Donnerstag, 01. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax startet schwach in den Oktober - Bayer-Aktie tiefrot

Dax
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Der Dax hat einen trägen Start in den Monat Oktober hingelegt. Aktien aus der zweiten Reihe waren heute gefragter. Der Leitindex bewegte sich nach unten und schloss 0,2 Prozent tiefer bei 12.731 Punkten. Den Monat September hatte der Dax mit einem Minus von rund 1,5 Prozent beendet. Der MDax stieg dagegen um 1,3 Prozent auf 27.348 Zähler. Der TecDax legte um 1,4 Prozent auf 3114 Stellen zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 3187 Punkten.

Den mauen Ausblick von Bayer quittierten die Anleger mit einem Kurseinbruch von 13,1 Prozent. Die Analysten von HSBC und der Citigroup strichen deshalb ihre Kaufempfehlungen und stampften die Kursziele deutlich ein. Deutsche Telekom reagierten mit einem Gewinn von 1,3 Prozent auf eine Analystenstudie. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte ihr Kursziel von 20,50 auf 22,00 Euro erhöht und die T-Aktie in ihre "Conviction Buy List" aussichtsreicher Werte aufgenommen.

Airbus legten um 4,4 Prozent zu. Zuvor hatte die Privatbank Berenberg eine Kaufempfehlung für die Papiere ausgesprochen und das Kursziel von 69 auf 76 Euro angehoben.

17:17 Uhr

US-Industrie erhält "ersten kleinen Dämpfer"

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Die US-Industrie hat ihr Wachstumstempo überraschend verringert. Der Einkaufsmanager-Index fiel im September auf 55,4 Punkte von 56,0 Zählern im August, wie aus der Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Experten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Mit Werten von über 50 Zählern signalisiert das Barometer nunmehr allerdings vier Monate in Folge Wachstum.

LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert spricht von einem "ersten kleinen Dämpfer". Das sei deshalb leicht enttäuschend, weil Vieles zuvor auf eine nochmalige Verbesserung des Frühindikators hingedeutet habe.

17:01 Uhr

Medien: Autozulieferer ATW wird von Tesla übernommen

Rettung naht: Der Autozulieferer ATW wird nach Informationen von "TheEuropean" und des "Wirtschaftskuriers" durch Tesla übernommen. Damit ist die bislang vermeldete Schließung von ATW vom Tisch. Alle 210 Arbeitsplätze in dem rheinland-pfälzischen Unternehmen werden nach diesen Informationen erhalten, war zu erfahren.

Geschäftspartner von ATW haben am Dienstag die Mitteilung erhalten, man habe sich auf die Übernahme durch einen Hersteller von Elektrofahrzeugen in Kalifornien geeinigt. Dass es sich dabei um Tesla handelt, der weltweit führenden Marke für Elektroautos, wurde in dem Schreiben nicht bestätigt, hat sich aber in der Branche herumgesprochen. Die Übernahme wurde bislang von der ATW-Geschäftsleitung weder bestätigt noch dementiert. Allerdings wurde für Freitag eine Erklärung in Aussicht gestellt.

16:39 Uhr

Welche Investmentchancen "Fallen Angels" bieten

Durch die Corona-Krise kommen einige Unternehmen ganz schön unter die Räder und werden in ihrer Bonität herabgestuft. Für Anleger kann das eine Chance sein, denn ein Investment in solche Unternehmen verspricht eine höhere Rendite als in normalen Zeiten. Wie Anleger mithilfe von Fondsmanagern auf diese sogenannten "Fallen Angels", also gefallene Engel, setzen können und was dabei zu beachten ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Thilo Wolf von BNY Mellon Investment Management.

16:27 Uhr

Dax driftet wieder ins Minus ab

Der Dax ist am Nachmittag wieder zurückgekommen, während der Dow Jones an der Wall Street nahezu alle zuvor gesehenen Gewinne wieder abgegeben hat. Leicht belastend könnte hier der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes in den USA wirken, der per September gegenüber der Erwartung leicht auf 55,4 Punkte gefallen ist. Das Niveau bleibt für die Marktstrategen der Helaba hoch und im dritten Quartal zeichnet sich eine kräftige BIP-Erholung ab. Die konjunkturellen Perspektiven seien indes unsicher, und die US-Notenbank werde an ihrer expansiven Ausrichtung vorerst nichts ändern.

