Montag, 04. Juli 2022Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

DAX schmort im eigenen Saft - Uniper stürzen ab

Angesichts anhaltender Konjunktursorgen ist der deutsche Aktienmarkt mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Wegen des Feiertages in den USA schmorten die deutschen Indizes im eigenen Saft, wie ntv-Börsenreporter Frank Meyer sagte. "Die nächsten Tage dürften spannend werden in mehrfacher Hinsicht: Zum einen beginnt die Berichtssaison nicht nur in den USA und die Ausblicke der Unternehmen. Wahrscheinlich werden die Bäume an den Börse nicht in den Himmel wachsen, denn die wirtschaftlichen Indikatoren zeigen wie die Kursentwicklungen schon länger nach unten."

DAX
DAX 12.284,19

In der Tat hielten sich die Impulse heute in engen Grenzen. In der Eurozone gingen die Sentix-Konjunkturerwartungen im Juli überraschend deutlich zurück, während sich in der Eurozone der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im Mai auf hohem Niveau etwas abschwächte.

Der DAX verlor am Ende 0,3 Prozent auf 12.773 Punkte. Lange Zeit notierte der deutsche Leitindex im grünen Bereich. Der EUROSTOXX50 notierte dagegen 0,4 Prozent höher bei 3461 Stellen.

Uniper beschleunigten im MDAX ihre Talfahrt. Die Titel des durch die Gaskrise in Not geratenen Versorgers rauschten regelrecht in den Keller und verloren 27,6 Prozent. Einem Gesetzentwurf zufolge soll sich die Bundesregierung in der Gaskrise wie bei der Corona-Hilfe an Unternehmen beteiligen können. "Wenn der Bund einsteigt, ist das nicht unbedingt das Beste für die Aktionäre", sagte ein Händler.

Uniper
Uniper 3,54

Schlusslicht im Nebenwerteindex SDAX waren Fielmann mit minus 12,1 Prozent. Die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und eine daraus resultierende schwächere Konsumstimmung werden das Ergebnis der Optikerkette im laufenden Jahr belasten. Für 2022 erwarten die Hamburger nun einen Gewinnrückgang.

An der SDAX-Spitze zogen Vitesco um 7,7 Prozent an. Die Familie Schaeffler erhöhte ihren Anteil an dem Automobilzulieferer.

17:22 Uhr

Hamburg liegt bei den Arbeitskosten vorne

imago0146207042h.jpg

Blick auf Hamburg.

(Foto: imago images/Hoch Zwei Stock)

Die Hansestadt Hamburg ist für Arbeitgeber bundesweit das teuerste Pflaster. Die Arbeitskosten waren dort 2020 mit 42,85 Euro je geleisteter Stunde am höchsten, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Am niedrigsten waren sie mit 29,27 Euro in Mecklenburg-Vorpommern, während der Bundesschnitt 37,17 Euro betrug.

Aber die regionalen Differenzen sorgten nicht mehr wie bisher für "vorrangig Ost-West-Unterschiede", betonten die Statistiker. Vielmehr gebe es drei Ländergruppen mit je ähnlich hohen Arbeitskosten. Diese seien am höchsten in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen. Eine mittlere Gruppe bildeten die Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Am niedrigsten waren die Arbeitskosten im Jahr 2020 noch immer in den ostdeutschen Flächenländern.

16:51 Uhr

Euro etwas fester

Euro / Dollar
Euro / Dollar ,97

Der Euro ist in einem ruhigen Umfeld etwas gestiegen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0441 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch etwas niedriger notiert. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,0455 (Freitag: 1,0425) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9565 (0,9592) Euro. Der Greenback gab zu den meisten Währungen nach.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85960 (0,86648) britische Pfund, 141,51 (141,05) japanische Yen und 1,0037 (1,0027) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1808 Dollar gehandelt. Das waren rund drei Dollar weniger als am Freitag.

16:44 Uhr

Angst vor dem Absturz: Absicherung mit Optionsscheinen

Das ist erstaunlich: Trotz nervöser Börsen zeigen sich viele Privatanleger zurzeit zuversichtlich. Welche Gründe es dafür geben könnte, wie Anleger ihr Depot absichern oder sogar von den fallenden Kursen profitieren können, darüber spricht Raimund Brichta mit Anouch Wilhelms von der Société Générale. Zuerst geht es aber um die Frage, ob an der Börse immer noch keine Wende in Sicht ist.

