Freitag, 07. Februar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:55 Uhr

Corona-Delle: Dax sackt nach starker Woche leicht ab

Nach einem Anstieg des Dax von rund vier Prozent in dieser Woche haben sich die Anleger am Freitag zurückgehalten. Der deutsche Leitindex büßte bis Handelsschluss 0,4 Prozent auf 13.513 Punkte ein. Der MDax gab 0,8 Prozent auf 28.671 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx verlor 0,2 Prozent.

DAX
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Anleger blicken wegen der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus mit Skepsis nach China. "Die Unsicherheit über die Ausbreitung und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bleibt hoch und wird die Finanzmärkte auch in den nächsten Wochen beschäftigen", sagte Chris-Oliver Schickentanz, Chefanlagestratege der Commerzbank.

Für Verstimmung sorgte auch die überraschend schwach ausgefallene deutsche Industrieproduktion. Ein Gegengewicht stellte dafür der bisherige Verlauf der Berichtssaison dar. "Die Berichtssaison in Europa ist gut gestartet", sagte Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank. Mehr als die Hälfte der Konzerne habe bisher die Gewinnerwartungen übertroffen, gut 40 Prozent sogar um mehr als 5 Prozent.

Im Dax setzten die Titel der Deutschen Bank ihre Rally fort. Nach mäßigem Start eroberten sie mit plus 2,1 Prozent erneut die unangefochtene Indexspitze. Am Vortag war der Kurs bereits um fast 13 Prozent nach oben geschnellt. Zu den Gewinnern gehörten ansonsten noch einige Aktien mit defensivem Charakter wie Vonovia, RWE oder die Deutsche Teleko.

Zu den größten Verlierern zählten Autowerte: VW, BMW und Daimler gaben bis zu 2,7 Prozent nach. Die Automobilindustrie spürt zunehmend die Folgen des Virusausbruchs in China. Marktbeobachter verwiesen auf konkrete Aussagen von Fiat Chrysler: Der Konzern warnte, er müsse möglicherweise ein Werk in Europa zeitweise stilllegen, wenn die Coronavirus-Epidemie in China anhalte. In Mailand büßten die Titel 1,6 Prozent ein, an der New York Stock Exchange notierten sie zuletzt 2,7 Prozent leichter.

Das war der letzte Börsen-Tag der Woche, der ganz im Zeichen der Corona-Epidemie stand. Es gibt große Fragezeichen: Wann und wie trifft der Virus die Weltkonjunktur? Wird es China gelingen, eine Wirtschaftserholung mit massiven Konjunktur- und geldpolitischen Maßnahmen einzuleiten? Grundsätzlich schauen Börsianer noch optimistisch in die Zukunft. Über die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Virus sowie andere wichtige Themen halten Sie ab jetzt meine Kollegen von der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. Schauen Sie immer wieder mal vorbei und bleiben Sie informiert!

17:22 Uhr

Russland belastet Ölpreise

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 41,85

Die trüben Konjunkturaussichten in China wegen der Virusepidemie drücken die Ölpreise. Denn es scheint immer unwahrscheinlicher, dass sich das Erdölkartell Opec mit Russland vor Ende der kommenden Woche auf eine Förderbegrenzung in Reaktion auf die Virusepidemie verständigen wird. Dies ließ der russische Energieminister Nowak verlautbaren. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 1,3 Prozent auf 50,29 US-Dollar, die global gehandelte Sorte Brent um 0,6 Prozent auf 54,60 Dollar.

Seit Jahresbeginn sind die Ölpreise um 16 Prozent gefallen. Die größte Belastung kommt aus China und von der dortigen raschen Verbreitung des Coronavirus. Als Folge wird eine merkliche wirtschaftliche Abschwächung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erwartet. Die Nachfrage nach Erdöl wird daher mutmaßlich schwächer. Die Erdölstaaten diskutieren deswegen über Förderkürzungen, um den Preisrückgang zu stoppen.

