Donnerstag, 14. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

"Dax tänzelt um die 14.000er Marke"

14.030 Punkte - das ist das Dax-Tageshoch im Donnerstagshandel. Zunächst schieben die Vorgaben der Asien-Börsen den deutschen Aktienmarkt an. Am Nachmittag helfen neue Rekordstände an der Wall Street. Am Ende kann der deutsche Börsenleitindex das Niveau aber nicht halten: Er schließt bei einem Stand von 13.989 Zählern – ein Aufschlag von 0,4 Prozent zur Wochenmitte.

"Angesichts der erwarteten billionenschweren Hilfsleistungen der neuen Biden-Regierung für die US-Wirtschaft fällt die Börsenreaktion etwas mau aus. Beim Dax ist so ein bisschen die Luft raus, er tänzelt um die 14.000er Marke", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Vielleicht hat man das  längst eingepreist? Vielleicht liefen die vergangenen Handelstage aber auch einfach nur zu gut? Jetzt wird auf alle Fälle erst einmal auf die Berichtssaison gewartet."

Dax
Dax 13.815,06

Bei den Einzelwerten im Dax liegen VW und Deutsche Bank mit Gewinnen von jeweils rund vier Prozent an der Spitze der Gewinnerliste. Die Aktien der Deutschen Bank notieren wieder auf dem Niveau von rund zehn Euro. Auf der Verliererseite stehen mit SAP und Infineon zwei Technologiewerte vorn. Die Titel büßen jeweils etwas mehr als ein Prozent ein.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 152,80
Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,34

 

17:04 Uhr

Blackrock verwaltet 8.680.000.000.000 Dollar

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat im vierten Quartal seinen Gewinn um 20 Prozent gesteigert. Die zunehmende Aktivität an den Finanzmärkten habe das verwaltete Vermögen auf ein Rekordhoch getrieben, teilt BlackRock mit. Der bereinigte Nettogewinn stieg im Schlussquartal 2020 auf 1,57 Milliarden Dollar, verglichen mit 1,31 Milliarden Dollar im Vorjahr. Das verwaltete Vermögen kletterte auf 8,68 Billionen Dollar von 7,81 Billionen im Vorjahreszeitraum. Die gesamten Nettomittelzuflüsse betrugen im vierten Quartal 126,93 Milliarden Dollar und waren damit etwas niedriger als die 128,7 Milliarden Dollar im Vorjahr.

BlackRock
BlackRock 605,90

16:39 Uhr

Delta Air Lines verbrennt bis zu 15 Millionen Dollar pro Tag

Die US-Fluglinie Delta Air Lines erwartet nach dem Geschäftseinbruch im vergangenen Jahr infolge der Corona-Pandemie bessere Zeiten. Konzernchef Ed Bastian rechnet damit, dass 2021 "das Jahr der Erholung" sein wird. "Wir gehen nicht davon aus, dass die Reise bis zum Sommer wieder in der Nähe des Vorkrisenstandes sein wird, aber es wird eine bedeutende Verbesserung sein, die ausreicht, um die Rentabilität für uns in der zweiten Jahreshälfte zu steigern", sagt Bastian.

Für das erste Quartal erwartet die in Atlanta ansässige Fluggesellschaft einen Umsatzrückgang von 60 bis 65 Prozent und einen Rückgang der Linienflugkapazität um 35 Prozent. Eine Erholung der internationalen Reisen wird mindestens ein weiteres Jahr dauern. Bastian betont, die Airline werde im ersten Quartal weiterhin 10 bis 15 Millionen Dollar pro Tag verbrennen.

15:53 Uhr

Hoffnung auf Stimuli beschert Dow Allzeithoch

Spekulationen auf Rückenwind für die US-Wirtschaft durch das geplante Konjunkturpaket des künftigen US-Präsidenten Joe Biden hievt den Dow Jones auf ein Rekordhoch. Der US-Standardwerteindex steigt zur Eröffnung der Wall Street um 0,5 Prozent auf 31.223,78 Punkte. Der breit gefasste S&P500 und der technologielastige Nasdaq legen ebenfalls leicht zu, bleiben allerdings knapp unter ihren Bestmarken.