16:05 Uhr

Ran an die Ursachen: Lufthansa stemmt sich gegen das Flugchaos

Lufthansa
Lufthansa 5,67

Die Lufthansa will mit verbesserten Abläufen und mehr Kommunikation die aktuellen massiven Störungen im Flugverkehr bekämpfen. Flugstreichungen könnten nur Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursachen der Ausfälle und Verspätungen in der gesamten Luftfahrt zurzeit, erklärte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister. Diese seien bei der Flugsicherung, an den Flughäfen und auch bei den Airlines selbst zu beheben.

Die Lufthansa und ihre Tochter-Airlines mussten bereits Tausende Flüge im Sommer aus dem Programm streichen, da im Luftverkehr an vielen Stellen nicht genug Personal da ist, um den von der Branche erhofften und erwarteten Reiseboom zu bewältigen.

15:42 Uhr

Ölpreise steigen nach verhaltenem Beginn wieder kräftiger

Die Ölpreise haben am Nachmittag deutlich den Weg nach oben angetreten. Starke Impulse gab es heute allerdings nicht. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 113,38 Dollar und damit 1,8 Prozent mehr als zum Ausklang der vergangenen Woche. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Leichtölsorte WTI stieg  um 1,4 Prozent auf 109,96 Dollar.

Am Rohölmarkt haben zuletzt negative Faktoren dominiert. Für Belastung sorgt vor allem die Furcht vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft. Die Erdölpreise sind deshalb in den vergangenen Wochen tendenziell gefallen - allerdings von hohem Niveau aus. Seit Jahresbeginn sind die Preise um rund 40 Prozent gestiegen. Grund ist vor allem der Krieg Russlands gegen die Ukraine.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 85,80
Rohöl WTI
Rohöl WTI 79,39

 

15:16 Uhr

Fielmann-Aktienkurs bricht nach Gewinnwarnung ein

Fielmann
Fielmann 33,20

Die Optikerkette Fielmann ist nach dem zweiten Quartal pessimistischer für die Aussichten im Gesamtjahr und will kurzfristig Gegenmaßnahmen ergreifen. Der Konzern rechnet nun mit einem geringeren Umsatzanstieg als bisher und einem Gewinnrückgang im Rahmen des pessimistischen der drei im Geschäftsbericht 2021 veröffentlichten Szenarien.

Das im SDAX notierte Hamburger Unternehmen erwartet nun für 2022 einen Anstieg beim Außenumsatz auf rund 2,07 Milliarden Euro von 1,94 Milliarden Euro im Vorjahr. Den Vorsteuergewinn sieht das Unternehmen bei 190 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 209,7 Millionen Euro. Zuletzt hatte Fielmann für 2022 Umsatzwachstum bis zu zehn Prozent und eine spürbare Margenverbesserung angepeilt.

Nach der Gewinnwarnung brach der Kurs der Fielmann-Aktie um elf Prozent ein. Am Nachmittag notierte sie 9,4 Prozent leichter am SDAX-Ende.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:45 Uhr

Chaos bei der Luftfahrt - Nun kommt noch SAS um die Ecke

afb20c9828f03539124d9e4031670ebb.jpg

(Foto: REUTERS)

Weitere Hiobsbotschaft aus der Luftfahrtbranche: Nach gescheiterten Schlichtungsgesprächen steht die angeschlagene Fluggesellschaft SAS vor einem Pilotenstreik. Wegen des Ausstandes würde etwa die Hälfte aller Flüge gestrichen, teilte das Unternehmen mit. Täglich sind demnach ungefähr 30.000 Passagiere betroffen.

Der Ausstand sei zum jetzigen Zeitpunkt für SAS verheerend und setze die Zukunft des Unternehmens und Tausende Arbeitsplätze aufs Spiel, kritisierte Konzernchef Anko van der Werff. Das Unternehmen und die schwedischen, norwegischen und dänischen Piloten verhandeln seit Wochen über einen Tarifvertrag.

14:14 Uhr

Sentix-Index für Eurozone rauscht runter

Die Inflationsrate im Euroraum war noch nie so hoch seit Einführung der Gemeinschaftswährung 1999.

