Donnerstag, 24. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Dax entscheidet sich für Weg nach unten

Nach zuletzt zwei Tagen mit Gewinnen haben heute Konjunktursorgen den deutsche Aktienmarkt ausgebremst. Die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen mit der Sorge um schärfere Beschränkungen rückten als Belastungsfaktor wieder verstärkt in den Vordergrund. Zudem waren die US-Arbeitsmarktdaten schlechter als erwartet. Der Ifo-Geschäftsklimaindex lag im Rahmen der Erwartungen.

Dax
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Der Dax verlor 0,3 Prozent und schloss bei 12.607 Punkten. Der MDax sackte um 1,3 Prozent auf 26.424 Zähler, der TecDax um 1,0 Prozent auf 3011 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent niedriger bei 3159 Punkten.

Unter Druck standen mit Blick auf die steigenden Covid-19-Zahlen einmal mehr Luftfahrtaktien. So verloren in Frankfurt Lufthansa 3,6 Prozent, Airbus verbilligten sich um 3,4 Prozent.

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella litt im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahrs unter den Folgen der Pandemie. Während das Unternehmen beim Umsatz etwas unter den Erwartungen der Analysten lag, schnitt es beim bereinigten operativen Ergebnis ein wenig besser ab. Die im MDax notierte Aktie verlor 1,5 Prozent.

17:16 Uhr

Autozulieferer Mahle schließt zwei weitere Werke

Der stark auf Verbrennungsmotoren ausgerichtete Autozulieferer Mahle will im Zuge seines Stellenabbaus zwei weitere Werke dichtmachen. Für die Standorte Gaildorf in Baden-Württemberg und Freiberg in Sachsen gebe es keine wirtschaftliche Perspektive mehr, teilte das Unternehmen mit.

Das Werk Gaildorf mit rund 290 Beschäftigten solle im Lauf des Jahres 2023 stillgelegt werden, ergänzte ein Sprecher. Das Aus für die Fertigung in Sachsen mit 85 Arbeitnehmern sei für Mitte 2022 geplant. Ende dieses Jahres gibt Mahle bereits das Werk im schwäbischen Öhringen auf.

16:55 Uhr

Rocket-Internet-Aktionäre stimmen für Delisting

Das Logo von Rocket Internet SE ist zu sehen. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/zb/dpa)

Die Aktionäre von Rocket Internet haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung des im SDax notierten Unternehmens den Weg für den Rückzug von der Börse freigemacht. Mit überwältigender Mehrheit von jeweils gut 81 Prozent stimmten die Aktionäre für eine Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von bis zu 69.447.991 eigenen Aktien und den Erwerb dieser Aktien im Rahmen des Delisting-Rückerwerbsangebots.

Für den Beschluss war eine einfache Mehrheit der gültig abgegebenen Stimmen erforderlich, sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals auf der außerordentlichen Hauptversammlung vertreten war. Rocket Internet rechnet mit dem Delisting Anfang November.

16:43 Uhr

Modepionier Gerhard Weber ist tot

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Gerhard Weber (1941-2020)

(Foto: dpa)

Der Gründer des Modeherstellers Gerry Weber, Gerhard Weber, ist tot. Er sei in der vergangenen Nacht im Alter von 79 Jahren gestorben, teilte das Unternehmen mit. Weber, der das Modeimperium 1973 mit seinem Partner Udo Hardieck gegründet hatte, war seit dem vergangenen Jahr nicht mehr an dem Unternehmen beteiligt.

Im Zuge der Neuaufstellung des angeschlagenen Modeherstellers war er, wie alle Altaktionäre, im Rahmen eines sanierenden Kapitalschnitts entschädigungslos aus dem Unternehmen ausgeschieden. Weber hatte über Jahrzehnte den Stil der Mode des Unternehmens geprägt. Bekannt geworden war er auch durch das nach dem Unternehmen benannte Tennisturnier im westfälischen Halle.

