Sonniger Mai-Tag auch mal an der Börse - DAX kann zulegen
Endlich! Nach verlustreichen Tagen hat es am deutschen Aktienmarkt ein leichtes Aufatmen gegeben. Eine Kurserholung gewann im Verlauf des Tages zunehmend an Breite. "Die Anlegerstimmung ist bereits extrem negativ", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf das jüngst erneute Minus von fast 1000 Punkten innerhalb nur weniger Handelstage im DAX. Dass Lieferengpässe, Inflation und steigende Zinsen das Marktumfeld rapide verschlechterten, sei bekannt. An solchen Punkten genüge es oft schon, wenn Signale kämen, dass sich die Situation nicht weiter verschärfe.
Wie es in Frankfurt weiter hieß, hat der Markt eine dynamische und anhaltende Zuspitzung der zahlreichen Probleme mittlerweile eingepreist. Sollten diese nicht eintreten, könne es auch mal zu einer längeren Gegenbewegung kommen. So setze die US-Notenbank Fed darauf, dass sie trotz der Zinswende eine Rezession vermeiden kann. Gestützt wird die Stimmung auch von den deutlich fallenden Öl- und Gaspreisen. So traten die Schnäppchenjäger auf den Plan.
Der DAX ging heute mit einem dicken Plus von 1,2 Prozent auf 13.535 Punkte aus dem Handel. Sein Tageshoch betrug 13.720 Zähler. Der EUROSTOXX50 notierte 1,1 Prozent höher bei 3563 Stellen.
An der DAX-Spitze erholten sich Bayer nach Quartalszahlen kräftig und gewannen 5,4 Prozent. Henkel und Siemens legten drei beziehungsweise 2,7 Prozent zu.
Airbus gewannen 0,9 Prozent. Analysten bewerteten sowohl die April-Bestellungen als auch die Auslieferungen beim Flugzeugbauer als ordentlich ein, wenn man die Knappheit bei Triebwerken in Betracht ziehe. Munich Re verteuerten sich um 1,5 Prozent. Der Rückversicherer verdiente mehr und bestätigte die Gewinnprognose.
In der zweiten Reihe gewannen Siltronic 3,2 Prozent. Das EBITDA blieb mit 186 Millionen Euro deutlich über der Schätzung von 134 Millionen.
Lufthansa baut Beschäftigung wieder aus
Die Lufthansa fährt nach massivem Personalabbau in der Corona-Krise angesichts der Erholung des Flugverkehrs die Beschäftigung wieder hoch. Man plane mehrere tausend Neueinstellungen in diesem Jahr, um der deutlich steigenden Nachfrage gerecht zu werden, erklärte das MDAX-Unternehmen in nachträglich veröffentlichten Antworten auf Fragen bei der Hauptversammlung.
"Das Vorkrisenniveau wird sie aber nach aktueller Planung in den nächsten Jahren nicht erreichen", hieß es weiter. Der Konzern hatte die Belegschaft wegen der Pandemie weltweit um mehr als 30.000 auf gut 100.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die Lufthansa-Aktie gewann in einem sehr positiven Handelsumfeld lediglich 0,8 Prozent hinzu.
Ungemach für Autobranche: Stellantis-Chef erwartet Batteriemangel
Der beschleunigte Wechsel in die Elektromobilität dürfte die Engpässe der Automobilindustrie bei Rohstoffen und Batterien nach Einschätzung von Stellantis in den kommenden Jahren verschärfen. Er rechne damit, dass die Branche in den Jahren 2025 und 2026 mit Lieferproblemen bei Batterien konfrontiert sein werde, sagte Stellantis-Chef Carlos Tavares bei einer Veranstaltung der "Financial Times" zur Zukunft des Autos.
Dem Manager zufolge wird die Abhängigkeit von Lieferanten aus Asien zunehmen. Die Geschwindigkeit, mit der Produktionskapazitäten für Batterien aufgebaut würden, reiche womöglich nicht aus, um die sich schnell verändernden Märkte zu bedienen.
BVB-Aktie legt kräftig zu - Vorfreude auf die Haaland-Millionen
Ein dickes Plus verzeichnet heute die Aktie des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Das Papier verteuerte sich um 7,4 Prozent. Die Westfalen und der englische Meister Manchester City haben sich grundsätzlich auf einen Transfer des norwegischen Stürmerstars Erling Haaland nach dieser Saison verständigt. Es seien noch vertragliche Details abzustimmen, teilten beide Klubs mit. Eine Ausstiegsklausel macht einen Haaland-Wechsel für 75 Millionen Euro möglich.
