohfeuer entpuppt, bleibt angesichts der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren abzuwarten", sagte Timo Emden von Emden Research. Die Unwägbarkeiten der Geldpolitik und Geopolitik sowie die hohen Erwartungen an den KI-Sektor blieben unverändert bestehen.

Dax schwebt der 26.000er Marke entgegen
17:17 Uhr

Zuckerberg ist unzufrieden mit Metas KI-Fortschritten

Meta-Chef Mark Zuckerberg hat sich einer Tonaufnahme zufolge intern unzufrieden mit dem Fortschritt bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) geäußert. Die Entwicklung von KI-Agenten habe sich in den vergangenen vier Monaten nicht wie erwartet beschleunigt, sagte Zuckerberg demnach. Zudem sei der Konzernumbau samt massiven Stellenstreichungen nicht so reibungslos verlaufen, wie erhofft. Die Erwartungen an die neue Struktur hätten sich noch nicht erfüllt. Zuckerberg rechnet jedoch damit, dass sich die KI-Investitionen in den kommenden drei bis sechs Monaten stärker auszahlen werden. Meta wird in diesem Jahr voraussichtlich bis zu 145 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben. 

Zuckerberg ist unzufrieden mit Metas KI-Fortschritten
16:54 Uhr

"Unfassbar viele Unsicherheitsfaktoren" 

Die Börse ist immer in Bewegung. Und genau das ist es, was gerade Trader an der Börse reizt. Denn das Hin und Her der Kurse lässt sich bestens nutzen, um auf Preisveränderungen zu setzen - und das sowohl nach oben wie auch nach unten. Grund für uns, ab heute mit der Rubrik ntv Trading auf genau diesen Bereich zu schauen. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Jens Klatt von XTB.

"Unfassbar viele Unsicherheitsfaktoren" 
16:33 Uhr

Continental vor Verkauf von ContiTech an Finanzinvestor

Die Continental-Tochter ContiTech steht vor dem Verkauf an den Finanzinvestor Lonestar. Vorstand und Aufsichtsrat von Continental hätten dem Abschluss eines Kaufvertrags zugestimmt, in dem ContiTech mit vier Milliarden Euro bewertet werde, teilte Continental mit. Dem Unternehmen winke zudem ein möglicher Nachschlag von bis zu 250 Millionen Euro, wenn die Geschäfte bei ContiTech besser laufen sollten als erwartet. Eine bindende Vereinbarung über den Verkauf sei aktuell noch nicht geschlossen worden.

Reuters hatte zuvor von Insidern erfahren, dass ContiTech für rund vier Milliarden Euro an Lonestar gehe. Ursprünglich habe sich Continental einen Preis von mehr als fünf Milliarden Euro vorgestellt, sagte einer der Insider und eine weitere Person. Zuerst hatte die "Börsen-Zeitung" über den Zuschlag für Lonestar berichtet.

Continental vor Verkauf von ContiTech an Finanzinvestor
16:09 Uhr

Japaner atmen etwas auf - Yen erholt sich endlich

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(Foto: picture alliance / Zoonar)

Die aktuelle Schwäche des US-Dollar hilft dem Yen auf die Sprünge. Der Greenback verlor in der Spitze 0,3 Prozent auf 160,54 Yen. Die japanische Landeswährung erholte sich damit weiter von ihrem Anfang der Woche markierten 40-Jahres-Tief. Seit Dienstag legte sie mehr als ein Prozent zu. Gleichwohl blieben die Anleger wegen einer möglichen Yen-Intervention am Devisenmarkt in Alarmbereitschaft. Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, die Regierung in Tokio stehe in regelmäßigem Kontakt mit Washington bezüglich Devisenfragen und sei weiterhin bereit, den Yen zu stützen.

Die anhaltende Schwäche der japanischen Landeswährung bereitet den politischen Entscheidungsträgern zunehmend Kopfzerbrechen, da sie die Kosten für importierte Rohstoffe in die Höhe treibt und die Belastung für Haushalte und Unternehmen verschärft, die ohnehin schon mit höheren Energiepreisen aufgrund des Iran-Krieges zu kämpfen haben. 

