Montag, 25. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Wochenstart vergeigt: Dax büßt rund 230 Punkte ein

Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich zum Start in die neue Handelswoche uneinheitlich. Während der Leitindex Dax seine frühen Gewinne bereits am Mittag wieder eingebüßt hat und am Ende deutlich schwächer aus dem Handel geht - mit einem Minus von 1,7 Prozent und 13.644 Punkte -, hält sich der technologielastigere TecDax ordentlich, gestützt vor allem von steigenden Kursen an der Nasdaq und deren neuem Allzeithoch.

"Der Dax schnaubt einfach nur durch", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer die Situation am deutschen Aktienmarkt zum Start in die neue Handelswoche. "Die Corona-Krise liefert derzeit die Nachrichten: der Ifo-Index fällt stärker als erwartet; Merck & Co zieht sich aus der Corona-Impfstoffentwicklung zurück; Moderna liefert dagegen einen erfolgreichen Impfstoff-Test im Zusammenhang mit Corona-Mutationen", erläutert Meyer.

Dax
Dax 13.879,33

 

Am deutschen Aktienmarkt sind die sogenannten Corona-Profiteure gefragt: Im Dax legen Delivery Hero beispielsweise etwa 0,5 Prozent zu. Auch Merck und Vonovia gelingt das. Auf der Verliererliste stehen dagegen MTU, Heidelcement und VW mit Abschlägen von jeweils rund oder mehr als vier als zwei Prozent an der Spitze.

Delivery Hero
Delivery Hero 108,45
MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 199,75

 

17:26 Uhr

Grüne Anleihen sind gefragt wie nie

Die weltweite Emission grüner Anleihen hat 2020 einer Studie zufolge ein Rekordniveau erreicht. Sie summierten sich auf 269,5 Milliarden Dollar, wie aus einem Bericht des gemeinnützigen Verbandes Climate Bonds Initiative (CBI) hervorgeht. Allerdings lag die Summe nur knapp über der von 2019 von 266,5 Milliarden Dollar, da die Corona-Krise die Ausgabe der Papiere zwischenzeitlich erheblich bremste. Für dieses Jahr rechnet die CBI mit einem deutlichen Anstieg des Volumens auf 400 bis 450 Milliarden Dollar. "2021 könnte ein nachhaltiges Wiedererstarken ermöglichen", erwartet der CBI.

Grüne Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, für die es seit 2007 einen Markt gibt. Das bei der Ausgabe bei Investoren eingesammelte Kapital muss konkreten Energie- und Umweltprojekten zugewiesen werden, die zum nachhaltigen und klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft beitragen sollen. Größter Markt waren im vergangenen Jahr den Angaben nach die USA mit einem Gesamtvolumen von 51,1 Milliarden Dollar, gefolgt von Deutschland mit 40,2 Milliarden Dollar und Frankreich mit 32,1 Milliarden Dollar.

16:51 Uhr

Corona-Mutationen: Moderna nach Impfstoff-Test deutlich im Plus

Ermutigende Testergebnisse des Coronavirus-Impfstoffs von Moderna geben den Aktien der Biotechfirma Auftrieb. Sie steigen mehr als zehn Prozent. Das Mittel schützt den Angaben zufolge wohl auch vor den ansteckenderen britischen und südafrikanischen Varianten des Erregers.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 123,16

16:26 Uhr

SAP-Tochter erhöht IPO-Preisspanne

SAP-Aktien reagieren kaum auf die angehobene Preisspanne für den geplanten Börsengang von Qualtrics. Die Preisspanne liegt nun bei 27 bis 29 Dollar je Anteilsschein nach zuvor 22 bis 26 Dollar. Die Nachricht sei leicht positiv für SAP zu sehen, unterstreiche sie doch das hohe Interesse der Anleger an dem Börsengang, heißt es von Marktseite. Absolut betrachtet halten sich die erwarteten Mehreinnahmen indes in Grenzen. SAP rechnet mit Einnahmen aus dem Börsengang von etwa 1,3 Milliarden Dollar, bei Ausübung der Mehrzuteilungsoption von rund 1,5 Milliarden Dollar. SAP gewinnen 0,3 Prozent.

