Dienstag, 24. November 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:37 Uhr

Dax legt kräftig zu

Der Frankfurter Aktienmarkt geht uneinheitlich in den Feierabend. Der Dax gewinnt 1,3 Prozent auf 13.292 Punkte, der MDax 0,1 Prozent auf 29.029 Zähler. Der TecDax verliert dagegen 1,2 Prozent auf 3018 Zähler.

Der Dow Jones Industrial hat erstmals in seiner Geschichte die Marke von 30.000 Punkten hinter sich gelassen. Das aus 30 Aktien großer US-Konzerne zusammengesetzte, weltweit wohl bekannteste Börsenbarometer schaffte es ganz knapp über die viel beachtete Marke. Zuletzt stand noch ein Plus von 1,3 Prozent auf 29.997 Zähler zu Buche.

17:13 Uhr

Boeing 737 Max darf bald in Europa fliegen

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REUTERS


Nach der Wiederzulassung des Unglücksfliegers Boeing 737 Max in den USA steht auch in Europa ein Ende des Startverbots bevor. Geplant sei, den Flugzeugtyp in einigen Wochen wieder abheben zu lassen, teilte die europäische Luftfahrtaufsicht EASA mit.

Die Reihe 737 Max war im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten aus dem Verkehr gezogen worden. Als Hauptursache der Unglücke galt ein fehlerhaftes Steuerungsprogramm. Boeing hatte die Probleme eigentlich bereits nach dem ersten Absturz beheben wollen. Doch es traten wiederholt weitere Mängel auf, sodass es letztlich rund 20 Monate dauerte, bis die US-Luftfahrtbehörde FAA vergangene Woche das Flugverbot für die USA aufhob.

16:26 Uhr

Goldpreis stürzt ab

Der Rückschlag im Gold setzt sich fort und hat sich seit dem Fall unter 1863 Dollar je Feinunze beschleunigt. Derzeit wird die Unze mit nur noch 1805 Dollar bezahlt, das ist der niedrigste Stand seit Mitte Juli.

"Anleger haben ihre Anker im sicheren Hafen Gold gelichtet und sind in zyklische Aktien aufgebrochen", heißt es bei CMC Markets. "Die Wahrscheinlichkeit für eine weitaus bessere konjunkturelle Lage in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wächst mit jeder neuen Impfstoff-Nachricht."

Gold, Feinunze
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15:43 Uhr

Für Airlines kommt es noch schlimmer als gedacht

Den Fluggesellschaften in aller Welt drohen nach Einschätzung ihres Verbandes in diesem und im kommenden Jahr noch höhere Verluste als bisher angenommen. Wegen des Geschäftseinbruchs durch die Corona-Pandemie rechnet der Weltluftfahrtverband IATA für das laufende Jahr jetzt mit einem branchenweiten Verlust von 118,5 Milliarden US-Dollar (99,9 Mrd Euro) und damit rund 34 Milliarden mehr als bisher gedacht.

Für 2021 geht die IATA von einem Gesamtverlust von 38,7 Milliarden Dollar aus. Das wäre fast zweieinhalb Mal so viel wie noch im Juni vorhergesagt. Dem Verband zufolge würde 2021 damit zum zweitschwersten Verlustjahr in der Geschichte der Luftfahrt.

Zwar dürfte der Umsatz der Branche im kommenden Jahr mit 459 Milliarden Dollar die jetzt für 2020 erwarteten 328 Milliarden Dollar übertreffen. Das wäre allerdings immer noch nur gut halb so viel wie die 838 Milliarden Dollar aus dem Vorkrisenjahr 2019. Der Verband hofft, dass Corona-Schnelltests für Reisende und Impfstoffe gegen das Virus bis Mitte 2021 zumindest teilweise zur Öffnung der Grenzen und anschließend zu einer Erholung der Passagiernachfrage führen.