16:23 Uhr

Volkswagen will Tesla mit dem ID.4 attackieren

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Der ID4 von Volkswagen.

(Foto: VW)

Mit dem diese Woche offiziell vorgestellten zweiten vollelektrischen Auto der MEB-Familie verstärkt Volkswagen den Angriff auf den US-Elektropionier Tesla. Mit dem SUV ID.4, dem Nachfolger des mit einigen Schwierigkeiten nun aus den Werkstoren rollenden ID.3, will der Wolfsburger Konzern die Vorteile seiner Elektrostrategie unter Beweis stellen.

Die Wolfsburger liegen bei der Entwicklung und dem Verkauf eines E-Autos für den Massenmarkt Jahre hinter seinem US-Rivalen zurück. Obwohl der Dax-Konzern langsam aufholt, ist Tesla nach wie vor einen Schritt voraus. Die Amerikaner haben leistungsfähigere Fahrzeuge auf den Markt gebracht und bauen nun sogar eine neue Fabrik bei Berlin.

Die VW-Aktie notierte am späten Nachmittag 0,9 Prozent fester.

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16:08 Uhr

Schwache Arbeitsmarktdaten setzen Wall Street zu

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(Foto: AP)

Steigende Corona-Infektionszahlen und die nahende US-Präsidentschaftswahl verunsichern US-Anleger. Daher müsse in den kommenden Tagen mit weiteren Verlusten gerechnet werden, warnte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung jeweils ein knappes Prozent.

Auf die Stimmung schlug Investoren unter anderem der überraschende Anstieg der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung. Der Weg der Wirtschaft aus der Virus-Krise werde lang und kurvenreich, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

Bei den Aktienwerten gehörte Accenture mit einem Kursminus von gut 6 Prozent zu den Verlierern. Das Quartalsergebnis der Unternehmensberatung habe mit 1,70 Dollar je Aktie die Markterwartungen verfehlt, schrieb Analyst Bryan Bergin vom Vermögensverwalter Cowen. Auch der Ausblick enttäusche. Accenture erwartet im laufenden Quartal einen Umsatz von 11,2 bis 11,6 Milliarden Dollar.

Die Titel von Sunworks und Polar Power verbuchten dagegen Kurssprünge von bis zu 340 Prozent. Die beiden Ökostrom-Spezialisten profitierten von den Plänen des US-Bundesstaates Kalifornien, ab 2035 den Verkauf von Benzin-und Diesel-Fahrzeugen zu verbieten.

15:57 Uhr

Vermögensverwaltung per Fonds: Auf die Strategie kommt es an!

Mit der Börse sparen, das wird immer beliebter. Aber auf die Strategie kommt es an! Wer sich dabei nicht selbst um die Verwaltung kümmern möchte, der kann auch in Portfolio-ETFs investieren, die seit einiger Zeit von der Fondsindustrie angeboten werden. Wie das genau funktioniert, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Thomas Meyer zu Drewer von der Fondsgesellschaft Lyxor.

15:39 Uhr

Norwegen behält Nuller-Leitzins - Krone deutlich weicher

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(Foto: imago images/YAY Images)

Der Kurs der norwegischen Krone ist auf ein Viermonatstief gefallen, nachdem die Zentralbank in Oslo erwartungsgemäß den Leitzins bei 0,00 Prozent belassen hat. Entscheidend für die Bewegung dürften Aussagen gewesen sein, dieses Zinsniveau über längere Zeit beibehalten zu wollen.

Einige Analysten hatten laut Commerzbank-Devisen-Expertin Thu Lan Nguyen darauf gesetzt, dass die Bank den Beginn der Zinserhöhungen weiter nach vorne ziehen könnte.

14:52 Uhr

US-Jobdaten drücken Dax wieder ins Minus

Nach den schlechter als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten hat der Dax wieder den Rückzug angetreten. Der Leitindex notierte gut eine halbe Stunde vor Handelsbeginn an der Wall Street 0,2 Prozent tiefer bei 12.620 Punkten. MDax und TecDax verloren je 1,4 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent tiefer bei 3165 Stellen.

