Freitag, 15. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Dax etwas erholt - aber auf Wochensicht im Minus

Der Dax hat sich heute etwas von seinen jüngsten Verlusten erholt. Der Leitindex legte um 1,2 Prozent zu und ging mit 10.465 Punkten ins Wochenende. Allerdings wies er auf Wochensicht ein Minus auf. Der MDax gewann ebenfalls 1,2 Prozent auf 23.271 Zähler. Der TecDax stieg um 0,2 Prozent auf 2919 Stellen. Der EuroStoxx50 ging um 0,3 Prozent auf 2768 Punkte nach oben.

17:09 Uhr

Ist ein Ende des günstigen Ölpreises schon in Sicht?

Der Ölpreis hat mittlerweile die tiefsten Kurse schon wieder hinter sich gelassen. Ob Öl aber trotzdem erstmal so günstig bleibt wie zurzeit noch oder ob bereits wieder ein Einstieg in Öl-ETCs sinnvoll sein könnte, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

16:59 Uhr

Corona-Kreditlinien können beim ESM beantragt werden

Besonders stark von der Coronavirus-Krise getroffene EU-Länder wie Italien und Spanien können ab sofort den Rettungsfonds ESM für Hilfskredite anzapfen. Dafür stünden jetzt 240 Milliarden Euro bereit, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz vor Beratungen mit seinen europäischen Amtskollegen.

Der sogenannte Gouverneursrat des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) gab die vorsorglichen Corona-Kreditlinien endgültig frei. Alle 19 Mitgliedsstaaten können damit Gelder beantragen und sie in Höhe von bis zu zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung erhalten. Im Falle Italiens wären das 39 Milliarden Euro, bei Spanien 28 Milliarden.

16:27 Uhr

Bei Karstadt Kaufhof steht ein massiver Kahlschlag an

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(Foto: picture alliance/dpa)

Bei der in einem Schutzschirmverfahren steckenden Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof droht Insidern zufolge die Schließung vieler Warenhäuser und ein weiterer Abbau von Stellen. Bei dem Konzern seien nach aktuellem Diskussionsstand des gerichtlich bestellten Sachwalters Frank Kebekus und des Generalbevollmächtigten Arndt Geiwitz bis zu 80 der knapp über 170 Kaufhäuser vom Aus bedroht, sagten mehrere Insider Reuters.

In den verbliebenen Häusern könnten dann bis zu 10 Prozent der Stellen abgebaut werden. Zudem werde mit den Warenhaus-Vermietern über Mietminderungen gesprochen. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen könnten noch Auswirkungen auf den Umfang der Schließungspläne haben. Es gebe noch keine finalen Beschlüsse. Der Konzern wollte sich nicht äußern.

16:18 Uhr

Sehr zähe Brexit-Gespräche belasten das Pfund

Das britische Pfund gibt zu Euro und US-Dollar nach, nachdem der britische Verhandlungsführer David Frost von nur "sehr geringen Fortschritten" bei den Brexit-Gesprächen mit seinem EU-Gegenpart Michel Barnier berichtet hat. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 1. Juni geplant.

Das Pfund notierte bei 1,2160 Dollar, im Tageshoch waren es 1,2239 Dollar. Der Euro stieg auf 0,8875 Pfund von 0,8830 im Tagestief.

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(Foto: REUTERS)

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15:44 Uhr

Schwacher Auftakt an der Wall Street - den Dax juckt's nicht

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Börsen sind mit deutlichen Verlusten in den Handel gestartet. Der Dow Jones verringerte sich um 0,9 Prozent auf 23.419 Punkte. Der marktbreite S&P-500 sackte um ebenfalls 0,9 Prozent auf 2828 Stellen ab. Schlechte Daten zum US-Einzelhandel und zur US-Industrieproduktion drückten auf die Kurse.

