Donnerstag, 18. Juli 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:50 Uhr

Dax schließt schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten in den Feierabend. Der Dax verliert 0,9 Prozent auf 12.227 Punkte, der MDax 0,7 Prozent auf 25.736 Zähler. Der TecDax gibt 1,3 Prozent auf 2838 Punkte ab.

17:09 Uhr

Euro verliert etwas an Wert

Der Eurokurs ist etwas unter Druck geraten. Derzeit wird die Gemeinschaftswährung mit 1,1218 US-Dollar gehandelt, nach 1,1244 Dollar am Morgen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1216 (Mittwoch: 1,1215) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8916 (0,8917) Euro.

Die Europäische Zentralbank (EZB) prüft derweil Bloomberg zufolge, ob Sie ihr Inflationsziel überarbeitet. Es werde informell analysiert, ob das aktuelle Ziel einer Preissteigerung von knapp unter zwei Prozent noch angemessen sei.

EZB-Präsident Mario Draghi bevorzuge einen sogenannten "symmetrischen Ansatz", hieß es. Bei einem symmetrischen Ansatz hätte die Notenbank einen größeren Spielraum und könnte über einen längeren Zeitraum eine Abweichung vom Zielwert von zwei Prozent nach oben oder unten akzeptieren. Nach einer längeren Schwächephase könnten so die Leitzinsen länger niedrig bleiben, um das Wirtschaftswachstum abzusichern.

16:25 Uhr

Netflix-Aktien-Absturz vernichtet 17 Milliarden Dollar

Nach den enttäuschenden Quartalszahlen stürzen die Netflix-Aktien in New York um fast elf Prozent ab. Damit lösen sich rund 17 Milliarden Dollar Börsenwert in Luft auf.

Das Unternehmen hat erstmals seit acht Jahren US-Streaming-Kunden verloren. "Dass Netflix sein ohnehin niedriges Abonnenten-Ziel verfehlt, belastet die Stimmung", sagte Analyst Ken Odeluga vom Investmenthaus Cityindex.

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16:02 Uhr

Aktie von Heidelberger Druck bricht ein

Der Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck bekommt die konjunkturelle Eintrübung in Deutschland zu spüren - und klagt über zunehmende Investitionszurückhaltung seiner Kunden. Die Aktie des Unternehmens verbilligt sich um bis zu 17 Prozent, erholt sich dann etwas und liegt nun mit rund 14 Prozent im Minus.

Das Unternehmen hatte die Gewinnprognose gesenkt. Zudem verdoppelte sich der Nettoverlust im ersten Geschäftsquartal (bis 30. Juni) auf rund 31 Millionen Euro.

Heidelberger Druck
Heidelberger Druck 1,30

 

16:00 Uhr

Wall Street startet schwächer

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REUTERS

Konjunktursorgen und der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China lassen die US-Börsen erneut nachgeben. Dazu lasten einige enttäuschende Quartalsausweise wichtiger Unternehmen auf der Stimmung. Der Dow-Jones-Index verliert im frühen Handel 0,2 Prozent auf 27.162 Punkte. Der S&P-500 sinkt um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite um ebenfalls 0,1 Prozent.

S&P 500
S&P 500 3.119,75

Derweil läuft die Bilanzsaison auf Hochtouren. Für die Ebay-Aktie geht es um 5,8 Prozent nach oben. Der Betreiber des gleichnamigen Online-Auktionshauses hat nicht nur besser abgeschnitten als erwartet, sondern auch den Ausblick angehoben. IBM hat zwar das vierte Quartal in Folge einen Umsatzrückgang verbucht, dafür aber mehr verdient als erwartet. Die Aktie steigt um 0,6 Prozent.

Nachdem die Geschäftszahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa zunächst negativ aufgenommen wurden, steigt der Kurs nun um 4 Prozent. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben und seine Wachstumsprognose für die weltweite Aluminiumnachfrage gesenkt.

Heute hat vor der Startglocke mit Morgan Stanley die letzte der großen US-Banken Quartalszahlen vorgelegt. Zwar verbuchte die Bank einen Gewinnrückgang, schnitt aber dennoch besser ab als erwartet. Die Aktie steigt um 0,6 Prozent.

