Der Börsen-Tag
5. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax verzeichnet eine rote Woche

Gewinnmitnahmen bei Tech-Aktien und Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Konflikt in Nahost haben zum Wochenausklang für maue Stimmung an den Börsen gesorgt. Auch auf dem Frankfurter Parkett überwogen spätestens ab Nachmittag die Minuszeichen. Der Dax schloss 0,8 Prozent tiefer bei 24.759 Punkten, damit erlitt der deutsche Leitindex einen klaren Wochenverlust. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent tiefer bei 6067 Stellen.

"Am Ende der Handelswoche zeigt sich für Anleger ein unverändertes Gesamtbild: Der Pfad zu einem Frieden im Nahen Osten bleibt womöglich lang und steinig", sagt Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte zuletzt eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel einen Truppenabzug ausschloss. Der Iran macht ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon zur Bedingung für ein Friedensabkommen mit den USA.

Die Gewinnmitnahmen nach dem negativ aufgenommenen Finanzbericht des US-Chipkonzerns Broadcom gingen in den zweiten Tag. Die Aktien von deutschen Technologieunternehmen wie Infineon, Aixtron und Suss Microtec büßten zwischen 4,8 und 9,1 Prozent ein. Auch die Titel europäischer Rivalen gaben nach. "Da die Berichtssaison der KI-Infrastrukturunternehmen vorerst abgeschlossen ist, pausiert der entscheidende Kurstreiber stetig steigender Gewinnprognosen bis Mitte Juli", schrieben die Experten der französischen Großbank BNP Paribas.

Dax verzeichnet eine rote Woche
17:19 Uhr

KI-Ausbau treibt Kupfer auf neue Rekordstände

Ein unscheinbares Metall rückt in den Fokus der Märkte und überrascht mit neuen Höchstständen: Kupfer. Hinter der Rally steht eine deutlich steigende Nachfrage von KI-Rechenzentren, Elektromobilität und Rüstung. Gleichzeitig wächst das Angebot an Kupfer jedoch nur sehr langsam. Was bedeutet das für Märkte und Anleger? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Peter Bösenberg von der Société Générale.

KI-Ausbau treibt Kupfer auf neue Rekordstände
17:03 Uhr

Brichta zerlegt Börsen-Absteiger: BVB-Aktie "taugt allenfalls als Fanartikel"

Borussia Dortmund steht unter Druck: Die Aktie des Fußballvereins steigt in die vierte Börsen-Liga ab, und das trotz Erfolgen auf dem Platz. Börsenexperte Raimund Brichta erklärt, warum der Abstieg dennoch nicht überrascht.

Brichta zerlegt Börsen-Absteiger: BVB-Aktie "taugt allenfalls als Fanartikel"
16:39 Uhr

Pharmabranche befürchtet Liefer-Engpässe

Die Pharmabranche warnt aufgrund von steigenden Beschaffungskosten vor Liefer-Engpässen bei Medikamenten. Der Verband Pharma Deutschland teilte mit, dass Mitgliedsunternehmen von einer deutlich schwieriger und teurer gewordenen Beschaffung berichten. So gebe es "massiv steigende Kosten" bei der Lieferung von Roh- und Hilfsstoffen sowie der Beschaffung von Verpackungsmaterialien. Dazu tragen demnach auch die Kriege in der Ukraine und dem Iran bei. Bei bestimmten Wirkstoffen befürchten die Unternehmen dem Verband zufolge auch Lieferausfälle, zu Lieferverzögerungen komme es bereits. Von Produktionsausfällen sei die Branche aktuell in Deutschland aber noch nicht betroffen, hieß es.

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Noch sind die Folgen der Kriege nicht in den Apotheken angekommen, aber das könnte sich aus Sicht der Pharmabranche ändern.

"Viele Unternehmen treffen in der aktuellen Krisensituation Vorkehrungen, um weiter die notwendigen Medikamente in Deutschland zu produzieren und anbieten zu können", erklärte der Vorstandschef des Verbands, Jörg Wieczorek. "Wir stehen zu unserer Verantwortung gegenüber den Patientinnen und Patienten."

Pharmabranche befürchtet Liefer-Engpässe
16:16 Uhr

Minus an der Wall Street

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Gewinnmitnahmen im Chipsektor haben die US-Börsen belastet. Starke US-Arbeitsmarktdaten heizten zudem die Spekulationen auf steigende Zinsen an. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,3 Prozent auf 51.407 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um ein Prozent auf 7510 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte um 1,7 Prozent auf 26.380 Punkte ab.

