Dienstag, 07. Juli 2020Der Börsen-Tag

mit Jan Gänger
Jan Gänger
17:43 Uhr

Goldpreis klettert auf Rekordhoch

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 2.030,12

Die höhere Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen in der Corona-Krise sorgt für weiter steigende Goldpreise. Das Edelmetall verteuert sich auf 1796 Dollar je Feinunze und ist damit so teuer wie seit November 2011 nicht mehr.

Einige Investoren sorgten sich wegen der rasant gestiegenen Aktienkurse, vor allem im US-Tech-Sektor, und der im Kontrast dazu tief in einer Rezession steckenden Wirtschaft, sagt Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Broker ThinkMarkets. Die Gefahr "eines Platzens der Spekulationsblase" nehme zu, weswegen risikoarme Anlagen gefragt seien.

Am Frankfurter Aktienmarkt ging es derweil bergab. Der Dax geht mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 12.616 Punkte in den Feierabend. Der MDax verliert 0,6 Prozent auf 26.909 Zähler, der TecDax 0,3 Prozent auf 3031 Punkte.

17:19 Uhr

Wirecard vor Zerlegung

Für Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren. Für das Kerngeschäft mit Kreditkarten sowie davon unabhängige Geschäftsbereiche des Konzerns hätten sich zwischenzeitlich bereits mehr als 100 Interessenten gemeldet, teilte Rechtsanwalt Michael Jaffé mit. Der abgestürzte Aktienkurs machte auf die Nachricht hin einen Sprung.

Wirecard
Wirecard 1,68

Am weitesten fortgeschritten seien die Aktivitäten für die US-amerikanische Gesellschaft Wirecard North America. Auch für weitere internationale Beteiligungen sowie das Kerngeschäft würden aktuell Investorenprozesse eingeleitet.

Unter anderem hatte die Deutsche Bank Interesse an Zukäufen von Teilen Wirecards angedeutet. Bankchef Christian Sewing betonte heute jedoch, mögliche Zukäufe hätten eine hohe Hürde zu nehmen. Vor allem müssten neue Teile, etwa im technologischen Bereich, besser sein als das eigene Angebot.

16:40 Uhr

Commerzbank-Aktien weiten Gewinne aus

Die Commerzbank-Aktie legt im Vorfeld einer mit Spannung erwarteten Aufsichtsratssitzung weiter zu. Mit einem Plus von vier Prozent auf 4,62 Euro ist das Papier den zweiten Tag in Folge größter Gewinner im Nebenwerteindex MDax.

Nach den Rücktrittsankündigungen von Commerzbank-Chef Martin Zielke und Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann hoffen die Anleger auf einen Neuanfang.

Auf der morgigen Aufsichtsratssitzung werden Personalfragen im Vordergrund stehen, wie mehrere Insider berichteten. Erst müssten diese geklärt sein, bevor man sich mit der künftigen Ausrichtung der Bank beschäftigen könne. Es sei daher unwahrscheinlich, dass sich das Kontrollgremium schon mit der Strategie des Instituts beschäftige.

Zielke arbeitete seit Monaten an einer Verschärfung des Sparkurses, nachdem seine im Herbst präsentierte Strategie bei Investoren und Aufsicht durchgefallen war. Die jüngsten Pläne sahen einschließlich der bereits im vergangenen Jahr verkündeten Streichungen vor, knapp 10.000 Jobs und damit fast jede dritte Vollzeitstelle abzubauen und 500 der 1000 Filialen zu schließen, wie ein Insider sagte. Die "Börsen-Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet.