Der Dax notierte nun 0,4 Prozent leichter bei 12.704 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 3188 Punkten.

16:19 Uhr

Hoffnung auf Konjunkturpaket beflügelt Wall Street

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(Foto: imago images/Levine-Roberts)

Spekulationen auf neue Milliardenhilfen für die US-Wirtschaft haben an der Wall Street zum Quartalsauftakt für steigende Kurse gesorgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,5 Prozent auf 27.908 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,6 Prozent auf 3382 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um ein Prozent auf 11.283 Punkte.

In die zähen Verhandlungen über ein neues Hilfspaket für die von der Corona-Krise gebeutelte US-Wirtschaft kommt wenige Wochen vor den Wahlen Bewegung. Die US-Regierung hat den Demokraten ein neues Konjunkturpaket im Wert von mehr als 1,5 Billionen Dollar vorgeschlagen, das eine Verlängerung der Hilfe für die angeschlagene Luftfahrtindustrie um 20 Milliarden Dollar beinhalte, sagte der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows.

Die Aktien von American Airlines, Delta, United Airlines und JetBlue stiegen daraufhin zwischen 1,5 und 2,7 Prozent. Gefragt waren am Donnerstag auch Tech-Werte. Apple, Nvidia und Microsoft stiegen um bis zu 1,3 Prozent.

16:06 Uhr

US-Fluggesellschaften beginnen rigiden Stellenabbau

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(Foto: picture alliance / Tannen Maury/)

In der Corona-Krise hat die US-Regierung die schwer gebeutelte Luftfahrtbranche des Landes mit Milliardenhilfen unterstützt - und von den Unternehmen dafür eine Zusage zum Verzicht auf Stellenstreichungen erhalten. Dieses Versprechen galt allerdings nur bis Ende September. Die Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines wollen nach Ablauf dieser Frist nun mit dem Abbau von Zehntausenden Arbeitsplätzen beginnen, weil neue Hilfen für die Konzerne im Kongress in Washington noch immer umstritten sind.

American-Airlines-Chef Doug Parker erklärte in einem Schreiben an die Mitarbeiter seines Unternehmens, heute werde der für den Oktober geplante Abbau von 19.000 Jobs beginnen. Beide Fluggesellschaften stellten jedoch in Aussicht, dass der Jobabbau rückgängig gemacht werden könnte, sollten sich die Republikaner von US-Präsident Donald Trump und die oppositionellen Demokraten doch noch auf ein neues Konjunkturpaket inklusive Hilfen für die Luftfahrtbranche einigen.

15:22 Uhr

Playboy geht wieder an die Börse

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(Foto: Hannes Caspar für PLAYBOY Deutschland)

Wer hätte das gedacht! Playboy kehrt aufs Börsenparkett zurück. Wie das für das gleichnamige Magazin bekannte Unternehmen mitteilte, wählt es für die Börsennotierung den Weg einer Übernahme durch ein eigens dafür gegründetes Unternehmen. In dem Deal wird Playboy mit 415 Millionen US-Dollar bewertet.

Playboy war 2011 von Gründer Hugh Hefner, der 2017 im Alter von 91 Jahren starb, und dem Finanzinvestor Rizvi Traverse von der Börse genommen worden. Jetzt kehrt es durch die Fusion mit der Mountain Crest Acquisition Corp zurück, einem speziellen Akquisitionsvehikel - auch genannt SPAC -, das in diesem Jahr gegründet wurde und an der Technologiebörse Nasdaq gehandelt wird.

Als Teil des Deals bekommt Playboy 58 Millionen Dollar, die Mountain Crest eingesammelt hat, hinzu kommen 50 Millionen Dollar als ein privates Investment von institutionellen Geldgebern.