SAP
SAP 102,72

16:10 Uhr

Dow Jones im Minus - Nasdaq auf Rekord

Die angespannte Pandemie-Lage macht der Wall Street zu schaffen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones fällt im frühen Handel 0,5 Prozent. Der technologielastige Nasdaq setzte dagegen seinen Höhenflug fort und steigt bis zu 1,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 13.728,98 Punkten.

"Alle Augen sind auf die Technologiewerte gerichtet", sagt Finanzmarkt-Experte Thomas Hayes vom Vermögensverwalter Great Hill. Nach dem Durchhänger der vergangenen Monate könnten die Pandemie-Profiteure zu alter Stärke zurückfinden. Entscheidend dabei sei, ob Großkonzerne wie Apple, Facebook und Microsoft mit ihren anstehenden Geschäftszahlen überzeugen könnten.

"In dieser Woche läuft die Berichtssaison heiß", blickt ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte voraus. Unter anderem stehen im Wochenverlauf Quartalszahlen der Schwergewichte Apple, Microsoft und Tesla an.

15:37 Uhr

Cewe überrascht: Anleger greifen zu

Positiv werden die bereits am Freitag kurz vor Handelsschluss vorgelegten 2020er Zahlen von Cewe gewertet. "Das Weihnachtsgeschäft war stark und die Marge explodierte geradezu", sagt ein Marktteilnehmer. So konnte das Unternehmen den Umsatz 2020 steigern. Hier hatten die Analysten von Frankfurt Main Research (FMR) mit einem kleinen Minus gerechnet. Die EBIT-Marge liegt mit 10,8 Prozent deutlich über dem von FMR erwarteten Wert von 8,1 Prozent.

Auch die Analysten von Warburg waren bei ihren Schätzungen zu vorsichtig. Etwas unglücklich sei der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Zahlen am Freitag kurz vor der Schlussaiuktion gewählt. "Normalerweise kommen solche Informationen nach Handelsschluss. So schoss die Aktie in den letzten beiden Handelsminuten am Freitag bereits in die Höhe. Zum Wochenstart liegt das Plus bei mehr als sechs Prozent.

CeWe Color
CeWe Color 109,00

14:20 Uhr

Dax weitet Verluste deutlich aus

Dax und EuroStoxx50 beschleunigen ihre Talfahrt und fallen um jeweils etwa 1,6 Prozent auf 13.635 beziehungsweise 3554 Punkte. Einen unmittelbaren Auslöser für die zusätzlichen Verkäufe können Börsianer nicht nennen. Sie verweisen auf die unverändert angespannte Pandemie-Lage und die Enttäuschung über den Entwicklungsstopp zweier Coronavirus-Impfstoffe der US-Pharmafirma Merck. Am Freitag war der Dax noch mit 13.947 Punkten aus dem Handel gegangen.

14:08 Uhr

Aussicht auf neue Regierung hilft Italien-Bonds

Die Aussicht, durch die Bildung einer neuen Regierung in Italien Neuwahlen abzuwenden, lässt Anleger wieder zu Anleihen des Landes greifen. Im Gegenzug geben die Renditen der zehnjährigen-Titel auf 0,66 Prozent nach. Damit entfernten sich Italiens Kreditkosten wieder von dem zuvor erreichten höchsten Stand seit zweieinhalb Monaten. "Italienische Anleihen nehmen die Nachricht eines möglichen Rücktritts von Conte vor der Senatsabstimmung im Laufe dieser Woche gut auf", sagt ING-Stratege Antoine Bouvet. Ministerpräsident Giuseppe Conte könnte lokalen Medien zufolge bereits am Dienstag seinen Rücktritt einreichen und dann eine neue Koalition bilden, die auf eine breitere Mehrheit zählen könnte.

In Regierungskreisen gab es dagegen keine Bestätigung für die Rücktritts-Spekulationen. Ein Insider verneinte die Frage, ob Conte dies - wie von mehreren Zeitungen berichtet - vorhabe. Anleger zeigten sich dennoch optimistisch. "Mein Eindruck ist, dass der Markt dem Schachzug des Premierministers, jetzt zurückzutreten, um ein neues Mandat zur Bildung einer neuen Regierung zu erhalten, eine gute Chance auf Erfolg einräumt", sagt Bouvet.