Die Inflationsrate im Euroraum war noch nie so hoch seit Einführung der Gemeinschaftswährung 1999.

(Foto: Uli Deck/dpa)

Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Juli wieder deutlich verschlechtert. Nach einem Anstieg im Vormonat fiel der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator um 10,6 Punkte auf minus 26,4 Zähler, wie Sentix in Frankfurt mitteilte. Es ist der tiefste Stand seit gut zwei Jahren. Die Erwartungen von Analysten wurden verfehlt.

Die Dynamik der Eintrübung seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine erinnere stark an das Krisenjahr 2008, als die weltweite Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte. "Und was damals der Zusammenbruch des Finanzsystems war, ist nun die Gefahr des Kollapses der europäischen Energieversorgung."

13:50 Uhr

Agenturen: Lufthansa-Tochter streicht Hunderte Flüge

Die Serie von Flugstreichungen in Europa reißt nicht ab. Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines kappe während der  Sommerferien fast 700 Flüge und damit etwa sechs Prozent ihres geplanten Programms, berichteten die belgischen Medien "Belga" und "L'Echo".

Ziel sei es, die Arbeitsbelastung zu verringern und Streiks zu vermeiden. Brussels Airlines gab bislang keine Stellungnahme dazu ab.

103144433.jpg

(Foto: picture alliance / Stephanie Lec)

13:28 Uhr

Eisenerzpreis geht auf Talfahrt

Die wieder aufgeflammte Furcht vor einer sinkenden Nachfrage des Top-Abnehmers China schickt den Preis für Eisenerz auf Talfahrt. An der Börse Dalian verbilligt sich der Stahl-Rohstoff um 6,3 Prozent auf 716 Yuan - oder 107 Dollar - je Tonne. In Singapur fällt der Preis um knapp fünf Prozent auf 109,85 Dollar. Wegen zahlreicher Belastungsfaktoren müsse in den kommenden Wochen mit weiteren Kursrücksetzern gerechnet werden, sagt Attila Widnell, Geschäftsführer der Beratungsfirma Navigate Commodities. Einige chinesische Städte verhängten am Wochenende erneut Corona-Beschränkungen.

13:05 Uhr

Kaczynski beschert Polens Bankensektor schlechten Tag

2022-04-03T083447Z_845258122_RC283T9ZUIBI_RTRMADP_3_UKRAINE-CRISIS-POLAND-MILITARY.JPG

Jarosław Kaczynski

(Foto: via REUTERS)

Spekulationen auf sinkende Gewinne setzen in Polen dem Bankensektor massiv zu. Der entsprechende Branchenindex gab in der Spitze rund fünf Prozent nach. Warum? Der Chef der Regierungspartei PiS, Jarosław Kaczynski, hat höhere Steuern auf die Gewinne von Banken in Aussicht gestellt, falls die Geldinstitute den Kunden keine höheren Zinsen für ihre Einlagen böten.

Analyst Lukasz Janczak von Erste Investment Research Group sieht in den Äußerungen des national-konservativen Politikers "einen Teil der politischen Kampagne vor den Wahlen im nächsten Jahr, als eine informelle Ankündigung neuer oder höherer Steuern für den Sektor".

12:41 Uhr

Schaefflers vergrößern Vitesco-Anteil - Kurs steigt kräftig

90165063.jpg

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann

(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

Die Familie Schaeffler hat ihre Beteiligung an der früheren Antriebssparte von Continental erhöht und kommt insgesamt mittlerweile auf knapp 50 Prozent. Wie die IHO Verwaltungs GmbH mitteilte, wurde eine Vereinbarung zum Kauf von rund 1,6 Millionen Aktien der Vitesco Technologies Group AG abgeschlossen. Der Anteil der Schaeffler Familienholding steige dadurch auf 39,99 von 35,89 Prozent.

"Gemeinsam mit der IHO Beteiligungs GmbH, die 10,00 Prozent der Vitesco-Aktien hält, wird sie nach Abschluss der Transaktion insgesamt 49,99 Prozent des Vitesco-Grundkapitals halten", heißt es weiter. Über Details der Transaktion sei Stillschweigen vereinbart worden. Gefragt waren die Papiere von Vitesco, die sich um fünf Prozent verteuerten.