 

15:19 Uhr

Weidmann bei Libra ganz entspannt

Jens Weidmann sieht mögliche Vorteile für die Verbraucher durch neuartige Digitalwährungen wie Facebooks Libra. "Wenn diese 'stable coins' halten, was sie versprechen, könnten sie für Endverbraucher durchaus attraktiv sein, etwa wenn es um Zahlungen über Ländergrenzen hinweg geht," sagte der Bundesbank-Präsident nach dem Treffen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs in Chantilly bei Paris.

Denn der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr sei heute oft noch vergleichsweise langsam und teuer, so Weidmann. "Es gibt keinen Grund für Alarmismus, aber für Wachsamkeit."

 

 

15:00 Uhr

Morgan Stanley leidet unter Handelsflaute

Einbußen im Finanzmarkthandel und im Investmentbanking haben den Gewinn von Morgan Stanley im zweiten Quartal weiter sinken lassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel der Überschuss um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar.

Morgan Stanley
Morgan Stanley 48,99

Die Erträge des Wall-Street-Hauses sanken insgesamt um gut drei Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Im Handel mit Wertpapieren lief es deutlich schlechter, auch im klassischen Investmentbanking wie der Betreuung von Börsengängen gab es starke Einbußen.

Dieser Trend hatte sich schon bei den Quartalsberichten anderer US-Banken gezeigt.

14:44 Uhr

Italiens Anleihen profitieren von Neuwahl-Drohung

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Matteo Salvini

AP

Die Drohung von Italiens Vize-Regierungschef Matteo Salvini mit Neuwahlen lässt Anleger zu den Anleihen des Landes greifen. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fällt auf 1,508 Prozent - das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2016.

Salvini von der rechten Lega setzt seinen Koalitionspartner 5-Sterne-Bewegung unter Druck. Es sei noch immer genügend Zeit, das Parlament aufzulösen und nach der Sommerpause neu wählen zu lassen, sagte er der Zeitung "Il Corriere della Sera". Es hänge von den 5 Sternen ab, ob die Regierung Bestand habe.

Die Aussicht auf ein Ende der populistischen Regierung komme bei Anlegern gut an, sagt Daniel Lenz, Zinsstratege bei der DZ Bank. "Eine Mitte-Rechts-Regierung könnte besser für die italienische Haushaltsdynamik sein."

Italien muss bis Mitte Oktober der EU-Kommission seinen Haushalt für 2020 vorlegen. Beide Parteien haben ihren Wählern Steuersenkungen und höhere Sozialausgaben versprochen, während die EU-Kommission auf die Einhaltung der Fiskalregeln pocht.

14:07 Uhr

BMW kürt neuen Chef

Zwei Wochen nach dem Rücktritt von BMW-Chef Harald Krüger will der Aufsichtsrat nun den Nachfolger benennen. Als Favoriten gelten Produktionsvorstand Oliver Zipse und Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Der Aufsichtsrat tagt im US-Werk Spartanburg. Wegen der Zeitverschiebung sind Ergebnisse erst im Laufe des Abends zu erwarten.

Die Schlüsselrolle bei der Wahl des neuen Vorstandschefs haben Aufsichtsratschef Norbert Reithofer, Betriebsratschef Manfred Schoch und natürlich die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt, denen die Hälfte der BMW-Aktien gehört.

 

13:35 Uhr

Argentinien muss deutsche Gläubiger auszahlen

Argentinien muss deutschen Privatanlegern geschuldetes Geld zurückzahlen, die trotz der Staatsschuldenkrise um die Jahrtausendwende auf ihren Forderungen beharren. Es gebe im Völkerrecht keine Regel, die das Verweigern der Zahlung wegen eines wirtschaftlichen Notstands oder eines Umschuldungsangebots rechtfertige, entschied das Bundesverfassungsgericht.

Die Verfassungsrichter bestätigten damit ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH). Dieser hatte 2015 klagenden Anlegern Recht gegeben, die in Staatsanleihen des südamerikanischen Landes investiert hatten. Nach der Staatspleite hatte Argentinien Anfang 2002 die Zahlungen eingestellt, 2005 wurde die erste Umschuldung vereinbart. Die meisten Anleger gingen damals auf das Angebot ein und tauschten ihre Anleihen trotz Verlusten in Schuldverschreibungen zu neuen Konditionen. Andere zogen vor Gericht.

