Dienstag, 27. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:39 Uhr

"Der Dax hat sich festgefahren"

Dem leichten Dax-Plus zum Wochenauftakt folgt am Dienstag ein Abschlag. Der deutsche Börsenleitindex fällt im Tagestief mit 15.187 Punkten zeitweise sogar unter die 15.200er Marke. Er kann sie zum Handelsende aber verteidigen und schließt mit einem Minus von 0,3 Prozent und 15.249 Zählern. Die Handelsspanne beläuft sich auf etwas mehr als 100 Punkte.

"Der Dax hat sich festgefahren, die Zurückhaltung der Anleger dauert an. Sie wissen derzeit nicht, ob es weiter nach oben geht - oder nicht. Es scheint schon viel Konjunkturoptimismus in den Kursen eingepreist zu sein", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Auf die morgigen Ergebnisse der Fed-Sitzung werden sie deshalb ganz genau schauen."

Dax
Dax 15.364,24

Bei den Einzelwerten liegen Merck und Deutsche Post an der Spitze der Dax-Gewinner. Die Aufschläge fallen mit etwas mehr als einem und knapp einem Prozent aber nicht gerade üppig aus. Deutsche-Bank-Papiere ziehen etwa ein halbes Prozent an. Auf der Verliererseite stehen Delivery Hero mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent ganz oben. Der Essenslieferdienst-Konzern veröffentlicht zur Wochenmitte seine Quartalsergebnisse.

Delivery Hero
Delivery Hero 103,30
Merck KGaA
Merck KGaA 141,25

 

17:25 Uhr

US-Verbraucherstimmung steigt auf höchsten Stand seit Februar 2020

Die Stimmung der US-Konsumenten ist im April auf das höchste Niveau seit 14 Monaten gestiegen. Das Barometer für die Verbraucherlaune kletterte auf 121,7 Punkte von revidiert 109,0 Zählern im März, wie das Institut Conference Board zu seiner Umfrage mitteilt. Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf 113,0 Punkte gerechnet. Die Verbraucher sehen ihre aktuelle Lage und auch die Aussichten günstiger als zuletzt.

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat US-Präsident Joe Biden ein 1,9 Billionen Dollar schweres Hilfsprogramm in die Spur gesetzt, wodurch Millionen Amerikaner staatliche Einmalschecks in Höhe von 1400 Dollar erhielten.

17:08 Uhr

Commerzbank streicht kostenloses Girokonto ohne Vorbedingungen

Die Commerzbank verabschiedet sich vom kostenlosen Privat-Girokonto ohne Vorbedingungen. Auch Bestandskunden müssen künftig einen monatlichen Mindesteingang von 700 Euro und die vollständig elektronische Nutzung ihres Kontos zusagen, wenn sie weiterhin ohne Grundgebühr auskommen wollen. Sonst werden nach dem neuen Preismodell monatlich mindestens 4,90 Euro fällig. Diese Bedingungen galten für Neukunden bereits seit Oktober.

Die Bank bestätigt interne Äußerungen des Bereichsvorstandes Arno Walter, wonach das Institut mit der neuen Preispolitik voraussichtlich Kunden verlieren werde. Dies seien aber keine Kunden, für die man die Hausbank sei. Walter begründete die Umstellung demnach mit dem Kostendruck: "Jedes Konto kostet. Und der Niedrigzins belastet die Erträge. Erfolg definiert sich nicht allein über die Anzahl von Kunden oder Konten, sondern über den Ertrag."

Zuvor hatte schon die Direkt-Tochter Comdirect das einst stark beworbene kostenlose Girokonto ohne Bedingungen abgeschafft. Allgemein drehen viele Banken wegen fehlender Erträge an der Gebührenschraube und erheben zunehmend auch Negativzinsen auf hohe Einlagen.

16:47 Uhr

Kurs-Monopoly: Hasbro verfehlt Umsatzerwartungen

Der Quartalsumsatz des US-Spielzeugherstellers Hasbro hat die Erwartungen von Analysten verfehlt. Der Nettoumsatz des Monopoly-Herstellers stieg im ersten Quartal um ein Prozent auf 1,11 Milliarden Dollar, teilt Hasbro mit. Analysten hatten einen Umsatz von 1,17 Milliarden Dollar erwartet. Der zurechenbare Nettogewinn betrug 116,2 Millionen Dollar verglichen mit einem Verlust von 69,7 Millionen ein Jahr zuvor. Das Unternehmen widmet sich neuen Geschäftsfeldern wie Gaming und Film- und TV-Produktion, um das Wachstum schneller voranzutreiben. An der Nasdaq gewinnen die Aktien etwa ein Prozent.