15:00 Uhr

Gewinn von Bed Bath & Beyond lockt Anleger an

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(Foto: imago/Levine-Roberts)

Der US-Einzelhändler Bed Bath & Beyond kann bei Anlegern mit einem besser als erwartet ausgefallenen Wachstum punkten. Die Aktie kletterte vorbörslich an der Wall Street um 11,5 Prozent. Im vergangenen Quartal erreichte der Konzern überraschend die Gewinnzone.

Der Online-Handel mit Küchen- und Haushaltsartikeln sowie Ausstattungen für Bäder, Schlaf- und Wohnzimmer legte auf vergleichbarer Basis um 89 Prozent zu.

14:56 Uhr

Lage auf dem US-Jobmarkt bleibt angespannt

Am US-Arbeitsmarkt zeichnet sich noch kein grundlegender Aufschwung nach der Corona-Rezession ab. Insgesamt stellten vorige Woche 837.000 Amerikaner einen Erstantrag auf staatliche Arbeitslosenhilfe, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit 850.000 gerechnet, nachdem es in der Woche zuvor noch 873.000 waren. Die Zahl der Anträge auf staatliche Stütze bleibt trotz des Rückgangs etwa viermal so hoch wie zu Jahresbeginn - vor Ausbruch der Corona-Krise.

In der laufenden Woche gab es mehrere Hiobsbotschaften vom Arbeitsmarkt: Der Unterhaltungskonzern Disney will etwa 28.000 Stellen streichen, vorwiegend in den US-Themenparks. Der landesweit größte Ölverarbeiter Marathon Petroleum will sich von 12 Prozent der Belegschaft trennen, der Chemiekonzern Dow 6 Prozent seiner Stellen kürzen.

14:27 Uhr

Insider: VW bereitet mögliche Abspaltung von Lamborghini vor

Da ist doch etwas im Busch: Volkswagen bereitet Insidern zufolge eine mögliche Abspaltung der Luxussportwagen-Marke Lamborghini vor. Der Wolfsburger Konzern sei "dabei, Lamborghini rechtlich zu verselbstständigen, die künftigen Lieferbeziehungen und den Technologietransfer zu regeln", sagte ein Insider gegenüber Reuters. Ziel sei, die zu Audi gehörende italienische Tochter an die Börse zu bringen, wobei VW weiter an Lamborghini beteiligt bleiben wolle.

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(Foto: Lamborghini)

Ein weiterer Insider sagte, sowohl der Zeitplan als auch die Details einer möglichen Transaktion seien noch offen. Eine weitere mit den Gesprächen bei VW vertraute Person sagte, im Aufsichtsrat sei am vergangenen Freitag über die Marken Bugatti, Lamborghini und Ducati gesprochen worden. Bei Bugatti und Lamborghini sei es sowohl um eine mögliche Elektrifizierung der Marken als auch um denkbare Partnerschaften oder Investoren gegangen. Das Management lote derzeit mögliche Interessenten aus. Banker und mögliche Investoren seien bereits darauf angesprochen worden, sagte einer der drei Insider.

Die VW-Aktie notierte am Nachmittag 3,2 Prozent tiefer.

14:03 Uhr

Lagardere-Kurs schießt weiter nach oben

Lagardere haben ihre jüngsten Gewinne mit einem Plus von 9 Prozent weiter ausgebaut. Mit gut 23 Euro hat der Kurs nun auch das Ziel von 20 Euro von Morgan Stanley deutlich übertroffen. Dieses hatte der US-Broker bei einem Bruchteil des Kurses ausgegeben.

Händler verwiesen auf den jüngsten Einstieg der Groupe Arnault in die Unternehmensgruppe, die den Kurs vor einigen Tagen um mehr als 30 Prozent nach oben getrieben hatte. Der LVMH-Gründer kämpft unter anderem mit dem Hedgefonds Amber und Quatar um Einfluss auf das Unternehmen, auch Vivendi hält ein großes Paket. Nächster charttechnischer Widerstand wird bei 25 Euro gesehen.