13:29 Uhr

Merck & Co scheitert bei Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen

Der US-Pharmakonzern Merck & Co ist bei der Entwicklung eines möglichen Covid-19-Impfstoffs gescheitert. Das Unternehmen wird seine Entwicklung von zwei Impfstoffkandidaten beenden, wie Merck mitteilt. Die beiden Vakzine hätten in frühen klinischen Studien nur Immunantworten erzeugt, die niedriger ausgefallen seien als die bei ehemaligen Covid-19-Patienten. Die Ergebnisse seien zudem schwächer gewesen als die anderer Covid-19-Impfstoffe in klinischen Studien. Merck will sich nun nur noch auf Medikamente zur Behandlung von Covid-19 konzentrieren. Merck-Aktien drehen vorbörslich ins Minus. Auch die US-Aktienfutures geraten leicht unter Druck.

MerckCo
MerckCo 61,40

13:11 Uhr

Globalwafers lässt bei Siltronic die Luft raus

Mit der Senkung der Annahmeschwelle hat Globalwafers den entscheidenden Schritt getan", sagt ein Marktteilnehmer zu der Chance von Globalwafers, mit dem Gebot für Siltronic erfolgreich zu sein. Allerdings hätte der Deal mit der mehrmaligen Gebotserhöhung und der Senkung der Annahmeschwelle besser vorbereitet sein können. Globalwafers hat die Annahmeschwelle des Übernahmeangebots von 145 Euro je Aktie für Siltronic auf 50 Prozent von 65 Prozent gesenkt. Damit geht an der Börse die Fantasie aus dem Wert, die Aktie fällt 3,2 Prozent auf 140,50 Euro. Sie notiert deutlich unter dem Freitagshoch bei 147,35 Euro. Der Kurs der Siltronic-Mutter Wacker Chemie gewinnt 2,6 Prozent.

Siltronic
Siltronic 138,50
Wacker Chemie
Wacker Chemie 108,20

 

12:56 Uhr

Woche der Wahrheit an der Wall Street

Die Wall Street dürfte am Montag etwas fester in die neue Handelswoche starten. Der Termin-Kontrakt auf den Dow-Jones-Index steigt vorbörslich um 0,1 Prozent, der auf den breiteren S&P-500 legt um 0,4 Prozent zu.

Die Anleger blicken bereits auf die zur Wochenmitte anstehende Sitzung der US-Notenbank. Hier erhofft man sich positive Aussagen hinsichtlich einer anhaltend lockeren Geldpolitik der Fed. Auch von der US-Regierung wird mit weiteren Stützungsmaßnahmen für die von der Corona-Pandemie angeschlagene US-Wirtschaft gerechnet. Die weiter grassierende Pandemie belastet indessen das Sentiment.

Daneben rückt die Berichtssaison zunehmend in den Fokus. Mehr als ein Fünftel der im S&P-500-Index gelisteten Unternehmen und ein Drittel der Werte des Dow Jones-Index werden in dieser Woche ihre Geschäftszahlen veröffentlichen. Darunter Schwergewichte der Technologiebranche wie Apple, Microsoft, Facebook oder Tesla.

12:38 Uhr

Börsengang von Auto1 wird milliardenschwer

Der Börsengang der Gebrauchtwagenplattform Auto1 soll mindestens 1,5 Milliarden Euro schwer werden. Die Preisspanne liege bei 32 bis 38 Euro je Aktie, kündigt der vor neun Jahren gegründete Betreiber von "wirkaufendeinauto.de" an. Auto1 selbst verkauft bis zu 31,25 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung und will damit eine Milliarde Euro einnehmen. Die Altaktionäre werfen zudem 15,63 Millionen ihrer Aktien auf den Markt, dazu kommt eine Platzierungsreserve von 7,03 Millionen Papieren. Die Zeichnungsfrist beginnt am Dienstag und läuft bis zum 2. Februar. Erster Handelstag an der Frankfurter Börse soll der 4. Februar sein.