Der schwache Auftakt an der Wall Street beeindruckte den Dax erst einmal nicht. Der Frankfurter Leitindex stieg am Nachmittag um 1,1 Prozent auf 10.449 Zähler. Der EuroStoxx50 kletterte dagegen nur um 0,5 Prozent auf 2775 Punkte.

14:57 Uhr

Grottige US-Einzelhandelsdaten - Dax gibt Gewinne ab

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(Foto: dpa)

Die Umsätze der US-Einzelhändler sind im April wegen der Corona-Krise in Rekordtempo eingebrochen. Sie nahmen 16,4 Prozent weniger ein als im Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Einen größeren Rückgang hat es seit Beginn der Statistik 1992 noch nicht gegeben. Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 12 Prozent gerechnet. Ein wichtiger Grund für die Zurückhaltung der US-Bürger ist die enorm gestiegene Arbeitslosigkeit: Wegen der Corona-Pandemie verloren im vergangenen Monat nach offiziellen Angaben 20,5 Millionen Amerikaner ihren Job.

Diese Daten wirkten sich auf das Frankfurter Börsengeschehen aus. Der Dax verringerte seinen Gewinn und stieg nur noch um 0,8 Prozent auf 10.417 Punkte.

14:34 Uhr

Londons Finanzzentrum steht vor der Wiederbelebung

Das Londoner Finanzviertel Canary Wharf bereitet sich auf eine Rückkehr der Banker, Buchhalter und Anwälte an deren Arbeitsplätze vor. Es lägen dazu detaillierte Pläne vor, wie das Einrichten von Einbahnstraßen und tägliche intensive Reinigungen der Bürotürme, berichtet die "Financial Times".

Noch in dieser Woche sollen neue Richtlinien an die Mieter und Pächter verteilt werden.


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(Foto: picture alliance/dpa)

13:28 Uhr

Ifo-Experte: Dickes BIP-Ende steht erst noch bevor

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung im ersten Quartal zeigt nach Einschätzung des Ifo-Instituts bei weitem noch nicht das wahre Ausmaß der Krise. Im zweiten Quartal dürfte das BIP nach den Berechnungen der Forscher um 12,2 Prozent schrumpfen.

  • "Die vom Staat verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie drosselten die Produktion von Waren und Dienstleistungen nur im Verlauf des Monats März und damit am Ende des ersten Quartals", erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Ein Großteil der Auswirkungen werde erst im April zu Buche schlagen. Laut Wollmershäuser brach die Wirtschaftsleistung während der Corona-Schließungen um 16 Prozent ein.

13:03 Uhr

Palmöl ist heute ein Renner - Malaysia streicht Exportzoll

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(Foto: dpa)

In der Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage decken sich Anleger mit Palmöl ein. An der Börse in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur stieg der Terminkontrakt auf dieses als Lebensmittel und Biokraftstoff genutzte Pflanzenfett um gut 3 Prozent auf 2094 Ringgit (445 Euro) je Tonne, nachdem der weltweit zweitgrößte Exporteur Malaysia den Exportzoll auf null gesenkt hat.

Vor allem Top-Abnehmer Indien könnte nun verstärkt Palmöl ordern, sagte ein Börsianer.

12:44 Uhr

Wall Street ist vor den US-Daten noch eine Wundertüte

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Quo vadis, Wall Street? Kaum verändert bis leicht positiv präsentierten sich die Indikationen für den Start an den US-Börsen. Die abwartende Haltung erklärt sich in erster Linie mit den zahlreichen Konjunkturdaten, die am Berichtstag publiziert werden.

Bereits vorbörslich werden die Einzelhandelsumsätze für April über die Konsumausgaben unter den erschwerten Corona-Umständen informieren und damit über den für die US-Ökonomie entscheidenden Faktor. Beim Einzelhandel dürfte die Krise einen erheblichen Schock hinterlassen haben, wie ein Analyst sagt, der indes auch darauf hinweist, dass der Online-Handel einiges ausgeglichen haben dürfte. Daneben werden der Empire State Manufacturing Index und die Industrieproduktion veröffentlicht. Nach Börsenstart folgt die Michigan-Verbraucherstimmung.

