Dienstag, 26. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Dax-Optimisten übernehmen das Ruder

Der negative Wochenstart ist bereits am Dienstag ausgemerzt: Der Dax, der am Montag 1,7 Prozent eingebüßt hatte, startet trotz negativer Vorgaben fester und baut im Handelsverlauf die Gewinne weiter aus. Im Tageshoch erreicht der deutsche Börsenleitindex 13.926 Punkte. Aus dem Handel verabschiedet sich der Dax dann mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent und 13.871 Zählern nach einem Schlussstand von 13.644 Punkten am Montag.

"Die Optimisten haben wieder das Ruder übernommen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Sorgen vor Impfstoff-Problemen und einer Verzögerung der Konjunkturerholung haben am Montag die Kurse purzeln lassen. Heute steigen Anleger ein, die bislang nicht oder zu gering investiert waren", erläutert sie. "Die Zuversicht scheint zurück."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten gewinnen im Dax Linde mehr als drei Prozent. Das Unternehmen hatte ein weiteres Aktienrückkaufprogramm und eine höhere Dividende angekündigt. Stark zeigen sich auch SAP, Adidas und BMW, deren Aktienkurse auch jeweils mehr als drei Prozent zulegen können. Dagegen stehen Delivery Hero mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent an der Spitze der Dax-Verliererliste.

Linde plc
Linde plc 203,10
SAP
SAP 102,72

17:24 Uhr

Gamestop-Kurs ist weiter heiß

Die Kurskapriolen von Gamestop gehen in eine neue Runde. Die Aktien des Videospiele-Händlers steigen im vorbörslichen US-Geschäft 17 Prozent, danach geht es weiter aufwärts bis auf Kursgewinne jenseits der 20-Prozent-Marke. Am Montag hatten die Titel nach einem Kurssprung von zeitweise fast 150 Prozent 18 Prozent im Plus geschlossen. Das Plus der vergangenen zwei Wochen summiert sich auf etwa 350 Prozent. Börsianern zufolge müssen Investoren in großem Stil Wetten auf einen Verfall der Papiere auflösen.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 111,40

16:48 Uhr

IWF prognostiziert starke Erholung der Weltwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet dieses Jahr mit einer etwas stärkeren Erholung der Weltwirtschaft. Vor allem die USA werden dabei unter dem neuen Präsidenten Joe Biden und mit riesigen Konjunkturpaketen einer der Treiber sein, China ist bereits seit dem vierten Quartal 2020 wieder auf dem Vorkrisenniveau. Der IWF teilt mit, Fortschritte bei Impfstoffen gegen das Coronavirus sowie zusätzliche Hilfen für Unternehmen und Verbraucher seien verantwortlich für die bessere Entwicklung. Für 2021 erwartet der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,5 Prozent - 0,3 Punkte mehr als im Oktober geschätzt. Für 2022 werden dann 4,2 Prozent prognostiziert. Die Corona-Stützungsmaßnahmen der Länder dürften keinesfalls zu früh eingestellt werden - trotz bereits hoher Schuldenstände.

IWF-Chefökonomin Gita Gopinath sagt, die USA würden dieses Jahr das Vorkrisenniveau wieder erreichen und damit vor der Euro-Zone. Diese hinke deutlich hinterher. Der IWF sagt den Euro-Ländern, die 2020 einen viel stärkeren Einbruch im Zuge der Pandemie verzeichneten, dieses Jahr ein Wachstum von 4,2 Prozent voraus. 2022 dürften es dann 3,6 Prozent sein.

16:01 Uhr

Bilanzen liefern Wall Street Kaufimpulse

Positiv aufgenommene Geschäftszahlen geben der Wall Street einen Schub. Der S&P500 legt im frühen Geschäft um 0,2 Prozent zu auf 3864 Punkte und erreicht damit einen neuen Höchststand. Der technologielastige Nasdaq gewinnt 0,3 Prozent auf 13.659 Zähler. Der Dow Jones verharrt dagegen bei 30.968 Punkten. "Wir sehen auf breiter Front Kursgewinne", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte. "3M und Johnson & Johnson haben mit ihren Geschäftszahlen die Erwartungen übertroffen, das gibt dem Markt Auftrieb."