13:03 Uhr

Iran verhaftet Öltanker-Crew - Ölpreis schießt nach oben

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Ein Schiff der Revolutionsgarden in der Straße von Hormus.

REUTERS

Der Iran hat einen ausländischen Öltanker im Persischen Golf gestoppt und die Besatzung festgenommen. Der Ölpreis bewegt sich deshalb kräftig aufwärts. Ein Fass der US-Referenzsorte WTI kostet mehr als 57 Dollar und damit knapp 0,8 Prozent mehr als gestern. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuert sich um 1 Prozent auf mehr als 64 Dollar.

Die Revolutionsgarden haben den Tanker mit angeblich einer Million Liter geschmuggeltem Öl in der Nähe der Straße von Hormus gestoppt und die zwölf ausländischen Crew-Mitglieder verhaftet, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,23

 

12:42 Uhr

Qualcomm zu 242-Millionen-Strafe verdonnert

Die EU-Wettbewerbshüter haben gegen den Chipkonzern Qualcomm wegen illegaler Geschäftspraktiken eine Strafe von 242 Millionen Euro verhängt. Das US-Unternehmen habe vor rund zehn Jahren seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt, um Konkurrenten zu verdrängen, erklärte die EU-Kommission.

Qualcomm
Qualcomm 82,14

Im Kern geht es um Chipsätze für den Mobilfunkstandard UMTS der dritten Generation (3G), die die Verbindung von mobilen Geräten mit Mobilfunknetzen und dem Internet ermöglichen.

Das Unternehmen habe zwischen 2009 und 2011 die Chips unter den Produktionskosten verkauft, unter anderem an den chinesischen Huawei-Konzern, um den Konkurrenten Icera auszuschalten, sagte EU-Kommissarin Margrethe Vestager.

11:54 Uhr

"No-Deal-Brexit führt in die Rezession"

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Kritisiert anhand von Räucherfisch die EU-Regulierungen: Boris Johnson.

REUTERS

Das Vereinigte Königreich würde nach einer abrupten Abspaltung von der Europäischen Union in eine einjährige Rezession rutschen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Stresstest der britischen Staatsfinanzen, der von der Finanzaufsicht veröffentlicht wurde. Das Office for Budget Responsibility  schrieb in seiner Analyse, dass ein sogenannter No-Deal-Brexit am 31. Oktober Großbritannien im vierten Quartal 2019 in die Rezession treiben würde.

Es würde ein einjähriger Abschwung folgen, in dem die Wirtschaft um 2,1 Prozent schrumpfte, bevor sie wieder zum Wachstum käme. Bis 2024 wäre die Wirtschaft immer noch rund 1,6 Prozent kleiner als bei einem geordneten Brexit.

Der Rückgang der Produktion würde die Staatsverschuldung in die Höhe treiben, erklärte das OBR zudem, was die Frage aufwirft, wie die beiden Kandidaten für das Amt des Premierministers, Boris Johnson und Jeremy Hunt, die versprochenen Steuersenkungen finanzieren würden.

11:13 Uhr

Chinas Schuldenberg wächst und wächst

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In China müssen viele ältere Gebäude neuen Projekten weichen.

REUTERS

Chinas Schuldenberg wird immer höher. Die Verbindlichkeiten von Staat, Unternehmen und privaten Haushalten summierten sich im ersten Quartal auf zusammen 303 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie aus einer Studie des Institute of International Finance hervorgeht. Ein Jahr zuvor seien es 297 Prozent gewesen.

Die Schulden summierten sich auf mehr als 40 Billionen Dollar, was etwa 15 Prozent der weltweiten Verbindlichkeiten entspreche, so die globale Vereinigung von Finanzinstituten mit Sitz in Washington.

Ökonomen warnen immer wieder vor einem explosiven Gemisch aus hoher Verschuldung und Preisblasen am Immobilienmarkt, an dem sich die nächste große Krise entzünden könnte. Die Regierung in Peking betont dagegen, dass die Schuldenrisiken insgesamt überschaubar seien.

