Der Börsen-Tag
22. April 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Max Borowski
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16:54 Uhr

Vertrauen der Verbraucher im Euroraum trübt sich ein

Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im April eingetrübt. Der von der EU-Kommission ermittelte Index verringerte sich um 4,2 auf minus 20,6 Punkte.

Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 17,1 prognostiziert. Der Wert für März wurde auf minus 16,4 von minus 16,3 Punkte korrigiert. Für die EU-27 ging der Wert um 4,0 Punkte zurück auf minus 19,4. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für April wird in der kommenden Woche veröffentlicht.

Vertrauen der Verbraucher im Euroraum trübt sich ein
16:30 Uhr

Italien lehnt deutsche Forderung bei Commerzbank-Übernahme "selbstverständlich" ab

Die italienische Regierung lehnt eine mögliche Verlegung des Hauptsitzes oder zentraler Funktionen der heimischen Großbank UniCredit im Zuge einer Commerzbank-Übernahme nach Deutschland ab. "Selbstverständlich wären wir nicht dafür", sagte Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti nach einer Kabinettssitzung. Ein Sprecher von UniCredit betonte, dass das Institut keine Pläne habe, seinen Hauptsitz im Rahmen einer möglichen Übernahme des Frankfurter Instituts nach Deutschland zu verlegen. "Wie UniCredit wiederholt erklärt hat, befindet sich der Hauptsitz der Gruppe in Italien und wird dort auch bleiben. Es gab keine Diskussionen oder gar Forderungen, die dem widersprechen", sagte der Sprecher.

Unter anderem hatte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Armand Zorn, gefordert, dass im Falle einer Übernahme der Commerzbank durch die UniCredit der Hauptsitz des neuen Instituts in Deutschland sein müsse.

Italien lehnt deutsche Forderung bei Commerzbank-Übernahme "selbstverständlich" ab
16:14 Uhr

Geschäftszahlen von US-Konkurrenten pushen Siemens Energy

Siemens Energy bauen die Gewinne seit Veröffentlichung starker Geschäftszahlen von GE Vernova aus und liegen nun 5,7 Prozent vorne. GE Vernova hat erneut ein Quartal mit übertroffenen Erwartungen und einer Prognoseanhebung vorgelegt, wobei Umsatz, EBITDA, Auftragseingang und freier Cashflow in den Kernsegmenten Power und Electrification allesamt über den Erwartungen lagen, wie die Analysten von JP Morgan feststellen. Positiv dürfte am Markt auch ankommen, dass GE Vernova bislang nur minimale negative Auswirkungen auf das Geschäft wegen des Irankriegs erkennt. Für GE Vernova geht es im frühen US-Handel um 12 Prozent nach oben.

Geschäftszahlen von US-Konkurrenten pushen Siemens Energy
15:52 Uhr

Bundesbank sieht trotz Krieg leichtes Wirtschaftswachstum

Die deutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung der Bundesbank trotz vieler Krisen mit einem Mini-Wachstum ins laufende Jahr gestartet. "Trotz fortbestehender Belastungsfaktoren und zusätzlichem Gegenwind durch den Krieg im Nahen Osten dürfte das reale BIP im ersten Quartal 2026 saisonbereinigt leicht zugelegt haben", schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht

April. Erste amtliche Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Monaten 2026 gibt es nächste Woche Donnerstag (30.4.) vom Statistischen Bundesamt.

Bundesbank sieht trotz Krieg leichtes Wirtschaftswachstum
15:31 Uhr

Fed könnte Zinsen stärker senken 

Die Märkte unterschätzen womöglich die Aussichten auf Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr. Davon gehen zumindest die Marktexperten Kirstine Kundby-Nielsen und Jens Peter Sorensen von der Danske Bank aus. "Wir erwarten zwei weitere Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte im September und Dezember, was mehr ist, als die Märkte derzeit erwarten", so die Analysten. Die Geldmärkte preisen derzeit nur Zinssenkungen im Umfang von 9 Basispunkten für 2026 ein.

Fed könnte Zinsen stärker senken 
15:02 Uhr

Höchster Stand seit 14 Jahren - Iran-Krieg sorgt für mehr Pleiten

Die Folgen des Iran-Kriegs führen einer Studie zufolge in Deutschland und weltweit zu mehr Firmenpleiten. In der deutschen Wirtschaft dürfte es 2026 nun einen Anstieg um zwei Prozent auf 24.650 Insolvenzen geben, wie am Mittwoch aus einer Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade hervorgeht.