11:54 Uhr

BVB-Aktie gerät nach Niederlage gegen Gladbach unter Druck

Die 2:4-Pleite bei Borussia Mönchengladbach macht Borussia Dortmund (BVB) zu schaffen. Die BVB-Aktien fallen 1,5 Prozent. Vorbörslich belief sich das Minus aber schon auf mehr als drei Prozent. Durch die erneute Niederlage rutschte der BVB nicht nur aus den Champions-League-Rängen ab, auch die Europa-League-Platzierungen wurden verfehlt. Allerdings sind noch 16 Spieltage zu spielen und der Rückstand des Tabellensiebenten auf Platz drei beträgt lediglich drei Punkte.

BVB
BVB 5,38

11:12 Uhr

Dax schenkt Gewinne her

Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax im Mittagshandel am Montag den Rückwärtsgang eingelegt. Die Kursgewinne vom Start, die den deutschen Börsenleitindex bis auf einen Stand von 13.947 Punkten getrieben hatten, sind wieder aufgebraucht, der Dax notiert 0,1 Prozent im Minus bei 13.867 Zählern.

"Der Auftaktgewinn ist vorerst verschwunden", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Der Ifo-Index bremst den Markt etwas aus. Der Rückgang fiel stärker aus als erwartet. Es hängt letzten Endes alles davon ab, wie die Lockdown-Politik in der Corona-Krise weitergeht. Aktuell sind erneut die Corona-Profiteure wie etwa Delivery Hero gesucht."

10:52 Uhr

Kurssprung: Jenoptik-Ziel verzückt Anleger

Jenoptik-Anteilsscheine klettern um mehr als sieben Prozent. Für Kauflaune sorgen Händlern zufolge die Aussichten beim Ergebnis. Das Mittelfristziel von 16 Prozent Umsatzrendite vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde wohl schon im kommenden Jahr erreicht und damit ein Jahr früher als geplant, sagt Finanzvorstand Hans-Dieter Schumacher der "Börsen-Zeitung".

Jenoptik
Jenoptik 27,12

10:28 Uhr

Lockdown bremst Baubranche ein

Der Lockdown Ende 2020 bremst die Erholung am deutschen Bau. Die Betriebe sammelten im November inflationsbereinigt (real) 5,9 Prozent weniger Aufträge ein als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das sei ein nominales Minus von 2,3 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro. "Wir sehen eine ähnliche Entwicklung wie bereits im Frühjahr des letzten Jahres während des ersten Lockdowns", sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Während der Umsatz zulege, gehe das Neugeschäft zurück. Die Bestellungen hätten vor allem im Wirtschaftsbau nominal mit gut 14 Prozent massiv verloren. Der Wohnungsbau hingegen boome weiter und sei dank "anhaltend hoher Baugenehmigungen für die kommenden Monate gut ausgelastet".

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10:15 Uhr

Ifo-Index fällt: Stimmung der Unternehmenschefs trübt sich ein

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland verschlechtert sich zum Jahresauftakt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Januar auf 90,1 Punkte von 92,2 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner Umfrage unter 9000 Managern mitteilt. Ökonomen hatten mit einem leichten Rückgang auf 91,8 Punkte gerechnet. "Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet", sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten den Ausblick für ihre Geschäfte und ihre Lage ungünstiger als zuletzt.

Die deutsche Wirtschaft war 2020 wegen der Corona-Pandemie mit fünf Prozent so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr und schrumpfte zugleich erstmals seit elf Jahren. Ökonomen trauen der Konjunktur im laufenden Jahr wieder eine spürbare Besserung zu, die allerdings stark vom weiteren Pandemie-Verlauf abhängt und vom Erfolg der Impfungen.

10:00 Uhr

Moody's warnt: Deutsche Banken müssen Kosten drastisch senken

Die chronisch ertragsschwachen deutschen Banken müssen einer Analyse der Ratingagentur Moody's zufolge ihre Kosten drastisch senken. Nur so könnten sie ein Abrutschen in die Verlustzone verhindern, erklärt Moody's. Selbst im nach Ansicht der Analysten optimistischen Szenario, in dem sich die seit 2014 vorherrschenden Trends fortsetzen, müssten die deutschen Banken ihre Kosten in den nächsten fünf Jahren um fast zehn Prozent drücken, um ihre aktuellen Rentabilitätsniveaus zu halten. Diese sind im internationalen Vergleich bereits gering. Wahrscheinlicher sei jedoch ein Japan-ähnliches Szenario: Bei einem schwachen Wirtschaftswachstum, anhaltenden Negativzinsen und einer sehr geringen Inflation würde sich die Rentabilität des deutschen Bankensystems selbst bei Kostensenkungen um zehn Prozent der Null-Linie (Break Even) annähern. Um in diesem Fall die Rentabilität auf dem aktuellen Niveau zu halten, müssten die deutschen Geldhäuser ihre Kosten um mehr als ein Drittel drücken, erklären die Moody's-Analysten.