17:01 Uhr

Coronafälle setzen Aktien von Kreuzfahrt-Anbietern zu

Aktien von US-Kreuzfahrt-Anbietern fallen wegen der sich häufenden Corona-Erkrankungen von Passagieren an Bord.

Die Papiere von Royal Caribbean, Carnival und Norwegian verlieren an der New Yorker Börse jeweils zwischen vier und fünf Prozent. "Irgendwann könnte es zu etwas werden, das das Vertrauen der amerikanischen Kunden beeinträchtigt", sagt Marktstratege Sameer Samana vom Wells Fargo Investment Institute.

16:26 Uhr

Ford holt neuen Mann an die operative Spitze

Ford zieht nach einer Gewinnwarnung und einem deutlichen Vertrauensverlust bei den Aktionären personelle Konsequenzen. Der zweitgrößte US-Autobauer berief Jim Farley zum Chief Operating Officer. Damit wird der 57-Jährige für alle globalen Märkte, das Automobilgeschäft und die Themen neue Mobilität und autonomes Fahren zuständig sein.

Ford
Ford 5,85

Er gilt zugleich als potenzieller Nachfolger für Konzernchef Jim Hackett, der 2017 angetreten war, um den Konzern umzubauen. Farleys Ernennung erfolgte nur drei Tage, nachdem Ford mit einer enttäuschenden Gewinnprognose die Anleger verschreckt hatte. Die Aktie von Ford war daraufhin an der Wall Street unter die Räder gekommen.

16:10 Uhr

Coronavirus schickt Dax und Dow in den Keller

Der Handel an der Wall Street erinnert an vergangenen Freitag. Damals hatten die US-Börsen mit der Sorge um eine Pandemie in China im Verlauf immer deutlicher nachgegeben. Die Risiken und die Aktienbestände wurden zurückgefahren.

Heute verhalten sich die Anleger ähnlich, der Aktienmarkt fällt. Nach dem jüngsten Rekordlauf der US-Börsen müssen für die Gewinnmitnahmen schwache Konjunkturdaten aus Europa herhalten. Kurz nach der Eröffnung verliert der Dow-Jones-index 0,6 Prozent auf 29.190 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 0,4 bzw. 0,6 Prozent ein.

Vorbörslich hatten die Aktienfutures ihre Verluste mit einem gemischten Arbeitsmarktbericht nur kurz reduziert. Zwar hat der Stellenaufbau im Januar die Markterwartungen um Längen übertroffen, doch liefert die separat erhobene Arbeitslosenquote, die entgegen der Prognose leicht zugelegt hat, eher negative Signale.

Gewinnmitnahmen gibt es auch hierzulande: Nach einem Anstieg des Dax von rund vier Prozent in dieser Woche ist Schluss mit der Gewinnserie. Der deutsche Leitindex fällt bis zum Nachmittag um 0,7 Prozent auf 13.478 Punkte.

 

14:51 Uhr

US-Jobmotor läuft auf Hochtouren

Der US-Arbeitsmarkt ist mit überraschend viel Schwung ins Jahr gestartet. Im Januar entstanden 225.000 neue Jobs. Volkswirte hatten lediglich mit 160.000 gerechnet. Im Dezember wurden nach revidierten Zahlen 147.000 Stellen geschaffen. Der Jobmotor läuft somit auf Hochtouren: Denn ein Stellenaufbau von 100.000 im Monat gilt bereits als ausreichend, um mit dem Bevölkerungswachstum in den USA Schritt zu halten.

Die separat ermittelte Arbeitslosenquote stieg unterdessen um einen Tick auf 3,6 Prozent. Dies entspricht dennoch praktisch Vollbeschäftigung - ein Ziel, das die US-Notenbank Federal Reserve ebenso wie stabile Preise anstrebt.