Vor größeren Käufen schreckten Investoren zurück, weil sie fürchteten, dass die Hilfen zur Abfederung der Coronavirus-Folgen kleiner ausfallen könnten als erhofft, sagt Rick Meckler, Partner beim Vermögensverwalter Cherry Lane. "Oder der Markt wird sich darauf konzentrieren, wer das alles bezahlen soll." Börsianer erwarten, dass Biden im Tagesverlauf ein zwei Billionen Dollar schweres Hilfspaket vorstellt. Dieses werde vor dem Hintergrund wieder steigender Arbeitslosenzahlen sicher auch zusätzliche direkte Zahlungen an die Bürger beinhalten. In der vergangenen Woche beantragten fast eine Million Amerikaner Arbeitslosenhilfe, deutlich mehr als vorhergesagt.

15:34 Uhr

Fast eine Million Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist zuletzt wieder sprunghaft in die Höhe geschnellt. Insgesamt stellten vorige Woche 965.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium mitteilt. In den sieben Tagen zuvor waren es lediglich 784.000 gewesen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für vorige Woche lediglich mit einem Anstieg auf 795.000 Erstanträge gerechnet.

Der Anstieg dürfte auch mit dem jüngst verabschiedeten staatlichen Pandemieprogramm zu tun haben. Darin war eine Regelung für ein zusätzliches Arbeitslosengeld in Höhe von 300 Dollar wieder aufgenommen worden, die Ende Dezember ausgelaufen war. Nun können die Gelder wieder bis Mitte März fließen In der Corona-Krise gingen in den USA mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur gut zwölf Millionen zurückgewonnen wurden.

15:10 Uhr

Shop Apotheke unter Druck: Wandelanleihe verantwortlich?

Zeitweise um bis zu sieben Prozent geht es für die Aktien von Shop Apotheke abwärts. Den Druck verorten Marktteilnehmer bei der Ankündigung einer Wandelschuldverschreibung. Der Betrag von rund 200 Millionen Euro sei zwar nicht hoch, aber die Konditionen derzeit noch offen, kommentiert ein Händler. An einer Überzeichnung gebe es wenig Zweifel, ein interessanter Indikator für den Markt werde aber sein, wie hoch sie angesichts der Aussicht auf steigende Zinsen ausfalle. Die Wandlungsprämie von 40 bis 50 Prozent sehe zwar zunächst weit entfernt aus, über die geplante Laufzeit von sieben Jahren müsse die Aktie aber nur fünf bis sechs Prozent jährlich zulegen, so der Marktteilnehmer.

Shop Apotheke
Shop Apotheke 173,80

14:17 Uhr

Deutsche Industrie stabilisiert Konjunktur

Die Industrie hat laut Bundeswirtschaftsministerium Ende 2020 die vom Lockdown gebeutelte Konjunktur stabilisiert. Das Ministerium verweist in seinem Lagebericht darauf, dass die Industrieproduktion im November weiter zugenommen hat, ebenso wie die Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes: "Dies deutet darauf hin, dass die Industrie – anders als noch im Frühjahr – von den Maßnahmen bisher weniger stark betroffen ist."

Als Folge des Teil-Lockdowns im November und der anschließenden Verschärfung und Verlängerung dürfte die Wirtschaftsleistung laut dem Ministerium nach der kräftigen Erholung im dritten Quartal von 8,5 Prozent zum Jahresende lediglich stagniert haben. Ähnlich hatte sich zuvor auch das Statistische Bundesamt bei der Veröffentlichung der Zahlen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Corona-Jahr 2020 geäußert. Das BIP schrumpfte um 5,0 Prozent und damit erstmals seit elf Jahren.

13:52 Uhr

OPEC sieht Ölnachfrage 2021 unter Vorkrisenniveau

Die globale Nachfrage nach Öl wird nach Einschätzung der OPEC im ersten Quartal 2021 aufgrund der anhaltenden Corona-Beschränkungen und der steigenden Infektionen gedämpft bleiben. In ihrem Monatsbericht hielt die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) an ihrer Prognose fest, dass die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2021 nicht wieder das Niveau erreichen wird, das vor dem Ausbruch der Pandemie herrschte.