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählt etwa General Electric (GE) mit einem Kursplus von fast acht Prozent. Der Siemens-Rivale steigerte den viel beachteten Mittelzufluss (Cash Flow) im abgelaufenen Quartal überraschend stark auf 4,37 Milliarden Dollar. Für das laufende Jahr peilt der Industriekonzern einen Cash Flow von 2,5 bis 4,5 Milliarden Dollar an.

Gespannt warten Anleger nun auf die Firmenbilanzen von großen Technologiekonzernen wie Microsoft, Apple und Facebook. Die Zahlen von Microsoft werden nach US-Börsenschluss erwartet.

Dow Jones
Dow Jones 31.402,01
General Electric
General Electric 12,76

15:22 Uhr

Zwanzigjahreshoch: Short-Eindeckungen treiben Evotec

Sogenannte Short-Eindeckungen hieven die Aktien von Evotec auf den höchsten Stand seit 20 Jahren. Sie steigen um gut neun Prozent auf 32,76 Euro. Börsianern zufolge muss der Hedgefonds Melvin Capital Wetten auf einen Verfall der Papiere auflösen. Dieser musste am Montag mit 2,75 Milliarden Dollar gestützt werden, weil er sich Medienberichten zufolge mit ähnlichen Geschäften verspekuliert hatte.

Evotec
Evotec 32,29

14:56 Uhr

Tiktok-Wettbewerber bei IPO mehr als 60 Milliarden Dollar wert

Die chinesische Online-Videoplattform Kuaishou Technology will bei ihrem Börsengang bis zu 5,4 Milliarden Dollar einnehmen. Es würden 365,2 Millionen Aktien für 105 bis 115 Hongkong-Dollar angeboten, teilt das vom Technologiekonzern Tencent gestützte Unternehmen mit, das damit die größte Neuemission in Hongkong seit mehr als einem Jahr stemmen dürfte. Damit könnte der Tiktok-Wettbewerber letztlich mehr als 60 Milliarden Dollar wert sein. Bei einer Finanzierungsrunde Ende 2019 war die Plattform, über die Nutzer private Videos hochladen aber auch Live-Streaming-Programme verfolgen können, noch mit 30 Milliarden Dollar bewertet worden. Der Handel soll nächsten Freitag starten.

14:32 Uhr

Masken-Primus 3M erzielt Gewinnsprung in Corona-Krise

Der erhöhte Bedarf an Atemschutzmasken in der Corona-Pandemie hat dem US-Mischkonzern 3M einen Gewinnsprung beschert. Der Nettogewinn kletterte im vierten Quartal um 43 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, der Nettoumsatz stieg um 5,8 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar. Der Gesundheitsbereich habe zum Jahresschluss am besten von den vier Konzernbereichen abgeschnitten, teilt 3M mit. Allein in der Sparte sei der Umsatz binnen Jahresfrist um 12,3 Prozent gestiegen. 3M ist einer der größten Produzenten von Atemschutzmasken. Darüber hinaus produziert das Unternehmen auch Schutzkleidung, Fahrbahnmarkierungen, Klebstoff und Büromaterial wie die post-it-Klebezettel. Für 2021 erwartet 3M ein Umsatzplus von fünf bis acht Prozent.

14:16 Uhr

Glücksspiel-Konsolidierung: Gehört Bet-at-home zu Gewinnern?

