Donnerstag, 11. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:38 Uhr

"Dax arbeitet sich über die 14.000"

Zur Wochenmitte schenkt der Dax die psychologisch wichtige 14.000-Punkte-Marke her. Am Donnerstag erobert der deutsche Börsenleitindex sie bereits wieder zurück. Nach einem verhaltenen Start baut er seine Gewinne aus - gestützt auch von einem neuen Allzeithoch des Dow Jones - und verabschiedet sich mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent und einem Schlusskurs von 14.041 Zählern aus dem Handel.

"Die Anleger schöpfen wieder Kraft und Hoffnung – und der Dax arbeitet sich vor und wieder über die 14.000", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Der Dämpfer zur Wochenmitte scheint für einige Anleger der richtige Zeitpunkt für einen Markteinstieg gewesen zu sein."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten rücken wieder Adidas in den Blick und mit Aufschlägen von mehr als vier Prozent an die Spitze der Dax-Gewinner. Eine positive Analystenstimme schiebt den Kurs an. Infineon legen rund drei Prozent zu. Auf der Verliererseite finden sich Siemens und Eon mit vergleichsweise leichten Abschlägen.

Adidas
Adidas 291,60
Siemens
Siemens 130,18

 

17:04 Uhr

Aixtron-Aktien sind auf dem Weg zur 20er Marke

Die gute Stimmung für die Halbleiterwerte erfasst auch Aixtron. Der Kurs gewinnt zeitweise rund fünf Prozent auf Notierungen knapp über 17,00 Euro. Damit führen sie die Gewinnerliste im TecDax an. Die DZ Bank hatte Ende Januar das Kursziel auf 20 Euro erhöht, dort liegt auch das nächste Kursziel eines Marktanalysten.

Aixtron
Aixtron 18,91

16:26 Uhr

Fast eine Milliarde Dollar Verlust: Uber-Kurs gibt nach

Die Aktien des Fahrdienstanbieters Uber stehen unter Druck. Sie büßen etwa zwei Prozent an der Nyse ein. Wegen der Corona-Krise verbuchte das Unternehmen im vierten Quartal einen kräftigen Umsatzrückgang und einen Verlust von fast einer Milliarde Dollar. Dabei schnitt Uber noch schlechter ab, als Analysten erwartet hatten.

Uber
Uber 42,99

 

16:07 Uhr

Trotz Dow-Rekord: Wall Street "fehlt Dynamik"

In der Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen decken sich Anleger mit US-Aktien ein. Der Standardwerteindex Dow Jones steigt zunächst 0,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 31.543,82 Punkte. Der breit gefasste S&P-500 und der technologielastige Nasdaq legen ebenfalls zu, verfehlten aber zunächst ihre bisherigen Höchstmarken. "Die Dynamik fehlt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte an der Wall Street.

"Firmenbilanzen geben dem Markt Auftrieb", sagt Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Hinzu kämen die geplanten billionenschweren staatlichen Corona-Hilfen sowie der Wille der US-Notenbank, an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik auf absehbare Zeit festzuhalten. "Das sorgt für enthusiastische Stimmung." Allerdings gehe Anlegern nach der jüngsten Rekordjagd langsam die Puste aus.

Dow Jones
Dow Jones 31.402,01

Bei den Unternehmen rücke Pinterest ins Rampenlicht. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge hatte der Software-Konzern Microsoft eine Übernahme der Online-Bilderplattform ausgelotet. Derzeit gebe es aber keine Gespräche. Keine der beiden Firmen war zunächst für einen Kommentar erreichbar. Pinterest-Aktien steigen mehr als sieben Prozent auf ein Rekordhoch von 86,90 Dollar , Microsoft-Titel notieren ein knappes Prozent fester.

Pinterest
Pinterest 79,11
Microsoft
Microsoft 228,99

 

15:50 Uhr

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinken - aber nur gering

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist anders als erwartet kaum gesunken. Insgesamt stellten vorige Woche 793.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilt. In den sieben Tagen zuvor waren es revidiert 812.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für vorige Woche mit einem stärkeren Rückgang auf 757.000 Anträge gerechnet.