Hasbro
Hasbro 79,50

16:20 Uhr

Gewinnsprung überzeugt: Aktie von Online-Glücksspielanbieter im Höhenflug

Die Lust am Online-Glücksspiel während der Pandemie kommt Evolution Gaming zugute. Die Aktien des Online-Glücksspielanbieters steigen nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal zeitweise bis zu zwölf Prozent auf ein Rekordhoch. Vor allem in Asien und den USA kurbelten die Sperren während der Corona-Pandemie die Nachfrage nach Online-Casino-Spielen an.

15:50 Uhr

Wall Street startet kaum verändert

Am Tag vor der geldpolitischen Entscheidung der Notenbank (Fed) fassen Anleger US-Aktien nur mit spitzen Fingern an. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 kommen zur Eröffnung kaum vom Fleck.

"Wir warten auf Aussagen, wie es in den nächsten sechs bis zwölf Monaten weitergeht", sagt Kim Forrest, Chef-Anlegerin des Vermögensverwalters Bokeh mit Blick auf die Fed. "Das wird die Stimmung an den Märkten prägen." Einige Investoren rechneten offenbar damit, dass US-Notenbankchef Jerome Powell eine Straffung der geldpolitischen Zügel signalisieren werde, so Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus Activtrades. "Das ist aber unwahrscheinlich." Er rechne eher erst für die Juni-Sitzung mit entsprechenden Signalen.

Unterdessen fallen die Aktien von Tesla um drei Prozent, obwohl der Elektroautobauer bei Quartalsumsatz und -gewinn die Markterwartungen übertroffen hatte. "Ein Großteil der Zuwächse kommen von den Wetten auf den Bitcoin-Kurs", sagt Bokeh-Expertin Forrest. "Es ist gut, dass sie viele Autos verkaufen, sie machen aber nicht viel Geld damit."

Tesla
Tesla 476,80

 

15:36 Uhr

JP Morgan-Pläne beflügeln Bitcoin

Bitcoin profitiert von der immer breiter werdenden Akzeptanz von Kryptowährungen. Der Kurs der weltweit bekanntesten und größten Cyberdevise steigt drei Prozent auf 54.900 Dollar. Für Furore sorgen Berichte über einen möglichen Bitcoin-Fonds von JP Morgan, wie Analyst Timo Emden von Emden Research erläutert. "Dieser Schritt wäre für die US-Investmentbank eine 180-Grad-Wende im Hinblick auf Bitcoin und Co." JP Morgan-Chef Jamie Dimon hatte Bitcoin im Jahr 2017 als gefährlichen Betrug bezeichnet. "Ein US-Bitcoin-Fonds wäre ein weiterer Ritterschlag in der Geschichte von Bitcoin und Co."

Die JP Morgan-Pläne zeigten, wie falsch die Wall-Street-Banken mit ihrer Kritik an Bitcoin lagen, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses Avatrade. "Diese Banken haben keine andere Wahl, als ihren Kunden digitale Assets anzubieten, wenn sie sie bedienen wollen."

Der Bitcoin-Kurs hatte zuletzt fast ein Fünftel seines Mitte April erzielten Rekordhochs von knapp 65.000 Dollar eingebüßt. Vergangene Woche schickten die Pläne von US-Präsident Joe Biden, die Kapitalertragssteuern in den USA zu verdoppeln, Kryptowährungen auf Talfahrt. Die wachsende Akzeptanz von Investoren und Unternehmen wie Elektroautobauer Tesla ließen den Bitcoin-Kurs in diesem Jahr dennoch um mehr als 80 Prozent anziehen.