Aktien von Glücksspielanbietern Bet-at-home stehen aktuell auf der Gewinnerseite: Sie legen mehr als sieben Prozent zu. Kurstreiber ist übergeordnet die Spekulation auf eine weitere Sektorkonsolidierung. "Die abgesagte Übernahme von Entain und MGM hat ja nur die Anzahl der möglichen Kandidaten erweitert", sagt ein Händler. Entain ist die Mutter von Ladbrokes. Am Vortag hatte Gaming Realms eine Kooperation mit BetMGM vermeldet. BetMGM ist ein Joint Venture von Entain und MGM Resorts. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser haben das Kursziel zudem erhöht - auf nunmehr 47 von 41 Euro. Aktuell kosten Bet-at-home-Titel 37,85 Euro

Bet-at-Home
Bet-at-Home 38,05

 

13:54 Uhr

Herabstufung belastet Puma-Kurs

Ein negativer Analystenkommentar macht Puma zu schaffen. Die Aktien fallen rund zwei Prozent auf knapp 82 Euro. Die Analysten der Baader Helvea Bank haben die Papiere auf "Reduce" von "Add" heruntergestuft und das Kursziel auf 80 von 90 Euro gesenkt.

Puma
Puma 88,40

13:17 Uhr

Erhöhte Osram-Prognose treibt auch Kurs der Mutter

Um 0,6 Prozent steigen die Aktien des Leuchmittelherstellers Osram. Bei der Tochter von AMS wirke sich der erhöhte Ausblick nicht mehr aus, heißt es aus dem Handel. Hier stünden mehr Formalia im Fokus, so wie die Klage einiger Aktionäre gegen den Gewinnabführungsvertrag. Umso mehr freuen sich jedoch Aktionäre von AMS über den günstigen Osram-Kauf und treiben AMS-Titel mehr als sieben Prozent nach oben.

Osram
Osram 51,28
AMS
AMS 20,30

 

12:57 Uhr

Berichtssaison könnte Wall Street powern

Nach den Allzeithochs am Montag steigt an der Wall Street am Dienstag die Bereitschaft für Gewinnmitnahmen. Bereits an den asiatischen Börsen war diese Neigung sehr ausgeprägt. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen etwas leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Berichtsperiode: Noch vor der Startglocke werden Verizon, General Electric, 3M, Raytheon Technologies, American Express und Lockheed Martin Geschäftszahlen vorlegen. Starbucks, Microsoft, AMD und Texas Instruments folgen nach Handelsschluss.

Neben der Berichtsperiode macht die Corona-Pandemie Anlegern weiter zu schaffen. Neue und infektiösere Virusvarianten sowie Hürden, auf die das billionenschwere Konjunkturpaket von US-Präsident Joe Biden in der Legislative stößt, bremsen die Risikoneigung unter Investoren. Erste Stimmen sehen die Verabschiedung des Programms nicht vor März. Auch die stockenden Impfungen mit den neuen Schlagzeilen über Lieferengpässe der Pharmahersteller und möglicherweise niedrigere Wirksamkeiten als ursprünglich erhofft tun ihr übriges und bremsen den Aktienmarkt.

12:34 Uhr

Astrazeneca reagieren auf Aussagen zu Corona-Impfstoff

Nachlassende Zweifel an der Wirksamkeit des Coronavirus-Impfstoffs von Astrazeneca geben den Aktien der Pharmafirma Auftrieb. Sie gewinnen in London rund zwei Prozent. Das Bundesgesundheitsministerium hatte Medienberichte, das Mittel habe bei Älteren eine Wirksamkeit von weniger als zehn Prozent, als falsch zurückgewiesen.

AstraZeneca
AstraZeneca 79,82

12:18 Uhr

Deutsche Maschinenbauer rechnen mit Wachstumsschub

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau spürt leichten Rückenwind. Für 2021 erwartet der Branchenverband VDMA ein wenn auch nur geringes Umsatzwachstum, das wohl hauptsächlich auf Absatzmärkten außerhalb Deutschlands und Europas generiert werden dürfte. Das preisbereinigte Produktionsniveau wird laut VDMA in diesem Jahr voraussichtlich um 4 Prozent wachsen nach einem geschätzten Rückgang von 14 Prozent 2020. Dennoch sei die Prognose kein Grund zur Entwarnung. Denn das Produktionsniveau dürfte in diesem Jahr immer noch rund 10 Prozent unter dem ohnehin recht niedrigen Niveau 2019 liegen. Im Frühjahr drohe zudem Ungemach, warnte der VDMA.