Vitesco
Vitesco 47,92

12:25 Uhr

Euroraum-Erzeugerpreise steigen etwas schwächer

Die Erzeugerpreise im Euroraum sind im Mai geringer gestiegen als erwartet. Dennoch bewegt sich die Teuerung auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete, erhöhten sich die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent und lagen um 36,3 (April: 37,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg von 1,2 und eine Jahresteuerung von 36,8 Prozent prognostiziert.

12:07 Uhr

DAX behauptet sich im Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat nach einer kleinen vormittäglichen Schwächephase seine Gewinne halten können. Der DAX notierte am Mittag 0,4 Prozent höher bei 12.868 Punkte. Der EUROSTOXX50 kletterte um 0,6 Prozent auf 3470 Stellen.

Bei den Einzelwerten standen erneut Uniper im Rampenlicht, die Papiere verbilligten sich um 1,2 Prozent. Der im MDAX notierte Versorger ist wegen der Gaskrise in Not geraten.

11:45 Uhr

Fleischpreise gehen wohl runter - Aldi prescht vor

204939225.jpg

(Foto: picture alliance / Winfried Rothermel)

Diskussionsthema mal abseits des Börsengeschehens: Die Fleischpreise in Deutschland sind ins Rutschen geraten. Der Discounter Aldi verbilligte heute zahlreiche Frischfleischprodukte. Der Händler gebe damit sinkende Einkaufspreise an die Kundinnen und Kunden weiter, sagte ein Unternehmenssprecher.

Der Preis für 500 Gramm gemischtes Hackfleisch sank demnach von 4,59 Euro auf 3,99 Euro. Bratwurst vom Schwein in der 400 Gramm-Packung verbilligte sich von 3,49 auf 2,99 Euro. Der Preis für ein Kilo Rindersteaks sank von 27,99 Euro auf 24,99 Euro. Der Schritt von Aldi dürfte auch Auswirkungen auf große Teile des übrigen Handels haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:28 Uhr

Aktie von chinesischem BMW-Partner unter Druck

Die gescheiterte Übernahme eines ehemaligen Werks von General Motors (GM) in Indien hat Great Wall Motor auf Talfahrt geschickt. Die in Hongkong notierten Aktien des chinesischen Autobauers und BMW-Partners fielen um fast sieben Prozent. Das Unternehmen hatte die erforderlichen staatlichen Genehmigungen nicht erhalten.

11:03 Uhr

Türkische Inflation ist kurz vor 80 Prozent

Die Inflation in der Türkei steigt und steigt. Im Juni erhöhten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat auf 78,6 Prozent, wie das nationale Statistikamt in Ankara mitteilte. Im Vormonat hatte die Teuerungsrate rund 74 Prozent betragen.

Besonders Transport und Lebensmittel verteuerten sich im Juni auf Jahresbasis deutlich. Auch die Herstellerkosten stiegen weiter: Auf Jahressicht erhöhten sich die Preise, die Produzenten für ihre Güter erhalten, laut Statistikamt im Juni um rund 138 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein Anstieg von rund 6,8 Prozent. Der türkische Leitzins liegt derzeit bei 14 Prozent. Präsident Recep Tayyip Erdogan ist gegen eine Anhebung, um das Wachstum nicht zu gefährden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:47 Uhr

Bundesnetzagentur: Bei Gasmangel droht Kettenreaktion

Die deutschen Gasspeicher sind aktuell zu etwas mehr als 60 Prozent gefüllt. Sollte Deutschland kein russisches Gas mehr bekommen, reicht das in einem durchschnittlich milden Winter "vielleicht ein bis zwei Monate", sagt Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller. Und was passiert dann? Hier eine Einschätzung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:26 Uhr

Pflaster nötig: Aktienkurs von Shop Apotheke stürzt ab

Mit einem Kursverlust von fast zwölf Prozent auf 75,32 Euro ist Shop Apotheke Schlusslicht im SDax. Börsianern zufolge haben die Experten von Oddo BHF die Titel auf "Neutral" von "Outperform" heruntergestuft und das Kursziel auf 92 von 134 Euro gekürzt.