Milliardendeal in US-Pharmabranche
Mit Milliardenerlösen für seine Corona-Medikamente im Rücken setzt der US-Pharmariese Pfizer seine Einkaufstour fort. Für 11,6 Milliarden Dollar übernimmt der Konzern den mit einem Migränemittel erfolgreichen Pharmahersteller Biohaven Pharmaceutical. Pfizer hat durch sein mit dem deutschen Partner Biontech entwickelten Covid-Impfstoff Comirnaty und sein Covid-Medikament Paxlovid zweistellige Milliardensummen eingenommen.
Gebrauchtwagenhändler-Aktienkurs geht steil hoch
Geschäftszahlen über den Markterwartungen und ein Führungswechsel haben Vroom den größten Kurssprung seit dem Börsengang vor zwei Jahren. Die Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers stiegen um fast 80 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 1,93 US-Dollar. Danach gab das Papier einen Teil des Gewinns wieder ab. Der Quartalsumsatz lag den Angaben zufolge bei 923,8 Millionen Dollar und der Verlust bei 0,71 Dollar je Aktie.
US-Börsen ergrünen - Inflationszahlen mit Spannung erwartet
Nach drei Verlusttagen in Folge steigen Anleger wieder in die US-Aktienmärkte ein. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung am Dienstag um jeweils etwa 1,5 Prozent. Vielleicht hofften einige Investoren, dass die in den kommenden Tagen anstehenden Preisdaten besser ausfielen als befürchtet, sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses CFRA.
Am Mittwoch werden die Daten zu den US-Verbraucherpreisen veröffentlicht. Experten rechnen für April mit einer Abschwächung der Teuerungsrate im Jahresvergleich auf 8,1 von 8,5 Prozent. Am Donnerstag folgen die Erzeugerpreise, deren Anstieg sich Prognosen zufolge auf 10,7 von 11,2 Prozent verlangsamt hat. Von diesen Zahlen versprechen sich Börsianer Rückschlüsse auf das Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen.
Gegen den Trend fielen Peloton um gut 16 Prozent auf ein Rekordtief von 11,83 Dollar. Der Fitnessgeräte-Hersteller hatte einen Umsatz-Einbruch und einen überraschend hohen Verlust von 757,1 Millionen Dollar bekanntgegeben. Außerdem warnte Firmenchef Barry McCarthy, dass die Kapitaldecke mit 879 Millionen Dollar für ein Unternehmen dieser Größe dünn sei.
Warum Kurse sich auch schon vor Quartalszahlen bewegen
Wenn Unternehmen ihre Berichtszahlen vorlegen, ist das an der Börse regelmäßig ein Highlight, das für Schlagzeilen sorgt. Anleger fiebern diesen Terminen schon lange vorher entgegen. In den vergangenen Quartalen hatten sie dabei oft Grund zur Freude. Ein stabiler Aufwärtstrend sorgte für Kontinuität. Inzwischen ist der Ausblick bei vielen Unternehmen aber eingetrübt. Um böse Überraschungen am Berichtstag zu vermeiden, stellen sich Anleger schon im Vorfeld entsprechend auf. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Marcel Langer von JPMorgan.
Chinas Automarkt bricht im April massiv ein
Und wieder eine Hiobsbotschaft aus China: Dort ist der Verkauf von Autos wegen der umfangreichen Corona-Lockdowns dramatisch zurückgegangen. Der Absatz sei im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35,7 Prozent gesunken, teilte der Branchenverband PCA in Peking mit. Damit beschleunigte sich die Entwicklung im Vergleich zum bereits schwächeren März nochmals.
China ist für die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW der größte Einzelmarkt. In den vergangenen Jahren stockte das früher rasante Absatzwachstum etwas, 2021 sorgte insbesondere die knappe Chipversorgung für Produktionsprobleme.
Schnäppchenjäger treiben DAX nach oben
Der DAX hat noch einmal zweite Luft bekommen. Grund waren laut Börsianern Schnäppchenjäger, die wegen der Kursverluste der vergangenen Tage zugeschlagen hätten. Der DAX vermehrte sich um 2,3 Prozent auf 13.684 Punkte. Der EUROSTOXX50 legte um 1,9 Prozent auf 3593 Stellen zu.
Peloton tiefrot - Aktienkurs stürzt ab
Der US-Sportartikelspezialist Peloton hat nach dem Corona-Boom mit weiter wachsenden Verlusten zu kämpfen. Im vergangenen Quartal weitete sich der Fehlbetrag auf 757 Millionen Dollar aus. Schon im Vierteljahr davor hatte Peloton rote Zahlen von rund 440 Millionen Dollar verbucht, im Vergleichsquartal des vorherigen Geschäftsjahres war das Minus mit 8,6 Millionen Dollar noch deutlich geringer.
Die zuletzt schon ziemlich gebeutelte Aktie fiel im vorbörslichen Handel um mehr als ein Viertel. Nach einst 50 Milliarden Dollar wäre Peloton damit nur noch rund 3,5 Milliarden Dollar wert.
