Der Börsen-Tag
18. Juni 2025
imageHeute mit Juliane Kipper und Jan Gänger
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17:38 Uhr

Dax verliert deutlich

Der deutsche Aktienindex geht mit Verlusten in den Feierabend. Der Dax gibt 0,4 Prozent auf 23.323 Punkte ab. Mittelpunkt stehen der Krieg im Nahen Osten und die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.

Dax verliert deutlich
17:26 Uhr

Aktien von Scholar Rock heben ab

Positive Ergebnisse einer Medikamentenstudie treiben die Aktien des US-Biotechunternehmens Scholar Rock an. Die Papiere legen um fast 10 Prozent zu. Scholar Rock teilte mit, dass sein Medikament Apitegromab in Kombination mit dem Abnehmmittel Zepbound von Eli Lilly geholfen habe, die Muskelmasse bei adipösen Teilnehmern einer klinischen Studie zu erhalten.

Patienten, die beide Mittel über 24 Wochen einnahmen, bewahrten laut Scholar Rock 54,9 Prozent ihrer fettfreien Körpermasse. Dies entspreche zusätzlichen 1,9 Kilogramm im Vergleich zur Probandengruppe, die nur Zepbound eingenommen hatte.

Der mit der Therapie mit Abnehmspritzen wie Zepbound und Novo Nordisks Wegovy einhergehende Muskelabbau bereitet einigen Ärzten Sorgen - unter anderem wegen eines möglichen erhöhten Sturzrisikos bei älteren Patienten. Auch andere Unternehmen wie Regeneron und Veru arbeiten daher an Therapien, die diesem Problem entgegenwirken sollen.

Aktien von Scholar Rock heben ab
16:57 Uhr

Trump sinniert über eigene Rolle als Notenbank-Chef

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(Foto: picture alliance / Photoshot)

US-Präsident Donald Trump hat Notenbankchef Jerome Powell wenige Stunden vor dem anstehenden Zinsentscheid erneut mit Kritik überzogen. Dieser habe "schlechte Arbeit" geleistet und werde wahrscheinlich die Zinsen wieder nicht senken, sagte er vor Reportern und sinnierte dabei, ob er sich nicht selbst zum Chef der US-Notenbank ernennen sollte. "Powell ist zu spät", sagte Trump und bezog sich dabei auf seinen Wunsch nach Zinssenkungen.

Trump hatte Powell Ende Mai zu einem persönlichen Gespräch getroffen, nachdem er den Fed-Chef zuvor als "Narren" und "Dummkopf" beschimpft hatte. Turmp ließ Powell nach der Unterredung im Weißen Haus wissen, dass er einen Fehler begehe, wenn er die Zinsen nicht senke. Trump hatte in seiner ersten Amtszeit Powell zum Notenbankchef ernannt.

Die Finanzmärkte halten es für sehr wahrscheinlich, dass der Zinsentscheid am Abend (20.00 deutscher Zeit) keine Veränderung des Schlüsselsatzes bringen wird. Der Leitzins dürfte damit in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent bleiben. In diesem Bereich liegt er bereits seit Dezember - sehr zum Ärger des US-Präsidenten, der die unabhängige Notenbank schon seit längerer Zeit zu einer Lockerung drängt. Unlängst verschärfte er den Ton und deutete sogar nicht näher beschriebene Zwangsmaßnahmen an.

Trump sinniert über eigene Rolle als Notenbank-Chef
16:01 Uhr

Wall Street orientierungslos

Wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed zeigen sich die Anleger an der Wall Street vorsichtig. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 tendieren zur Eröffnung kaum verändert bei 42.216 und 5985 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tritt mit 19.514 Zählern ebenfalls auf der Stelle.

Wall Street orientierungslos
15:37 Uhr

Aktie von Thyssenkrupp verliert kräftig

Die Kritik der IG Metall an Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez belastet die Aktie des Industriekonzerns. Die Titel geben fast 5,5 Prozent nach und sind mit 8,38 Euro so billig wie seit Anfang April nicht mehr.

Kurz vor einer erwarteten Vertragsverlängerung geht die IG Metall zu dem umstrittenen Vorstandschef auf Konfrontationskurs. "Aus heutiger Sicht werde ich nicht für eine Verlängerung stimmen und das ist auch das Signal der IG Metall insgesamt", sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft und stellvertretende Aufsichtsratschef des Konzerns, Jürgen Kerner der Nachrichtenagentur Reuters.