14:34 Uhr

Verstaatlichte Krisenbank Monte Paschi macht Milliardenverlust

Die mehrheitlich staatliche italienische Bank Monte dei Paschi di Siena hat im vierten Quartal einen Verlust von 1,22 Milliarden Euro verbucht. Grund dafür ist eine Abschreibung von mehr als 1 Milliarde Euro auf latente Steuerforderungen, wie das Geldhaus mitteilt.

Monte dei Paschi
Monte dei Paschi 1,39

Verglichen mit dem Vorjahr, als ein Minus von 100,7 Millionen Euro zu Buche stand, hat sich der Fehlbetrag damit massiv erhöht. Er blieb allerdings etwas unter den Analystenerwartungen, die laut Factset bei minus 1,26 Milliarden Euro lagen.

Im Gesamtjahr stand ein Fehlbetrag von 1,03 Milliarden Euro bei Monte dei Paschi in der Bilanz, während im Jahr zuvor noch 278,6 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet worden waren. Die Milliardenbelastung kommt nicht überraschend. Schon im Januar hatte die Bank aus Siena, die zu 68 Prozent dem italienischen Staat gehört, vor der Abschreibung gewarnt und eine Größenordnung von 1,2 Milliarden Euro genannt.

14:24 Uhr

Bitcoin flirtet mit der 10.000er-Marke

Themenwechsel, das heißt, weg vom Coronavirus und Werksschließungen in China hin zum Bitcoin. Totgesagte leben bekanntlich länger ...

Bitcoin Liquid Index
Bitcoin Liquid Index 10.650,77

Die Erholung von Bitcoin geht weiter. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verteuert sich um 1,4 Prozent und ist mit 9874,36 Dollar so teuer wie zuletzt vor dreieinhalb Monaten.

Offenbar positionierten sich Anleger für das nahende "Halving", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Damit bezeichnen Experten die automatische Halbierung der Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum durch "Schürfen" neu geschaffen werden kann. Damit soll eine Inflation verhindert werden.

 

 

Hier mehr zum anstehenden "Halving":

 

 

13:19 Uhr

Rückenwind aus USA: Nokia und Ericcson legen deutlich zu

Rufe des US-Justiziministers William Barr nach einer staatlichen Unterstützung für die Huawei-Konkurrenten Ericsson und Nokia haben die Aktien der beiden europäischen Netzwerkausrüster beflügelt. Die Titel der skandinavischen Konzerne legen um deutlich mehr als vier Prozent zu.

Die USA und Verbündete sollten erwägen, sich einen "beherrschenden Anteil" an den beiden Ausrüstern zu sichern, um Huawei beim Aufbau der dringend benötigten 5G-Netze die Stirn bieten zu können, hatte Barr zuvor gesagt. Dies könne durch den Staat oder über ein Konsortium amerikanischer und verbündeter Firmen geschehen, fügte er auf einer Konferenz in Washington hinzu, die sich mit chinesischer Wirtschaftsspionage beschäftigte.

12:51 Uhr

Toyota verlängert Produktionsstopp in vier chinesischen Werken

Und die Ankündigungen von verlängerten Werksferien reißen nicht ab:

Auch Toyota verschiebt erneut die Wiederinbetriebnahme vier großer Werke in China wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Wie der größte japanische Autohersteller mitteilt, wird die Produktion dort bis mindestens Anfang übernächster Woche (17. Februar) stillstehen.

Toyota
Toyota 57,00

Toyota hatte vergangene Woche angekündigt, den Betriebsbeginn der vier Werke in China nach dem chinesischen Neujahr zunächst bis kommenden Montag zu verschieben. Dies hatten die chinesischen Behörden angeordnet.