Gaspreis weiter auf dem Weg nach unten
Der Gaspreis hat seine Abwärtsbewegung fortgesetzt. Er verbilligte sich um knapp zwei Prozent auf 91,70 US-Dollar pro Einheit. Am Donnerstag der Vorwoche lag der Preis im Hoch noch bei rund 110 Dollar. Zum Vergleich: Vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine kostete es noch 80 bis 85 Dollar, ehe der Preis dann Anfang März bis auf rund 200 Dollar regelrecht explodierte.
Analysten erklären die jüngste Abwärtsbewegung mit einem überkauften Markt und den Spekulationen über eine wirtschaftliche Abschwächung und damit nachlassende Gasnachfrage angesichts des eingeleiteten straffen Zinserhöhungsprozesses in den USA. Auch die Lockdowns in China drücken auf den Gaspreis.
Anleger sind für Tabakprodukte-Hersteller-Aktie Feuer und Flamme
Eine mögliche Übernahme durch den Zigarettenhersteller Philip Morris hat die die Anleger beim Rivalen Swedish Match in Euphorie versetzt. Die Aktien des vor allem auf rauchfreie Tabakprodukte setzenden schwedischen Herstellers kletterten um mehr als 24 Prozent und sind auf dem Weg zum bislang größten Tagesgewinn.
Dem "Wall Street Journal" zufolge könnte die Übernahme einen Wert von 15 Milliarden US-Dollar haben. Das entspricht laut den Analysten von Jefferies einem Aufschlag von etwa 25 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag.
Neuer DAX-Spitzenreiter bei der Dividendenhöhe
Mit einer Rekorddividende von 57 Milliarden Euro für 2021 hat der deutsche Aktienmarkt das Coronatief endgültig hinter sich gelassen. Dies bedeutet laut der DZ Bank eine Steigerung von über einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Über 60 Prozent der beobachteten Unternehmen hätten ihre Dividendenausschüttungen im Jahresvergleich angehoben.
Die Rangfolge der Unternehmen, die die meisten Dividende ausschütteten, hat sich laut DZ Bank dabei verändert. Bei der vorangegangenen Betrachtung habe der Versicherer Allianz mit einer Ausschüttung von vier Milliarden Euro den Spitzenplatz verbucht, nun sei er von Mercedes-Benz auf den zweiten Rang verwiesen worden. 5,3 Milliarden Euro schütte der Stuttgarter Autobauer für das vergangene Geschäftsjahr aus. Auf den Plätzen drei und vier folgten BMW und VW vor Siemens, Deutscher Telekom und BASF.
Wall Street vor leichter Erholung
Nach einer dreitägigen Talfahrt der Wall Street sehen Händler Chancen für eine leichte Erholung. Der Aktienterminmarkt deutet eine festere Eröffnung am Kassamarkt an. In den vergangenen drei Sitzungen hatte der marktbreite S&P-500 insgesamt 7,2 Prozent eingebüßt - der höchste Dreitagesverlust seit März 2020, als die Welt mit der Corona-Pandemie konfrontiert worden war. Diesmal sind es Stagflationsängste, die gedrückt haben.
Händler wollen aber keine Entwarnung geben: Es gebe keine Indizien, dass die Inflation und damit der Druck auf die US-Notenbank zur Straffung der Geldpolitik nachlasse, heißt es. Die sich andeutende Erholung sei daher eher eine technische wegen der Überverkauftheit des Marktes.
Inflationsgespenster werden in Europa immer größer
Nun auch noch zweistellige Inflationszahlen: Die Inflation hat in Griechenland im April ist erstmals seit 28 Jahren mit 10,2 Prozent in diesen Bereich vorgedrungen. Dies teilte das Nationale Statistische Amt (Elstat) mit. Zuletzt war im April 1994 - als das Land noch die Drachme als Nationalwährung hatte - die Teuerung in Griechenland auf vergleichbare Werte (10,9 Prozent) geklettert. Die Inflation galoppiere wegen der Folgen des Kriegs in der Ukraine, der Verteuerung von Rohstoffen, Lebens- und Düngemitteln und wegen der hohen Energiepreise, hieß es in Athen.
Die Inflation in Tschechien, das nicht zur Eurozone gehört, kletterte auf den höchsten Wert seit 1993. Im April stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 14,2 Prozent, wie die Statistikbehörde CSU in Prag mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat lag die Teuerungsrate bei 1,8 Prozent.