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14:41 Uhr

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigen wider Erwarten

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(Foto: dpa)

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 19. September überraschend zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche kletterte die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 4.000 auf 870.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.

Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf 850.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 866.000 von ursprünglich 860.000. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 35.250 auf 878.250.

In der Woche zum 12. September erhielten in den USA 12,58 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 167.000.

14:29 Uhr

Kurs von Heimtierbedarf-Händler schnellt hoch

Der Aktienkurs von Pets at Home ist um 20 Prozent nach oben geschossen und notierte mit 378,80 Pence bereits auf Allzeithoch. Wie der britische Einzelhändler für Heimtierbedarf berichtete, erwartet er den Vorsteuergewinn für das Geschäftsjahr 2021 oberhalb der Markterwartung. Zudem stiegen die flächenbereinigten Umsätze in den acht Wochen vor dem 10. September zweistellig.

Die Analysten von Peel Hunt schießen nach den starken Zahlen eine Sonderdividende nicht aus. Das Online- Geschäft brumme, aber auch die Umsätze in den Geschäften, die eine höhere Marge lieferten, schnitten gut ab. In Deutschland handelt die Aktie von Zooplus unbeeindruckt 1,2 Prozent im Minus.

14:08 Uhr

Friede Springer überlässt Döpfner Großteil ihrer Aktien

Springer-Chef Mathias Döpfner. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archivbild

Mathias Döpfner

(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Die Großaktionärin der Axel Springer SE, Friede Springer, schenkt einen großen Teil ihrer Anteile am Medienkonzern dem Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner und überträgt ihm darüber hinaus die Stimmrechte an ihrem verbleibenden Aktienpaket.

Döpfner kauft rund 4,1 Prozent der Aktien der 78-Jährigen, zusätzlich wird der 57-Jährige rund 15 Prozent als Schenkung erhalten - so kontrollieren künftig beide dann jeweils rund 22 Prozent, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte.

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13:45 Uhr

Wall Street mit geringen Abschlägen erwartet

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(Foto: REUTERS)

Nach den gestrigen massiven Verlusten zeichnen sich an den US-Börsen zum heutigen Start leichte Abschläge ab. Der Terminkontrakt auf den S&P-500 gibt 0,1 Prozent nach, der Future auf den technologielastigen Nasdaq verliert 0,2 Prozent.

Aufschluss über den Zustand des US-Arbeitsmarktes könnte die Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe noch vor der Startglocke geben. Zudem stehen Daten zu den Neubauverkäufen für August auf der Agenda.

13:23 Uhr

Kräftige Zinserhöhung in der Türkei tut der Lira gut

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Nach der überraschenden Zinserhöhung der türkischen Notenbank hat die Lira deutlich an Wert gewonnen. Ein US-Dollar kostete im Gegenzug mit 7,5597 Lira 1,8 Prozent weniger.

Die türkische Notenbank hat den Zins auf 10,25 von 8,25 Prozent angehoben. Es war die erste Zinserhöhung in der Türkei seit zwei Jahren.

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13:06 Uhr

Friedhelm Tilgen zu Rockets Börsenabgang und saure Anleger

Vor sechs Jahren mit großen Plänen an der Börse gestartet, zieht sich Rocket Internet jetzt vom Parkett zurück. In der Zwischenzeit hat sich der Wert der Aktie halbiert. Anleger fühlen sich hintergangen. Das sollten die Samwer-Brüder nicht ignorieren, mahnt ntv-Börsenexperte Friedhelm Tilgen.

12:44 Uhr

Winterkorn kommt auch wegen Marktmanipulation vor Gericht

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Martin Winterkorn

(Foto: imago/CommonLens)

Der frühere Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn muss auch wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation vor Gericht. Dies teilte die zuständige Kammer des Landgerichts Braunschweig mit.

