Dienstag, 13. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Dax gewinnt Kampf um die 13.000er Marke knapp

Der deutsche Aktienmarkt hat seine Gewinne vom Wochenstart am Dienstag bereits wieder eingebüßt. Der Dax geht 0,9 Prozent schwächer mit 13.019 Punkten aus dem Handel - und schließt damit wieder oberhalb der 13.000-Zähler-Marke. "Das liegt vor allem daran, dass die US-Berichtssaison in Schwung kommt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff. "Der Fokus der Anleger richtet sich dabei auf die Ausblicke der Unternehmen - und die sind verhalten, denn nach wie vor herrscht Unsicherheit die Coronavirus-Pandemie betreffend", unterstreicht sie.

Positive Konjunkturdaten aus China konnten den Markt nicht anschieben. Auch der ZEW-Index lieferte keine Kaufimpulse. Das Gros der Dax-Werte schließt daher leichter. Deutliche Verluste weisen etwa Bayer und Fresenius aus.

Dax
Dax 12.581,30

17:23 Uhr

Tesla senkt Preis für weitere Modelle

Der US-Elektroautohersteller Tesla senkt den Preis für weitere Fahrzeuge. Die "Long Range"-Limousine des Model S wird in den USA mit einem Preis von 71.990 Dollar vier Prozent günstiger angeboten als bisher. Während andere Autobauer versuchen, mit dem Wachstum des neuen Konkurrenten im Markt für Elektrofahrzeuge mitzuhalten, hat Tesla seine Rekordauslieferungen wiederholt mit Preissenkungen angekurbelt.

17:04 Uhr

Chartbild angeschlagen - Fresenius unter Druck

Keine Reaktion auf die Personalien wie die Vertragsverlängerung von CEO Stephan Sturm bei Fresenius sehen Händler hinter dem Kursminus von mehr als zwei Prozent. "Es sieht eher wie Reise nach Jerusalem aus, wo keiner der letzte in der Aktie sein möchte", sagt ein Händler. Investoren stiegen aufgrund des angeschlagenen Kursbildes aus. Denn der Kurs sei nur noch einen halben Euro von der 38-Euro-Marke entfernt, die die wichtigste und letzte Unterstützung sei. "Danach geht es ohne nennenswerten Support ganz weit nach unten in Richtung Jahrestiefs", so der Händler. Dieses liege um 25 Euro. Erst über 40 Euro gebe es charttechnisch das Signal, auf die Bullenseite zu wechseln.

Fresenius
Fresenius 33,97

16:30 Uhr

Novavax plant Kombi-Impfstoff Grippe-Corona: Kurssprung

Novavax-Aktien legen fast sieben Prozent zu. Der Impfstoffentwickler will eigenen Angaben zufolge einen Kombi-Impfstoff gegen Grippe und das Coronavirus auf den Markt bringen. Zum Einsatz dürfte er aber erst nach der Pandemie kommen.

Novavax
Novavax 79,99

16:15 Uhr

USA fördern Boeing: EU darf Milliarden-Strafzölle erheben

Wegen jahrelanger rechtswidriger Subventionen für den US-Flugzeugbauer Boeing darf die Europäische Union nun Strafzölle auf US-Importe im Umfang von knapp vier Milliarden Dollar im Jahr verhängen. Dies legen unabhängige Streitschlichter fest, wie die Welthandelsorganisation (WTO) berichtet. Die Schlichter blieben damit weit unter den Forderungen der EU. Die hatte zwölf Milliarden Dollar an Schäden geltend gemacht, im Gespräch mit den Schlichtern dann 8,6 Milliarden, weil Airbus durch die Staatshilfen für den Konkurrenten Boeing jahrelang benachteiligt worden sei. In einem ähnlich gelagerten Fall hatten Schlichter den USA wegen unerlaubter Subventionen für Airbus bereits Strafzölle auf Produkte aus der EU im Umfang von 7,5 Milliarden Dollar genehmigt.