"Auch wenn die Ergebnisse dieser Blitzumfrage im Großen und Ganzen erfreulicher als noch im Herbst 2020 ausfallen, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir speziell im ersten Quartal mit Rückschlägen rechnen müssen", erklärt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. "Grundsätzlich bleibt die Lage im Maschinenbau im laufenden Jahr äußerst labil und angespannt. Für eine Entwarnung ist es zu früh."

11:57 Uhr

Dax spielt die Karte der baldigen Konjunkturerholung

Der Dax baut seine Startgewinne im weiteren Handelsverlauf deutlich aus. Am Mittag notiert er 1,4 Prozent im Plus bei 13.837 Punkten. Damit hat er einen Großteil der zum Wochenstart erlittenen Verluste von 1,7 Prozent wieder wettgemacht.

Händler sprechen von Eindeckungen, auch mit Blick darauf, dass sich die EU ihres Versagens bei der Impfstoffbeschaffung bewusst werde. "Man merkt, dass die EU jetzt Druck macht und das erhöht die Wahrscheinlichkeit auf eine baldige Konjunkturerholung", sagt ein Teilnehmer. Denn in China, Russland und den USA werde überall auf Hochtouren geimpft. Dazu gebe es weltweit gute Konjunkturnachrichten. Die Reederei Costco Shipping in Singapur habe nun darauf hin, dass es konstanten Druck nach oben auf die Frachtraten gebe. Dies sei ein klares Zeichen für konjunkturellen Schwung, unterstreicht der Marktteilnehmer.

11:18 Uhr

Deutsche Autoindustrie hofft auf "Nachholeffekte" und Hybrid

Der Automobilverband VDA hofft mit dem Abflauen der Corona-Pandemie und zügigerem Impfen auf eine Erholung der Nachfrage. "Wir sind für das zweite Halbjahr verhalten optimistisch, dass es wieder aufwärts geht, und dass es zu einigen Nachholeffekten kommt", sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Müller bekräftigt, Hybridfahrzeuge seien der ideale Einstieg in die Elektromobilität. Die staatliche Förderung von Elektroautos treibe zudem die Nachfrage an.

10:59 Uhr

Hyundai steigert Gewinn

Der südkoreanische Autobauer Hyundai hat im vierten Quartal bei rückläufigen Erlösen mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern profitierte dabei von neuen Modellen, die höhere Margen abwarfen. Der Gewinn stieg aber nicht so stark wie von Analysten erhofft. Der Konzern verdiente im Zeitraum von Oktober bis Dezember 1,377 Billionen Won, umgerechnet 1,02 Milliarden Euro, nach 772 Milliarden Won im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 1,43 Billionen Won gerechnet. Der operative Gewinn legte um 41 Prozent auf 1,64 Billionen zu. Der Umsatz ging allerdings um 5,1 Prozent auf 29,24 Billionen Won zurück.

Hyundai Motor
Hyundai Motor 39,80

10:46 Uhr

Nicht geliefert: Kursrutsch bei Rolls-Royce

Kassierte Gesamtjahresziele für 2021 brocken Rolls-Royce den größten Kursrutsch des Jahres ein. Die Aktien des Triebwerk-Herstellers fallen in London um gut neun Prozent. Außerdem falle der erwartete Geldmittel-Abfluss mit umgerechnet 2,2 Milliarden Euro gut 500 Millionen Euro höher aus als befürchtet, kommentiert Analyst Sandy Morris von der Investmentbank Jefferies.

Rolls-Royce
Rolls-Royce 1,28

10:31 Uhr

Übernahmeofferte sorgt für zweitgrößten Kurssprung der Firmengeschichte

Ein rund fünf Milliarden Euro schweres Übernahme-Angebot des Infrastruktur-Fonds IFM Global beschert Naturgy den zweitgrößten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Titel des spanischen Versorgers steigen um gut 18 Prozent auf 22,71 Euro. IFM bietet 23 Euro je Aktie.

10:06 Uhr

Linde liefert Anlegern zwei Kaufargumente

Linde-Aktien ziehen mit rund drei Prozent deutlich an. Der Grund: gleich zwei gute Nachrichten. Der Gashersteller teilte sowohl eine Dividendenerhöhung wie auch ein Aktienrückkaufprogramm mit. Das neue Programm soll das bisherige ersetzen, das am 1. Februar 2021 ausläuft und ein Volumen von bis zu 6 Milliarden hat. "Angesichts der Corona-Krise ist so ein Doppelschlag ungewöhnlich", kommentiert ein Händler. Die Quartalsdividende soll um 10 Prozent auf 1,06 Dollar je Aktie erhöht werden und ein neues Aktienrückkaufprogramm an das nun auslaufende anschließen. Linde will bis Ende Juli 2023 für 5 Milliarden Dollar eigene Aktien kaufen. Im Rahmen dieses Programms könnte Linde bis zu 15 Prozent der ausstehenden Aktien zurückkaufen.

Linde plc
Linde plc 203,10

09:44 Uhr

Impfstoffprobleme setzen Astrazeneca unter Druck

Astrazeneca rücken in den Fokus der Anleger. Ein Händler sagt: "Neben Ärger mit dem Auftraggeber kommt jetzt noch geringe Wirksamkeit dazu - das ist nicht gut." Sehr belastend seien Medienberichte, wonach der Impfstoff gegen Corona für Menschen über 65 Jahre fast unwirksam sein könnte. Die Regierung gehe von einer Wirksamkeit von 8 Prozent aus, schreibt die Bild-Zeitung. Daher dürfte die EU-Arzneibehörde EMA den Wirkstoff für Senioren über 65 Jahren gar nicht zulassen. Die Titel geben zunächst deutlich nach, pendeln sich dann bei einem Minus von etwa zwei Prozent ein. "Den günstigeren Kurs haben Anleger direkt wieder zum Einstieg genutzt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel.

AstraZeneca
AstraZeneca 79,82

09:29 Uhr

Verschärfung der Corona-Krise? Ölpreise sinken

Die Ölpreise geben nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 55,52 Dollar. Das sind 36 Cent weniger als am Montag. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt 33 Cent auf 52,44 Dollar.

Marktbeobachter erklären den Preisdruck am Ölmarkt mit der jüngsten Entwicklung in der Corona-Krise. Neben womöglich gefährlichen Mutationen des Coronavirus sorgen auch Meldungen aus China für eine nervöse Stimmung am Ölmarkt. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt war es zuletzt zu einem Anstieg der Neuinfektionen gekommen. Außerdem zeigten sich Anleger besorgt über den schleppenden Verlauf der Corona-Impfungen in führenden Industriestaaten.

Neben der Corona-Krise habe auch die politische Debatte um ein neues gewaltiges Konjunkturprogramm in den USA die Kauflaune gebremst, hieß es weiter. Auf einer Pressekonferenz hatte US-Präsident Joe Biden am Montag gesagt, dass er offen für Verhandlungen über das geplante Corona-Hilfsprogramm mit einem Volumen von 1,9 Billionen Dollar sei. Damit erhielten Hoffnungen auf schnelle staatliche Hilfen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einen Dämpfer.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,40

 

09:09 Uhr

Schnäppchenjäger erobern den Dax

Den Wochenauftakt vergeigt der Dax so richtig. Zum Start in den Dienstagshandel sieht es da schon besser aus: Der deutsche Börsenleitindex legt trotz negativen Vorgaben von der Wall Street und aus Asien 0,4 Prozent auf 13.692 Punkte zu. Allerdings war der Dax auch am Montag zunächst fester in den Handel gestartet, ehe er im weiteren Handelsverlauf deutlich nachgab und zeitweise bis auf 13.592 Zähler weggebrochen war. "Nach dem schwierigen Wochenauftakt stabilisiert sich die Lage wieder etwas", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Bei jedem Rücksetzer kommen bislang immer wieder die Schnäppchenjäger aufs Parkett."

08:44 Uhr

Bei Asiens Anlegern wächst die Furcht

Aus Furcht vor Verzögerungen bei Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie ziehen sich Anleger aus asiatischen Aktienmärkten zurück. Der japanische Nikkei-Index fiel ein Prozent auf 28.546 Punkte. Die Börse Shanghai büßte 1,5 Prozent auf 3568 Zähler ein. "Die Sorge, dass das Coronavirus uns länger begleiten wird als gedacht, ist wieder aufgeflammt", sagte Norihiro Fujito, Chef-Anlagestratege bei der Investmentbank Mitsubishi UFJ Morgan Stanley. Daher trennten sich Investoren von konjunkturabhängigen Werten und stiegen bei Unternehmen ein, deren Geschäft in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vergleichsweise gut laufe. In Europa und den USA verlaufen die Massen-Impfungen gegen Corona holprig. In Japan haben sie noch gar nicht begonnen.

Vor diesem Hintergrund fielen in Tokio die Aktien des Autobauers Toyota 2,3 Prozent. In Seoul verloren die Titel des Elektronik-Konzerns Samsung drei Prozent. Auf die Stimmung schlug Börsianern außerdem der Widerstand von oppositionellen Republikanern im US-Senat gegen die geplanten zusätzlichen billionenschweren staatlichen Corona-Hilfen. Die Kursentwicklung der Börse hänge bis auf weiteres davon ab, ob und wie schnell das Konjunkturpaket komme, sagte Analyst Seo Jung-hun von der Investmentbank Samsung Securities.

Nikkei
Nikkei 29.680,60
Toyota
Toyota 61,60

 

08:33 Uhr

Für Porsche-Chef Blume ist Stückzahl keine "relevante Größe"

Porsche SE
Porsche SE 65,66

Die VW-Sportwagentochter Porsche sieht ihre Stärke weiter nicht in großen Absatzmengen. "Stückzahl ist keine relevante Größe", sagte Porsche-Chef Oliver Blume dem "Handelsblatt". "Es ist aber kein Geheimnis, dass wir irgendwann mehr als 300.000 Autos pro Jahr verkaufen werden. Ohne Corona hätten wir das wahrscheinlich schon 2020 schaffen können", sagte Blume. Porsche hat 2020 mit gut 272.000 Autos drei Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor. "Wir haben uns aber zugleich eine Marktobergrenze gegeben: Porsche hatte immer einen Weltmarktanteil von etwa 0,3 Prozent, daran wollen wir uns auch künftig orientieren", so der Manager. Auf Sicht will die Renditeperle im Volkswagen-Konzern auch wieder zu alter Margenstärke zurückfinden. "Die 15 Prozent bleiben auch zukünftig unser strategisches Ziel", sagte Blume.

08:19 Uhr

Novartis steigert Gewinn um 13 Prozent

Novartis
Novartis 72,64

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat den Gewinn im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 8,07 Milliarden Dollar gesteigert und will drei Franken Dividende je Aktie an seine Aktionäre auszahlen. Für 2021 stellt das Unternehmen aus Basel einen Umsatzanstieg um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag in Aussicht. Der um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsgewinn solle um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag und stärker als der Umsatz wachsen.

Die Prognosen gelten unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen. 2020 lagen die Verkaufserlöse bei 48,66 Milliarden Dollar und waren damit währungsbereinigt um drei Prozent höher. Der bereinigte operative Gewinn zog um 13 Prozent auf 15,42 Milliarden Doller an. Novartis erfüllte damit die eigenen Vorgaben.

08:03 Uhr

Dax mit neuen Abschlägen erwartet

Dax
Dax 13.879,33

Nach dem jüngsten Rücksetzer wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten Abschlägen starten. Am Montag hatten ihn wieder gewachsene Corona-Sorgen 1,7 Prozent ins Minus auf 13.643 Punkte gedrückt. Die Entwicklung der Pandemie ist weiterhin entscheidend für die Stimmung am Markt.

Unter diesem Gesichtspunkt werden die anstehenden US-Frühindikatoren unter die Lupe genommen. Gleiches gilt für die anstehenden US-Firmenbilanzen. Im Tagesverlauf legt unter anderem Microsoft Geschäftszahlen vor. Der Software-Konzern gilt wegen des Trends zum Homeoffice als einer der Gewinner der Virus-Krise. Daneben öffnen auch der Chip-Hersteller Texas Instruments und der Siemens-Rivale General Electric (GE) ihre Bücher.

07:53 Uhr

Euro-Kurs-Verluste halten sich nach Dämpfer in Grenzen

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,21

Der Kurs des Euro sinkt weiter. Nach einem Dämpfer zum Wochenauftakt halten sich die Verluste im frühen Handel aber in Grenzen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2125 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,2152 Dollar festgesetzt. Marktbeobachter sprachen von einer Dollar-Stärke, die den Euro am Morgen im Gegenzug etwas unter Druck setzte. Der bei Anlegern als sicher geschätzte Dollar profitierte von der jüngsten Entwicklung der Corona-Pandemie.

Die Sorge vor gefährlichen Mutationen des Corona-Virus bremste die Risikofreude der Investoren. Neben dem Dollar profitierte auch der japanische Yen von der nervösen Stimmung am Markt, der neben dem Dollar als weiterer sicherer Anlagehafen gilt und am Morgen ebenfalls zulegen konnte. Damit knüpfte der Euro an den schwachen Wochenauftakt an. Am Montag hatten neben der Corona-Krise auch enttäuschende Konjunkturdaten belastet. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands bedeutendster Konjunkturindikator, ist im Januar stärker als erwartet gefallen und lieferte Hinweise auf eine mögliche schwache konjunkturelle Entwicklung in den ersten Monaten des laufenden Jahres.

07:21 Uhr

Größte Schweizer Bank fährt bestes Ergebnis seit mindestens fünf Jahren ein

UBS
UBS 13,10

Die UBS hat 2020 das beste Ergebnis seit mindestens fünf Jahren eingefahren. Dank des Börsenbooms steigerte die größte Schweizer Bank den Gewinn im vergangenen Jahr um 54 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar, wie die UBS mitteilte. Analysten hatten gemäß einer Umfrage der Bank selbst mit einem Überschuss von 5,9 Milliarden Dollar gerechnet.

Vor allem im Wertpapier-Handel verdiente das Institut mehr. Saisonale Faktoren dürften im ersten Quartal 2021 zu einer verstärkten Kundenaktivität führen und die Ertragslage positiv beeinflussen. Gleichzeitig könnte die Coronavirus-Pandemie aber dämpfend wirken.

06:30 Uhr

Probleme beim Impf-Zeitplan belasten Börse in Japan

Nikkei
Nikkei 29.680,60

Sorgen wegen möglicher Verzögerungen bei den Corona-Impfkampagnen diverser Länder haben die Börse in Tokio belastet. Anleger treibe die Befürchtung um, dass das Virus noch länger eine Rolle spielen werde als gedacht, sagte Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 28.641 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1853 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 103,69 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4718 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8876 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2145 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0785 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3674 Dollar.