Freitag, 17. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:40 Uhr

Ermutigende Nachrichten stärken den Dax

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(Foto: picture alliance/dpa)

Kurz vor dem Wochenende haben Europas Börsen einen für diese Zeiten ungewöhnlich ruhigen Handel verlebt. Der Erfolg des Medikaments Remdesivir von Gilead Sciences bei einigen Corona-Behandlungen hat Hoffnungen geweckt, dass die Coronavirus-Krise schneller als bislang befürchtet, überwunden werden kann. In Deutschland sieht das Robert-Koch-Institut die Ansteckungsrate derweil nur noch bei 0,7. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte für weitere Lockerungsmaßnahmen eine Rate von 1,1 verlangt. Gut kamen an der Börse auch Pläne von US-Präsident Donald Trump zum Hochfahren der US-Wirtschaft Anfang Mai an.

In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 3,1 Prozent auf 10.626 Punkte ins Wochenende. Zeitweise stützte der kleine Verfall an den europäischen Terminmärkten. Dieser habe Eindeckungsbedarf ausgelöst, hieß es im Handel. Am Nachmittag sorgten Gewinnmitnahmen für ein Dax-Zurückkommen. Der MDax gewann 2,6 Prozent auf 22.356 Zähler, der TecDax 1,9 Prozent auf 2871 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 2,4 Prozent auf 2880 Punkte.

Konjunkturzyklische Werte legten zu: Im Dax stiegen MTU um 4,9 Prozent und Heidelbergcement um 6,2 Prozent. Siemens gewannen 3,5 Prozent und BASF 4,6 Prozent. Bei den Autowerten zogen BMW um 5,2 Prozent und VW um 6,4 Prozent an. Im MDax legten Airbus um 6,7 Prozent zu - hier half auch die Nachricht, dass der US-Konkurrent Boeing die Produktion nächste Woche wieder langsam anfahren will.

17:12 Uhr

Ford erwartet tiefrote Zahlen

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford gerät in der Corona-Krise tief in die Verlustzone. Unterm Strich dürfte im ersten Quartal ein Verlust in Höhe von 2 Milliarden Dollar anfallen, warnte der Konzern in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. Grund seien jedoch vor allem Steuern und Zinsbelastungen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis dürfte  mit rund 600 Millionen Dollar im negativen Bereich liegen.

Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Ford noch einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar gemacht. Einen ausführlichen Quartalsbericht will Ford am 28. April vorlegen.

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16:55 Uhr

Vor allem Gewerbetreibende können Mieten nicht zahlen

In der Corona-Krise haben nach einer Umfrage der Immobilienwirtschaft vor allem Gewerbetreibende Schwierigkeiten, ihre Mieten zu bezahlen. Wie der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) mitteilte, stammen laut einer Umfrage unter den Verbandsmitgliedern 70 Prozent der Mietausfälle aus Verträgen mit dem Einzelhandel, Gastronomie und dem Hotelbereich.

Die Auswertung der bundesweiten Umfrage umfasst den Angaben zufolge 230.000 Mietverhältnisse im Wohnsegment und 16.000 Mietverhältnisse im Gewerbebereich. Demnach haben bundesweit 19 Prozent der befragten Immobilienunternehmen Mietausfälle im Gewerbebereich.

16:13 Uhr

Großbritanniens Notenbankchef malt düsteres BIP-Szenario

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(Foto: imago images/Camera4)

Diese Zahl ist unglaublich: Großbritanniens Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte nach Aussage des Gouverneurs der Bank of England (BoE) im zweiten Quartal um 35 Prozent sinken, sollte der Lockdown drei Monate andauern. "Ich fände so eine Zahl für das zweite Quartal alles andere als unplausibel", sagte Andrew Bailey.

Das Office for Budget Responsibility hatte in dieser Woche mitgeteilt, sollte der gegenwärtige Lockdwon drei Monate anhalten und dann in einen teilweisen Lockdown von noch mal drei Monaten übergehen, sei ein BIP-Rückgang von 35 Prozent möglich. Eigene Prognosen veröffentlicht die BoE Anfang Mai.

16:00 Uhr

Grüner Start an der Wall Street

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(Foto: AP)

Die US-Börsen sind mit deutlichen Kursgewinnen in den letzten Handelstag der Woche gestartet, nachdem US-Präsident Donald Trump am Vortag einen Plan zur schrittweisen Lockerung der Beschränkungen vorgestellt hat, die wegen der Corona-Pandemie eingeführt worden waren. Der Dow-Jones-Index stieg um 2,3 Prozent auf 24.063 Punkte. Der S&P-500 gewann 1,8 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,9 Prozent.

Hoffnungsvoll stimmt die Anleger auch die Nachricht, dass offenbar eine Möglichkeit zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 gefunden wurde, die durch das neuartige Coronavirus verursacht wird. Das Medikament Remdesivir des US-Pharmaherstellers Gilead soll sich in klinischen Tests als wirksam erwiesen haben. Die Aktie sprang um fast 11 Prozent nach oben. Daneben dürften neue chinesische Konjunkturdaten die Investoren ermutigen, wieder stärker ins Risiko zu gehen.

15:39 Uhr

Alle Japaner erhalten Corona-Geld

Japans Bürger erhalten in der Corona-Krise eine Direktzahlung von der Regierung. Laut Ministerpräsident Shinzo Abe sollen alle Einwohner des Landes - japanische Staatsangehörige ebenso wie Ausländer - eine Zahlung in Höhe von 100.000 Yen (857 Euro) erhalten. Die Hilfen sind Teil eines staatlichen Konjunkturpakets von umgerechnet mehr als 900 Milliarden Euro und sollen helfen, die Konjunktur anzukurbeln.

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt war bereits vor der Corona-Pandemie auf eine Krise zugesteuert. Durch die massiven Einschränkungen während des Kampfs gegen das Virus, darunter die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf nächstes Jahr, wird eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage erwartet.

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(Foto: picture alliance/dpa)

 

14:54 Uhr

Hamsterkäufe machen Procter & Gamble froh

Procter & Gamble
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Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble zählt zu den wenigen Konzernen, denen die Corona-Pandemie Geschäftszuwächse beschert. In den drei Monaten bis Ende März legten die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 5 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn kletterte um 7 Prozent auf 3 Milliarden Dollar.

Der Konzern mit bekannten Marken wie Pampers, Ariel, Lenor und Gillette profitierte davon, dass viele Menschen sich in der Corona-Krise im großen Stile mit Vorräten von Alltagsgütern wie Toilettenpapier oder Waschmittel eindeckten.

14:34 Uhr

Vor allem kleine Unternehmen nutzen Kurzarbeit

Ein Mann lässt sich die Haare schneiden. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild

(Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild)

Hinter den 725.000 Betrieben, die bei den Arbeitsagenturen Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter angezeigt haben, verbergen sich in der überwiegenden Mehrzahl kleinere Unternehmen. Die Bundesagentur bestätigte entsprechende "Spiegel"-Informationen. Eine interne Auswertung unter 234.000 der 725.000 Unternehmen zeige, dass es sich bei 89 Prozent um Firmen mit weniger als 100 Mitarbeitern handele. Weniger als ein Prozent der Firmen habe mehr als 250 Mitarbeiter.

Das bestätigt die zuvor vom Management der Bundesagentur für Arbeit geäußerte Vermutung, dass - anders als etwa zur Zeit der Finanzkrise 2008/2009 vor allem kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit von Kurzarbeit in Anspruch nehmen. Betroffen seien vor allem Gaststätten, Praxen für Physiotherapie, Baubetriebe, persönliche Dienstleister wie Friseure oder auch der Kraftfahrzeughandel.

13:48 Uhr

Ifo: Virus treibt alle Bundesländer in schwere Rezession

Die Corona-Krise treibt einer Studie des Ifo-Instituts zufolge alle 16 Bundesländer in eine schwere Rezession. Der weitgehende "Shutdown" des wirtschaftlichen Lebens und die Unterbrechung grenzüberschreitender Lieferketten treffe alle Bundesländer trotz ihrer teils sehr unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur etwa gleich stark, wie die Münchner Forscher in einer Untersuchung mitteilten.

Baden-Württemberg und Bayern seien mit einem Einbruch des Bruttoinlandsproduktes von bis zu etwas mehr als 18 Prozent am stärksten betroffen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein mit gut 16 Prozent am wenigsten. Das Ausmaß falle dabei in den Ländern mit einem hohen Industrieanteil etwas stärker aus, doch blieben die Unterschiede gering. Das sei ein wesentlicher Unterschied zur Finanzkrise 2009, erklärte das Ifo-Institut.

13:25 Uhr

Wall Street wird wohl deutlich fester starten

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Die US-Börsen dürften mit deutlichen Kursgewinnen in den letzten Handelstag der Woche starten, nachdem US-Präsident Donald Trump am Vortag einen Plan zur schrittweisen Lockerung der Beschränkungen vorgestellt hat, die wegen der Corona-Pandemie eingeführt worden waren. Hoffnungsvoll stimmt die Anleger auch die Nachricht, dass mit dem Gilead-Medikament Remdesivir offenbar eine Möglichkeit zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 gefunden wurde.

An US-Konjunkturdaten steht nur der Index der Frühindikatoren für März zur Veröffentlichung an. Hier wird mit einem drastischen Rückgang um 7,2 Prozent zum Vormonat gerechnet, nachdem im Februar ein Plus von 0,1 Prozent verzeichnet worden war.

13:01 Uhr

Quo vadis, Dax? Coba-Strategen versuchen Vorhersage

Nun wieder zurück auf den Boden der Tatsachen: Wie entwickelt sich der Dax in diesem Jahr weiter? Bei der Commerzbank ist man nicht sehr optimistisch. Während die Volatilität in der Zwischenzeit auch weiterhin für kräftige Ausschläge am Aktienmarkt sorgen dürfte, erwarten die Coba-Marktstrategen den deutschen Benchmark-Index am Ende des Jahres auf einem kaum veränderten Niveau von 10.500 Punkten.

Mehrere Hausse-Trends könnten die Dax-Bewertungen in den kommenden Monaten stützen. Die Entwicklung und Zulassung einer medizinischen Behandlung gegen das Coronavirus wäre der stärkste positive Katalysator. Darüber hinaus versuchten Zentralbanken und Regierungen weltweit mit beispiellosen Maßnahmen, das globale Wachstum zu stabilisieren und wieder anzukurbeln. Und US-Präsident Donald Trump könnte versuchen, die amerikanischen Aktienmärkte vor den US-Wahlen anzukurbeln. Das Risikoszenario eines länger als erwartet ausfallenden Corona-bedingten Stillstands der Weltwirtschaft könnte die Dax-Bewertungen dagegen drücken.

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(Foto: dpa)

12:37 Uhr

Dax hebt jetzt richtig ab - fast 450 Punkte Zugewinn

Hoffnung auf zügiges Wiederhochfahren der Wirtschaft hat die deutschen Aktienindizes kräftig angehoben. Der Dax nahm am Mittag richtig Fahrt auf und legte um 4,3 Prozent auf 10.740 Punkte zu, gestern hatte er bei 10.302 Stellen geschlossen. Der MDax stieg um 2,8 Prozent auf 22.407 Zähler, der TecDax um 2,1 Prozent auf 2875 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 3,7 Prozent auf 2917 Punkte hoch.

Für den kräftigen Rückenwind sorgten Berichte aus den USA über ein womöglich wirksames Medikament gegen Covid-19. Zudem gab US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Nacht seinen Drei-Phasen-Plan für den Weg zurück zur Normalität bekannt.

Im Handel wurde dies aber auch mit Eindeckungen begründet. "Einige Fonds haben ihre Positionen im Bereich 9000 bis 9500 Punkte abgesichert und haben bisher die Bewegung nach oben verpasst", so ein Händler. Diese Absicherungen würden nun aufgelöst. Dabei bestehe die Gefahr, dass es sich um die letzte Spitze der Bärenmarktrally handele.

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12:15 Uhr

Virus lässt VW-Absatz massiv einbrechen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise hat Volkswagen einen massiven Absatzrückgang eingebrockt. Im ersten Quartal rollten noch 2 Millionen Autos des Konzerns zu den Kunden, 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Dax-Konzern mitteilte. Im März beschleunigte sich die Talfahrt angesichts des wirtschaftlichen Stillstands und geschlossener Autohäuser in vielen Teilen der Welt. Weltweit ging der Absatz von VW, Audi, Porsche & Co. im vergangenen Monat um 37,6 Prozent auf 623.000 Fahrzeuge zurück.

Die größten Einbrüche sah der Konzern im März in Westeuropa (minus 44,6 Prozent) und Nordamerika (minus 42 Prozent). Experten befürchten für den April noch größere Einbrüche. In China sanken die Verkäufe im März um 35,5 Prozent. Gestern hatte VW wegen der Corona-Krise seine Prognose nach einem Gewinneinbruch gestrichen.

12:05 Uhr

Galeria Karstadt Kaufhof klagt auf Öffnung der Filialen

Der Warenhaus-Konzern Galeria Karstadt Kaufhof wendet sich gegen die durch die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen bedingte Schließung seiner Häuser. Das teilte das Oberverwaltungsgericht in Münster mit. Eine Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen.

Ab Montag gelten die neuen Vorgaben für den Einzelhandel. Große Kaufhäuser wie Karstadt und Kaufhof müssen demnach weiter geschlossen bleiben.

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12:01 Uhr

Homeoffice öffnet Hackern neue Türen zu Firmennetzwerken

Tasten einer beleuchteten Tastatur. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Die Angriffe von Hackern haben angesichts des in der Corona-Krise verstärkten Trends zum Homeoffice zugenommen. Die vom US-Sicherheitsdienstleister VMWare Carbon Black beobachteten Angriffe mit Schadsoftware auf Computer seien im März um 148 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, teilte das Unternehmen mit.

  • "Vor dem Hintergrund der Pandemie kommt es zu einem historischen Ereignis in der digitalen Welt - und das ist eine Pandemie der Cyber-Kriminalität", sagte VMWare-Experte Tom Kellermann.

Seinen Angaben zufolge ist es einfacher, einen Nutzer zu hacken, der von zu Hause aus arbeite und nicht direkt im Netzwerk einer Firma. Auch die Nutzung von virtuellen privaten Netzwerken (VPN) biete keinen sicheren Schutz: "VPN ist nicht kugelsicher", warnte Kellermann.

11:38 Uhr

Ifo-Chef bei Konjunkturprogrammen gegen die Gießkanne

Ifo-Präsident Clemens Fuest lehnt Steuersenkungen für alle und ein breit angelegtes Konjunkturprogramm im Kampf gegen die Corona-Krise ab. Der Ökonom plädierte im Bayerischen Rundfunk für gezielte Hilfen für in Not geratene Firmen.

  • "Man muss schon überlegen, welche Bereiche eine Zukunft haben", sagte Fuest.
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Clemens Fuest

(Foto: picture alliance/dpa)

Man müsse wegen der Corona-Pandemie vermutlich noch ein Jahr lang mit erheblichen Einschränkungen leben, sagte er weiter. Deshalb sollten Betriebe, die geschlossen bleiben müssen, weiterhin Überbrückungshilfen bekommen. Unternehmen, die arbeiten dürfen, aber unter einer schwachen Nachfrage leiden, sollten von der öffentlichen Hand unterstützt werden. Beispielsweise in der Baubranche mit staatlichen Bauprojekten.

Der gegenwärtige Stillstand in vielen Betrieben könne aber auch eine Chance sein.

  • "Nun haben die Unternehmen Zeit, innovativ zu sein, um sich auf die Zeit nach der Corona-Krise vorzubereiten", so Fuest.
11:21 Uhr

Preis für US-Öl stürzt ab - so billig wie zuletzt 2001

Rohöl WTI
Rohöl WTI 38,94

Am Ölmarkt ist die Preisentwicklung auseinander gegangen. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI bricht um 8,1 Prozent auf 18,26 US-Dollar ein und damit auf den tiefsten Stand seit Dezember 2001. Händler sprachen aber von geringer Liquidität und damit einer Überzeichnung des am 21. April auslaufenden Mai-Kontrakts.

  • "Am Spotmarkt wird Erdöl mit einem ordentlichen Abschlag zum Terminmarkt gehandelt. Der marktführende Rohöl-Future bildet die Preise für April und Mai bislang nicht ab", erklärte Marktstratege Bjornar Tonhaugen von Rystad Energy.

Extrem schwache US-Konjunkturdaten und steigende Ölvorräte in den USA zeigten zuletzt, dass die Erdölnachfrage aktuell sehr mau ist. Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligt sich dagegen nur um 0,5 Prozent auf 27,69 Dollar.

11:02 Uhr

Boeing-Produktionsplan beflügelt Airbus & Co.

Die geplante Wiederaufnahme der Produktion bei Boeing ermuntert Anleger zum Einstieg beim Rivalen Airbus und bei Zulieferern. Der Aktienkurs des europäischen Flugzeugbauers stieg am späten Vormittag um 8,3 Prozent.

Die Papiere der britischen Triebwerks-Hersteller Rolls-Royce und MTU gewannen bis zu 11 Prozent. Der französische Zulieferer Safran verbuchte ein Kursplus von knapp 7 Prozent. Boeing-Titel gewannen im vorbörslichen US-Geschäft 7,7 Prozent.

10:41 Uhr

Dax marschiert wie frisch geimpft

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Dax hat im Verlauf des Vormittags seinen Gewinn ausbauen können. Der Leitindex notierte 3,1 Prozent höher bei 10.621 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 3,0 Prozent auf 2896 Stellen.

Nach den ermutigenden Nachrichten aus den USA und China legten vor allem die sogenannten Zykliker zu. So verteuerten sich Heidelbergcement um 6,4 Prozent. Deutsche Bank verteuerten sich um 5,3 Prozent. Sehr stark waren auch die Autowerte: BMW plus 6,5 Prozent, Continental plus 6,2 Prozent, VW plus 5,0 Prozent, Daimler plus 4,4 Prozent.

10:16 Uhr

Uber schreibt wegen Corona-Krise Milliarden ab

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(Foto: dpa)

Die Coronavirus-Krise sorgt für ein Milliarden-Loch in der Bilanz von Uber. Der Fahrdienst-Vermittler wird auf seine Beteiligungen 1,9 bis 2,2 Milliarden US-Dollar abschreiben müssen, die erst Anfang Februar abgegebene Jahresprognose ist damit hinfällig. Uber steckte ohnehin schon tief in den roten Zahlen, im Schlussquartal 2019 hatte der Konzern ein Minus von 1,1 Milliarden Dollar verbucht.

Die Abschreibungen werden auf Minderheitsanteile fällig, die Uber an anderen Unternehmen hält. Die Firma aus San Francisco ist unter anderem an den Fahrdienst-Vermittlern Didi Chuxing in China und Grab in Singapur beteiligt, in die Ubers eigenes Geschäft in den Regionen einfloss. Zum Ende vergangenen Jahres standen die Beteiligungen noch mit einem Wert von gut 10 Milliarden Dollar in der Bilanz.

10:00 Uhr

VW-Vorständin erwartet "sehr holprigen" Neustart

Seit Wochen stehen die Bänder bei Volkswagen wegen der Corona-Krise still, der Neustart wird holprig ausfallen, ist sich Hiltrud Werner sicher. Was der sogenannte "Schwarze Schwan" für Auswirkungen auf den Konzern hat, erklärt die Vorständin im ntv-Gespräch mit Ulrich Reitz.

09:33 Uhr

Remdesivir lässt Gilead-Kurs nachbörslich durch die Decke gehen

Das Medikament Remdesivir erweist sich für Gilead Sciences zu einem Kurstreiber. Die Aktie des amerikanischen Biotechnologie-Unternehmens haussierte an der Wall Street nachbörslich um 16 Prozent. Die Entwicklung macht Hoffnung, dass es viel schneller ein Gegenmittel gegen Covid-19 geben könnte als die bisher genannten 12 bis 18 Monate.

Damit könnten die globalen Volkswirtschaften früher wieder hochgefahren werden und die Gewinnschätzungen der Unternehmen vom Corona-Malus befreit werden.

Gilead Sciences
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09:14 Uhr

Remdesivir tut auch dem Dax gut

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(Foto: dpa)

Guter Start kurz vor dem Wochenende: Der deutsche Aktienmarkt hat in den ersten Handelsminuten kräftige Gewinne verzeichnet. Der Dax stieg um 2,8 Prozent auf 10.594 Punkte. Der MDax legte um 2,7 Prozent auf 22.379 Zähler zu. Der TecDax gewann 2,0 Prozent auf 2874 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,7 Prozent auf 2889 Punkte nach oben.

Die Anleger reagierten auf die Meldung, dass sich das antivirale Medikament Remdesivir von Gilead Sciences, einem Biotechnologie-Unternehmen in den Vereinigten Staaten, als erfolgreich erwiesen habe. Dazu ist das chinesische BIP im ersten Quartal zwar wie erwartet eingebrochen, das Minus im Jahresvergleich von 6,8 Prozent fiel aber deutlich günstiger aus als die von Ökonomen erwarteten minus 8,3 Prozent. Zudem hat US-Präsident Donald Trump in der Nacht (MESZ) einen Drei-Phasen-Plan zur Lockerung der Corona-Maßnahmen vorgestellt.

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08:46 Uhr

Nachlassende Virus-Sorgen drücken Goldpreis

In den vergangenen Tagen hat es einen regelrechten Run auf Gold gegeben. Nun macht die Hoffnung auf eine rasche Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie die "Krisen-Währung" für Investoren unattraktiver. Das Edelmetall verbilligt sich am Morgen um 1,3 Prozent auf 1696,97 US-Dollar je Feinunze.

08:40 Uhr

Pluszeichen dominieren in Japan und China

Nikkei
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Die Aussicht auf eine Lockerung der Coronavirus-Restriktionen in den USA und die Hoffnung auf ein Medikament gegen den Erreger geben Asiens Börsen Auftrieb. Der japanische Nikkei stieg um 3 Prozent auf 19.866 Punkte. Die Börse Shanghai hinkte mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 2852 Zähler hinterher. Hier dämpfte der Absturz der chinesischen Konjunktur die Stimmung.

Wegen der Corona-Krise schrumpfte die dortige Wirtschaft zum Jahresauftakt erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen 1992. Investoren richteten ihre Aufmerksamkeit aber auf die erwartete Erholung im laufenden Quartal, da sich das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder normalisiere, sagte ein chinesischer Analyst.

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08:16 Uhr

Dax will mit Höhenflug ins Wochenende starten

Dax
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Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gestern hatte er nach einem Auf und Ab 0,2 Prozent im Plus bei knapp 10.302 Punkten geschlossen.

Ein zentrales Gesprächsthema auf dem Börsenparkett war ein Medienbericht, dem zufolge ein mögliches Corona-Medikament von Gilead ermutigende Testergebnisse gezeigt habe. Die Aktien der Pharmafirma stiegen im nachbörslichen US-Handel um 16 Prozent.

Tempo und Details der geplanten Lockerung der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus behalten Anleger ebenfalls im Auge.

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Eine Arznei des US-Konzerns Gilead weckt Hoffnungen auf eine erfolgreiche Bekämpfung von Covid-19. (Symbolbild)

(Foto: AP)

Gleichzeitig versuchen sie abzuschätzen, wie sich die Pandemie auf Konjunktur und Firmengewinne auswirkt. Daher richten sie besonderes Augenmerk auf die US-Frühindikatoren am Nachmittag. Experten erwarten einen Rückgang des Barometers auf minus sieben von plus 0,1 Punkten.

Unabhängig davon verfallen im Tagesverlauf Optionen auf Indizes und einzelne Aktien. Zu diesem Termin schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise der Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

08:01 Uhr

Ölpreise verlieren nach China-Meldung die Orientierung

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,07

Die Ölpreise zeigen sich zum Wochenausklang uneinheitlich. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 28,35 US-Dollar. Das sind 53 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI sank hingegen um 11 Cent auf 19,76 Dollar.

Die Erwartung einer weiter schwachen Ölnachfrage im Zuge der Corona-Krise wurde durch neue Daten zum Bruttoinlandsprodukt in China unterstrichen. Das BIP ist dort erstmals seit Jahrzehnten geschrumpft. Gestern hatte die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) bereits bekannt gegeben, dass sie einen drastischen Nachfrageeinbruch erwartet. Dies führte kaum noch zu Bewegungen.

07:42 Uhr

Boeing plant Produktions-Neustart für kommende Woche

Boeing
Boeing 205,43

Der US-Flugzeugbauer Boeing will in seinen Werken im Bundesstaat Washington die Produktion von Verkehrsflugzeugen ab nächster Woche wieder anlaufen lassen. Etwa 27.000 Mitarbeiter sollten ab dem 20. April zur Arbeit zurückkehren, teilte der Airbus-Konkurrent mit. Zunächst würde die Montage der Modelle 747, 767 und 777 wieder aufgenommen. Ab dem 23. oder 24. April auch die der 787. Wegen der Corona-Krise hatte Boeing am 23. März einen vorläufigen Produktionsstopp verhängt.

07:36 Uhr

Euro begibt sich auf Erholungskurs

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Der Kurs des Euro steigt und erholt sich damit ein Stück weit von den Verlusten der beiden Vortage. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0874 US-Dollar gehandelt, nachdem sie am Vorabend noch bis auf 1,0817 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt gestern Nachmittag auf 1,0888 Dollar festgesetzt.

07:08 Uhr

Trump-Plan beflügelt Börse in Tokio

Die Börse in Japan ist auf den höchsten Stand seit mehr als fünf Wochen geklettert. Die von US-Präsident Donald Trump präsentierten Richtlinien für ein Wiederhochfahren der Wirtschaft wirkten sich positiv auf die Stimmung aus, hieß es bei Marktteilnehmern.

Nikkei
Nikkei 22.863,73

Der Nikkei-Index gewinnt 2,6 Prozent auf 19.782 Punkte. Der breiter gefasste Topix legt gut ein Prozent auf 1437 Zähler zu. Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 107,69 Yen und stagniert bei 7,0793 Yuan.

Zur Schweizer Währung notiert der Dollar 0,3 Prozent niedriger bei 0,9678 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,3 Prozent auf 1,0868 Dollar und zieht um 0,1 Prozent auf 1,0525 Franken an. Das Pfund Sterling legt 0,4 Prozent auf 1,2498 Dollar zu.

06:59 Uhr

Chinas Wirtschaft bricht um 6,8 Prozent ein

Wegen der Corona-Krise ist die chinesische Wirtschaft zu Jahresbeginn massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent, wie das Statistikbüro mitteilte. Analysten hatten nur mit 6,5 Prozent gerechnet. Es ist das erste Minus der Volksrepublik seit mindestens 1992, als mit der Aufzeichnung von Daten zur Wirtschaftsleistung begonnen wurde.

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