13:29 Uhr

Conti-Kontrollchef: Autoindustrie wird politisch zerstört

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Wolfgang Reitzle

(Foto: imago/localpic)

Das nennt man wohl eine scharfe Attacke gegen die deutsche Politik: Der Aufsichtsratschef des Autozulieferers Continental, Wolfgang Reitzle, hat ihr nämlich eine Mitschuld am weitreichenden Stellenabbau des Konzerns vorgeworfen.

  • "Man zerstört politisch die Autoindustrie, die ja noch 99 Prozent ihrer Wertschöpfung durch Autos mit Verbrennungsmotor generiert", sagte Reitzle dem Nachrichtenportal "The Pioneer".
  • Hersteller und Kunden würden in die "noch nicht wirklich marktreife E-Mobilität" getrieben, der Verbrenner "diffamiert".
  • "Ergebnis: Wir müssen Fabriken schließen und Arbeitsplätze abbauen", sagte Reitzle.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wies die Kritik zurück. Die Autoindustrie, auch die Zulieferer, müssten sich vorhalten lassen, zu spät auf den Strukturwandel reagiert zu haben, sagte der SPD-Politiker in Hannover, wo Continental seinen Sitz hat.

13:08 Uhr

Schwache Bayer-Aktie macht dem Dax zu schaffen

Der Dax hat seine Gewinne wieder vollständig abgegeben, der Leitindex notierte kaum verändert bei 12.764 Punkten. Der EuroStoxx50 legte um 0,2 Prozent auf 3200 Stellen zu. Kräftige Zunahmen erzielten dagegen MDax und TecDax.

Negativ auf den Dax wirkte sich der Bayer-Kursabsturz aus, die Aktie der Leverkusener verlor am frühen Nachmittag 10 Prozent. Der Konzern rechnet für das kommende Jahr mit rückläufigen Gewinnen und mit einem fallenden Cashflow - und zwar wegen der Lage im Agrarbereich. Die Analysten von Bryan Garnier sind grundlegend enttäuscht von Bayer und haben das Votum auf Sell gesenkt.

Positiv bewertete ein Marktteilnehmer die Zahlen von STMicro. Der Umsatz liegt im abgelaufenen Quartal über den Erwartungen, und den Umsatzausblick hat das Unternehmen nun angehoben. STMicro stiegen um 5,8 Prozent, während es für Infineon im Gefolge von STMicro um 7,4 Prozent nach oben ging.

12:44 Uhr

Wall Street funkt grün - wichtige Konjunkturdaten

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(Foto: REUTERS)

An der Wall Street zeichnen sich weitere Gewinne ab. Die Futures auf die großen US-Indizes tendieren vorbörslich fester. Bereits gestern war es deutlich nach oben gegangen, nachdem Konjunkturdaten positiv überrascht hatten.

Anleger setzten aber auch auf weitere staatliche Corona-Hilfen. Die Zuversicht, dass sich Republikaner und Demokraten doch noch einigen werden, trägt den Markt nach Auskunft von Händlern auch heute, obwohl Verhandlungen über ein von den Demokraten vorgeschlagenes Maßnahmenpaket im Volumen von 2,2 Billionen Dollar zunächst gescheitert sind. Die Republikaner beharren auf einem kleineren Paket im Umfang von 1,6 Billionen Dollar.

Auskunft über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft geben vor der Startglocke Daten zu den persönlichen Ausgaben und Einkommen im August und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Nach Handelsbeginn folgen Einkaufsmanagerindizes von Markit und ISM für das verarbeitende Gewerbe im September sowie die Bauausgaben aus dem August.

12:15 Uhr

Rolls-Royce braucht dringend Milliarden - Kurs rauscht runter

Rolls-Royce
Rolls-Royce 2,60

Der in der Corona-Pandemie unter Druck geratene Triebwerkshersteller Rolls-Royce will sich frisches Kapital in Höhe von insgesamt 5 Milliarden Pfund beschaffen. Davon sollen 2 Milliarden Pfund von den Aktionären kommen. Die Hauptversammlung am 27. Oktober muss den Plänen allerdings zustimmen. Danach würde die britische Regierung weitere Hilfen zusichern. Die Kapitalmaßnahmen vertrieben die Anleger, der Kurs der Rolls-Royce-Aktie stürzte um rund 11 Prozent ab.

Aufgrund der Flugverbote wegen Corona verbuchte das Unternehmen, das Triebwerke für die Boeing 787 und den A350 herstellt, im ersten Halbjahr einen Rekordverlust von 5,4 Milliarden Pfund. Zur Aufbesserung seiner Liquidität hat der Konzern den Verkauf von Unternehmensteilen gestartet.

11:55 Uhr

Infineon-Aktie so stark wie seit März 2002 nicht mehr

Die Infineon-Aktie überwindet sämtliche Kurshochs und damit Widerstände der vergangenen Jahre. Mit 25,96 Euro stieg der Kurs des Dax-Unternehmens auf den höchsten Stand seit März 2002. Das Tagesplus betrug gegen Mittag 7,6 Prozent.

Aus technischer Sicht könnte nun eine neue Phase der Neubewertung einsetzen, sagte ein Börsianer. Gestützt wird die Stimmung von den guten Zahlen von STMicro, in denen das Unternehmen unter anderem auf das Automotive-Geschäft verwies.

Infineon
Infineon 26,60

11:23 Uhr

H&M überwachte Mitarbeiter - und muss jetzt zahlen

Wegen des Ausspähens von Mitarbeitern soll der schwedische Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) ein Bußgeld von 35,3 Millionen Euro zahlen. Mit der Überwachung von Hunderten Mitarbeitern des Servicecenters in Nürnberg habe der Konzern gegen den Datenschutz verstoßen, begründete der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz den Erlass.

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11:10 Uhr

Deutsche Industrie im September auf Höhenflug

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Triebwerkbau bei der MTU Aero Engines.

(Foto: imago images/imagebroker)

Die Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands hat sich im September stark verbessert. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie kletterte auf 56,4 Punkte von 52,2 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Im Zuge des ersten Ausweises war ein Indexanstieg auf 56,6 Punkte berichtet worden. Volkswirte hatten im Mittel mit einer Bestätigung des ersten Ausweises gerechnet.

Ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf ein Schrumpfen. "Die deutsche Industrie setzte ihren Aufwärtstrend im September fort und gewann sogar noch an Dynamik, wie der Index mit dem höchsten Wert seit Mitte 2018 signalisiert", sagte IHS-Markit-Ökonom Phil Smith.

10:23 Uhr

H&M will Filialnetz reduzieren

H&M
H&M 15,50

Der von der Corona-Krise getroffene Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) will sein Filialnetz ausdünnen. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Geschäfte unter dem Strich um rund 250 schrumpfen, wie das schwedische Unternehmen zur Vorlage seiner endgültigen Zahlen für das bis Ende August gelaufene dritte Geschäftsquartal bekanntgab.

Die Erholung des Konzerns von der Krise setzt sich fort. Wie bereits bekannt, war dem Einzelhändler im Sommerquartal die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen, nachdem H&M in dem besonders von der Pandemie betroffenen zweiten Quartal Verluste geschrieben hatte. Insgesamt verbuchte der Konzern im dritten Quartal bei einem Umsatzrückgang um 19 Prozent einen Vorsteuergewinn von 2,37 (Vorjahr: 5,01) Milliarden Kronen (226 Millionen Euro). Damit schnitt H&M besser ab als von Analysten erwartet, die mit 2,03 Milliarden Kronen gerechnet hatten.

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10:05 Uhr

Brexit-Gezerre setzt dem Pfund zu

Das Pfund ist ins Minus gedreht und notierte 0,2 Prozent schwächer bei 1,2872 US-Dollar. Zum Euro verlor die britische Währung 0,4 Prozent auf 1,0977 Euro.

Nach Informationen aus EU-Kreisen gelingt es den Unterhändlern von Großbritannien und der EU in der entscheidenden Brexit-Verhandlungsrunde nicht, ihre Differenzen beim Thema Staatshilfen beizulegen. Sollte zudem in letzter Minute ein Freihandelsabkommen vereinbart werden, hänge die Zustimmung der EU davon ab, dass das umstrittene Binnenmarktgesetz zurückgenommen werde, hieß es.