16:04 Uhr

Wall Street: Banken liefern ab - und Apple?

Die Wall Street präsentiert sich zum Start am Dienstag knapp behauptet. Nach den massiven Gewinnen zum Wochenstart nähmen Teilnehmer nun etwas Risiko vom Tisch, heißt es. Kurz nach Handelsbeginn fällt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 28.769 Punkte, der S&P-500 gibt ebenfalls 0,2 Prozent nach und der Nasdaq-Composite sinkt um 0,1 Prozent.

Derweil hat die Berichtssaison zum dritten Quartal mit einigen Schwergewichten begonnen. Dabei haben ausgerechnet die Banken überzeugt, obwohl hier die Sorgen wegen der ultraniedrigen Zinsen besonders groß waren. Einen "verheißungsvollen Start" habe JP Morgan geliefert, sagt ein Händler. "JP Morgan und die Citigroup haben alle Erwartungen geschlagen, aber die Erwartungen waren auch niedrig", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch. "Wichtig: Die Kreditrückstellungen fielen bei beiden Instituten niedriger aus. Das könnte auf eine Stabilisierung der US-Wirtschaft hindeuten.

Im Blick stehen laut Koch auch die Titel von Apple. Der an der Börse billionenschwere Technologiekonzern präsentiert seine neuen iPhone-Modelle. Der Kurs profitiert zunächst. "Die Erwartungshaltung ist aber hoch gesteckt, so ntv-Börsenkorrespondent Koch.

15:05 Uhr

Weltgrößer Vermögensverwalter im Gewinnrausch

Der weltweit größte Vermögensverwalter hat nach dem Tiefstand der Finanzmärkte im Frühjahr infolge der Coronavirus-Pandemie von deren Erholung profitiert. Das verwaltete Vermögen stieg so im dritten Quartal auf 7,81 Billionen Dollar nach 7,32 Billionen im Vorquartal und 6,96 Billionen vor Jahresfrist, wie Blackrock mitteilt. Der Nettogewinn schnellte um 27 Prozent auf 1,42 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen.

14:40 Uhr

Sechster Monat in Folge: Chinas Autoabsatz erholt sich weiter

Mit einem Absatzplus von 12,8 Prozent ist der Automarkt in China im September den sechsten Monat in Folge gewachsen. Die Hersteller verkauften demnach 2,57 Millionen Fahrzeuge, wie die China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) mitteilt. Damit erholt sich der weltgrößte Automobilmarkt weiter vom Einbruch in der Coronavirus-Pandemie zu Jahresbeginn. Von Januar bis September verringerte sich der Rückstand gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 6,9 Prozent. Per Ende August waren es noch 9,7 Prozent gewesen.

14:09 Uhr

Ausverkauf bei Brent-Öl beendet?

Am Rohstoffmarkt legt der Ölpreis nach dem Ausverkauf vom Montag wieder zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent verteuert sich um 1,7 Prozent auf 42,41 Dollar. Börsianer verweisen auf die starken Konjunkturdaten aus China, wo sich die Exportwirtschaft besser entwickelt als erwartet.

"Aktuell wird die Ölnachfrage vorrangig von China getragen", sagt Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Er verweist jedoch auf das steigende Angebot unter anderem nach dem Ende des Streiks in Norwegen sowie auf die internationale Energieagentur, die erwarte, dass die Zeit steigender Ölnachfrage innerhalb der nächsten zehn Jahre zu Ende gehe: "Wir erwarten daher einen weiteren Rückgang der Ölpreise."