China erlebt "bedenklichen Wachstumsrückgang"
DAX behält seine grüne Farbe
Die deutschen Aktienindizes haben sich auch am Mittag im grünen Bereich bewegt. Der DAX baute seine Kursgewinne nach Vorlage des ZEW-Index aus und zog bis auf 13.626 Punkte hoch. Dann kam er wieder etwas zurück und notierte 1,3 Prozent höher bei 13.564 Stellen. Der EUROSTOXX50 stieg um 1,4 Prozent auf 3577 Zähler.
Im DAX stiegen Bayer nach Zahlen um 1,1 Prozent. Die Aktie von Airbus, das ebenfalls seine Bücher geöffnet hatte, verteuerte sich um 1,6 Prozent. Munich Re legten um 0,5 Prozent zu.
Geprügelte Techwerte - "Das gab es noch nie an Nasdaq"
Der Cocktail aus getrübten Wachstumsaussichten in China und steigenden Zinsen stoßen US-Anlegern sauer auf. An der US-Technologiebörse Nasdaq herrscht Ausverkaufsstimmung. ntv-Börsenreporter Frank Meyer bezeichnet das Geschehen als "etwas unheimlich".
ZEW-Index steigt wider Erwarten
Endlich einmal wieder eine kleine positive Überraschung: Die Konjunkturerwartungen von Börsen- und Finanzexperten für Deutschland haben sich im Mai entgegen den Erwartungen nicht weiter eingetrübt. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Erwartungsindex stieg auf minus 34,3 (April: minus 41,0). Volkswirte hatten dagegen mit einem Rückgang auf minus 44,5 Punkte gerechnet. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage verringerte sich auf minus 36,5 (minus 30,8) Punkte. Volkswirte hatten minus 35,0 Punkte erwartet.
Verglichen mit dem vorangegangen Monat sei der Ausblick auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland damit etwas weniger pessimistisch, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. In der aktuellen Umfrage gehe eine große Mehrheit der Expertinnen und Experten von einer Anhebung der kurzfristigen Zinsen durch die EZB in den nächsten sechs Monaten aus.
Fraport lässt Corona-Krise hinter sich
Dank der Erholung des Flugverkehrs vom Einbruch in der Corona-Pandemie hat der Flughafenbetreiber Fraport im ersten Quartal den Betriebsverlust gedrückt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich auf ein Minus von 41,3 Millionen Euro gegenüber einem Betriebsverlust von 70,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilt. Die wegen des Ukraine-Krieges auf Eis gelegte Beteiligung am Flughafen St. Petersburg sorgte für eine finanzielle Belastung: Fraport nahm eine Wertberichtigung von rund 48 Millionen Euro auf eine Darlehensforderung wegen wachsender Ausfallrisiken in diesem Zusammenhang vor. Unter dem Strich stieg deshalb der Verlust auf 118,2 Millionen Euro im Vergleich zu 77,5 Millionen Euro im Vorjahr.
"Trotz Unsicherheiten im Markt ist die Erholung der Passagiernachfrage stabil", erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte. "In Frankfurt stimmen uns die guten Buchungszahlen für den Sommer weiter optimistisch, dass wir auf Jahressicht etwa 55 bis 65 Prozent der Passagierzahlen des Vor-Corona-Niveaus sehen werden." Mit 7,3 Millionen Fluggästen zählte Fraport am größten deutschen Flughafen mehr als doppelt so viele Reisende wie im Auftaktquartal 2021. Vor Ausbruch der Corona-Krise 2019 waren es etwa zwei Mal so viele.
Bitcoin-Kurs rauscht kräftig runter
Die Talfahrt von Digitalwährungen wie Bitcoin hat sich heute fortgesetzt. Der Kurs der bekanntesten Kryptowährung fiel auf der Handelsplattform Bitfinex unter die Marke von 30.000 USDollar. Mit 29.833 Dollar wurde in der vergangenen Nacht der niedrigste Stand seit Juli 2021 markiert. Noch vor wenigen Tagen hatte ein Bitcoin über 40.000 Dollar gekostet. Aktuell notierte der Bitcoin bei 31.875 Dollar. Auch andere Digitalwerte wie Ether, XRP oder Dogecoin gaben nach.
Als Hauptgrund für den Sinkflug auf dem Kryptomarkt gilt die Zinswende vieler Zentralbanken. Nicht nur in den USA stemmen sich die Notenbanker mit teils deutlichen Zinsanhebungen gegen die Inflation. Die steigenden Zinsen machen Anlagewerten zu schaffen, die wie Bitcoin keine regelmäßigen Erträge abwerfen. Zusätzlich leiden die als besonders riskant geltenden Digitalwährungen unter dem ungewissen Fortgang des Ukraine-Kriegs.