15:04 Uhr

Tesla ist mehr 500 Milliarden Dollar wert

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REUTERS

Getragen von der allgemein positiven Börsenstimmung steigen die Aktien von Tesla im vorbörslichen US-Geschäft um 4,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 545,40 Dollar. Damit beläuft sich der Börsenwert des Elektroauto-Bauers auf rund 517 Milliarden Dollar. Das entspricht in etwa dem Fünffachen der Marktkapitalisierung von Volkswagen.

Tesla
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14:08 Uhr

Deutscher Luxus-Händler will an die New Yorker Börse

Der Münchner Luxus-Onlinehändler Mytheresa steht vor dem Sprung an die Wall Street. Eine entsprechende Absichtserklärung für einen Börsengang in den USA sei eingereicht worden, teilte der Mutterkonzern MYT Netherlands mit. Das 2006 gegründete Unternehmen profitiert von der Corona-Krise und dem dadurch nochmals verstärkten Trend, online Kleidung zu kaufen.

Im Gegensatz zu Zalando oder Amazon konzentriert sich Mytheresa auf den Verkauf von Luxusmode von mehr als 250 Designern wie Gucci, Saint Laurent, Prada, Burberry und Valentino. Ursprünglich bot Mytheresa mit inzwischen 700 Mitarbeitern nur Damenmode an, hat das Sortiment aber auf Männer und Kinder erweitert.

Dem Börsenantrag zufolge ist noch unklar, wie viele Aktien verkauft werden und zu welchem Preis. Das wird genauso wie der Zeitpunkt der Erstnotiz an der New Yorker Börse noch festgelegt. Einem Bloomberg-Bericht von Anfang des Monats zufolge könnte die Firmenbewertung zwischen ein und 1,5 Milliarden Dollar liegen. Allerdings könne das für die Branche besonders wichtige Weihnachtsgeschäft noch für Veränderungen sorgen.

13:19 Uhr

Russen nehmen Milliarde bei US-Börsengang ein

Der russische Onlinehändler Ozon nimmt bei seinem Börsengang in New York fast eine Milliarde Dollar ein und feiert damit das größte Aktienmarktdebüt eines russischen Unternehmens in drei Jahren. Die Hinterlegungsscheine (ADS) würden zu 30 Dollar angeboten und damit oberhalb der Preisspanne, teilte Ozon mit. Zudem wurde auch die Zahl der angebotenen Papiere erhöht.

Investoren rissen sich darum, am anhaltenden Boom beim Online-Shopping in Russland teilzuhaben. Das Unternehmen, an dem das Konglomerat Sistema beteiligt ist, zählt inzwischen mehr als elf Millionen Kunden. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie florieren die Geschäfte. Der E-Commerce-Sektor ist in der ersten Jahreshälfte in Russland um 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

12:41 Uhr

Lufthansa verzichtet auf Impfnachweis

Anders als die australische Qantas will die Lufthansa von ihren Passagieren keinen Corona-Impfnachweis verlangen. Die Einführung einer derartigen Pflicht sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, sagte ein Konzernsprecher. Für die jeweiligen Einreisevoraussetzungen seien zudem die nationalen Regierungen der Länder zuständig. Diese müssten zunächst einen Plan zur Verteilung der bestellten Impfdosen erstellen, sobald sie verfügbar seien.

Qantas-Chef Alan Joyce hatte zuvor angekündigt, dass seine Gesellschaft bei Interkontinentalflügen nur geimpfte Passagiere befördern werde, sobald ein Impfstoff zur Verfügung stehe. Über das Vorgehen bei australischen Inlandsflügen sei noch nicht entschieden.

12:05 Uhr

Bitcoin zündet den Turbo 

Bitcoin überspringt das erste Mal seit fast drei Jahren die 19.000er Marke. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise steigt um bis zu 3,7 Prozent auf 19.111 Dollar. Damit nähert sie sich dem Rekordstand. Ende 2017 war Bitcoin nach einer rund 2000-prozentigen Kursexplosion an der Schwelle von 20.000 Dollar knapp gescheitert.

11:38 Uhr

Diese Impfstoff-Player liegen vorne

Pharma-Aktien gehören derzeit zu den Gewinnern an den Börsen. "Der Impfstoff ist die hauptsächliche Triebfeder, was den allgemeinen Optimismus angeht", sagte Scott Brown, Chefvolkswirt bei Raymond James.