Japaner atmen etwas auf - Yen erholt sich endlich
15:39 Uhr

Berlin will KNDS-Börsengang unbedingt

Die Bundesregierung besteht auf den geplanten Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS. Man habe zur Kenntnis genommen, dass der Börsengang vorerst ausgesetzt sei und "die derzeitigen Anteilhaber die Stabilisierung der Marktbedingungen abwarten wollen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. "Die Bundesregierung ... ist aber weiterhin daran interessiert, gemeinsam mit den französischen Partnern das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen." Man sei bei den Verhandlungen von der Erwartung eines erfolgreichen Börsengangs ausgegangen. "Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen weiterhin diesen Börsengang in Betracht zieht."

Die Bundesregierung habe gemeinsam mit Frankreich und den deutschen Anteilseignern Eckpunkte festgelegt, die ausgewogene Einflussrechte von Deutschland und Frankreich vorsähen. Daran wolle man auch nichts ändern, sagte Kornelius auf die Frage, ob die Konditionen Probleme für den Börsengang bereiteten. Er wolle sich nicht zu Spekulationen über die Motive von Anlegern äußern. Deutschland soll 40 Prozent an dem deutsch-französischen Unternehmen übernehmen. Mit dem Einstieg will die Bundesregierung sicherstellen, bei dem strategisch wichtigen Hersteller von "Leopard 2"- und "Boxer"-Panzern auf Augenhöhe mit dem französischen Staat zu agieren.

Berlin will KNDS-Börsengang unbedingt
15:13 Uhr

SAP-Aktie rot

Mit Abgaben von 2,5 Prozent hat die SAP-Aktie zeitweise die Verliererliste im Dax angeführt. Die Skepsis der Anleger bleibt groß. Wie JPMorgan in einer aktuellen Studie anmerkte, seien signifikante Investitionen nötig, um sicherzustellen, dass der Software-Hersteller auch in Zukunft wettbewerbsfähig sei. SAP dürfte sich durch Übernahmen stärken, was einen geringeren Margenzuwachs zur Folge haben werde.

SAP-Aktie rot
14:42 Uhr

Brichta: "Autoindustrie muss ihr Spiel komplett neu erfinden"

Die staatliche Kaufprämie und hohe Spritpreise treiben den E-Auto-Markt kräftig an: Im Juni stiegen die Neuzulassungen um 78 Prozent. Warum Deutschlands Autoindustrie trotz des Booms keinen Trainerwechsel, sondern einen grundlegenden Neustart braucht, erklärt Raimund Brichta.

Brichta: "Autoindustrie muss ihr Spiel komplett neu erfinden"
14:14 Uhr

Analyst: US-Staatsanleihen dürften sich schlechter entwickeln als andere Märkte

US-Staatsanleihen dürften sich angesichts der wirtschaftlichen Divergenz zwischen den USA und den Märkten in Übersee schlechter entwickeln als andere Märkte, schreibt Mark Dowding von BlueBay Asset Management. Dennoch äußere sich BlueBay AM weiterhin nicht klar zur Richtung bei US-Staatsanleihen. Ein gewisses Maß an geldpolitischer Straffung sei bereits in den Terminkurven eingepreist, schreibt er. Die Märkte preisen laut LSEG eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt durch die Federal Reserve im Dezember ein, wobei eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bereits im Oktober besteht.

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(Foto: picture alliance / dpa)
Analyst: US-Staatsanleihen dürften sich schlechter entwickeln als andere Märkte
13:44 Uhr

Bank: Rheinmetall-Ziele für 2030 zu ambitioniert - Aktie rot

Die US-Großbank JPMorgan (JPM) hat die Schätzungen für Rheinmetall gesenkt, um der neuen Prognose des Dax-Konzerns nach der Einstellung des F126-Fregattenprogramms Rechnung zu tragen. Der "Pre-Close Call" habe dagegen kaum größere Überraschungen gebracht. Die Gewinnschätzungen für die Jahre 2026 bis 2030 werden um 3, 6, 11, 14 und 16 Prozent gesenkt. Die zuletzt arg gebeutelte Rheinmetall-Aktie verlor 1,7 Prozent.