Porsche SE stockt bei Volkswagen leicht auf
Der Haupteigner Porsche SE hat den Kapitalanteil an Volkswagen leicht erhöht. Der Anteil am gezeichneten Kapital von Europas größtem Autokonzern liege nun bei 31,9 (bisher 31,4) Prozent, teilte die Familienholding mit. Der Zukauf von Vorzugsaktien im Volumen von rund 400 Millionen Euro unterstreiche das starke Bekenntnis der Porsche SE zu Volkswagen. Der Stimmrechtsanteil liege unverändert bei 53,3 Prozent.
Den Ausblick für das laufende Jahr bekräftigte das Management. Demnach hält die Porsche SE 2022 angesichts der Unsicherheit durch den Ukraine-Krieg beim Gewinn sowohl einen Rückgang als auch einen deutlichen Anstieg für möglich. Mit einem Nettogewinn zwischen 4,1 Milliarden Euro und 6,1 Milliarde Euro fällt die Prognosespanne diesmal besonders weit aus. Im ersten Quartal verdoppelte sich der Reingewinn, der sich im Wesentlichen aus der Beteiligung an VW speist, fast auf 2,1 Milliarden (Vorjahr 995 Millionen) Euro.
Goldpreis leidet unter Zinserhöhung
Steigende Zinsen sind Gift für Aktien, so heißt es immer wieder. Ist das beim Gold eigentlich auch so? Und macht es dabei einen Unterschied, wenn ich den Währungseinfluss des US-Dollars durch eine entsprechende Absicherung ausschalte? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.
Covid-Impfstudie: sehr steiniger Weg für Biontech in China
Eine Zulassung des Covid-19-Impfstoffs von Biontech in China rückt weiter in die Ferne. Die bereits Ende 2020 gestartete klinische Phase-2-Studie mit dem Vakzin in China wurde um sechs Monate bis Oktober dieses Jahres verlängert, wie aus dem weltgrößten Studienregister ClinicalTrials.gov hervorgeht.
Der Impfstoff der Mainzer Biotechfirma ist einer der weltweit am häufigsten eingesetzten gegen Covid-19. In China ist er jedoch immer noch nicht auf dem Markt, obwohl Biontech bereits im Frühjahr 2020 mit der chinesischen Fosun Pharma eine Lizenzvereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung des Vakzins in China, Hongkong, Macau und Taiwan geschlossen hatte. Die Volksrepublik setzt bisher nur Impfstoffe ein, die in China entwickelt und produziert wurden - allen voran Sinovac und Sinopharm.
Aktien, Anleihen etc: An der Wall Street "verliert gerade alles"
Dicke Minuszeichen gibt es aktuell an den US-Märkten. Die Nasdaq erwischt es dabei mit einem Einbruch um fast vier Prozent am härtesten. Ursache ist ein gefährliches Zusammenspiel von Zinsanhebung, Ukraine-Krieg und chinesischem Corona-Lockdown. Sichere Häfen gibt es für die Anleger kaum mehr.
Renault verkauft Teil seines Korea-Geschäfts nach China
Der französische Autohersteller Renault verkauft rund ein Drittel seines Korea-Geschäfts für 207 Millionen Dollar (264 Milliarden Won) an den chinesischen Autobauer. Geely werde 34,02 Prozent der Aktien von Renault Korea Motors (RKM) im Rahmen einer Kapitalerhöhung übernehmen, teilten beide Unternehmen mit. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Renault und Geely entwickeln gemeinsam Hybrid-Fahrzeuge für den chinesischen und südkoreanischen Markt.
ING Deutschland kippt Negativzinsen für viele Kunden
Die ING Deutschland schafft nach eigenen Angaben die Negativzinsen für einen Großteil ihrer Privatkunden ab. Zum 1. Juli erhöht die Bank die Freibeträge für Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten, für die kein Verwahrentgelt fällig wird, von derzeit 50.000 auf 500.000 Euro pro Konto, wie das Geldinstitut mitteilte. Die ING Deutschland gebe damit die positive Zinsentwicklung auf den Kapitalmärkten frühzeitig an ihre Kundinnen und Kunden weiter.
DAX versucht Gang nach oben
Nach den zuletzt kräftigen Verlusten versucht der deutsche Aktienmarkt wieder eine Aufwärtsbewegung. Der DAX notierte in den ersten Handelsminuten 1,1 Prozent höher bei 13.530 Punkten. MDAX, SDAX und TECDAX legten zwischen 0,6 und 0,8 Prozent zu.
Am derzeit dominierenden "Giftcocktail", der am Montag erneut für schwere Verluste sorgte, hat sich nichts geändert: die hohe Inflation, die sich abschwächenden Weltwirtschaft, Lieferkettenprobleme, ein sich eintrübendes Verbrauchervertrauen und die Verschärfung der Geldpolitik sorgen für Risikoscheu mit Blick auf Aktien.