Aktie von Thyssenkrupp verliert kräftig
15:15 Uhr

Dax fällt tiefer

Der Dax baut die Verluste aus und liegt nun 0,5 Prozent hinten. Im Handel ist von einer hohen Nervosität die Rede. Auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer bedingungslosen Kapitulation hat der Oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, erklärt, sein Land werde nicht kapitulieren und jede US-Militärintervention werde irreparable Folgen haben. Das "Nein" aus dem Iran sei zwar absehbar gewesen, heißt es am Markt. Entspannung sehe aber anders aus.

Dax fällt tiefer
14:48 Uhr

Zoff um Thyssenkrupp-Chef Lopez

Kurz vor der erwarteten Vertragsverlängerung von Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez geht die IG Metall zu dem umstrittenen Vorstandschef auf Konfrontationskurs. "Aus heutiger Sicht werde ich nicht für eine Verlängerung stimmen und das ist auch das Signal der IG Metall insgesamt", sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft und stellvertretende Aufsichtsratschef des Konzerns, Jürgen Kerner. "Über eine Vertragsverlängerung sollte erst gesprochen und entschieden werden, wenn die betreffende Person geliefert hat." Das sei bei Lopez nicht der Fall. Die Stahlsparte brauche ein Zukunftskonzept. Da habe sich aber seit über einem Jahr nichts getan. Dass ein stellvertretender Aufsichtsratschef gegen eine Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden stimmt, dürfte in Deutschland Seltenheitswert haben.

Ein Thyssenkrupp-Sprecher verwies auf Aussagen von Lopez am vergangenen Wochenende, wonach eine Restrukturierung des Stahlbereichs Priorität habe. Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp kommt am Freitag zusammen. Dabei geht es Insidern zufolge um die Pläne für eine Verselbstständigung der Marinesparte und um eine Verlängerung des Vertrags von Lopez. Dieser hatte vor zwei Jahren die Führung des kriselnden Traditionskonzerns übernommen.

Bei dem geplanten Umbau des Unternehmens ist er immer wieder mit den Arbeitnehmervertretern in Konflikt geraten. Um seine Vertragsverlängerung muss er aber kaum fürchten, da bei einer Pattsituation Aufsichtsratschef Siegfried Russwurm mit seiner Doppelstimme eine Mehrheit für Lopez erzielen kann.

Zoff um Thyssenkrupp-Chef Lopez
14:14 Uhr

Trump sorgt für Kursverluste bei Pharma-Aktien

Die Aussicht auf US-Zölle für den Pharmasektor belastet die britischen Arzneimittelhersteller AstraZeneca und GSK. Die Anteilsscheine der beiden Konzerne verbilligen sich in London um jeweils rund 2 Prozent.

Anleger reagierten negativ auf Donald Trumps Drohung mit Zöllen auf Pharmazeutika, sagte Michael Field, Aktienstratege bei Morningstar. Der US-Präsident hatte gestern angekündigt, dass Zölle auf den Pharmasektor "sehr bald kommen" würden. Der europäische Branchenindex gab gut 1 Prozent nach.

Trump sorgt für Kursverluste bei Pharma-Aktien
13:37 Uhr

Diese Börse hat sich in diesem Jahr am besten entwickelt

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(Foto: REUTERS)

Athen hat sich in der Jahresperformance an die Spitze der Gewinnerliste unter den Weltbörsen gesetzt, wie eine Aufstellung von Wellenreiter-Invest zeigt. Der MSCI-Länder-ETF Griechenlands hat in diesem Jahr in Euro gerechnet knapp 29 Prozent zugelegt. Dahinter folgen die Börsen in Warschau, Madrid und Wien. Platz 5 belegt mit Seoul die erste nichteuropäische Börse. Dann folgen Mailand und, mit einer Performance von knapp 16 Prozent auf Platz 7, der deutsche Markt.

Auffällig ist, dass sich der steigende Ölpreis noch nicht positiv auf die Börsen in Saudi-Arabien, Katar oder den Emiraten auswirkt. Mit einem Minus zwischen knapp 5 und knapp 18 Prozent in Euro gerechnet liegen sie im hinteren Bereich der Rangliste. "Offenbar hält die Angst vor einem Flächenbrand in der Region die Investoren zurück", so Wellenreiter-Analyst Robert Rethfeld.