In der Corona-Krise gingen in den USA pandemiebedingt bislang unter dem Strich an die zehn Millionen Jobs verloren. US-Notenbankchef Jerome Powell hat angesichts der Jobmisere einen nationalen Kraftakt zur Überwindung der Krise gefordert. Die neue Finanzministerin Janet Yellen, Powells Vorgängerin, hat eine Rückkehr zur Vollbeschäftigung für das nächste Jahr in Aussicht gestellt.

15:20 Uhr

Investor mostert - Danone-Kurs steigt

Aussagen des aktivistischen Investors Artisan treiben einem Händler zufolge den Kurs von Danone an. Der Kurs gewinnt rund 2,5 Prozent. "Artisan macht dem Vorstand Druck", sagt der Marktexoerte. Wie andere aktivistische Investoren halte auch Artisan den Aktienkurs für unterbewertet. Laut Citi sollen die kommenden sechs Monate entscheidend für die Zukunft werden. Ein strategischer Umbau könne die Margen nach oben treiben, so die Citi-Analysten.

Danone
Danone 58,48

15:05 Uhr

Puma-Aktien am Abwärtstrend: Winkt ein Allzeithoch?

Mit der Kaufempfehlung der UBS im Rücken testen Puma den Abwärtstrend bei knapp 85,50 Euro. Der Kurs steigt rund vier Prozent auf 85,64 Euro. Sollten die Aktien den Abwärtstrend brechen, stünde ein Test der Allzeihochs bei 93,44 Euro an, sagt ein Marktanalyst. "Darüber würde die runde 100er Marke in den Blick rücken."

 

14:39 Uhr

Kräftiger Erholungsschub in Verbio

Verbio schießen zeitweise fast acht Prozent nach oben und bügeln damit den jüngsten Rücksetzer nahezu aus. "Die hohen Ölpreise sollten das Geschäft mit Bioethanol antreiben", sagt ein Marktteilnehmer. Innerhalb des Vorstands habe zudem ein größeres Aktienpaket den Besitzer gewechselt.

Verbio
Verbio 33,35

14:18 Uhr

London ist nicht mehr Aktienmarkt Nummer eins in Europa

Die britische Metropole London muss nach dem Brexit die Führungsposition unter den europäischen Handelsplätzen an Amsterdam abtreten. An den Börsen in der niederländischen Stadt wurden im Januar mehr Aktien gehandelt als an der Themse, wie aus Daten der Terminbörse Cboe Europe hervorgeht. Demnach betrug das tägliche Handelsvolumen in Amsterdam 9,2 Milliarden Euro, verglichen mit 8,6 Milliarden Euro in London.

Auf Jahressicht lagen die Briten mit durchschnittlich 17,5 Milliarden Euro 2020 noch deutlich auf Platz Eins, Frankfurt belegte mit 5,9 Milliarden Euro den zweiten Platz. Amsterdam schaffte es mit 2,6 Milliarden nur auf Platz Sechs.

Der Finanzplatz London hatte lange vor negativen Folgen des Austritts Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt gewarnt. Börsenvertreter vermuten, dass die Verlagerung von Handelsströmen von London nach Amsterdam wahrscheinlich dauerhaft sein wird, da die EU darauf beharrt, dass in Euro notierte Aktien in der EU gehandelt werden müssen. Der Siegesszug Amsterdams war eingeläutet worden, als die europäischen Cboe-Aktienplattformen und die in London angesiedelte Turquoise nach dem Brexit-Votum im Jahr 2016 dort aktiv wurden.

13:45 Uhr

Platin-Preis klettert auf Sechsjahreshoch

Der Höhenflug des Platin-Preises geht weiter. Das für Katalysatoren benötigte Edelmetall gewinnt gut zwei Prozent und ist mit 1268,88 Dollar je Feinunze so teuer wie zuletzt vor sechs Jahren. "Der Markt blickt über die Pandemie hinweg und setzt auf eine Erholung der Automobilbranche - die irgendwann kommen wird", sagt Analystin Rhona O'Connell vom Finanzdienstleister StoneX. Darüber hinaus prognostiziert der Edelmetall-Verarbeiter Johnson Matthey, dass die Platin-Nachfrage das Angebot 2021 das dritte Jahr in Folge übersteigen wird.