12:29 Uhr

Autowerte geben zum Wochenabschluss richtig Gas

Zu Wochenschluss geht es für den Sektor der europäischen Automobilwerte um 2,6 Prozent nach oben. Zu den Gewinnern gehören Renault und PSA die um 4,1 beziehungsweise 1,2 Prozent zulegen. Im Handel wird darauf verwiesen, dass der französische Finanzminister Bruno Le Maire Unterstützung für den Sektor versprochen habe.

Von dem Gespräch zwischen Bund, Autowirtschaft und Gewerkschaften am Vorabend in Deutschland, bei dem es ebenfalls um mögliche Hilfen für die Automobilwirtschaft ging, gelangten keine Neuigkeiten in die Öffentlichkeit. Am deutschen Aktienmarkt geht es in Hoffnung auf staatliche Kaufanreize für die Aktien von VW und Daimler um 4,8 beziehungsweise 3,2 Prozent nach oben.

11:59 Uhr

Virus schlägt kräftig auf die Eurozonen-Wirtschaft durch

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(Foto: dpa)

Die Corona-Krise hat auch die Konjunktur in der Eurozone im ersten Quartal 2020 auf eine steile Talfahrt geschickt. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 3,8 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995. Die erste Schätzung vom 30. April wurde damit bestätigt. Im vierten Quartal 2019 war das BIP der Eurozone noch um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen.

Auf Jahressicht betrug der BIP-Rückgang im ersten Quartal 3,2 (vorläufig: 3,3) Prozent. Im Vorfeld hatten Ökonomen ein Minus von 3,3 erwartet.

11:36 Uhr

Dax schüttelt BIP-Daten ab - "Armageddon" kommt erst noch

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(Foto: imago/Science Photo Library)

Die deutschen Anleger erweisen sich heute als wahre Meister des Verdrängens. Die Veröffentlichung der deutschen BIP-Zahlen für das abgelaufene Quartal hat sie unbeeindruckt gelassen, vielleicht auch deshalb, weil noch schwächere Daten prognostiziert wurden. Aber: "Die deutsche Volkswirtschaft hat ihr 'Armageddon' erst noch vor sich", sagte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank. Im zweiten Quartal werde es das BIP umso härter treffen.

So marschierte der Dax weiter und legte kurz vor Mittag 1,9 Prozent auf 10.536 Punkte zu. Der EuroStoxx50 notierte 1,2 Prozent höher bei 2794 Stellen.

An der Dax-Spitze lag die gestern geprügelte VW-Aktie mit plus 5,2 Prozent. Es folgten Continental und Daimler mit plus 4,5 beziehungsweise 3,7 Prozent.

11:19 Uhr

Polnische Wirtschaft trotzt Corona - starkes Wachstum

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Polen hat sich während der Corona-Krise abgeschottet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine gute Nachricht kommt aus Polen: Die Corona-Krise hat die dortige Wirtschaft im ersten Quartal weniger gebremst als befürchtet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie eine erste Schätzung des Statistikamts ergab. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet.

Im Vorquartal hatte es einen Anstieg von 3,2 Prozent gegeben. Saisonbereinigt schrumpfte das BIP im ersten Quartal um 0,5 Prozent. Hier hatten Experten einen Rückgang von 1,2 Prozent erwartet.

10:58 Uhr

Apples Hauptzulieferer erleidet massiven Gewinneinbruch

Der Auftragsfertiger Foxconn hat im ersten Quartal 90 Prozent weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, nachdem der größte Kunde Apple wie bekannt einige Produktionspläne wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben hat. Die taiwanische Gesellschaft, deren eigentlicher Name Hon Hai Precision Industry ist, verzeichnete einen Nettogewinn von 2,08 Milliarden Taiwan-Dollar (64 Millionen Euro) und blieb damit sehr deutlich unter dem Vorjahreswert von 19,83 Milliarden Taiwan-Dollar.

Die Einnahmen gingen um 12 Prozent auf 929,13 Milliarden Taiwan-Dollar zurück. Foxconn hatte angesichts der von China verhängten weit reichenden Fabrikschließungen im Vorfeld bereits vor einem Umsatzeinbruch im Quartal gewarnt.

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(Foto: REUTERS)

10:37 Uhr

Söder will keine Lufthansa-"Halbverstaatlichung"

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(Foto: imago images/Action Pictures)

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich in der Debatte über Hilfen für die Lufthansa kritisch zum derzeit diskutierten Modell einer Staatsbeteiligung von rund 25 Prozent geäußert. Seine Partei sei "außerordentlich skeptisch, ob dieses Halbverstaatlichungsmodell richtig ist", sagte der CSU-Chef.

  • "Wir glauben, dass das nicht der richtige Weg ist, die Lufthansa zu einer zweiten Deutschen Bahn zu machen … Hilfe ja, aber keine Verstaatlichung."

Die Lufthansa ist wegen der Folgen der Corona-Pandemie stark unter Druck geraten und verhandelt derzeit mit dem Bund über Staatshilfe in Höhe von neun Milliarden Euro. Im Gegenzug sind eine Staatsbeteiligung von rund 25 Prozent sowie Aufsichtsratsmandate im Gespräch. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte vor einem zu großen staatlichen Einfluss auf den Konzern gewarnt.

Die Lufthansa-Aktie notierte 0,3 Prozent im Plus.

10:11 Uhr

"Ex-Löwe" Frank Thelen attackiert "Mr. Dax" Dirk Müller

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Frank Thelen

(Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)

Zwei Experten sind sich in die Haare geraten. Der Investor Frank Thelen, aus der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen" bekannt, hat auf der Karriereplattform LinkedIn einen Angriff gegen den Börsenexperten Dirk Müller gestartet.

  • "Mich ärgert es, wenn ich 'Crash-Propheten' auf den Bestsellerlisten sehe", schrieb Thelen.
  • "Lasst uns gerne über verschiedene Anlagestrategien, sogar kurzfristige Taktiken diskutieren, aber mit dem möglichen 'Dax Absturz' Kasse zu machen und dann im eigenen Fonds nicht mal 2 Prozent Gesamtrendite in fünf Jahren..."

Müller hatte kundgetan, dass er den Corona-Crash vorhergesagt habe. In mehreren Interviews gab "Mister Dax" Tipps, wie sich die Anleger in der Krise verhalten sollten.

10:07 Uhr

Deutsche Wirtschaft schrumpft um 2,2 Prozent

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Coronavirus-Krise stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von Januar bis März um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten allerdings ein Minus von 2,5 Prozent erwartet.

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09:39 Uhr

Bransons Airline braucht dringend Geld - Pleite droht

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(Foto: REUTERS)

Auch die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic geht wegen der Corona-Krise buchstäblich am Stock. Nun verhandelt die Airline mit der Deutschen Bank und weiteren Parteien über eine dringend benötigte Finanzspritze. Bei den Gesprächen ginge es um ein Volumen von 750 Millionen britischen Pfund, sagte ein Insider. Die Deutsche Bank wollte dazu keinen Kommentar abgeben.

Virgin Atlantic ist in Mehrheitsbesitz des Gründers und Milliardärs Richard Branson. Informanten sagten, dass in der genannten Summe von 750 Millionen Pfund auch mögliche Gelder der britischen Regierung enthalten sein könnten. Die Fluglinie hatte um Staatshilfen gebeten. Branson hatte staatliche Unterstützung gefordert, andernfalls würde Virgin Atlantic die Pleite drohen.

09:32 Uhr

Herunterstufung setzt Hellofresh-Aktie zu

Hellofresh
Hellofresh 36,00

Ein negativer Analystenkommentar hat die Aktie von Hellofresh ins Minus gedrückt. Das Papier fiel gegen den Trend um 2 Prozent.