"Das wäre der höchste Stand seit 14 Jahren", sagte Milo Bogaerts, Chef von Allianz Trade im deutschsprachigen Raum. Vor dem Konflikt im Nahen Osten habe man nur mit plus einem Prozent gerechnet. Schon jetzt habe der Krieg auf Deutschland deutliche Auswirkungen. "Auch der US-Handelskrieg ist längst nicht vorbei." Die Folgen seien nicht nur an der Zapfsäule beim teureren Tanken und bei der Inflation zu spüren. "Der Welthandel, Exporte und die deutsche Wirtschaft wurden erneut ausgebremst."

Dennoch bleiben die Fallzahlen deutlich unter dem Negativrekord während der globalen Finanzkrise mit mehr als 32.000 Pleiten. Für 2027 zeichne sich ein leichter Rückgang um zwei Prozent auf 24.150 Insolvenzen ab, erklärte Bogaerts. 

Höchster Stand seit 14 Jahren - Iran-Krieg sorgt für mehr Pleiten
14:38 Uhr

Boeing begeistert Anleger mit geringem Verlust

Ein überraschend geringer Quartalsverlust treibt die Aktien von Boeing vor US-Börsenstart um 4,5 Prozent nach oben. Der Flugzeugbauer meldete für das erste Quartal einen bereinigten Verlust von 20 Cent je Aktie. Analysten hatten laut LSEG-Daten mit einem deutlich höheren Minus von 83 Cent gerechnet.

Das Ergebnis der Rüstungssparte stieg angesichts der weltweiten Spannungen und der Verträge mit dem Pentagon um 50 Prozent. Die Erlöse im zivilen Flugzeugbau legten zwar um 13 Prozent zu, die Sparte schrieb jedoch weiterhin rote Zahlen.

Boeing begeistert Anleger mit geringem Verlust
14:30 Uhr

Bundesregierung halbiert Prognose für das Wirtschaftswachstum

Die Bundesregierung rechnet wegen der Folgen des Iran-Kriegs für dieses Jahr nur noch mit einem Mini-Wachstum in Deutschland und halbiert ihre Konjunkturprognose. Erwartet wird nun ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent - im Januar hatte die Bundesregierung noch mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet.

"Die für dieses Jahr erwartete wirtschaftliche Erholung wird einmal mehr durch externe geopolitische Schocks ausgebremst", sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. "Der Krieg im Iran treibt die Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe. Das belastet die privaten Haushalte und erhöht die Kosten für die deutsche Wirtschaft."

Für 2027 erwartet die Bundesregierung ein Wachstum um 0,9 Prozent.

Bundesregierung halbiert Prognose für das Wirtschaftswachstum
14:03 Uhr

Rheinmetall sichert sich Milliardenauftrag für Kamikaze-Drohnen

Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen Großauftrag im Milliardenbereich für sogenannte Kamikaze-Drohnen erhalten. Ein entsprechender Rahmenvertrag sei am Mittwoch in Koblenz unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen mit. Der erste Abruf aus dem Vertrag habe einen Wert von rund 300 Millionen Euro. Die Auslieferung der Systeme des Typs FV-014, sogenannter Loitering Munition, solle in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen.

Mit der Drohne könne die Bundeswehr eigene Kräfte schützen und kritische Ziele schnell und wirksam bekämpfen, erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Das System mit der Bezeichnung FV-014 hat eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern und einen rund vier Kilogramm schweren Gefechtskopf. Die Drohne kann den Angaben zufolge bis zu 70 Minuten in der Luft bleiben, um Ziele zu beobachten, bevor sie zum Einsatz kommt.

Rheinmetall sichert sich Milliardenauftrag für Kamikaze-Drohnen
13:45 Uhr

An der Wall Street bahnt sich eine freundliche Eröffnung an

Die Schlagzeilen zum Irankrieg halten die Wall Street weiter fest im Griff. Nachdem US-Präsident Donald Trump eine Verlängerung der eigentlich am Mittwoch endenden Waffenruhe mit dem Iran angekündigt hat, steigt der Optimismus wieder an den US-Börsen. Der Aktienterminmarkt deutet einen freundlichen Handelsbeginn am Kassamarkt an.

Am Vortag hatte der Umstand belastet, dass US-Vizepräsident JD Vance seine Pläne für eine Reise nach Pakistan zu Friedensgesprächen mit Iran auf Eis gelegt hatte. "Trumps Verlängerung der Waffenruhe hat über Nacht zu einer gewissen Erholung an den Märkten geführt, nachdem Anleihen und Aktien gestern dies- und jenseits des Atlantiks an Boden verloren hatten", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

An der Wall Street bahnt sich eine freundliche Eröffnung an
13:38 Uhr

Unbekümmert von Krise: "Börse ist momentan zu sorglos"

Die Börsen habe ein schnelles Ende der Iran-Krise fest eingepreist. Sie ingorieren ein großes Risiko. Vermögensverwalter Thomas Buckard warnt, der Wirtschaft drohe "das Schlimmste, was überhaupt passieren kann".