Shop Apotheke
Shop Apotheke 40,60

10:05 Uhr

Industrie blickt mit großer Sorge auf Corona im Herbst

Die Wirtschaft in Deutschland blickt laut Industriepräsident Siegfried Russwurm mit großer Sorge auf die Corona-Entwicklung im kommenden Herbst. "Neben der Doppelkrise aus Corona-bedingten Lieferengpässen und den Folgen des Krieges in der Ukraine drohen hohe Personalausfälle aufgrund der epidemischen Lage, die große Teile der deutschen Wirtschaft schwerwiegend belasten würden", sagt der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI).

Die Corona-Politik der vergangenen drei Jahre sei gemessen an den steigenden Infektionszahlen und den erfolgten erheblichen Grundrechtseingriffen enttäuschend. "Noch immer gibt es keine vernünftige Datenlage, noch immer werden Inzidenzen per Hand eingesammelt, teilweise mit erheblichem Zeitverzug", kritisierte Russwurm. Für die nächsten Wochen und Monate sei mehr denn je ein nationaler Pandemieplan mit einheitlichen Maßnahmen für Unternehmen genauso wie für Bürgerinnen und Bürger entscheidend.

09:41 Uhr

Deutsche Exporte schwächeln unerwartet

Die deutschen Exporte sind im Mai wegen der schwächeren Nachfrage aus den EU-Staaten überraschend gesunken. Sie fielen um 0,5 Prozent niedriger aus als im Vormonat und summierten sich damit auf 125,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 0,9 Prozent gerechnet, nachdem es im April noch einen saison- und kalenderbereinigten Anstieg von 4,4 Prozent gegeben hatte. Die Importe legten dagegen diesmal mit 2,7 Prozent dreimal so stark wie erwartet zu und damit den vierten Monat in Folge.

"Die meisten deutschen Exporte gingen im Mai 2022 in die Vereinigten Staaten", fanden die Statistiker heraus. Dorthin wurden 5,7 Prozent mehr Waren exportiert als im Vormonat, womit sie auf einen Wert von 13,4 Milliarden Euro stiegen. Die Exporte nach China legten nur um 0,5 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro zu. Die Ausfuhren nach Großbritannien schrumpften um 2,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, während die in die EU-Staaten um 2,8 Prozent auf 67,5 Milliarden Euro nachgaben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:22 Uhr

Tesla macht Grünheider Werk für zwei Wochen dicht

Gut drei Monate nach der Eröffnung muss der Eu-Auto-Pionier Tesla sein Werk in Grünheide vorübergehend schließen. Weil die Produktion zu langsam ist, sollen die Arbeitsabläufe zwei Wochen lang umgestellt werden, wie die "Bild"-Zeitung berichtete.

500.000 E-Autos vom Typ "Model Y" wolle Tesla jährlich im brandenburgischen Standort produzieren, hieß es weiter. Doch bislang schaffe das Unternehmen in Grünheide nur 1000 Fahrzeuge pro Woche.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:17 Uhr

DAX versucht kleinen Aufstieg - US-Börsen geschlossen

Nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen sind weitere Anleger an den deutschen Aktienmarkt zurückgekehrt. Der DAX stieg in den ersten Minuten um 0,6 Prozent auf 12.883 Punkte. MDAX, SDAX und TECDAX legten zwischen 0,4 und 0,5 Prozent zu.

Eine wirkliche Aufwärtsdynamik sei aber nicht zu beobachten, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Zu stark wiegt das vor allem europäische Problem einer drohenden Energiekrise, wenn aus Russland ab der kommenden Woche zunächst kein Gas mehr durch die Pipeline Nord Stream 1 fließt. Was nach den offiziellen Wartungsarbeiten kommt, ist ungewiss."

Impulse aus den USA gibt es heute nicht, weil die Wall Street wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen bleibt.

DAX
DAX 12.284,19

08:53 Uhr

Chinesischer Immobilienkonzern kann Kreditzinsen nicht zahlen

Der chinesische Immobilienentwickler Shimao kann nach eigenen Angaben Zinsen und Tilgung eines Milliardenkredits nicht bedienen. In einer Pflichtmitteilung an die Börse in Hongkong teilte Shimao mit, die Immobilienverkäufe seien deutlich zurückgegangen, Grund seien "deutliche Veränderungen im Immobiliensektor in China seit der zweiten Hälfte 2021 und die Folgen von Covid-19". Die Zahlungen für den Kredit in Höhe von einer Milliarde US-Dollar waren demnach am Sonntag fällig.

Es ist der größte Zahlungsausfall im Immobiliensektor in China in diesem Jahr. Die gesamte Branche steckt in Schwierigkeiten; auch mehrere weitere Immobilienentwickler wie etwa der Konzern Evergrande haben Probleme, Kredite zu bedienen. Die Führung in Peking hatte 2020 damit begonnen, den Immobiliensektor schärfer zu regulieren, um die Spekulation mit Gebäuden einzuschränken.

b00304bc4b71616591f5b8935e8c2010.jpg

(Foto: REUTERS)

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:48 Uhr

Uniper vorbörslich wieder auf Talfahrt

Die Erholungsrally bei Uniper ist schon wieder zu Ende. Die Aktien des durch die Gaskrise in Not geratenen Versorgers fallen vorbörslich gut drei Prozent. Am Freitag hatten sie dank Gesprächen mit der Bundesregierung über staatliche Hilfen gut zehn Prozent zugelegt. (Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.

Uniper
Uniper 3,54

08:37 Uhr

Plus in Japan und China - Minus in Südkorea

Nikkei
Nikkei 27.153,83

Nach den jüngsten Kursrücksetzern sind Anleger zu Wochenbeginn wieder an asiatische Aktienmärkte zurückgekehrt. In Tokio stieg der Nikkei um 0,8 Prozent auf 26.153 Punkte. In China legte die Börse Shanghai um 0,3 Prozent auf 3399 Zähler zu. Der südkoreanische Kospi fiel dagegen aus Sorge vor einer Rezession um bis zu 1,2 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 2276,63 Punkte.

In Japan gab eine Rally der Versorger dem Gesamtmarkt Auftrieb. Hier setzten Investoren auf steigende Gewinne, weil eine Hitzewelle den Strombedarf für Klimaanlagen in die Höhe treibt. Zu den Favoriten gehörte Tokyo Electric. Die Aktien stiegen um bis zu 14 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 659 Yen. Die Titel von KDDI fielen dagegen um 1,6 Prozent. Der zweitgrößte japanische Mobilfunker hatte am Wochenende den größten Netzausfall seiner Geschichte. Fast 40 Millionen Nutzer blieben ohne Verbindung.

08:32 Uhr

DAX versucht die Wende

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der DAX Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag höher starten. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit Kursen um 12.910 Punkten taxiert. Das wäre ein Aufschlag von knapp einem Prozent.

Am Ende einer verlustreichen Woche hatte er am Freitag 0,2 Prozent auf 12.813,03 Punkten zugelegt. Die galoppierende Inflation und der Kampf der Notenbanken dagegen gehören weiter zu den beherrschenden Themen an der Börse. Daher richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die anstehenden Erzeugerpreise für die Euro-Zone, die als richtungsweisend für die Verbraucherpreise gelten. Experten erwarten für Mai eine leichte Abschwächung des Preisanstiegs auf 36,7 Prozent im Jahresvergleich, nach 37,2 Prozent im Vormonat. Auf dem Terminplan steht außerdem die deutsche Handelsbilanz. Hier sagen Analysten einen Rückgang des Überschusses auf 2,7 von 3,5 Milliarden Euro voraus. Von den Börsen in den USA kommen keine Impulse. Die Wall Street bleibt wegen des dortigen Unabhängigkeitstags geschlossen.

08:08 Uhr

Niedrigere Anleihezinsen stützen in Tokio

Zu Wochenbeginn lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz feststellen. Konjunktursorgen beherrschen unverändert den Markt, auch wenn die zuletzt gesunkenen Anleiherenditen hier und da stützend wirken. Anleger warten das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung vom Juni ab, das am Mittwoch veröffentlicht wird. Am Freitag folgt dann der US-Arbeitsmarktbericht für den vergangenen Monat. Die US-Börsen bleiben am Montag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen.

In Tokio geht es mit dem Nikkei 0,6 Prozent nach oben. Niedrigere Marktzinsen verhelfen hier Technik- und Autowerten zu Kursgewinnen, bremsen aber die Kurse von Versicherern. Unter den Einzelwerten gewinnen Softbank Group rund 3 Prozent und Subaru 2,9 Prozent. KDDI verbilligen sich um 1,6 Prozent, nachdem das Telekommunikationsunternehmen einen landesweiten Ausfall seines Mobildienstes gemeldet hat.

Deutlich im Plus zeigt sich die australische Börse, wo der S&P/ASX-200 um 1,3 Prozent zulegt. Beobachter sprechen von einer Gegenbewegung auf die Verluste der Vorwoche. Ansonsten warteten die Anleger auf den Zinsentscheid der australischen Notenbank am Dienstag, heißt es. Am Markt herrsche die Überzeugung vor, dass die Reserve Bank of Australia die Zinsen abermals erhöhen werde, um der hohen Inflation Einhalt zu gebieten.

Gut behauptet zeigt sich derweil der Aktienmarkt in Shanghai. In Hongkong gibt der Hang-Seng-Index nach dem langen Feiertagswochenende um 0,6 Prozent nach.

07:48 Uhr

Streik bedroht Norwegens Gasproduktion

Inmitten der Sorgen um die Gasversorgung Europas könnte ein für die neue Woche geplanter Streik der Öl- und Gasarbeiter in Norwegen dessen Gasförderung deutlich verringern. Diese könne um 292.000 Barrel Öläquivalent pro Tag sinken, was 13 Prozent der Produktion entspreche, wie die Arbeitgebervereinigung Norwegian Oil and Gas Association (NOG) mitteilt. Die Ölproduktion wiederum könnte um 130.000 Barrel pro Tag reduziert werden. Die zuständige Gewerkschaft hatte einen Streikbeginn am Dienstag (5. Juli) für den Fall angedroht, dass die Arbeitgeberseite nicht auf ihre Gehaltsforderungen eingehe.

Für die EU-Staaten kommt das zur Unzeit, sind sie doch wegen ausbleibender russischer Lieferungen auf mehr Gas aus Norwegen angewiesen. Beide Seiten wollten die Zusammenarbeit intensivieren, um kurz- und langfristig zusätzliche Gaslieferungen aus Norwegen zu gewährleisten, teilten die EU und Westeuropas größter Gasproduzent Ende Juni mit.

Russland hat etwa die Lieferungen unter anderem an Polen und die Niederlande eingestellt, weil sie die von Russland eingeführten neuen Bezahlmodalitäten ablehnten. Aufgrund der Lieferkürzungen hat Norwegen seine Gasproduktion bereits hochgefahren und erklärt, seinen Absatz dieses Jahr um acht Prozent zu steigern. Das Plus entspricht etwa 100 Terawattstunden, die wiederum jetzt in der Erklärung von Norwegen und der EU als angepeilte Zusatzlieferung genannt werden. Die EU importiert bisher rund 20 Prozent seines Gases aus Norwegen. Aus Russland kamen vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar rund 40 Prozent.

07:27 Uhr

Tesla schwächelt in China

Der weltgrößte Elektroautobauer Tesla bekommt den Corona-Lockdown in China zu spüren. Von April bis Juni lieferte das US-Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 18 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im ersten Quartal. Tesla übergab 254.695 Autos an seine Kunden nach 310.048 im vorausgegangenen Dreimonatszeitraum. Damit endete eine knapp zwei Jahre andauerende Serie von Quartalen mit Rekordauslieferungen. Analysten hatten ursprünglich mit der Auslieferung von 295.078 Fahrzeugen gerechnet. Wegen des Lockdowns in China senkten jedoch einige Experten ihre Prognose auf rund 250.000 Autos. Ende Juni hatte Tesla bekannt gegeben, aus Sorge über eine weltweite Wirtschaftsabkühlung Tausende Stellen in der Produktion streichen zu wollen.

Tesla
Tesla 284,50

07:12 Uhr

Basic Resources weiter negativ beurteilt

Weiterhin negativ beurteilt ein Marktteilnehmer die Perspektiven für die rohstoffnahen Basic Resources. Die Preise für Eisenerz, Nickel und Kupfer stehen wieder unter Druck. "Die Rezessionsszenarien machen die Rohstoffe und die Aktien der Branche anfällig für weitere Gewinnmitnahmen", so der Marktteilnehmer. Auch die Preise für so genannte Soft Commodities sind zuletzt unter Druck geraten, trotz der kursierenden Szenarien von Angebotsknappheit und Hungersnöten.