13:39 Uhr

Dreijahreshoch: Britische Arbeitslosigkeit steigt unerwartet

Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien klettert unerwartet auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Die Arbeitslosenquote im Zeitraum Juni bis August stieg auf 4,5 Prozent und damit stärker als von Ökonomen mit 4,3 Prozent angenommen, wie das Statistikamt ONS mitteilt. In der gleichen Zeit fiel die Zahl der Beschäftigten um 153.000 und damit rund fünfmal stärker als von Fachleuten erwartet. "Seit Beginn der Pandemie hat es einen starken Anstieg der Arbeitslosen und der Arbeitssuchenden gegeben, aber mehr Menschen sagen uns, dass sie nicht aktiv nach einem Job suchen", erklärt ONS-Experte Jonathan Athow.

13:22 Uhr

JP Morgan liefert ab - J&J überrascht

Als verheißungsvollen Start in die Berichtssaison sieht ein Händler die Zahlen zum dritten Quartal von JP Morgan. Das Handelsgeschäft sei stärker als erwartet gelaufen, vor allem im Renten-Bereich. Der Gewinn je Aktie liege mit 2,92 Dollar weit über der Schätzung von 2,23 Dollar. Allerdings sähen die Rückstellungen relativ niedrig aus, so Marktteilnehmer.

Wachsende Geschäfte mit Krebsmedikamenten haben Johnson & Johnson (J&J) im abgelaufenen Quartal zu einem Umsatzanstieg verholfen. Der Umsatz kletterte um knapp zwei Prozent auf 21,08 Milliarden Dollar. Positiv wirkte sich auch das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten wie Listerine-Mundwasser aus. Der bereinigte Nettogewinn legte um 3,5 Prozent auf 5,87 Milliarden Dollar zu.


12:46 Uhr

Technologiewerte wie im Rausch – J&J im Corona-Tief

Die Futures auf die Standardwerte an der Wall Street tendieren kaum verändert. Die Nasdaq-Futures zeigen sich allerdings leicht im Plus, was für eine Fortsetzung der überdurchschnittlichen Entwicklung der Technologie-Werte spricht. Dies war bereits gestern deutlich zu sehen.

Ein Dämpfer kommt von Aussagen des Pharmakonzerns Johnson & Johnson (J&J). Das Unternehmen pausiert bei seinen Versuchen zu einem Corona-Impfstoff. Dies weckt frische Bedenken über die Dauer, bis ein solches Mittel für die breite Bevölkerung zur Verfügung stehen wird. Der Impfstoff von J&J gehört zu den in der Entwicklung am weitesten fortgeschrittenen überhaupt und befindet sich in der kleinen Schar derjenigen, die die finale Testphase erreicht haben. Kürzlich hatte auch Astrazeneca wegen Sicherheitsbedenken die Tests ausgesetzt.

Marktteilnehmer führen die relative Stärke der Technologie-Werte auch auf diese Meldung zurück, denn sie gelten teilweise als Profiteure der Pandemie. Allerdings zeigt sich Goldman Sachs dennoch zuversichtlich zu den Aussichten für einen Impfstoff mit Blick auf diverse andere Konzerne.

J&J liefern vor Börsenstart ebenso Geschäftszahlen wie die US-Großbanken JP Morgan und Citigroup. Positive "Überraschungen" könnten mit der jüngsten Stärke am Markt dabei bereits zum Teil eingepreist sein, heißt es.

12:33 Uhr

US-Finanzinvestor verdoppelt Anteil an Deutscher Bank

Der Deutsche-Bank-Großinvestor Capital Group hat seine Beteiligung an dem Geldhaus verdoppelt. Über einen zweiten Fonds, den Euro Pacific Growth Fund, kaufte Capital 3,61 Prozent an Deutschlands größter Bank. Damit hält die US-Gesellschaft inzwischen mehr als sieben Prozent an dem Kreditinstitut. "Wir begrüßen, dass Capital Group seine Anteile an der Deutschen Bank aufgestockt hat", sagt ein Sprecher des Instituts. "Wir sehen das als einen klaren Vertrauensbeweis in unsere strategische Transformation." Capital Group hatte erst vor wenigen Tagen seine Beteiligung an der Commerzbank auf mehr als fünf Prozent erhöht. 