16:01 Uhr

Millionenstrafe für Deutsche Bank

Die New Yorker Bankenaufsicht hat die Deutsche Bank wegen mehrerer Verfehlungen zu einer Strafe von 150 Millionen Dollar verdonnert. Zum einen gehe es um die Beziehungen der Bank zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, teilte das New Yorker Department of Financial Services (DFS) mit. Zum anderen um die Korrespondenzbanken-Beziehungen der Deutschen Bank zur Danske Bank und zur FBME Bank.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,91

"Die Einigung spiegelt zwar unsere vorbehaltlose und transparente Zusammenarbeit mit unserer Regulierungsbehörde wider, zeigt aber auch, wie wichtig es ist, weiterhin in unsere Kontrollen zu investieren und unsere Fähigkeiten zur Bekämpfung von Finanzkriminalität zu verbessern", so Deutschlands größtes Geldhaus.

Der 63-jährige Epstein hatte sich im vergangenen Jahr in Untersuchungshaft das Leben genommen, nachdem er wegen erneuter Vorwürfe des Kindesmissbrauchs festgenommen worden war. Bereits 2008 hatte sich der Hedgefonds-Manager wegen der erzwungenen Prostitution einer Minderjährigen schuldig bekannt und erhielt dafür eine 18-monatige Haftstrafe. Die New Yorker Behörde erklärte, die Strafe gegen die Deutsche Bank sei die erste gegen ein Geldhaus wegen ihrer Beziehungen zu Epstein. Auch andere Institute sind deswegen ins Visier der Behörden geraten.

Die Danske Bank wiederum steht im Zentrum eines der weltgrößten Geldwäscheskandale. Die Deutsche Bank war jahrelang als Korrespondenzbank für das dänische Geldhaus tätig. Über die Filiale der Danske Bank in Estland waren in den Jahren 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen in einem Volumen von 200 Milliarden Euro gelaufen.

15:25 Uhr

Wie echt ist der Aufwärtstrend beim Dax?

Der deutsche Aktienmarkt hat seine jüngste Rally erst einmal unterbrochen. Wieder aufgeflammte Konjunktursorgen und deutliche Kursverluste bei den Bayer-Aktien drücken auf die Stimmung, sodass die Anleger Kasse machten. Der Leitindex Dax fällt 1,3 Prozent auf 12.562 Punkte. Der MDax verliert 1 Prozent auf 26. 766 Punkte.

Ausgelöst wurden die jüngsten Konjunktursorgen durch tendenziell enttäuschende Daten zur deutschen Industrieproduktion. Diese hatte sich im Mai nicht so deutlich von dem Einbruch in der Corona-Krise erholt wie von Analysten erhofft.

14:37 Uhr

US-Regierung setzt bei Corona-Impfstoff auf "Warp-Antrieb"

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Ein Modell der "USS Enterprise" aus "Star Trek"

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Die US-Regierung unterstützt das Coronavirus-Impfstoffprojekt des amerikanischen Biotechunternehmens Novavax mit 1,6 Milliarden Dollar. Damit sollen Tests mit dem potenziellen Impfstoff sowie dessen Herstellung und Vermarktung in den USA finanziert werden. Ziel sei es, bis Januar 2021 100 Millionen Impfstoffdosen liefern zu können, sagte Vorstandschef Stanley Erck.

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Der Zuschuss ist der bisher größte innerhalb des Projekts "Operation Warp Speed" der US-Regierung, durch das die Suche nach einem Impfstoff und nach Medikamenten gegen das Coronavirus beschleunigt werden soll. Die Begriffe "Warp-Antrieb" und "Warp-Geschwindigkeit" sind aus Science-Fiction bekannt - vor allem aus "Star Trek". Dort ermöglicht "Warp" Raumschiffen, sich schneller als das Licht zu bewegen.

Aktien von Novavax erreichen derweil ein Rekordhoch. Die Papiere steigen im vorbörslichen US-Geschäft um gut 33 Prozent.

13:42 Uhr

Verdacht auf Insiderhandel bei Osram-Poker

Das Ringen um die Übernahme des Lichtkonzerns Osram beschäftigt die deutsche Finanzaufsicht Bafin. Sie untersucht, ob es im Vorfeld einer Meldung Anfang Juli vergangenen Jahres Insiderhandel mit Osram-Aktien gab.