Nvidia fielen um 2,1 Prozent, während Intel, Micron, AMD und Broadcom zwischen 4,2 Prozent und 5,5 Prozent nachgaben. Kursgewinne bei Halbleiteraktien hatten die Rekordrally an den US-Märkten maßgeblich befeuert. Seit Jahresbeginn hat der Nasdaq-Index rund 16 Prozent zugelegt. Auf Talfahrt gingen Lululemon. Wegen einer schwächelnden Nachfrage und harter Konkurrenz schraubte das Unternehmen seine Prognosen für das Gesamtjahr herunter. Die Papiere verloren rund zwölf Prozent.

Minus an der Wall Street
15:53 Uhr

DIHK: Konjunkturflaute trifft nun auch Dienstleister "mit voller Wucht"

Die schwache Konjunktur in Deutschland trifft zunehmend die Servicebranche. "Strukturelle Probleme, hohe Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten erreichen nun auch die Dienstleister mit voller Wucht", sagte DIHK-Experte Dirk Binding zur jüngsten Konjunkturumfrage Kammer unter mehr als 11.000 Dienstleistungsfirmen. Viele Dienstleistungsunternehmen von der Logistik über die Werbebranche bis zur IT arbeiteten für große Industrie- und Gewerbekunden. "Geht es diesen schlecht, kommt das zeitverzögert auch bei Dienstleistern an."

Doch auch die personenbezogenen Dienstleistungen rund um Gesundheit, Tourismus, Kultur und Verkehr geraten demnach stärker unter Druck. "Die geschwächte Kaufkraft und Unsicherheit der Verbraucher drücken die Nachfrage", erklärte Binding. "Hinzu kommen steigende Energie- und Rohstoffpreise infolge des Nahostkonflikts, die auch die Dienstleister hart treffen", betonte der DIHK-Bereichsleiter für Digitale Wirtschaft, Infrastruktur und Regionalpolitik.

DIHK: Konjunkturflaute trifft nun auch Dienstleister "mit voller Wucht"
15:28 Uhr

Starke US-Jobdaten kurbeln Wetten auf steigende Zinsen im Dezember an

Der überraschend starke US-Stellenaufbau hat die Spekulationen auf steigende Zinsen zum Jahresende angetrieben. An den Anleihemärkten kletterten die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries im Zuge dessen auf 4,53 Prozent von zuvor 4,471 Prozent. Die Verzinsung der Papiere mit zweijähriger Laufzeit zog um 5,6 Basispunkte auf 4,105 Prozent an. Der Euro sank auf 1,1610 Dollar von zuvor 1,1640 Dollar. Die US-Aktienfutures und der Goldpreis weiteten ihre Verluste aus.

Starke US-Jobdaten kurbeln Wetten auf steigende Zinsen im Dezember an
15:00 Uhr

Riskante Wette: Navidi warnt vor Musks SpaceX-Aktie

Während der geplante Börsengang von SpaceX seine Schatten vorauswirft, gibt Finanz- und USA-Expertin Sandra Navidi zu bedenken: Eine Investition in das Unternehmen ist hochspekulativ, sehr von Elon Musk abhängig und schlechter abgesichert als andere Investments.

Riskante Wette: Navidi warnt vor Musks SpaceX-Aktie
14:48 Uhr

US-Arbeitsmarkt überrascht positiv - deutlich mehr neue Jobs als erwartet

Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg doppelt so viele Jobs entstanden wie erwartet. Unter dem Strich wurden 172.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie aus dem Bericht der Regierung hervorgeht. Ökonomen hatten nur einen Anstieg um 85.000 erwartet. Zudem waren im April sogar 179.000 Arbeitsplätze hinzugekommen und nicht - wie ursprünglich gemeldet - nur 115.000. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 Prozent. Ökonomen zufolge dürfte der seit dem 28. Februar währende Krieg der USA und von Israel gegen den Iran viele Unternehmen verunsichern, was bislang aber noch nicht groß auf den Arbeitsmarkt ausgestrahlt hat. Sie sehen ihn derzeit in einer Phase, die als "Slow Hire, Slow Fire" bezeichnet wird.

"Der Arbeitsmarkt liefert erneut kräftig ab, auch der Vormonatswert wurde angehoben", sagte Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe: "Der solide Beschäftigungszuwachs passt zur Wirtschaft, die trotz des Iran-Kriegs dynamisch wächst. Der Arbeitsmarkt ist derzeit nicht ein Problem für die US-Notenbank. Die Fed dürfte ihren Fokus eher weiter auf die gestiegene Inflation richten. Damit sind Zinserhöhungen ein Thema, nicht Zinssenkungen. Für eine Zinserhöhung ist aber ein dickes Brett zu bohren. Stand jetzt dürfte sich hierfür sobald nur schwer eine Mehrheit finden."