JPM begründet dies damit, dass sich Rüstungstechnik schneller verändere als erwartet. Auch brauche die Bundesregierung länger, um Aufträge zu erteilen. Und nicht zuletzt seien sie "klüger" geworden, was Margen und Verfolgung der Unternehmensstrategie angehe, so die Analysten. Sie halten die Unternehmensziele für 2030 für zu ambitioniert und rechnen mit einer Anpassung des Ausblicks.

Bank: Rheinmetall-Ziele für 2030 zu ambitioniert - Aktie rot
13:09 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Heute geht es am europäischen Geldmarkt ruhig zu. Impulse sind bis auf Weiteres nicht in Sicht. EZB-Präsidentin Christine Lagarde schließt einen vorzeitigen Abschied nicht aus.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 2,15 - 2,35 (2,16 - 2,25), Wochengeld: 2,13 - 2,37 (2,15 - 2,35), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,20 (2,10 - 2,35), 3-Monats-Geld: 2,30 - 2,49 (2,18 - 2,51), 6-Monats-Geld: 2,48 - 2,64 (2,49 - 2,67), 12-Monats-Geld: 2,43 - 2,58 (2,50 - 2,67), Euribors: 02.07. 01.07. 3 Monate: 2,3350 2,3120, 6 Monate: 2,5650 2,5540, 12 Monate: 2,7330 2,7270

Neues vom Geldmarkt
12:46 Uhr

Gut laufende US-Wirtschaft "ist nicht Trump geschuldet"

Goldene Zeiten verspricht Donald Trump bei seinem Amtsantritt den Arbeitern im Land. Pünktlich zum 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten blickt Volkswirtin Sandra Ebner für ntv auf die bisherigen wirtschaftlichen Errungenschaften des US-Präsidenten. 

Gut laufende US-Wirtschaft "ist nicht Trump geschuldet"
12:23 Uhr

Japan schiebt Wirtschaft mit Billionen-Investitionen an

Was sich derzeit in Japans Wirtschaft tut, hat es in diesem Ausmaß praktisch noch nicht gegeben: mit massiven Investitionen und umfangreichen Reformen setzt die Regierung in Tokio neue Wachstumsimpulse, die bis in den Billionenbereich gehen. Vor allem Zukunftstechnologien wie KI, Robotik und Halbleiter stehen dabei im Fokus. So ist es kaum erstaunlich, dass nach Bekanntgabe des Programms die Börse in Tokio deutlich nach oben geklettert ist - alleine im letzten Quartal um rund ein Drittel. Wie Anleger diese Entwicklung nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anja Schneider von der Société Générale.

Japan schiebt Wirtschaft mit Billionen-Investitionen an
12:07 Uhr

Risikostimmung stabil - Zinskurve steiler

Die Risikoprämien am europäischen Kreditmarkt treten praktisch auf der Stelle. Die europäischen Anleihemärkte bleiben unter Druck, während sich die Zinskurve von beiden Seiten versteilt. Langfristige Emissionen belasten zum einen den Markt und sorgen für steigende Renditen. Auf der anderen Seite verweisen die Zinsstrategen der Commerzbank auf EZB-Quellen, die den kurzfristigen Bereich weiterhin stützten.

Risikostimmung stabil - Zinskurve steiler
11:46 Uhr

Dax schwebt weiter - EuroStoxx auch mit Rekord

Update von der Frankfurter Börse: Nachdem der Dax am Vormittag ein neues Rekordhoch von 25.810 Punkten markiert hatte, ist er wieder zurückgekommen. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,3 Prozent höher bei 25.649 Punkten. Der EuroStoxx50 erzielte mit 6404 Stellen ebenfalls einen neuen Rekord - nun lag er 0,2 Prozent höher bei 6375 Zählern. Der Euro lag 0,2 Prozent fester bei 1,1448 US-Dollar.