Unbekümmert von Krise: "Börse ist momentan zu sorglos"
12:54 Uhr

Immobilienpreise in Deutschland steigen Richtung Rekordniveau

Die Immobilienpreise in Deutschland nähern sich nach Daten von finanzierenden Banken wieder Rekordniveaus aus Boomzeiten. Im Schlussquartal 2025 verteuerten sich Wohnungen und Häuser um 4,2 Prozent zum Vorjahresquartal, wie aus dem Index des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) hervorgeht. Er beruht auf realen Abschlüssen von mehr als 700 Banken.

Der Aufwärtstrend der Immobilienpreise seit 2024 habe sich fortgesetzt, sagte VDP-Präsident Gero Bergmann. "Inzwischen sind die Preise für Wohnimmobilien nicht mehr weit von ihrem im Sommer 2022 erreichten Rekordniveau entfernt." 

Immobilienpreise in Deutschland steigen Richtung Rekordniveau
12:33 Uhr

Ölpreisschock heizt britische Inflation an

In Großbritannien zieht die Inflation im Zuge des vom Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschocks an. Die Verbraucherpreise legten im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt mitteilte. Im Februar hatte die Teuerungsrate bei 3,0 Prozent gelegen. Zum Vormonat zogen die Preise im März um 0,7 Prozent an. Als Inflationstreiber erwies sich dabei der Spritpreis, der um 8,7 Prozent kletterte - der kräftigste Anstieg seit Juni 2022.

Die von der Notenbank stark beachtete Inflation im Dienstleistungsbereich stieg im März im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 4,5 Prozent, nach 4,3 Prozent im Februar.

Ölpreisschock heizt britische Inflation an
12:17 Uhr

Öl bleibt länger teuer - an Europas Börsen schwindet Hoffnung aus Deeskalation am Golf

Die europäischen Aktienmärkte sind leicht höher in den Handel gestartet - geben die Aufschläge anschließend aber wieder ab. Nach den Abschlägen am Vortag und der Schwäche der Wall Street wurde der Rücksetzer zunächst schnell wieder gekauft. Die Erholung bleibt aber fragil, eine Fortsetzung der volatilen Seitwärtsbewegung das wahrscheinlichste Szenario. Der Dax stagniert bei 24.264 Punkte, der Euro-Stoxx-50 bewegt sich ebenfalls nicht. Der Euro notiert mit 1,1758 Dollar kaum verändert.

Ein Großteil der Schwäche an den US-Börsen hatte sich bereits kurz nach der Schlussglocke umgekehrt. Als Grund nennt Analyst Michael Brown von Pepperstone den Post von US-Präsident Trump auf "Truth Social". Trump verkündete, was viele für unvermeidlich hielten - eine unbefristete Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Diese soll so lange gelten, bis die "Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind".

Für Brown scheinen die meisten öffentlichen Kommentare beider Seiten derzeit darauf abzuzielen, Verhandlungsvorteile zu erlangen, statt eine tatsächliche Eskalation zu suchen. Solange die Richtung beibehalten werde, dass der Konflikt ende, sollte das Risiko abgesichert bleiben und Aktienrücksetzer weiterhin als Kaufgelegenheiten gesehen werden. Der Fokus bleibe auf der Geopolitik. Nach Börsenschluss in den USA stehen zudem die Quartalszahlen von Tesla an.

Öl bleibt länger teurer

Die Preisfindung am Öl-Terminmarkt interpretiert Portfoliostratege Thomas Altmann von QC Partners dahingehend, dass Öl noch lange teuer bleiben wird. Der Preis für unmittelbar lieferbares Rohöl der Sorte Brent liege aktuell zumindest 14 Prozent unter seinem Rekordstand im März. Für eine Lieferung in sechs Monaten sei der Preis allerdings nur um 5 Prozent zurückgegangen. Damit sei eine Öl-Lieferung mit sechs Monaten Vorlauf noch immer 43 Prozent teurer als zum Jahreswechsel. Die Energiemärkte preisten nun mehr und mehr ein, dass die Normalisierung sehr lange dauern werde.

Öl bleibt länger teuer - an Europas Börsen schwindet Hoffnung aus Deeskalation am Golf
11:43 Uhr

Staatsschulden in Eurozone steigen auf 13,264 Billionen Euro - das sind die größten Schuldner

Die Staatsschulden in der Eurozone sind im Jahr 2025 gestiegen. Der öffentliche Schuldenstand erhöhte sich gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 87,8 von 87,0 Prozent im Vorjahr, wie die Statistikbehörde Eurostat meldete. In absoluten Zahlen stieg der Schuldenberg auf 13,911 von 13,264 Billionen Euro. In der EU-27 stieg die Staatsschuldenquote auf 81,7 von 80,7 Prozent entsprechend 15,374 nach 14,549 Billionen Euro.