Die weltweite Nachfrage ist 2020 um 10 Prozent gesunken und das Kartell erwartet, dass die Nachfrage 2021 wieder auf 95,9 Millionen Barrel pro Tag steigen wird, was aber 4 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen würde. Ein Barrel der Nordsee-Ölsorte Brent koset aktuell 55,73 Dollar und damit etwa 0,8 Prozent weniger als noch zur Wochenmitte.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 55,93
Rohöl WTI
Rohöl WTI 53,44

 

12:51 Uhr

Lockdowns setzen Umsatz zu: Primark-Mutter warnt

Der Primark-Eigner AB Foods warnt angesichts der Ladenschließungen in der Corona-Krise vor Umsatzeinbußen von mehr als einer Milliarde Pfund - umgerechnet rund 1,12 Milliarden Euro - im laufenden Geschäftshalbjahr. Durch die Lockdowns in Großbritannien und Europa seien inzwischen rund 76 Prozent aller Ladenflächen dicht, teilt AB Foods mit. Sollte dieser Zustand bis zum 27. Februar andauern, würden die Erlöse um mehr als eine Milliarde Pfund zurückgehen. Dies sind 55 Prozent mehr als Primark noch Ende Dezember prognostiziert hatte. Im Gegensatz zu vielen anderen Modehändlern betreibt Primark keinen Onlinehandel.

12:25 Uhr

Wall Street setzt auf Stimuli

Die Wall Street dürfte am Donnerstag einen uneinheitlichen Handelsbeginn hinlegen. Der Aktienterminmarkt lässt auf leichte Aufschläge schließen, im Technologiesektor deuten sich dagegen knappe Verluste an. Gestützt wird der Markt von Hoffnungen auf ein neues Konjunkturpaket. Die Hoffnung auf Wachstum könnte die Technologiewerte und damit die Gewinner der Coronakrise belasten, heißt es.

Der künftige US-Präsident Joe Biden will seine Pläne für das nächste US-Hilfspaket präsentieren. Im Raum steht ein Volumen von etwa 2 Billionen US-Dollar, darunter direkte Hilfen an Bürger. Händler versprechen sich davon ein Anspringen des volkswirtschaftlich bedeutsamen US-Konsums. Die zusätzliche Wirtschaftshilfe komme auch dem Aktienmarkt zugute und bestätige einmal mehr die Hoffnung auf Wachstum, sagt Investment-Stratege Luc Filip von SYZ Private Banking. "Wie die Hilfe in der Realwirtschaft bis runter zu den kleineren Unternehmen implementiert wird, wird der Schlüssel sein", so der Experte weiter.

Das auf den Weg gebrachte zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump wird von Anlegern nur noch aus den Augenwinkeln beobachtet. Immerhin zehn Mitglieder von Trumps Republikanern stimmten im Repräsentantenhaus für die Amtsenthebung Trumps. Händler hoffen, dass das sich hinziehende Verfahren nicht zu einer erneuten Spaltung des Kongresses führe und wichtige Weichenstellungen damit verhindert würden.

11:56 Uhr

Boohoo profitiert von Corona-Krise

Der britische Online-Modehändler Boohoo hat wegen gestiegener Online-Käufe während der Weihnachtszeit seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21 erneut angehoben. Es werde ein Umsatzanstieg von 36 bis 38 Prozent erwartet, teilt Boohoo mit. Zuvor war die Firma von einem Plus von 28 bis 32 Prozent ausgegangen.

Boohoo
Boohoo 325,00

11:22 Uhr

Dax schielt über die 14.000

Der Dax baut zum Mittag seine leichten Gewinne vom Start in den Donnerstagshandel aus. Der deutsche Börsenleitindex erobert dabei zwar die 14.000er Marke zurück, kann sich aber nicht merklich von ihr nach oben absetzen: Er notiert 0,5 Prozent fester bei 14.015 Zählern. "Dax spielt mit der 14.000", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Er bleibt damit weiter auf Rekordkurs." Das Allzeithoch liegt bei 14.132 Punkten.

10:38 Uhr

Deutsche Wirtschaft schrumpft im Corona-Jahr deutlich

Die deutsche Wirtschaft ist 2020 wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 5,0 Prozent und damit erstmals seit elf Jahren, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Ein stärkeres Minus hatte es zuletzt 2009 mit damals 5,7 Prozent gegeben, 2019 stieg das BIP noch um 0,6 Prozent.

Im vergangenen Jahr sorgten vor allem die Maßnahmen zur Virus-Eindämmung für eine Rezession und massive Einbrüche etwa in der Luftfahrt, im Tourismus und im Gastgewerbe. Aber auch die Messebranche und viele andere Wirtschaftszweige gerieten in einen Abwärtsstrudel. Im Frühjahr verhängte die Politik den ersten Lockdown und seit November sowie vor allem Mitte Dezember gibt es erneut starke Einschränkungen, die die Konjunktur bremsen. Die deutschen Exporte brachen 2020 kräftig ein und die Unternehmen investierten spürbar weniger. Auch die Konsumenten hielten sich mit Ausgaben zurück.