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Damals hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, dass der Osram-Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung über eine Übernahmeofferte der Finanzinvestoren Carlyle und Bain beraten werde. Das Angebot dürfte in der Größenordnung von 35 Euro je Osram-Aktie liegen.

Die Osram-Aktie war daraufhin um mehr als zehn Prozent nach oben geschossen. Erst mehrere Stunden später bestätigte Osram in einer Ad-hoc-Meldung den Erhalt des Übernahmeangebots in Höhe von 35 Euro je Aktie. Nach einem milliardenschweren Bieterkampf setzte sich aber der österreichische Chipkonzern AMS durch.

13:10 Uhr

Lufthansa will weniger Führungskräfte

Die von der Corona-Krise hart getroffene Lufthansa setzt weiter den Rotstift an. In der Verwaltung der Lufthansa AG sollen 1000 Stellen gestrichen werden, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Die Anzahl der Führungskräftestellen soll konzernweit um 20 Prozent reduziert werden.

Lufthansa
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Nach der Verkleinerung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG sollen auch die Vorstands- und Geschäftsführungsgremien der Töchter schrumpfen.

Rein rechnerisch hat die Lufthansa nach eigenen Angaben in der Corona-Krise konzernweit 22.000 Vollzeitstellen zu viel. Das Unternehmen will betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit vermeiden.

12:38 Uhr

Immobilienaktien "zu teuer geworden"

Die Immobilienwerte im Dax fallen mit erhöhten Verlusten auf. Vonovia verbilligen sich um 2,4 Prozent und Deutsche Wohnen um 2 Prozent. Die Gründe seien bewertungstechnischer Natur, sagt ein Händler. "Für Nicht-Wachstumswerte sind sie einfach zu teuer geworden". Beide Titel haben ihren Kurseinbruch seit dem Beginn der Corona-Krise bereits mehr als wettgemacht.

Vonovia SE
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Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 43,79

12:05 Uhr

Google soll Deutsche-Bank-Problem lösen

Die Deutsche Bank will ihre IT-Probleme unter anderem mit der Hilfe von Google lösen. Das Finanzinstitut bekommt so unter anderem Zugang zu den Cloud-Diensten der Alphabet-Tochter.

Die Bank kämpft wie viele andere deutsche Finanzinstitute immer wieder mit technischen Problemen. Bei der größten deutschen Bank ist die in die Jahre gekommene IT schon seit langer Zeit eine Großbaustelle. So hatte der frühere Konzernchef John Cryan die IT der Bank kurz nach seinem Amtsantritt 2015 öffentlich als "lausig" bezeichnet.

Die Ex-IT-Chefin Kim Hammond, die eigentlich die Probleme lösen sollte, musste Anfang 2018 nach nur kurzer Zeit im Amt wieder gehen. Zuvor hatte sie die Bank bei einer internen Tagung als das "dysfunktionalste Unternehmen", für das sie je gearbeitet habe, bezeichnet.

Neben dem Umbau der bestehenden, teils sehr alten IT-Strukturen haben die Banken seit einiger Zeit mit viel Konkurrenz von Technologieunternehmen zu kämpfen, die wie Apple und auch Google ihre Marktmacht nutzen, um beispielsweise Teile des Zahlungsverkehrs zu sich zu holen.

Zudem setzt eine Reihe junger Unternehmen, sogenannte Fintechs, den etablierten Banken bei der Produktentwicklung und auch im Wettbewerb um Kunden zu.

11:41 Uhr

Dem Dax geht die Puste aus

Nach dem starken Wochenauftakt nutzen einige Anleger an den europäischen Börsen die Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen. "Die Hoffnung auf eine V-förmige Erholung der Wirtschaft ist zwar noch sehr groß", sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Sie wird allerdings von den Sorgen um die wachsenden Coronavirus-Infektionen gedämpft."

Dax und EuroStoxx50 büßen jeweils mehr als ein Prozent auf 12.569 und 3309 Punkte ein, nachdem sie gestern gut eineinhalb Prozent zugelegt hatten.

Für Gesprächsstoff sorgt am Frankfurter Aktienmarkt vor allem die Commerzbank. ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil erklärt, was da los ist:

11:06 Uhr

Bayer-Aktien brechen ein

Bayer steht vor einem möglichen Rückschlag bei einem Teil seines milliardenschweren Glyphosat-Vergleichspakets in den USA. Die Aktien verlieren fast sieben Prozent, nachdem ein US-Bezirksrichter Zweifel an dem Vergleichsvorschlag für den Umgang mit künftigen Klagen äußerte.

Bayer
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Das Gericht sei skeptisch hinsichtlich der Angemessenheit und Fairness des vorgeschlagenen Vergleichs und sei vorläufig geneigt, den Antrag abzulehnen, sagte der zuständige Richter Vince Chhabria.

Der Leverkusener Agrarchemie- und Pharmakonzern hatte Ende Juni bekannt gegeben, sich im Rechtsstreit wegen des angeblich krebserregenden Unkrautvernichters Glyphosat in den USA mit einem Großteil der Kläger geeinigt zu haben. Für den Vergleich und mögliche künftige Fälle werden bis zu 10,9 Milliarden Dollar fällig.

Der Vereinbarung für mögliche künftige Fälle muss noch der US-Bezirksrichter zustimmen. Im Rahmen dieser Vereinbarung soll ein unabhängiges Wissenschaftsgremium eingerichtet werden, das entscheiden soll, ob der glyphosathaltige Unkrautvernichter Roundup Lymphdrüsenkrebs verursacht.

10:39 Uhr

Big-Data-Spezialist geht an die Börse

Die US-Datenanalyse-Firma Palantir geht an die Börse. Entsprechende Unterlagen seien bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht worden, teilte das in Palo Alto ansässige Unternehmen mit. Details wie beispielsweise zur Bewertung fehlen.

Bei der letzten Finanzierungsrunde vor fünf Jahren wurde das vom Deutschen Peter Thiel mitgegründete Unternehmen mit 20 Milliarden Dollar bewertet. Insidern zufolge könnte das Marktdebüt bereits im September erfolgen.

Palantir wurde 2004 gegründet und bietet Software zur Analyse großer Datenmengen an. Zu den Kunden gehören Sicherheitsbehörden und Geheimdienste weltweit. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Berichte über Verstöße gegen die Privatsphäre und den Datenschutz.

10:24 Uhr

Öl wird etwas billiger

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REUTERS

Die Ölpreise geben leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 42,82 US-Dollar. Das sind 28 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt in ähnlichem Ausmaß auf 40,32 Dollar.

Der Erdölmarkt hat ein extremes erstes Halbjahr hinter sich. Zu Jahresbeginn sorgte der Ausbruch der Corona-Pandemie für massive Preiseinbrüche. Hinzu kam ein Machtkampf zwischen den beiden Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland, der den US-Ölpreis zeitweise unter die Nulllinie trieb.

Seit Mai haben sich die Ölpreise jedoch ein Stück weit erholt, weil sich große Förderländer wieder zusammengerauft haben und sich die Corona-Krise tendenziell entspannt.

09:43 Uhr

BMW-Absatz bricht kräftig ein

BMW hat im zweiten Quartal ein Viertel weniger Autos verkauft als 2019. Vor allem in Europa und Amerika brachen die Absätze massiv ein, während sie in Asien bereits wieder anzogen, wie der Konzern mitteilt. "Eine erfreuliche Entwicklung sehen wir in China, wo unser Absatz im zweiten Quartal bereits wieder über dem des Vorjahres lag", so Vertriebsvorstand Pieter Nota. Insgesamt sank der Auto-Absatz um 25,3 Prozent auf 486.700.

BMW
BMW 54,69

09:32 Uhr

Dax-Anleger machen Kasse

Nach dem starken Wochenauftakt nehmen einige Dax-Anleger Gewinne mit. Der deutsche Leitindex verliert zur Eröffnung 0,6 Prozent auf 12.660 Punkte, nachdem er gestern 1,6 Prozent zugelegt hatte.

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Ein Stimmungsumschwung sei aber nicht zu beobachten, sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Investoren gingen immer noch davon aus, dass das Schlimmste in der Coronavirus-Krise überstanden sei. "Zudem schüren die jüngsten Konjunkturdaten die Hoffnung, dass sich die Weltwirtschaft auf einem stabilen Erholungskurs befindet."

In dieses Bild passte der Anstieg der deutschen Industrieproduktion. "Nach dem epochalen Absturz im März und April ist das Zahlenmaterial für den Mai eine reine Labsal - auch wenn der Zuwachs hinter den Erwartungen zurückbleibt", meint Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank.

Zu den größten Verlierern im Dax gehören die Aktien von HeidelbergCement mit einem Minus von 2,2 Prozent. Wegen der Corona-Pandemie und des Brexits schreibt der Baustoff-Produzent 3,4 Milliarden Euro ab. Es sollte eigentlich niemanden überraschen, dass Firmen mit den Folgen der Virus-Krise zu kämpfen haben, so ein Börsianer.

09:01 Uhr

Anleger feiern Commerzbank-Kahlschlag

Ein Bericht über einen radikalen Kahlschlag bei der Commerzbank sorgt für Kursgewinne, die Aktie steigt 1,7 Prozent. Anstelle der bisherigen Ankündigung von 200 Filialen sollen nun rund 500 und damit die Hälfte aller Filialen geschlossen werden, heißt es in der "Börsen-Zeitung". Das Personal soll um rund 10.000 Mitarbeiter oder rund ein Drittel der Belegschaft gekappt werden.

"Möglicherweise war das der Grund für den Doppelrücktritt", sagt ein Händler. Firmenchef Martin Zielke und der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann hatten zuvor ihren Rücktritt angekündigt.

Commerzbank
Commerzbank 4,83

08:11 Uhr

Börsianer hoffen auf weitere Gewinne

Nach dem starken Wochenauftakt wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Gestern hatte er dank Hoffnungen auf eine rasche Überwindung der wirtschaftlichen Coronavirus-Folgen 1,6 Prozent auf 12.733 Punkte zugelegt.

Dax
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Maßgeblich für die Richtung der Aktienmärkte sind die Spekulationen über das Tempo der erwarteten Erholung der Weltwirtschaft. Weiter steigende Infektionszahlen könnten den Optimisten einen empfindlichen Dämpfer verpassen, warnen Experten.

Bei den Konjunkturdaten stehen die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion auf der Agenda. Analysten rechnen für Mai im Schnitt mit einem Plus von zehn Prozent, nach einem Einbruch um fast 18 Prozent im Vormonat.

06:45 Uhr

Corona-Zahlen bremsen Asiens Börsenhoch

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Verhaltener Optimismus in Shanghai.

picture alliance/dpa

Die asiatische Aktien haben am Dienstag nach dem Höhenflug zum Wochenstart eine Pause eingelegt. Die japanische Börse tendierte nach Bekanntgabe der Daten zum privaten Konsum tiefer: Die Ausgaben der Haushalte war im Mai so stark wie noch nie gesunken. In mehreren Staaten wurde ein Anstieg neuer Coronavirus-Fälle verzeichnet, wodurch Restaurants und Bars gezwungen waren, erneut zu schließen.

Nikkei
Nikkei 22.329,94

Die Anleger werteten dies als einen Rückschlag für die aufkeimende Erholung der Wirtschaft. Die Börse in Tokio zeigte sich zunächst schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent tiefer bei 22.612 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,7 Prozent und lag bei 1567 Punkten. Die Börse in Shanghai lag dagegen 1,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 2,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 107,38 Yen und stagnierte bei 7,0150 Yuan. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1308 Dollar.