Die niedrigsten Schuldenstände wurden Ende 2025 in Estland (24,1 Prozent), Luxemburg (26,5 Prozent), Dänemark (27,9 Prozent), Bulgarien (29,9 Prozent), Irland (32,9 Prozent), Schweden (35,1 Prozent) und Litauen (39,5 Prozent) verzeichnet.

In zwölf Mitgliedstaaten lag der Schuldenstand der Staaten über 60 Prozent des BIP, wobei die höchsten Werte in Griechenland (146,1 Prozent), Italien (137,1 Prozent), Frankreich (115,6 Prozent), Belgien (77,9 Prozent) und Spanien (100,7 Prozent) verzeichnet wurden. Deutschland bewegte sich im Mittelfeld (63,5 Prozent).

Staatsschulden in Eurozone steigen auf 13,264 Billionen Euro - das sind die größten Schuldner
11:32 Uhr

Angriffe auf Schiffe treiben Ölpreis auf über 100 Dollar

 Berichte über Schüsse auf Containerschiffe in der Straße von Hormus treiben erneut die Ölpreise in die Höhe. Die Preise für die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI stiegen in der Spitze um knapp zwei Prozent auf bis zu 100,39 Dollar je Barrel und auf bis zu 91,41 Dollar. Mindestens drei Containerschiffe seien in der strategisch wichtigen Meerenge von Schüssen getroffen worden, hieß es am Mittwoch aus maritimen Sicherheitskreisen und von der britischen Behörde für Seehandelsoperationen (UKMTO).

Die Vorfälle ereigneten sich trotz der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Waffenstillstand mit dem Iran auf unbestimmte Zeit zu verlängern, um Friedensgespräche zu ermöglichen. Der Iran hatte als Reaktion auf eine US-Blockade seiner Häfen Beschränkungen für Schiffe in der Straße von Hormus verhängt. Durch die Meerenge wurden vor Beginn des Krieges Ende Februar rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen transportiert. 

Angriffe auf Schiffe treiben Ölpreis auf über 100 Dollar
11:20 Uhr

Auf der Hannover Messe stehen erstmals auch Waffen im Fokus

Der Wandel in der deutschen Wirtschaft und der Boom der Rüstungsindustrie spiegelt sich auch auf der wichtigsten Industrieschau wider.

Auf der Hannover Messe stehen erstmals auch Waffen im Fokus
11:14 Uhr

Aktie von Chipmaschinenbauer schießt auf Rekordhöhe

Ein überraschend starker Jahresauftakt und ein die Erwartungen übertreffender Ausblick für das zweite Quartal treiben die Aktien von ASM International auf ein Rekordhoch. Die Titel des Chipindustrie-Zulieferers ziehen in Amsterdam um bis zu 9,3 Prozent auf 855 Euro an. "ASM International hat die Erwartungen bei den Q1-Zahlen und dem Q2-Ausblick selbst für die Verhältnisse der Halbleiterbranche deutlich übertroffen und angehoben", konstatierten die Analysten der Citigroup. Der Umsatz im ersten Quartal lag mit 862,5 Millionen Euro über den von LSEG ermittelten Analystenschätzungen von 828,5 Millionen Euro. Für das zweite Quartal rechnet ASMI mit einem Umsatz von rund 980 Millionen Euro, während Analysten 883,9 Millionen Euro erwartet hatten.

Aktie von Chipmaschinenbauer schießt auf Rekordhöhe
10:51 Uhr

Erdgaspreise sinken

Die europäischen Erdgaspreise geben nach, nachdem die USA den Waffenstillstand mit dem Iran verlängert haben, was die Befürchtungen einer kurzfristigen Eskalation dämpft. Gleichzeitig reduzieren Händler ihre Positionen und ihr allgemeines Marktengagement. Im frühen Handel fällt der richtungsweisende niederländische TTF-Kontrakt für den Frontmonat um 0,4 Prozent auf 41,75 Euro pro Megawattstunde. "Händler haben ihr Engagement in Gas zurückgefahren, wobei das gesamte Open Interest in Europas Leit-Benchmark auf den niedrigsten Stand seit September gefallen ist", so die Analysten von ANZ. Unterdessen profitiere Europa von einer schwächeren Nachfrage aus Asien, insbesondere aus Indien und China.

Erdgaspreise sinken
10:29 Uhr

Bundesregierung bestätigt: Russland stoppt Öltransit nach Deutschland ab Mai

Russland will den Transit von kasachischem Rohöl zur Raffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt nach Angaben der Bundesregierung ab Mai 2026 einstellen. Rosneft Deutschland habe die Bundesnetzagentur als Treuhänderin darüber informiert, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Demnach darf auf Anweisung des russischen Energieministeriums ab dem 1. Mai 2026 kein kasachisches Rohöl mehr durch die Druschba-Pipeline nach Schwedt fließen.

Bundesregierung bestätigt: Russland stoppt Öltransit nach Deutschland ab Mai
10:09 Uhr

Tui senkt wegen Kriegsfolgen die Prognose

Der Touristikkonzern Tui hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 wegen des Iran-Krieges gesenkt. Der Mdax-Konzern rechnet mit einem bestenfalls stabilen operativen Ergebnis und setzt die Umsatzprognose vorübergehend aus, bis sich die Rahmenbedingungen stabilisieren.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde nun zwischen 1,1 Milliarden und 1,4 Milliarden Euro erwartet, nach 1,41 Milliarden Euro im Vorjahr, teilte die Tui Group mit. Bisher war ein Anstieg des bereinigten EBIT um 7 bis 10 Prozent erwartet worden, bei einem Umsatzanstieg von 2 bis 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei Beginn des Iran-Krieges Ende Februar saßen zwei Kreuzfahrtschiffe der Tochter Tui Cruises im Persischen Golf in den Häfen von Abu Dhabi bzw. Doha fest, nachdem der Iran die Straße von Hormus blockier hatte. Sämtliche Reisen dieser Schiffe bis Mitte Mai 2026 wurden abgesagt. Der Konzern teilte mit, er habe nach Ausbruch des Krieges rund 10.000 Gäste zurückgebracht, darunter etwa 5.000 Passagiere der Kreuzfahrtschiffe Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5. Zudem wurden etwa 1.500 Crewmitglieder ausgeflogen.

Tui senkt wegen Kriegsfolgen die Prognose
09:57 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Am Rohstoffmarkt geben die Ölpreise weiter nach. So verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 98,23 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,4 Prozent schwächer bei 89,34 Dollar.

Ölpreise geben weiter nach
09:50 Uhr

"Ein nicht uninteressanter Gedanke" beflügelt die T-Aktie

Ein Medienbericht, demzufolge die Deutsche Telekom eine Verschmelzung mit T-Mobile erwägt, sorgt für Rückenwind bei der T-Aktie. Die Titel steigen rund ein Prozent, nachdem die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet hatte, dass die Gründung einer Holding im Gespräch sei, die sowohl für die Aktien des Bonner Konzerns als auch deren US-Tochter ein Übernahmeangebot abgeben würde. Da T-Mobile US seit Jahren der Treiber für die Telekom sei, könne sich dies positiv auf die Stimmung auswirken, sagte ein Händler. Ein solcher Deal stünde aber vor erheblichen politischen und regulatorischen Hürden. "Ein nicht uninteressanter Gedanke, aber noch nicht mehr." 

"Ein nicht uninteressanter Gedanke" beflügelt die T-Aktie
09:32 Uhr

Siemens-Rivale hebt Ausblick an

Trotz geopolitischer Unsicherheiten brummen die Geschäfte des Elektrotechnikkonzerns ABB. Getrieben vom Boom beim Bau von Rechenzentren kletterte der Auftragseingang des Schweizer Unternehmens im Startquartal 2026 um 24 Prozent auf den Rekordwert von 11,3 Milliarden Dollar, wie der Siemens-Konkurrent mitteilte. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 37 Prozent auf 2,05 Milliarden Dollar, teilweise gestützt von einmaligen Faktoren. Analysten hatten mit einem Ergebnis von 1,96 Milliarden Dollar gerechnet.

Aufgrund des hohen Auftragsbestands und der guten Abwicklung der Bestellungen hob ABB die Wachstums- und Margenerwartungen für 2026 an. Neu peile der Siemens-Rivale im Gesamtjahr ein vergleichbares Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich gegenüber dem Vorjahr an. Die operative Marge (Ebita) sollte sich im Vergleich zum Vorjahr erhöhen, selbst ohne die angekündigten Immobilienerlöse.

Siemens-Rivale hebt Ausblick an
09:16 Uhr

Dax startet erneut Stabilisierungsversuch

Der Dax versucht es erneut mit einer Stabilisierung: Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 24.375 Punkten, nachdem er gestern mit 24.271 Zählern geschlossen hatte und damit insgesamt an den ersten beiden Handelstagen dieser Woche etwa 1,8 Prozent eingebüßt hat. "Das vorrangige Thema bleibt der Iran-Krieg", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Der verlängerte Waffenstillstand hebt dabei etwas die Stimmung." 

Dax startet erneut Stabilisierungsversuch
08:59 Uhr

40-Prozent-Kursrutsch: Diese Aktie fliegt aus den Depots

Unter den australischen Einzelwerten brechen die Aktien von Cochlear in Sydney um 40 Prozent ein. Der Hersteller von Hörimplantaten hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt und dies mit der schwachen Verbraucherstimmung in den USA und dem Iran-Krieg begründet. 

40-Prozent-Kursrutsch: Diese Aktie fliegt aus den Depots
08:41 Uhr

Gedämpfte Stimmung bei Asien-Anlegern

Zur Wochenmitte dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg dämpfen die Kauflaune: Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran verzögern sich.

Derweil hat US-Präsident Donald Trump den Waffenstillstand mit dem Iran - anders als ursprünglich angekündigt - nun doch auf unbestimmte Zeit verlängert, die Blockade iranischer Häfen soll aber fortbestehen. Die Kursverluste an den ostasiatischen Börsen halten sich indessen meist in Grenzen, was darauf schließen lässt, dass Anleger die Hoffnung auf eine Einigung der Kriegsparteien nicht ganz aufgegeben haben. Die Ölpreise zeigen sich derweil wenig verändert, notieren aber immer noch unter der Marke von 100 Dollar je Barrel.

In Tokio gibt der Topix-Index um 0,8 Prozent nach. Der Nikkei tendiert etwas fester und erreichte im Verlauf ein Rekordhoch. In Seoul zeigt sich der Kospi knapp behauptet, nachdem er allerdings am Dienstag kräftig gestiegen war und ein Rekordhoch erreicht hatte. In Hongkong fällt der Hang-Seng-Index um 1,3 Prozent, belastet von sehr schwachen Technologiewerten. Dagegen notiert der Composite-Index in Shanghai gut behauptet. An der Börse in Sydney fällt der S&P/ASX-200 um 1,1 Prozent.

Gedämpfte Stimmung bei Asien-Anlegern
08:21 Uhr

Deutsche Telekom hat milliardenschwere Fusionspläne

Die Deutsche Telekom erwägt offenbar eine Verschmelzung mit T-Mobile. Im Gespräch sei die Gründung einer Holding, die ein Übernahmeangebot sowohl für die Aktien des Bonner Konzerns als auch deren US-Tochter abgeben würde, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die Überlegungen befänden sich in einem frühen Stadium und Details könnten sich noch ändern.

Die Telekom stieg im Jahr 2000 mit der Übernahme von Voicestream in den US-Markt ein. Aktuell hält sie mehr als die Hälfte der Anteile an dem in T-Mobile umbenannten Mobilfunker. Bei einem Zusammenschluss entstünde der gemessen am Börsenwert weltgrößte Telekom-Konzern mit einer Marktkapitalisierung von derzeit mehr als 384 Milliarden Dollar. Eine solche Transaktion würde die Zustimmung der Bundesregierung erfordern. Der deutsche Staat ist mit 14 Prozent an der Telekom beteiligt. Ein gleich großes Aktienpaket liegt bei der Staatsbank KfW.

Deutsche Telekom hat milliardenschwere Fusionspläne
08:01 Uhr

"Buy the dip": Dax knapp behauptet erwartet

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart kaum verändert erwartet. Damit folgen sie tendenziell der Wall Street, die leichter geschlossen hat. Anleger werden im Hinblick auf die Entwicklung im Nahostkonflikt zurückhaltender. Denn die Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA in Islamabad haben letztendlich nicht stattgefunden. Die geopolitische Ungewissheit dämpfte die Risikobereitschaft, die Ölpreise stiegen und lösten eine Flucht in den Dollar aus. In Folge wird der Dax bei 24.216 Punkten gesehen, nach einem Schluss bei 24.271.

Ein Großteil der Schwäche an der Wall Street kehrte sich kurz nach der Schlussglocke um. Als Grund nennt Analyst Michael Brown von Pepperstone den Post von US-Präsident Trump. Trump verkündete, was viele für unvermeidlich hielten - eine unbefristete Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Dies soll so lange gelten, bis die "Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind".

Für Brown scheinen die meisten öffentlichen Kommentare beider Seiten derzeit darauf abzuzielen, Verhandlungsvorteile zu erlangen, statt eine tatsächliche Eskalation zu suchen. Solange die Richtung beibehalten werde, dass der Konflikt ende, sollte das Risiko abgesichert bleiben und Aktienrücksetzer weiterhin als Kaufgelegenheiten gesehen werden.

"Buy the dip": Dax knapp behauptet erwartet
07:44 Uhr

Unbefugte verschaffen sich Zugang zu Anthropic-KI

Eine kleine Gruppe unbefugter Nutzer hat sich offenbar Zugang zu dem umstrittenen neuen KI-Modell "Mythos" des Entwicklers Anthropic verschafft. Wie Bloomberg unter Berufung auf Dokumente und einen Insider meldete, erlangten die Personen in einem privaten Online-Forum Zugriff auf die Software. Dies sei genau an dem Tag geschehen, an dem Anthropic Pläne für eine begrenzte Testphase des Modells angekündigt habe. Seitdem nutze die Gruppe das Modell regelmäßig, jedoch nicht für Zwecke der Cybersicherheit.

Anthropic teilte mit, man untersuche einen Bericht zu einem unbefugten Zugriff auf die Vorabversion "Claude Mythos Preview" über die Umgebung eines Drittanbieters. Anthropic hatte Mythos am 7. April vorgestellt. Die Vorabversion wird im Rahmen des sogenannten "Project Glasswing" ausschließlich ausgewählten Organisationen aus dem Bereich der defensiven Cybersicherheit zur Verfügung gestellt. Mythos gilt als das bislang leistungsfähigste Modell des Unternehmens für Programmieraufgaben und autonomes Handeln.

Unbefugte verschaffen sich Zugang zu Anthropic-KI
07:29 Uhr

United-Airlines-Ausblick enttäuscht

Die angesichts des Iran-Kriegs gestiegenen Kerosinkosten machen auch der US-Fluggesellschaft United Airlines einen Strich durch die Rechnung. Der Konzern rechnet wegen der höheren Ausgaben im Quartal und auch im Gesamtjahr mit weniger Gewinn als von Analysten vorhergesagt. Zwar bleibe die Nachfrage nach Premium-Reisen robust, die gestiegenen Treibstoffkosten drückten jedoch auf die Margen, teilte das Unternehmen mit.

Für das zweite Quartal stellte United einen Gewinn von 1,00 bis 2,00 Dollar je Aktie in Aussicht, der Mittelwert von 1,50 Dollar liegt aber deutlich unter den 2,08 Dollar, die Experten im Schnitt vorhergesagt haben.

United-Airlines-Ausblick enttäuscht
07:10 Uhr

Für 60 Milliarden: SpaceX sichert sich Option auf KI-Startup 

SpaceX treibt seine Expansion auf dem Markt für KI-Entwicklerwerkzeuge voran. Das Unternehmen habe sich die Option gesichert, das Start-up Cursor im weiteren Jahresverlauf für 60 Milliarden Dollar zu übernehmen oder zehn Milliarden Dollar für eine neue Partnerschaft zu zahlen, teilte SpaceX mit. Cursor erhält durch die Vereinbarung mehr Rechenkapazität für die Entwicklung eigener KI-Modelle. Die Firma gehört neben OpenAI und Anthropic zu den Start-ups, die Softwareentwickler mit automatisierten Programmierhilfen anziehen. Die Kombination von Cursors Spitzenprodukt mit dem Colossus-Supercomputer von xAI werde es ermöglichen, die weltweit nützlichsten Modelle zu bauen, erklärte SpaceX.

SpaceX hatte im Februar mit xAI fusioniert, dem Entwickler des Chatbots Grok. Colossus ist der Supercomputer-Cluster von xAI, den das Unternehmen als den größten der Welt bezeichnet und dessen Leistung einer Million H100-Chips entsprechen soll.

 Die Ankündigung erfolgt im Vorfeld des erwarteten Börsengangs von SpaceX. Das Unternehmen von Tesla-Chef Elon Musk strebt dabei eine Bewertung von knapp 1,75 Billionen Dollar an. SpaceX will zudem 75 Milliarden Dollar einwerben, was die Erstnotiz zum größten Börsengang der Geschichte machen könnte.

Für 60 Milliarden: SpaceX sichert sich Option auf KI-Startup 
06:52 Uhr

Tech-Schwergewichte treiben Nikkei zu Rekord

Angetrieben von Technologie-Schwergewichten erreicht der japanische Leitindex Nikkei ein Rekordhoch. Der Index legt um 0,5 Prozent auf 59.653,56 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notiert dagegen 0,6 Prozent niedriger bei 3747,63 Zählern. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert bei 4086,59 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagniert bei 4772,99 Punkten.

Die Unsicherheit über die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran dämpft aber die Stimmung der Anleger. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, er werde die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängern, um die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts fortzusetzen. Es blieb zunächst unklar, ob die Regierung in Teheran oder der US-Verbündete Israel der Verlängerung zustimmen würde.

Gefragt sind in Tokio vor allem der Technologieinvestor SoftBank Group mit einem Plus von 9,3 Prozent sowie der Chipanlagenbauer Advantest, dessen Papiere sich um 2,2 Prozent verteuern.

Tech-Schwergewichte treiben Nikkei zu Rekord
06:34 Uhr

Japans Exporte trotzen Nahost-Krise

Die japanischen Exporte sind im März trotz der Spannungen im Nahen Osten stärker gestiegen als erwartet und haben damit den siebten Monat in Folge zugelegt. Die Ausfuhren wuchsen im Jahresvergleich um 11,7 Prozent, wie aus amtlichen Daten hervorgeht. Analysten hatten mit einem Plus von elf Prozent gerechnet. Die Importe legten zugleich um 10,9 Prozent zu und übertrafen damit die Prognose von 7,1 Prozent. Unter dem Strich verzeichnete Japan einen Handelsbilanzüberschuss von 667 Milliarden Yen (4,18 Milliarden Dollar), der damit geringer ausfiel als die erwarteten 1,1 Billionen Yen.

Höhere Exportpreise stützten den Handel und federten die Auswirkungen der durch die Sperrung der Straße von Hormus unterbrochenen globalen Lieferketten zunächst ab. Bei den Herstellern wächst jedoch die Sorge, dass die steigenden Energiepreise und Engpässe bei Öl und anderen Rohstoffen die japanische Wirtschaft künftig belasten könnten.

Japans Exporte trotzen Nahost-Krise
06:18 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel steigt der Dollar geringfügig auf 159,30 Yen und legt leicht auf 6,8219 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7804 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1744 Dollar und zieht leicht auf 0,9165 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:00 Uhr

Das Beste kommt zum Schluss

Nach dem schwachen Wochenstart hat der Dax gestern versucht, sich um die 24.400er-Marke zu stabilisieren. Am Ende stand aber ein erneutes Minus und zwar von 0,6 Prozent bei 24.271 Punkten in den Handelsbüchern, nachdem er die Vorwoche noch mit 24.701 Stellen beendet hatte. Weiterhin wurde das Thema Iran-Krieg, Schließung der Straße von Hormus und mögliche Friedensverhandlungen gespielt. Ein Durchbruch blieb zwar aus, aber die Hoffnung lebt nach wie vor. 

Heute legt die EU-Kommission einen Plan für den Fall von Engpässen bei der Kerosinversorgung im Sommer infolge des Iran-Kriegs vor. So sollen die national unterschiedlichen Raffineriekapazitäten und Treibstoffreserven erfasst werden, um die Produktion abzusichern und Reserven koordiniert freizugeben. Mehr Kerosinimporte aus den USA sollen helfen. Die Airlines erhoffen sich Erleichterungen wie das Sichern von Start- und Landerechten, sollten sie wegen Flugstreichungen nicht in der vorgeschriebenen Frequenz genutzt werden können. Das Verbot, Vorräte an billigen Bezugsorten zu tanken und mitzuführen, könnte gelockert werden. Zu klären ist, ob Flugausfälle aufgrund von Kerosinmangel eine Entschädigung der Passagiere nach sich ziehen.

Hierzulande wird indes am größten deutschen Flughafen Frankfurt das neue Terminal 3 feierlich eröffnet. Mit gut zehn Jahren Bauzeit und vier Milliarden Euro Investitionsvolumen ist es eines der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte in Europa. Die Kapazität beläuft sich zunächst auf 19 Millionen Passagiere, fast so viele wie am viertgrößten deutschen Flughafen Düsseldorf. Rund 50 Airlines wechseln zum T3 vom Terminal 2, das anschließend bis in die 2030er Jahre saniert wird. Größter Nutzer wird ab 2027 der Ferienflieger Condor, der vom Terminal 1 in den Süden umzieht. So bekommen die Lufthansa und ihre Star-Alliance-Partnerinnen mehr Platz.

Und nach US-Börsenschluss legt dann noch Tesla als erster US-Autobauer seine Geschäftszahlen vor. Dabei dürfte das Energiegeschäft die anderen Sparten mit guten Margen überstrahlen. Im Autogeschäft dürfte dagegen das Ergebnis schwächer ausfallen, nicht zuletzt, weil Tesla nach dem Aus für viele strenge CO2-Vorgaben in den USA weniger Geld mit dem Verkauf von Emissionsrechten einnimmt. "Wenn man es zusammenfasst: Das Energie-Speichergeschäft federt den Rückschlag ab, aber das reicht nicht, um die geringeren Rechteeinnahmen und den Rückgang der Gewinnspanne bei den Autos wettzumachen", sagt Adrian Balfour, Experte bei der Beratung Envorso.

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