Donnerstag, 11. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
16:54 Uhr

Darauf kommt es bei Discountzertifikaten an

Discountzertifikate gelten als vergleichsweise konservativ. Das Risiko ist geringer als bei der Aktie und bei stark schwankenden Aktien sind sogar hohe Renditen möglich. Worauf es bei Discountzertifikaten ankommt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von BNP Paribas.

 

16:31 Uhr

Tesla und Panasonic legen Gigafactory-Ausbau auf Eis

Auch Teslas engste Partner bekommen kalte Füße. Aus Angst vor sinkender Nachfrage bei dem US-Autobauer legt der japanische Panasonic-Konzern weitere Investitionen in die zusammen mit Tesla betriebene Gigafactory in Nevada auf Eis. "Die Nachfragesituation im Blick, wird Panasonic zusammen mit Tesla zusätzliche Investitionen über 35 Gigawattstunden hinaus prüfen", teilte der Konzern mit.

Die japanische Zeitung "Nikkei" hatte zuvor berichtet, dass beide Firmen aus finanziellen Gründen ihre Pläne zum Ausbau des Werks überdenken, wo seit 2017 die Batterien für Teslas Autos gefertigt werden.

Eigentlich sollte die Kapazität dort bis zum nächsten Jahr um 50% steigen. Panasonic ist für Tesla exklusiver Lieferant für Batteriezellen, umgekehrt ist Tesla Panasonics größter Kunde bei Elektroauto-Batterien. Die Tesla-Aktie fällt um mehr als drei Prozent.

16:03 Uhr

Wall Street sorgt sich um die Konjunktur

US-Anleger haben Aktien am Donnerstag aus Furcht vor einer Konjunkturabkühlung nur mit spitzen Fingern angefasst. "Das Wachstum in den USA ist in diesem Jahr nicht so ausgeprägt wie im vergangenen Jahr und wird wohl im weiteren Verlauf weiter an Geschwindigkeit verlieren", sagte Chef-Anlagestratege Chris Scicluna vom Handelshaus Daiwa Capital Markets.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der S&P-500 notieren kaum verändert. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 0,1 Prozent nach. Gedämpft wurde die Stimmung an der Börse unter anderem davon, dass die US-Unternehmen in der vergangenen Woche weniger Arbeitsplätze geschaffen haben als erwartet.

15:20 Uhr

Airbus-Tochter prüft Abbau von mehr als 1000 Stellen

Bei der Augsburger Airbus-Tochter Premium Aerotec werden weitere Stellenstreichungen geprüft. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte, dass davon mittelfristig 1100 der aktuell rund 3600 Mitarbeiter in Augsburg betroffen sein könnten.

Der Unternehmenssprecherin zufolge wurde ein Restrukturierungsplan entwickelt, um eine langfristige Perspektive für Premium Aerotec zu entwickeln. Um Kosten zu reduzieren, sei auch der sozialverträgliche Abbau von Stellen möglich.

Vor einem Jahr war angekündigt worden, dass rund 500 Zeitarbeiter gehen sollen. Ende Dezember kam es dann zu einem Großbrand in dem Augsburger Werk. Wenige Wochen später wurde von Airbus das Aus des A380 verkündet, für den auch Premium Aerotec Teile produziert. Premium Aerotec hat rund 10.000 Mitarbeiter.

14:19 Uhr

EZB sieht Ehe von Deutscher Bank und Coba kritisch

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picture alliance/dpa

Eine mögliche Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank bekommt offenbar immer mehr Gegenwind. Ein Zusammengehen der beiden größten deutschen privaten Banken ziehe Zweifel hochrangiger Aufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) auf sich, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich auf mit der Sache vertraute Personen.

Skeptisch beurteilten demnach mehrere Mitglieder aus dem Aufsichtsgremium der Notenbank, ob eine Fusion die beiden Geldhäuser ausreichend stärke, schreibt die Agentur. Beamte seien besorgt, die EZB als Aufsichtsbehörde könnte in ihrer Glaubwürdigkeit Schaden nehmen, sollte sie einem Zusammengehen zustimmen, und eine fusionierte Bank gerate dann in Schieflage.

13:55 Uhr

Chefstrategin verlässt Siemens

Die führende Strategieberaterin von Siemens-Chef Joe Kaeser verlässt den Technologiekonzern. Mariel von Schumann gehe Ende Juni nach 20 Jahren bei Siemens und einem erfolgreichen Konzernumbau, teilte der Dax-Konzern mit. Die 47-Jährige erklärte, sie freue sich auf neue Herausforderungen, ohne diese konkret zu benennen. Kaeser hatte von Schumann nach verschiedenen Managementaufgaben 2016 zur Stabschefin befördert.