Bitcoin
Bitcoin 44.720,50

15:17 Uhr

Jenoptik kann Abwärtstrend nicht brechen

Jenoptik können den seit Februar etablierten mittelfristigen Abwärtstrend noch nicht brechen. Der Kurs fällt 0,6 Prozent auf 26,94 Euro, der Abwärtstrend verläuft bei etwa 27,30 Euro. Sollten Jenoptik den Abwärtstrend beenden, erschließe sich dem Kurs Aufwärtspotenzial bis zum Jahreshoch bei 30,22 Euro, so Thomas Bopp vom Magazin Traders'. Darüber wäre der Weg bis etwa 36 Euro frei. Auf der Unterseite könne die Unterstützung bei etwa 25 Euro als Stop genutzt werden, bei 24,80 Euro verlaufe zudem die 200-Tagelinie.

Jenoptik
Jenoptik 22,50

14:47 Uhr

Bericht über Anteilsverkauf: Hella mit Kurssprung

Die Aktien des Autozulieferers Hella springen nach einem Bericht über Verkaufspläne der Eignerfamilie mehr als zehn Prozent nach oben. Laut "Manager Magazin" erwägt die Familie Hueck den Verkauf ihres 60-prozentigen Anteils an dem im MDax gelisteten Scheinwerferhersteller.

Hella
Hella 51,86

14:30 Uhr

Conti schließt Reifenwerk ein Jahr später als geplant

Die Reifenproduktion von Continental in Aachen wird nach Verhandlungen des Unternehmens mit den Arbeitnehmervertretern Ende 2022 und damit ein Jahr später als geplant beendet. Die Vereinbarung zu dem Standort mit noch rund 1200 Beschäftigten sieht Abfindungen für freiwilliges Ausscheiden sowie eine Transfergesellschaft vor, in der Arbeitnehmer umgeschult und zu anderen Stellen vermittelt werden sollen, wie das Unternehmen mitteilt. Bis zu 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auch 2023 noch im Reifenwerk beschäftigt bleiben. Es könnten jetzt Gespräche über die weitere Nutzung des Werksgeländes beginnen, an denen auch die Stadt Aachen beteiligt wird.

Der zweitgrößte deutsche Autozulieferer hatte im September einen Umbauplan mit Werksschließungen und einem Stellenabbau angekündigt, von dem weltweit 30.000 und in Deutschland 13.000 Arbeitsplätze betroffen sind. Das Aus des Reifenwerks in Aachen, das damals noch 1800 Mitarbeiter zählte, begründete das Unternehmen mit Überkapazitäten am europäischen Reifenmarkt, die aus wachsenden Importen von Konkurrenten aus Asien resultierten. Die Abbaupläne lösten Proteste der Gewerkschaften und Beschäftigten an mehreren deutschen Standorten aus. Die IG Metall erklärte vergangene Woche, die vollständige Schließung des Werkes in Karben bei Frankfurt sei vom Tisch. Ein Teil der Produktion wird zwei Jahre später als von Continental zunächst geplant Ende 2025 auslaufen. Ein anderer Teil bleibe erhalten.

Continental
Continental 114,56

13:45 Uhr

Gamestop-Aktien setzen Höhenflug fort

Für Gamestop geht es im vorbörslichen US-Handel knapp zehn Prozent nach oben. Bereits im regulären Montagshandel war der Kurs der Papiere 11,5 Prozent gestiegen. Der Computerspiele- und Software-Einzelhändler hat schon länger angekündigte Pläne, eigene Aktien zum stark erhöhten Kurs zu verkaufen, nun umgesetzt.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 131,60

13:35 Uhr

Zurückhaltung ist bei US-Anlegern angesagt

Mit Beginn der zweitägigen US-Notenbanksitzung dürfte der lustlose Handel vom Wochenauftakt am Dienstag an der Wall Street in eine neue Runde gehen. Die zur Wochenmitte anstehenden Beschlüsse und Aussagen der US-Notenbank halten Anleger im Zaum. Zwar dürfte die Fed keine Änderungen an ihrem geldpolitischen Kurs vornehmen, doch angesichts steigender Konjunktur- und Inflationserwartungen bleiben Anleger skeptisch. Die US-Notenbank könnte früher als geplant zu einer Straffung gezwungen sein, heißt es. Die abermaligen Allzeithochs rufen immer mehr Mahner auf den Plan. Diese verweisen auf die anziehende Inflation sowie die dramatische Coronalage in Indien, aber auch in anderen Staaten. In vielen Schwellenländern gebe es überhaupt keine ernst zu nehmenden Impfkampagnen, heißt es.