10:48 Uhr

Hochtief–Aktie stürzt ab

Schwächere Geschäfte der australischen Tochter Cimic machen dem deutschen Baukonzern Hochtief schwer zu schaffen. Die Aktien verlieren zeitweise mehr als zehn Prozent und sind damit mit Abstand Schlusslicht im Nebenwerteindex MDax.

Cimic hatte zuvor an der Börse in Sydney fast ein Fünftel an Wert eingebüßt. Der Umsatz der Australier war im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen, der Gewinn legte nur leicht zu.

Hochtief
Hochtief 111,30

 

10:35 Uhr

Geldwäsche-Skandal lässt Danske Bank nicht los

Der Geldwäsche-Skandal und niedrige Zinsen drücken auf das Ergebnis der Danske Bank. Der Vorsteuergewinn fiel im zweiten Quartal um 13 Prozent auf umgerechnet 637 Millionen Euro.

Danske Bank
Danske Bank 12,49

Zudem stellt sich das Geldhaus auf höhere Kapitalvorgaben der Aufseher ein, nachdem sie Kunden ein überteuertes Investmentprodukt verkauft hatte und diese nun entschädigen muss.

Die Danske Bank ist in einen der größten Geldwäsche-Skandale der vergangenen Jahre verwickelt. Über die Danske-Filiale in Estland waren von 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen in einem Volumen von 200 Milliarden Euro gelaufen. Der Skandal strahlt auch nach Deutschland aus, da die Deutsche Bank jahrelang als Korrespondenzbank für die Danske Bank tätig war und einen Großteil der verdächtigen Zahlungen abwickelte.

Nun kämpft die Danske Bank mit höheren Kosten, um die Vorkehrungen gegen Geldwäsche und andere Verfehlungen zu verbessern.

09:50 Uhr

SAP-Aktienkurs rauscht in die Tiefe

Aktionäre von SAP müssen jetzt tapfer sein: Die Papiere des Softwareherstellers sacken um rund zehn Prozent ab. Der Grund: Der Gewinn ging im abgelaufenen Quartal wegen der Kosten für den Personalabbau und eine Übernahme um ein Fünftel zurück. Das Unternehmen rechnet zudem nicht mehr damit, die Rendite im laufenden Jahr um einen Prozentpunkt zu steigern.

Das laufende Abfindungsprogramm wird sehr viel kostspieliger als ursprünglich geplant. Nachdem sich in Deutschland mehr Mitarbeiter als erwartet für das Vorruhestandsprogramm registriert haben, legt SAP noch einmal knapp 200 Millionen Euro beiseite. Damit summieren sich die Kosten auf knapp 1,1 Milliarden Euro.

SAP
SAP 122,60

 

09:41 Uhr

Dax gibt nach

Eine vorerst beendete Euphorie an den US-Börsen und Gegenwind bei den Unternehmen stimmen Anleger in Deutschland vorsichtig. Der Leitindex Dax gibt 1,1 Prozent auf  12. 202 Punkte nach. So niedrig war der Stand zuletzt vor drei Wochen. Der Index für mittelgroße Werte MDax driftet mit 25.711 Punkten um 0,8 Prozent ins Minus.

"Die Märkte kippen wieder in Richtung schwächeres Wirtschaftswachstum", so Analyst Michael McCarthy vom Broker CMC Markets. Er verweist auf Japan, wo die Exporte im Juni zum siebten Mal in Folge zurückgingen.

Doch auch in den USA war gestern nicht viel zu holen. Sämtliche Leitindizes, die seit der Vorwoche nahezu täglich Rekordhochs markiert hatten, schlossen im Minus.

Mein Name ist Jan Gänger, und ich begleite Sie heute durch den Börsentag.

08:48 Uhr

Ölpreise entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,23

Die Ölpreise haben keine klare Richtung gefunden. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte um 12 Cent auf 63,78 US-Dollar zu. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel hingegen geringfügig um 3 Cent auf 56,75 Dollar. Am Vortag waren die Ölpreise in Reaktion auf US-Rohöllagerdaten gefallen. Einerseits gingen die Lagerbestände zwar wie erwartet zurück, andererseits legten die Bestände an Benzin und Destillaten (Heizöl und Diesel) deutlich zu. Händler verwiesen auf einen überraschenden Rückgang der Nachfrage nach Treibstoffen, der die Ölpreise belastet habe.

Am Ölmarkt sorgt die Situation am Persischen Golf für Unruhe. Nach mehreren Zwischenfällen mit Öltankern in der Straße von Hormus erklärte der iranische Außenminister in einem Interview mit Bloomberg TV am Mittwoch, der Iran könne die wichtige Ölhandelsroute schließen, wolle dies aber nicht. Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich in den letzten Wochen verschärft. Die Vereinigten Staaten werfen dem Iran Angriffe auf Handelsschiffe vor, was der Iran aber bestreitet.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 57,77

 

08:24 Uhr

US-Konjunktur wirkt sich auf Euro-Kurs aus

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Kurs des Euro hat im frühen Handel zugelegt. Am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1238 US-Dollar und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1215 US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8917 Euro.

Im weiteren Tagesverlauf werden Impulse von US-Konjunkturdaten erwartet. "Zwar lassen Frühindikatoren auf eine verhaltene Dynamik schließen, Rezessionssignale gibt es aber nicht", schreibt Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Der Philadelphia-Fed-Index liefert eine Indikation für die derzeitige Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe. Zudem stehen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf dem Programm. Schwache US-Daten aus dem Bausektor vom Vortag hatten dem Euro zuletzt etwas Aufwind gegeben.

08:01 Uhr

Anleger blicken auf BMW - Dax niedriger erwartet

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Ab heute entscheidet sich die Nachfolge von Harald Krüger.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dax
Dax 13.241,75

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,7 Prozent auf 12.341,03 Punkte abgegeben. Bei den Unternehmen hat der Softwarekonzern SAP seine Quartalszahlen vorgelegt. Der Personalabbau und eine Übernahme drücken dabei den Gewinn. Zudem öffnet Zooplus seine Bücher.

Bei BMW warten Anleger auf die Bekanntgabe des neuen Konzernchefs. Der Aufsichtsrat des Autobauers kommt zusammen, um über einen Nachfolger für den bisherigen Amtsinhaber Harald Krüger zu entscheiden. Als Favorit gilt Produktionsvorstand Oliver Zipse. Auf der Konjunkturagenda stehen wöchentliche Arbeitsmarktdaten aus den USA sowie der Philly-Fed-Industrieindex.

07:32 Uhr

Abfindungsprogramm lastet auf SAPs Quartalsgewinn

SAP
SAP 122,60

Vor allem höhere Ausgaben für das laufende Abfindungsprogramm und die aktienbasierte Vergütung haben den Gewinn von Europas größtem Softwareanbieter SAP im zweiten Quartal geschmälert. Unterm Strich ging das Ergebnis um 19 Prozent auf 582 Millionen Euro zurück, wie SAP mitteilte. Der Umsatz kletterte von April bis Juni vor allem dank des boomenden Cloudgeschäfts um elf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Insbesondere eine der jüngsten Milliarden-Übernahmen, das Marktforschungsunternehmen Qualtrics, hatte sich nach den Worten von SAP-Chef Bill McDermott ausgezahlt.

Noch im ersten Quartal hatte ein großangelegtes Abfindungsprogramm auf den Gewinn gedrückt. Im Januar hatte der Konzern die erste größere Umbaurunde nach 2015 angestoßen, bis zu 4400 Mitarbeiter sollen in andere Funktionen wechseln oder auch mittels Abfindungen die Firma verlassen. Das Programm sorgte im ersten Quartal für Kosten von fast 900 Millionen Euro und damit zum ersten Mal seit knapp 17 Jahren für einen Quartalsverlust.

06:48 Uhr

Nikkei-Index fällt auf Drei-Wochen-Tief

Nikkei
Nikkei 23.303,32

Der Aktienmarkt in Japan tendiert deutlich schwächer. Der Leitindex Nikkei fiel im frühen Handel um 1,28 Prozent auf 21.193 Punkte und damit den tiefsten Stand seit drei Wochen. Der breiter gefasste Topix verlor sogar 1,38 Prozent auf 1545 Zähler.

Die schleppenden Exporte und schwache Geschäftszahlen aus den USA nährten die Furcht vor den Konsequenzen eines Handelskriegs zwischen den USA und China. Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel weitgehend unverändert bei 1,1285 Dollar. Zur japanischen Währung lag die US-Devise bei 107,66 Yen.