Asiens MSCI ganz schwach - Nikkei leichter
Die Furcht vor steigenden Zinsen bei gleichzeitig geringerem Wirtschaftswachstum hat asiatische Aktien auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren fallen lassen. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ohne Japan fiel um bis zu 2,3 Prozent auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren. Damit weitete der Index seine Verluste seit Jahresanfang auf 18 Prozent aus. Im Handelsverlauf wurden die Verluste aber wieder eingedämmt.
In Tokio machte auch der Nikkei einen Teil seiner Verluste wieder wett und ging 0,6 Prozent schwächer mit 26.167 Punkten aus dem Handel. Nach dem Ausverkauf von Technologie-Aktien zum Wochenstart an der Wall Street, standen insbesondere japanische Tech-Werte unter Druck. In Hongkong fiel der Index mehr als zwei Prozent. In Südkorea ging es rund ein halbes Prozent bergab. Dagegen drehte die Börse in Shanghai ins Plus und legte ebenso wie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen ein knappes Prozent zu. Investoren schöpften aus der Zusage der chinesischen Regierung Zuversicht, die schwächelnde Wirtschaft zu unterstützen.
Aurubis verdient unter dem Strich mehr
Der Kupferrecycler und Nichteisenmetall-Anbieter Aurubis hat im zweiten Quartal 2021/22 auch unter dem Strich mehr verdient und bekräftigt seine erst kürzlich erhöhte Prognose. "Das sehr gute Metallergebnis konnte die deutlich gestiegenen Preise für Energie überkompensieren", sagt Aurubis-Vorstandsvorsitzender Roland Harings. Zudem profitierte die Gesellschaft neben den hohen Metallpreisen bei verbessertem Metallmehrausbringen von der sehr hohen Nachfrage nach Kupferprodukten und Schwefelsäure.
In den drei Monaten per Ende März steigerte Aurubis den Umsatz um 20 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro und das Konzernergebnis verbesserte sich um 90 Prozent auf 150 Millionen Euro. Wie bereits Ende April vorab gemeldet, erhöhte sich der operative Vorsteuergewinn deutlich auf 195 Millionen Euro, von 103 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Das Multimetall-Unternehmen erwartet nach der im April erhöhten Prognose für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis vor Steuern zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Euro. Zuvor lag der Zielkorridor für das operative Ergebnis vor Steuern zwischen 400 Millionen und 500 Millionen Euro.
Pflanzenschutzgeschäft beschert Bayer Ergebnissprung
Eine hohe Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln hat Bayer kräftige Zuwächse zum Jahresauftakt beschert. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) kletterte im ersten Quartal um 27,5 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro, wie der Agrar- und Pharmakonzern mitteilt. Damit schnitt Bayer deutlich besser als von Analysten erwartet ab, die mit gut 4,6 Milliarden Euro gerechnet hatten. Bayer setzte 14,6 Milliarden Euro um, ein Plus von 18,7 Prozent binnen Jahresfrist. Währungsbereinigt stand ein Plus von mehr als 14 Prozent zu Buche. Bayer profitierte von einem starken Geschäft mit Herbiziden und Fungiziden sowie höheren Preisen im Agrargeschäft, verbuchte aber auch deutliche Zuwächse bei rezeptfreien Gesundheitsprodukten. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Leverkusener Unternehmen seine Prognose.
Ölpreise weiten Verluste aus
Die Ölpreise weiten ihre Abschläge vom Wochenstart aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 105,24 Dollar. Das sind 70 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fällt 66 Cent auf 102,43 Dollar.
Zu Wochenbeginn hatten die Erdölpreise deutlich nachgegeben. Marktteilnehmer verwiesen auf Schwierigkeiten innerhalb der EU, sich auf ein Embargo gegen russisches Rohöl zu einigen. Widerstand kommt vor allem aus Ungarn, das aufgrund seiner hohen Abhängigkeit erheblichen wirtschaftlichen Schaden befürchtet.
Brent Rohöl I
Tinder-Mutter verklagt Google-Mutter
Der Mutterkonzern der Dating-App Tinder verklagt Google-Mutter Alphabet wegen der Bezahlpraktiken des Play-Stores. "Diese Klage ist ein letztes Mittel", sagt Match-Chefin Shar Dubey. "Wir haben in gutem Glauben versucht, die Angelegenheit mit Google zu klären, aber die Beharrlichkeit und die Drohungen haben uns keine andere Wahl gelassen." Einige Dating-Plattformen von Match seien seit rund zehn Jahren von den Bezahlrichtlinien ausgenommen. Nun habe Google mitgeteilt, dass die Downloads dieser Apps zum 1. Juni blockiert werden, falls Match nicht ausschließlich das Google-Zahlungssystem anbiete und die Provision von bis zu 30 Prozent akzeptiere, heißt es in der Klageschrift an das Bundesgericht im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Mehrheit der Dating-App-Nutzer würden aber das Match-Zahlungssystem bevorzugen, das Ratenzahlungen, Banküberweisungen und andere Funktionen ermögliche, die von Google nicht angeboten werden, heißt es weiter. Für Match geht es um Hunderte Millionen Dollar an verlorenen Einnahmen, die stattdessen an Google abgedrückt werden müssen.