Dax schwebt weiter - EuroStoxx auch mit Rekord
11:22 Uhr

Immer mehr Deutsche fahren Tesla und BYD

Der deutsche Automarkt hat zum Ende des ersten Halbjahres deutlich an Dynamik zugelegt. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, wurden im Juni 296.378 Pkw neu zugelassen und damit 15,7 Prozent mehr als im Juni des Jahres 2025. In den ersten sechs Monaten lagen die Neuzulassungen mit 1,48 Millionen Fahrzeugen um 5,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders gefragt waren im abgelaufenen Monat die Elektrowagen von Tesla und BYD. Bei Tesla lag der Zuwachs den weiteren Angaben zufolge bei 318 Prozent auf 7768 Autos, BYD kam mit einem Plus von 274 Prozent auf 6259 Fahrzeuge.

Bei den deutschen Marken erreichte Smart im Juni mit Plus von 176 Prozent das größte Zulassungsplus. Mini legte um knapp 60 Prozent zu. Aber auch BMW und Audi erzielten mit 18,6 und 17,1 Prozent zweistellige Zuwachsraten, während Mercedes und VW auf ein Plus von 5,9 Prozent kamen. Die Zulassungen von Pkw mit vollelektrischen Antrieben stiegen im vergangenen Monat um 78 Prozent. Plug-in-Hybride kamen auf ein Plus von 26 Prozent. Von Pkw mit Benzinantrieb wurden 17 Prozent weniger zugelassen. Bei Diesel-Pkw betrug der Rückgang fünf Prozent.

Immer mehr Deutsche fahren Tesla und BYD
11:08 Uhr

Explodierende Mieten: "Einfachste wäre: baut, baut, baut"

Wie kann Deutschland dem Wohnraummangel und den steigenden Mietpreisen - vor allem in Großstädten - entgegenwirken? ntv-Börsenreporter Frank Meyer sieht trotz Fachkräftemangel eine einfache Lösung - dafür brauche es aber Bürokratieabbau.

Explodierende Mieten: "Einfachste wäre: baut, baut, baut"
10:40 Uhr

Gold und Silber deutlich teurer

Gold ist auf dem besten Weg, eine volatile Woche mit Gewinnen zu beenden, nachdem schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten die Zinserhöhungserwartungen der Anleger gedämpft haben. Der Goldpreis in New York legt im frühen europäischen Handel um 1,5 Prozent auf 4184,49 US-Dollar je Feinunze zu. Der Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen fielen nach den Arbeitsmarktdaten vom Donnerstag, was wiederum die Attraktivität des zinslosen Goldes erhöhte. Gestützt werde der Goldpreis zudem dadurch, dass die Zentralbanken im Mai wieder als Käufer am Markt aufgetreten seien, schreiben die ING-Analysten Warren Patterson und Ewa Manthey. Auch mit dem Silberpreis geht es weiter hoch. Das Edelmetall verteuert sich um 2,9 Prozent auf 62,72 Dollar.

Gold und Silber deutlich teurer
10:14 Uhr

Tritt EZB-Chefin Lagarde vorzeitig ab?

EZB-Chefin Christine Lagarde hat den Willen zum Absolvieren ihrer vollen Amtszeit betont, einen vorzeitigen Rückzug von ihrem Posten jedoch nicht ausgeschlossen. Sie verwies in einem Interview der Zeitung "Les Echos" darauf, dass ihre Amtszeit bis Oktober 2027 laufe. Sie sehe ihre Aufgabe darin, die Preisstabilität zu gewährleisten. "Angesichts der Tatsache, dass wir erneut eine turbulente Phase durchleben, bin ich der Meinung, dass der Kapitän des EZB-Schiffs an Bord bleiben muss."

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Christine Lagarde ist seit November 2019 EZB-Präsidentin.

Auf die Frage, ob sie sich bei einer Beruhigung der Lage einen vorzeitigen Rückzug vorstellen könne, um sich 2027 in den französischen Präsidentschaftswahlkampf einzubringen, sagte sie: "Das ist möglich. Ich bin überzeugt, dass in der französischen Präsidentschaftsdebatte eine europäische Stimme gehört werden muss." Die "Financial Times" hatte berichtet, Lagarde wolle ihr Amt als EZB-Präsidentin vorzeitig niederlegen, um dem scheidenden französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron ein Mitspracherecht bei der Bestimmung ihrer Nachfolge zu geben. Lagardes reguläre Amtszeit läuft bis Ende Oktober 2027. 

Tritt EZB-Chefin Lagarde vorzeitig ab?
09:46 Uhr

Umsatzausfall bei Rheinmetall

Die Mitteilung von Rheinmetall zu den "möglichen Auswirkungen des Baustopps von sechs F126-Fregatten" überrasche nicht, heißt es im Handel. Vielmehr hatte die Aktie bereits vor Tagen auf die originäre Meldung deutlich reagiert. Warum das Unternehmen so lange gebraucht habe, sei verwunderlich, heißt es weiter.

Der erwartete Umsatzausfall von 300 Millionen Euro entspricht den Citi-Analysten zufolge etwa zwei Prozent des Umsatzes für 2026 und - bei angenommenen Margen von zehn bis 15 Prozent - rund ein Prozent des operativen Ergebnisses (Ebit). Da die Margenprognose für den Marinebereich (Naval) bei 15 Prozent liege - verglichen mit über 20 Prozent für den Gesamtkonzern -, schätzen die Citi-Analysten die Auswirkungen auf das Ebit im Jahr 2030 auf ein Niveau von etwa zwei Prozent.

Die Kollegen von JP Morgan haben die Gewinnschätzungen gesenkt und nennen drei Gründe: Erstens vollzögen sich Veränderungen in der Verteidigungstechnologie weitaus schneller als erwartet. Zweitens lasse sich die deutsche Bundesregierung bei der Auftragsvergabe mehr Zeit als gedacht; und drittens nehmen die Analysten eine vorsichtigere Haltung bezüglich der Umsetzungsrisiken und Margen ein. Als Reaktion auf die niedrigeren Gewinnschätzungen haben sie das Kursziel für Dezember 2027 um zehn Prozent auf 1.350 Euro gesenkt.

Umsatzausfall bei Rheinmetall
09:30 Uhr

Deutsche Rüstungsfirma vor Übernahme

Renk steht offenbar vor der Übernahme des britischen Getriebeherstellers David Brown Defence. Der Zukauf bewerte das Unternehmen aus Großbritannien mit 200 bis 250 Millionen Dollar, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine offizielle Ankündigung könnte demnach noch heute erfolgen. Renk baue mit dem Schritt sein Geschäft im Marinesektor aus und sichere sich Technologie für U-Boot-Antriebssysteme.

David Brown Defence mit Sitz im englischen Huddersfield entwickelt maßgeschneiderte Getriebesysteme für Land- und Wasserfahrzeuge. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft von David Brown Santasalo, die 2023 von Stellex gekauft wurde.

Deutsche Rüstungsfirma vor Übernahme
09:14 Uhr

Dax mit nächstem Rekord

Der Dax startet mit einem Allzeithoch ins Wochenschlussgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.780 Punkten. Im gestrigen Handel hatte er zunächst mit 25.652,82 Zählern den letzten Rekord aus dem Januar übertroffen. Am Ende war er dann mit einem Stand von 25.581 Stellen etwa 2,2 Prozent fester in den Feierabend gegangen. "Die Stimmung ist positiv", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer.