Tesla erzielte im ersten Quartal zwar einen Rekordgewinn, blieb beim Umsatz allerdings knapp hinter den Erwartungen zurück. Der Kurs verliert vorbörslich 2,3 Prozent. Lyft verbessern sich um 2 Prozent. Hier treibt der Verkauf des Geschäftsbereichs autonomes Fahren für 550 Millionen Dollar an Toyota den Kurs.

Lyft
Lyft 40,67
Tesla
Tesla 476,80

 

13:21 Uhr

Einstieg von Nicht-EU-Investoren: Regierung erleichtert Einschreiten

Die Bundesregierung kann künftig leichter gegen den Einstieg von Investoren aus China und anderen Nicht-EU-Ländern bei deutschen Hightech-Unternehmen einschreiten. Das Kabinett beschloss eine Änderung der Außenwirtschaftsverordnung. Kernelement sind neue Meldepflichten für Investitionen in Hoch- und Zukunftstechnologien, da dort Sicherheitsinteressen berührt sein könnten. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, Robotik, Halbleiter, Cybersicherheit sowie Luft- und Raumfahrt. Die Meldepflicht greift allerdings erst ab einer Beteiligung von 20 Prozent. Im Bereich der besonders sicherheitssensiblen kritischen Infrastrukturen gilt sie dagegen schon ab zehn Prozent.

Mit der Regelung werden EU-Vorgaben umgesetzt. Sie dürfte vor allem auf Unternehmen aus China abzielen, die neben den USA zu den größten Investoren in Deutschland zählen. Seit der Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka wird darüber diskutiert, wie der Aufkauf von Hightech-Unternehmen durch chinesische Unternehmen verhindert werden kann.

12:53 Uhr

Altmaier: "Schaffen dieses Jahr endgültig die Trendwende"

Wirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet damit, dass sich die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr von der Corona-Krise erholt. "Dieses Jahr ist das Jahr, in dem wir die Trendwende endgültig schaffen", sagt der CDU-Politiker. "Wir werden den Wirtschaftseinbruch nicht nur stoppen, sondern wir werden ihn umkehren. Wir haben spätestens 2022 wieder die alte Stärke erreicht", kündigt er an.

Die Bundesregierung hob ihre Konjunkturprognose für 2021 an - vor allem, weil es in der Industrie und im Export wieder deutlich besser läuft. Zuletzt habe die Konjunktur durch den Lockdown im Herbst und Winter "Bremsspuren" gezeigt. Die Wirtschaft sei aber robust, das Vorkrisenniveau werde schneller erreicht, als viele glaubten, sagte Altmaier.

Der Frühjahrsprojektion der Bundesregierung liegt die Annahme zugrunde, dass die Beschränkung der sozialen Kontakte und Schließungen, etwa der Gastronomie, im Laufe des zweiten Quartals gelockert werden können. Danach wird eine rasche Erholung der Binnenkonjunktur erwartet - auch weil viele Verbraucher seit Beginn der Corona-Krise Geld zurückgelegt haben.

11:55 Uhr

Strategieschwenk zahlt sich für HSBC bereits aus

Die britische Großbank HSBC hat im ersten Quartal ihren Betriebsgewinn deutlich gesteigert. Das Vorsteuerergebnis kletterte um 79 Prozent auf 5,78 Milliarden Dollar, wie HSBC mitteilt. Analysten hatten im Schnitt nur mit 3,35 Milliarden Dollar gerechnet. HSBC, die den Großteil ihrer Einnahmen mit ihrem Asien-Geschäft bestreitet, hatte in der Corona-Krise zur Absicherung gegen faule Kredite hohe Rücklagen gebildet, die angesichts der besseren Wirtschaftsaussichten nun teilweise aufgelöst wurden. Im Februar hatte Europas größte Bank nach einem Gewinneinbruch im Corona-Jahr einen Strategieschwenk angekündigt und erklärt, das Geschäft mit reichen Kunden in China auszubauen.