Zahlreiche Banken haben als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Krise und drohende Kreditausfälle ihre Sparprogramme verschärft. So wird erwartet, dass der neue Commerzbank-Chef Manfred Knof in wenigen Wochen einen Abbau von weiteren Tausenden Stellen und Hunderten Filialen ankündigt.

09:28 Uhr

Euro krallt sich an Gewinne

Der Euro zeigt sich zunächst nur wenig verändert. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,2182 Dollar und damit in etwa soviel wie am Freitag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag etwas tiefer auf 1,2158 Dollar festgesetzt.

Der Euro kann damit die Kursgewinne der vergangenen Handelswoche halten. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurde die Gemeinschaftswährung durch eine allgemein freundliche Stimmung zum Wochenauftakt gestützt. Nachdem die asiatischen Aktienmärkte am Morgen bereits zulegen konnten, wird auch an den europäischen Börsen mit leichten Gewinnen gerechnet.

Im weiteren Tagesverlauf dürften Konjunkturdaten stärker in den Fokus rücken und könnten für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen. Auf dem Programm steht am Vormittag das Ifo-Geschäftsklima, der wohl wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. Der Indexwert für Januar dürfte weiteren Aufschluss geben, wie stark die verschärften Corona-Beschränkungen die deutsche Konjunktur zu Jahresbeginn belastet haben.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

09:06 Uhr

Dax setzt auf positive Konjunkturdaten

Am deutschen Aktienmarkt klettern zum Start in die neue Handelswoche zunächst die Kurse. Der Dax gewinnt 0,5 Prozent auf 13.941 Punkte. Am Freitag war er leicht schwächer mit 13.874 Zählern aus dem Handel gegangen. Die Wall Street hatte danach im Minus geschlossen, in Asien legen die Kurse aber zu. "Der Dax legt zu und Marktexperten rechnen bald auch wieder mit einem Angriff auf die 14.000er Marke", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Aber: Konjunkturdaten zeigen, die Situation trübt sich ein - vor allem im Dienstleistungsbereich. Dort könnte im Sommer eine Pleitewelle drohen." Um 10.00 Uhr wird der Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht.

08:54 Uhr

Gelungener Wochenauftakt an Asiens Börsen: Toshiba haussieren

Die Aussicht auf neue Corona-Hilfen in den USA lässt die Anleger an den asiatischen Aktienbörsen zugreifen. In Tokio stieg der Nikkei-Index zum Wochenauftakt 0,7 Prozent auf 28.822 Punkte. Besonders gefragt waren Technologiewerte und Pharmaaktien. Die Börse in Shanghai legte 0,4 Prozent zu. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,9 Prozent. In Hongkong und Südkorea kletterten die Indizes mehr als zwei Prozent. Für Kauflaune in der Region sorgte auch ein Bericht, demzufolge China im vergangenen Jahr die USA bei ausländischen Direktinvestitionen überholt hat. "Die Geschichte hat China und seine nahen Nachbarn heute definitiv beflügelt und den geografisch benachbarten Märkten Rückenwind für die wirtschaftliche Erholung gegeben", sagte Marktanalyst Jeffery Halley vom Brokerhaus Oanda.

Nikkei
Nikkei 29.349,38

Bei den Einzelwerten schossen Toshiba-Anteilsscheine knapp 17 Prozent nach oben, nachdem die Tokioter Börse am Freitag die Rückkehr des Elektronik- und Infrastrukturkonzerns in das erste Börsen-Segment der Börse genehmigt hatte. Der Konzern war 2017 in das zweite Segment zurückgestuft worden, weil massive Abschreibungen auf das US-Atomkraftgeschäft die Verbindlichkeiten über die Vermögenswerte steigen ließ.