Die Experten der Bank Morgan Stanley stuften die Titel auf "Equal-Weight" von "Overweight" herunter, hoben das Kursziel allerdings auf 42 von 31 Euro an.

09:10 Uhr

Dax versucht den Aufstieg - um die 10.500

Dax
Dax 12.847,68

Nach verlustreichen Tagen ist der deutsche Aktienmarkt mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax gewann 1,4 Prozent auf 10.488 Punkte. Der MDax legte um ebenfalls 1,4 Prozent auf 23.319 Zähler zu. Der TecDax notierte 1,5 Prozent höher bei 2961 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,5 Prozent auf 2801 Punkte hoch. Zu den Zugewinnen trugen ermutigende chinesische Konjunkturdaten bei.

27 der 30 Dax-Werte notierten im Plus. Aus der Reihe fielen BMW mit einem beträchtlichen Minus von 2,4 Prozent.

08:57 Uhr

Notenbanker: Lage auf US-Jobmarkt schlimmer als bekannt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Auf dem US-Arbeitsmarkt sieht es nach Angaben des Fed-Mitglieds Neel Kashkari noch viel verheerender aus als offiziell bekannt. Tatsächlich liege die Arbeitslosenquote aktuell bei 24 oder 25 Prozent und nicht bei den amtlich genannten 14,7 Prozent, sagte der Präsident des Fed-Ablegers in Minneapolis. Auch sei unklar, wann dort das Schlimmste überstanden sei. Das hänge davon ab, ob die vorübergehende Freistellung von Mitarbeitern in dauerhafte Kündigungen münden würde.

Die US-Regierung hatte Ende vergangener Woche erklärt, außerhalb der Landwirtschaft seien im Zuge der Virus-Krise im April 20,5 Millionen Jobs gestrichen worden. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,4 auf 14,7 Prozent - den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Ministerium hatte aber auch erklärt, die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen dürfte um 7,5 Millionen höher sein.

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08:48 Uhr

Varta startet überraschend stark ins neue Jahr

Varta AG
Varta AG 94,15

Der Batteriehersteller Varta ist robust in das neue Geschäftsjahr gesteigert. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen. Zwar seien negative Auswirkungen durch die Corona-Pandemie nicht auszuschließen, teilte Varta mit. Jedoch gebe es bislang keine Hinweise darauf. Der Umsatz stieg im ersten Quartal von 73,4 Millionen auf 198,5 Millionen Euro.

Das Unternehmen profitierte vor allem von einer starken Nachfrage nach wiederaufladbaren Lithium-Ionen Zellen für Unterhaltungsprodukte wie etwa kabellose Premium-Kopfhörer. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich von 17,4 Millionen auf 51,7 Millionen Euro. Dabei schnitt der Konzern besser ab als erwartet. Unter dem Strich verdiente Varta mit 24,5 Millionen Euro ebenfalls deutlich mehr als im Vorjahr mit 9,2 Millionen Euro.

08:32 Uhr

Hapag-Lloyd kann Gewinnziel nur mit Sparkurs schaffen

Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd 79,50

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd hofft nach einem glimpflichen Jahresstart trotz der Coronavirus-Pandemie auf eine Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr. Das Management will die Kosten des Unternehmens um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag drücken, um in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn (Ebit) von 0,5 bis 1,0 Milliarden Euro zu erzielen.

Voraussetzung sei, dass der Höhepunkt der Pandemie im zweiten Quartal erreicht wird und es mit der Weltwirtschaft danach wieder aufwärts geht, teilte Hapag-Lloyd in Hamburg mit. Das obere Ende der Prognose sei nur erreichbar, wenn sich die Nachfrage nach Containertransporten schneller erhole als in Marktstudien erwartet. "Auch wenn wir noch etwas Rückenwind zu Beginn des Jahres mitnehmen konnten, so rechnen wir doch für das Jahr 2020 und ab dem zweiten Quartal mit sehr deutlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen.