Deutsche Bank
Deutsche Bank 8,09

12:00 Uhr

Bundesbank warnt: Banken müssen sich für Insolvenzwelle wappnen

Die Banken müssen sich nach Ansicht der Bundesbank in der Coronavirus-Pandemie auf eine Welle von Unternehmensinsolvenzen und steigende Kreditausfälle einstellen. "Im gesamten Unternehmenssektor könnten die Insolvenzen in den ersten Monaten des Jahres 2021 auf über 6000 pro Quartal steigen", sagt Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch. Das wäre ein Anstieg um mehr als 35 Prozent, aber weniger als in der globalen Finanzkrise als etwa 8000 Unternehmen pro Quartal pleitegingen. Dieses Szenario sei für die Kreditinstitute verkraftbar, doch auch ein deutlich stärkerer Anstieg der Insolvenzen sei nicht ausgeschlossen. "Ganz sicher werden steigende Insolvenzen Spuren in den Bilanzen der Banken hinterlassen." Der Schlüssel zu einer guten Vorbereitung auf steigende Insolvenzen für Banken, Politik und öffentliche Verwaltung liege darin, ausreichende administrative Kapazitäten zu schaffen, erfahrenes Personal bereitzustellen und die Vereinfachung von Insolvenzverfahren zu prüfen

11:29 Uhr

Impulse dringend gesucht: Dax dümpelt um 13.100

Am deutschen Aktienmarkt überwiegen am Mittag die negativen Vorzeichen. Die Kursverluste halten sich aber in Grenzen, der Leitindex Dax büßt 0,2 Prozent auf 13.110 Punkte ein. "Der Dax sucht seine Richtung", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer den Handel am Mittag. "Chinesische Wirtschaftsdaten hier, Diskussionen um weitere US-Staatshilfen dort - die allgemeine Gemengelage erscheint zwar gut, lockt die Anleger aber nicht in den Markt."

Dax
Dax 12.581,30

Auch frische Daten des ZEW-Index, der die Stimmung der Finanzmarktexperten abbildet, liefern keinen nachhaltigen Kaufimpuls. "Die Erwartungshaltung ist deutlich gesunken und hat den Gesamtindex belastet", so Meyer. Nun müsse die Berichtssaison liefern.

11:19 Uhr

Finanzmarktstimmung verschlechtert sich deutlich

Die Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im Oktober wesentlich deutlicher verschlechtert als von Experten erwartet. Der von Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen fiel auf 56,1 Punkte von 77,4 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang der Konjunkturerwartungen auf 74,0 vorausgesagt.

Der Index der Lagebeurteilung verbesserte sich hingegen von minus 66,2 auf minus 59,5 Punkte. Erwartet worden war ein Anstieg auf minus 60,0. "Die ZEW-Konjunkturerwartungen liegen noch sehr deutlich im positiven Bereich", betonte der Präsident des Instituts, Achim Wambach. Die große Euphorie der Monate August und September scheine aber verflogen zu sein. "Die zuletzt stark gestiegene Zahl der Corona-Infektionen lässt die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung ansteigen."

Hinzu komme die Aussicht auf einen Brexit ohne Handelsvertrag zwischen EU und Großbritannien. Auch die gegenwärtige Situation vor den Präsidentschaftswahlen in den USA steigere die Unsicherheit.

10:59 Uhr

Fraport leidet unter Passagierminus von fast 83 Prozent

Der Frankfurter Flughafen hat beim Passagieraufkommen im September ein Minus von 82,9 Prozent auf 1,1 Millionen Flugreisende verzeichnet. Damit liegt das Minus höher als im Urlaubsmonat August, als der Rückgang bei 78,2 Prozent lag. In den ersten neun Monaten sanken die Passagierzahlen um rund 70 Prozent auf 16,2 Millionen Reisende. Fraport-Aktien verlieren rund ein Prozent.