Google hat sich zu der Klage nicht sofort geäußert. Das Unternehmen hat jedoch erklärt, dass Entwickler den Play-Store umgehen könnten und dass es die Gebühren gesenkt und andere Programme geschaffen habe, um kartellrechtlichen Bedenken zu begegnen. Laut Dubey sei es unrentabel, den Play Store zu umgehen. "Es ist, als würde man sagen, dass man nicht den Aufzug nehmen muss, um in den 60. Stock eines Gebäudes zu gelangen, man kann immer die Außenwand erklimmen."
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Zeigt der DAX eine Gegenreaktion?
Der DAX wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit Kursen um 13.470 Punkten taxiert und damit etwa 0,7 Prozent fester.
Zum Wochenanfang hatte eine drastische Konjunkturabkühlung in China die Anleger an Europas Aktienmärkten verschreckt. Der deutsche Leitindex war am Montag um 2,1 Prozent auf 13.381 Zähler und damit auf den niedrigsten Wert seit zwei Monaten gefallen. Anleger hält am Vormittag eine Flut an Quartalszahlen in Atem. Einblick in die Bücher gewähren unter anderem Bayer, Munich Re, Porsche SE, Siltronic und Fraport. Auf der Konjunkturseite steht der ZEW-Index an, der die Stimmung der deutschen Börsenprofis widerspiegelt. Analysten sagen hier für Mai eine Verschlechterung auf minus 42 Punkte von minus 41 Zählern voraus.
Musk versucht, bei Twitter-Thema zu beruhigen
Die Pläne von Elon Musk für den Kurznachrichtendienst Twitter stehen im Einklang mit den neuen Regeln der Europäischen Union (EU) für Internetkonzerne, die darauf abzielen, dass Social-Media-Unternehmen mehr für die Überwachung illegaler Inhalte tun. Das sagte der US-Milliardär und Tesla-Gründer. Musks ursprüngliche Vision für Twitter war bei den Regulierungsbehörden in Europa auf Bedenken gestoßen.
Breton hatte Musk während eines Besuchs in Austin, Texas, getroffen, wo die beiden über das neue Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) sprachen, auf das sich EU-Parlament, Mitgliedstaaten und Kommission im vergangenen Monat geeinigt haben. "Ich denke, wir sind der gleichen Meinung", sagte Musk in dem Video, in dem er mit Breton zu sehen ist. "Alles, was meine Unternehmen tun können, um Europa zu helfen, wollen wir tun".
Die neuen Regeln, die noch nicht in Kraft getreten sind, verlangen von den großen Social-Media-Plattformen, dass sie schnell gegen illegale Inhalte vorgehen und regelmäßige Risikobewertungen durchführen. Andernfalls drohen hohe Geldstrafen.
Verluste überwiegen an Asien-Börsen
Mit sehr schwachen Vorgaben der Wall Street geht es auch an den meisten asiatischen Börsen abwärts. In der gesamten Region werden vor allem Technologiewerte verkauft, die ihren US-Pendants nach unten folgen. Stagflationsängste dominieren derzeit klar das Geschehen an der Wall Street und auch anderswo.
Als einer von wenigen Börsenplätzen kann sich Shanghai erneut der negativen Tendenz entziehen. Der Composite-Index liegt dort 0,2 Prozent im Plus. Chinesische Anleger setzten darauf, dass die heimische Börse nach dem Ausverkauf im Zuge der jüngsten Pandemiewelle ihren Boden gefunden habe, heißt es. Marktteilnehmer verweisen überdies auf die Hoffnung, dass die strengen Kontakt- und Bewegungseinschränkungen in Teilen des Landes bald gelockert werden und sich die chinesische Wirtschaft erholt.
In Hongkong, wo am Montag wegen eines Feiertags nicht gehandelt wurde, verliert der Hang-Seng-Index mit Nachholbedarf 2,8 Prozent. Der Subindex der Technologiewerte sackt um 4,7 Prozent ab. Mit dem Nikkei-Index geht es in Tokio um 0,9 Prozent nach unten. Japanische Anleger sorgen sich, dass die weltweiten Lieferkettenprobleme die Ertragslage der Unternehmen beeinträchtigen werde. Der Kospi sinkt in Seoul um 0,7 Prozent.