HSBC
HSBC 5,10

11:41 Uhr

Dax gibt etwas nach

Nach einem schleppenden Start verbucht der Dax am mäßige Kursverluste. Er sinkt gegen Mittag 0,5 Prozent auf 15 215 Punkte. Konjunkturabhängige Zykliker wie HeidelbergCement, Covestro und Volkswagen ziehen den Leitindex nch unten mit Kurseinbußen von bis zu knapp zwei Prozent. Seit Wochen schon bewegt sich der Dax in einer Spanne zwischen 15 000 und seinem in der Vorwoche erreichten Höchststand bei knapp über 15 500 Punkten. In dieser Woche stehen Quartalsberichte einiger Schwergewichte aus dem US-Technologiesektor auf dem Tableau, nachbörslich beispielsweise Alphabet und Microsoft.

Dax
Dax 15.364,24
Covestro
Covestro 55,48

 

11:13 Uhr

UBS wechselt Chefjuristen aus

Markus Diethelm tritt nach 13 Jahren als UBS-Chefjurist zum 1. November 2021 zurück. Bis ins Jahr 2022 bleibe er als Senior Advisor für die Schweizer Großbank tätig und werde in dieser Funktion für bestimmte laufende Rechtsstreitigkeiten zuständig sein, teilt UBS mit. Neue Chefjuristin werde Barbara Levi. Sie sei seit Januar 2020 Chief Legal Officer & External Affairs beim Rohstoffkonzern Rio Tinto, bis 2019 habe sie für den Pharmariesen Novartis gearbeitet.

Mike Dargan übernehme zum 1. Mai die neu geschaffene Funktion des Chief Digital and Information Officer. Dargan werde in die Geschäftsleitung befördert. Mit dem Einsatz von Technologie wolle sich die UBS von den Wettbewerbern abheben. Die frühere Funktion des Chief Operating Officer werde abgeschafft.

10:29 Uhr

Siemens-Rivale wird zuversichtlicher

Der Elektrotechnikkonzern ABB fürchtet den weltweiten Halbleitermangel und stimmt seine Kunden auf längere Lieferzeiten ein. Die Liefersituation bei Chips und auch bei Plastik verschärfe sich zunehmend, sagt ABB-Chef Björn Rosengren. Das werde im zweiten Quartal zu spüren sein. Zum Jahresauftakt habe der Halbleitermangel noch keine Folgen für die Geschäftsergebnisse gehabt.

Die Trennung von drei Geschäftsbereichen komme unterdessen gut voran, sagte Rosengren weiter. Er gehe davon aus, dass der erste Verkauf während der zweiten Jahreshälfte besiegelt werden könnte. Zudem solle das Geschäft mit Elektromobilität ausgegliedert werden. Diese Schritte versetzten ABB in die Lage, einen möglichen Börsengang vorzubereiten.

Im ersten Quartal sei vor allem die Nachfrage aus Branchen mit relativ kurzer Vorlaufzeit höher gewesen als erwartet, sagte er weiter. Auch in China seien die Geschäfte gut gelaufen. Unter dem Strich verdiente ABB mit 502 Millionen Dollar rund ein Drittel mehr als vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um rund elf Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. 

ABB
ABB 27,73
Siemens
Siemens 142,10

 

10:11 Uhr

Moeller-Maersk sind Anlegers Liebling

Die vorläufigen Zahlen von Moeller-Maersk sind nach Einschätzung der Citigroup besser als erwartet ausgefallen. Das Unternehmen stellt ein bereinigtes EBITDA von vier Milliarden Dollar in Aussicht. Dem steht eine Konsensschätzung von 3,8 Milliarden Dollar entgegen. Wichtiger dürfte jedoch der angehobene Ausblick aus Marktsicht sein. Moeller-Maersk rechnet nun mit einem EBITDA in einer Spanne von 13 bis 15 Milliarden Dollar nach zuvor 8,5 bis 10 Milliarden. Der Konsens liegt bislang bei 11,7 Milliarden. Die Citigroup hält nun neue Aktienrückkäufe und eine Sonderdividende für wahrscheinlich. Bei Anlegern kommt das an: Die Aktien gewinnen mehr als drei Prozent. Titel des Rivalen Hapag-Lloyd klettern etwa ein Prozent.

Moeller-Maersk
Moeller-Maersk 2.102,00
Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd 138,60

 

09:50 Uhr

Höherer Ölpreis und Gashandel lassen BP-Gewinn sprudeln

Dank gestiegener Ölpreise und höherer Einnahmen aus dem Erdgashandel hat der britische Energiekonzern BP im ersten Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg erzielt. Der Nettogewinn kletterte auf 2,6 Milliarden Dollar nach 790 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilt BP mit. Damit wurden die Prognosen der Analysten von 1,64 Milliarden Dollar weit übertroffen. Der Konzern kündigte an, die Aktienrückkäufe im dritten Quartal wieder fortzusetzen. Die Aktien legen 2,3 Prozent zu.