In der kommenden Woche werde man Vorbereitungen für die Rückkehr zu einem normalen Betrieb treffen, hieß es. Toyota hatte im vergangenen Jahr in den vier Fabriken in Tianjin, Chengdu, Changchun und Guangzhou rund 1,4 Millionen Fahrzeuge für den chinesischen Markt produziert, 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

12:17 Uhr

Apple-Zulieferer in China weisen Arbeiter an, weiter zu Hause bleiben

Hon Hai Precision Industry, der wichtigste Partner von Apple, hat seine Mitarbeiter im Werk in Shenzhen aufgefordert, nach der verlängerten Neujahrspause am 10. Februar nicht zur Arbeit zurückzukehren. Der iPhone-Zulieferer Foxconn soll seine Belegschaft in Shenzhen ebenfalls angewiesen haben, sich von der Fabrik fernzuhalten. Das berichtet die Finanzagentur Bloomberg unter Berufung auf ein internes Memo.

Die chinesischen Behörden haben eigentlich vorgesehen, dass die Produktion in den Fabriken kommende Woche wieder normal anläuft. Shenzhen ist eine moderne Metropole im Südwesten Chinas, die Hongkong mit dem chinesischen Festland verbindet.

Im Werk in Zhengzhou in Zentralchina will der taiwanische Elektronikkonzern Foxconn Mitarbeiter unter Quarantäne stellen, um so der Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. So soll sichergestellt werden, dass die Produktion von iPhones für Apple in der kommenden Woche auch wieder anlaufen kann. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sollen die Mitarbeiter dafür über eine Zeitspanne von mindestens sieben Tagen isoliert werden.

Foxconn liefert Geräte und Komponenten für Apple sowie auch andere Technologiefirmen. Die Millionenmetropole Zhengzhou wird von den Arbeitern auch "iPhone City genannt".

11:56 Uhr

Autotitel unter Druck - Fiat Chrysler kämpft mit Folgen des Coronavirus

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Das Werkstor in Turin: Die Folgen der Virus-Ausbreitung werden auch außerhalb Chinas zunehmend spürbar.

REUTERS

Die Auto-Aktien drücken zum Wochenausklang auf den Dax. VW verlieren 2,4 Prozent, in Mailand geben Fiat Chrysler 2,2 Prozent ab. Der Stoxx-Auto-Index führt mit einem Minus von 1,6 Prozent die Verlierer unter den Branchenindizes an.

Händler verweisen auf Fiat Chrysler: Der Konzern warnt, schlimmstenfalls müsse ein Werk in Europa zeitweise stillgelegt werden, wenn der Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in China anhalte. Welches, ist nicht bekannt. Fiat-Geschäftsführer Michel Manley sagte der "Financial Times" lediglich, vier chinesische Zulieferer seien von Werksschließungen betroffen. Den europäischen Fabriken drohe aus diesem Grund ein Lieferengpass.

Laut Jochen Stanzl von CMC Markets werden die Folgen der Virus-Ausbreitung zunehmend spürbar. "Es gibt immer noch mehr Ansteckungen als geheilte Patienten." 

Ebenfalls schwach zeigen sich in Europa die Aktien der Luftfahrtgesellschaften, so Lufthansa, aber auch Air France-KLM.

11:39 Uhr

Handelsministerium: China beendet Zwangspause für Fabriken

Die Werksschließungen in China wegen der Corona-Epidemie sollen in der kommenden Woche nicht verlängert werden. Das berichtet Forexlive unter Berufung auf das chinesische Handelsministerium.

Vorausgesetzt, es gebe solide Präventionsmaßnahmen gemäß den behördlichen Anforderungen, würden die wirtschaftlichen und technischen Entwicklungszonen im Land ihre Produktion - insbesondere die von Notvorräten - wieder aufnehmen.

11:15 Uhr

Weltgrößter Kosmetikhersteller klettert auf Rekordhoch

Aufwärts geht es mit der Aktie des weltgrößten Kosmetikherstellers L'Oreal:

Starke Quartalsergebnisse und ein optimistischer Ausblick hieven die Titel auf ein Rekordhoch. Die Aktien des französischen Kosmetikkonzerns steigen um bis zu vier Prozent auf 278,50 Euro.