08:12 Uhr

Dax könnte Verlusttage hinter sich lassen

Nach vier Verlusttagen in Folge wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Donnerstag hatte er wegen Spekulationen auf eine langwierige Rezession wegen der Coronavirus-Pandemie zwei Prozent im Minus bei 10.337 Punkten geschlossen.

Vor diesem Hintergrund warten Börsianer gespannt auf die Zahlen zur Entwicklung der deutschen und europäischen Wirtschaft im ersten Quartal. Experten erwarten Rückgänge bei Bruttoinlandsprodukt von 2,2 und 3,8 Prozent im Vergleich zum Jahresabschluss 2019.

Außerdem richten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die US-Einzelhandelsumsätze, bei denen Analysten für April ein Minus von zwölf Prozent prognostizieren. Der US-Großbank JPMorgan zufolge brachen die Kreditkartenumsätze ihrer Kunden im März und Anfang April sogar um 40 Prozent ein.

07:45 Uhr

Ölpreise legen weiter zu

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,38

Die Ölpreise legen im asiatischen Handel weiter zu. Bereits am Vortag waren sie im Zuge einer neuen Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA) gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent beträgt am Morgen 31,76 US-Dollar. Das waren 63 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 34 Cent auf 27,90 Dollar. In der Corona-Krise fällt der weltweite Ölverbrauch nach Einschätzung der IEA weniger stark als zunächst befürchtet.

Seit Montag hat der Brentpreis um rund einen Dollar zugelegt, US-Öl lag deutlicher um mehr als drei Dollar über seinen Wert zum Wochenstart. Unterstützt wurde diese leichte Erholung durch die von führenden Ölnationen beschlossenen Förderkürzungen, die zum Monatsbeginn in Kraft traten. In den ersten zwei Maiwochen sank die tägliche Ausfuhr der in der "Opec+" zusammengefassten Ölstaaten des Kartells und anderer Förderländer laut dem Analysehaus Petro-Logistics um fast 6 Millionen Barrel.

07:11 Uhr

Händler in New York müssen Schutzmasken tragen

Der traditionelle Parketthandel an der New Yorker Wall Street soll nach mehr als zweimonatiger Unterbrechung wegen des Corona-Pandemie am 26. Mai wieder beginnen. Dabei sollen aber Auflagen zum Schutz vor dem Virus gelten, wie Börsenchefin Stacey Cunningham in der Zeitung "Wall Street Journal" ankündigte. Die Zahl der Händler soll reduziert werden. Außerdem müssen sie Atemschutzmasken tragen und Abstand voneinander halten. Der Parketthandel an der Wall Street war Mitte März ausgesetzt worden, nachdem einer der dort Beschäftigten positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der elektronische Handel wurde jedoch fortgesetzt.

06:42 Uhr

Industrie in China kommt wieder auf Touren

Die chinesische Industrie steigerte ihre Produktion im April nach den coronabedingten Einschränkungen überraschend stark. Das Plus betrug nach amtlichen Angaben 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent gerechnet nach einem Rückgang von 1,1 Prozent im März. Die Einzelhandelsumsätze sanken im April um 7,5 Prozent. Hier lag die Schätzung bei minus 7,0 Prozent.

06:14 Uhr

Trump-Interview belastet Asiens Börsen

Nikkei
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An Asiens Börsen drückt die Angst vor wachsenden Spannungen zwischen den USA und China auf die Stimmung. Auslöser waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Er stellte in einem Interview mit dem Sender Fox sogar einen Abbruch der Beziehungen zur Volksrepublik in den Raum. In den Hintergrund traten Hoffnungen auf weitere Hilfen zur Ankurbelung der Wirtschaft in der Coronakrise. Darauf hatten Anleger an der Wall Street gesetzt und die Kurse dort nach oben getrieben.

An der Börse in Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent im Minus mit 19.854 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 1,3 Prozent nach. Die Börse in Shanghai lag dagegen 0,1 Prozent höher. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat auf der Stelle.