Fraport
Fraport 35,06

10:40 Uhr

Softbank steigt bei Online-Lern-App ein

Der japanische Finanz- und Techinvestor Softbank hat sich mit 9,7 Prozent an der norwegischen Online-Lern-App Kahoot über die Ausgabe neuer Aktien im Wert von 1,98 Milliarden norwegische Kronen - knapp 2 Milliarden Euro - beteiligt. Die neuen Aktien wurden zu je 46 Kronen an eine Softbank-Einheit verkauft, was einem Rabatt von 7,3 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag von 49,65 Kronen entspricht. "Softbank wird die Aktionärsbasis von (Kahoot) als Investor mit tiefem Fachwissen und Erfahrung und der Entwicklung von Softwareunternehmen stärken", teilt das norwegische Unternehmen mit.

09:48 Uhr

Inflation fällt auf niedrigsten Stand seit mehr als fünfeinhalb Jahren

Die gesenkte Mehrwertsteuer und fallende Energiekosten drücken die deutsche Inflationsrate auf den tiefsten Stand seit über fünfeinhalb Jahren. Die Verbraucherpreise sanken im September um 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt und damit eine Schätzung von Ende September bestätigt. Das ist der größte Rückgang seit Januar 2015. Im August hatte die Teuerung noch bei 0 Prozent gelegen, im Juli bei minus 0,1 Prozent.

Für die Europäische Zentralbank sind sinkende Preise in der größten Volkswirtschaft der Währungsunion ein Problem, strebt sie doch eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent an. Die Bundesregierung senkt die Mehrwertsteuer von Juli bis Ende 2020 vorübergehend, um Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise anzukurbeln. Während sich Waren im September binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent verbilligten, verteuerten sich Dienstleistungen um ein Prozent. Energie war für die Verbraucher um 7,1 Prozent günstiger zu haben.

09:28 Uhr

Analysten schicken Bayer und Airbus ins Minus

Während der deutsche Aktienmarkt nach Impulsen sucht, sorgen Analystenstimmen bei Einzelwerten für Kursbewegungen. Bei Bayer und auch bei Airbus fallen sie jedoch negativ aus: Die im Dax gelisteten Bayer geben nach einer Herabstufung mehr als zwei Prozent nach. Die Experten von Barclays setzten die Papiere auf "Equal Weight" von "Overweight" herab und kürzten das Kursziel auf 50 von 75 Euro. Airbus drücken eine Abstufung von JP Morgan. Ihre Einschätzung lautet nun "underweight" statt wie zuvor "neutral". Airbus sacken rund vier Prozent ab und gehören zu den größten Verlierern im MDax.

09:08 Uhr

Dax sucht nach Impulsen

Am deutschen Aktienmarkt kommen die Kurse nach dem positiven Wochenauftakt am Dienstag zunächst etwas zurück. Der Dax büßt 0,1 Prozent auf 13.127 Zähler ein. "Die chinesischen Wirtschaftsdaten sind auf der Agenda, aber als Kurstreiber erweisen sie sich nicht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Man wartet auf weitere Impulse." Um 11 Uhr werde beispielsweise der ZEW-Index veröffentlicht.

08:49 Uhr

Nikkei nutzt US-Vorlage nicht

Die kräftigen Kursaufschläge an den US-Börsen haben die Anleger in Asien weitgehend kaltgelassen. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent fester bei 23.601,78 Punkten aus dem Handel. Gebremst wurde der Kursanstieg von den chinesischen Börsen, die kaum verändert notierten.

Analysten schätzen auf längere Sicht die Aussichten für die Börsen in Fernost aber günstig ein. "Wir gehen davon aus, dass die asiatischen Märkte den weltweiten Aktienmarkt in den nächsten zwei oder drei Jahren überflügeln, denn falls Joe Biden zum US-Präsidenten gewählt wird, dürften sich die Beziehungen zwischen den USA und China verbessern", sagte Simon Yuen, Gründer der Vermögensverwaltung Surich Asset Management. "Auf der anderen Seite, falls Donald Trump wiedergewählt wird, dürfte China seine weltweite Dominanz ausbauen."

