Freitag, 20. September 2019Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski
17:59 Uhr

Verfall und Klimaschutz bewegen Dax kaum

Der Dax hat am Hexensabbat seine jüngsten Gewinne nur ganz leicht ausgebaut.

Dax
Dax 12.798,19

Der deutsche Leitindex schloss am Freitag 0,08 Prozent höher bei 12.468,01 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich damit eine Nullnummer. Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte ging derweil am Freitag 0,75 Prozent tiefer bei 25.897,30 Punkten ins Wochenende.

Am Mittag waren an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte auf die großen Aktienindizes ausgelaufen, wie die auf den Dax und den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50. Vor diesem auch großer Verfall genannten Termin versuchen Anleger, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. In der Spitze war der Dax bis auf 12.490 Punkte gestiegen. Im Klimapaket der Bundesregierung sehen die meisten Analysten und Wirtschaftsexperten kaum Impulse für die Märkte.

Abschiednehmen heißt es unterdessen für den Dax von Thyssenkrupp. Ab Montag wird der Industriekonzern in der ersten Börsenliga durch MTU ersetzt. Der letzte Schlusskurs im Dax lag für Thyssenkrupp bei 12,73 Euro, ein Tagesminus von 0,9 Prozent und weniger als ein Drittel des einstigen Hochs von vor rund elf Jahren.

17:22 Uhr

Krisen-Vorbeben? Fed bekommt US-Geldmarkt kaum in den Griff

*Datenschutz

Ist es nur ein technisches, formales Problem oder das erste Vorbeben einer neuen Finanzkrise? Die Experten sind sich uneins. Aber auch am vierten Tag in Folge muss die New Yorker Fed wieder ein massives Repo-Geschäft abwickeln. Die Lage scheint sich noch nicht zu normalisieren. Die US-Zentralbank führte weitere 75 Milliarden Dollar an Repos durch und kaufte vorübergehend Wertpapiere von Wall-Street-Banken, um Liquidität in das System zu bringen. Die Nachfrage der Banken betrug 75,55 Milliarden Dollar.

Am Dienstag hatte die Fed zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt ein solches Repo-Geschäft durchgeführt, dem am Mittwoch und Donnerstag ein zweites und drittes folgten. Anfang dieser Woche waren die Zinsen am Geldmarkt extrem stark gestiegen. Das weckte die Sorge, dass die Zentralbank Gefahr läuft, die Kontrolle über ihren Leitzins zu verlieren. Hier finden Sie eine gute, kurzgefasste Erklärung, was das bedeuten könnte.

Zuletzt waren diese Interbanken-Zinsen vor der großen Finanzkrise vor gut zehn Jahren in die Höhe geschnellt. Die Situation war damals so weit eskaliert, dass Banken sich gegenseitig praktisch gar kein Geld mehr liehen und das gesamte Finanzsystem am Rand des Zusammenbruchs stand.

16:57 Uhr

Nach Angriff: Saudis müssen Ölprodukte einführen

Der Ölpreis knüpft an die Aufwärtsbewegung des Vortags an. Gestützt hatte da die Meldung, dass Saudi-Arabien verarbeitete Ölprodukte einführen muss. Der Commerzbank zufolge weckt dies Zweifel, ob die Zerstörungen der saudi-arabischen Ölanlagen tatsächlich so rasch behoben werden können wie bislang behauptet. Die Sorte WTI steigt um 0,9 Prozent auf 58,65 Dollar je Fass, Brent gewinnt ebenfalls 0,9 Prozent auf 64,97 Dollar.

Der Goldpreis steigt leicht um 0,2 Prozent auf 1.502 Dollar je Feinunze. Auch Anleihen bleiben etwas gesucht. Die Zehnjahresrendite sinkt um 1,4 Basispunkte auf 1,77 Prozent.

16:53 Uhr

McDonald's erhöht Dividende

McDonald's tendieren kaum verändert. Das Unternehmen erhöhte die Quartalsdividende auf 1,25 Dollar je Aktie von 1,16 Dollar und teilte zudem mit, voraussichtlich wie geplant das Dreijahresziel einer Ausschüttung von 25 Milliarden Dollar zu erreichen. Per Ende August lag diese Summe bei 21 Milliarden Dollar.

16:43 Uhr

Händler zu Commerzbank-Kahlschlag: "Lächerlich"

Mit kräftigen Stellenkürzungen und drastischen Sparplänen holen sich Manager oft sicheren Applaus bei den Investoren ab. Nicht so im aktuellen Fall der Commerzbank.