06:57 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 135,01 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,6966 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9583 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,0432 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0001 Franken. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,2099 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar ,97
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro 1,03

 

06:42 Uhr

Nikkei und Topix stechen Shanghai Composite aus

Die asiatischen Aktienmärkte starten uneinheitlich in die Woche. Eine Reihe schwacher US-Daten deuteten auf Abwärtsrisiken für die in dieser Woche anstehenden Beschäftigtenzahlen im Juni hin, während Sorgen um eine mögliche Rezession eine Erleichterungsrallye auslösten. "Der Markt hat auch ein zunehmend aggressives Zinssenkungsprofil für die US-Notenbank Fed bis 2023 und 2024 eingepreist, was mit einer wachsenden Wahrscheinlichkeit einer Rezession einhergeht", schrieben Analysten der NAB in einer Mitteilung.

Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst stärker. Der Nikkei liegt im Verlauf 0,7 Prozent höher bei 26.120 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt 1,2 Prozent und lag bei 1867 Punkten. Der Shanghai Composite notiert dagegen 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen tritt auf der Stelle.

Nikkei
Nikkei 27.153,83

06:25 Uhr

DAX-Ausverkauf - das wird heute wichtig

Nach einem Börsen-Halbjahr zum Vergessen ist Experten zufolge so schnell keine Besserung in Sicht. Die Angst vor einer Rezession präge weiterhin die Stimmung der Anleger. Dennoch seien die Gewinnerwartungen für 2022 und 2023 immer noch zu hoch, warnt Dirk Steffen, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. "Mit der Berichtssaison zum zweiten Quartal könnten daher negative Gewinnrevisionen zunehmen und Aktien trotz ihrer nunmehr niedrigeren Bewertungen belasten."

"Die Geldpolitik bewegt sich von dem Covid-Notfallprogramm hin zu einem inflationshemmenden Rahmen", erläutert Chris Iggo, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Axa Investment Managers. "Dieser Übergang ist schmerzhaft. Die Bewertungen der Covid-Ära, die durch überschüssige Liquidität angekurbelt wurden, sind verschwunden, die höheren Anleiherenditen üben Druck auf die Aktienbewertungen aus und es besteht die Gefahr, dass sich der Gewinnzyklus bald abschwächt."

Kopfschmerzen bereitet Börsianern außerdem ein möglicher Gas-Lieferstopp durch Russland. "Die Wirtschaft braucht Energie, und wenn deren Versorgung nicht mehr sichergestellt ist, geht es um Risikobegrenzung und nicht mehr um Wachstum und Expansion", sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Die deutsche Wirtschaft ist gerade dabei, in eine Art Notfallmodus zu schalten."

Wegen des Ukraine-Kriegs, der galoppierenden Inflation und der Furcht vor einer Rezession durch überzogene Zinserhöhungen der Notenbanken ist das abgelaufene Halbjahr mit einem Minus von 20 Prozent für den DAX das schwächste seit 14 Jahren. Der deutsche Börsenleitindex wies zudem den fünften Wochenverlust in Folge auf, daran änderte auch ein Minigewinn von 29 Punkten oder 0,2 Prozent am Freitag nichts mehr. Mit einem Stand von 12.813 Stellen ging es für den DAX ins Wochenende, auch dank einer im Handelsverlauf stärker auftrumpfenden Wall Street. Aktuell wird der deutsche Leitindex mit Kursen um 12.850 Zähler erneut etwas fester taxiert. Die Wall Street bleibt feiertagsbedingt geschlossen.

Die Themen der vergangenen Wochen und Monate bleiben weiter bestimmend. Heute stehen etwa die Verbraucherpreise der Schweiz auf der Terminagenda, ebenso die EU-Erzeugerpreise. Letztere waren in den Vormonaten deutlich gestiegen, ein Zeichen für einen anhaltenden Preisdruck. Die EZB dürfte genau hinschauen. Passenderweise stellt sich Ratsmitglied Joachim Nagel beim Frankfurt Euro Finance Summit dem Thema und spricht zur möglichen Richtung der Geldpolitik. Am Abend ist zudem eine Rede von EZB-Vizepräsident Luis De Guindos geplant.

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen