Mittwoch, 01. Februar 2023Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:40 Uhr

Gute Laune, bange Blicke - DAX in der Zwickmühle

Der DAX hat vor der anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte zugelegt. Der deutsche Börsenleitindex schließt mit einem Plus von 0,4 Prozent bei einem Stand von 15.181 Zählern, nachdem er am Dienstag mit 15.128 Stellen aus dem Handel gegangen war. Insgesamt aber blieb das Geschäft von Zurückhaltung geprägt.

Um 20 Uhr gibt die Federal Reserve ihre Zinsentscheidung bekannt: Sie dürfte das Tempo der Zinserhöhungen zwar erneut drosseln. Allerdings seien die Teuerungsraten trotz der ersten Rückgänge noch viel zu hoch, so die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen. Die Fed werde daher nach der erwarteten Erhöhung des Leitzinsbandes um 0,25 Prozentpunkte eine Vorfestlegung auf ein Ende des Zinszyklus oder gar baldige Zinssenkungen vermeiden.

"Der DAX hat sich relativ gut gelaunt gezeigt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Nichtsdestotrotz: Die Anleger warten auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank und den Ausblick von Jerome Powell", erläutert sie. "Der Markt hofft auf Hinweise auf vielleicht schon im Spätsommer sinkende Zinsen. Diese könnte allerdings gedämpft und so eine Korrektur ausgelöst werden", so Marggraf weiter. "Der DAX hat aber auch einen starken ersten Monat in diesem Jahr hinter sich."


Am DAX-Ende verlieren die Aktien von Hannover Rück fast sechs Prozent. Sie leiden damit unter einem zurückhaltenden Ausblick. Das Ziel eines Jahresüberschusses von mindestens 1,7 Milliarden Euro könne enttäuschend wirken, schrieb Analyst Thorsten Wenzel von der DZ Bank. Grund für die Zurückhaltung dürfte die Absicht sein, die versicherungstechnischen Rückstellungen nach mehreren Jahren mit einer hohen Großschadenbelastung wieder aufzufüllen.

Deutsche-Post-Titel liegen mit einem Plus von knapp zwei Prozent dagegen an der Spitze der DAX-Gewinner. "Das ist zum einen die Steilvorlage des Konkurrenten UPS, die nach starken Zahlen 4,6 Prozent zugelegt haben", so ein Händler. Er verweist auch darauf, dass die UBS die Kaufempfehlung bekräftigt habe, mit einem Ziel von 51 Euro. Das wirke sicherlich nach, auch wenn es schon am Dienstag gewesen sei.

DAX
DAX 15.195,37

Deutsche Post
Deutsche Post 42,67
Hannover Rück
Hannover Rück 170,45

 

17:29 Uhr

Liegt der EZB-Leitzins im Sommer bei vier Prozent?

Das IFO-Institut rechnet damit, dass die Europäische Zentralbank ihren Leitzins bis zum Sommer auf 4 Prozent erhöhen wird. "Die Inflation ist im Laufe des Jahres 2022 von Energie und Nahrungsmitteln auf viele andere Produkte übergesprungen und hat damit an Breite gewonnen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Inflation verfestigt, was den Handlungsdruck für die EZB erhöht", sagte Ifo-Inflationsexperte Sascha Möhrle. Im letzten Quartal des Jahres 2022 zeigten 74 von 109 Waren und Dienstleistungen, die in den deutschen Verbraucherpreisindex einfließen, eine Teuerungsrate von mehr als 4 Prozent. Die Preise für 28 Waren und Dienstleistungen sind sogar um mehr als 10 Prozent gestiegen.

Im Laufe des Jahres sollte sich der Preisanstieg aber verlangsamen. "Jedoch dürfte der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie und Nahrungsmittel, die sogenannte Kerninflationsrate, in Deutschland bei 4,9 Prozent und damit weit über der EZB-Zielmarke von 2,0 Prozent bleiben. Da sich im übrigen Euro-Währungsgebiet eine ähnliche Entwicklung abzeichnet, wird die EZB wohl weiter an der Zinsschraube drehen", sagte Möhrle.

17:21 Uhr

Euroraum-Kernteuerung von Pauschalreisen gedrückt

Der unerwartet deutliche Rückgang der Euroraum-Inflation im Januar sollte nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil nicht überbewertet werden. "Er ist maßgeblich auf die im Vergleich zum Januar 2022 deutlich günstigere Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen. Die Kernteuerungsrate - also die Vorjahresveränderungsrate des Verbraucherpreisindex ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel - liegt unverändert bei 5,2 Prozent", schreibt Weil in einem Kommentar. Nach seinen Angaben ist die Kernrate nur deshalb nicht gestiegen, weil der übliche Rückgang der Preise für Pauschalreisen zu Jahresbeginn mit einem etwa doppelt so hohen Gewicht in die Berechnungen eingegangen sei wie im Januar 2022, was die Kernrate für sich genommen um etwa 0,1 Prozentpunkte gedrückt haben dürfte.


17:03 Uhr

Euroraum-Kerninflation bleibt 2023 hoch

Der Rückgang der von Anpassungen des Wägungsschemas und staatlichen Energiemarktinterventionen beeinflusste Rückgang der Euroraum-Inflation im Januar sollte nach Aussage von KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib keine Auswirkungen auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) haben. "Entscheidend für die Ausrichtung der Geldpolitik ist vielmehr, wie sich der Inflationsdruck in der Breite der Wirtschaft entwickelt", schreibt sie in einem Kommentar. Die Kerninflationsrate werde 2023 wohl hartnäckig hoch bleiben, was verbesserte Konjunkturaussichten, der enge Arbeitsmarkt, hohe Lohnforderungen und ein hoher Anteil europäischer Unternehmen bewirkten, die mit weiter steigenden Verkaufspreisen rechneten.

"Auch wenn das Tempo des Verbraucherpreisanstiegs in den nächsten Monaten aufgrund sinkender Beiträge der Energiepreisinflation deutlich nachlässt, sind weitere Zinsschritte der EZB wegen der beharrlich hohen Kerninflation unerlässlich", befindet Köhler-Geib.

16:47 Uhr

Porsche-Einstieg treibt ABB-Kurs

ABB ziehen in der Schweiz um gut ein Prozent an. Die Porsche Holding (Porsche SE) steigt bei ABB Mobility ein: "Für den geplanten Börsengang der Tochter für Ladestationen kann das nur gut sein", so ein Marktteilnehmer. Das Gesamtvolumen der nun abgeschlossenen Privatplatzierung beträgt rund 525 Millionen Franken. Die Erlöse sollen zur Umsetzung des organischen Wachstums sowie für Unternehmenszukäufe genutzt werden.

Porsche SE
Porsche SE 51,98
ABB
ABB ,00

 

16:30 Uhr

Curevac-Partner profitiert von Gürtelrose-Impfstoff

Ein starkes Geschäft mit seinem Gürtelrose-Impfstoff Shingrix gibt dem britischen Pharmakonzern GSK Schub. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte GSK den Umsatz um 19 Prozent auf 29,3 Millliarden Pfund - etwa 33,3 Milliarden Euro - steigern, wie das auch mit Curevac kooperierende Unternehmen mitteilt. Zu konstanten Wechselkursen stand ein Plus von 19 Prozent zu Buche. Alleine mit Shingrix setzte GSK drei Milliarden Pfund um, ein Zuwachs von 72 Prozent. Im vierten Quartal übertraf der Umsatz des Impfstoffs die Erwartungen von Analysten. Der bereinigte operative Gewinn stieg um mehr als ein Viertel auf knapp 8,2 Milliarden Pfund.

GSK hatte im vergangenen Sommer sein Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten abgespalten und unter dem Namen Haleon an die Börse gebracht. Das britische Unternehmen konzentriert sich nun ausschließlich auf Impfstoffe und Medikamente. Für 2023 strebt GSK zu konstanten Wechselkursen ein Umsatzplus von sechs bis acht Prozent an, das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen zehn und zwölf Prozent zulegen. GSK-Aktien legten im frühen Handel an der Londoner Börse zu.

Curevac
Curevac 6,24

 

16:12 Uhr

US-Anleger trauen sich v nicht aus der Deckung

Wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank haben die Anleger an der Wall Street die Füße weitgehend still gehalten. Der Dow-Jones-Index verliert zunächst 0,4 Prozent auf 33.967 Punkte. Der S&P-500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq stehen je 0,1 Prozent tiefer bei 11.574 und 4073 Punkten.

Für den Zinsbeschluss am Abend (20.00 MEZ) erwarten Experten eine Anhebung des geldpolitischen Schlüsselsatzes um einen Viertel Prozentpunkt. Anleger werden vor allem die ausführenden Worte von Fed-Chef Jerome Powell nach Hinweisen auf den künftigen Zinspfad abklopfen. Jüngste Signale vom US-Arbeitsmarkt deuteten auf Erfolge der Fed im Kampf gegen die Teuerung hin. Im Januar entstanden nach Daten des Personaldienstleisters ADP nur 106.000 Jobs. Experten hatten mit einem Stellenzuwachs im Privatsektor von 178.000 gerechnet, nach revidiert 253.000 im Dezember. "Was Sie hier sehen, ist ein abrupter Rückgang bei den Einstellungen, was bedeutet, dass die Fed erfolgreich ist, bei dem was sie sich vorgenommen hat – eine erhöhte Arbeitslosigkeit zu schaffen und die Nachfrage zu reduzieren, was die Inflation effektiv senken wird", sagte Thomas Hayes, Vorsitzender der Investmentfirma Great Hill Capital.

Bei den Einzelwerten punktet US-Chiphersteller AMD mit einem Ausblick auf ein besseres Geschäft in der zweiten Jahreshälfte. Die Papiere standen fast fünf Prozent höher. Die Titel des Snapchat-Betreibers Snap brachen hingegen um rund 13 Prozent ein, nachdem im ersten Quartal zum ersten Mal einen Umsatzrückgang droht.

AMD
AMD 93,04

15:48 Uhr

Pharma-Riese ködert mit Dividendenerhöhung

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will nach einem Zuwachs bei Umsatz und operativem Gewinn mehr Geld an seine Aktionäre auszahlen. Die Dividende soll um 0,10 auf 3,20 Franken je Aktie angehoben werden, teilt der Arzneimittelhersteller mit. Die Verkaufserlöse stiegen 2022 unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen um vier Prozent auf 50,55 Milliarden Dollar und der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn um acht Prozent auf 16,67 Milliarden Dollar. Novartis erreichte damit sein Wachstumsziel bei den Verkaufserlösen knapp und schnitt beim Betriebsgewinn etwas besser ab. Unter dem Strich stand mit 6,96 Milliarden Dollar allerdings um 71 Prozent weniger Gewinn. Vergangenes Jahr hatte der Verkauf des milliardenschweren Roche-Aktienpakets das Nettoergebnis aufgepolstert.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz mit den fortgeführten Geschäften währungsbereinigt um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag steigen und der bereinigte Betriebsgewinn um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbetrag. In dieser Prognose nicht enthalten ist die vor der Abspaltung stehende Generika-Sparte Sandoz. Der geplante Spin-off ist Novartis zufolge auf Kurs für die zweite Jahreshälfte.

Novartis
Novartis 75,89

15:15 Uhr

Verschreckte Anleger nach EA-Prognosesenkung

Anleger reagieren erschreckt auf eine Prognosesenkung bei Electronic Arts. Der US-Konzern will einige seiner Videospiele zu einem späteren Zeitpunkt rausbringen. Dadurch liegt die Prognose für Nettobuchungen in diesem Jahr nach Firmenangaben zwischen 7,07 und 7,17 Milliarden Dollar. Zuvor habe man mit einer Summe von 7,65 bis zu 7,85 Milliarden Dollar gerechnet. Die Titel des Videospiel-Anbieters fallen daraufhin im vorbörslichen US-Handel um rund elf Prozent auf 114,48 Dollar. Mehrere Analystenhäuser senken das Kursziel.

Electronic Arts
Electronic Arts 106,40

15:01 Uhr

Uniper-Verlust bei mehr als 19 Milliarden Euro

Der Energiekonzern Uniper hat dank der gefallenen Gaspreise geringere Verluste eingefahren als zunächst befürchtet. Die Summe der angefallenen Verluste für das Geschäftsjahr 2022 zuzüglich der erwarteten zukünftigen Verluste zum 31. Dezember 2022 beliefen sich auf insgesamt 19,1 Milliarden Euro, wie der verstaatlichte Konzern mitteilt. Zuvor hatte Uniper bei den Neunmonatszahlen für das Geschäftsjahr 2022 Belastungen aus bereits eingetretenen tatsächlichen Verlusten und erwarteten zukünftigen Verlusten aus Gasersatzbeschaffungskosten in Höhe von insgesamt rund 40 Milliarden Euro ausgewiesen. Die tatsächlichen Verluste und die erwarteten Verluste aus Gasersatzbeschaffungskosten in der Zukunft würden mit den sich ändernden Gaspreisen weiterhin erheblich schwanken.

Uniper
Uniper 3,22

14:51 Uhr

Telekom-Tochter enttäuscht

Nach zwei Prognose-Anhebungen in Folge kommt das Wachstum von T-Mobile US vorerst zum Stillstand. Der Umsatz sei wegen des harten Wettbewerbs auf dem US-Mobilfunkmarkt im vierten Quartal um 2,5 Prozent auf 20,27 Milliarden Dollar gesunken, teilt die US-Tochter der Deutschen Telekom mit. Die Zahl der Vertragskunden sei allerdings um 927.000 gestiegen. Gleichzeitig verdreifachte sich der Gewinn auf 1,48 Milliarden Dollar.

Für das laufende Jahr stellte T-Mobile US einen Kundenzuwachs von fünf bis 5,5 Millionen in Aussicht. Im vergangenen Jahr hatten das Plus bei 6,4 Millionen gelegen.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 21,82
T-Mobile US
T-Mobile US 131,42

 

14:37 Uhr

Snapchat erwartet erstmals Umsatzrückgang – Aktie unter Druck

Snap erwartet zum ersten Mal einen Umsatzrückgang und setzt damit seine Aktien auf Talfahrt. Die Titel des Snapchat-Betreibers fallen im vorbörslichen US-Handel um mehr als 15 Prozent. Gerechnet wird nach Angaben des US-Konzerns mit einem Rückgang der Einnahmen im ersten Quartal zwischen zwei und zehn Prozent. Vor allem der harte Wettbewerb mit anderen Plattformen wie Instagram oder Tiktok und die schwächelnde Konjunktur machten dem Unternehmen zu schaffen.

Snap
Snap 11,97

14:17 Uhr

Teamviewer-Kurs rauscht in die Tiefe

Eine Herabstufung macht Teamviewer zu schaffen. Die Aktien des Spezialisten für Fernwartungssoftware brechen um mehr als acht Prozent ein. Die Analysten von JP Morgan stuften die Titel auf "Underweight" von zuvor "Neutral" zurück und senkten das Kursziel auf elf von zuvor zwölf Euro.

Teamviewer
Teamviewer 14,93

14:01 Uhr

Hält der Goldpreis den Aufwärtstrend?

Der Goldpreis wird weiterhin eng an der 1930er-Marke gehandelt und verteidigt damit seinen Aufwärtstrend. Am Dienstag hatte er mit dem Rücksetzer auf 1900 Dollar je Unze den Aufwärtstrend schon verletzt, mit einer Rally im Handelsverlauf war er dann aber in diesen zurückgekehrt. Wie der Aktienmarkt könnte auch der Goldpreis stark auf die Fed-Entscheidung am Abend reagieren, heißt es am Markt.

Gold in USD
Gold in USD 1.981,88

13:45 Uhr

Hoffnung auf Drosselung der US-Zinserhöhungen

Hoffnungen auf eine Drosselung der Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed setzen der US-Währung zu. Der Dollar verliert gegenüber einem Korb der wichtigsten Währungen um bis zu 0,2 Prozent. Im Gegenzug legt der Euro mit zeitweise 0,2 Prozent auf 1,09 Dollar zu. "Während die Fed-Vertreter darauf beharren, dass die Zinssätze noch einige Zeit hoch bleiben werden, glauben die Märkte ihnen einfach nicht", sagt Michael Hewson, Marktanalyst beim Online-Broker CMC Markets. Erwartet wird, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in diesem Jahr stärker an der Zinsschraube drehen wird als die Fed. Dies beflügelt den Euro. Zudem machen steigende Zinsen Anlagen in der Euro-Zone für internationale Investoren attraktiver.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,09
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,92

 

13:17 Uhr

Gardena-Mutter weitet Verlust aus

Der schwedische Gartengerätehersteller Husqvarna mit Marken wie Gardena oder Klippo ist im vierten Quartal 2022 unter anderem infolge von Restrukturierungskosten tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Betriebsverlust des Branchenprimus erreichte 1,74 Milliarden Schwedische Kronen - etwa 153 Millionen Euro - nach einem Minus von 132 Millionen Kronen im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilt. "Preiserhöhungen kompensierten höhere Rohstoff- und Logistikkosten, während sich geringere Mengen, insbesondere bei Robotermähern und Bewässerungsprodukten, negativ auswirkten", erklärt Interims-Chef Pavel Hajman. Gleichwohl schlug der Vorstand für 2022 eine unveränderte Dividende von 3,00 Kronen je Aktie vor.

Das Unternehmen hatte im Oktober angekündigt, durch Konzernumbau und Streichung von 1000 Stellen wieder auf Kurs kommen zu wollen. Vergangenen Woche hatte der Technologiekonzern Bosch angekündigt, bei Husqvarna mit zwölf Prozent Anteil als Großaktionär einsteigen zu wollen.

12:59 Uhr

Hier greifen US-Anleger vorbörslich zu

Unter den Einzelwerten steigen Advanced Micro Devices (AMD) vorbörslich um 4,3 Prozent. Zwar verbuchte AMD im vierten Quartal einen Gewinnrückgang, doch bereinigt verdiente der Konzern deutlich mehr als erwartet. AMD erwartet im ersten Vierteljahr einen Boden für den PC-Markt. Das PC-Geschäft war um 51 Prozent eingebrochen. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit einer leichten Erholung.

12:42 Uhr

US-Anleger sind vorsichtig

Die Wall Street dürfte etwas leichter in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 gibt vorbörslich leicht um 0,4 Prozent nach. Die Anleger üben sich vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend (20 Uhr MEZ) in Zurückhaltung, heißt es von Marktteilnehmern. Zudem richten sich die Blicke auf die munter weiterlaufende Berichtssaison.

Allgemein wird erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen um 25 Basispunkte anheben wird und damit das Zinserhöhungstempo weiter verlangsamt. Zuletzt hatte sie kräftigere Zinsschritte um 50 bzw. 75 Basispunkte vorgenommen, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Da dies am Markt weitgehend als eingepreist gilt, dürfte sich die Aufmerksamkeit aber vor allem auf die begleitenden Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell richten.

Konjunkturseitig wird noch vor Handelsbeginn der ADP-Arbeitsmarktbericht für Januar veröffentlicht. Kurz nach Handelsbeginn stehen dann noch der Einkaufsmanagerindex und der ISM-Index jeweils für das verarbeitende Gewerbe für Januar sowie die Bauausgaben für Dezember auf der Agenda.