09:46 Uhr

Briten melden großen Aderlass bei Finanzjobs

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Blick auf das Londoner Finanzzentrum.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zur Vorbereitung auf den Brexit haben britische Finanzinstitute schon mehrere tausend Mitarbeiter und viele Billionen Pfund an Vermögenswerten in die Europäische Union verfrachtet. Mehr als 7500 Jobs und 1,2 Billionen Pfund, die EU-Kunden gehörten, seien inzwischen in Städte wie Dublin, Luxemburg, Frankfurt oder Paris übertragen worden, erklärte die Unternehmensberatung EY unter Verweis auf eine von ihr erstellte Erhebung.

Zahlreiche Banken, Versicherer und Fondsanbieter hätten neue Standorte auf dem europäischen Festland eröffnet, um nach dem Ausstieg der Briten aus der EU arbeitsfähig zu sein.

09:19 Uhr

Bayer-Absturz noch schlimmer als erwartet

Ganz mies läuft es heute für die Bayer-Aktie, ihr Kurs brach noch stärker ein als befürchtet. Der Kurs fällt um 11,7 Prozent auf 47,09 Euro. Damit kommt nun das Jahrestief bei knapp 45 Euro ins Spiel, sagt Christian Henke von IG Markets.  Grund für den Kurssturz ist eine Gewinnwarnung von gestern Abend.

Bayer hat nämlich weitere Einsparungen angekündigt und schließt dabei auch einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen nicht aus. Wie die Leverkusener mitteilten, planen sie ab 2024 jährliche operative Einsparungen in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Diese sollen demnach zusätzlich zu den bereits im November 2018 angekündigten Einsparungen von 2,6 Milliarden Euro pro Jahr ab 2022 erzielt werden.

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09:13 Uhr

Steag streicht viele Jobs

Der Stromkonzern Steag baut in Deutschland 1000 Arbeitsplätze ab. Betroffen seien etwa  Kraftwerksstandorte im Ruhrgebiet und im Saarland, damit im direkten Zusammenhang stehende Aktivitäten und Verwaltungsjobs. Hintergrund sei der Kohleausstieg.

Steag werde in den kommenden Jahren die meisten seiner Steinkohlekraftwerke - mit Ausnahme der erst 2013 in Betrieb genommenen Anlage Walsum 10 - schrittweise stilllegen, hieß es weiter. Der Versorger erzielte 2019 mit rund 6400 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro.

09:08 Uhr

Dax startet fester in den Tag

Der deutsche Aktienmarkt ist mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax gewann 0,4 Prozent auf 12.809 Punkte. Der MDax stieg um 0,6 Prozent auf 27.169 Zähler, der TecDax um 0,9 Prozent auf 3080 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 3218 Punkte hoch.

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08:49 Uhr

Technikchaos in Japan, Feiertag in China: kaum Handel in Asien

Eine Technikpanne in Japan und Feiertage in China haben den Handel an den asiatischen Aktienmärkten ausgedünnt. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte ohne Japan lag etwas fester, in Australien stieg der Leitindex um 1,4 Prozent.

Wegen der schweren technischen Probleme musste der Handel an der Tokioter Börse und auch an vielen mit ihr verbundenen anderen Handelsplätzen in Japan frühzeitig eingestellt werden. Es sei nicht sicher, wann die Störung behoben werden könne, erklärte der Börsenbetreiber. Lediglich der Derivatehandel in Osaka lief dagegen weiter; der Nikkei-Future notierte etwas fester. In China und Südkorea blieben die Börsen wegen Feiertagen geschlossen.

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(Foto: AP)

  

08:39 Uhr

Manz-Aktie vorbörslich sehr stark

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(Foto: Manz Automation AG)

Die Aktie von Manz geht sehr fest in den Tag. Das Maschinenbau-Unternehmen hat einen Auftrag einer Batterie-Firma über mehr als 20 Millionen Euro bekommen. Der Kurs zog vorbörslich um gut 5 Prozent an auf knapp 26 Euro.

Damit würde er über das Januar-Hoch steigen. Der nächste Widerstand läge dann beim Hoch vom April 2019 bei 28,35 Euro.