13:01 Uhr

WTO macht Weg für EU-Vergeltungszölle gegen USA frei

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dpa

Die Europäische Union ist geplanten Vergeltungszöllen gegen die USA wegen illegaler Subventionen für den Flugzeughersteller Boeing einen Schritt näher gekommen. Der Streitschlichtungsausschuss der Welthandelsorganisation nahm das Ende März gefällte abschließende Urteil in diesem Fall formell an, wie ein Sprecher mitteilt. Damit ist der Weg für die EU frei, über einen WTO-Schlichter Vergeltungsmaßnahmen zu beantragen. Der Schlichter legt die Höhe fest.

Ein ähnliches Verfahren haben die USA gegen die EU angestrengt. Dabei geht es um illegale Subventionen für den europäischen Boeing-Konkurrenten Airbus. Das Urteil dazu fiel bereits im vergangenen Jahr. Die USA wollen Vergeltungszölle im Umfang von elf Milliarden Dollar im Jahr verhängen.

Die US-Regierung hat gerade eine Liste mit Gütern veröffentlicht, die von den Zöllen betroffen wären. Sie umfasst neben Produkten für die Luftfahrtindustrie auch etliche andere Waren wie etwa etliche Käsesorten, Olivenöl, Orangen, Wein, Meeresfrüchte oder Bekleidung.

12:13 Uhr

Glyphosat-Prozesse treffen Bayer massiv

Die Prozesse um die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat kratzen nach den Worten von Konzernchef Werner Baumann am Image von Bayer. "Wir haben zwei Fälle erstinstanzlich verloren. Aufgrund dieser Tatsache ist das Unternehmen ziemlich massiv betroffen, Sie sehen es an unserem Aktienkurs", so Baumann.

Bayer
Bayer 54,87

In den USA sieht sich der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern mit mehr als 11.200 Klägern wegen des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels von Monsanto konfrontiert. In zwei Fällen wurde das Unternehmen zu millionenschweren Schadenersatzzahlungen verurteilt. Bayer hat zwar Berufung eingelegt, viele Experten gehen aber bereits von einem teuren Vergleich aus.

Kürzlich hatte Baumann noch bekräftigt: "Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee."

Der Kauf von Monsanto kostete Bayer 63 Milliarden Dollar. Seit August hat der Konzern gut 31 Milliarden Euro an Börsenwert eingebüßt.

12:11 Uhr

Europas Börsen etwas tiefer

Die europäischen Aktienmärkte tendieren nach der Verschiebung des Brexit-Termins etwas schwächer, Dax und EuroStoxx50 liegen jeweils 0,2 Prozent im Minus. "Die Anleger fahren aktuell auf Sicht", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Und Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Handelshaus CMC Markets, meint: "Es geht weiter wie gehabt, es gibt keine Entscheidung, sondern es bleibt eine Irrfahrt der britischen Politik, auf die sich die Finanzmärkte nicht einstellen können."

Auf die Stimmung drücken die getrübten Konjunkturaussichten der Zentralbanken. Fachleute im Auftrag der Europäischen Zentralbank hatten ihre Vorhersagen für die kommenden Jahre erneut nach unten geschraubt.

11:44 Uhr

Lage bei Karstadt Kaufhof ist "herausfordernd"

Der neue Warenhausriese Galeria Karstadt Kaufhof steht nach Einschätzung von Konzernchef Stephan Fanderl noch vor großen Herausforderungen. "Die Fusion und die Neuausrichtung kosten Kraft", so der Manager. "Die Lage bleibt herausfordernd." Insgesamt zeigte sich Fanderl dennoch zuversichtlich: "Wir wissen, dass wir das in den Griff bekommen."

10:53 Uhr

Fresenius-Chef rechnet mit Krankenhaussterben

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picture alliance/dpa

Der Gesundheitskonzern Fresenius will bei einer weiteren Schrumpfung im deutschen Krankenhausmarkt mitmischen. Es müsse eine "kleinere Zahl größerer Klinikanbieter im deutschen Gesundheitswesen geben", sagte Konzernchef Stephan Sturm. Größere Krankenhausverbünde arbeiteten effizienter und lieferten eine bessere Behandlungsqualität als kleine Häuser.

Fresenius SE
Fresenius SE 47,50

Fresenius ist mit den 86 Kliniken seiner Tochter Helios der größte private Krankenhausbetreiber hierzulande. Sturm begrüßte den Vorstoß des Gesetzgebers, wonach sich die deutschen Krankenhäuser künftig durch Mindestfallzahlen etwa für bestimmte Operationen für Kostenerstattungen qualifizieren müssen. Damit leite die Politik einen weiteren Wandel auf dem deutschen Gesundheitsmarkt ein, den einige Häuser mit zu geringen Behandlungszahlen nicht überleben dürften: "Dies ist der Einstieg in eine größere Krankenhaus-Konsolidierung", glaubt Sturm.

10:35 Uhr

Brexit-Aufschub macht Fluggesellschaften glücklich

Die erneute Verlängerung der Brexit-Frist sorgt bei Anlegern europäischer Fluggesellschaften für gute Laune. Die Aktien von Lufthansa liegen mit einem Plus von 2,6 Prozent  an der Dax-Spitze. Papiere von EasyJet, Ryanair, der British-Airways-Mutter IAG und Air France klettern um bis zu 5 Prozent.

Lufthansa
Lufthansa 14,48

Ein harter Brexit hätte Experten zufolge weitreichende Folgen für den Airline-Sektor. Unsicherheit herrscht unter anderem darüber, wie es mit Sicherheitsstandards, den Eigentümerregeln und den Verkehrsrechten weiterginge. Britischen Fluggesellschaften droht der Verlust sämtlicher Flugrechte innerhalb der Staatengemeinschaft, falls es keinen Ersatz für das EU-Regelwerk gibt. Auch den Flugverkehr zwischen Großbritannien und den USA regeln bisher EU-Abkommen.

10:13 Uhr

Öl wird billiger

Ein überraschend hoher US-Rohölbestand nährt an den Rohstoffmärkten Spekulationen auf eine nachlassende Nachfrage. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 0,4 Prozent auf 71,48 Dollar je Barrel. US-Leichtöl der Sorte WTI kostet mit 64,26 Dollar rund ein halbes Prozent weniger.

09:56 Uhr

SAP-Chef ist stolz auf Merkel

Die Fernseh-Kollegen haben Bill McDermott interviewt. Darin erläuterte der SAP-Chef, mit welchen Herausforderungen er derzeit zu kämpfen hat und wie er den Wert des wertvollsten Software-Unternehmens Europas weiter steigern will. Und er lobte Kanzlerin Angela Merkel für ihre Politik. "Ich bin auch sehr stolz darauf, was Angela Merkel für Deutschland getan hat", so McDermott. "Und auf das, was wir zusammen mit der Kanzlerin und Deutschland erreicht haben. Deutschland ist ein hochgeschätztes Land überall in der Welt. "

Das komplette Interview sehen Sie hier:

 

09:22 Uhr

Uber startet in Köln

*Datenschutz

Das dürfte vielen Taxifahrern nicht gefallen: Der Fahrdienstvermittler Uber bietet seinen Service nun auch in Köln an. Das teilte das Unternehmen per Mail an seine registrierten Kunden mit. "Ab sofort können auch Kölner bequem per Knopfdruck eine Fahrt über die UberX Option bestellen (...) Außerdem ist es auch möglich mit UberTaxi eine Fahrt mit einem regulären Taxi zu buchen", heißt es dort. Bisher war Uber in Deutschland in Berlin, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main vertreten.

 

09:09 Uhr

Dax startet unentschlossen

Der Dax geht nahezu unverändert in den Handel und tendiert bei 11.909 Punkten. Der MDax gewinnt 0,1 Prozent auf 25.211 Zähler, während der TecDax bei 2741 Punkten verharrt.

08:19 Uhr

Fed-Protokoll wird Dax kaum beeinflussen

Dax
Dax 12.248,87

Nach Verlängerung der Brexit-Frist dürfte der deutsche Aktienmarkt kaum verändert in den Handel starten. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge auf der Stelle treten. Gestern hatte er beflügelt von der Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen in der Eurozone 0,5 Prozent fester bei 11.905 Punkten geschlossen.   

Für wenig Überraschung sorgten die Protokolle der US-Notenbank (Fed), die gestern Abend vorgelegt wurden. Darin bekräftigten die Währungshüter, ihre Geldpolitik immer wieder zu überprüfen und flexibel an die weiteren Entwicklungen anzupassen. Die US-Börsen waren etwas fester aus dem Handel gegangen.

07:40 Uhr

Deutsche Börse mit Mega-Offerte für FXall

Deutsche Börse
Deutsche Börse 126,10

Der Finanzdatenanbieter Refinitiv steht nach Reuters-Informationen kurz davor, seine Devisenhandelsplattform FXall an die Deutsche Börse zu verkaufen. Als Kaufpreis nannten Insider rund 3,5 Milliarden Dollar.

Die Börse bestätigte Verhandlungen, wies jedoch Aussagen zum Kaufpreis und einer bevorstehenden Unterzeichnung zurück. Refinitiv äußerte sich zu den Informationen zunächst nicht. Refinitiv gehört dem Finanzinvestor Blackstone und dem kanadischen Informationskonzern ThomsonReuters, der Muttergesellschaft von Reuters.  

07:04 Uhr

Brexit-Aufschub lässt Asiens Börsen kalt

Nikkei
Nikkei 21.193,81

Die Tokioter Börse zeigt sich schwächer. Experten verweisen auf einen vergleichsweise starken Yen, der Exportwerte belastet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 21.645 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,4 Prozent und liegt bei 1601 Punkten.

Die Börse in Shanghai liegt 0,5 Prozent im Minus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigtdagegen um 0,1 Prozent. Ein Euro wird mit 1,1273 Dollar bewertet, faktisch unverändert zum späten New Yorker Handel. Der Dollar wird mit 111,03 Yen gehandelt nach 111,00 Yen in den USA.