Dax stabiliert sich nach Kursrutsch
Am deutschen Aktienmarkt konnten sich die Kurse etwas erholen. Der Dax stieg um 0,3 Prozent auf 13.110 Punkte. Die Umsätze waren im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage bereits dünn, ebenso die Nachrichtenlage.
Zwar ist der Dax mit dem jüngsten Rücksetzer in die Handelsspanne zwischen gut 12.800 und gut 13.200 Punkten zurückgefallen. "Damit sollte sich die Seitwärtsphase nun erst einmal ausdehnen", sagte ein Marktanalyst. Positiv bewerteten Händler allerdings, dass eine erste Attacke auf die 13.000er Marke im frühen Handel bei 13.014 Punkten gestoppt wurde. Damit sei die 13.000er Marke nicht mehr unmittelbar gefährdet. Zudem hat der Druck vom Umfeld stark nachgelassen. Sowohl der Euro als auch die Renditen am Anleihenmarkt veränderten sich kaum noch.
Größter Gewinner waren Fresenius mit einem Plus von 1,6 Prozent. Warburg hat die Aktien auf die Kaufliste genommen. Dagegen ging es mit den deutschen Versorgern weiter abwärts, so mit RWE, die 1,6 Prozent verloren. Im MDax lagen Kion mit einem Plus von 3,1 Prozent weiter auf Erholungskurs, auch Aurubis legten deutlich zu. Dagegen gaben die Versorger der zweiten Reihe ebenfalls nach, Uniper und Innogy gaben 2 bzw 1,6 Prozent ab.
Im SDax lagen Elringklinger mit einem Plus von gut 5 Prozent weiter auf Erholungskurs, im TecDAX zogen Aixtron und Nordex deutlich an. Steinhoff haben ihre Talfahrt beendet und gingen 0,7 Prozent höher aus dem Handel.
Kauflaune in Euro-Zone hellt sich deutlich auf
Die Verbraucher im Euro-Raum haben eine überraschend große Freude am Konsum: Die Kauflaune hat sich im Dezember überraschend deutlich verbessert.
Das Barometer für das Verbrauchervertrauen legte zum Vormonat um einen halben Zähler auf plus 0,5 Punkte zu, wie aus den von der EU-Kommission vorgelegten Daten hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf 0,2 Zähler gerechnet.
Die Euro-Zone hat derzeit konjunkturell Rückenwind, wobei die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt auch die Verbraucherstimmung hebt.
"Bitcoin Jesus" gibt Tipps für Kryptogeld-Fans
Interesse an einem Rat aus dem Inner Circle der Bitcoin-Community?
Roger Ver alias "Bitcoin Jesus", CEO von Bitcoin.com, warnt davor, dass die Miner bzw. Schürfer auf Bitcoin Cash umsteigen könnten, wenn der kleine Ableger populär genug wird. Anleger sollten deshalb "ihre Bitcoin an einer Börse halten", sagte er CNBC.
Setzt eine Massenflucht aus Bitcoin ein, könnte man so seine Coins sofort an der Börse tauschen oder verkaufen. Liegen die Token auf dem Handy oder auf dem Computer, sei es dafür zu spät, so Ver: "Du stehst mit Nichts da, statt mit Wenig."
Ver räumt ein, dass er vor Jahren noch etwas anderes gesagt hat. Damals habe er vor Börsen gewarnt, weil sie gehackt werden können - was nicht selten passiert. Laut einer JPMorgan-Studie wurden bisher Bitcoin im geschätzten Gegenwert von 630 Millionen Dollar gestohlen.
Ver gehört zu den ganz frühen Bitcoin-Investoren, deshalb erhielt er den Spitznamen Bitcoin Jesus. Inzwischen ist er ein Fan von Bitcoin Cash. Der digitale Ableger ist in seinen Augen schneller, billiger und zuverlässiger als die ursprüngliche Version des Bitcoin.
Wall Street tritt auf der Stelle
Nachdem die Steuerreform genehmigt ist, fehlen den US-Finanzmärkten erst einmal neue Impulsgeber. Die Aktienkurse an der Wall Street kommen daher erst einmal nicht vom Fleck.