US-Arbeitsmarkt überrascht positiv - deutlich mehr neue Jobs als erwartet
14:32 Uhr

Cooper-Kontaktlinsen verkaufen sich gut - Aktie steigt

Eine starke Nachfrage nach Kontaktlinsen von Cooper Companies schiebt die Aktien des Herstellers im vorbörslichen US-Handel um knapp fünf Prozent an. Umsatz und Gewinn übertrafen im zweiten Quartal die Erwartungen. Die Analysten von Morningstar äußerten sich positiv: "Mit einem der breitesten Portfolios auf dem Markt, das sowohl Premium- und preisgünstige Kontaktlinsen als auch Produkte zur Verlangsamung der Kurzsichtigkeit umfasst, ist Cooper unserer Ansicht nach gut positioniert, um nachhaltiges Wachstum zu erzielen."

Cooper-Kontaktlinsen verkaufen sich gut - Aktie steigt
14:15 Uhr

Scout24-Aktie nach Hochstufung stark

Scout24 setzen die jüngste Aufwärtsbewegung fort und liegen mit plus 4,1 Prozent 77,55 Euro an der Dax-Spitze. Das Sentiment für das Papier hat sich zuletzt verbessert. Am Donnerstag hat die US-Bank Goldman Sachs die Aktie mit einem Kursziel von 105 Euro zum Kauf empfohlen. Die Anleger setzen auf eine Wachstumsbeschleunigung. Trotz der jüngsten Kursgewinne liegt das Papier seit Jahresbeginn noch immer knapp zehn Prozent hinten.

Scout24-Aktie nach Hochstufung stark
13:50 Uhr

Gewinnmitnahmen an der Wall Street erwartet

 Vorfeld der möglicherweise richtungweisenden Arbeitsmarktdaten für Mai, deuten sich zum Start an der Wall Street Kursverluste an - insbesondere im Technologiebereich. Zum einen scheint sich die Neigung zu verstärken, Gewinne mitzunehmen, zumal nachdem Broadcom am Mittwoch mit dem Ausblick enttäuscht hatte. Zum anderen werden der anstehende Börsengang von SpaceX und die Kapitalerhöhung von Meta in naher Zukunft in Summe wohl bis zu 160 Milliarden Dollar aufsaugen. Das Geld dürfte zum Teil auch durch den Verkauf anderer Technologieaktien aus den Portfolios aufgebracht werden müssen.

Ein Kursrutsch zeichnet sich bei Lululemon Athletica ab. Nachdem der Hersteller von Freizeitbekleidung seine Jahresprognose gesenkt hat, knickt die Aktie auf Nasdaq.com um knapp 13 Prozent ein.

Gewinnmitnahmen an der Wall Street erwartet
13:26 Uhr

Taco Bell kommt nach Deutschland

Ein bayerischer Gastronom will die ersten frei zugänglichen Schnellrestaurants der US-Kette Taco Bell in Deutschland eröffnen. Pachtverträge für zwei Restaurants in München sind unterschrieben, wie der Unternehmer Christian Lehmann mitteilte. Insgesamt seien in den nächsten fünf Jahren 15 Standorte in München, Nürnberg und Passau geplant. Zuvor berichteten mehrere Medien.

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(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Taco Bell ist mit gut 8000 Restaurants und "Tex Mex"-Küche - kurz für Texas/Mexiko - in den USA eine etablierte Größe, außerhalb der Vereinigten Staaten betreibt die Kette bisher rund 1000 Restaurants. Zum Mutterkonzern Yum Brands gehören neben Taco Bell auch Pizza Hut und KFC, besser bekannt unter dem früheren Namen Kentucky Fried Chicken.

Taco Bell kommt nach Deutschland
13:00 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Deutlich belebt zeigt sich der Euro-Geldmarkt in Frankfurt. Nach dem Feiertagshandel am Donnerstag nimmt das Geschäft zu. Im Blick steht nun ausschließlich die EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag. Alle Disponenten setzen weiter auf eine Erhöhung um 25 Basispunkte und eine Betonung der "Datenabhängigkeit". Die EZB steht vor der schwierigen Entscheidung, die Inflation zu bekämpfen, aber die schwache Konjunktur nicht abzuwürgen.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,83 - 2,13 (1,83 - 2,13), 1-Monats-Geld: 2,21 - 2,51 (2,10 - 2,28), 3-Monats-Geld: 2,14 - 2,44 (2,13 - 2,43), 6-Monats-Geld: 2,58 - 2,78 (2,48 - 2,78), 12-Monats-Geld: 2,64 - 2,76 (2,70 - 2,87), Euribors: 03.06. 02.06. 3 Monate: 2,2990 2,2760, 6 Monate: 2,5490 2,5400, 12 Monate: 2,8010 2,7860

