Donnerstag, 13. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax rutscht unter 13.000 - Thyssenkrupp-Aktie im Sturzflug

Trotz besser als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktdaten haben die europäischen Börsen heute den Rückwärtsgang eingelegt. Die negative Reaktion an den Märkten könnte zu einen daran liegen, dass damit der Druck auf die Behörden für zusätzliche geldpolitische und fiskalische Stimuli im Kampf gegen die Corona-Krise nachlässt. Für Zurückhaltung sorgten auch die anhaltenden Unsicherheiten um ein neues US-Konjunkturpaket. Demokraten und Republikaner haben trotz unzähliger Verhandlungen noch immer nicht zusammengefunden. Ansonsten ist ein Ende der Berichtssaison in Sicht.

Dax
Dax 13.208,73

In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 12.994 Punkte aus dem Handel. Der MDax verlor 0,3 Prozent auf 27.708 Zähler, der TecDax 0,6 Prozent auf 3123 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es um 0,4 Prozent auf 3349 Punkte nach unten.

Im Dax gewannen Deutschen Telekom 1,3 Prozent. Die Bonner hatten im zweiten Quartal dank der Erstkonsolidierung des zugekauften US-Unternehmens Sprint einen Umsatzsprung gemacht und operativ die Analystenprognose übertroffen. RWE verteuerten sich um 2,6 Prozent und lagen damit an der Indexspitze. Der Energieversorger hat nach Abschluss der Eon-Transaktion im ersten Halbjahr 2020 erwartungsgemäß mehr verdient.

Im MDax wurden Thyssenkrupp nach schlechten Zahlen mit minus 16,3 Prozent regelrecht abgeschossen. Für den Konzern erweist sich die Stahlsparte als Fass ohne Boden.

Mit einem Plus von 4,6 Prozent wurden im TecDax die Halbjahreszahlen von United Internet im Handel honoriert. Trotz der Coronavirus-Krise wurde der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 4,0 Prozent gesteigert. Das entsprechende Ebit sprang sogar um 11,4 Prozent nach oben. Für 1&1 Drillisch ging es nach Zahlen sogar um 6,5 Prozent nach oben.

17:11 Uhr

Corona schlaucht Douglas - Onlinehandel stützt

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(Foto: dpa)

Die Parfümeriekette Douglas hat im dritten Geschäftsquartal die coronabedingt lange geschlossenen Geschäfte stark gespürt. Unter dem Strich rutschte das Unternehmen tiefer in die roten Zahlen, Umsatz und operativer Gewinn sanken prozentual zweistellig. Gegenmaßnahmen wie Mietstundungen und strikte Kostendisziplin sowie starkes Wachstum beim Onlinehandel begrenzten dem Unternehmen zufolge die Rückgänge.

Unter dem Strich weitete Deutschlands größte Parfümeriekette im Quartal per Ende Juni den Verlust aus, auf 56 Millionen Euro von 11 Millionen. Das bereinigte Ebitda gab um rund 35 Prozent auf 45 Millionen Euro nach. Damit rutschte Douglas im Quartal mit einem Ebitda-Verlust von 7 Millionen Euro leicht in die roten Zahlen. Der Umsatz sank um 27 Prozent auf 557 Millionen Euro. Der Online-Umsatz legte im Quartal um 70,3 Prozent auf 225 Millionen Euro zu.

16:43 Uhr

Corona gibt US-Discounter den Rest

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(Foto: AP)

Der US-Discounter Stein Mart hat Antrag auf Gläubigerschutz gestellt und will alle seine 279 Filialen in den Vereinigten Staaten schließen und verkaufen. Damit ist Stein Mart der bislang jüngste Einzelhändler, der den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zum Opfer gefallen ist. Die Warenbestände werden zu Schleuderpreisen angeboten.

Die Umsätze des Unternehmens standen seit 2016 unter Druck und die Pandemie verschärfte die Lage. Das Unternehmen lieh sich wegen des geringen Geschäftsverkehrs mehr Geld als saisonal üblich, um die Liquiditätsengpässe aus den geringeren Verkäufen zu decken, und strapazierte damit seine Kreditfazilitäten.