Nikkei
Nikkei 23.525,89

08:28 Uhr

Chinesischer Automarkt boomt weiter

Der chinesische Automarkt hat auch im September weiter Boden gutgemacht. Im vergangenen Monat gingen 1,94 Millionen Pkw, SUVs und kleinere Mehrzweckfahrzeuge an die Endkunden. Das waren 7,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) in Peking mitteilte. Das ist der dritte Monat in Folge, in dem der Vorjahresvergleich nach oben zeigt. Im Gesamtjahr dürfte wegen der herben Einschläge zu Jahresbeginn in der Coronavirus-Pandemie aber nach wie vor das dritte Jahr mit einem Verkaufsrückgang stehen.

Nach neun Monaten beträgt der Rückstand mit 13,15 Millionen Autos 12,5 Prozent. China ist der Hoffnungsträger der weltweiten Automobilindustrie. Die Corona-Pandemie hatte in der Volksrepublik früh im Jahr das Wirtschaftsleben lahmgelegt, allerdings fuhren die Autofabriken auch früher als in Europa und Nordamerika wieder hoch.

07:40 Uhr

Dax soll von Start der Bilanzsaison profitieren

Dax
Dax 12.581,30

Heute wird der Dax zu Beginn der Bilanzsaison in den USA Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Montag war er 0,7 Prozent fester bei 13.138,41 Punkten aus dem Handel gegangen. "Die Börse schaltet jetzt auf den Berichtssaison-Modus um", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. Die Erwartungen an die Zahlen zum dritten Quartal seien erneut moderat. Im Sommer sei das Geschäft zwar nur stotternd losgegangen, aber es habe keine landesweiten Lockdowns mehr gegeben. "Damit besteht eine gute Chance, dass das eine oder andere Unternehmen positiv überrascht und die Aktie profitiert."

Den Auftakt machen in den USA die Großbanken JPMorgan und Citigroup. Experten gehen von einem Rückgang der Gewinne aus, weil die Corona-Krise und die niedrigen Zinsen ihren Tribut fordern. In Deutschland legt Gerresheimer seine Zahlen vor. Daneben steht die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an. Der IWF legt am Nachmittag seine Prognosen für die Wirtschaftsentwicklung vor. Es wird damit gerechnet, dass die Aussichten nicht mehr ganz so düster eingeschätzt werden wie im Frühjahr, als weltweit im Kampf gegen die Corona-Pandemie Ausgangssperren verhängt worden waren. In Deutschland steht zudem die Veröffentlichung des ZEW-Index an.

06:52 Uhr

Asiens Märkte verpassen Schwung der Wall Street

Nikkei
Nikkei 23.525,89

Die Aktien in Asien haben heute trotz lebhaftem Technologiesektor und neuem Optimismus hinsichtlich der US-Konjunktur und den US-Wahlen nachgegeben. Analysten sind dennoch zuversichtlich, dass die asiatischen Aktienmärkte nach den US-Wahlen am 3. November anziehen wird. "Wir gehen davon aus, dass asiatische Aktien in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Outperformance gegenüber dem globalen Aktienmarkt erzielen werden, denn wenn Joe Biden gewählt wird, werden die USA eine leichtere Beziehung zu China haben", sagte Simon Yuen, Gründer von Surich Asset Management. "Wenn andererseits Donald Trump gewählt wird, wird China die Nachfrage über Verbraucherausgaben ankurbeln, um ihre Vorherrschaft zu erhöhen."

Die Börse in Tokio hat sich heute zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 23.526 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1641 Punkten. Die Börse in Shanghai lag nach den Feiertagen 0,6 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,3 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 105,38 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,7538 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9097 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1792 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0730 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,3042 Dollar.