Neues vom Geldmarkt
12:32 Uhr

Minicomputerhersteller-Aktie geht durch die Decke

Eine angehobene Gewinnprognose hat den Aktien des Minicomputerherstellers Raspberry Pi ein Kursfeuerwerk beschert. Die Papiere des britischen Unternehmens klettern an der Börse in London um bis zu 26,4 Prozent auf 1041 Pence und sind damit zeitweise so teuer wie nie. Der bereinigte Gewinn für das Gesamtjahr 2026 werde deutlich über den Markterwartungen liegen, teilte Raspberry Pi mit. Hintergrund ist die hohe Nachfrage von Industriekunden nach den kreditkartengroßen Einplatinencomputern, die unter anderem in der Fabrikautomatisierung und Robotik eingesetzt werden. Das Unternehmen kämpft jedoch mit steigenden Kosten und einer Knappheit bei Speicherchips, die durch den weltweiten KI-Boom angeheizt wird.

Minicomputerhersteller-Aktie geht durch die Decke
12:09 Uhr

Dax versucht sich an 25.000er-Marke

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bislang nur kurzzeitig die 25.000-Zähler-Marke überspringen können. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,1 Prozent höher bei 24.971 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,1 Prozent auf 6100 Stellen. Der Euro lag 0,2 Prozent fester bei 1,1638 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI sanken nur geringfügig.

Dax versucht sich an 25.000er-Marke
11:46 Uhr

Techwerte tiefrot

Mit Abgaben von knapp zwei Prozent führen Technologieaktien die Verliererliste in Europa an. Es belasten negative Vorgaben aus Asien. Dort ist der KI-lastige Kospi mit Gewinnmitnahmen um 5,5 Prozent eingebrochen. Auslöser dürfte der Kurseinbruch von Broadcom gewesen sein. Der Ausblick des Chipherstellers überzeugte nicht und sorgte für Unsicherheiten über die Nachhaltigkeit des KI-Booms. Infineon verlieren 6,7 Prozent, Suss Microtec 6,5 Prozent, Aixtron 4,2 Prozent oder ASML 3,1 Prozent.

Techwerte tiefrot
11:25 Uhr

Frankreich und Irland drücken Euroraum-BIP runter

Die Wirtschaft der Eurozone ist im ersten Quartal geschrumpft. Ausschlaggebend dafür waren Produktionsrückgänge in Irland und Frankreich. Dies erschwert die Aufgabe der Europäischen Zentralbank, die die steigende Inflation eindämmen will, ohne die Konjunktur übermäßig zu belasten. Das Bruttoinlandsprodukt in dem 21 Länder umfassenden Währungsraum fiel in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 um 0,2 Prozent, wie die Statistikbehörde der Europäischen Union, Eurostat, mitteilte. Dies ist schwächer als das Mitte Mai für diesen Zeitraum gemeldete Wachstum von 0,1 Prozent.

Dies war das erste Quartal mit einer Kontraktion seit dem vierten Quartal 2022. Damals waren die Energiepreise nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine in die Höhe geschossen.

Frankreich und Irland drücken Euroraum-BIP runter
11:07 Uhr

Vernichtende EY-Analyse: "Autobauer müssen jetzt Gas geben"

Die Lage der deutschen Autobauer bleibt angespannt. Zwar steigt der Überschuss deutlich, doch sinkende Erträge, schwache Auslandsmärkte und hohe Kosten belasten die Bilanz. Auch der Markt in China schwächelt spürbar. ntv-Reporterin Nancy Lanzendörfer berichtet von der Frankfurter Börse.

Vernichtende EY-Analyse: "Autobauer müssen jetzt Gas geben"
10:45 Uhr

Anthropic schlägt Pause im KI-Wettlauf vor

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Anthropic-Chef Dario Amodei bei einer Veranstaltung im Mai. (Foto: picture alliance/dpa)

Der OpenAI-Rivale Anthropic bringt eine Pause bei der Entwicklung leistungsstarker Künstlicher Intelligenz ins Gespräch. "Wir glauben, dass es gut für die Welt wäre, die Option zu haben, die Entwicklung besonders fortgeschrittener Modelle zu verlangsamen oder zu pausieren", hieß es in einem Blogeintrag des KI-Entwicklers. Ziel wäre, in dieser Zeit gesellschaftliche Strukturen anzupassen sowie die Forschung voranzutreiben, die sicherstellen soll, dass Künstliche Intelligenz im Interesse der Menschen agiert.

Anthropic räumte ein, dass für einen solchen Schritt ein Einvernehmen der großen KI-Entwickler notwendig wäre. Bisher ist in der Branche keine Bereitschaft dazu zu erkennen. Die Unternehmen überbieten sich eher mit Plänen, hunderte Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur wie gewaltige Rechenzentren zu investieren.

Anthropic schlägt Pause im KI-Wettlauf vor
10:17 Uhr

Kryptowährungen fallen stark - Ausverkauf hält an

Bitcoin fällt zum Ende einer für Kryptowährungen verlustreichen Woche auf ein Viermonatstief. Ether erreicht ein Jahrestief und Solana ein Zweieinhalbjahrestief. Digitale Vermögenswerte sind unter Druck geraten, weil die Unsicherheit über den Iran-Krieg und die Abflüsse aus börsengehandelten Kryptofonds belasten. Die Ankündigung von Strategy vom Montag, dass das Unternehmen zum ersten Mal seit 2022 Bitcoin verkauft hat, hat die Stimmung ebenfalls getrübt. Darüber hinaus haben die jüngsten robusten US-Daten die Erwartung verstärkt, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben könnte. Der US-Arbeitsmarktbericht am frühen Nachmittag MESZ könnte diese Erwartungen beeinflussen. Bitcoin fällt zeitweise auf bis zu 61.117 US-Dollar, Ether auf bis zu 1627 Dollar und Solana erreicht ein Tief von 63,840 US-Dollar.

Kryptowährungen fallen stark - Ausverkauf hält an
10:05 Uhr

Ägypten wirft Staatsfirmen an die Börse

Ägypten will nach einer Währungskrise mit dem Börsengang von bis zu vier Staatsfirmen und einem Bürokratieabbau seine Wirtschaft ankurbeln. Das sagte der Minister für Investitionen und Außenhandel, Mohamed Farid Saleh. Geplant seien Reformen, um die Gründung von Unternehmen und die Kapitalbeschaffung sowie die Verfahren für Fusionen und Übernahmen zu vereinfachen.

Das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt erholt sich nur langsam von einer schweren Währungskrise. Dabei hilft ein an Reformen geknüpftes Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) von acht Milliarden Dollar. Dieses sieht eine Liberalisierung des Wechselkurses, eine Straffung der Fiskalpolitik und eine Zurückdrängung des staatlichen Einflusses auf die Wirtschaft vor. Der IWF hatte den Fortschritt bei der Reduzierung des überdimensionierten staatlichen Sektors jedoch als langsamer als erwartet bezeichnet.

Als konkreten Schritt nannte Saleh nun die im März angekündigten Pläne, einen Anteil von bis zu 20 Prozent am Versicherer Misr Life Insurance zu verkaufen. Das war seit mehr als 15 Jahren versprochen worden. Zusätzlich zu den Staatsbetrieben erwarte er in den kommenden zwölf Monaten vier bis fünf Börsengänge von Privatunternehmen.

Ägypten wirft Staatsfirmen an die Börse
09:49 Uhr

Ölpreise ziehen wieder an

Am Rohstoffmarkt klettern die Ölüpreise wieder. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,8 Prozent auf 95,77 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,4 Prozent fester bei 93,44 Dollar. Wegen der Sorgen vor einem anhaltenden Energieschock durch den Nahostkonflikt steuern die Preise auf einen Wochengewinn zu. Analyst Kristian Kerr von LPL Financial sagte, die Märkte unterschätzten die Komplexität, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen.

Ölpreise ziehen wieder an
09:31 Uhr

Nvidia-Chef setzt auf Robotik

Nvidia-Chef Jensen Huang sieht in der Robotik den nächsten großen Wachstumsmarkt in Südkorea. "Südkorea hat viele Sektoren, in die man investieren kann", sagte er.. "Die Robotik wird hier in Korea der nächste große Sektor sein."

Nvidia werde mit südkoreanischen Unternehmen in den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz (KI) zusammenarbeiten, erklärte Huang weiter. Da Südkorea ein weltweites Produktionszentrum sei, könne man die Robotik-Technologie und die physische KI-Technologie hier für die Industrie anwenden. Auch die Herstellung von Halbleitern werde in Zukunft zunehmend von Robotik und KI gesteuert werden. "Daher haben wir die große Chance, auch mit den hiesigen Halbleiterunternehmen zusammenzuarbeiten."

