Der Börsen-Tag
6. Mai 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Juliane Kipper
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08:40 Uhr

Dax bleibt im Aufwärtsmodus

Der Dax wird mit Gewinnen in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex 1,7 Prozent höher bei 24.401,70 Punkten geschlossen. Nach einer Reihe überraschend starker Konzernbilanzen drehten die großen Börsen ins Plus. Die Wall Street verzeichnete dabei neue Allzeithochs. Anhaltende Sorgen über die Lage im Nahen Osten grenzten die Gewinne jedoch ein.

In der Nacht setzte US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben die militärischen Eskorten für Handelsschiffe in der Straße von Hormus vorübergehend aus. Er begründete den Schritt mit Fortschritten auf dem Weg zu einer umfassenden Vereinbarung mit dem Iran, betonte jedoch, dass die US-Blockade iranischer Häfen vollständig aufrechterhalten werde.

Auf Unternehmensseite geht es mit den Quartalsbilanzen weiter. Die Anleger blicken unter anderem auf die Finanzberichte von Infineon, Zalando, Daimler Truck, BMW und der Lufthansa.

Dax bleibt im Aufwärtsmodus
08:22 Uhr

54-Prozent-Gewinneinbruch bei Daimler Truck

Daimler Truck hat im ersten Quartal unter der Schwäche seines wichtigsten Marktes USA gelitten. Das bereinigte Betriebsergebnis des Konzerns brach von Januar bis März um 54 Prozent auf 498 Millionen Euro ein, wie der LKW-Bauer mitteilte. In der lange Zeit profitabelsten Region Nordamerika verdiente der Dax-Konzern nur noch 209 Millionen Euro, ein Rückgang um 73 Prozent. Der Absatz war um 25 Prozent, der Umsatz um 29 Prozent geschrumpft. Analysten hatten entsprechend schwache Zahlen bereits erwartet.

Daimler leidet zum einen direkt unter den Einfuhrzöllen der USA gegenüber Mexiko, wo Fahrzeuge für die US-Marke Freightliner gebaut werden. Zum anderen herrscht Flaute im amerikanischen Logistiksektor, sodass Speditionen weniger Neufahrzeuge nachfragen. Der Auftragseingang lässt aber auf eine Wende hoffen: Er stieg in Nordamerika um 86 Prozent gegenüber dem Vorjahresturnus.

54-Prozent-Gewinneinbruch bei Daimler Truck
08:05 Uhr

Infineon hebt Jahresziele an

Eine Erholung der Nachfrage hat Infineon zu einem Umsatz- und Gewinnplus verholfen. "Der KI-Boom weitet sich aus und unsere Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sind äußerst gefragt", sagte Jochen Hanebeck, der Chef des Chipkonzerns. "Der Ausbau der Energieinfrastruktur gewinnt an Fahrt und ist ein zunehmender Wachstumstreiber für unser Industriegeschäft." Daher hebe er die Ziele für das Gesamtjahr an.

Im abgelaufenen Quartal stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 3,81 Milliarden Euro. Das Segmentergebnis kletterte um neun Prozent auf 653 Millionen Euro. Für 2026 peilt das Unternehmen nun einen deutlich statt moderat wachsenden Umsatz an. Die Segmentergebnis-Marge werde voraussichtlich bei etwa 20 Prozent statt im hohen Zehner-Prozentbereich liegen. Im vergangenen Vierteljahr erreichte diese Kennziffer 17,1 Prozent.

Infineon hebt Jahresziele an
07:45 Uhr

Deutscher Rüstungskonzern feiert Auftragsrekord

Die Aufrüstung in Deutschland sorgt beim Sensor- und Radar-Spezialisten Hensoldt für einen Auftrags-Rekord. Im ersten Quartal gingen Aufträge über 1,48 Milliarden Euro ein, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, wie Hensoldt mitteilte. Darunter waren Aufträge für die Ausstattung der Schützenpanzer "Schakal" und "Puma". Der Auftragsbestand lag Ende März bei 9,8 Milliarden Euro, das waren 41 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz schnellte um 25 Prozent auf 496 Millionen Euro, davon waren 15 Prozent Wachstum im Kerngeschäft. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 47 Prozent auf 44 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet Hensoldt weiterhin mit einem Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro, die bereinigte operative Umsatzrendite soll bei 18,5 bis 19,0 Prozent liegen. Im ersten Quartal war sie mit 8,9 Prozent nur halb so hoch.

Deutscher Rüstungskonzern feiert Auftragsrekord
07:28 Uhr

Commerzbank-Übernahme: Verdi sagt Unicredit den Kampf an

Die Gewerkschaft Verdi lehnt die Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit ab. "Dies tun wir mit Blick auf die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und insbesondere auf die Arbeitsplätze in Deutschland in beiden Häusern, Hypovereinsbank und Commerzbank", sagte Jan Duscheck, Verdi-Bundesfachgruppenleiter Banken, der "Rheinischen Post". "Große Anleger, insbesondere der Bund mit einer Beteiligung von zwölf Prozent, tragen nun Verantwortung für den deutschen Mittelstand, für Millionen Privatkunden und nicht zuletzt für Tausende Beschäftigte."

Weiter betonte Duscheck: "Eine eigenständige Commerzbank ist die beste Ausgangslage für sichere Arbeitsplätze und eine starke Zukunft beider Häuser." Verdi stehe an der Seite der Beschäftigten und kämpfe für den Erhalt von Arbeitsplätzen, für eine starke Präsenz durch Filialen in der Fläche und für betriebliche Mitbestimmung auf Augenhöhe.

Commerzbank-Übernahme: Verdi sagt Unicredit den Kampf an
07:10 Uhr

Intel- und Nvidia-Rivale mit starken Zahlen

Getragen von einem anhaltend hohen Bedarf an Hochleistungsprozessoren für Rechenzentren hat AMD das zehnte Quartal in Folge einen überraschend hohen Umsatz erzielt. Das Wachstum dieses Geschäftsbereichs werde sich dank größerer Fertigungskapazitäten beschleunigen, prognostizierte die Chefin des Chipkonzerns, Lisa Su. Zudem überträfen die Investitionsziele der Kunden ihre ursprünglichen Erwartungen. AMD-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 5,5 Prozent.

Für das laufende Quartal peilt der US-Konzern einen Umsatz von 10,9 bis 11,5 Milliarden Dollar an. Gemessen am Mittelwert bedeute dies ein Plus von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die bereinigte operative Gewinnmarge werde voraussichtlich bei 56 Prozent liegen. In den vergangenen drei Monaten kletterten die Erlöse weiteren Angaben zufolge um 38 Prozent auf 10,25 Milliarden Dollar und die Umsatzrendite um einen Prozentpunkt auf 55 Prozent. Der Reingewinn stieg um mehr als 40 Prozent auf 1,37 Dollar je Aktie. Alle diese Kennziffern lagen über den Analystenprognosen. AMD ist der weltweit zweitgrößte Anbieter von KI-Prozessoren hinter Nvidia. Gleichzeitig feiern klassische Zentralprozessoren (CPUs) in Rechenzentren ein Comeback.

Intel- und Nvidia-Rivale mit starken Zahlen
06:35 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 157,81 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,8195 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7817 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,2 Prozent auf 1,1716 Dollar und zieht leicht auf 0,9158 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:17 Uhr

Diese Tech-Aktie knackt die Billionen-Marke

Samsung Electronics hat mit seinem Börsenwert die Marke von einer Billion Dollar übertroffen. Die Aktien des weltgrößten Herstellers von Speicherchips stiegen im Handel in Seoul um zwölf Prozent, womit die Marktkapitalisierung auf 1500 Billionen Won - etwa 1,03 Billionen Dollar - kletterte. Damit ist Samsung nach dem taiwanischen Konkurrenten TSMC das zweite asiatische Unternehmen, das diesen Meilenstein erreicht hat. Die Papiere profitierten von starken Kursgewinnen der Aktien von US-Technologiekonzernen wie Intel am Vorabend. An der Wall Street hatten gute Quartalszahlen sowie eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran die Kurse von KI-Unternehmen angetrieben.

Diese Tech-Aktie knackt die Billionen-Marke
05:59 Uhr

Die Kauflaune fährt vor

Es geht doch: Sinkende Energiepreise haben dem Dax im gestrigen Geschäft einen Kursgewinn von 1,7 Prozent auf 24.402 Punkte beschert. Die Sorgen rund um die Lage an der Straße von Hormus sind allerdings auch weiterhin noch nicht ausgeräumt. Positiv wirkten sich auch einige Quartalsberichte aus, so etwa von Rheinmetall.

Und auch zur heutigen Wochenmitte liegt das Augenmerk zudem auf der Berichtssaison. Frische Zahlen kommen dabei etwa von Zalando, Daimler Truck – und BMW. Der Münchener Autobauer leidet so wie die anderen deutschen Hersteller unter den gestiegenen US-Importzöllen und einem schwachen China-Geschäft. Im ersten Quartal ist der Vorsteuergewinn nach der Analystenprognose gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro abgesackt. Die PKW-Marge taxieren sie auf 4,7 Prozent.

Bei den Quartalsergebnissen des Chipkonzerns Infineon richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf das Geschäft mit Leistungshalbleitern. Dieses war in den vergangenen Quartalen der Wachstumstreiber für Infineon. Darüber hinaus hoffen Börsianer wie beim Rivalen STMicro auf eine Erholung der Nachfrage aus der Automobilindustrie.

Chancen und Risiken durch den Iran-Krieg, Belastungen durch Streiks und die Sanierung der kriselnden Kernmarke - die Lufthansa ist zurzeit starken Turbulenzen ausgesetzt. Für das erste Quartal erwarten Analysten im saisonal schwächsten Turnus einen operativen Verlust von 659 Millionen Euro, eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent, bei knapp 8,8 Milliarden Euro Umsatz (Vorjahr: 8,1 Milliarden Euro).

Und dann gibt es da auch noch das europäische Börsenschwergewicht Novo Nordisk: Der dänische Pharmakonzern legt seine Zahlen für das erste Quartal vor. Im Fokus der Anleger steht dabei die Frage, ob die starke Nachfrage nach der neuen Abnehmpille des Unternehmens den zunehmenden Preiskampf in den USA ausgleichen kann. Novo Nordisk steht unter Druck, nachdem der US-Rivale Eli Lilly Anfang April die Zulassung für ein Konkurrenzprodukt erhalten hat und die Preise für Adipositas-Medikamente sinken. Novo Nordisk war zuletzt nach enttäuschenden Studien und einem massiven Börsenwertverlust in die Defensive geraten. Investoren erhoffen sich nun Aufschluss darüber, ob die hohen Verschreibungszahlen der günstigen Einstiegsdosis auch zu einem entsprechenden Umsatzwachstum führen.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Die Kauflaune fährt vor