BP
BP 309,05

09:27 Uhr

Nachfragesorgen: Öl verzeichnet Preisanstieg

Vor einem Treffen der großen Ölförderländer in dieser Woche ist der Ölpreis auf Erholungskurs gegangen. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,6 Prozent auf 66,01 Dollar je Barrel. US-Öl der Sorte WTI kostet mit 62,27 Dollar je Barrel ebenfalls 0,6 Prozent mehr. Der Preisanstieg werde aber durch Nachfragesorgen wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen in Indien begrenzt, sagten Experten. Die große Frage sei, ob die OPEC+ die Situation so schlimm empfinde, dass sie ihre geplante Produktionsdrosselung ab dem 1. Mai ändere, so die Analysten von ING Economics.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,78
Rohöl WTI
Rohöl WTI 65,31

 

09:08 Uhr

Wer weckt den Dax?

Mit 15.296 Punkten verabschiedet sich der Dax aus dem Montagshandel, das Plus: 0,1 Prozent. In den Dienstag startet der deutsche Börsenleitindex ebenfalls kaum verändert, er notiert kurz nach Handelseröffnung bei 15.277 Zählern - ein Minus von 0,1 Prozent.

"Die Anleger halten sich weiterhin zurück", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Sie verweist auf die noch anstehenden Quartalsberichte diverser Konzerne im weiteren Wochenverlauf, darunter eben auch die US-Techgiganten. "Gleichzeitig scheinen sich die Steuerpläne von US-Präsident Joe Biden zu konkretisieren, und höhere Steuern mögen die Börsianer nicht", erläutert Dofel. "Andererseits gibt es positive Konjunkturdaten: Die Ifo-Exporterwartungen sind gestiegen und deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach deutschen Gütern im Ausland weiterhin hoch ist."

08:59 Uhr

Novartis will Produktion von Curevac-Impfstoff erhöhen

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis könnte die Produktion des Covid-19-Impfstoffs für den deutschen Arzneimittelhersteller Curevac über das bislang vereinbarte Ausmaß hinaus steigern. Das Unternehmen beherrsche den Herstellungsprozess immer besser und sei in der Lage, sehr große Mengen zu produzieren, sagte Novartis-Chef Vasant Narasimhan. "Wir sind zuversichtlich, dass wir zusätzliche Impfstoffdosen aus unserer österreichischen Anlage in Kundl liefern könnten, wenn dies erforderlich wäre."

Geplant ist, dass Novartis dieses Jahr in dem Werk in der Tiroler Ortschaft bis zu 50 Millionen Impfdosen herstellt, 2022 sollen es dann bis zu 200 Millionen sein.

CureVac
CureVac 92,59

08:43 Uhr

Ifo-Exporterwartungen: höchster Stand seit 10 Jahren

Die Ifo-Exporterwartungen der Industrie sind im April von 23,8 auf 24,6 Punkte gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Januar 2011, wie das Ifo Institut berichtete. "Unter den deutschen Exporteuren hat sich die Stimmung verbessert. In vielen Ländern zeigt sich die Industrie von der Pandemie kaum beeinträchtigt", erklärte das Institut. "Davon profitiert die Nachfrage nach deutschen Exportgütern deutlich."

Über fast alle Industriezweige hinweg verbesserten sich die Aussichten. In der Elektroindustrie sind die Erwartungen sehr optimistisch. Auch im Maschinenbau stieg der Indikator auf den höchsten Wert seit Januar 2011. Die Chemische Industrie plant ebenfalls mit mehr Aufträgen aus dem Ausland im zweiten Quartal. Die einzigen Sorgenkinder sind die Hersteller von Bekleidung und der sonstige Fahrzeugbau. Sie rechnen mit rückläufigen Auslandsumsätzen.

08:38 Uhr

Börsenmantel 468 SPAC startet Zeichnungsfrist

Der zweite deutsche Börsenmantel soll am Freitag zum ersten Mal an der Frankfurter Börse gelistet werden. Bis zum heutigen Mittwoch könnten 30 Millionen Einheiten aus einer Aktie und einem Drittel Optionsschein zum Preis von zehn Euro gezeichnet werden, teilte 468 SPAC I mit.

Die Initiatoren um den früheren Rocket-Internet-Manager Alexander Kudlich wollen binnen 24 Monaten einen Internet-Marktplatzbetreiber, einen Online-Händler oder ein Software-Unternehmen schlucken, um der leeren Unternehmenshülle Leben einzuhauchen.

Hier mehr zum Thema SPAC:

08:18 Uhr

Hier greifen Anleger schon vor Börsenstart zu

Anleger decken sich beim Labor- und Biotechzulieferer Stratec ein. Die Aktien steigen im Frankfurter Frühhandel nach Vorlage der Quartalszahlen und einer Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr um 4,4 Prozent.

Stratec
Stratec 111,60

08:18 Uhr

Dax dürfte zum Start die Luft anhalten

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern niedriger starten. Zum Wochenauftakt war der deutsche Leitindex mit einem Plus von 0,1 Prozent etwas fester aus dem Handel gegangen. Im Fokus der Anleger steht die Sitzung der US-Notenbank. Börsianer rechneten damit, dass Fed-Chef Jerome Powell seinen Kurs einer ultra-lockeren Geldpolitik heute bekräftigen wird.

Dax
Dax 15.364,24

"Die US-Notenbank Federal Reserve dürfte auf ihrer Sitzung keine maßgeblichen Änderungen an ihrer geldpolitischen Ausrichtung vornehmen", betonte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Die Bilanzsaison läuft unterdessen auf beiden Seiten des Atlantiks auf vollen Touren. Auf der Konjunkturseite wird die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung zum Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung erwartet. Einem Insider zufolge schraubt die Regierung ihre Erwartungen an das Wirtschaftswachstum auf 3,5 Prozent für das laufende Jahr nach oben. Damit bleibt die Regierung leicht hinter den Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute zurück.

07:53 Uhr

Das passierte nachbörslich: Gamestop top, Tesla Flop!

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Rekordauslieferungen, eine hohe Nachfrage in China und der Verkauf von Umwelt-Zertifikaten: Der Elektroautobauer Tesla hat die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn übertroffen.

picture alliance / Newscom

Nachbörslich stand Tesla mit den Quartalszahlen und Gamestop mit einem Aktienverkauf im Fokus: Tesla erzielte im ersten Quartal zwar einen Rekordgewinn, blieb beim Umsatz allerdings knapp hinter den Erwartungen zurück. Der Kurs gab um 2,5 Prozent nach.

Für Gamestop ging es auf Nasdaq.com dagegen um 9,5 Prozent weiter steil nach oben, nachdem der Kurs schon im regulären Handel um 11,5 Prozent gestiegen war. Der Computerspiele- und Software-Einzelhändler, dessen Aktie zu Jahresbeginn mit gewaltigen spekulativen Kursbewegungen in die Schlagzeilen geraten war, hatte schon länger angekündigte Pläne, eigene Aktien zum stark erhöhten Kurs zu verkaufen, nun umgesetzt. Das Unternehmen teilte mit, dass ihm dabei brutto 551 Millionen Dollar zuflossen. Das Geld will Gamestop zur Transformation seines Geschäfts und allgemeine Unternehmenszwecke verwenden.

  • Außerdem verbesserten sich Lyft nachbörslich um 2,3 Prozent. Hier trieb der Verkauf des Geschäftsbereichs autonomes Fahren für 550 Millionen Dollar an Toyota den Kurs. Der Fahrdienstleister will dadurch früher als bisher erwartet in die Gewinnzone kommen.
  • SBA Communications verteuerten sich nach dem Quartalsausweis um 3,4 Prozent. Bei höheren Umsätzen konnte der Nettoverlust im Jahresvergleich verringert werden. Das Unternehmen schnitt dabei besser als von Analysten erwartet ab.
  • Bei Applied Genetic (-6,0%) drückte der Weggang des Wissenschaft-Chefs auf den Kurs. Trueblue schaffte im jüngsten Quartal den Sprung in die Gewinnzone und übertraf die Erwartungen des Marktes. Die Aktie des Personaldienstleisters legte um 1,9 Prozent zu.