Nvidia-Chef setzt auf Robotik
09:15 Uhr

Dax steuert auf Verlustwoche zu

Der Dax startet auch zum Wochenschluss schwächer in den Handel. Der deutsche Börsenleitindex, der gestern mit 24.945 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.855 Zählern und steuert auf einen Wochenabschlag zu. Ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer verweist auf wieder anziehende Ölpreise und Gewinnmitnahmen vor allem bei Technologiewerten an der Wall Street und in Asien. 

Dax steuert auf Verlustwoche zu
08:58 Uhr

Hier greifen Anleger vorbörslich zu

Unternehmensnachrichten sind dünn gesät. Viscom hat seine Prognose für den Auftragseingang für das laufende Geschäftsjahr erhöht angesichts eines Großauftrags für Anwendungen in der Batteriezelleninspektion. Der Kurs macht vorbörslich einen Sprung um rund neun Prozent.

Hier greifen Anleger vorbörslich zu
08:39 Uhr

Gewinnmitnahmen im Technologiesektor

Die Gewinnmitnahmen insbesondere bei Chipaktien und Papieren von Unternehmen, die im Zuge der KI-Rally deutlich zulegten, verstetigen sich. Zugleich berichten Marktteilnehmer von Umschichtungen in zyklische Aktien, wie bereits an der Wall Street zu beobachten. Das sorgt an den Börsen in Ostasien unter dem Strich für Verluste.

Am besten lässt sich das im südkoreanischen Seoul ablesen, wo der besonders technologielastige Kospi um 5,2 Prozent einknickt. In Tokio verliert der Topix dagegen nur 0,2 Prozent, der etwas technologielastigere Nikkei kommt mit 0,7 Prozent etwas stärker zurück. In Japan bremsen auch zunehmende Spekulationen, dass die Notenbank des Landes bei ihrem Treffen Mitte des Monats die Zinsen anheben dürfte. Dazu trägt auch ein im Mai beschleunigtes Wachstum der Löhne bei. Der HSI in Hongkong gibt 0,8 Prozent ab, der Leitindex in Sydney 0,6 Prozent. Shanghai führt wie so oft ein Eigenleben, dort geht es um 0,4 Prozent leicht nach oben.

Unter den Einzelwerten knicken in Seoul die Highflyer-Aktien Samsung Electronics um 6,4 Prozent und SK Hynix um 8,4 Prozent ein. Laut Händlern tragen zu den Gewinnmitnahmen Aussagen des Arbeitsministers bei, wonach die größten Technologieunternehmen des Landes mehr von ihren KI-Gewinnen mit Zulieferern, Subunternehmern und Arbeitnehmern teilen sollten.

Gewinnmitnahmen im Technologiesektor
08:20 Uhr

Bayer-Chef kritisiert Standort Deutschland

Bayer-Chef Bill Anderson hat angesichts des Krieges im Iran und der Blockade der Straße von Hormus vor weltweiten Ernteausfällen und steigenden Lebensmittelpreisen gewarnt. Durch die wichtige Schifffahrtsroute laufe rund ein Drittel des Welthandels mit stickstoffbasiertem Dünger, sagte der Manager t-online. Bleibe die Meerenge blockiert, könne dies bereits im Herbst zu deutlich geringeren Ernten auf der Nordhalbkugel führen. Dies treffe auch den Agrar- und Pharmakonzern, obwohl Bayer selbst keinen Dünger herstelle. Zudem drohten durch den Düngermangel bei Mais Engpässe beim Tierfutter, was Fleisch, Eier und andere Lebensmittel verteuern könne.

Zugleich übte der Konzernchef deutliche Kritik an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Das Land stehe vor massiven Herausforderungen und leide unter einem "massiven Standortnachteil". Als Gründe nannte Anderson hohe Lohnnebenkosten, ein lähmendes Maß an Bürokratie sowie hohe Energiekosten. Der Strompreis sei hierzulande mehr als dreimal so hoch wie an der texanischen Golfküste und mehr als doppelt so hoch wie in China. Entlastungen sehe er trotz vieler Diskussionen nicht, stattdessen nähmen Berichtspflichten und Regulierungen weiter zu.

Bayer-Chef kritisiert Standort Deutschland
08:04 Uhr

Lululemon-Kurs kommt unter die Räder 

Lululemon hat wegen einer schwächelnden Nachfrage und harter Konkurrenz seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Die Aktien des kanadischen Sportbekleidungsherstellers fielen im nachbörslichen Handel um rund neun Prozent. Lululemon rechnet für das Geschäftsjahr 2026 nun mit einem stagnierenden bis um ein Prozent rückläufigen Umsatz, nachdem zuvor ein Plus von zwei bis vier Prozent in Aussicht gestellt worden war. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 10,95 und 11,15 Dollar liegen, statt der bisher erwarteten 12,10 bis 12,30 Dollar.

Neben der hohen Inflation, die Kunden bei teuren Artikeln sparen lässt, machen dem Konzern aufstrebende Konkurrenten wie Alo Yoga und Vuori auf dem US-Markt zu schaffen. Dort sanken die Erlöse im ersten Quartal währungsbereinigt um vier Prozent, während sie in China um 23 Prozent zulegten. Die künftige Chefin Heidi O'Neill, die ihr Amt im September antritt, steht nun vor der Aufgabe, das Wachstum wieder anzukurbeln.

Lululemon-Kurs kommt unter die Räder 
07:45 Uhr

US-Arbeitsmarktdaten rücken in den Fokus

Die europäischen Aktienmärkte dürften mit Abgaben in den letzten Handelstag der Woche starten. Angesichts der Entwicklung an der Wall Street und in Asien könnten bei Technologieaktien, besonders aus dem Chipsektor, Gewinnmitnahmen für Druck sorgen.

Einen möglicherweise frischen Impuls könnte später am Tag der US-Arbeitsmarktbericht für Mai liefern. Gerechnet wird mit einem Jobwachstum von nur 80.000 Stellen. Dies würde eine deutliche Abkühlung signalisieren, nachdem das Beschäftigungswachstum im März und April überraschend stark ausgefallen war.

Weiter unklar bleibt die Lage im Nahost-Konflikt. Es zeichnet sich weiterhin keine Friedenslösung zwischen den USA und dem Iran ab, zumal die vom Iran unterstützte Hisbollah nicht nur den von den USA vermittelten Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon ablehnt. Offenbar kam es zu erneuten Kämpfen zwischen der Hisbollah und dem israelischen Militär im Libanon. Unterdessen habe US-Präsident Trump die Möglichkeit eines Treffens mit dem obersten Führer des Iran ins Spiel gebracht, falls [die USA] eine Einigung erzielen sollten, so die Analysten von CIMB Treasury and Markets Research.

US-Arbeitsmarktdaten rücken in den Fokus
07:30 Uhr

"Als Broadcom die Erwartungen enttäuschte …"

Anleger an den asiatischen Aktienmärkten ziehen sich vor dem Wochenende zurück. Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten und Sorgen über eine Eskalation im Nahen Osten drücken die Kurse. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans fällt im frühen Handel um 1,6 Prozent. Der technologielastige südkoreanische Kospi rutscht um mehr als sechs Prozent ab. In Tokio verliert der Nikkei 1,58 Prozent auf 66.406,17 Punkte. Der breiter gefasste Topix legt dagegen minimal um 0,01 Prozent auf 3952,44 Zähler zu.

Die ins Stocken geratene Friedensvermittlung der US-Regierung im Nahen Osten dämpft die Risikobereitschaft der Investoren. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnte eine Waffenruhe im Libanon ab, während Israel einen Truppenabzug ausschloss. Zudem belasten enttäuschende Zahlen des US-Chipherstellers Broadcom die asiatischen Technologiewerte. "Südkorea war einer der größten Profiteure des KI-Speicher-Superzyklus. Als Broadcom die KI-Erwartungen enttäuschte, haben die Anleger schnell das Risiko aus der gesamten Halbleiterkette genommen", sagt Charu Chanana, Chef-Anlagestratege bei Saxo.

"Als Broadcom die Erwartungen enttäuschte …"
07:11 Uhr

Japan droht mit Eingriff am Devisenmarkt

Angesichts der anhaltenden Talfahrt des Yen hat die japanische Regierung erneut mit einem Eingreifen am Devisenmarkt gedroht. Japan behalte sich das Recht vor, "entschlossene Maßnahmen" gegen eine übermäßige Volatilität zu ergreifen, sagte Finanzministerin Satsuki Katayama. Zuvor war die heimische Währung am Mittwoch zum ersten Mal seit Ende April wieder auf die Marke von 160 Yen pro Dollar gefallen, die an den Märkten als Schmerzgrenze für mögliche staatliche Interventionen gilt. Gleichzeitig zeigten offizielle Daten, dass die massiven Stützungskäufe der vergangenen Wochen tiefe Löcher in die Staatskasse gerissen haben.

Die Währungsreserven des Landes fielen im Mai um 5,6 Prozent oder 77,1 Milliarden Dollar auf 1,306 Billionen Dollar, wie das Finanzministerium mitteilte. Dies ist der stärkste jemals verzeichnete Rückgang. Bereits in der Vorwoche hatten Daten gezeigt, dass Japan seit Ende April 11,7 Billionen Yen (gut 73 Milliarden Dollar) zur Stützung der Währung ausgegeben hatte. Um dies zu finanzieren, wurden offenbar im großen Stil ausländische Wertpapiere abgestoßen: Deren Bestände schrumpften um 75,6 Milliarden auf 931,7 Milliarden Dollar. "Es scheint, dass US-Staatsanleihen verkauft wurden, um die Marktinterventionen zu finanzieren", sagte Tsuyoshi Ueno, Chefökonom beim NLI Research Institute. Tokio habe bereits signalisiert, dass es bereit sei, US-Papiere für solche Operationen zu verkaufen. Japan verfügt nach China über die weltweit zweitgrößten Währungsreserven.

Japan droht mit Eingriff am Devisenmarkt
06:53 Uhr

S&P tritt bei SpaceX auf die Bremse

Der Indexanbieter S&P Global hält nach eigenen Angaben an seinen strengen Aufnahmeregeln fest und dämpft damit die Börsengangspläne von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. "Ausnahmen von den Anforderungen an die wirtschaftliche Tragfähigkeit, die Mindestdauer der Börsennotierung und den Streubesitzfaktor sollten nicht allein aufgrund der Marktkapitalisierung gewährt werden", teilte das Unternehmen mit. Damit ist eine schnelle Aufnahme von SpaceX in den Leitindex S&P 500 nach dem geplanten Börsengang faktisch vom Tisch. Unternehmen müssen mindestens zwölf Monate an einer anerkannten Börse notiert sein, bevor sie für den S&P 500 infrage kommen.

SpaceX strebt bei seinem Börsendebüt einen Erlös von 75 Milliarden Dollar an, was einer Bewertung des Unternehmens mit 1,75 Billionen Dollar entspräche und es sofort in die Riege der zehn wertvollsten US-Konzerne katapultieren würde. Während der Konkurrent FTSE Russell neue Regeln für eine beschleunigte Indexaufnahme angekündigt hat, für die SpaceX infrage kommt, pocht S&P auf nachweisliche Profitabilität und eine längere Börsenhistorie.

S&P tritt bei SpaceX auf die Bremse
06:34 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar, gestützt von den Spannungen im Nahen Osten, geringfügig auf 159,96 Yen und legt leicht auf 6,7756 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7891 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1613 Dollar und zog leicht auf 0,9164 Franken an. 

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

"We will drill baby, drill!"

Der Dax steuert auf einen Wochenabschlag zu. Ausschlaggebend dafür waren die Verluste zur Wochenmitte. Im gestrigen Geschäft ging es für den deutschen Börsenleitindex bei zugegebenermaßen recht dünnem Handel 0,6 Prozent aufwärts, bis zu einem Schlusskurs von 24.945 Punkten. Stützend wirkte dabei etwa ein gefallener Ölpreis – nach zuletzt drei Tagen mit Preisaufschlägen in Folge.

Heute dürfte der Blick der Anleger Richtung USA wandern. Zum einen legt die US-Regierung den Arbeitsmarktbericht für Mai vor. Dieser liefert ein umfassendes Bild über die Job-Lage in der größten Volkswirtschaft der Welt. Ökonomen erwarten ein Stellenplus von rund 85.000, nach einem Zuwachs von 115.000 im April. Die Daten genau im Blick hat auch die US-Notenbank Federal Reserve, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll. Mit einem Zinsschritt der Zentralbank rechnen Fachleute am Finanzmarkt allerdings vorerst nicht.

Zum anderen versteigert die US-Regierung Bohrrechte für Öl und Gas im arktischen Naturschutzgebiet Arctic National Wildlife Refuge in Alaska. Das Innenministerium bietet dabei Lizenzen für eine Fläche von mindestens 162.000 Hektar an. Es ist die erste von vier Auktionen, die durch ein im vergangenen Jahr von US-Präsident Donald Trump unterzeichnetes Gesetz auf den Weg gebracht worden sind. Die Erschließung der Region, in der bis zu 11,8 Milliarden Barrel förderbares Öl vermutet werden, ist stark umstritten. Während Befürworter auf Arbeitsplätze und Einnahmen hoffen, warnen Umweltschützer vor den Folgen für das Ökosystem, das unter anderem Lebensraum für Eisbären und Karibus ist.

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"We will drill baby, drill!"