Im hinteren Bereich liegt auch der US-Markt, dessen MSCI-Länder-ETF in Euro dieses Jahr mehr als 8 Prozent verloren hat.

Diese Börse hat sich in diesem Jahr am besten entwickelt
13:09 Uhr

Verunsicherung an der Wall Street

Das seit Beginn des Nahostkrieges zu beobachtende tägliche Wechselspiel von Abschlägen mit anschließender Erholung dürfte sich heute an der Wall Street fortsetzen. Nach den Verlusten des Vortages deutet der Aktienterminmarkt nun eine etwas festere Starttendenz am Kassamarkt an. Für Gesprächsstoff sorgt vor allem die Frage, ob die USA in den zwischen Israel und dem Iran eintreten.

Zwar verschärfte US-Präsident Donald Trump zuletzt mit der Forderung nach einer Kapitulation des Irans den Ton, zu einem unmittelbaren Kriegseintritt der USA äußerte er sich jedoch nicht konkret. Auch planten die USA nicht, den obersten iranischen Führer Ali Khamenei zu töten - jedenfalls derzeit nicht, wie Trump ausführte.

Anleger tun sich mit der Interpretation der Trump'schen Aussagen schwer, setzen aber weiterhin darauf, dass sich die USA nicht direkt am Krieg beteiligen. Gestützt wird der Markt von den wieder nachgebenden Ölpreisen. Diese gelten als Seismograph für die Marktstimmung im Nahostkrieg. Untermauert wird dies durch ein Nachgeben des als "Angstbarometer" bekannten Volatilitätsindex VIX.

Verunsicherung an der Wall Street
12:48 Uhr

Öl wird etwas billiger

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(Foto: REUTERS)

Nach dem sprunghaften Anstieg gibt der Ölpreis indes zur Wochenmitte leicht nach. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligten sich um rund ein halbes Prozent auf 76,06 und 74,50 Dollar je Barrel. "Die Märkte versuchen, das Risiko einer großen US-Militärintervention einzuschätzen", sagt Joseph Capurso von der Commonwealth Bank of Australia. "Es ist schwer zu sagen, was genau der Markt denkt. Aber wenn man sich den Ölpreis und die Währungen anschaut, dann wird sicherlich zumindest ein gewisses Risiko eingepreist, dass dort etwas sehr Schlimmes passiert."

Am Devisenmarkt konnte der Dollar seine jüngsten Kursgewinne gegenüber den anderen Währungen größtenteils halten. "Der Krieg hat gezeigt, dass der US-Dollar in bestimmten Situationen immer noch einen gewissen Zufluchtsort darstellt, zum Beispiel wenn der Krieg das Risiko einer Störung der weltweiten Ölversorgung erhöht", sagt Thierry Wizman, Devisen-Stratege bei der Macquarie Group.

Öl wird etwas billiger
12:10 Uhr

Anleger sind extrem vorsichtig

Nach den jüngsten Kursverlusten bleiben die Anleger an den europäischen Aktienmärkten nervös. Dax und EuroStoxx50 geben leicht auf 23.403 beziehungsweise 5285 Punkte nach. Investoren treiben vor allem die Fragen um, wie es im Nahen Osten weitergeht und ob die USA aktiv in den Krieg zwischen Israel und dem Iran eintreten werden, wie Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sagt. "Wir sind weit von einer Panik entfernt, aber wir sehen eine deutlich erhöhte Unsicherheit."

Anleger sind extrem vorsichtig
11:50 Uhr

AliExpress macht Zugeständnisse

Der Online-Marktplatz AliExpress will nach Druck der EU-Kommission künftig verstärkt gegen illegale und potenziell gefährliche Produkte wie Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel vorgehen. Zudem sollen Verbraucherinnen und Verbraucher verdächtige Produkte einfacher melden können, teilte die EU-Kommission mit. Hintergrund der Zugeständnisse von AliExpress ist ein Verfahren der Kommission gegen die Plattform.