Dax mit nächstem Rekord
08:56 Uhr

Stimmungsdämpfer für deutsche Autoindustrie

Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im Juni leicht eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 21,4 Punkte, von minus 20,7 Zählern im Mai, wie das IFO-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage merklich schlechter als im Vormonat. Gleichzeitig sehen sie den kommenden Monaten deutlich weniger pessimistisch entgegen. "Der Zick-Zack-Kurs, den wir bei der Stimmung in der Automobilbranche über das Jahr 2025 beobachten konnten, hat sich dieses Jahr bislang fortgesetzt", sagte IFO-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Eine Stütze für die Branche liefert das Geschäft im Inland und im europäischen Ausland. Im Inland sei die Elektromobilität nach wie vor Wachstumstreiber, sagte Wölfl. Von Januar bis Mai 2026 wurden demnach in Deutschland knapp 284.000 rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit liegt der durchschnittliche Anteil von BEVs an allen Neuzulassungen bislang im Jahr 2026 bei knapp 24 Prozent. Von Januar bis Mai 2025 lag er bei 17 Prozent.

Stimmungsdämpfer für deutsche Autoindustrie
08:41 Uhr

Technologiewerte nach Ausverkauf gesucht

Am letzten Handelstag der Woche dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien die positiven Vorzeichen. Anleger nutzten die jüngsten Kursverluste der Technologiewerte zum Wiedereinstieg, sagen Händler. Unterstützung komme auch von nachlassenden Zinserhöhungserwartungen, nachdem die US-Arbeitsmarktdaten am Vortag von einem abkühlenden Beschäftigungsaufbau gezeugt hatten. Und nicht zuletzt setzten die Investoren weiter auf ein Ende des Iran-Kriegs.

Angeführt werden die Börsen der Region vom südkoreanischen Aktienmarkt, wo der Kospi um 4,7 Prozent zulegt. Die an den Vortagen heftig verkauften Aktien der Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix steigen um 7,6 und 5,6 Prozent. In Tokio geht es mit dem Nikkei-Index um 1,2 Prozent aufwärts. Der breiter gefasste Topix rückt um 1 Prozent vor. Auch am japanischen Aktienmarkt drehen Chipwerte nach anfänglichen Verlusten ins Plus. Unter anderem verteuern sich Kioxia um 8,2 Prozent.

An der Börse in Shanghai steigt der Composite-Index um 0,7 Prozent. In Hongkong gewinnt der Hang-Seng-Index 1,6 Prozent. Der S&P/ASX-200 legt 1,4 Prozent zu.

Technologiewerte nach Ausverkauf gesucht
08:24 Uhr

"Goldlöckchen" rückt in den Fokus

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart im Plus erwartet. Auch ohne die Unterstützung der Wall Street, die zum Wochenschluss wegen des vorgezogenen Unabhängigkeits-Feiertages geschlossen bleibt, dürfte das Aufwärtsmomentum noch anhalten. Getreu dem Motto, "den Dax in seinem Lauf, halten weder Techs noch Rheinmetall auf", wird der Index am Morgen bei 25.710 Punkten gesehen - nach einem Schluss am Vortag bei 25.581 Zählern. Damit markierte der deutsche Leitindex das nächste Allzeithoch.

Anleger setzten im Wesentlichen auf ein "Goldlöckchen-Szenario", bei dem sich die Inflation abkühle, während der Arbeitsmarkt stabil bleibe, erklärt Mark Vitner, Chefökonom bei Piedmont Crescent Capital. Dies verleihe Aktien weiter Auftrieb, ohne Ängste vor einer Konjunkturabkühlung zu schüren. "Ich denke, wir sind diesem Szenario näher als einem Fall, in dem die Fed die Zinsen aggressiv anheben muss", so Vitner. "Ich sehe einfach kein Szenario, in dem das passiert."

"Goldlöckchen" rückt in den Fokus
08:03 Uhr

VW-Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie

Mögliche Werksschließungen bei Volkswagen stoßen im Aufsichtsrat des Autokonzerns auf Widerstand. "Einfach nur Werke zu schließen, wäre viel zu kurz gesprungen. Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie", sagte Niedersachsens Vize-Regierungschefin und VW-Aufsichtsrätin Julia Willie Hamburg der dpa.

Niemand stelle den notwendigen Wandel infrage. "Im Gegenteil: Volkswagen muss sich verändern", sagte die Grünen-Politikerin. "Aber die Transformation muss den Konzern nachhaltig wettbewerbsfähiger machen und an seine Stärken anknüpfen - nicht seine industrielle Substanz schwächen."

Das "Manager Magazin" hatte berichtet, der VW-Konzern wolle seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken in Deutschland - Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm - drohe die Schließung.

VW-Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie
07:46 Uhr

Ölpreise ziehen an

Am Rohstoffmarkt verzeichnen die Erdölpreise leichte Gewinne, gestützt von den positiven asiatischen Konjunkturdaten und den nachlassenden Zinssorgen in den USA. So verteuert sich die Rohölsorte Brent aus der Nordsee um 0,6 Prozent auf 72,26 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiere ebenfalls 0,6 Prozent fester bei 69,07 Dollar.

Ölpreise ziehen an
07:28 Uhr

Lockheed Martin Favorit für Milliarden-Deal

Lockheed Martin ist offenbar der Favorit im Bieterwettstreit um den Marinespezialisten Ultra Maritime. Ein möglicher Deal könnte das Unternehmen des Finanzinvestors Advent International mit rund 3,5 Milliarden Dollar bewerten, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Die Gespräche dauerten an und eine Einigung könnte bereits in der kommenden Woche verkündet werden, hieß es weiter. Es seien jedoch noch weitere Interessenten im Rennen. Ultra Maritime ist auf U-Boot-Abwehr und Unterwasserverteidigung spezialisiert und gehört zur Gruppe Cobham Ultra, die Advent nach Übernahmen in den Jahren 2019 und 2022 geformt hatte. Rüstungsunternehmen bauen derzeit angesichts der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten ihr Angebot an Militärtechnologie aus. Die Aktien von Lockheed Martin gaben im nachbörslichen Handel leicht nach.

Lockheed Martin Favorit für Milliarden-Deal
07:10 Uhr

Asien-Anleger schichten um

Schwächere US-Arbeitsmarktdaten verleihen den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenausklang spürbaren Auftrieb. Die Aussicht auf vorerst ausbleibende Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed lockt Anleger aus der Reserve und sorgte für Kursgewinne. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans steigt um 1,3 Prozent. In Südkorea klettert der Kospi um drei Prozent nach oben. Auch in Tokio dreht der Nikkei anfängliche Verluste ins Plus und notiert zuletzt 0,74 Prozent höher bei 69.243,68 Punkten, während der breiter gefasste Topix 0,91 Prozent auf 4051,48 Zähler gewann.

Die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Jobdaten verschoben die Zinserwartungen der Händler in Richtung Oktober. "Die Zahlen stellen das Narrativ infrage, dass die Fed in der zweiten Jahreshälfte auf Kurs für eine Zinserhöhung bleibt", erklären die Analysten von Westpac. In Asien untermauern derweil positive Konjunktursignale die Kauflaune: Der Einkaufsmanagerindex für den japanischen Dienstleistungssektor signalisierte im Juni wieder Wachstum. Gleichzeitig stieg in China die Auslandsnachfrage nach Dienstleistungen so stark wie seit 20 Monaten nicht mehr, auch wenn der Sektor insgesamt etwas langsamer wuchs.

An der Börse in Tokio findet zudem eine Branchenrotation statt, bei der Anleger von hoch bewerteten Technologiewerten in zyklische Papiere umschichten. "Bestimmte Sektoren im Zusammenhang mit Halbleitern und KI bleiben heute schwach", sagt Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. "Wenn sich der Rückgang bei diesen hoch bewerteten Aktien zu verringern beginnt, ist es möglich, dass sich auch der Nikkei stabilisiert."

Asien-Anleger schichten um
06:56 Uhr

US-Tech-Konzerne bauen Dominanz aus

Der Siegeszug Künstlicher Intelligenz (KI) beschert einer Studie zufolge Technologiekonzernen anhaltend kräftige Kursgewinne. Die Marktkapitalisierung der weltgrößten Unternehmen aus dieser Branche sei seit Jahresbeginn um 30 Prozent auf 35,2 Billionen Dollar gestiegen, ergab eine Untersuchung der Unternehmensberatung EY. Insgesamt habe der Börsenwert der weltweit 100 größten Konzerne um 18 Prozent auf 61,9 Billionen Dollar zugelegt.

Auf den ersten fünf Plätzen gab es keine Veränderungen: Spitzenreiter blieb EY zufolge der Chip-Hersteller Nvidia mit einer Marktkapitalisierung von 4,846 Billionen Dollar. Dahinter lagen die Google-Mutter Alphabet, der iPhone-Anbieter Apple, das Softwarehaus Microsoft und der Online-Händler Amazon. Börsenneuling SpaceX schaffte es mit einem Börsenwert von 2,25 Billionen Dollar aus dem Stand auf Rang sechs. Der taiwanische Chip-Auftragsfertiger TSMC (1,196 Billionen Dollar) folgte direkt dahinter als erster nicht-amerikanischer Wert.

US-Tech-Konzerne bauen Dominanz aus
06:38 Uhr

Beim Yen ist Politik im Spiel

Am Devisenmarkt bleiben die Blicke auf Japan gerichtet, wo Finanzministerin Satsuki Katayama angesichts des schwachen Yen vor Interventionen warnt: "Unsere Haltung hat sich nicht geändert. Wir werden jederzeit angemessen reagieren, wenn es nötig ist." Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 161,16 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,7807 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8025 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1442 Dollar und zieht leicht auf 0,9184 Franken an.

Beim Yen ist Politik im Spiel
06:18 Uhr

iPhone-Spekulationen beflügeln Apple-Fantasie

Ein Medienbericht, wonach Apple fünf neue iPhone-Modelle auf den Markt bringen will, hat die Aktie in die Höhe getrieben. Die Papiere des US-Technologiekonzerns legten an der Wall Street mehr als vier Prozent zu. Die Wirtschaftszeitung "Nikkei Asia" hatte berichtet, Apple plane die Einführung der neuen Modelle, um trotz der Lieferengpässe bei Speicherchips Marktanteile zu gewinnen. Zudem wolle der Konzern die Produktion seiner ersten falt-Handys ausbauen.

iPhone-Spekulationen beflügeln Apple-Fantasie
05:59 Uhr

Auf Rekordstimmung folgt der Kater

Der Dax kann doch noch Rekorde: Im gestrigen Geschäft schraubte sich der deutsche Börsenleitindex bis auf 25.655,82 Punkte nach oben. Aus dem Handel verabschiedete er sich dann mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent und 25.581 Zählern.

Neben den seit mehreren Tagen fallenden Ölpreisen sorgten vor allem die Arbeitsmarktdaten aus den USA für einen positiven Impuls. Die Daten für den Monat Juni zeigten, dass sich in den Vereinigten Staaten die Einstellungsdynamik kräftig verlangsamt hat und den jüngsten Aufschwung am Arbeitsmarkt bremst. Damit hätten sich die Erwartungen an eine erste Zinsanhebung in den USA etwas nach hinten verschoben, hieß es am Markt zur Begründung.

Der heutige Wochenschluss am deutschen Aktienmarkt könnte aber ruhiger verlaufen. Die Agenda ist nahezu leer. Gleichzeitig bleibt die New Yorker Aktienbörse wegen des US-Unabhängigkeitstages geschlossen. Zwar ist erst am Samstag der 4. Juli, aber der Feiertag findet wegen des Wochenendes auch am Freitag statt und gilt unter anderem auch für Beschäftigte der Bundesbehörden. Am Wochenende sind dann große Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA geplant.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Auf Rekordstimmung folgt der Kater