Damit wird es nicht nur in einem parallelen Betrugsverfahren, sondern auch aufgrund von mutmaßlich zu später Information von Anlegern im Diesel-Skandal einen Strafprozess gegen den Ex-Manager geben.

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12:41 Uhr

EZB-Kreditsalve schiebt Dax und Bankenwerte ins Plus

Der Dax ist am Mittag ins Plus und notierte 0,1 Prozent höher bei 12.659 Punkten. Banken haben sich bei der jüngsten großen Kreditsalve der EZB mit 174,5 Milliarden Euro eingedeckt. An das Rekordvolumen vom Juni komme die Nachfrage zwar nicht heran, sagt LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. "Trotz des Rückgangs ist der erneut deutlich dreistellige Milliarden-Wert aus Sicht der EZB ein gutes Zeichen bezüglich der Wirksamkeit ihrer geldpolitischen Instrumente - und wohl auch für die zuletzt im Rückwärtsgang befindlichen Börsen, die direkt oder indirekt von neuen Mittelzuflüssen profitieren könnten."

Deutsche Bank und Commerzbank notierten je 1,1 Prozent höher. Auch die Autowerte liefen gut: Continental verteuerten sich um 2,4 Prozent und lagen damit an der Dax-Spitze. Daimler und VW legten um 1,1 beziehungsweise 0,9 Prozent zu.

12:28 Uhr

Schweizer Notenbank bleibt im Interventionsmodus

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will ihre im Zuge der Coronavirus-Krise verstärkten Devisenmarkt-Interventionen weiterhin hoch halten, um eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des Frankens zu unterbinden. Den Leitzins ließ die Notenbank indes unverändert bei minus 0,75 Prozent.

Die SNB bezeichnete den Franken erneut als "hoch bewertet". Sie führt darüber hinaus vor dem Hintergrund der Pandemie dem Bankensystem zusätzliche Liquidität zu. Die SNB rechnet damit, dass das eidgenössische Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um rund 5 Prozent schrumpfen wird.

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(Foto: picture alliance / dpa)

12:05 Uhr

Umbau von Werken sorgt bei Daimler für Unruhe

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Der absehbare Wegfall von Arbeitsplätzen durch die Umstellung auf Elektromobilität stößt bei Daimler auf Widerstand. Im größten Mercedes-Komponentenwerk Stuttgart-Untertürkheim soll bis 2025 die Zahl der Beschäftigten von rund 19.000 um 4000 schrumpfen, wie der Betriebsrat in einer Mitarbeiterinformation erklärte. Das Dax-Unternehmen stelle vereinbarte Produkte in Frage. Es solle keine weiteren Investitionen in konventionelle Antriebe mehr geben, während im Feld Elektromobilität neue Beschäftigung entstehen soll.

Außerdem wolle Daimler die schon geltenden Vereinbarungen zum Umbau der Produktion verändern oder sogar aufheben, erklärte Betriebsratschef Michael Häberle. "Dieser harte Schnitt raubt uns die notwendige Zeit, die wir für eine faire Transformation benötigen – das können wir Arbeitnehmervertreter nur als Provokation auffassen."

Auch beim Mercedes-Motorenwerk in Berlin geht die Sorge über einen massiven Stellenabbau um. Die Daimler-Aktie notierte am Mittag mit 1,2 Prozent im Plus.

11:42 Uhr

Buffett mischt bei Milliardendeal im US-TV-Geschäft mit

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Warren Buffett

(Foto: REUTERS)

In der US-Fernsehlandschaft bahnt sich offenbar eine milliardenschwere Fusion mithilfe von Warren Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway an. E.W. Scripps, ein Betreiber von regionalen TV-Stationen, stehe kurz vor der Übernahme von Ion Media für 2,65 Milliarden Dollar, wie mit den Vorgängen vertraute Personen sagten. Zur Mitfinanzierung des Deals wolle Berkshire 600 Millionen Dollar in Scripps investieren. Der Deal dürfte in Bälde verkündet werden.

Mit der Übernahme wird Scripps, die aktuell mit 850 Millionen Dollar bewertet wird, massiv wachsen. Das Unternehmen wird die Zahl seiner TV-Stationen von derzeit 60 in etwa verdoppeln. Die Unternehmen erhoffen sich mit dem Deal laut Informanten Synergien von 500 Millionen Dollar über sechs Jahre.

11:23 Uhr

Europas Nutzfahrzeugmarkt bricht im August ein

Im europäischen Nutzfahrzeugmarkt haben sich den Sommer über weiter Bremsspuren bemerkbar gemacht. Während der Rückgang der Nachfrage in der EU, der Freihandelszone Efta und Großbritannien im Juli mit 1,0 Prozent relativ gering war, brach der Markt im August erneut deutlich zweistellig um 18,1 Prozent ein. In den ersten acht Monaten des Jahres lag das Minus wegen der coronabedingten Einbrüche in den Vormonaten bei 29,6 Prozent, wie der Herstellerverband ACEA mitteilte.

Deutschland entwickelte sich mit einem Rückgang um 5,7 Prozent im Juli und um 22,7 im August erneut schwächer als der Gesamtmarkt. Unter den großen Märkten stand Italien mit Anstiegen von 16,2 Prozent im Juli und um 2,6 Prozent im August deutlich besser da. Auch Frankreich sah mit einem Plus von 1,6 Prozent in Juli und einen kleinen Rückgang um 3,1 Prozent im August besser aus. Spanien verbuchte ein Plus von 2,9 Prozent im Juli und einen Einbruch um 23 Prozent im August.

11:12 Uhr

Dax verringert Verlust

Der Dax hat im Verlauf des Vormittags seinen Verlust etwas abbauen können. Er notierte nun 0,5 Prozent leichter bei 12.574 Punkten. Der EuroStoxx50 gab 0,8 Prozent auf 3155 Stellen ab. Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat keine Akzente gesetzt.

Immobilien- und Versorgerwerte legten zu. Deutsche Wohnen verteuerten sich um 1,4 und Vonovia um 1,2 Prozent. RWE und Eon gewannen je 0,7 Prozent.

11:03 Uhr

Insider: BMW-Partner Brilliance angeblich vor Börsenrückzug

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Investoren des chinesischen BMW-Partners Brilliance erwägen Insidern zufolge einen Rückzug des Autozulieferers vom Börsenparkett in Hongkong. Die Privatisierung würde andere staatlich unterstützte chinesische Investoren anziehen und könnte bereits im vierten Quartal dieses Jahres beginnen, hieß es weiter.

BMW bekam von China unlängst die Erlaubnis, den Anteil an seinem Joint Venture mit Brilliance im Jahr 2022 zu erhöhen. Die Münchener rechnen nicht damit, dass die Privatisierung ihre Pläne durchkreuzen wird.

10:19 Uhr

Ifo-Index auf höchstem Stand seit Februar

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft hat sich im September in etwa wie erwartet aufgehellt. Der vom Münchener Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex stieg auf 93,4 (August: revidiert: 92,5) Punkte. Das war der höchste Stand seit Februar. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 93,5 Punkte prognostiziert. Vorläufig war für August ein Stand von 92,6 gemeldet worden.

Der Index der Geschäftslagebeurteilung erhöhte sich auf 89,2 (87,9) Punkte, den höchsten Stand seit März. Erwartet worden waren hier 89,0 Punkte. Der Index der Geschäftserwartungen kletterte auf 97,7 (revidiert 97,2) Punkte. Die Prognose hatte auf 98,0 gelautet, der vorläufige August-Wert hatte bei 97,5 gelegen.

  • "Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen", kommentierte das Ifo-Institut die Daten.


10:01 Uhr

Kursziel gekippt: Thyssenkrupp-Aktie blutet stark

Mit der Aktie von ThyssenKrupp ist es kräftig nach unten gegangen. Mit minus 4,3 Prozent war das Papier schwächster Wert im MDax. Die Experten von Morgan Stanley hatten ihr Kursziel auf 5,40 von 5,80 Euro gekippt.

09:45 Uhr

Preise für Wohnimmobilien steigen trotz Rezession spürbar

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(Foto: imago images / Schöning)

Trotz der schweren Corona-Rezession sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland auch im Frühjahr gestiegen. Im zweiten Quartal lagen sie um durchschnittlich 6,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Verglichen mit dem Vorquartal kosteten Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser 2 Prozent mehr.

In den sieben größten Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf zogen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen April und Juni um 6,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum an, die für Eigentumswohnungen um 6,1 Prozent.

09:20 Uhr

Luftfahrtaktien gehen auf Sinkflug

In den ersten Handelsminuten ist es mit den Luftfahrtwerten kräftig nach unten gegangen. Im MDax verloren Lufthansa 3,4 Prozent und Airbus 1,7 Prozent. Im Dax notierten MTU 2,3 Prozent tiefer.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die Bundesregierung weitere Reisewarnungen für europäische Regionen verhängt.

09:05 Uhr

Zu viel Negatives lässt Dax einknicken

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Nach zwei Tagen mit Gewinnen ist der deutsche Aktienmarkt wieder mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Dax verlor 1 Prozent auf 12.522 Punkte. Der MDax gab um 1,1 Prozent auf 26.463 Zähler, der TecDax um 0,9 Prozent auf 3012 Stellen nach. Der EuroStoxx50 notierte 1,1 Prozent tiefer bei 3145 Punkten.

Händler verweisen auf die Schwäche der US-Börsen, die auch nach Asien übergeschwappt war. "Aus der Fed kommen immer mehr Stimmen, die betonen, dass die weitere Erholung deutlich weniger geradlinig verlaufen wird als der bisherige Teil der Erholung", sagt Thomas Altmann von QC Partners. "Diesen Teil der Wahrheit hören die Börsianer nicht gerne", begründet er den Rückschlag an den globalen Aktienmärkten. Zudem sei die Covid-19-Pandemie endgültig zurück an den Märkten.

08:53 Uhr

Ölpreise treten Rückzug an

Die Ölpreise haben im frühen Handel zusammen mit den meisten asiatischen Aktienmärkten nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 41,49 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 37 Cent auf 39,56 Dollar.

Belastet werden die Rohölpreise schon seit längerem durch die angespannte Corona-Lage. Für schlechte Stimmung sorgt auch, dass ranghohe Notenbanker nicht müde werden, zusätzliche Finanzhilfen seitens der Staaten einzufordern.

08:39 Uhr

AxiTrader: Dax droht Test der 12.000er-Marke

Aus charttechnischer Sicht ist im Dax die Marke von 12.500 Punkten laut AxiTrader von großer Bedeutung. Ein klarer Durchbruch unter dieses Niveau würde signalisieren, dass die Bullen die Kontrolle verloren haben und ein Test der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Zählern folgen könnte, heißt es. Kurz vor dem Start in den Donnerstag wird der Leitindex rund 12.480 Punkten indiziert.

08:35 Uhr

Konjunktursorgen lassen Asien-Börsen in die Knie gehen

Nikkei
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Die Furcht vor einer schwächelnden Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie hat die Anleger in Asien verschreckt. Der Nikkei ging in Tokio 1,1 Prozent niedriger bei 23.088 Punkten aus dem Handel. Auch in China, Hongkong oder Südkorea gaben die Kurse kräftig nach. Der Vizechef der US-Notenbank Fed, Richard Clarida, hatte gestern erklärt, die US-Wirtschaft stecke in einem "tiefen Loch" mit hoher Arbeitslosigkeit und schwacher Nachfrage, und forderte weitere staatliche Konjunkturstützen.