Die Brüsseler Behörde hatte die Vorwürfe im März vergangenen Jahres veröffentlicht, nun versucht der Online-Marktplatz sie auszuräumen. Sie sind nach Angaben der Kommission rechtlich verbindlich. Sollte AliExpress gegen sie verstoßen, werden demnach umgehend Strafen verhängt.

Zudem habe die Plattform zugesichert, die Werbe- und Empfehlungssysteme transparenter zu gestalten und Händler besser rückverfolgen zu können.

AliExpress macht Zugeständnisse
11:23 Uhr

Inflation geht zurück

Die Inflation in der Eurozone ist im Mai erstmals seit Monaten unter die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) gefallen. Waren und Dienstleistungen in der 20-Länder-Gemeinschaft verteuerten sich um durchschnittlich 1,9 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat seine erste Schätzung bestätigte. Niedriger lag die Inflationsrate zuletzt im September 2024 mit 1,7 Prozent. Im April betrug sie noch 2,2 Prozent. Die EZB peilt mittelfristig zwei Prozent an, was sie als optimal für den Euroraum erachtet.

Entlastet wurden die Verbraucher von sinkenden Energiepreisen. Diese fielen um 3,7 Prozent im Vergleich zum Mai 2024. Allerdings hat sich Öl infolge des Krieges zwischen Israel und Iran in den vergangenen Tagen wieder deutlich verteuert. Sollte sich der Konflikt ausweiten, rechnen Ökonomen mit einem noch kräftigeren Anstieg und damit mehr Inflationsdruck. Preistreiber blieben "Lebensmittel, Alkohol und Tabak" sowie Dienstleistungen, die sich jeweils um 3,2 Prozent verteuerten.

Inflation geht zurück
10:51 Uhr

Umsatz der Fahrradbranche sinkt - und Kunden profitieren

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Nachwehen des verpufften Corona-Booms sind in weiten Teilen der Wirtschaft zu spüren - auch in der Fahrradbranche.

Erstmals seit 2019 ist der Umsatz der Fahrradbranche in Deutschland gesunken. Im vergangenen Jahr gingen zudem Jobs verloren, zeigen neue Zahlen des Verbands "Zukunft Fahrrad", die in Berlin vorgestellt wurden. Positiv aus Kundensicht: Sie können sich über Rabatte freuen.

"Das Jahr 2024 markierte nach dem Aufschwung der vorherigen Jahre einen relativen Tiefpunkt für die Fahrradbranche, ähnlich wie die deutsche Wirtschaft", heißt es. "Unternehmen litten unter nachlassender Nachfrage, Preisrückgängen und den Nachwehen überfüllter Lager."

2024 erzielte die Fahrradbranche mit Herstellung, Handel, Reparaturen und Services - darunter Dienstrad-Leasing und Sharing-Dienste - einen Umsatz von 27,2 Milliarden Euro - sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der direkt Beschäftigten sank 2024 auf 76.700 nach 77.500 im Vorjahr.

Allerdings folgt der Rückgang auf einen Boom in der Corona-Pandemie, als viele Menschen das Radeln als Draußen-Sport mit Abstand entdeckten. Zwischen 2019 und 2023 verdoppelte sich der Umsatz mit Herstellung, Handel und Dienstleistungen fast. Doch in den goldenen Zeiten verschätzten sich viele Händler: Als die Nachfrage wieder abebbte, saßen sie auf hohen Lagerbeständen, die sich erst langsam leeren.

Umsatz der Fahrradbranche sinkt - und Kunden profitieren
10:09 Uhr

Deutsche Pfandbriefbank verlässt die USA

Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) tritt nach jahrelangen Schwierigkeiten den Rückzug aus den USA an. Wegen der damit verbundenen Kosten könnte das auf Immobilienfinanzierung spezialisierte Geldhaus in diesem Jahr Verlust schreiben, wie die pbb mitteilte.

Das US-Portfolio von rund 4,1 Milliarden Euro hätte demnach im Schnitt noch eine Restlaufzeit von rund zweieinhalb Jahren. Vorstand und Aufsichtsrat haben der Börsenpflichtmitteilung zufolge nun aber beschlossen, dieses "wertschonend zu verkaufen, zu verbriefen oder auslaufen zu lassen".