Der Dow-Jones-Index notiert 0,1 Prozent höher bei 24.770 Zählern, der S&P 500 gewinnt ebenfalls minimal und steht damit bei 2684 Punkten.
Die US-Zahlen haben zunächst kaum Einfluss auf die Märkte. Während die Wachstumszahlen leicht nach unten revidiert wurden und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe die Schätzungen übertraf, ist der Konjunkturindex der Notenbankfiliale in Philadelphia deutlich besser ausgefallen als erwartet:
"Besonders die Auftragskomponente überzeugt", sagt ein Marktteilnehmer. Der Index der bezahlten Preise ging dagegen deutlich zurück.
US-Möbelhaus akzeptiert Cybergeld - Kurs explodiert
Das Thema Bitcoin treibt weiter seltsame Blüten:
So beschert der geplante Verkauf von Waren gegen Bitcoin & Co. Nova LifeStyle einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien des amerikanischen Möbelhändlers steigen im vorbörslichen US-Handel um 38 Prozent auf 3,35 Dollar.
Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, künftig Bitcoin und andere große Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren.
Lufthansa darf Air-Berlin-Tochter Walter kaufen
Die EU-Kommission hat der Lufthansa den Kauf der Air-Berlin-Tochter LG Walter unter Auflagen erlaubt.
Die Lufthansa habe ausreichende Zugeständnisse gemacht, sodass der Kauf nur begrenzte Auswirkungen auf den Wettbewerb habe, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Demnach verzichtet die Lufthansa auf einige Start- und Landerechte in Düsseldorf.
Die LGW hat gut 500 Mitarbeiter und rund 30 Maschinen. Vergangene Woche stimmte die EU-Kommission bereits dem geplanten Kauf von Unternehmensteilen der Air Berlin durch Easyjet zu.
US-BIP und Philly-Fed-Index: So läuft's in den USA
Die US-Wirtschaft ist einen Tick schlechter in Form als gedacht. Zwischen Juli und September stieg das BIP auf Jahressicht um 3,2 Prozent. Auch wenn das etwas weniger ist als die zuvor geschätzten 3,3 Prozent, so ist es dennoch das kräftigste Quartalswachstum seit Anfang 2015.
Im Frühjahr hatte es zu 3,1 Prozent gereicht, so dass jetzt erstmals seit 2014 in zwei Quartalen in Folge eine Drei vor dem Komma steht.
Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2017 bislang mit einem Plus von 2,2 Prozent, das 2018 auf 2,3 Prozent steigen dürfte. Viele Experten gehen inzwischen aber davon aus, dass die weltgrößte Volkswirtschaft wegen der Steuerreform mehr Fahrt aufnehmen könnte als bislang gedacht.
Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich derweil im Dezember wider Erwarten aufgehellt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia stieg auf plus 26,2 Punkte von plus 22,7 im November. Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 21,3 erwartet.
Offener Brief an Siemens-Chef Joe Kaeser
Die Siemens-Betriebsratsvorsitzenden werfen Konzernchef Joe Kaeser in einem Offenen Brief wegen der geplanten Einschnitte in zwei Sparten Verantwortungslosigkeit vor.
Kaeser spreche öffentlich über Elitenversagen und Grundeinkommen, lasse aber "gegenüber den eigenen Beschäftigten die oft zitierte Verantwortung außer Acht", heißt es in dem Schreiben der Arbeitnehmervertreter an Aufsichtsratsmitglied Nathalie von Siemens und die Familie von Siemens. "Wir als ArbeitnehmervertreterInnen fragen uns: Geht man so mit Menschen um, die jahrelang unermüdlich Einsatz für das Unternehmen gezeigt haben?"
Siemens will in der Kraftwerks- und der Antriebssparte weltweit 6900 Arbeitsplätze streichen, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Auch mehrere Standorte stehen auf der Kippe.
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"Nicht genug Klarheit": Weniger Niki-Gebote als erwartet
Nach Zeitfracht (siehe Eintrag um 11:36 Uhr) hat nun auch Ryanair sein Interesse an der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki verloren.
"Leider gab es nicht genug Klarheit über die Vermietung von Lufthansa-Flugzeugen an Niki, das konnten wir nicht rechtzeitig lösen", teilte das Unternehmen mit. Wie erwartet reichte unterdessen aber Niki-Gründer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda ein Angebot zur Übernahme des Ferienfliegers ein. Er hatte im Vorfeld ebenfalls kritisiert, dass nicht klar sei, wie viele Flugzeuge Niki überhaupt noch zur Verfügung stünden.
Von der Flotte von 20 Maschinen hat die Lufthansa nach eigenen Angaben vier Flieger gekauft. Diese muss sie aber dem neuen Eigentümer von Niki weiterverkaufen, nachdem sie selbst den Plan einer Niki-Übernahme verworfen hat.
Der Insolvenzverwalter will rasch Nägel mit Köpfen machen. Alle eingehenden Angebote für Niki sollen noch im Laufe des Tages geprüft und dem Gläubigerausschuss schon am Freitag vorgelegt werden.
Lob für Steuerreform: Es gibt Boni und Investitionen
Nach dem Ja für die Steuerreform von Donald Trump haben mehrere große US-Unternehmen einen regelrechten Geldregen für ihre Beschäftigten angekündigt.
Der Telekommunikationskonzern AT&T erklärte, er werde seinen 200.000 Angestellten einen Bonus von jeweils 1000 Dollar (844 Euro) zahlen, und zwar noch in den Weihnachtsferien. Außerdem will AT&T im kommenden Jahr eine Milliarde Dollar mehr investieren als bislang geplant. Hier mehr dazu
Der Flugzeugbauer Boeing will 300 Millionen Dollar zusätzlich investieren, etwa in die Ausbildung der Angestellten und in Maßnahmen für den "Arbeitsplatz der Zukunft". Die Regionalbank Fifth Third Bancorp kündigte an, den Mindestlohn für alle Angestellten auf 15 Dollar anzuheben und mehr als 13.500 Beschäftigten eine Sonderprämie von 1000 Dollar zu zahlen.
Die Reform werde das Wirtschaftswachstum anschieben und "gut bezahlte Jobs" schaffen, erklärte AT&T-Chef Randall Stephenson. "Wir applaudieren und danken dem Kongress und der Regierung für ihre Führung", erklärte Boeing-Chef Dennis Muilenburg. Sie hätten die Gelegenheit ergriffen, "wirtschaftliche Energie in den USA zu entfesseln".
"Wir machen Amerika wieder groß", lautet Trumps Motto. Ist das so? Lesen Sie hier die Einschätzung vom Kollegen Hannes Vogel: "Merry Christmas" für Reiche: Fünf Fakten über Trumps Steuerreform".
Banken sind die letzten Heuler im Dax
Der Dax scheint sein Pulver für dieses Jahr verschossen zu haben. Der Euro notiert unverändert bei 1,1872 Dollar. Und sonst?
Fangen wir im Keller an: Zu den größten Verlierern gehören Commerzbank-Titel mit einem Kursminus von 1,0 Prozent. Grund sind geplatzte Übernahmefantasien, sagt ein Händler.
Deutsche BankUnicredit-Chef Jean Pierre Mustier sagte dem "Handelsblatt", er wolle seine Bank in den kommenden Jahren ausschließlich aus eigener Kraft stärken. Insidern zufolge hatten die Italiener ein Auge auf die deutsche Rivalin geworfen.
Um 1,5 Prozent bergab geht es für die Aktien der Deutschen Bank. Dort sollen im Zuge der Integration der Postbank über ein Freiwilligenprogramm bis zu 1000 Stellen gestrichen werden.
Wer sich fragt, wie es an der Börse 2018 weitergeht, kann sich hier ein Bild verschaffen:
Japans Notenbankchef: Bitcoin ist "abnormal hoch"
Das Thema Bitcoin bleibt uns auch heute erhalten:
Der Chef der japanischen Notenbank, Haruhiko Kuroda, hat sich zu der umstrittenen Kryptowährung geäußert. Der Bitcoin sei ein "Spekulationsobjekt", so der Notenbanker nach dem Zinsentscheid der Bank of Japan. Die Kritik ist deshalb bemerkenswert, weil Japan anders als China Kryptowährungen wie Bitcoin bisher eigentlich sehr offen gegenüberstand.
Der Bitcoin-Kurs, der in diesem Jahr um bis zu 1800 Prozent gestiegen war, wirke "abnormal hoch", sagte Kuroda. Ob es sich um eine Preisblase, also eine nicht nachhaltige Entwicklung handele, wollte Kuroda nicht bewerten. Der Bitcoin verhalte sich jedoch nicht wie ein normales Zahlungsmittel. Dies ist für viele Fachleute ein Grund, dem Bitcoin den Status einer Währung abzusprechen.
Was man beim Kauf von Bitcoin beachten sollte, erklärt Timo Emden von IG Telebörse.de:
Bricht der Euro dem Dax das Genick?
Der deutsche Leitindex gibt zum Marktstart 0,2 Prozent nach. Der kräftige Zinsanstieg des Vortages in Kombination mit dem Sprung des Euro auf zeitweise 1,19 Dollar könne sich als "Genickbruch" für Europas Aktienmärkte erweisen, sagen Händler. Der Index notiert zuletzt bei 13.013 Punkten.
DaxDer exportlastige Index dürfte wie üblich am stärksten darunter leiden und den Bruch auch der 13.000er-Marke nur noch zu einer Frage der Zeit machen, lautet die Einschätzung der Marktbeobachter. Damit hätte sich der Kurssprung vom Wochenbeginn als veritable Bullenfalle entpuppt.
Guten Morgen, mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.
Bruch der 13.000er-Marke nur noch Frage der Zeit
DAXDer kräftige Zinsanstieg am Vortag in Kombination mit dem Sprung des Euro auf zeitweise 1,19 Dollar dürfte die europäischen Aktienmärkte heute in den Keller ziehen.
Am stärksten wird wohl der exportlastige Dax darunter leiden. Der Bruch der 13.000er-Marke könnte nur noch eine Frage der Zeit sein.
Außerdem dürfte sich die Underperformance des Dax gegenüber dem US-Markt damit noch weiter verschärfen. Dass es sich mit der Aktienschwäche um ein rein europäisches Problem handele, zeige das Dollar-Yen-Verhältnis, heißt es im Handel.
"Da gibt es nicht das kleinste Anzeichen von Risk off mit einem steigenden Yen", sagt ein Händler. Die Entscheidung zugunsten unveränderter Zinsen durch die Bank of Japan spiele vor diesem Hintergrund keine Rolle. Zu den Risiken für Europa zählen Händler dazu die Wahl in Katalonien am Berichtstag.
Nikkei kann sich knapp behaupten
Die Börsen in Ostasien können sich den schwächeren Vorgaben aus Europa weitgehend entziehen und tendieren uneinheitlich. Die endgültige Verabschiedung der Steuerreform in den USA sorgt in der Breite für keine Impulse mehr, sie galt ohnehin nur noch als Formsache.
In Tokio liegt der Nikkei-225 nach einem leichteren Start knapp behauptet bei 22.881 Punkten. Ein leicht positiver Impuls kam hier im Verlauf des Handels von der Entscheidung der japanischen Notenbank, ihre expansive Geldpolitik unverändert fortzusetzen.
Gleichwohl zeigt sich der Yen von der mehrheitlich auch so erwarteten Entscheidung kaum tangiert. Der Dollar kostet 113,40 Yen, nachdem er vor dem unverändert gelassenen Zehnjahres-Renditeziel von rund null Prozent noch bei gut 113,30 gelegen hatte.
Klarer Tagesverlierer ist Seoul, wo es im Späthandel um 1,4 Prozent nach unten geht. Hier trüben Kursverluste im Technologiesegment die Stimmung. Das Indexschwergewicht Samsung Electronics verliert über 3,3 Prozent, SK Hynix büßen 3,7 Prozent ein.