08:15 Uhr

Ausblick für Agrar-Sparte lastet schwer auf Bayer-Aktie

Bayer
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Ein zurückhaltender Ausblick für die Landwirtschafts-Sparte lastet auf den Bayer-Aktien. Sie geben im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 4,7 Prozent nach. Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern erwartet für das kommende Jahr "trotz erheblichen Gegenwinds durch die Covid-19-Pandemie" besonders im Landwirtschaftssektor einen Umsatz etwa auf dem Niveau von 2020" und ein etwas geringeres Ergebnis.

Ein Händler bezeichnete den Ausblick als weitere Enttäuschung. Nachdem der Markt gehofft habe, dass mit einer zeitnahen Lösung der Roundup-Klagen die Probleme gelöst seien, zeigten sich in dem Ausblick für 2021 unerwartet tiefgreifende Schwierigkeiten.

07:36 Uhr

Hinweise auf Erholung der Wirtschaft - Deutsche Aktien höher erwartet

Dax
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Am Donnerstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Nach dem ersten TV-Duell im US-Wahlkampf hatte der deutsche Leitindex am Vortag 0,5 Prozent nachgegeben. Dagegen setzte die Aussicht auf weitere Konjunkturhilfen und eine anhaltende Erholung der Wirtschaft positive Impulse an der Wall Street.

Nach Gesprächen stellten die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und US-Finanzminister Steve Mnuchin, einen Durchbruch beim Streit um weitere wirtschaftliche Hilfen zur Abfederung der Pandemie-Folgen in Aussicht. Nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr mehren sich zudem die Hinweise auf eine anhaltende Erholung der Wirtschaft. "Für den Moment jedenfalls bleibt festzuhalten, dass die Tatsache, dass es im Dax noch einmal tiefer gegangen ist, als beim ersten Rutsch Anfang September, niemanden wirklich aus der Ruhe bringt", sagt Jochen Stanzl, Analyst beim Handelshaus CMC Markets.

07:06 Uhr

Corona-Hilfen - US-Regierung schlägt Billionen-Kompromiss vor

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Mark Meadows, Stabschef im Weißen Haus: "Wenn eine Zwei vorne steht, wird das ein echtes Problem."

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Die US-Regierung hat im Ringen um weitere Corona-Hilfen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ein Kompromissangebot gemacht. Man habe den Demokraten ein Paket mit einem Volumen von mehr als 1,5 Billionen Dollar vorgeschlagen, sagte der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows.

Darin vorgesehen seien 20 Milliarden Dollar zur Verlängerung der Hilfen für die besonders gebeutelten Fluggesellschaften. Die Demokraten fordern ein Paket mit einem Umfang von 2,2 Billionen Dollar. Meadows bezeichnete das als zu hoch. "Wenn eine Zwei vorne steht, wird das ein echtes Problem", sagte er vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

06:29 Uhr

Panne an Tokios Börse - Japans Aktienhandel eingestellt

Nikkei
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Technische Probleme an der Tokioter Börse und die zunehmende Unsicherheit vor den US-Wahlen halten die Gewinne in Schach. Systemstörungen an der Börse in Tokio führen zur Einstellung des gesamten Aktienhandels in Japan. Es sei nicht sicher, wann die Störung behoben sei, teilt der Aktienmarkt mit. Der regionale Handel wird zudem von Feiertagen in China gebremst, die Börse in Shanghai bleibt geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt um 0,7 Prozent.

Die chaotische Wahl-Debatte von US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden am Dienstag verstärkte die Befürchtungen der Anleger, dass die Wahlen am 3. November zu einer langen und schwierigen Machtübergabe führen könnten. "Globale Investoren ziehen sich möglicherweise aus den USA zurück, wenn sich die Wahlen nähern und die politische Dysfunktion in Washington offen gelegt wird", sagt Chris Zaccarelli, Chief Investment Officer bei Independent Advisor Alliance in North Carolina.

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Blackout: Die Monitore an der Tokioter Börse zeigen keine Kurse an.

(Foto: REUTERS)