16:33 Uhr

Warum der Klimawandel auch ein Thema für den Anleger ist

Schneller und drastischer als gedacht, so beschreiben viele Forscher die globale Erderwärmung. Zudem wird sie dramatische Folgen haben. Dementsprechend wichtig ist der Klimaschutz. Auch an den Börsen ist das Thema Nachhaltigkeit längst angekommen. Anleger können deshalb gezielt klimafreundlich investieren, beispielsweise über spezielle Fonds. Die dort enthaltenen Aktien entsprechen ganz bestimmten Nachhaltigkeitskriterien. Welche das sind, darüber spricht Friedhelm Tilgen jetzt mit Joachim Nareike von der Fondsgesellschaft Schroders.

16:03 Uhr

Gedämpfte Stimmung an der Wall Street

Die US-Börsen sind trotz eines Rückgangs der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit gedämpfter Stimmung in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,2 Prozent schwächer bei 27.902 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent nach auf 3370 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,2 Prozent zu auf 11.028 Punkte. In der abgelaufenen Woche meldeten sich in den USA erstmals seit März weniger als eine Million Menschen arbeitslos. In Washington kommen dagegen Republikaner und Demokraten im Ringen um ein Corona-Hilfspaket nicht voran.

Unter Druck gerieten Cisco mit einem Minus von rund 10 Prozent. Das Unternehmen blieb mit seinem Ausblick für das laufende Quartal unter den Expertenerwartungen.

15:48 Uhr

Subventionsstreit: USA honorieren Airbus-Entgegenkommen nicht

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Robert Lighthizer

(Foto: REUTERS)

Die Trump-Administration bleibt wenige Monate vor der Präsidentenwahl im Handelsstreit mit der EU hart. Im 16-jährigen Subventionsstreit mit den Europäern trotz wollen die USA trotz Entgegenkommens von Airbus ihre Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Maschinen des Flugzeugbauers aufrechterhalten. Auch von den Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent auf andere europäische Güter, die im Oktober aus Vergeltung für europäische Airbus-Subventionen verhängt wurden, rückte Washington nicht ab.

Allerdings werde die Liste der betroffenen Waren im Volumen von 7,5 Milliarden Dollar angepasst, teilte das Büro des Handelsbeauftragten Robert Lighthizer mit. Bestimmte Güter aus Griechenland und Großbritannien sollen demnach ab dem 1. September von der Liste genommen und durch Waren aus Deutschland und Frankreich ersetzt werden. Welche dies konkret sind, blieb zunächst offen.

15:32 Uhr

Dax fällt unter 13.000er-Marke

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Pfeile zeigen nach unten: Der Dax hat am Nachmittag seinen Verlust ausgebaut und ist unter die 13.000-Punkte-Marke gefallen. Die deutlich bessere Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stützten den deutschen Aktienmarkt nicht. Der Leitindex notierte 0,8 Prozent tiefer bei 12.960 Stellen.

Zum einen sank damit der Druck auf die Behörden für zusätzliche geldpolitische und fiskalische Stimuli. Zum anderen ist unklar, wie viele Arbeitslose angesichts der ausgelaufenen zusätzlichen Arbeitslosenunterstützung keinen Antrag gestellt haben.

14:55 Uhr

US-Arbeitslosen-Erstanträge unter magischer Zahl

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung ist erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie im März unter die Marke von einer Million gefallen. In der Woche zum 8. August ging die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 228.000 auf 963.000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 1,1 Millionen vorhergesagt.

Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 1,191 Millionen von ursprünglich 1,186 Millionen. Der gleitende Vierwochen-Durchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 86.250 auf 1,253 Millionen.

In der Woche zum 1. August erhielten 15,486 Millionen Amerikaner Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 604.000.

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(Foto: dpa)

14:35 Uhr

Drei weitere Unternehmen, die Staatshilfe beantragen

Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Der Kreuzfahrtanbieter Aida, der Schiffbauer MV Werften und der niedersächsische Stahlhersteller Georgsmarienhütte bemühen sich um Staatshilfen. Das geht laut "Business Insider" aus einer Liste der Bundesregierung hervor, die dem Portal vorliegt.

Öffentlich bekannt sind bereits die Hilfen für die Lufthansa und Tui. Daneben seien auf der Liste mehrere Autozulieferer sowie ein hessisches Luftfahrt-Sicherheitsunternehmen. Aida habe einen Finanzbedarf von rund einer halben Milliarde Euro angemeldet. Das Wirtschaftsministerium und Finanzministerium wollten sich nicht konkret zu dem Bericht äußern.

14:16 Uhr

Angebot gefloppt - kein Qiagen-Kauf durch Thermo Fisher

Die geplante milliardenschwere Übernahme des deutschen Biotechnologie- und Gendiagnostikunternehmens Qiagen durch den US-Technologiekonzern Thermo Fisher ist geplatzt. Wie die Amerikaner mitteilten, wurden nicht genügend Papiere angedient. Das Übernahmeangebot war am 10. August um Mitternacht ausgelaufen, bis dahin war die Offerte den Angaben zufolge lediglich für 47,02 Prozent des ausstehenden Qiagen-Aktienkapitals angenommen worden. Damit seien die Übernahmebedingungen nicht erfüllt, hieß es.

Um seine Chancen bei der Übernahme zu verbessern, hatte Thermo Fisher noch Mitte Juli sein Angebot von 39 auf 43 Euro je Qiagen-Aktie angehoben. Zudem war die Annahmeschwelle von 75 auf 66,67 Prozent der Qiagen-Anteile gesenkt worden. Weil der Deal nun platzt, muss Qiagen die vereinbarte Vertragsstrafe von 95 Millionen US-Dollar an Thermo Fisher zahlen. Die Qiagen-Aktie verbilligte sich am Nachmittag leicht um 0,2 Prozent.

13:54 Uhr

Lufthansa bricht Verhandlungen mit Verdi ab

Lufthansa
Lufthansa 8,87

Bei der Lufthansa ist derzeit alles schwierig. Beim MDax-Konzern sind die Tarifverhandlungen über Corona-Sparbeiträge des Bodenpersonals vorerst gescheitert. Lufthansa habe die Gespräche einseitig abgebrochen, bestätigte eine Konzernsprecherin in Frankfurt. Verdi sei aufgefordert, mit neuen Vorschlägen zu signifikanten Personalkosteneinsparungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die bislang angebotenen Einsparungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro reichten zur Bewältigung der sich verschärfenden Krise nicht aus.

"Die Verweigerungshaltung ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Vize-Vorsitzende des Lufthansa-Aufsichtsrats, Christine Behle. Sie wies auf die Staatshilfen in Höhe von rund 9 Milliarden Euro hin, mit denen der Konzern gerettet werden musste.

Die Lufthansa-Aktie verbilligte sich am frühen Nachmittag um 0,4 Prozent.

13:32 Uhr

Goldpreis reagiert nicht mal auf gute Nachrichten

Etwas besorgt blicken Händler derzeit auf die Gold-Futures. Sie halten eine weitere Abwärtswelle nicht für ausgeschlossen. Zwar stabilisierten sich die Kontrakte mit 0,4 Prozent Minus bei knapp unter 1940 US-Dollar. Jedoch hätten sie aufgrund der Nachrichtenlage sogar wieder deutlich Plus sein sollen, denn in Südafrika ging die Goldproduktion im Juni um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.

Allerdings warnte Stephen Innes von Axicorp, dass Gold in praktisch "jeder Hinsicht verwundbar" sei: "Ein Impfstoff, eine stärkere globale Konjunktur, Allzeithochs bei US-Aktien, alles drückt auf den Goldpreis." Selbst Silber erholt sich nach dem Absturz vom Vortag nur um magere 1 Prozent.

Goldpreis
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13:07 Uhr

Leoni-Aktie bleibt auf Sinkflug - wieder kräftiger Verlust

Schwere Zeiten auch für Leoni: Die Aktie des Autozulieferers setzte ihren Kurssturz nach den gestrigen Zahlen fort. Das im Kleinwerteindex SDax notierte Papier gab an der Frankfurter Börse um 8,1 Prozent auf 6,27 Euro nach.

Leoni hatte eine Umsatzhalbierung im zweiten Quartal vermelden müssen. Die Verluste fielen höher als erwartet aus. Analysten reagierten pikiert, so senkte die LBBW den Daumen auf "Sell" und sieht nur noch ein Kursziel von 4,80 Euro.

13:02 Uhr

Wall Street erwartet Impulse durch US-Jobdaten

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(Foto: REUTERS)

Nach den kräftigen Vortagesgewinnen dürften an der Wall Street heute kleinere Brötchen gebacken werden. Den entscheidenden Impuls dürften die wöchentlichen Zahlen der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe liefern, die eine Stunde vor Handelsbeginn veröffentlicht werden. Hier wird mit einer Zunahme um 1,1 Millionen gerechnet, nach einem Plus von 1,186 Millionen in der Vorwoche. Teilnehmer befürchten, dass sich das kurzfristige Aussetzen der Hilfe für US-Arbeitslose negativ auswirken könnte.

Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell mit einem Minus von 0,1 Prozent. Keine weiteren Neuigkeiten gibt es bei den Verhandlungen von Republikanern und Demokraten für ein neues US-Konjunkturprogramm. Mittlerweile schwindet die Hoffnung bei den Investoren, dass es hier rasch zu einer Einigung kommen wird.

Bei den Einzelwerten geht es für die Cisco-Aktie vor der Startglocke um 5,8 Prozent abwärts. Der Technologiekonzern hat in seinem vierten Geschäftsquartal zwar weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Allerdings wurden die Erwartungen übertroffen. Für Enttäuschung sorgt jedoch der Ausblick auf das laufende Quartal.

12:46 Uhr

Curevac-Börsengang ist wohl bereits zeitnah

Der US-Börsengang des Tübinger Biotechunternehmens Curevac, das an einem Corona-Impfstoff forscht, ist laut der New Yorker Technologiebörse Nasdaq bereits für morgen geplant. Aus dem online abrufbaren Terminkalender der Nasdaq ging hervor, dass am 14. August erstmals Aktien des Unternehmens öffentlich zum Verkauf angeboten werden sollen. Ein Curevac-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Termin äußern.

Der exakte Zeitpunkt des Börsengangs war bis zuletzt unklar gewesen. Die Firma hofft, an der Börse bis zu 245 Millionen US-Dollar (rund 207 Millionen Euro) bei Investoren einzusammeln. Es sei geplant, zunächst gut 13,3 Millionen Stammaktien anzubieten und zu verkaufen, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Zusätzlich solle Zeichnern eine 30-Tage-Option zum Erwerb von bis zu knapp 2 Millionen zusätzlichen Stammaktien gewährt werden. Der Preis je Aktie werde voraussichtlich zwischen 14 und 16 Dollar liegen.

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(Foto: picture alliance/dpa)

12:03 Uhr

Dax klebt fest - Thyssenkrupp-Aktie im freien Fall

Die sich hinschleppenden Gespräche über ein neues US-Konjunkturpaket zur Bewältigung der Corona-Krise haben die Anleger vor weiteren Aktienkäufen abgehalten. "Eine Einigung könnte noch auf sich warten lassen", sagte ein Analyst. So blieb der Dax bislang regelrecht kleben und verlor am Mittag 0,2 Prozent auf 13.033 Punkte. Der EuroStoxx50 fiel um 0,1 Prozent 3359 Stellen.

Größere Rücksetzer am Aktienmarkt seien aber nicht zu erwarten, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Die Investoren rechnen mit weiteren massiven Konjunkturspritzen und gehen davon aus, dass die expansive Geldpolitik in Europa sowie den USA noch lange Zeit anhalten wird. Mit der gigantischen Flut an billigem Geld bleiben Aktien äußerst attraktiv."

Eine Flut von Firmenbilanzen die Börsianer auf Trab: Mit einem Kursplus von gut 2 Prozent befanden sich Deutsche Telekom in der Dax-Spitzengruppe. Dank der Fusion seiner US-Tochter T-Mobile mit dem Rivalen Sprint hat sich der Bonner Konzern nach einem Gewinnsprung im Quartal höhere Gesamtjahresziele gesteckt. Deutsche Wohnen verloren nach einem Gewinnrückgang 0,3 Prozent.

Im MDax stürzten Thyssenkrupp um 15,7 Prozent ab. Die traditionsreiche Stahlsparte wird für den nach neuen Geschäften strebenden Konzern immer mehr zum Problem.

Im TecDax stiegen SMA Solar zeitweise um mehr als 14 Prozent. Die Quartalsergebnisse hätten durch die Bank über den Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Constantin Hessen von der Investmentbank Jefferies. Die Coronavirus-Krise habe das Geschäft des Solarindustrie-Zulieferers kaum beeinträchtigt.

11:42 Uhr

Ermittler: Reisedaten von Ex-Wirecard-Manager Marsalek gefälscht

Im milliardenschweren Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard sollen philippinische Einwanderungsbeamte Reiseunterlagen des flüchtigen Ex-Vertriebsvorstands Jan Marsalek gefälscht haben. Ermittler in dem asiatischen Inselstaat empfahlen, Anzeige gegen die beiden Verdächtigen zu erstatten. Die Beamten hätten falsche Einträge in die Datenbank des Immigrationsbüros eingegeben. Demnach wäre Marsalek am 23. Juni in der Hauptstadt Manila eingetroffen und hätte die Philippinen am folgenden Tag von der Provinz Cebu aus - die auf einer anderen Insel liegt - wieder verlassen, hieß es in einer Mitteilung der nationalen Ermittlungsbehörde.

Allerdings habe es am 24. Juni gar keinen Flug von Cebu nach China gegeben, wohin Marsalek angeblich gereist sein soll. Zudem seien den Angaben nicht - wie bei solchen Einträgen üblich - die Reisepassdaten des Österreichers beigefügt worden.

11:22 Uhr

Corona sorgt für Ebbe bei Carlsberg

Schlechte Zeiten auch für Carlsberg: Geschlossene Restaurants und Bars im Zusammenhang mit dem Coronavirus haben das Geschäft des dänischen Bierbauers kräftig getrübt. Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 15 Prozent auf 15,9 Milliarden dänische Kronen (rund 2 Milliarden Euro). Carlsberg wolle sich nun verstärkt auf seine Kosten und Liquidität konzentrieren, erklärte Konzern-Chef Cees 't Hart.

Die drittgrößte Brauerei der Welt prognostizierte aufgrund der Corona-Lockdowns in seinen Schlüsselmärkten China und Westeuropa für das laufende Geschäftsjahr einen Rückgang des organischen Betriebsgewinns um zehn bis 15 Prozent.

11:04 Uhr

Knorr-Bremse-Chef geht nach Meinungsverschiedenheiten

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(Foto: imago images/Stephan Görlich)

Chef-Wechsel an der Spitze von Knorr-Bremse: Der Vorstandsvorsitzende Bernd Eulitz scheidet Ende des Monats aus dem Unternehmen aus. Der Aufsichtsrat habe die Suche nach einem Nachfolger bereits eingeleitet, hieß es. Die Aufgaben von Eulitz werden in der Übergangszeit von den weiteren Vorstandsmitgliedern Peter Laier, Frank Markus Weber und Jürgen Wilder wahrgenommen.

Der Grund für das Ausscheiden von Eulitz nach nur zehn Monaten liege in tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten zu Fragen der Führung und der aktiven Gestaltung unternehmerischer Belange, teilte Knorr-Bremse weiter mit. Der Weggang stehe in keinem Zusammenhang mit der Performance und der erfolgreichen Unternehmensentwicklung der Knorr-Bremse AG, so der Konzern.

10:43 Uhr

VW-Abhöraffäre: Verdächtiger tot in ausgebranntem Pkw

Zwei Vögel fliegen am VW-Tower, auch bekannt als Telemoritz, vorbei. Foto: David Hutzler/dpa/Archivbild

(Foto: David Hutzler/dpa/Archivbild)

Überraschende Meldung im Zusammenhang mit der VW-Abhöraffäre: Nach Angaben der "Wolfsburger Nachrichten" ist der Hauptverdächtige tot. Dem Blatt zufolge wurde die Leiche des Mannes in einem ausgebrannten Auto im niedersächsischen Ort Rottorf aufgefunden.

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft wollte die Identität des Toten noch nicht bestätigen. Das Obduktionsergebnis liege teilweise vor, sagte eine Sprecherin. Am Körper der im Fahrzeug aufgefundenen Leiche hätten keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung festgestellt werden können.

Vor zwei Wochen hatte das Portal "Business Insider" enthüllt, dass vertrauliche VW-Sitzungen zum Streit mit dem bosnischen Zulieferer Prevent systematisch abgehört wurden. Nach einer internen Untersuchung gelang es der Konzernsicherheit, einen Verdächtigen zu ermitteln.

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10:27 Uhr

Kandidat für den Dax: Kurs von Delivery Hero geht hoch

Delivery Hero
Delivery Hero 90,90

Die Aktie von Delivery Hero ist heute ein begehrtes Objekt. Das Papier notierte 3,5 Prozent höher. Die Online-Bestellplattform für Essen gilt als heißer Nachfolger für Wirecard im Dax.

Einem Händler zufolge dürften Broker damit beginnen, Pakete zusammenzukaufen, um sie vor der Aufnahme in den Leitindex an ETFs weiterzureichen.

10:06 Uhr

Wirecard-Aktie ist nur noch zwei Flaschen Bier wert

Wirecard
Wirecard ,84

Heute ist mal wieder ein Tag, an dem man einen Blick auf die Aktie des designierten Ex-Dax-Konzerns Wirecard werfen kann: Ihr Kurs gab am Vormittag um rund 13 Prozent auf nunmehr 1,40 Euro nach. So viel kosten zwei Flaschen Bier. Für den Leitindex ist das allerdings nicht mehr als ein leichtes Jucken.

Nach dem milliardenschweren Bilanzskandal fliegt der insolvente Zahlungsabwickler am 21. August aus dem Dax.

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09:54 Uhr

Tui ist arg coronageschädigt - Milliardenverlust

Der von der Corona-Krise schwer getroffene Reisekonzern Tui hat im vergangenen Quartal einen deutlichen Verlust eingefahren. Wie das Unternehmen in Hannover mitteilte, verlor es unterm Strich 1,42 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn von 22,8 Millionen Euro verbucht. Wegen der weltweiten Reisebeschränkungen brachen demnach im zurückliegenden Geschäftsquartal auch die Umsätze um 98,5 Prozent auf 71,8 Millionen Euro ein.

Tui hatte gestern weitere Hilfen durch den Staat verkündet. Nach dem Kredit über 1,8 Milliarden Euro vom März erhält der Konzern weitere 1,2 Milliarden Euro im Rahmen eines zusätzlichen Stabilisierungspakets. Damit sollen sowohl die traditionell flaue Reisezeit im Winter sowie weitere längerfristige Reisebeschränkungen und Beeinträchtigungen durch die Pandemie abgedeckt werden.

Der Kurs der Tui-Aktie gab am Vormittag um 3,5 Prozent nach.

Tui
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09:45 Uhr

Deutsche Wohnen macht weniger Gewinn

Das Logo des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen auf einer Fahne. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild)

Die Deutsche Wohnen hat auch im ersten Halbjahr von steigenden Mieten profitiert. Die Vertragsmieten legten um 2,6 Prozent auf 421,8 Millionen Euro zu, wie das Berliner Dax-Unternehmen mitteilte. Die Mieten stiegen im Schnitt um 2,7 Prozent auf 6,93 Euro je Quadratmeter.

Der operative Gewinn (Funds from Operations 1, kurz FFO1) ging aber etwa wegen höherer Zinsaufwendungen um 1,8 Prozent auf 282,9 Millionen Euro zurück. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 216,7 Millionen Euro nach 603,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im laufenden Jahr erwartet der Immobilienkonzern aufgrund des erst kürzlich in Kraft getretenen Mietendeckels in Berlin weiterhin einen operativen Gewinn etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

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09:10 Uhr

Dax bleibt im Startblock hängen

Dax
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Der deutsche Aktienmarkt ist etwas leichter den Handel gestartet. Der Dax verlor in den ersten Minuten 0,1 Prozent auf 13.043 Punkte. Der MDax gab um 0,5 Prozent auf 27.633 Zähler nach. Der TecDax gewann dagegen 0,1 Prozent auf 3107 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 3356 Punkten.

Heute ist der Blick der Anleger wieder auf die USA gerichtet. Noch immer wird dort über die Verlängerung des Konjunkturpakets gestritten. Zudem stehen am frühen Nachmittag (MESZ) die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe an.

08:51 Uhr

RWE legt im Halbjahr zu

RWE
RWE 30,92

Der Energiekonzern RWE hat seinen Ausblick für das laufende Jahr trotz der Corona-Krise bestätigt. Auch an seinem Dividendenziel halten die Essener weiterhin fest, wie der Konzern mitteilte. RWE komme gut durch die Corona-Krise und verzeichne deutliche Ergebniszuwächse. Im ersten Halbjahr erzielte RWE ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,8 Milliarden Euro. Auf sogenannter Pro-Forma-Basis ist das ein Plus von 18 Prozent. Bei den Pro-Forma-Zahlen handelt es sich um Vergleichszahlen, die im konkreten Fall kalkulieren, wie der Konzern im Vorjahreszeitraum abgeschnitten hätte, wenn ein umfassender Deal mit Eon bereits damals umgesetzt gewesen wäre.

Der Versorger steckt in einem tief greifenden Umbau und will zu einem der weltweit führenden Erzeuger von Ökostrom werden. Dazu hat RWE ein großes Tauschgeschäft mit dem alten Rivalen Eon abgewickelt, durch das die Essener zahlreiche Windparks und Solarkraftwerke übernommen haben. Erst seit Juni ist die Transaktion komplett. Das bereinigte Nettoergebnis lag im ersten Halbjahr bei 795 Millionen Euro. Hier peilt der Konzern 2020 weiterhin eine Spanne zwischen 850 Millionen bis 1,15 Milliarden Euro an. An der geplanten Anhebung der Dividende auf 0,85 Euro je Aktie für das laufende Geschäftsjahr hält das Unternehmen ebenfalls fest.

08:35 Uhr

Gegenbewegung drückt Ölpreise nach unten

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 43,74

Die Ölpreise sind leicht gesunken und haben damit den deutlichen Anstieg vom Vortag nicht weiter fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 45,29 US-Dollar. Das waren 14 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 13 Cent auf 42,54 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung, nachdem ein unerwartet starker Rückgang der Ölreserven in den USA zur Wochenmitte noch für deutlichen Preisauftrieb gesorgt hatte. In der vergangenen Woche waren die US-Lagerbestände an Rohöl um 4,5 Millionen auf 514,1 Millionen Barrel gefallen. Sinkende Ölreserven sorgen in der Regel für Auftrieb bei den Ölpreisen. Gestützt werden die Ölpreise durch die jüngste Nachfrageprognose der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Am Mittwoch hatte die Opec im Monatsbericht des Kartells mitgeteilt, dass der Einbruch der weltweiten Ölnachfrage in diesem Jahr nicht ganz so stark ausfallen dürfte wie bisher gedacht.

08:02 Uhr

Anleger blicken auf Firmenbilanzen - Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 13.208,73

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Mittwoch hatte er dank anhaltender Hoffnungen auf neue US-Konjunkturhilfen ein knappes Prozent im Plus bei 13.058,63 Punkten geschlossen. Investoren beobachten das Gezerre in Washington weiterhin aufmerksam. Hinweise auf einen Kompromiss könnten den Börsen zusätzlichen Rückenwind geben.

Daneben legen neben den drei Dax-Firmen Deutsche Telekom, Deutsche Wohnen und RWE zahlreiche weitere heimische Firmen Geschäftszahlen vor. Unter anderem öffnen RTL und der Stahlkonzern Thyssenkrupp ihre Bücher.

07:46 Uhr

Fusion in USA beflügelt Deutsche Telekom

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,10

Der Zusammenschluss der US-Tochter T-Mobile US mit dem kleineren Konkurrenten Sprint bringt die Deutsche Telekom mit Rückenwind durch die Corona-Krise. Die Prognose für das Gesamtjahr werde angehoben, kündigte der Bonner Dax-Konzern an, der das Sprint-Geschäft im zweiten Quartal erstmals konsolidierte. Demnach rechnet Europas größter Telekomkonzern nun mit einem bereinigtem Betriebsergebnis (Ebitda) ohne Leasingaufwendungen von rund 34 Milliarden Euro statt bisher 25,5 Milliarden Euro.

Der Umsatz der Bonner stieg im zweiten Quartal um 37,5 Prozent auf 27 Milliarden Euro, während das Ebitda sogar um 56,4 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro kletterte. Damit übertraf die Deutsche Telekom die Prognosen von Analysten. Diese erwarteten in einer vom Unternehmen selbst in Auftrag gegebenen Umfrage im Schnitt einen Umsatz von 25,63 Milliarden Euro und einen bereinigten Betriebsgewinn von 8,92 Milliarden Euro.

07:22 Uhr

Stahlsparte zieht Thyssenkrupp noch tiefer ins Minus

Ein Hochöfner arbeitet am Hochofen von Thyssenkrupp. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Der Verlust in der Stahlsparte schlug allein mit rund 700 Millionen Euro zu Buche.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild)

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 5,62

Die traditionsreiche Stahlsparte wird für den nach neuen Geschäften strebenden Thyssenkrupp-Konzern immer mehr zum Problem. Die Sparte trug erheblich dazu bei, dass der Konzern im fortgeführten Geschäft - das heißt ohne das veräußerte Aufzugsgeschäft - in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 (per Ende September) operativ (bereinigtes Ebit) einen Fehlbetrag von 1,12 Milliarden Euro einfuhr, wie Thyssenkrupp mitteilte. Der Verlust im Stahl schlug allein mit rund 700 Millionen Euro zu Buche. Die Sparte ist besonders hart von den Folgen der Corona-Krise getroffen worden. Vorstandschefin Martina Merz sieht in den übrigen Bereichen erste Anzeichen für eine Stabilisierung. Im laufenden Geschäftsjahr droht dennoch ein operativer Verlust von 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro.

07:07 Uhr

Hoffnung auf neue US-Coronahilfen treibt Nikkei

Nikkei
Nikkei 23.360,30

Die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den stockenden Verhandlungen in den USA über ein neues Corona-Hilfspaket verhilft dem japanischen Leitindex zu deutlichen Gewinnen. Der 225 Werte umfassende Nikkei kletterte im Verlauf um 1,88 Prozent auf 23.272 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,1 Prozent auf 1623 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte 0,2 Prozent zu.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 106,67 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,9408 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9107 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1809 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0755 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3061 Dollar.

06:45 Uhr

Euro kann Kursgewinne halten

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Der Euro knüpft an die Kursgewinne vom Vortag an. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung knapp über 1,18 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend noch bei 1,1780 Dollar notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1771 Dollar festgesetzt. Zur Wochenmitte hatte der Euro von einer Erholung der Industrieproduktion der Eurozone nach dem Corona-Einbruch profitiert. Am Morgen rückte die Entwicklung in den USA wieder etwas stärker in den Fokus am Devisenmarkt. Der Euro erhielt erneut etwas Auftrieb durch eine Dollar-Schwäche.

In den USA ist die Inflation zuletzt unerwartet deutlich gestiegen. Wie am Mittwoch bekannt worden war, stieg die amerikanische Inflationsrate im Juli auf 1,0 Prozent, von 0,6 Prozent im Juni. Eine steigende Inflation könnte die US-Notenbank von weiteren Lockerungen ihrer Geldpolitik abhalten. Darüber hinaus stecken die Verhandlungen der politischen Parteien in Washington über ein neues staatliches Corona-Hilfspaket weiter in der Sackgasse.

06:28 Uhr

Wirecard fliegt schon im August aus dem Dax

Wirecard
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Die Deutsche Börse hat angesichts der Insolvenz des Dax-Mitglieds Wirecard ihr Regelwerk nach einer Konsultation von Marktteilnehmern überarbeitet. Gemäß der neuen Regeln werden insolvente Unternehmen nun mit einer Frist von zwei Handelstagen aus den Dax-Auswahlindizes (Dax, MDax, SDax und TecDax) herausgenommen, teilte die Deutsche Börse am Mittwochabend mit. Die von der Index-Tochter Stoxx Ltd. beschlossene Regeländerung trete zum Donnerstag, 19. August in Kraft.

Die sich daraus aktuell ergebenden Veränderungen in der Zusammensetzung von Dax und TecDax werden entsprechend am selben Abend nach 22 Uhr bekannt gegeben und nach Börsenschluss am Freitag, 21. August, umgesetzt. Grundlage der Berechnung sei die Rangliste vom 31. Juli sowie weitere Vorgaben aus dem Regelwerk. Erwartet wird von Index-Experten bereits, dass der Corona-Krisengewinner und Online-Essenslieferant Delivery Hero den Platz der in einen Bilanzskandal verstrickten und inzwischen zahlungsunfähigen Wirecard einnehmen wird. Chancen wurden aber auch dem Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise eingeräumt.

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06:15 Uhr

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