Nach Biontech/Pfizer und Moderna hat nun auch der britische Pharmakonzern AstraZeneca ermutigende Studienergebnisse zu seinem Corona-Impfstoff vorgelegt. "Dieser November ist der Monat, in dem wir schließlich davon überzeugt wurden, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt", sagte Art Hogan, Chef-Marktstratege bei National Securities.

11:13 Uhr

Deutschland droht "ungemütlicher Herbst“

Angesichts des absehbar längeren Teil-Lockdowns trübt sich die Stimmung der Firmen in Deutschland weiter ein. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im November auf 90,7 Punkte von 92,5 Zählern im Vormonat und damit das zweite Mal in Folge, wie das Münchner Institut mitteilte. "Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Bund und Länder werden morgen wahrscheinlich weiterreichende Corona-Maßnahmen beschließen. "Für die deutsche Wirtschaft wird der Herbst ungemütlich", so die Prognose des Ifo-Experten Klaus Wohlrabe. Die Industrie habe sich der Abwärtsentwicklung allerdings entgegengestemmt: "Sie ist ein Lichtblick. Ihre Lage hat sich deutlich verbessert." Die Exporterwartungen der Industrie haben laut dem Experten aber einen deutlichen Dämpfer erhalten und liegen wieder leicht im negativen Bereich. Grund sei der Shutdown bei wichtigen Handelspartnern, vor allem in Europa.

10:37 Uhr

Tui-Aktien gehen durch die Decke 

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picture alliance/dpa

Die Erfolge beim Coronavirus-Impfstoff lassen Investoren zu Titeln der Flug- und Reisebranche greifen. Lufthansa-Aktien ziehen bis zu 6,8 Prozent an, Anteilsscheine des British Airways-Eigners IAG legen fast in gleicher Höhe zu. Aktien des britischen Billigfliegers Easyjet gewinnen bis zu 7,3 Prozent. Titel des Reisekonzerns Tui ziehen an den Börsen in Frankfurt und London jeweils bis zu rund zwölf Prozent an.

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09:56 Uhr

So könnte der neue Dax aussehen 

Im kommenden September wird der Dax von 30 auf 40 Mitglieder erweitert. Da stellt sich die Frage: Wer rückt in den Leitindex auf?

"Nach dem neuen Regelwerk dürften Airbus nun in den Dax kommen", sagt ein Marktteilnehmer - und warnt davor, jetzt schon auf Aufsteiger im kommenden September zu setzen. "Da kann sich noch viel verschieben", sagt er.

Laut der aktuell gültigen Rangliste vom 6. November wären die Aufsteiger neben Airbus nun Symrise, Zalando, Sartorius, Qiagen, LEG Immobilien, Brenntag, Siemens Healthineers, Hannover Rück und Hellofresh. Allerdings kommen auf die nächste Liste noch die Aktien von Siemens Energy - dafür muss ein anderes Unternehmen weichen.

09:26 Uhr

Dax gewinnt deutlich - Nikkei nähert sich 30-Jahres-Hoch

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AP

Positive Vorgaben von der Wall Street und aus Fernost beflügeln den deutschen Aktienmarkt. Der Leitindex Dax gewinnt 0,9 Prozent auf 13.254 Punkte. Der MDax der 60 mittelgroßen Werte rückt um 0,8 Prozent auf 29.256 Zähler vor. Für den EuroStoxx 50 geht es um 1,1 Prozent aufwärts.

In New York war der Dow-Jones-Index gestern um mehr als 1 Prozent gestiegen. Der Tokioter Leitindex Nikkei legte heute um 2,5 Prozent zu und kletterte auf den höchsten Stand seit fast 30 Jahren.

"Für viele Marktteilnehmer ist ein Ende der Pandemie absehbar", sagte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. Die Reaktionen an den Finanzmärkten hielten sich zwar noch in Grenzen. "Der Knoten könnte platzen, wenn es zu einer flächendeckenden Impfung und einem Rückgang der Infektionszahlen kommt."

09:06 Uhr

Credit Suisse vor 450-Millionen-Korrektur

Die Credit Suisse nimmt eine Wertberichtigung auf ihre Beteiligung am Hedgefonds York Capital Management vor. Die Höhe der Wertminderung werde im Rahmen des Jahresabschlusses geprüft, dürfte sich nach derzeitiger Schätzung aber auf rund 450 Millionen Dollar belaufen, wie die Schweizer Großbank mitteilte. Dieser Betrag werde in den Ergebnissen des vierten Quartals verbucht werden.

Auslöser der Wertberichtigung sei ein Strategiewechsel von York, hieß es. Die Gesellschaft werde sich auf Anlagen wie Private Equity und Kredite konzentrieren und das europäische Hedge-Fonds-Geschäft abwickeln. Das Asien-Geschäft dürfte im nächsten Jahr in einen neuen und separaten Hedge-Fonds ausgegliedert werden, an dem die Credit Suisse beteiligt sein werde.

08:39 Uhr

Brent auf höchstem Stand seit März

Brent Rohöl
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Die Ölpreise sind gestiegen und haben damit an die Gewinne vom Wochenauftakt angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 46,58 US-Dollar. Das waren 52 Cent mehr als am Montag. Zeitweise wurde Nordseeöl bei 46,62 Dollar gehandelt und damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Corona-Krise im März. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 54 Cent auf 43,60 Dollar.

Am Markt wurden die steigenden Ölpreise vor allem mit der Aussicht auf eine schnelle Einführung wirksamer Corona-Impfstoffe erklärt. Mittlerweile wird mit dem Beginn von Impfungen bereits im Dezember gerechnet. Bisher konnte die Corona-Pandemie nur mit harten Einschränkungen des öffentlichen Lebens eingedämmt werden, die einen Rückgang der Nachfrage nach Treibstoffen und damit nach Rohöl zu Folge haben.

08:19 Uhr

Dax zur Eröffnung höher erwartet

Dax
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Vor der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex für November wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Montag war er 0,1 Prozent schwächer bei 13.126,27 Punkten aus dem Handel gegangen. Experten rechnen damit, dass der Geschäftsklimaindex den zweiten Monat in Folge sinkt und auf 90,9 Punkte zurückgeht, nachdem er zuvor fünf Monate zugelegt hatte.

Die neuerlichen Corona-Einschränkungen machen der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Hoffnung machten aber zuletzt weitere positive Nachrichten zu Corona-Impfstoffen. "Die Mehrheit der Anleger geht aktuell davon aus, dass die Krise spätestens Ende 2021 als bewältigt und überwunden angesehen werden kann", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets. "Noch wichtiger für die Börse ist allerdings, dass sich die Wirtschaft auch während der Pandemie schon weiter erholen kann, weil die Unternehmen gezeigt haben, sich auf das neue Umfeld einstellen zu können."

07:55 Uhr

Größte Reform seiner Geschichte: Dax wächst auf 40 Werte an

Die Deutsche Börse vergrößert den Leitindex Dax. Künftig werden dem Dax 40 statt 30 Unternehmen angehören, wie der Betreiber der Frankfurter Börse mitteilte. Im Gegenzug schrumpft der Nebenwerteindex MDax wieder auf 50 von 60 Unternehmen. Die Größe des Kleinwerteindex SDax bleibt unverändert. Zudem gelten als Konsequenz des Wirecard-Bilanzskandals künftig strengere Regeln für die Index-Mitgliedschaft. Firmen werden aus den Auswahlindizes Dax, MDax, TecDax und SDax verbannt, wenn sie ihre Zahlenwerke nicht fristgerecht vorlegen.

Künftig sollen nur noch nachweislich profitable Unternehmen in den Dax aufsteigen können. Für eine Mitgliedschaft in der ersten Börsenliga müssen Unternehmen zudem in den zwei Jahren vor dem Dax-Aufstieg einen operativen Gewinn (Ebitda) ausgewiesen haben. Die vorgeschlagene Verbannung von Firmen, die an umstrittenen Waffen ("controversial weapons") beteiligt sind, findet sich nicht in den Regeländerungen. Das hätte den Flugzeugbauer Airbus getroffen, da eine Tochterfirma die Trägerraketen für französische Atomwaffen wartet.

07:25 Uhr

Streit um Markeneintrag: Lewis Hamilton hat Rechnung ohne Swatch gemacht

Swatch
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Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton wollte seinen Nachnamen als Markenzeichen schützen lassen - doch hatte er die Rechnung ohne die Uhrenmarke Hamilton der Schweizer Swatch-Gruppe gemacht. Der Rennfahrer wollte, dass der Markeneintrag der in den USA gegründeten Uhrenfirma gelöscht wird. Das EU-Amt für geistiges Eigentum (EUIPO) lehnte dies aber ab, wie die britische "Daily Mail" und die Schweizer Zeitung "Blick" bereits Ende der Vorwoche berichteten.

Swatch wollte sich nicht dazu äußern. Ein Nachname könne nicht als Marke registriert werden, wenn das Dritten schade, begründete EUIPO den Entscheid. Die Uhren der Marke Hamilton werden bereits seit 1892 verkauft. Hamilton ist mit Schweizer Uhren vertraut, setzt allerdings auf Swatch-Konkurrenz: Er wirbt für den zur Richemont-Gruppe gehörenden Schaffhauser Uhrenhersteller IWC.

06:46 Uhr

Elon Musk ist jetzt reicher als Bill Gates

Der Höhenflug des US-Elektroautobauers Tesla an der Börse lässt das Vermögen von Firmenchef Elon Musk immer weiter steigen. Dem Milliardärs-Ranking "Bloomberg Billionaires Index" zufolge überholte der 49-jährige Starunternehmer den Microsoft-Mitgründer Bill Gates und gilt nun als zweitreichster Mensch der Welt.

Tesla
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Dank des kräftigen Kursanstiegs der Tesla-Aktie um 6,5 Prozent sei Musks Vermögen an einem einzigen Tag um 7,2 Milliarden auf 127,9 Milliarden Dollar (108 Mrd Euro) geklettert. Seit Jahresbeginn habe es bereits um gewaltige 100,3 Milliarden Dollar zugelegt. Gates brachte es in Bloombergs Superreichen-Charts zuletzt auf 127,7 Milliarden Dollar. Sein Vermögen wäre noch deutlich höher, wenn er nicht so viel Geld spenden würde.

An der Spitze der Milliardärs-Liste steht weiter unangefochten Amazon-Chef Jeff Bezos, dessen Vermögen der "Bloomberg Billionaires Index" auf 182 Milliarden Dollar taxiert. Musk und Bezos profitieren als Großaktionäre ihrer Unternehmen vor allem von deren starker Kursentwicklung an der Börse. So ist Teslas Aktie in den vergangenen zwölf Monaten um 675 Prozent gestiegen. Mit einem Börsenwert von knapp 500 Milliarden Dollar ist der Konzern - trotz bislang relativ geringer Produktionszahlen und nur bescheidener Gewinne - der mit Abstand am höchsten gehandelte Autobauer der Welt.

06:16 Uhr

Trumps Einlenken sorgt für Optimismus in Asien

Der Beginn der Machtübergabe in den USA hat die Kauflaune der asiatischen Anleger angeregt. Auf Twitter erklärte der amtierende Präsident Donald Trump in der Nacht auf Dienstag, die für den Transferprozess zuständige Bundesbehörde General Services Administration (GSA) solle bezüglich der ersten Schritte "tun, was getan werden muss". Er habe seine Mitarbeiter ebenfalls entsprechend angewiesen.

Nikkei
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Auch die Ankündigung, Trumps Nachfolger Joe Biden wolle die ehemalige US-Notenbank-Chefin Janet Yellen zur ersten Finanzministerin in der Geschichte der USA machen, sorgte für Optimismus an den Börsen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,6 Prozent höher bei 26.197 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2,2 Prozent und lag bei 1766 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,8 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 104,56 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,5818 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9124 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1844 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0810 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3327 Dollar.