Toshiba
Toshiba 26,47

08:40 Uhr

Siemens Energy überraschen mit "200 Prozent"-Schlag

Als positive Überraschung stufen die Jefferies-Analysten die vorläufigen Zahlen von Siemens Energy zum ersten Quartal ein. Der Auftragseingang lag demnach zwei Prozent oberhalb der Erwartungen, besonders im Bereich Gas & Power wurden mehr Tickets geschrieben. Während die Umsätze im ersten Geschäftsquartal die Markterwartung knapp verfehlt hätten, überzeuge das bereinigte Konzern-EBITA, das vor Sondereinflüssen den Konsens um über 200 Prozent übertroffen habe, so der Analyst. Dazu passend liege die Konzernmarge bei 5,6 Prozent, erwartet worden seien im Konsens 1,8 Prozent. Für Analysten bestehe damit nun Anpassungsbedarf, die Margenschätzungen für das laufende Jahr nach oben zu nehmen. Das dürfte die Aktie stützen.

Siemens Energy
Siemens Energy 30,12

08:25 Uhr

Ölpreise starten Stabilisierungsversuch

Die Ölpreise präsentieren sich zunächst wenig verändert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent liegt bei 55,41 Dollar. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostet 52,25 Dollar und damit zwei Cent weniger als am Freitag. Marktbeobachter sprechen von einem insgesamt impulsarmen Wochenauftakt am Ölmarkt.

Am Freitag hatte die US-Regierung einen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl gemeldet, was die Preise belastet hatte. Die Vorräte legten demnach um 4,35 Millionen Barrel auf 486,6 Millionen Barrel zu, während Volkswirte einen Rückgang erwartet hatten.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,40

 

08:02 Uhr

Philips beendet 2020 besser als erwartet

Philips
Philips 45,17

Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips hat das Jahr etwas besser beendet als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg im vierten Quartal auf vergleichbarer Basis um rund 7 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro, wie der Konzern in Amsterdam mitteilte. Die Ebita-Marge, bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen, konnten die Niederländer innerhalb eines Jahres von 17,9 Prozent auf 19 Prozent verbessern. Das operative Ergebnis stieg von 730 Millionen Euro auf 795 Millionen. Der Konzern habe sowohl von der Corona-Pandemie als auch von seinem herkömmlichen Geschäft profitiert, sagte Philips-Chef Frans van Houten laut Mitteilung.

07:26 Uhr

Dax nimmt erneut Anlauf auf 14.000 Punkte

Dax
Dax 13.879,33

Der Dax wird heute mit einer gut behaupteten Handelseröffnung erwartet. IG stellt ihn auf 13.911 Punkte nach einem Schlusskurs am Freitag bei 13.874 Zählern. Dabei geben steigende Aktienmärkte aus Asien die Richtung vor. Die Berichtssaison, die bisher einige positive Überraschungen parat hatte, nimmt weiter an Fahrt auf. Aus den USA kommen diese Woche Schwergewichte der Technologiebranche wie Apple, Microsoft, Facebook oder Tesla mit ihren Zahlen.

Aber auch Übernahmeaktivitäten gehören zum positiven Umfeld für Aktien. Am Vormittag wird auf den Ifo-Geschäftsklimaindex für Januar geschaut, der mit einem kleinen Rücksetzer auf 91,9 erwartet wird. Während die Lagebeurteilung leicht zurückgekommen sein dürfte, dürfte Volkswirten zufolge die Prognose für die Geschäftserwartungen auf 93,1 steigen.

06:57 Uhr

Aussicht auf Corona-Hilfen treibt Asiens Märkte an

Nikkei
Nikkei 29.349,38

Die Hoffnung auf neue Corona-Hilfen in den USA hat die Börse in Tokio heute gestützt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent höher bei 28.767 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,2 Prozent und lag bei 1860 Punkten. Gefragt waren insbesondere Technologiewerte und Pharmaaktien. Die Börse in Shanghai lag ebenfalls 0,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,9 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 103,76 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4766 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8850 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2176 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0779 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3704 Dollar.