Airbus fliegt in guter Höhe
Als "okay" stufen die Citi-Analysten die April-Bestellungen wie auch die Auslieferungen bei Airbus ein, um die Jahresziele zu erreichen. Alles in allem liege die Auslieferung mit 48 Flugzeugen zwar unterhalb des Jahrestrends, allerdings sei hier die traditionell starke Auslieferung im Dezember zu beachten.
Die Analysten weisen explizit darauf hin, dass Pratt & Whitney im ersten Quartal 70 Triebwerke an Airbus geliefert habe, also für 35 Flugzeuge, was zum Teil die Auslieferungen im April oder Mai und Juni betreffen könnte. Bei den Stornierungen handele es sich derweil auch um 63 Flugzeuge des Typs A330-900 für AirAsia X, deren Auslieferung als unwahrscheinlich gegolten habe, und 53 Maschinen an Qatar Airlines aufgrund des Rechtsstreits.
Hat Tesla ein Lieferproblem?
Der US-Elektroautobauer Tesla muss Insidern zufolge die Produktion in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai wegen Lieferengpässen erneut aussetzen. Es sei unklar, wann die Probleme gelöst sein werden und wann Tesla die Produktion wieder aufnehmen könne, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der strikte Lockdown der Wirtschaftsmetropole Shanghai zur Eindämmung des jüngsten Virus-Ausbruchs belastet die Konjunktur und den weltweiten Handel samt Lieferketten. Tesla hatte die Produktion am Standort Shanghai nach einem 22-tägigen Stillstand erst am 19. April wieder hochgefahren.
Die sogenannte Gigafactory in Shanghai ist das größte Werk von Tesla. Das Werk bedient nicht nur den chinesischen Markt, sondern exportiert auch viele Fahrzeuge nach Europa und Japan.
Euro legt zum Dollar zu
Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 130,15 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,7335 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9926 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0560 Dollar und gibt 0,1 Prozent auf 1,0483 Franken nach. Das Pfund Sterling gewinnt 0,1 Prozent auf 1,2345 Dollar.
Euro / Dollar o
Zinssorgen treiben Asien-Anleger aus dem Markt
Die asiatischen Aktien fallen auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren. Die Anleger trennten sich wegen Sorgen über höhere Zinsen und deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum von risikoreicheren Anlagen. "Die Idee eines sanften und schonenden Straffungszyklus hat sich in Luft aufgelöst", schieben die Analysten der ANZ-Bank in einer Notiz. "Die Realität ist, dass die (US-Notenbank) Fed die Angebotsseite der Wirtschaft kurzfristig nicht kontrollieren kann." Schlüsselindikatoren wie die Erwerbsquote seien derzeit niedrig und die chinesischen Exporte verlangsamten sich, damit wachse Risiko für die Inflation und für steigende Zinssätze.
Der Nikkei büßt 1,8 Prozent auf 25.837 Punkte ein. Der Topix gibt 1,7 Prozent auf 1847 Zähler nach. Der Shanghai Composite verliert 1,3 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen liegt 1,5 Prozent im Minus.
Stagflation: Das wird für den DAX heute wichtig
Mit satten Verlusten hat der DAX die neue Handelswoche begonnen: Der deutsche Börsenleitindex fiel fast 300 Punkte oder 2,2 Prozent und beendete das Montagsgeschäft auf dem Tagestiefstand von 13.381 Zählern. Auch die Wall Street schwächelte. Verantwortlich dafür war der Ukraine-Krieg und die Rede Wladimir Putins sowie das nach wie vor für Verunsicherung sorgende Paket aus Zins- und Konjunktursorgen. Zum Start ins Dienstagsgeschäft deutet sich ein Stabilisierungsversuch an: Der DAX notiert aktuell mit Kursen um 13.400 Punkte minimal fester.
Noch einmal schauen die Anleger auf die Berichtssaison: Im DAX legen etwa Bayer, Munich Re und Porsche Ergebnisse vor. Dazu präsentiert auch Nintendo Zahlen. Ihre Bücher öffnen zudem zahlreiche Nebenwerte wie Siltronic, Fraport, Dürr, Aurubis, SAF-Holland, Wacker Neuson und Schaeffler. Die Lufthansa, Jungheinrich und Rheinmetall haben ihre Aktionäre zu Online-Hauptversammlungen geladen. Nachbörslich legen Pirelli und in den USA Alcon Zahlen vor.
Von der Konjunkturseite liegt das Hauptaugenmerk der Anleger heute auf dem ZEW-Index. Der Index, der die Stimmung der deutschen Börsenprofis widerspiegelt, wird um 11 Uhr veröffentlicht. Analysten sagen hier für Mai eine Verschlechterung auf minus 42 Punkte von minus 41 Zählern voraus. Daneben stehen in Frankreich etwa die OECD-Frühindikatoren auf der Tagesordnung und nachbörslich in den USA aktuelle Daten zu den Rohöllagerbeständen.