L'Oreal
L'Oreal 275,50

Das Unternehmen steigerte den Angaben zufolge den Umsatz um 11,4 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Der Reingewinn sei um 9,3 Prozent auf 3,98 Milliarden Euro angewachsen. Im laufenden Jahr soll sich das Geschäft von L'Oreal besser entwickeln als der Branchendurchschnitt.

Der Ausbruch des Coronavirus werde das wichtige Asien-Geschäft nur vorübergehend beeinträchtigen, heißt es. Die Analysten der Bank of America Merrill Lynch weisen darauf hin, dass alle Sparten des Konzerns die Erwartungen übertroffen hätten. Ihre Kollegen vom Vermögensverwalter Investec heben den optimistischen Ausblick hervor.

11:02 Uhr

Rücktritt von Credit-Suisse-Chef schockt Anleger

Der angekündigte Führungswechsel bei der Credit Suisse stößt bei Anlegern auf wenig Verständnis. Die Aktien des Schweizer Bankhauses fallen um rund fünf Prozent, damit steuern sie auf den größten Tagesverlust seit gut einem Jahr zu.

Den Machtkampf an der Spitze des zweitgrößten Schweizer Instituts entschied Verwaltungsratspräsident Urs Rohner für sich und ersetzt Konzernchef Tidjane Thiam durch den Leiter des Schweiz-Geschäfts Thomas Gottstein. Hintergrund der Querelen ist eine Bespitzelungsaffäre, die die Schweizer Finanzmarktaufsicht auf den Plan gerufen hat.

 

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10:24 Uhr

Luxusbranche von Coronavirus infiziert: Burberry streicht Prognose

Das Coronavirus in China bremst die Wirtschaft. Weil das Geschäft mit teurer Bekleidung und Handtaschen lahmt, streicht der britische Luxuskonzern Burberry seinen Ausblick für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr.

Burberry
Burberry 16,80

Derzeit sind 24 von 64 Läden in China geschlossen, wie das Unternehmen mitteilte. Finanzchefin Julie Brown sagte, die Umsätze in den noch geöffneten chinesischen Geschäften seien in den vergangenen beiden Wochen um 70 bis 80 Prozent eingebrochen

Für europäische Hersteller teurer Konsumgüter von Bekleidung über Kosmetik und Schuhe bis zu Uhren ist China ein extrem wichtiger Markt, der Kauf von "mingpai" (berühmten Marken) ist für viele Chinesen der Hauptgrund für Urlaubsreisen nach Europa. Burberry macht rund 40 Prozent der Umsätze mit chinesischen Kunden.

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09:59 Uhr

VW will Batteriezellenfabrik in Salzgitter aufstocken

Mitten in den Vorbereitungen für eine eigene Batteriezellenfertigung am Standort in Salzgitter bereitet Volkswagen bereits deren Erweiterung vor. Über die bisher geplante Kapazität von 16 Gigawattstunden hinaus solle die Möglichkeit für eine Aufstockung auf bis zu 24 Gigawattstunden geschaffen werden, sagte ein Sprecher.

Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen. Man wolle sich aber die Option schaffen, fügte der Sprecher hinzu. Deshalb werde diese bereits in dem Bauantrag eingereicht. Als erste hatte darüber die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

09:45 Uhr

Deutsche Exporte legen weiter zu

Der deutsche Außenhandel hat 2019 weiter zugelegt - dabei allerdings im Vergleich zu den Vorjahren an Dynamik eingebüßt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr von Deutschland Waren im Wert von knapp 1,328 Billionen Euro exportiert und Waren im Wert von 1,104 Billionen Euro aus dem Ausland importiert, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse mitteilt. Das bedeutet eine Steigerung bei den Ausfuhren von 0,8 Prozent gegenüber 2018; die Importe wuchsen um 1,4 Prozent.