Commerzbank
Commerzbank 5,59

"Das klingt auf den ersten Blick relativ einfallslos", sagte Klaus Nieding von der Aktionärsvereinigung DSW zum frisch verkündeten Sparprogramm. "Kosten sparen ist das eine, aber das alleine ist nicht die Medizin, die die Commerzbank nun braucht." Was fehle, sei ein Impuls für die Zukunft. "Die große Frage steht weiterhin im Raum, wie die Bank in Zukunft Geld verdienen will."

Das Geldhaus will 4300 Vollzeitstellen streichen und 200 seiner rund 1000 Filialen schließen, wie es zuvor mitgeteilt hatte.

Die Reaktionen der Anleger waren ebenfalls verhalten. Die Aktie der Commerzbank notierte knapp ein halbes Prozent im Plus. "Die angekündigte Eigenkapital-Rendite von 'irgendwann mal vier Prozent' ist lächerlich", sagte ein Aktienhändler. Ein Großinvestor der Commerzbank erklärte, mit diesen Renditen bewege sich das Institut weiterhin in einem schwierigen Umfeld. "Ein interessanter Investment-Fall entsteht dadurch sicherlich nicht."

16:42 Uhr

Dollar bleibt stark

Der Euro nähert sich wieder von oben der Marke von 1,10 Dollar, an der er an den vergangenen Tagen mehrfach abgeprallt war. Teilnehmer vermuten, dass die tendenzielle Dollarstärke anhalten dürfte. Nervöse Bewegung gibt es im Pfund, das zunächst auf ein Achtwochenhoch bei 1,2583 Dollar stieg, gestützt von Äußerungen des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, der sich optimistisch zu einem möglichen Brexit-Deal geäußert hatte. Inzwischen ist die Devise aber wieder kräftig abgesackt auf 1,2471 Dollar.

15:56 Uhr

Einzelner Rohstoff-Händler verzockt 320 Millionen Dollar

Schon mal Geld verloren an der Börse? Beim Ölpreis auf den falschen Trend gesetzt? Das kann jedem Anleger passieren. Summen wie diese sind allerdings selten:

320 Millionen Dollar hat, einer vorläufigen Schätzung zufolge, ein einzelner Rohstoffhändler in Singapur bei Mitsubishi verloren. Dem Unternehmen, dem größten japanischen Broker, zufolge manipulierte der Händler die Systeme, die solche riskanten Wetten eigentlich verhindern sollten. Der Angestellte hatte demzufolge seit Jahresbeginn gigantische Positionen mit Rohölkontrakten aufgebaut. Als die Preise im Sommer fielen, stiegen seine Verluste ins Unermessliche, und das Ganze ließ sich schließlich nicht mehr verbergen.

Der Mann, der bei einem Tochterunternehmen von Mitsubishi namens Petro-Diamond Singapur arbeitete, sei inzwischen entlassen und angezeigt worden, teilte der Finanzkonzern mit. Die Untersuchungen dauerten an.

15:55 Uhr

Wall Street startet im Plus

Leichte Gewinne verzeichnet die Wall Street. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,2 Prozent auf 27.140 Punkte, der S&P-500 legt ebenfalls um 0,2 Prozent zu, und der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent. Einerseits kehrt nach der Fed-Entscheidung vom Mittwoch und den kräftigen Ölpreisbewegungen rund um die Krise am Golf etwas mehr Ruhe ein. Andererseits ist am Tag des vierfachen Verfalls mit Bewegungen und Ausschlägen in beide Richtungen zu rechnen.

Ein stützender Faktor ist die wiederaufkeimende Hoffnung im US-chinesischen Handelsstreit. Zum einen soll US-Präsident Donald Trump Hunderte von chinesischen Produkten von den Zöllen ausgenommen haben, wie Medienberichte wissen. Zum anderen treffen sich gegenwärtig Vertreter aus Washington und Peking, um die höherrangigen Gespräche Anfang Oktober vorzubereiten.

Konjunkturdaten stehen nicht auf der Agenda, lediglich eine Rede des Boston-Fed-Präsidenten Eric Rosengreen wird erwartet.

15:25 Uhr

CoBa schluckt Comdirect ganz - Kurs springt 25 Prozent

Die Commerzbank will nicht nur massiv Stellen streichen, sondern auch die Online-Bank Comdirect mit der Muttergesellschaft zusammenführen, und massiv in Technologie investieren. Das sieht ein Strategieprogramm vor, das die Geschäftsbank in der nächsten Woche mit dem Aufsichtsrat erörtern will. Entscheidungen seien bislang nicht getroffen worden, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung.

Der Comdirect-Kurs springt 25 Prozent. Denn laut Strategieentwurf will die Commerzbank die ausstehenden 18 Prozent Comdirect-Aktien mit einer Prämie von voraussichtlich 25 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs kaufen.

Commerzbank gewinnen 3 Prozent.

15:10 Uhr

Commerzbank schließt Fünftel aller Filialen

Eilmeldung: Kahlschlag bei der Commerzbank: Die Bank will rund 4300 Stellen streichen. Von den rund 1000 Filialen sollen rund 200 geschlossen werden, teilte die Commerzbank mit. Der Aufsichtsrat soll dies kommende Woche beschließen.

14:56 Uhr

Saudi-Arabien will Investoren erpressen, teure Öl-Aktien zu kaufen

Von wegen "freier Markt": Saudi-Arabiens Führung versucht offenbar, reiche Landsleute zum Kauf von Aramco-Aktien zu zwingen. Wir erinnern uns: Der staatliche Ölförderer Saudi-Aramco sollte fünf Prozent seiner Anteile an die Börse bringen und dafür 100 Milliarden Dollar einnehmen. Der ganze Konzern soll nach Vorstellung von Kronprinz Mohammad bin Salman also zwei Billionen Dollar wert sein - das wäre das mit Abstand teuerste Unternehmen der Welt.  

Allerdings zeichnet sich nicht erst seit den jüngsten Angriffen auf Aramco-Anlagen ab, dass diese Bewertung bei weitem zu hoch gegriffen ist. Zumindest wenn Investoren frei über ihre Kapitalanlage entscheiden können. Die saudische Führung macht nun laut einem "FT"-Bericht aber Druck, auf einheimische Investoren und versucht ihre Traum-Bewertung zu erzwingen. Viele der Betroffenen Millionäre und Milliardäre waren 2017 und 2018 monatelang im Ritz-Carlton in Riadh inhaftiert wegen angeblicher Korruptionsvorwürfe. Teile ihres Vermögens sind immer noch eingefroren. Offenbar sollen sie erpresst werden, das Kapital nun zu hohen Kursen in Aramco-Anteile zu stecken.

14:20 Uhr

US-Börsen mit positivem Start erwartet

Leichte Gewinne werden an der Wall Street zum Start erwartet.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.004,78

Einerseits könnte nach der Fed-Entscheidung vom Mittwoch und den kräftigen Ölpreisbewegungen rund um die Krise am Golf etwas mehr Ruhe einkehren.

Andererseits sind am Tag des vierfachen Verfalls Bewegungen und Ausschläge in beide Richtungen möglich. Konjunkturdaten stehen nicht auf der Agenda, lediglich eine Rede des Boston-Fed-Präsidenten Eric Rosengreen wird erwartet.

14:02 Uhr

Palladium: Edelmetall bricht Preisrekord

Der Preis für Palladium legt um bis zu 1,6 Prozent zu und erreicht ein Rekordhoch von 1648,80 Dollar je Feinunze. Das Metall wird unter anderem für Auto-Katalysatoren benötigt.

Nicht nur Spekulanten, sondern auch Autohersteller deckten sich ein, sagt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. "Die Verbraucher machen sich Sorgen wegen der steigenden Preise und wollen deswegen lieber jetzt als später kaufen."

13:43 Uhr

Kursfeuerwerk in Frankreich, Dax hinkt hinterher

Die europäischen Aktienmärkte ziehen am Mittag an. Der so genannte Hexensabbat - der dreifache Verfall von Futures und Optionen - drängt die Anleger allerdings an die Seitenlinie. Geprägt wird der Markt vom Positionsmanagement der Options- und Futures-Händler.

Euro Stoxx 50
Euro Stoxx 50 3.606,89

Der CAC-40 steigt in Paris auf den höchsten Stand seit etwa zwölf Jahren. Damit bricht er aus der Seitwärts-Range der vergangenen Jahre nach oben aus.  Der Dax tendiert 0,2 Prozent im Plus bei 12.480 Punkten, der Euro-Stoxx-50 zieht um 0,6 Prozent auf 3.573 Punkte an. Mit 3.576 Punkten hat der Euro-Stoxx-50 ein neues Jahreshoch markiert, der Dax noch nicht.

Am Mittag laufen die Futures und Optionen auf viele Indizes aus, am Abend die Optionen auf viele Einzel-Aktien. Im Verlauf dürfte deshalb das Gerangel um die so genannten Basispreise bei den Einzeltiteln im Vordergrund stehen, meist runde Marken, an denen größere Options-Positionen aufgebaut worden sind.

13:35 Uhr

Dax-Optionen verfallen bei 12.474 Punkten

Der Settlement-Kurs für Dax-Optionen ist mit 12.474,16 Punkten festgesetzt worden. Für MDax und TecDax lagen die Settlements bei 25.899,12 beziehungsweise 2877,85 Stellen.

Die Optionen auf den EuroStoxx50 verfielen bei einem Kurs von 3565,17 Punkten und diejenigen auf den Stoxx50 bei 3232,19 Zählern.

13:04 Uhr

Navidi warnt vor neuen Angriffen auf Ölindustrie

Der saudi-arabische Ölkonzern will nach den Drohnenangriffen auf seine Anlagen bis Ende September seine Produktion am Standort Churais wieder voll aufnehmen. Das Unternehmen arbeite daran rund um die Uhr, sagte Saudi-Aramco-Manager Fahad Abdulkarim. Churais ist einer von zwei Standorten des Ölkonzerns, die von den Angriffen vor knapp einer Woche betroffen waren.

Expertin Sandra Navidi warnt allerdings vor möglichen neuen Angriffen.

 

12:59 Uhr

DHL erhöht die Preise

Der Versand mit DHL Express wird im kommenden Jahr teurer.

Deutsche Post
Deutsche Post 31,92

Wie der Geschäftsbereich der Deutschen Post mitteilte, steigen die Versandkosten in Deutschland für die meisten Kunden ab dem 1. Januar 2020 um 4,9 Prozent. Die Preiserhöhung gelte für nationale und internationale Express-Sendungen. Abhängig von Gewicht, Volumen und Bestimmungsland könne der Anstieg auch höher ausfallen.

Die Preisanpassungen gelten für die Dienstleistungen von DHL Express, nicht das nationale Paket-Geschäft.

12:50 Uhr

Angreifer ZF räumt Übernahme-Schlachtfeld

Die Schlacht der deutschen Autozulieferer ZF und Knorr um Haldex ist vorbei. ZF Friedrichshafen hat seine Beteiligung an dem schwedischen Bremsen-Spezialisten Haldex abgestoßen.

ZF verkaufte die 8,9 Millionen Aktien, die einem Anteil von 20 Prozent entsprachen, über Nacht an institutionelle Investoren zu 50 Schwedischen Kronen (rund 4,67 Euro) das Stück, wie der Konzern mitteilte. Das Unternehmen habe das strategische Interesse an Haldex verloren.

Die Haldex-Aktien, die am Donnerstag bei 59,30 Kronen geschlossen hatten, brachen am Vormittag um bis zu elf Prozent ein. Die Haldex-Führung begrüßte den Verkauf. "Ich würde so weit gehen, das ein frühes Weihnachtsgeschäft für Haldex und seine Kunden zu nennen", sagte Aufsichtsratschef Jorgen Durban. Die Schweden setzen darauf, dass der Anteilsverkauf die Türen öffnet für mögliche strategische Partner.

Zudem hoffen sie, dass der deutsche Bremsenhersteller und zweitgrößte Anteilseigner Knorr-Bremse ebenfalls seine Anteile abgibt. Knorr-Bremse teilte mit, man überprüfe die strategischen Investitionen regelmäßig. Aktuell gebe es keine Entscheidung, etwas an der Beteiligungsstruktur zu ändern. Knorr hält noch rund zehn Prozent an Haldex.

12:42 Uhr

Bergbaukonzern muss Millionen wegen tödlichem Dammbruch zahlen

Die 2,6 Millionen Euro könnten erst der Anfang sein, es sind noch viele Klagen von Angehörigen der insgesamt 270 Todesopfer anhängig:

Acht Monate nach dem folgenschweren Bruch eines Staudamms in Brasilien ist der Bergbaukonzern Vale erstmals zu konkreten Entschädigungszahlungen an Hinterbliebene der Opfer verurteilt worden. Ein Richter im Bundesstaat Minas Gerais entschied, dass Vale den Familien von drei Todesopfern insgesamt umgerechnet 2,6 Millionen Euro Entschädigung zahlen muss. Durch das Unglück Ende Januar waren mehr als 270 Menschen ums Leben gekommen oder gelten seither als vermisst.