12:07 Uhr

Boeing wird optimistischer - wegen China

Der Vorstandsvorsitzende von Boeing, Dave Calhoun, zeigt sich in Bezug auf künftige Produktionssteigerungen und neue Bestellungen aus China optimistisch. Calhoun antwortete mit "ja" auf die Frage von "Bloomberg TV", ob die Pläne zur Eröffnung einer neuen 737-Max-Montagelinie im Boeing-Werk in Everett eine "Anzahlung auf ein höheres Produktionsvolumen" darstellten. Er gab keine Schätzungen ab, die über das bestehende Boeing-Ziel einer Steigerung der Produktion auf 50 Max-Jets von derzeit 31 pro Monat hinausgingen. Die Nachfrage aus China nach dem Ende der Corona-Beschränkungen ziehe stark an, sagte Calhoun. "Sie brauchen Flugzeuge. Zuallererst müssen wir die Flugzeuge, die sie bereits besitzen, wieder in die Luft bringen."

Boeing hält 138 Flugzeuge des Typs 737 Max für chinesische Fluggesellschaften vor, die aufgrund der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China nicht ausgeliefert werden konnten. Er hoffe, dass der bevorstehende Besuch des US-Außenministers Antony Blinken in China schließlich zu "robusten" Flugzeugbestellungen führen werde.

Boeing
Boeing 182,38

11:27 Uhr

Glencore erreicht die Ziele

Glencore hat im abgelaufenen Jahr das mit der Prognose im Oktober angekündigte Produktionsvolumen an Rohstoffen erfüllt. Kupfer- und Zinkmengen spiegelten die Effekte von Anlagenverkäufen, geotechnischen Beschränkungen sowie den Gegenwind in der Lieferkette in Kasachstan wider, teilt der im FTSE 100 notierte Bergbau- und Rohstoffhändler mit.

Glencore
Glencore 5,11

Die Kupferproduktion fiel 2022 um 12 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen. Für 2023 liegt die Prognose hier bei 1,0 Million Tonnen.

Die Kobaltproduktion stieg um 40 Prozent, während die Zinkproduktion um 16 Prozent auf 938.500 Tonnen zurückging. Das anglo-schweizerische Unternehmen rechnet für das laufende Jahr mit einer Zinkproduktion von rund 950.000 Tonnen. Die Nickelproduktion stieg um 5 Prozent auf 107.500 Tonnen und soll 2023 auf 112.000 Tonnen steigen.

11:17 Uhr

Inflationsrate im Euro-Raum sinkt deutlich

Die Inflationsrate in der Eurozone ist zu Jahresbeginn spürbar gesunken. Im Januar kletterten die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist um 8,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilt. Im Dezember hatte die Inflation noch bei 9,2 Prozent gelegen und im November bei 10,1 Prozent.

11:09 Uhr

Eon-Chef fordert private Verbraucher zu größeren Gas-Einsparungen auf

Der Chef des Energiekonzerns Eon Leonhard Birnbaum hat die privaten Verbraucher aufgefordert, größere Anstrengungen zum Einsparen von Gas zu unternehmen. "Für den Winter 23/24 können wir keine Entwarnung geben", sagte Birnbaum. Die Industrie habe Statistiken zufolge in den vergangenen Monaten rund 20 Prozent eingespart, die privaten Verbraucher aber nur etwa zehn Prozent. "Das ist zu wenig. Wir können nicht darauf bauen, dass uns wieder ein warmer Winter helfen wird."

Er habe den Eindruck, dass sich viele Menschen in einem falschen Gefühl der Sicherheit wiegten, sagte der Manager. Die Preise im Gas-Großhandel seien zwar gesunken. Es könne aber keine Entwarnung geben. "Noch immer sind die Preise auf einem Niveau, das wir noch vor einigen Jahren für undenkbar gehalten haben." Die Gas-Großhandelspreise hätten 2022 am Terminmarkt im Schnitt bei 117 Euro je Megawattstunde gelegen. Seit einigen Wochen seien es rund 70 Euro. Im Mittel der Jahre 2015 bis 2019 habe der durchschnittliche Gaspreis im Großhandel rund 18,50 Euro je Megawattstunde betragen.

Eon
Eon 11,08

10:51 Uhr

Deutschland-Geschäft setzt Vodafone zu

Kundenschwund in wichtigen Märkten hat Vodafone ausgebremst. Das Umsatzwachstum habe sich im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 auf 1,8 von 2,5 Prozent im Vorquartal abgeschwächt, teilt der britische Mobilfunker mit. In Deutschland seien die Erlöse um 1,8 Prozent zurückgegangen. In Italien und Spanien belaufe sich das Minus auf 3,3 und 8,7 Prozent. Interimschefin Margherita Della Valle bekräftigte dennoch die Gesamtjahresziele. "Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen, darunter die Vereinfachung unserer Struktur, um den lokalen Märkten volle Autonomie und Verantwortlichkeit zu geben, damit sie die besten Entscheidungen für ihre Kunden treffen können."

Vodafone
Vodafone 1,03

10:35 Uhr

Software-Titel brechen ein

Aktien von Softwareanbietern geraten ins Rutschen: So sacken die Papiere der Software AG am MDAX-Ende um gut 13 Prozent ab. Das Unternehmen schlug sich zum Jahresschluss zwar ordentlich und konnte die eigenen Ziele erfüllen - doch die im neuen Jahr angestrebten Gewinne bleiben hinter den Erwartungen von Fachleuten zurück.

MDax
MDax 27.072,12

 

10:16 Uhr

Zweitgrößte spanische Bank erzielt Gewinnsprung

Angetrieben von hohen Zinseinnahmen und florierenden Geschäften auf dem Hauptmarkt Mexiko hat die spanische Bank BBVA im vierten Quartal einen Gewinnsprung geschafft. Im Zeitraum Oktober bis Dezember stieg der Nettogewinn um 17,6 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro, wie die zweitgrößte spanische Bank mitteilt. Der Zinsüberschuss schnellte um 34,3 Prozent auf 5,34 Milliarden Euro in die Höhe. Banken weltweit profitieren von der Zinswende der großen Notenbanken, da die Zinsen für Kredite schneller steigen als die Zinsen, die sie für Einlagen zahlen müssen.

BBVA
BBVA 6,48

09:59 Uhr

Deutsche Firma will Musks SpaceX Konkurrenz machen

Helene Huby greift mit ihrer Exploration Company nach den Sternen. Die deutsch-französische Weltraumfirma der früheren hochrangigen Airbus-Managerin gab bekannt, im Rahmen einer frühen Finanzierungsrunde (Serie A) 40,5 Millionen Euro bei Investoren eingesammelt zu haben. Dies sei die bislang größte Serie-A-Finanzierung für ein europäisches Weltraum-Unternehmen.

Das Geld diene unter anderem dazu, im Laufe des Jahres einen ersten Prototypen - die "Baby-Weltraumkapsel" mit einem Gewicht von etwa 40 Kilogramm und einem Durchmesser von 60 Zentimetern - ins All zu schießen, sagte Huby, Mitgründerin und Chefin von The Exploration Company der Nachrichtenagentur Reuters. Im Jahr darauf folge dann die etwas größere "Teenager"-Variante und 2026 werde die "erwachsene" Version mit einem Gewicht von acht Tonnen und einem Durchmesser von 4,5 Metern erstmals testweise ein Andock-Manöver bewältigen.

"Für die Beförderung von Gütern und Menschen zu den Raumstationen rund um die Erde und den Mond gibt es bis dato keine europäische Lösung", fügte Huby hinzu. Unter kommerziellen Anbietern hat SpaceX, die Weltraumfirma des Tesla-Chefs Elon Musk, mit der Kapsel "Dragon" die Nase vorn. Sie befördert mithilfe der firmeneigenen Trägerrakete "Falcon 9" Fracht und Menschen zur Raumstation ISS. SpaceX habe hier inzwischen fast ein Monopol, sagte Ted Persson, Partner beim Wagniskapitalgeber EQT Ventures. Wenn man sich vor Augen halte, dass in den kommenden Jahren mehrere Raumstationen die Erde umkreisen sollen, gebe es durchaus Raum für mehrere Anbieter.

09:42 Uhr

Intel kürzt auch in der Führung

Nach dem Verlust von Marktanteilen an Konkurrenten und einem Abschwung auf dem PC-Markt kürzt Intel die Gehälter der Beschäftigten. Die Änderungen seien so konzipiert, "dass sie sich stärker auf unsere Führungskräfte auswirken und dazu beitragen werden, die Investitionen und die gesamte Belegschaft zu unterstützen", teilt Intel-Sprecher Addy Burr mit. Die Kürzungen belaufen sich einem Insider zufolge auf fünf Prozent des Grundgehalts bei Mitarbeitern der mittleren Ebene und auf bis zu 25 Prozent für den Vorstandsvorsitzenden Pat Gelsinger. Weitere Top-Führungskräfte des Unternehmens müssten eine 15-prozentige Kürzung hinnehmen, vierteljährliche Prämien seien ausgesetzt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person unter der Bedingung der Anonymität Reuters. Das Gehalt der stundenweise beschäftigten Mitarbeiter sei nicht betroffen.

Intel
Intel 26,25

09:24 Uhr

Porsche steigt ins Ladesäulengeschäft ein

Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB hat erneut Partner und frisches Geld für sein Ladesäulen-Geschäft ins Boot geholt, darunter die Porsche Automobil Holding SE. Der Bereich soll weiterhin an die Börse gebracht werden, erklärte das Unternehmen. "Wir freuen uns, dass die Investoren unsere Zuversicht und unser Vertrauen in die Wachstumsstory des E-Mobility-Geschäfts teilen", erklärt Konzernchef Björn Rosengren. "Zudem halten wir an unserer Strategie fest, unser E-mobility-Geschäft separat an die Börse zu bringen, sofern die Marktbedingungen konstruktiv sind."

Porsche SE
Porsche SE 51,98
ABB
ABB ,00

09:08 Uhr

"Alle Augen auf Jerome Powell"

Der DAX startet kaum verändert in das Mittwochsgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex liegt kurz nach Handelsbeginn bei Kursen um 15.120 Punkte. Am Dienstag war er - nach leichten Verlusten am Montag - kaum verändert mit 15.128 Zählern aus dem Handel gegangen. "Alle Augen auf die US-Notenbank und Jerome Powell", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer die Lage auf dem Frankfurter Börsenparkett. "Am Markt wird von der Federal Reserve heute Abend eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten erwartet", erläutert sie. "Diese Anhebung ist eingepreist, alles andere wäre eine Überraschung."

DAX
DAX 15.195,37

08:20 Uhr

Startschuss für Chipfabrik im Saarland - weltweit größtes Werk für E-Auto-Computerchips

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" wollen Bundeskanzler Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Robert Habeck, die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Industrievertreter den Startschuss für den Bau einer Chipfabrik im Saarland geben. Die Investitionssumme betrage mehrere Milliarden Euro, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Industriekreise.

Wolfspeed
Wolfspeed 57,20

Die Fabrik soll laut dem Blatt auf dem Gelände eines stillgelegten Kohlekraftwerks in Ensdorf im Kreis Saarlouis vom US-Halbleiterproduzenten Wolfspeed gebaut werden. Beteiligt sei auch der Autozulieferer ZF. Das "Handelsblatt" hatte bereits vor einer Woche darüber berichtet. Nach Informationen der "Saarbrücker Zeitung" und des Saarländischen Rundfunks entstehen bis zu 1000 Arbeitsplätze.

Die Serienfertigung in dem angeblich weltweit größten Werk für E-Auto-Computerchips soll in vier Jahren beginnen. Darüber hinaus soll ein gemeinsames Forschungszentrum entstehen, an dem ZF die Mehrheit hält. Der Autozulieferer produziert bereits im Saarland.

08:06 Uhr

Zinsgipfel bald in Sichtweite? - DAX-Anleger warten auf die FED

Am Tag der erwarteten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed wird der DAX nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Vortag war der deutsche Leitindex kaum verändert bei 15.128,27 Punkten aus dem Handel gegangen.

Dax
Dax 15.195,37

Alle Augen richten sich auf die am Abend anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank. Experten erwarten, dass der Leitzins angesichts der abebbenden Inflation nur noch um einen viertel Prozentpunkt angehoben wird – auf eine neue Spanne von 4,50 bis 4,75 Prozent. Damit dürfte der Zinsgipfel bald in Sichtweite kommen, den die Währungshüter jenseits der Fünf-Prozent-Marke verorten. Am Finanzmarkt werden vor allem die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell über das weitere geldpolitische Vorgehen der Währungshüter mit Spannung erwartet.

07:58 Uhr

Ölpreise legen zu

Die Ölpreise steigen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 85,57 Dollar. Das waren 11 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im März stieg um 23 Cent auf 79,10 Dollar.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern sorgte die Aussicht auf weniger stark steigende Zinsen in den USA für mehr Nachfrage.

07:48 Uhr

Chinas Industrie erholt sich nur langsam

In der chinesischen Industrie hat sich die Aktivität im Januar zwar etwas belebt, der Indexstand deutet aber weiter auf eine Schrumpfung des Sektors hin. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus S&P Global (ehemals IHS Markit) ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 49,2 (Dezember: 49,0) Punkte. Der Index beruht auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind.

Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex für die Industrie war im Januar auf 50,1 (Vormonat: 47) Punkte gestiegen. Dieser Indikator ist stärker auf in Staatsbesitz befindliche Großunternehmen ausgerichtet. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung. Sowohl Angebot als auch Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe schrumpften im Januar aufgrund der Covid-19-Welle nach der Wiedereröffnung Chinas weiter, so Caixin.

07:35 Uhr

Zum achten Mal: USA wichtigster Absatzmarkt für Deutschland

Die USA sind 2022 mit einem Rekordergebnis der wichtigste Kunde der deutschen Exportwirtschaft geblieben. Die Ausfuhren von Waren in die Vereinigten Staaten summierten sich auf rund 156 Milliarden Euro, wie Reuters-Berechnungen auf Basis vorläufiger Daten des Statistischen Bundesamtes ergaben.

Das sind gut ein Viertel mehr als im bisherigen Rekordjahr 2021. "Die USA sind seit 2015 – und damit zum achten Mal in Folge – wichtigster Exportmarkt deutscher Unternehmen", bestätigte die Bereichsleiterin Internationale Wirtschaftspolitik, Außenwirtschaftsrecht der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Melanie Vogelbach. Auf Platz zwei folge Frankreich, allerdings mit weitem Abstand.

07:30 Uhr

Eurokurs steigt vor geldpolitischen Entscheidungen

Der Eurokurs steigt vor der Zinsentscheidung der Fed. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,0872 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0833 Dollar festgesetzt.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,09

Auf dem Devisenmarkt warten Anleger auf Beschlüsse der FED, die am Abend (20 Uhr MEZ) veröffentlicht werden. Es wird fest mit einer weiteren Zinserhöhung im Kampf gegen die Inflation gerechnet. Allerdings dürften die Währungshüter das Tempo drosseln und die Zinsen nur noch um 0,25 Prozentpunkte erhöhen. In der Eurozone wird bei der Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag eine Erhöhung um 0,5 Punkte erwartet.

07:25 Uhr

Aktienmärkte in Asien vor FED-Entscheid stabilisiert - Nikkei im Rückwärtsgang

Nach den Verlusten vom Vortag stabilisieren sich die asiatischen Börsen. Am Abend und damit lange nach Börsenschluss in Asien wird die US-Notenbank als erste der drei geldpolitischen Schwergewichte (EZB sowie Bank of England) in dieser Woche ihre Zinsentscheidung bekannt geben. Nachdem neue US-Konjunkturdaten durchweg unter den Erwartungen ausgefallen sind, hoffen Anleger auf eine nicht zu falkenhafte Fed. Daher würden im Vorfeld der Zinsentscheidung vereinzelt wieder Aktien gekauft, heißt es.

In China zeigen sich Schanghai-Composite und HSI in Hongkong gut behauptet bzw. etwas fester. In Schanghai sind Halbleiterwerte und Versicherungstitel gesucht. Immobilienpapiere zählen laut Händlern dagegen zu den schwächeren Aktien. Der große Wurf zur Rettung des angeschlagenen Immobiliensektors lasse noch immer auf sich warten, heißt es. China Vanke sinken um 0,9 und Poly Developments & Holdings um 1,1 Prozent.

In Hongkong berichten Händler von einer kraftlosen Minierholung vom Vortagesabsturz. Die Neigung für Gewinnmitnahmen könne noch eine Weile anhalten, heißt es bei den Analysten von Industrial Securities International.

Nikkei
Nikkei 27.419,61

Der japanische Leitindex Nikkei-225 kommt deutlich von früheren Tageshochs zurück und gewinnt nur noch 0,1 Prozent auf 27.343 Punkte. Die besonders zinsempfindlichen Technologiewerte profitierten leicht von der Hoffnung, die Fed könne moderatere Töne anschlagen und einen taubenhaften Ausblick liefern. Advantest ziehen um 4 Prozent an, angetrieben von einem Gewinnsprung um 64 Prozent nach neun Monaten. Lasertec büßen indes 8,5 Prozent ein. Das Unternehmen rechnet mit einem Einbruch des Auftragseingangs um 44 Prozent im Geschäftsjahr.

06:30 Uhr

Das wird heute wichtig für den DAX

Im bisherigen Wochenverlauf hat sich der DAX bislang nicht groß aus der Deckung gewagt. Den leichten Einbußen vom Montag ließ er im Dienstagsgeschäft ein paar positive Pünktchen folgen, schloss bei einem Stand von 15.129 Punkten. Das Wichtige: Die psychologisch wichtige 15.000er Marke hält. Bislang.

DAX
DAX 15.195,37

Denn nun steht die erste wichtige Zinssitzung des Jahres an: Die US-Notenbank Federal Reserve verkündet sie wie gewohnt am Abend MEZ, also nach Börsenschluss hierzulande. Die meisten Marktteilnehmer gehen von Erhöhungen der Zinssätze in den USA um 0,25 Prozentpunkte aus. "Dabei sind wichtige Fragen noch unbeantwortet: Wann endet der Zinserhöhungszyklus und wie schwächt dieser die Volkswirtschaften?", schreiben die Analysten der Helaba.

Setzt Powell eine DAX-Korrekturwelle in Gang?

Laut Thomas Altmann, Portfolio-Manager vom Vermögensverwalter QC Partners, könnten die Anmerkungen des Fed-Präsidenten Jerome Powell durchaus für Unruhe sorgen und die Gewinne der Jahresanfangsrally aufzehren. Seit Jahresbeginn hat der DAX deutlich zugelegt und einen Großteil seiner 2022er Verluste bereits wieder wettgemacht. "Vor sechs Wochen hat die US-Notenbank die Party an den Börsen jäh beendet. Und das könnte sich nun wiederholen", warnt Altmann. Es sei gut vorstellbar, dass Powell den Börsianern deutlich sagt, dass sie die Inflation nicht frühzeitig als besiegt betrachten sollten, und dass sich ihre Erwartung mit Zinssenkungen ab dem Herbst nicht erfüllen wird.

Und auch die Berichtssaison bietet Anhaltspunkte für Investorenentscheidungen. Am Morgen liefern etwa Software AG, Novartis, Novo Nordisk, Glencore, GSK und Vodafone Geschäftsergebnisse. Am Mittag folgt aus den USA T-Mobile US, nach US-Börsenschluss legt noch Meta seine Quartalszahlen offen.

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