Die Probleme in den USA sind eine Corona-Folge, mit der die pbb schon lange vor der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump kämpfte. Die Pandemie und der damit verbundene massenhafte Umzug der Belegschaften ins Homeoffice zogen auf dem US-Büroimmobilienmarkt einen großen Preisverfall nach sich.

Deutsche Pfandbriefbank verlässt die USA
09:57 Uhr

Peking fördert den digitalen Yuan

China treibt die internationale Nutzung seiner Landeswährung Yuan voran. Dazu werde in Shanghai ein internationales Operationszentrum für den digitalen Yuan (e-CNY) eingerichtet, kündigte Zentralbankchef Pan Gongsheng bei einem Treffen hochrangiger in- und ausländischer Führungskräfte aus der Finanzbranche und von Regulierungsbehörden an.

Die Volksrepublik verfolgt seit Langem das Ziel, den Yuan zu einer globalen Währung zu machen - ähnlich, wie es beim Euro und dem Dollar der Fall ist. Das soll die Bedeutung als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt widerspiegeln. Digitale Technologien legten die Schwächen der traditionellen grenzüberschreitenden Zahlungssysteme offen, sagte der Notenbankchef. Diese seien weniger effizient und anfällig für geopolitische Risiken.

"Traditionelle grenzüberschreitende Zahlungsverkehrsinfrastrukturen können leicht politisiert und als Waffe eingesetzt werden, um einseitige Sanktionen zu verhängen, die der globalen Wirtschafts- und Finanzordnung schaden", betonte Pan. Ein neues System könne einigen Währungen den Weg ebnen, sich in ihren jeweiligen Regionen durchzusetzen und die Abhängigkeit vom Dollar zu verringern

Peking fördert den digitalen Yuan
09:37 Uhr

Dax stabil: Anleger halten lieber die Füße still

Nach dem jüngsten Rücksetzer hat sich der Dax wieder gefangen. Der deutsche Leitindex eröffnet stabil bei 23.435 Punkten. Die Unsicherheit, wie es im Nahen Osten weitergeht, bleibe aber hoch, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Insbesondere die Frage, ob die USA aktiv in den Krieg eintreten werden, mache Anleger nervös. "Vor allem traut sich im Moment kaum jemand, neue Positionen einzugehen."

Bei den Einzelwerten trieben Spekulationen auf eine Übernahme Gerresheimer-Aktien um rund vier Prozent nach oben. Der Verpackungshersteller teilte mit, KPS Capital Partners führe weiterhin Gespräche mit Warburg Pincus über eine Übernahme. "Hin und her, hin und her - vorerst eine positive Nachricht", kommentierte ein Händler. Größter Dax-Gewinner war Airbus mit einem Plus von zwei Prozent. Die Ausweitung der Ausschüttungsquote für die Dividende auf 30 bis 50 Prozent von derzeit 30 bis 40 Prozent wirke sich positiv aus, sagte ein Börsianer.

Dax stabil: Anleger halten lieber die Füße still
09:17 Uhr

Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im April gestiegen

Der Aufwärtstrend im deutschen Wohnungsbau setzt sich nach Jahren der Krise fort. Die Zahl der Baugenehmigungen wuchs im April wegen der höheren Nachfrage nach Einfamilienhäusern um 4,9 Prozent auf 18.500, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Von Januar bis April wurden damit 73.900 Wohnungen genehmigt - das waren 3,7 Prozent oder 2700 mehr als im Vorjahreszeitraum. Höhere Zinsen und teure Baumaterialien hatten zuvor den jahrelangen Bauboom beendet.

Frische Impulse könnten von der Politik kommen. In Berlin tagt heute das Kabinett unter Leitung von Vize-Kanzler Lars Klingbeil. Dabei soll der sogenannte Bau-Turbo beschlossen werden. Dahinter verbergen sich Änderungen im Baugesetzbuch. So sollen Kommunen die Möglichkeit erhalten, Genehmigungsverfahren zu straffen, indem sie von Bebauungsplänen abweichen können. Ziel ist es, dass schneller gebaut, nachverdichtet oder aufgestockt werden kann.

Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen im April gestiegen
08:49 Uhr

Continental verkauft italienischen Bremsen-Standort

Der vor der Aufspaltung stehende Autozulieferer Continental trennt sich von seinem Standort im italienischen Cairo Montenotte. Der Münchener Finanzinvestor Mutares werde das Werk und den Forschungsstandort mit 400 Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa 100 Millionen Euro übernehmen, teilten die Unternehmen mit. Der Deal solle im vierten Quartal dieses Jahres über die Bühne gehen.