Viele Ökonomen und auch der Industrieverband BDI trauen der Wirtschaft 2021 wieder ein spürbares Wachstum von 3,5 Prozent oder mehr zu. Entscheidend dürfte sein, wie sich das Impfen entwickelt und ob Lockerungen der Corona-Maßnahmen für weniger Unsicherheit bei Firmen und Verbrauchern sorgen. 

10:22 Uhr

Geberit gewinnt trotz Corona Marktanteile

Negative Währungseffekte haben den Umsatz des Schweizer Sanitärtechnikkonzerns Geberit im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent auf 2,99 Milliarden Franken gedrückt. Die Einbußen durch die Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie aus dem ersten Halbjahr konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben in der zweiten Jahreshälfte wettmachen und auch Marktanteile gewinnen. Unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen wuchsen die Verkaufserlöse um 1,3 Prozent. Geberit stellte zudem einen Anstieg der operativen Umsatzrendite auf rund 31 Prozent in Aussicht nach 29,3 Prozent im Jahr 2019. Geberit-Aktien legen rund 0,4 Prozent zu.

Geberit
Geberit 524,80

10:08 Uhr

Südzucker rutscht tiefer in die roten Zahlen

Südzucker ist im dritten Quartal ihres Geschäftsjahres 2020/21 unter dem Strich tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der den Aktionären zurechenbare Jahresverlust weitete sich auf 140 Millionen Euro aus - von 73 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht. Dazu trugen unter anderem höhere negative Ergebnisbeiträge aus "at equity" einbezogenen Unternehmen in den Segmenten Zucker und Spezialitäten bei. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres stieg der Fehlbetrag auf 115 Millionen von 87 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 1,6 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro.

Die wirtschaftlichen Folgen im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie seien weiterhin schwer einschätzbar und könnten für den Südzucker-Konzern im Rest des Geschäftsjahres 2020/21 und darüber hinaus Chancen und Risiken bedeuten, heißt es.

Südzucker
Südzucker 12,26

09:29 Uhr

Ist Hella-Ausblick richtungsweisend für die Autobranche?

Die finalen Zahlen und der Ausblick von Hella kommen am Markt gut an. Händler bezeichnen die Daten als gut für den Gesamtmarkt, besonders die Autobranche. Der Autozulieferer habe die Prognose zwar "nur" bestätigt, dies sei aber die im Dezember erhöhte Prognose gewesen. "Das ist sehr wichtig für den Markt", sagt ein Händler. Denn die Unternehmen müssten nun unbedingt die eingepreisten Hoffnungen über eine Erholung von Corona mit harten Fakten unterlegen - und dies auch im Ausblick aufrechterhalten: "Nur so können die hohen Multiples weiter gerechtfertigt werden." Daneben enthalte der Hella-Ausblick positive Nachrichten für die Tech-Branche und Werte wie Infineon, da erneut auf Knappheit bei Chips für die Autoindustrie hingewiesen wurde. Hella-Aktien ziehen rund ein Prozent an.

Hella
Hella 51,20

09:10 Uhr

Fällt heute die 14.000er Marke wieder?

Mit kleinen Schritten nähert sich der Dax wieder der 14.000-Punkte-Marke an. Nachdem er zur Wochenmitte ein Miniplus aufweisen kann, startet er auch fester in den Donnerstagshandel. Der Dax gewinnt 0,2 Prozent auf 13.970 Zähler, nachdem er am Mittwoch mit einem Stand von 13.940 Punkten den Handel beendet hatte.

ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil verweist auf "gute Vorlagen" aus Asien. Dort hatte der Nikkei ein 30-Jahreshoch erzielt. "Zudem helfen frische Konjunkturdaten aus China", erklärt Wohlfeil. "Trotz Corona-Krise ziehen die Exporte an. Das stützt auch den Dax."

08:58 Uhr

Gewinnmitnahmen in China, 30-Jahreshoch beim Nikkei

Robuste Konjunkturdaten und Kursgewinne von Tech-Aktien haben den japanischen Leitindex Nikkei-Index auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten getrieben. Das 225 Werte umfassende Börsenbarometer stieg um 0,9 Prozent auf 28.698 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um 0,5 Prozent. "Der Aufwärtstrend des Marktes veranlasst die Investoren mehr Aktien zu kaufen", sagt Takashi Hiroki, Chefstratege bei Monex Securities, angesichts des seit fünf Handelstagen anhaltenden Aufschwungs am Aktienmarkt. "Investoren kaufen Aktien aus dieser 'Angst etwas zu verpassen'-Stimmung heraus."

Nikkei
Nikkei 28.523,26

 

Zudem half die Aussicht auf milliardenschwere US-Konjunkturhilfen. In China nahmen die Anleger Gewinne mit. Der Schanghaier Index notierte rund ein Prozent schwächer. Gefragt waren Papiere aus der Technologie-Branche, nachdem der US-Chipkonzern Intel ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis für das vierte Quartal und einen Wechsel an der Konzernspitze ankündigte. Aktien von Yaskawa Electric gewannen 5,3 Prozent, Softbank knapp drei Prozent.

08:44 Uhr

Weltgrößter Chip-Auftragsfertiger profitiert von Corona und Apple

Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC hat im vierten Quartal von der starken Nachfrage nach leistungsstarken Halbleitern in Homeoffice-Zeiten profitiert. Der Gewinn kletterte um 23 Prozent auf 142,8 Milliarden Taiwan-Dollar, was knapp 4,2 Milliarden Euro entspricht, wie TSMC mitteilt. Dazu habe auch das neue iPhone 12 von Apple beigetragen. Der Gewinn fiel höher aus als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte um 22 Prozent zu.

Taiwan Semiconductor Manufacturing
Taiwan Semiconductor Manufacturing 111,00

08:33 Uhr

"Renaulution": Autobauer setzt den Rotstift an

Renault
Renault 34,22

Der französische Autobauer Renault will mit einem schärferen Sparkus und dem Umbau zu einem softwaregetriebenen Technologiekonzern in die Erfolgsspur zurückfinden. Der neue Konzernchef Luca de Meo erläuterte sein Umbauprogramm mit dem Namen "Renaulution", mit dem er die Ertragskraft des kriselnden Konzerns kräftig steigern will, um in der schärferen Konkurrenz um einen der vorderen Plätze in der Elektromobilität mitzuhalten. "Wir werden uns von einem Autokonzern, der mit Technologie arbeitet, zu einem Technologiekonzern entwickeln, der mit Autos arbeitet und bis 2030 mindestens 20 Prozent seines Umsatzes mit Dienstleistungen, Daten und Energiehandel erzielen wird", sagte de Meo, der seit Juli an der Spitze von Renault steht und davor viele Jahre bei Volkswagen gearbeitet hatte.

Im Zuge des Umbaus soll Renault das bis 2022 gesteckte Sparziel von zwei Milliarden Euro schneller erreichen und die Kosten weiter senken - bis 2025 um drei Milliarden Euro. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sollen bis dahin von zehn Prozent des Umsatzes auf unter acht Prozent gedrückt werden. Unter den bis 2025 geplanten zwei Dutzend neuen Automodellen sollen mindestens zehn reine E-Autos sein. Renault hatte bereits Einsparungen von zwei Milliarden Euro binnen zwei Jahren angekündigt, darunter einen Abbau von 15.000 Arbeitsplätzen und eine Restrukturierung der Werke.

08:15 Uhr

Dax höher erwartet - Wachstumsdaten im Blick

Dax
Dax 13.815,06

In Erwartung wichtiger Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Mittwoch hatte er kaum verändert bei 13.939,71 Punkten geschlossen. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich zunächst auf die Zahlen zur deutschen Wirtschaftsleistung 2020. Experten rechnen wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem Einbruch um 5,1 Prozent. Das wäre fast so viel wie zur Zeit der Finanzkrise in 2009. Einige Analysten schließen auch ein größeres Minus nicht aus. Der Lockdown zum Jahresende habe viele Unternehmen schwer getroffen.

Im weiteren Tagesverlauf blicken Börsianer in Richtung USA, wo die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Experten erwarten mit 780.000 Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe einen Wert auf dem Niveau der Vorwoche.

07:41 Uhr

Tesla-Aktie fällt mit Rückruf-Aktion

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 844,55

Die Tesla-Aktie stand im nachbörslichen Handel am Mittwoch im Blickpunkt. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat den Elektroautohersteller aufgefordert, rund 158.000 Fahrzeuge wegen Sicherheitsbedenken zurückzurufen. In einem Brief verlangte die NHTSA, einige Model S-Luxuslimousinen und Model X-SUVs in die Werkstätten zurückzurufen, weil die Touchscreens nach einigen Jahren der Nutzung ausfallen können, was Sicherheitsfunktionen wie Rückfahrkameras beeinträchtigt. Für Tesla wäre dies eine relativ große Rückrufaktion, da der Hersteller im Vergleich zu Konkurrenten deutlich weniger Fahrzeuge auf den Straßen hat. Für die Tesla-Aktie ging es zwischenzeitlich um 1,3 Prozent auf 843,05 Dollar nach unten.

07:31 Uhr

Euro kann Niveau halten

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Kurs des Euro bewegt sich unter dem Strich zunächst nur wenig. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,2153 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,2166 Dollar festgesetzt.

Am Devisenmarkt bleibt die Spekulation auf ein größeres Konjunkturhilfspaket unter dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden weiter ein bestimmendes Thema. Zuletzt hatte die Aussicht auf eine Aufstockung des Hilfsprogramms zu einer längeren Phase mit steigenden Renditen für US-Staatsanleihen gesorgt und den Dollar gestärkt. Seit der Wochenmitte hat sich die Lage vorerst etwas beruhigt. Im weiteren Tagesverlauf dürften Konjunkturdaten stärker in den Fokus rücken. Auf dem Programm stehen unter anderem Daten zur deutschen Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr. Die Anleger warten gespannt darauf, wie stark der Corona-Einbruch in der größten Volkswirtschaft Europas ausgefallen ist.

07:13 Uhr

Chinas Exporte steigen 2020 auf ein neues Rekordhoch

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Container so weit das Auge reicht im Hafen von Shanghai.

(Foto: REUTERS)

China hat im vergangenen Jahr einen Exportrekord erzielt. Das Land dürfte 2020 als einzige Wirtschaftsmacht Wachstum verzeichnet haben. Die chinesischen Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf einen historischen Höchststand, wie Daten der allgemeinen Zollbehörde zeigten. Die Importe fielen um 1,1 Prozent, was zu einem Jahreshandelsüberschuss von 535,03 Milliarden US-Dollar führte.

  • Im Dezember stiegen Chinas Lieferungen ins Ausland um 18,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
  • Im November hatte der Anstieg noch 21,1 Prozent betragen, während vom "Wall Street Journal" befragte Ökonomen im Median einen Anstieg von 12,9 Prozent prognostiziert hatten.
  • Die Importe stiegen im vergangenen Monat um 6,5 Prozent und lagen damit über dem Anstieg von 4,5 Prozent im November und über den Erwartungen der Ökonomen, die mit einem Anstieg von 5,1 Prozent kalkuliert hatten.
  • Der Handelsbilanzüberschuss im Dezember lag bei 78,17 Milliarden Dollar, und war damit höher als im November mit 75,42 Milliarden. Ökonomen hatten nur mit 72 Milliarden Dollar gerechnet.
06:40 Uhr

Nikkei katapultiert sich auf höchsten Stand seit drei Jahrzehnten

Nikkei
Nikkei 28.523,26

Der japanische Leitindex hat den höchsten Stand seit rund drei Jahrzehnten erreicht. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg im Verlauf um 1,38 Prozent auf 28.849 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um rund 0,9 Prozent auf 1880 Zähler. "Der Aufwärtstrend des Marktes veranlasst die Investoren, mehr Aktien zu kaufen", sagte Takashi Hiroki, Chefstratege bei Monex Securities, angesichts des seit fünf Handelstagen anhaltenden Aufschwungs am Aktienmarkt. "Investoren kaufen Aktien aus dieser 'Angst, etwas zu verpassen'-Stimmung heraus."

Gefragt waren Papiere aus der Technologie-Branche, nachdem der US-Chipkonzern Intel ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis für das vierte Quartal und zudem den Abgang seines Vorstandschefs ankündigte. Murata Manufacturing legten 2,85 Prozent zu, Yaskawa Electric um 5,65 Prozent, Softbank um 3,45 Prozent. Im Devisenhandel in Fernost verlor der Euro 0,14 Prozent und kostete 1,2141 Dollar.