13:22 Uhr

Grassierende Pandemie: EU-Kommission senkt Konjunktur-Prognose

Angesichts der weiter grassierenden Pandemie schraubt die EU-Kommission ihre Wachstumserwartung für 2021 herunter. Im Zuge von Verzögerungen bei den Impfkampagnen in Mitgliedsländern könne sich die konjunkturelle Erholung verzögern und die Dauer von Lockdowns in die Länge ziehen, erklärt die Kommission zur Begründung. Sie erwartet, dass die Wirtschaft der Euro-Zone im laufenden ersten Quartal schrumpft. Im Frühjahr soll sie dann anspringen und im Sommer mehr Schwung aufnehmen, wenn die Impfkampagnen ins Rollen kommen.

In ihrer jetzt vorgestellten Winterprognose senkt die Kommission die Schätzung für 2021 und erwartet zugleich für 2022 ein höheres Wachstum als noch im vorigen Herbst angenommen. In diesem Jahr dürfte es demnach im Euro-Raum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur einen Anstieg von 3,8 Prozent geben. Im November hatte die EU-Kommission noch plus 4,2 Prozent veranschlagt. Der Blick auf 2022 fällt dafür optimistischer aus: Brüssel prognostiziert nun plus 3,8 Prozent, im Herbst hatte sie nur einen Zuwachs von 3,0 Prozent auf dem Zettel.

Mit Blick auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist Brüssel mit einer Prognose von einem BIP-Plus von 3,2 Prozent für 2021 etwas optimistischer als die Bundesregierung, die plus 3,0 Prozent vorhersagt. 2022 soll die deutsche Wirtschaft dann laut EU-Kommission um 3,1 Prozent wachsen. Höher dürfte 2022 das Wachstum in Frankreich ausfallen, dem die Kommission ein BIP-Plus von 4,4 Prozent vorhersagt nach einem geschätzten Zuwachs von 5,5 Prozent im laufenden Jahr.

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13:00 Uhr

Starke Berichtssaison schiebt Wall Street an

Nach zwei verhaltenen Handelstagen mit Konsolidierungstendenz dürfte die Wall Street leicht im Plus in den Donnerstag starten. Dies war allerdings auch am Mittwoch der Fall, bevor die Gewinne abschmolzen. Für ein freundliches Sentiment sorgt weiter das Billionen-Stimuluspaket der neuen Regierung.

Ein frischer Impuls könnte vorbörslich von den wöchentlichen Arbeitsmarktdaten kommen, hier werden 760.000 neue Anträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet. "Noch immer ist eine große Zahl von Jobs verlorengegangen, und es ist klar, dass mehr staatliche Hilfe vonnöten ist", sagt Shoqat Bunglawala von Goldman Sachs Asset Management. Diese Hilfe und eventuelle Steuererleichterungen seien ein entscheidender Faktor für die Konsumenten. Am Vortag hatte Fed-Präsident Jerome Powell zugesichert, dass die US-Notenbank die Wirtschaft weiter mit niedrigen Zinsen und Assetkäufen stützen wird.

Hauptthema bleibt ansonsten die Berichtssaison; hier werden vor Börsenstart etwa Pepsico, Kraft Heinz, und Kellogg ihre Bücher öffnen. Daniel Morris von BNP Paribas Asset Management bezeichnet die bisherige Saison als "phänomenal", so dass es fundamentale Gründe für Kursgewinne gebe.

12:43 Uhr

Großinvestor stänkert gewaltig bei Aareal Bank

Im Streit mit dem Aareal-Bank-Management um die neue Ausrichtung des Immobilienfinanzierers hat Großinvestor Petrus Advisers nachgelegt. Die Strategie geht dem Hedgefonds, der zwischen acht und zehn Prozent an der Bank hält, nicht weit genug. In einem Brief an das Unternehmen fordert Petrus-Chef Klaus Umek eine baldige Abspaltung der Software-Tochter Aareon. Im ersten Halbjahr 2021 oder spätestens im ersten Quartal 2022 sollte ein Spin-off an die Aktionäre erfolgen. Solange Aareon Teil einer regulierten Bank sei, werde der tatsächliche Wert der Software-Tochter die Investoren nicht erreichen.

Petrus macht zudem Druck bei der Suche nach einem neuen Vorstandschef. Bankchef Hermann Merkens hatte das Amt im November aus gesundheitlichen Gründen für drei bis vier Monate niedergelegt, derzeit führt Finanzchef Marc Heß das Unternehmen. "Aktionäre tappen noch immer völlig im Dunkeln", schreibt Umek in dem Brief. "Wir fordern, dass Sie sofort Klarheit bezüglich der zukünftigen Führung von Aareal schaffen und dass eine externe Besetzung priorisiert wird." Die Aareal Bank wollte sich zu dem Brief nicht äußern.

Die Aareal Bank kämpft wegen ihrer Ausrichtung auf die Finanzierung von Hotels, Shoppingcentern und Büros mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. 2020 schrieb sie einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe. Einen Anteil von 30 Prozent der ertragsreichen Tochter Aareon verkaufte der Vorstand im vergangenen Jahr an den Finanzinvestor Advent.

Aareal Bank
Aareal Bank 21,70

11:25 Uhr

Commerzbank will Aktienhandel auslagern: Kurs stürzt ab

Die Commerzbank setzt bei ihrem Kahlschlag auch im Handel den Rotstift an. "Aktienhandel und -vertrieb sowie Aktienresearch werden wir nicht mehr selbst vorhalten. Hier werden wir Kooperationen abschließen", sagt Vorstandschef Manfred Knof. Im Kapitalmarktgeschäft werde die Bank sich generell stärker auf die Anforderungen der Kernkunden ausrichten, also den Mittelstand, Großkunden und multinationale Unternehmen. Die Coba-Aktien rauschen zeitweise rund sieben Prozent ins Minus.

Commerzbank
Commerzbank 5,60

10:59 Uhr

Dax kuschelt mit der 14.000er Marke

Die leichten Startgewinne baut der Dax im weiteren Handelsverlauf aus. Am späten Vormittag klappt es dann und der deutsche Börsenleitindex klopft wieder an der psychologisch wichtigen 14.000-Punkte-Marke an. Der Dax notiert bei 14.004 Zählern rund 65 Punkte oder 0,5 Prozent im Plus. "Der Dax umgarnt die 14.000", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Mal liegt er knapp darüber, mal knapp drunter."

10:46 Uhr

Vorsichtiger Ausblick drückt Saab-Kurs

Saab-Aktie verliert in Stockholm rund 6,5 Prozent. Im Handel wird auf den Ausblick verwiesen, der für das kommende Jahr ein EBIT rund 10 Prozent unterhalb der Markterwartung erwarten lasse. Die Zahlen für das vierte Quartal seien dagegen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.

Saab
Saab 23,12

10:14 Uhr

Corona bremst deutschen Gründergeist

In der Coronavirus-Pandemie wagen weniger Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Firmengründungen in Deutschland um 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Rund 116.700 Betriebe wurden demnach gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. "Damit setzt sich der in den vergangenen drei Jahren beobachtete Trend rückläufiger Gewerbeanmeldungen größerer Betriebe fort." Die Corona-Pandemie habe dies verstärkt. So waren 2019 im Vorjahresvergleich 0,1 Prozent weniger größere Betriebe gegründet worden, 2018 waren es 2,2 Prozent weniger.

Die Ergebnisse des vergangenen Jahres seien durch eine deutlich niedrigere Zahl von Gewerbeanmeldungen in den Gewerbeämtern ab März 2020 beeinflusst. Im Januar und Februar gab es im Vorjahresvergleich nur 2,3 Prozent weniger Gründungen größerer Betriebe, von März bis Dezember dann 5,0 Prozent. "Gründe für den deutlicheren Rückgang seit März sind zum einen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gewerbeämter selbst, wie zum Beispiel die Einstellung des Besucherverkehrs und Personalengpässe." Zum anderen sei davon auszugehen, dass viele Gewerbetreibende aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit die weitere wirtschaftliche Entwicklung abwarteten, bevor sie ein Gewerbe anmelden.

09:55 Uhr

Adidas sprintet an die Dax-Spitze

Adidas-Aktien ziehen rund drei Prozent an. Die Titel sind damit der größte Gewinner im Börsenleitindex Dax. Damit konnten die Papiere ihre vorbörslichen Aufschläge von etwa einem Prozent noch ausweiten. Die Aktien wurden Händlern zufolge von der UBS auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft.

Adidas
Adidas 291,60

09:30 Uhr

Deutsche Börse startet schwächer als im Corona-Jahr

Die Deutsche Börse wird laut ihrem Chef Theodor Weimer im ersten Vierteljahr 2021 nicht an das coronabedingte besonders starke Vorjahresquartal anknüpfen können. "Natürlich wissen wir, dass wir an die volatilitätsbedingten Höhenflüge vom ersten Quartal des vorigen Jahres nicht anschließen können", sagt Weimer. "Im weiteren Jahresverlauf dürfte sich unsere Wachstumsdynamik aber wieder deutlich verbessern." Der Betreiber der Frankfurter Börse hatte vor allem im ersten Quartal 2020 von den Aktienmarkt-Turbulenzen in Folge der Corona-Krise profitiert.

Zu 2021 sagt Weimer weiter: "Nach und nach wird unsere Stärke beim strukturellen Wachstum, verstärkt durch Übernahmen, eine neue Dynamik schaffen." Für das laufende Jahr stellt der im Dax-notierte Konzern ein Wachstum der Nettoerlöse auf rund 3,5 Milliarden Euro sowie einem Anstieg des Betriebsergebnisses (berichtetes EBITDA) auf rund zwei Milliarden Euro in Aussicht.

Deutsche Börse
Deutsche Börse 134,05

09:08 Uhr

Dax braucht 50 Punkte

Die 14.000er Marke ist beim Dax erst einmal Geschichte. Zum Start in den Donnerstagshandel zieht der deutsche Börsenleitindex aber zumindest leicht an, legt 0,2 Prozent auf 13.952 Punkte zu. Uneinheitliche Vorgaben von Seiten der Wall Street und das chinesische Neujahrsfest sorgen für verhaltene Stimmung bei den Anlegern: ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer spricht von einem "gemischten Bild", sagt aber auch, dass "der Dax momentan konsolidiert", "er ist in den vergangenen Wochen aber auch stark gelaufen."

08:33 Uhr

Volkswagen kooperiert mit Microsoft

Volkswagen holt sich für die Entwicklung von Software für selbstfahrende Autos Microsoft an Bord. Ziel sei es, durch die Kenntnisse des US-Konzerns im Bereich Cloud Computing und Software Engineering die Bereitstellung von Anwendungen zu beschleunigen, sagt der Chef von Volkswagens Softwaretochter Car.Software.Org, Dirk Hilgenberg. Dabei geht es um die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen, automatisierten Fahrfunktionen und letztlich auch um Software-Updates, die wie bei Tesla per Funk vorgenommen werden. "Diese Funktionalität muss da sein. Wenn man das nicht kann, wird man Boden verlieren", sagte Hilgenberg zu Reuters. Microsofts Cloud-Vizepräsident Scott Guthrie verglich das mit Smartphones, die inzwischen regelmäßig im Hintergrund Updates vornähmen.

Autobauer wie Daimler und VW arbeiten derzeit an eigenen Betriebssystemen, um IT-Giganten wie Apple, Google oder Amazon das Geschäft mit den Autodaten nicht zu überlassen. Der Volkswagen-Konzern hat Software-Entwickler von Konzernmarken wie Audi, Porsche oder Bentley in der neu gegründeten Car.Software.Org mit zuletzt rund 5000 Mitarbeitern zusammengezogen, die das Betriebssystem VW.OS entwickeln. Volkswagen und Microsoft arbeiten bereits beim Aufbau einer Industrie-Cloud zusammen.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 171,08
Microsoft
Microsoft 228,99

 

08:17 Uhr

Euro hält sich über 1,21er Marke

Der Kurs des Euro präsentiert sich kaum verändert. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,2130 Dollar und damit in etwa so viel wie am Mittwochabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,2127 Dollar festgelegt.

Es stehen nur wenige Konjunkturdaten an, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Zu nennen sind allein die wöchentlichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, die einen kurzfristigen Eindruck vom Zustand am Jobmarkt verschaffen.

Am Mittwochabend hatte US-Notenbankchef Jerome Powell eindringlich zur Unterstützung der Arbeitnehmer in der Corona-Krise aufgerufen. Sowohl der Staat als auch der Privatsektor seien in der Verantwortung. Es seien immer noch etwa zehn Millionen Menschen mehr arbeitslos als vor der Virus-Krise.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

08:03 Uhr

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise geben zunächst leicht nach. Sie bewegen sich aber weiter in der Nähe ihrer Höchstwerte seit gut einem Jahr. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 61,13 Dollar. Das sind 34 Cent weniger als zur Wochenmitte. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sinkt in ähnlichem Ausmaß auf 58,34 Dollar.

Leicht belastet werden die Ölpreise durch die zuletzt etwas vorsichtigere Stimmung an den Aktienmärkten. Hinzu kamen Lagerdaten aus den USA: Zwar sind die Erdölbestände in der vergangenen Woche nach Daten vom Mittwoch gefallen. Die Benzinbestände stiegen aber auf den höchsten Stand seit dem Sommer.

Unterstützt werden die Erdölpreise durch ein Gemisch aus knappem Angebot und der Erwartung steigender Nachfrage. Auf der Angebotsseite begrenzt der Ölgigant Saudi-Arabien die Förderung. Gleichzeitig besteht die Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage, soweit die Corona-Impfkampagnen zu weniger Beschränkungen und stärkerem Wirtschaftswachstum führen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,40

 

07:47 Uhr

Dax lauert auf Impulse

In Erwartung einer neuen Welle von Firmenbilanzen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge wenig verändert beginnen. Am Vortag hatte er 0,6 Prozent im Minus geschlossen. Die Märkte in China, Japan, Südkorea und Taiwan sind wegen der Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest geschlossen.

Dax
Dax 13.879,33

Da im Tagesverlauf außer den wöchentlichen US-Arbeitsmarktzahlen keine relevanten Konjunkturdaten auf dem Terminplan stehen, rückt die Bilanzsaison in den Vordergrund: Unter anderem legte die Commerzbank Geschäftszahlen vor. Im Ausland öffnen der Kosmetik-Hersteller L'Oreal und der Unterhaltungskonzern Walt Disney ihre Bücher.

Die Verlängerung des Lockdowns in Deutschland sei für die Anleger keine Überraschung gewesen, fasste Marktstratege Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners zusammen. Und aus der Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell sei zu folgern, dass die Anleihekäufe der Fed noch lange Zeit anhalten müssten. Powell hatte konstatiert, die Erholung am US-Arbeitsmarkt sei in den vergangenen Monaten zum Stillstand gekommen.

07:25 Uhr

Coba will wieder Geld verdienen

Die Commerzbank will in diesem Jahr wieder Gewinne schreiben. Die Bank strebe nach einem von der Corona-Pandemie und Umbaukosten geprägten Geschäftsjahr 2020 für das laufende Jahr wieder ein positives operatives Ergebnis an, teilte das Institut mit. Für 2024 setzte sie sich das Ziel eines Betriebsgewinns von 2,7 Milliarden Euro.

Commerzbank
Commerzbank 5,60

Im vergangenen Jahr erzielte die Commerzbank einen Betriebsverlust von 233 Millionen Euro. Das Institut will 10.000 Stellen abbauen und fast jede zweite Filiale schließen.

07:00 Uhr

Asienhandel wegen Neujahrsfests beinahe komplett lahmgelegt

Wenig Bewegung gibt es an den Börsen in Ostasien und Australien. Die Vorgaben aus den USA sind leicht negativ. Impulse aus der Region sind rar, denn die wichtigen Börsen in Japan, China und Südkorea sind feiertagsbedingt geschlossen. In Hongkong und Singapur fand wegen des chinesischen Neujahrsfests nur ein verkürzter Handel statt. Der Hang-Seng-Index in Hongkong ging 0,4 Prozent höher aus dem Handel. Der FTSE Straits Times Index in Singapur schloss kaum verändert. Beide Börsen bleiben am morgigen Freitag ganz geschlossen. In Singapur wird der Handel am Montag wieder aufgenommen, in Hongkong erst am Dienstag.

"Normal" gehandelt wurde dagegen an den Börsen in Australien und Neuseeland. In Sydney sank der S&P/ASX-200 um 0,1 Prozent auf 6853 Punkte. Dort verlor die Aktie der Hochtief-Tochter Cimic nach dem zweistelligen Einbruch vom Vortag in Reaktion auf enttäuschende Geschäftszahlen weitere 3,4 Prozent. An der Börse im neuseeländischen Wellington ging es mit den Kursen im Schnitt um 0,5 Prozent abwärts. In Malaysia gewann der Kuala Lumpur Composite Index in einer verkürzten Sitzung 0,2 Prozent. Auch hier steht ein langes Wochenende bevor, weshalb der Handel nach Angaben von Marktteilnehmern sehr ruhig verlief.