07:31 Uhr

Volkswagen stoppt Produktion in Mexiko - Tiguan und Jetta betroffen

Der deutsche Autobauer muss in seinen mexikanischen Werken wegen der anhaltenden globalen Chip-Knappheit die Produktionsbänder für zwei seiner Modelle anhalten.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 210,45

Die Produktion des Geländewagens Tiguan werde vom 6. bis 16. Mai und des Kompaktwagens Jetta vom 3. bis 19. Mai wegen Problemen bei der Versorgung mit Halbleitern ausgesetzt, teilt das Unternehmen mit.

Hier mehr zum Thema:

07:22 Uhr

EnBW baut weltweit größte E-Auto-Ladestation

Deutschlands drittgrößter Stromkonzern erweitert die frei verfügbaren Lademöglichkeiten für Elektroautos in Deutschland. Derzeit baue EnBW "am Kamener Kreuz in Nordrhein-Westfalen eine Anlage, die mit 52 Ladepunkten der weltweit größte frei zugängliche Schellladepark sein wird", sagte Vorstandschef Frank Mastiaux der "Süddeutschen Zeitung".

EnBW
EnBW 79,20

Aktuell verfüge der Konzern über "550 Standorte für Hochgeschwindigkeitsladen, bis Jahresende werden es 1000 sein". Zusammen mit Partnern betreibe sein Unternehmen ein Roamingnetz, über das man 150.000 Ladepunkte in ganz Europa ansteuern könne, die meisten davon in Deutschland.

07:11 Uhr

Asien-Börsen geraten ins Trudeln

Die asiatischen Aktien fallen zurück. Die Anleger sind vor den Sitzungen der Bank of Japan, der US-Notenbank Fed und der beginnenden Bilanzsaison zurückhaltend und ließen den Optimismus der vergangenen Tage über die Erholung der Weltwirtschaft hinter sich.

Nikkei
Nikkei 27.824,83

"Es gibt zwei Gründe, um hinsichtlich Aktien und Rohstoffen positiv zu bleiben", sagte Masayuki Kichikawa, Chef-Makro-Stratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management in Tokio. "Die Weltwirtschaft dürfte sich weiter festigen und viele Industrieländer steuern aufgrund der Fortschritte bei den Impfungen auf einen Aufschwung zu."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert im Verlauf 0,3 Prozent tiefer bei 29.047 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verliert 0,5 Prozent und lag bei 1909 Punkten.

Boom oder nicht Boom ist die Frage. Hier mehr zum Thema:

06:13 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der Dax ist sehr verhalten in die neue Handelswoche gestartet. Tagestief und Tageshoch lagen lediglich knapp 90 Punkte auseinander, am Ende verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 0,1 Prozent und 15.296 Zählern in den Feierabend. Die Ruhe vor dem großen Sturm?

Konjunkturseitig ist auch am Dienstag die Agenda alles andere als prall gefüllt. Am ehesten dürfte für Anleger der um 16 Uhr erscheinende Index des US-Verbrauchervertrauens sein. Das Hauptaugenmerk werden die Börsianer aber auf die Berichtssaison legen, die nun auch in Europa richtig in Fahrt kommt: Für den Bankensektor werden die Ergebnisse von HSBC, Europas Branchenprimus, und der UBS interessant. Aus der Industrie veröffentlichen etwa ABB, BP und Schneider Electric Zahlen. Novartis liefert ebenfalls Einblick in die Konzerngeschäftsentwicklung. Bei Bayer wiederum steht die digitale Hauptversammlung an. Hier hatte die Deka angekündigt, den Vorstand nicht entlasten zu wollen.

Und auch in den USA ist die Terminvorschau prall gefüllt: Am Mittag und Nachmittag öffnen UPS, General Electric, 3M und Raytheon ihre Bücher. Nachbörslich ab 22.00 Uhr folgen dann noch Amgen, Texas Instruments, Starbucks und Visa. Im Fokus dürften aber die beiden Techgiganten Alphabet und Microsoft stehen, die dann wiederum den Takt für die Wochenmitte vorgeben werden.

Wie der Ifo-Index zum Wochenstart den Dax beeinflusst hat, lesen Sie hier.

Und hier noch der Überblick, wie die Wall Street am Vorabend geschlossen hat.

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