In den Vorjahren war der Außenhandel allerdings noch deutlich stärker gewachsen: 2018 legten die Exporte um 3,0 Prozent und die Importe gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent zu.

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09:20 Uhr

Dax-Rally verliert an Schwung

Aus Furcht vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft machen Anleger Kasse. Der Dax verliert zur Eröffnung 0,3 Prozent auf 13.532 Punkte. In den vorangegangenen Tagen hatte der deutsche Leitindex rund drei Prozent zugelegt.

DAX
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Die anhaltend hohe Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus bereite Anlegern Sorge, sagen Börsianer. Außerdem hielten sich Anleger in Erwartung der US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag (MEZ) zurück. Experten rechnen für Januar mit 160.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Plus von 145.000 im Vormonat.

Bei den Einzelwerten rückt Ceconomy ins Rampenlicht. Die MediaMarkt/Saturn-Mutter steigerte im wichtigen Weihnachtsquartal den Gewinn auf 222 Millionen Euro. Damit habe das Unternehmen die Markterwartungen übertroffen, schreibt Analyst Volker Bosse von Baader Helvea Bank. Der Sparkurs beginne offenbar, Früchte zu tragen. Ceconomy-Aktien stiegen zur Eröffnung um gut zehn Prozent.

Guten Morgen, das Coronavirus bleibt auch am letzten Handelstag der Woche ein Topthema an der Börse. China bemüht sich im Kampf gegen die Epidemie entschlossen aufzutreten und keine Panik aufkommen zu lassen. Am Morgen bezeichnete die Zentralbank die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die heimische Wirtschaft als vorübergehend. Präsident Xi Jinping versicherte bei einem Telefonat mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump laut Staats-TV, der Virus-Ausbruch ändere nichts an der langfristigen Aufwärtsbewegung der chinesischen Wirtschaft. Man sei zuversichtlich, die Krankheit besiegen zu können. Derweil gehen dramatische Bilder aus Wuhan um die Welt:

Mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.

08:55 Uhr

Industrie-Produktion bricht zum Jahresende 2019 drastisch ein

Die deutsche Industrie hat ihre Produktion zum Jahresende massiv verringert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Gesamtherstellung im Dezember 3,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau. Das ist der stärkste Rückgang seit Anfang 2009, als die Produktion infolge der Finanzkrise weggebrochen war. Analysten hatten aktuell im Schnitt einen leichten Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Herstellung ebenfalls massiv um 6,8 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit Ende 2009.

08:26 Uhr

Euro schafft es nicht aus Kurs-Tal heraus

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

Der Euro notiert knapp über seinem am Vortag erreichten viermonatigen Tiefstand. Am Morgen kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,0980 US-Dollar. Am Donnerstagabend war sie mit 1,0965 Dollar auf den tiefsten Stand seit Oktober gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurz am Donnerstagnachmittag auf 1,1003 festgesetzt.

Zum Wochenausklang stehen wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm. Aus Deutschland werden Produktionsdaten aus der Industrie und Zahlen vom Außenhandel erwartet. Es dürfte genau beäugt werden, ob zuletzt hoffnungsvolle Signale für eine konjunkturelle Belebung bestätigt werden. In den USA steht der monatliche Arbeitsmarktbericht an. Er zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt. Von Bedeutung ist die Entwicklung vor allem für den Privatverbrauch, der einen erheblichen Teil der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht.

08:05 Uhr

Hohe Infektionsraten dämpfen Hoffnung - Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 12.606,57

Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatte er dank Spekulationen auf eine rasche Eindämmung des Coronavirus 0,7 Prozent im Plus bei 13.574,82 Punkten geschlossen. Anhaltend hohe Infektionsraten dämpften in der Nacht aber die Hoffnungen auf eine Begrenzung der wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs.

Von den US-Daten erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse auf die Geldpolitik der Notenbank Fed. Experten sagen für Januar 160.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft voraus, nach einem Plus von 145.000 im Vormonat. Am Mittwoch hatten die Zahlen einer privaten Arbeitsagentur die Markterwartungen deutlich übertroffen. Nach dem überraschenden Rückgang der Auftragseingänge richten Anleger ihre Aufmerksamkeit außerdem auf die deutsche Industrieproduktion. Das verarbeitende Gewerbe ist das Problemkind der deutschen Wirtschaft.

07:49 Uhr

Credit-Suisse-Chef Thiam tritt nach Beschattungsaffäre zurück

Credit Suisse
Credit Suisse 8,91

Konzernchef Tidjane Thiam hat den Machtkampf an der Spitze der Schweizer Großbank Credit Suisse verloren. Der Ivorer tritt nach der für kommende Woche geplanten Präsentation der Ergebnisse für das Gesamtjahr 2019 zurück, teilte Credit Suisse mit. Neuer CEO werde Schweiz-Chef Thomas Gottstein. Urs Rohner bleibe bis April 2021 Verwaltungsratspräsident. Insidern zufolge war es im Nachgang der Beschattungsaffäre um zwei frühere Konzernleitungsmitglieder zu einer Auseinandersetzung zwischen Thiam und Rohner gekommen.

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07:14 Uhr

Bei asiatischen Anlegern "besteht ernsthafte Unsicherheit"

Nikkei
Nikkei 23.087,82

An Asiens Börsen ist die Angst vor dem Coronavirus wieder in den Vordergrund gerückt. Die chinesischen Gesundheitsbehörden gaben die Zahl der bekannten Infektionen mit 31.161 und die der Todesfälle mit 636 an. "Die Infektionsrate schwächt sich nicht ab", sagte Marktstratege Michael McCarthy vom Wertpapierhandelshaus CMC Markets in Sydney. "Ich wundere mich etwas darüber, dass die europäischen und die US-Investoren das ignoriert haben. Ich glaube, die Reaktion in der Region Asien/Pazifik ist angemessener. Es besteht ernsthafte Unsicherheit." Die chinesische Zentralbank nannte die Auswirkungen des Virus-Ausbruchs für die heimische Wirtschaft vorübergehend und beherrschbar.

Die Börse in Shanghai notierte 0,5 Prozent schwächer. In Tokio büßte der Leitindex Nikkei 0,1 Prozent auf 23.855 Punkte ein. Im Rampenlicht standen Softbank, die 6,3 Prozent nach oben schossen. Anleger reagierten mit Käufen auf die Nachricht, dass der Hedgefonds seinen Anteil an dem Technologieinvestor ausgebaut hat und von dessen Management Änderungen fordert. Am Devisenmarkt in Fernost notierte der Euro wenig verändert mit 1,0984 Dollar. Zur japanischen Währung gab der Dollar etwas nach auf 109,90 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9740 Franken je Dollar und 1,0700 Franken je Euro gehandelt.

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06:38 Uhr

Coronavirus bringt Containerschifffahrt durcheinander

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus wird die Containerschifffahrt auf Monate belasten. Obwohl China seine Häfen nicht geschlossen hat, fahren Reedereien Branchenkennern zufolge die Volksrepublik weniger an. Zahlreiche Routen müssten verlegt werden. Hintergrund ist die Abschirmung von Städten und die Schließung von Fabriken, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

China ist für die Frachtschifffahrt jedoch von zentraler Bedeutung, fast alle Sorten von Gütern werden von dort verschifft: Lebensmittel, Telefone, Designerkleidung und Industrieteile. Die drei größten Containerreedereien - Maersk, MSC und CMA CGM - haben Fahrten nach China reduziert, wie sie in den vergangenen Tagen erklärten. Das führt zu einem Rückstau, der die Branche noch länger beschäftigen dürfte.

06:25 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht