Freitag, 19. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:38 Uhr

Dax knickt am "Hexensabbat" deutlich ein

Wie gewonnen, so zerronnen: Nach dem kurzzeitigen Überwinden der 14.800er Marke am Donnerstag, inklusive eines neuen Allzeithochs bei 14.804 Punkten, geht es für den Dax im Freitagshandel deutlich abwärts. Bereits zum Start im Minus, baut der deutsche Börsenleitindex dieses im weiteren Verlauf aus und verabschiedet sich dann mit einem Abschlag von 1,1 Prozent und 14.621 Zählern ins Wochenende. Über die gesamte Handelswoche kann der Dax - wie auch schon in der Vorwoche - aber zulegen.

"Das US-Konjunkturpaket und die Nullzins-Politkk der US-Notenbank Fed haben den Dax gestern zum Allzeithoch verholfen. Heute nehmen Anleger einerseits Gewinne mit, andererseits sorgt der große Verfallstag – 'Hexensabbat' - für Kursturbulenzen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff den Freitagshandel am deutschen Aktienmarkt. Sie spricht trotz allem aber von "Jammern auf hohem Niveau" und verweist auf den Beginn der Corona-Krise vor knapp einem Jahr: "Damals stand der etwa 6000 Punkte weiter unten."

Dax
Dax 15.320,52

Bei den Einzelwerten ragen Delivery Hero auf der Gewinnerseite mit mehr als drei Prozent Kursplus positiv heraus. Die Verliererseite ist länger und die Abschläge fallen auch höher aus: So geben Covestro mehr als fünf Prozent ab, MTU mehr als vier Prozent und Deutsche Bank knapp vier Prozent.

Delivery Hero
Delivery Hero 128,15
Covestro
Covestro 54,46

 

17:11 Uhr

Wertlose Wetten: Gamestop-Kurs sackt am Verfallstag ab

Zum großen Verfall an den Terminmärkten geht es mit den Aktien von Gamestop erneut abwärts. Sie rutschen zeitweise knapp zehn Prozent auf 182,85 Dollar ab. Im Tagesverlauf laufen etwa 668.000 Kauf- und Verkaufsoptionen auf die Papiere des US-Videospielehändlers aus. Das ist etwa ein Drittel aller im Umlauf befindlichen Derivate. Rund 370.000 Optionen werden dabei wertlos verfallen.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 128,50

17:00 Uhr

Macht sich Bitcoin für die 70.000er Marke bereit?

Bitcoin-Anleger laufen sich für einen neuen Rekord warm: Die wichtigste Cyber-Devise gewinnt drei Prozent auf 59.242 Dollar. Sollte sie die psychologisch wichtige 60.000er Marke nachhaltig zurückerobern, wäre das der Startschuss für einen Sprint in Richtung 70.000 Dollar, sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

Bitcoin
Bitcoin 52.231,57

16:42 Uhr

Teamviewer-Aktien droht Rekord-Tagesverlust

Gesenkte Margenziele schicken Teamviewer auf Talfahrt. Die Aktien der Softwarefirma fallen rund 15 Prozent auf ein Viermonatstief von 37,10 Euro. Die Papiere steuern damit auf den größten Tagesverlust der Firmengeschichte zu.

Teamviewer
Teamviewer 37,78

16:08 Uhr

Hellofresh-Aktien verlieren nach Morgan-Stanley-Meldung

Hellofresh geben mehr als zwei Prozent nach. Händler verweisen als Grund auch auf einer Stimmrechtsmitteilung von Morgan Stanley. Sie zeigt eine Reduzierung des Anteils an dem Kochboxenzusteller von 9,33 auf 8,79 Prozent. "Problematisch an solchen Meldungen ist immer, dass man kaum zuordnen kann, ob es aus Trading-Positionen, eigenen Fonds oder Kundenaufträgen kommt", sagt ein Händler.

Hellofresh
Hellofresh 71,00

15:21 Uhr

Überraschende Zinserhöhung gibt Rubel Auftrieb

Nach einer unerwarteten Zinserhöhung der russischen Notenbank geht die Landeswährung Rubel auf Erholungskurs. Im Gegenzug verbilligen sich Dollar und Euro um jeweils etwa ein Prozent auf 73,74 beziehungsweise 87,7275 Rubel. Die Zentralbank hatte zuvor den Schlüsselsatz auf 4,5 von 4,25 Prozent angehoben, um die anziehende Inflation zu bekämpfen.

In den vergangenen Tagen war der Rubel unter anderem durch die wachsenden Spannungen mit den USA unter Druck geraten. Der neue US-Präsident Joe Biden hatte seinem russischen Kollegen Wladimir Putin wegen der angeblichen Einmischung in die US-Wahl mit Konsequenzen gedroht. Außerdem hatte Biden Putin indirekt den als "Killer" bezeichnet. Unter anderem wegen des Giftanschlags auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny und Hacker-Vorwürfen drohen die USA mit neuen Sanktionen gegen Russland.

Darüber hinaus hatte zuletzt der Preisverfall des wichtigen Exportguts Rohöl dem Rubel zugesetzt. Am Donnerstag hatten Spekulationen auf Verzögerungen bei der erwarteten Erholung der Nachfrage der Sorte Brent aus der Nordsee einen Kurseinbruch von sieben Prozent eingebrockt. Auslöser der Verkäufe waren die wieder steigenden Coronavirus-Fallzahlen in zahlreichen europäischen Staaten. Am Freitag stabilisierte sich der Brent-Preis bei 63,28 Dollar je Barrel (159 Liter).

 

15:06 Uhr

Dow Jones verliert erneut

Belastet von Kursverlusten der Finanzwerte gibt die Wall Street erneut nach. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 fallen zur Eröffnung um bis zu ein Prozent.

S&P 500
S&P 500 4.135,75

Die Aktien von Geldhäusern wie Bank of America, Citigroup oder JP Morgan büßen jeweils rund zwei Prozent ein. Die Notenbank Fed lässt eine im vergangenen Jahr zur Bekämpfung der Pandemiefolgen eingeführte Lockerung der Kapital-Anforderungen für Geschäftsbanken zum Monatsende auslaufen.

Daneben bereitet Investoren der Anstieg der Anleihe-Renditen erneutes Kopfzerbrechen. Die richtungweisenden zehnjährigen US-Bonds rentierten mit 1,744 Prozent nur knapp unter ihrem 14-Monatshoch vom Donnerstag. Er halte diese Bewegung aber für überzogen und rechne mit einer Stabilisierung, sagte Thomas Hayes, Manager beim Vermögensverwalter Great Hill. In den vergangenen Wochen hatte der Rendite-Anstieg Spekulationen auf vorzeitige Zinserhöhungen geschürt und die Börsen in Unruhe versetzt.

Nasdaq 100
Nasdaq 100 13.762,36

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählt FedEx mit einem Plus von gut sechs Prozent. Dank des Booms bei Online-Bestellungen steigerte der Paketzusteller seinen Gewinn um mehr als das Doppelte. Das Unternehmen werde zumindest in diesem Jahr Preiserhöhungen durchsetzen können, prognostizierte Analystin Helane Becker vom Vermögensverwalter Cowen. Daher traue sie den Titeln weitere Kursgewinne zu. Im Windschatten von FedEx gewannen die Papiere des Rivalen UPS rund ein Prozent.

FedEx
FedEx 233,50

14:48 Uhr

Thyssenkrupp will Wasserstoffgeschäft neu aufstellen

Der Ruhrkonzern Thyssenkrupp will einen Zeitungsbericht zufolge das Wasserstoffgeschäft aus der Sparte Multi Tracks ausgliedern und die Kapazitäten ausbauen. Das "Handelsblatt" zitiert den Finanzchef der Sparte, Oliver Tietze, mit den Worten, der Konzern wolle die Installationskapazitäten für Elektrolyseure von derzeit einem Gigawatt pro Jahr 'zeitnah' auf fünf Gigawatt verfünffachen.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 10,64

14:26 Uhr

Teslas dürfen in China nicht mehr auf Armeegelände

Das chinesische Militär verbietet einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge Autos des US-Herstellers Tesla auf Armeegelände inklusive der Wohnbereiche. Das Militär habe Angst, dass in den Fahrzeugen verbaute Kameras zum Sammeln von sensiblen Daten genutzt würden, berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

 

14:09 Uhr

Dax-Optionen verfallen bei 14.699,49 Punkten

Der Settlement-Kurs für Dax-Optionen ist mit 14.699,49 Punkten festgesetzt worden, nach 13.942,01 Zählern im Vormonat. Das ist der höchste Stand in der Geschichte des deutschen Leitindex. Für MDax und TecDax liegen die Settlements bei 31.760,61 - im Februar: 32.227,51 Stellen - beziehungsweise 3398,70 Zählern nach 3515,65 Punkten im Februar.

Die Optionen auf den EuroStoxx50 verfallen bei einem Kurs von 3857,20 Punkten nach 3705,05 Stellen im Februar und diejenigen auf den Stoxx50 bei 3294,30 gegenüber 3205,70 Zählern im Vormonat. Für den EuroStoxx50 ist das der höchste Stand seit fast 13 Jahren.

13:55 Uhr

Wirtschaftsauskunftei erwartet Insolvenzwelle

Das sind keine guten Nachrichten. Die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel rechnet damit, dass sich die Zahl der Firmenpleiten im Vergleich zu 2020 mehr als verdoppeln könnte. "Bedingt durch die Corona-Krise haben viele Unternehmen in Deutschland derzeit wirtschaftliche Probleme", sagte Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein.

  • Seinen Angaben zufolge sind insgesamt 35.500 Firmeninsolvenzen möglich. Mehr als 300.000 Unternehmen seien aktuell in finanziellen Schwierigkeiten, sagte Schlein.
  • In den Insolvenzzahlen spiegelt sich diese Entwicklung bislang noch nicht wider. Hauptursache ist laut Auskunftei die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kombination mit den zahlreichen Hilfspaketen.
  • Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft würden deshalb erst allmählich - in diesem und im kommenden Jahr - voll sichtbar, sagte Schlein.

13:11 Uhr

Stehen Versicherer vor Übernahmewelle?

Gut für Versicherungsaktien, auch in Europa, ist das Übernahmeangebot von Chubb in den USA für Hartford Financial. "Das hält die M&A-Fantasie am Laufen", sagt ein Händler. Chubb will über 23 Milliarden Dollar bieten. Der Sektor ist seit einiger Zeit wieder von erhöhten Übernahmeaktivitäten gekennzeichnet. So übernahm Zurich Insurance erst im Dezember das Schaden-Geschäft von MetLife in den USA. "Der Markt rechnet damit, dass die Aussicht auf steigende Zinsen und damit Finanzierungskosten dieses Jahr für einen Endspurt im M&A-Geschäft sorgen wird", so der Händler.

12:51 Uhr

Nike enttäuscht die Anleger

Bei den Einzelwerten verlieren Nike-Aktien vorbörslich 2,5 Prozent. Der Sportartikel-Hersteller hat die Erwartungen im dritten Geschäftsquartal verfehlt. Das Nike-Management geht davon aus, dass das Wachstum im laufenden vierten Quartal wieder deutlich zulegt, aber damit dürfte der Konzern hauptsächlich die pandemiebedingten Umsatzausfälle von vor einem Jahr aufholen.

Nike
Nike 107,74

12:39 Uhr

Leichte Erholung an der Wall Street erwartet

Mit leichten Gewinnen dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten und sich damit von den Vortagesverlusten erholen. Dazu trägt vor allem auch der Rückgang bei den Renditen bei. So war die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen am Vortag noch bis auf ein 14-Monatshoch bei 1,75 Prozent gestiegen. Aktuell liegt sie bei 1,69 Prozent. Wichtige Impulse sind zum Wochenausklang Mangelware, die Agenda der Konjunkturdaten ist leer. Vor allem die Technologiewerte dürften die Erholungsbewegung anführen. Der Sektor hatte am Vortag mit den stark gestiegenen Kapitalkosten deutlich unter Druck gestanden.

Der S&P-500-Future steigt aktuell um 0,3 Prozent, für den Terminkontrakt auf den Nasdaq geht es um 0,6 Prozent nach oben.

Mit Sorge wird auch auf die Verschärfung des Tons zwischen den USA und China geblickt. Es steigt die Sorge um ein erneutes Aufflammen des Konflikts zwischen den beiden Ländern. "Der Ton lässt vermuten, dass die Beziehung zwischen den USA und China genauso angespannt sein wird wie unter der vorherigen US-Regierung", so Seema Shah, Chief Strategist bei Principal Global Investors. Dies könnte erneut negative Auswirkungen auf die Lieferketten haben, ergänzt die Teilnehmerin.

12:14 Uhr

Porsche fährt ohne Kratzer durch die Corona-Krise

Die Corona-Krise hat dem Sportwagenbauer Porsche dank Einsparungen und stabiler Nachfrage wenig anhaben können. Die Ertragsperle des Volkswagen-Konzerns fuhr 2020 einen operativen Gewinn von 4,2 Milliarden Euro ein nach 4,4 Milliarden Euro im Vorjahr, wie die Volkswagen-Marke mitteilt. Der Absatz blieb zwar mit 272.000 Fahrzeugen drei Prozent hinter dem des Vorjahres zurück, dennoch stieg der Umsatz auf ein neues Rekordhoch von 28,7 Milliarden Euro. Mit einer Umsatzrendite von 14,6 (2019: 15,4) Prozent war Porsche einmal mehr die mit Abstand profitabelste Marke des VW-Konzerns. Insidern zufolge zieht der Mutterkonzern einen Teilbörsengang der Sportwagenschmiede in Betracht, um bei Anlegern Milliarden für die hohen Investitionen in die Elektromobilität einzusammeln.

11:51 Uhr

Gut für Aktienmärkte: US-Anleiherenditen sinken

Die Renditen der US-Staatsanleihen sinken wieder. Die Verzinsung der zehnjährigen Papiere fällt um knapp sechs Basispunkte auf 1,67 Prozent, nachdem sie am Donnerstag noch auf dem höchsten Stand seit vierzehn Monaten gelegen hatte.

11:01 Uhr

Infineon warnt vor anhaltender Chipknappheit für Autobranche

Der Chiphersteller Infineon warnt die Autohersteller vor einer längeren Hängepartie. Die Lieferengpässe würden sicher eine Weile andauern, sagt Strategievorstand Helmut Gassel der Zeitung "Euro am Sonntag". "In der ersten Jahreshälfte rechnen wir nicht mit nennenswerten Entlastungen." Bei den Preisen werde es Nachverhandlungen geben. Er forderte Autohersteller und Zulieferer auf, ihren Planungshorizont zu erhöhen.

Infineon
Infineon 33,55

 

10:37 Uhr

Neue Lockdown-Maßnahmen? Ölpreis fällt

Die Ölpreise stabilisieren sich nach dem jüngsten Ausverkauf. Brent aus der Nordsee steigt um 0,2 Prozent auf 63,46 Dollar je Barrel. Die Furcht vor einer schwächeren Kraftstoffnachfrage hatte die Preise am Donnerstag um sieben Prozent abstürzen lassen. Die Stimmung bleibe angesichts neuer Lockdown-Maßnahmen in vielen Ländern aber angeschlagen, sagen Analysten.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25
Rohöl WTI
Rohöl WTI 61,62

 

10:22 Uhr

Neue Marke: Geely knöpft sich Tesla vor

Der chinesische Autokonzern Geely bläst Insidern zufolge zum Angriff auf den Elektroautopionier Tesla. Geely plane Elektroautos unter einer neuen Marke, sagen mit der Sache befasste Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Marke "Zeekr" solle im Premiumsegment positioniert sein und damit Tesla Konkurrenz machen. Sie solle zur geplanten E-Auto-Tochter von Geely Lingling Technologies gehören. Der Autobauer lehnte einen Kommentar ab. Zu Geely gehört die Automarke Volvo, außerdem halten die Chinesen 9,7 Prozent an Daimler. Geely-Gründer Li Shufu will schon länger Luxusautos "wie Mercedes-Benz" bauen.

Geely Automobile
Geely Automobile 2,35

 

10:01 Uhr

Von BMW bis VW: Gewinnmitnahmen drücken Kurse

Angesichts eines Wochengewinns von rund 16 Prozent machen Anleger bei Volkswagen Kasse. Die Aktien verlieren knapp ein Prozent. Ebenfalls unter Abgabedruck leiden auch die Titel von BMW und Daimler. Letzere hatten im Donnerstagsgeschäft allein rund vier Prozent zugelegt. Nun geht es 1,5 Prozent nach unten. BMW verlieren 2,3 Prozent.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

 

BMW
BMW 86,18
Daimler
Daimler 73,55

 

09:46 Uhr

Fedex-Geschäft boomt- Aktie nachbörslich 4 Prozent im Plus

Der Logistikkonzern Fedex hat im dritten Geschäftsquartal mit einem Gewinnanstieg um nahezu das Dreifache geglänzt. Befördert wurde das starke Resultat von pandemiebedingten Online-Bestellungen und der Weihnachtssaison. Auch für die nahe Zukunft zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich, das die Effizienz weiter erhöhen und Kosten senken will. Die Aktien gewannen im nachbörslichen US-Handel 4,4 Prozent auf 274,99 Dollar. Wie der Konzern mitteilte, kletterten die Erlöse um knapp ein Viertel auf 21,5 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten nur mit rund 20 Milliarden Dollar gerechnet.

FedEx
FedEx 233,50

09:24 Uhr

Impf-Euphorie: Stimmung britischer Verbraucher steigt kräftig

Die Stimmung der britischen Verbraucher ist angesichts der Impffortschritte im Land so gut wie seit einem Jahr nicht mehr. Das per Umfrage ermittelte Barometer kletterte im März um sieben Zähler auf minus 16 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen GfK mitteilt. Ökonomen hatten einen schwächeren Anstieg auf minus 20 erwartet. "Wenn sich diese verbesserte Stimmung in höheren Ausgaben niederschlägt, könnte dies dazu beitragen, einen Teil des erlittenen wirtschaftlichen Schadens Großbritanniens rückgängig zu machen", sagte GfK-Experte Joe Staton. So gaben deutlich mehr Verbraucher an, künftig größere Anschaffungen zu tätigen.

Die britische Wirtschaft ist im Corona-Jahr 2020 um rund zehn Prozent eingebrochen - etwa doppelt so stark wie die deutsche.

09:05 Uhr

Dax-Rekordjagd endet abrupt

Die Dax-Rekordjagd ist zum Start in den Freitagshandel vorerst beendet. Wie bereits vor einer Woche, als der deutsche Börsenleitindex zum Wochenschluss nach vier Handelstagen mit Gewinnen in die Verlustzone rutschte, notiert der Dax auch diesen Freitag zunächst schwächer: Er verliert 0,6 Prozent auf 14.688 Punkte, nachdem er erst am Donnerstag die Marken von 14.600, 14.700 und kurz vor Handelsende auch kurzzeitig die von 14.800 überwunden und das Allzeithoch bis auf 14.804 Punkte geschraubt hatte, bevor er mit einem Plus von 1,2 Prozent und 14.776 Stellen aus dem Handel gegangen war. Verhaltene Vorgaben von Seiten der Wall Street, wo vor allem die Technologiewerte deutliche Abgaben verzeichnen mussten, drücken auf die Stimmung und Kauflaune der Anleger.

"Der Dax verliert, die Anleger nehmen Gewinne mit", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Er kommt aber mit einem blauen Auge davon", unterstreicht sie und verweist auf die Verluste der US-Tech-Indizes Nasdaq100 und Nasdaq Composite, die jeweils mehr als drei Prozent im Minus geschlossen hatten. "Im Blick haben die Anleger erneut die Autowerte, allen voran VW und BMW, sowie den großen Verfall an den Terminbörsen."

Dax
Dax 15.320,52

 

08:38 Uhr

Hexensabbat: Dax leichter erwartet

Händler rechnen heute mit einer leichteren Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten. Der Dax wird vorbörslich knapp unter der 14.700er Marke erwartet und damit etwa 0,6 Prozent unter dem Schlussstand vom Donnerstag. Auch der Euro-Stoxx-50 wird zum Handelsstart voraussichtlich etwas nachgeben.

Dax
Dax 15.320,52

Dabei dürfte der Handel erst einmal im Schatten des so genannten großen Hexensabbats verlaufen: An der Eurex verfallen am Mittag die Futures und Optionen auf den Euro-Stoxx sowie den Dax und am Abend die Optionen auf die Einzelwerte. Der Verfalltermin kann erfahrungsgemäß zu nicht vorhersehbaren Kursausschlägen in beide Richtungen führen.

Zunächst dürften aber die weiter steigenden Renditen und schwache Vorlagen aus den USA und aus Asien auf die Kurse drücken. Der schnelle Renditeanstieg in den USA hatte dort unter anderem die Technologiewerte stark unter Druck gesetzt. Aber auch Ölwerte könnten verkauft werden, der Ölpreis steht am Morgen vor dem größten Wochenminus seit Oktober. Mit Spannung blicken Marktteilnehmer auf die Entwicklung bei den Autowerten, sie hatten zuletzt die Rally des Dax angeführt. In VW gibt es am Donnerstag erstmals wieder Gewinnmitnahmen.

Hier der Wall-Street-Schlussbericht mit Jens Korte:

08:22 Uhr

Musks Bitcoinkauf hat CO2-Bilanz von 1,8 Millionen Autos

Eine Studie bestätigt: Bitcoins sind eine "Drecksschleuder". Analysten der Bank of America haben die Klimabilanz von Bitcoin auf Autos umgerechnet. Beim Kauf von Bitcoin im Wert von einer Milliarade US-Dollar wird so viel Kohlendioxid freigesetzt wie von 1,2 Millionen Verbrennern in einem Jahr. Das geht aus einer Studie mit dem Titel "Bitcoin's dirty little secrets" hervor.

Übertragen auf Tesla bedeutet das: Der Kauf der Bitcoin für 1,5 Milliarden Dollar entspricht der Jahreskohlendioxidbilanz von 1,8 Millionen Verbrennern, gegen die der Chef des Elektroautoherstellers sonst immer wettert. Wegen der schlechten Umweltbilanz war Musk bereits kritisiert worden.


07:59 Uhr

Anleger machen vorbörslich Kasse bei VW

Angesichts eines Wochengewinns von rund 16 Prozent machen Anleger bei Volkswagen Kasse. Die Aktien verlieren bei Lang & Schwarz 2,7 Prozent und sind mit Abstand größter Dax-Verlierer.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

07:40 Uhr

Rendite-Höhenflug bremst Tech-Werte: Apple minus 2 Prozent

Fed-Chef Jerome Powell sagt "Null Zinsen". Die Wall Street scheint das anders zu sehen. Es gibt starke Wirtschaftsdaten aus der Region Philadelphia, der beste Wert seit 1973. Die US-Wirtschaft könnte 6,5 Prozent wachsen, lautet die Fed-Prognose. Die 10-jährigen Anleiherenditen notieren auf dem höchsten Stand seit 14 Monaten. Das schlägt auf kapitalintensive Tech-Werte durch:

07:02 Uhr

Ausverkauf in Asien - Bank of Japan macht Kurse

Die ostasiatischen Börsen werden heute von mauen Wall-Street-Vorgaben nach unten gezogen. Erneut hatten dort steigende Anleiherenditen die Aktienkurse gedrückt - besonders im Technologiesektor, während ein um 9 Prozent einknickender Ölpreis Nachfragseorgen widerspiegelte. Sie wurden vor allem durch die verzögerten Impfkampagnen in Europa forciert, aber auch die politische Verstimmung zwischen den USA und Russland. In der gesamten Region und in Australien finden sich Ölwerte auf den Verliererlisten.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Im Fokus steht daneben die Sitzung der japanischen Notenbank (BoJ), die ihre Renditezielspanne ausgeweitet hat - wie am Vortag von manchen Teilnehmern erwartet. Dies gilt als möglicher Einstieg in eine Zinserhöhung. Zugleich teilte die Bank aber mit, umfangreiche ETF-Käufe vorzunehmen, falls sich die Märkte destabilisieren sollten. Dies brachte wiederum den breiten Aktienindex Topix im Verlauf nach oben und sogar leicht ins Plus, weil sich die BoJ auf an diesen Index gebundene ETFs beschränken will. Bislang hatte sie auch auf Nikkei-gebundene ETFs gesetzt. Nicht zuletzt deshalb verliert der Nikkei-225 rund 1,1 Prozent.

06:31 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Die Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt dürfte zum Wochenschluss erst einmal ein Ende finden. Zum einen ist das erreichte Kursniveau mit einem Dax-Allzeithoch von mittlerweile 14.804 Punkten ambitioniert.

Zum anderen belasteten gestern bereits wieder aufkeimende Inflationssorgen zwischenzeitlich die Anleger an der Wall Street, wo vor allem Technologiewerte Abschläge verzeichnen mussten. Größere Kursbewegungen am deutschen Aktienmarkt sollten Anleger dennoch einplanen, denn es ist großer Verfallstag - der sogenannte Hexensabbat, dreifacher Verfallstermin an den Terminbörsen.

Von Konjunkturseite wird es ansonsten ein ruhiger Handelstag: Die deutschen Erzeugerpreise dürften noch am interessantesten aus Anlegersicht sein. Unternehmensseitig stehen Continental und Bechtle im Blick.

Was den deutschen Aktienmarkt gestern gebremst und gestützt hat, lesen Sie hier.

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