"Wir sind überzeugt, dass Mutares mit seiner umfangreichen Erfahrung im Automobilgeschäft der richtige Eigentümer ist, um den Standort in die Zukunft zu führen", erklärte Continental-Vorstandsmitglied Philipp von Hirschheydt.

Continental verkauft italienischen Bremsen-Standort
08:23 Uhr

Übernahmespekulationen treiben Gerresheimer

Weiter köchelnde Spekulationen auf eine Übernahme sorgen bei Gerresheimer für Rückenwind. Die Titel steigen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um mehr als vier Prozent.

Der Verpackungshersteller teilte mit, KPS Capital Partners führe weiterhin Gespräche mit Warburg Pincus über eine Übernahme. Es sei aber nicht absehbar, ob und wann ein öffentliches Übernahmeangebot abgegeben werde. "Hin und her, hin und her - vorerst eine positive Nachricht", kommentierte ein Händler. Um den Konzern gibt es immer wieder Übernahmespekulationen.

Übernahmespekulationen treiben Gerresheimer
07:46 Uhr

Airbus stellt neue Dividendenpolitik vor

Airbus stellt den Aktionären höhere Ausschüttungen in Aussicht: Die Dividendenausschüttungsquote soll von derzeit 30 bis 40 Prozent auf künftig 30 bis 50 Prozent erhöht werden, kündigte der Flugzeughersteller anlässlich des Investorentages an.

Zudem bekräftigte der Konzern seinen Ausblick für das laufende Gesamtjahr. Das bereinigte EBIT soll demnach bei rund 7 Milliarden Euro liegen. Bei den Flugzeugauslieferungen plant Airbus mit etwa 820 Maschinen.

Airbus stellt neue Dividendenpolitik vor
07:36 Uhr

Dax niedriger erwartet

Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex 1,1 Prozent tiefer bei 23.434,65 Punkten geschlossen. Für erneut fallende Kurse an den Börsen sorgte der anhaltende Konflikt zwischen dem Iran und Israel. Verunsichert blickten Anleger vor allem auf den erneuten Anstieg des Ölpreises.

Im Mittelpunkt steht der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed. Trotz anhaltender Kritik aus dem Weißen Haus dürften die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell eine Zinssenkung auf die lange Bank schieben. Der geldpolitische Schlüsselsatz wird damit voraussichtlich in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent bleiben. In diesem Bereich liegt er bereits seit Dezember 2024 - sehr zum Ärger von US-Präsident Donald Trump, der auf eine kräftige Senkung dringt. Bei den Konjunkturdaten blicken Börsianer vor allem auf die endgültigen Inflationsdaten für die Eurozone im Mai. Auf der Unternehmensseite steht unter anderem die Hauptversammlung von Delivery Hero im Terminkalender.

Dax niedriger erwartet
07:32 Uhr

Geringster Filialrückgang deutscher Banken seit 10 Jahren

Die deutschen Banken haben im vergangenen Jahr rund 560 Filialen geschlossen. Das entspricht einem Minus von 2,8 Prozent - was so gering ist wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das hat das Analysehaus Barkow Consulting auf Basis von Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) ermittelt. Die Erhebung liegt dem Handelsblatt vor. Demnach zählte die EZB zum Jahresende in Deutschland 18.933 Filialen. Ein Jahr zuvor waren es rund 19.500 gewesen. Vor zehn Jahren hatte es demnach noch gut 35.000 Geschäftsstellen gegeben, vor 25 Jahren sogar fast 60.000. In den Jahren 2020 und 2021 hatten die Geldhäuser noch relativ viele Standorte geschlossen. Das Minus betrug jeweils knapp 10 Prozent.

Geringster Filialrückgang deutscher Banken seit 10 Jahren
07:14 Uhr

Dritte Verlängerung: Tiktok bekommt neue Gnadenfrist

Tiktok bekommt eine weitere Schonfrist. US-Präsident Donald Trump wird ein Dekret unterzeichnen, das Tiktok vor der Durchsetzung eines Gesetzes bewahrt, das die App verbietet oder einen Verkauf erzwingt. "Wie er schon oft gesagt hat, möchte Präsident Trump nicht, dass Tiktok untergeht", sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. "Diese Verlängerung gilt für 90 Tage", sagte sie. Während dieser Zeit wolle die Regierung sicherstellen, dass ein Deal abgeschlossen wird, "sodass die US-Bevölkerung Tiktok weiterhin mit der Gewissheit nutzen kann, dass ihre Daten sicher und geschützt sind".

Es ist die dritte Verlängerung seit Trumps Amtsantritt im Januar. Die aktuelle läuft am Donnerstag aus. Das Weiße Haus hat den Rahmen für ein Abkommen ausgearbeitet, das es Investoren ermöglichen würde, ein von den USA aus betriebenes Tiktok zu übernehmen. Dies wurde aber durch die Handelsverhandlungen mit China aufgehalten. Das Abkommen liege auf dem Tisch, aber solange die Spannungen mit Peking nicht beigelegt sind, sei es unwahrscheinlich, dass ein Deal zustande kommt, sagten Regierungsvertreter.

Dritte Verlängerung: Tiktok bekommt neue Gnadenfrist
06:53 Uhr

US-Notenbank dürfte Trump enttäuschen

Die Fed wird ihre Zinsentscheidung heute um 20.00 Uhr (MESZ) veröffentlichen. Die Fed wird zudem ihre Projektionen zu Zinsen, Inflation und Wachstum aktualisieren. Ökonomen erwarten allgemein, dass die US-Notenbank bei ihrer anstehenden Sitzung die Zinspause verlängern und an ihrer Auffassung festhalten wird, dass sie es sich leisten kann, bei Zinssenkungen geduldig zu sein. Da die Inflationsrisiken nach wie vor hoch sind, hat die Zentralbank deutlich gemacht, dass sie vor einer weiteren Zinssenkung deutlichere Anzeichen einer Abschwächung des Arbeitsmarktes sehen muss.

Genauso wie die Europäische Zentralbank (EZB) im Euroraum ist die US-Notenbank Fed unabhängig. Die Politik hat keinen direkten Einfluss auf die Zinsentscheidungen. Das hält Politiker aber nicht davon ab, sich mit Forderungen zu Wort zu melden. In den USA kommen dabei die lautesten Wünsche und Beschimpfungen von US-Präsident Donald Trump selbst. Er fordert seit Monaten niedrigere Zinsen, um die Konjunktur zusätzlich anzukurbeln.

Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, greift er Fed-Chef Jerome Powell auch immer wieder persönlich an. Erst vergangene Woche beschimpfte er ihn als "Hohlkopf". Mitunter empfahl er ihm auch, sich ein Vorbild an den Zinssenkungen der EZB zu nehmen. Diese hat den Leitzins zuletzt auf 2,0 Prozent gesenkt.

US-Notenbank dürfte Trump enttäuschen
06:47 Uhr

Asiatische Börsen wegen Fed-Entscheidung in Wartestellung

Während die Sorge um eine Eskalation der Feindseligkeiten im Nahen Osten weiterhin anhielt, haben sich die Anleger an den asiatischen Börsen im frühen Handel offenbar in eine Art Wartestellung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed begeben. Die japanische Börse hat fester tendiert. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent auf 38.791,80 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,5 Prozent höher bei 2.801,69 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 0,3 Prozent auf 3.378,65 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,1 Prozent auf 3.866,05 Punkte.

Die US-Einzelhandelsumsätze sind im Mai um mehr als die erwarteten 0,9 Prozent gesunken, wie Daten vom Dienstag zeigen, was den stärksten Rückgang seit vier Monaten darstellt. Es wird erwartet, dass die Fed die Zinssätze beibehält, obwohl der Schwerpunkt auch auf den aktualisierten Prognosen der Zentralbank für die Wirtschaft und den Leitzins liegen wird. "Wir erwarten nicht viel Neues von der Fed", sagte Erik Weisman, Chefökonom bei MFS Investment Management und fügte hinzu: "Der einzige Bereich, der von Interesse sein könnte, sind die neuen Prognosen im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Projektionen der Wirtschaftsprognosen, die auf ein etwas langsameres Wachstum in Verbindung mit einer etwas höheren Inflation hindeuten könnten."

Die Anleger wurden zunehmend nervös wegen der Möglichkeit, dass sich die USA direkt am Konflikt zwischen Israel und dem Iran beteiligen könnten. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag die bedingungslose Kapitulation des Iran gefordert und gewarnt, dass die Geduld der USA am Ende sei. "Die Märkte versuchen, das Risiko einer großen US-Militärintervention einzuschätzen. Es ist schwer zu sagen, was genau der Markt denkt, aber wenn man sich den Ölpreis und die Währungen anschaut, dann preisen sie sicherlich zumindest ein gewisses Risiko ein, dass dort etwas sehr Schlimmes passieren könnte", sagte Joseph Capurso, Leiter der Abteilung für internationale und nachhaltige Wirtschaft bei der Commonwealth Bank of Australia (CBA).

Die Börsen in Japan nahmen die Entscheidung der Bank of Japan (BOJ) vom Dienstag, die Zinssätze konstant zu halten und das Tempo ihrer Bilanzreduzierung im nächsten Jahr zu verlangsamen, gelassen hin. Schlechte Nachrichten kamen allerdings nach der Veröffentlichung der neuesten Exportzahlen: Japans Exporte sind im Mai zum ersten Mal seit acht Monaten gesunken. Die Gesamtexporte sanken im Mai wertmäßig um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was unter der mittleren Marktprognose von 3,8 Prozent liegt und auf einen Anstieg von zwei Prozent im April folgt. Die Ausfuhren in die USA fielen im vergangenen Monat um 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Ausfuhren nach China um 8,8 Prozent zurückgingen, wie die Daten zeigten. Dies deutet darauf hin, dass die weitreichenden US-Zölle die fragile wirtschaftliche Erholung des Landes bedrohen. Der japanische Ministerpräsident Shigeru Ishiba und US-Präsident Donald Trump haben sich noch nicht auf ein Handelsabkommen geeinigt.

Asiatische Börsen wegen Fed-Entscheidung in Wartestellung
06:30 Uhr

Dax hat mit Nahost, Fed und Bau-Turbo zu tun

Die Furcht vor einer Ausweitung des Konflikts zwischen dem Iran und Israel hat die Anleger an den europäischen Aktienmärkten am Dienstag vorsichtig agieren lassen. Der Dax rutschte nach den Gewinnen zu Wochenbeginn wieder deutlich ab. Für Nervosität sorgte auch, dass US-Präsident Donald Trump die Bevölkerung in Teheran auf seiner Plattform Truth Social aufgefordert hat, die Stadt zu verlassen. Zudem verließ er den G7-Gipfel in Kanada vorzeitig. Dies habe aber nichts mit der Arbeit an einem Waffenstillstand zu tun, stellte er später klar.

Heute geht der Blick in die USA. Trotz anhaltender Kritik aus dem Weißen Haus dürfte die Federal Reserve eine Zinssenkung auf die lange Bank schieben. Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell werden den geldpolitischen Schlüsselsatz voraussichtlich in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent halten. In diesem Bereich liegt er bereits seit Dezember 2024 - sehr zum Ärger von US-Präsident Donald Trump, der auf eine kräftige Senkung dringt. Trotz höherer Importzölle zog die Inflation zuletzt nur wenig an. Volkswirte geben jedoch noch keine Entwarnung, weil der von Trump ausgelöste Zollschock womöglich erst später auf die US-Verbraucherpreise durchschlagen wird. Die Zinsentscheidung der Fed wird um 20.00 Uhr MESZ bekannt gegeben.

Wichtig für die deutsche Wirtschaft: In Berlin tagt das Kabinett unter Leitung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der SPD-Chef ist gleichzeitig auch Vizekanzler. Dabei soll der sogenannte Bau-Turbo beschlossen werden. Dahinter verbergen sich Änderungen im Baugesetzbuch. So sollen Kommunen die Möglichkeit erhalten, Genehmigungsverfahren zu straffen, indem sie von Bebauungsplänen abweichen können. Ziel ist es, dass schneller gebaut, nachverdichtet oder aufgestockt werden kann. Klingbeil und Bauministerin Verena Hubertz wollen die Pläne am Vormittag gemeinsam der Presse vorstellen.

Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Dax hat mit Nahost, Fed und Bau-Turbo zu tun