Am Devisenmarkt legte der US-Dollar nach dem Kursanstieg vom Mittwoch eine Pause ein. Ein Euro kostete 1,1658 Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung litt zuletzt unter der Furcht vor neuerlichen Ausgangsbeschränkungen in mehreren europäischen Regionen.

08:19 Uhr

Dax richtet Blicke auf neue Ifo-Zahlen

Nach schwachen Vorgaben aus den USA wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge tiefer starten. Am Mittwoch hatte der deutsche Aktienindex als Reaktion auf den Kursrutsch vom Wochenbeginn 0,4 Prozent auf 12.643 Punkte zugelegt.

Dax
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Nach den durchwachsenen europäischen Einkaufsmanager-Indizes richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf den Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Sie erwarten für September einen Anstieg auf 93,8 Punkte von 92,6 Zählern.

Daneben bleiben die steigenden Corona-Infektionszahlen Thema. Investoren versuchen abzuschätzen, in welchem Umfang Staaten ihre Pandemie-Beschränkungen wieder verschärfen und ob es wieder zu landesweiten Lockdowns wie im Frühjahr kommen wird.

07:40 Uhr

JP Morgan steht wohl vor Milliarden-Vergleich

Die US-Großbank JP Morgan steht offenbar kurz vor einer Milliardenzahlung zur Beilegung von Manipulationsvorwürfen. In den Gesprächen mit der Justiz und den Regulierungsbehörden wegen der Manipulation von Preisen für Rohstoffe und Anleihen durch ihre Händler nähere sich die Bank einem Vergleich, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Demnach soll JP Morgan rund eine Milliarde US-Dollar zahlen. Das US-Justizministerium sowie die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und die Börsenaufsicht SEC ermitteln gegen JP Morgan.

JP Morgan
JP Morgan 87,21

07:22 Uhr

Asien-Börsen folgen Wall Street ins Minus

Die asiatischen Börsen folgen der Wall Street kräftig nach unten. Marktbeobachter verwiesen auf warnende Äußerungen von hochrangigen Vertretern der US-Notenbank (Fed) zur Konjunkturentwicklung. Demnach befindet sich die US-Wirtschaft trotz Erholungstendenzen immer noch in einem tiefen Tal.

Nikkei
Nikkei 23.525,89

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent nach auf 23.210 Punkte. Stärker nach unten laufen die Börsen in Hongkong (-1,8 Prozent) und Schanghai (-1,5 Prozent).

Im fernöstlichen Devisenhandel tendierte der Euro wenig verändert mit 1,1660 Dollar. Zum Yen stieg die US-Währung geringfügig auf 105,42 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0761 Franken und zum Dollar mit 0,9229 Franken.

06:33 Uhr

Samsung greift mit eigenem Bezahldienst an

Samsung will Google und Apple mit einem eigenen Bezahlangebot Konkurrenz machen. Ab dem 28. Oktober sei die mobile Pay-App Samsung Pay in Deutschland verfügbar, teilte der südkoreanische Technologiekonzern mit. Es werde sich nahezu jedes Bankkonto mit dem neuen Bezahldienst verknüpfen lassen. Bei größeren Summen seien Ratenzahlungen für die Samsung-Handybesitzer möglich.

Samsung
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Samsung Electronics, das gerade mit dem chinesischen Huawei-Konzern um die Krone auf dem Smartphonemarkt ringt, arbeitet bei dem Angebot mit Visa und der Solarisbank zusammen. "Der Trend zum kontaktlosen und mobilen Bezahlen hat sich in den letzten Monaten enorm beschleunigt", sagte der zuständige Solarisbank-Manager Krishna Chandran. Visa wie auch Samsung sind an dem Berliner Startup beteiligt.

Die Südkoreaner sind vergleichsweise spät mit ihrem Angebot. Apple wie auch Google haben seit Längerem eigene Dienste für das mobile Bezahlen im Portfolio.