Nachdem der Damm in dem Vale-Bergwerk Córrego do Feijão im südostbrasilianischen Brumadinho gebrochen war, hatte sich eine enorme Schlammlawine über die Umgebung ergossen. 13 Millionen Kubikmeter Schlamm mit Bergbauabwässern rissen viele Menschen mit sich.

11:39 Uhr

Ein Regenschirm sperrt Firma tagelang aus Büro aus

Wenn es einmal so richtig schiefläuft ...

*Datenschutz

Seit Wochen verschlechtern sich die Aussichten für den geplanten Börsengang des Hype-Startups WeWork. Die Anleihen des Unternehmens, das supercoole Büros und angesagte Coworking Spaces vermietet, haben massiv an Wert verloren. Der zwischenzeitlich wie ein Superstar gehandelte Chef steht in der Kritik.

Nun ist auch noch ein Zwischenfall im Hightech-WeWork-Büro in Washington weltweit zur Lachnummer im Internet aufgestiegen. Weil ein Regenschirm hinter einer Tür umfiel und diese von innen blockierte, konnten die vier Mitarbeiter des dort ansässigen Unternehmens volle zwei Tage ihre Firma nicht betreten. Niemand schaffte es, die "perfekt" verschlossene Tür zu öffnen. Tausende gut gemeinte und auch viele bösartige Ratschläge aus den sozialen Netzwerken halfen auch nicht weiter. Auch ein Handwerker von WeWork scheiterte. Nach zwei Tagen musste schließlich ein anderer Handwerker ein Loch aus dem darüberliegenden Stockwerk in die Bürodecke bohren und die Regenschirm-Blockade mit einem Draht lösen.

11:17 Uhr

Deutschland kauft so wenig Öl wie seit Jahrzehnten nicht

*Datenschutz

Die Nachfrage nach Rohöl in Deutschland sinkt seit Jahren - im vergangenen Jahr erreichte die Importmenge den niedrigsten Stand seit 1992, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Demnach führte Deutschland 84,8 Millionen Tonnen Öl ein. 1992 waren es 97,3 Millionen Tonnen gewesen, 2015 sogar 114,5 Millionen Tonnen. Größter Lieferant war Russland, gefolgt von Norwegen und Libyen.

Erst auf Platz zehn folgt der weltweit größte Erdölexporteur Saudi-Arabien, wo am vergangenen Wochenende Angriffe auf Ölanlagen für Produktionsausfälle gesorgt hatten.

Die Bedeutung des Erdöls nimmt für Deutschland seit Jahren ab, wie die Statistiker betonten. So ging der Verbrauch von Heizöl von 2005 bis 2016 zurück und auch die Verwendung von Benzin. Der Verbrauch von Diesel dagegen stieg in dem Zeitraum an.

11:05 Uhr

Klimabewegung treibt die Börsenkurse

Das Klimakabinett hat zwar noch nichts beschlossen, die Fridays-for-Future-Demo ist noch nicht gestartet, aber an der Börse bewegt die Klimadebatte bereits spürbar die Kurse:

  • Die Aktien von Nordex profitieren im SDax weiter von der Aussicht auf zusätzliche Aufträge im Heimatmarkt. Der Nordex-Kurs legt um 3,7 Prozent zu.
  • Unter dem Einfluss der Klimadebatte stiegen auch die Anteile von SMA Solar um 4,7 Prozent, womit sie der beste Wert im SDax waren.
  • Im Dax verteuerten sich RWE - inzwischen ein Erneuerbarer-Energien-Konzern - um 0,8 Prozent.
  • Chemiewerte wurden dagegen verkauft. Der Sektor war der schwächste der europäischen Stoxx-600-Übersicht. Covestro waren mit minus 1 Prozent unter den schwächsten Werten im Dax.
10:40 Uhr

Rolls-Royce bekommt Triebwerksproblem nicht in den Griff

Der Preis für die verquasteste Unternehmensmitteilung heute (bislang) geht an den Triebwerkshersteller Rolls-Royce:

"Die Rückführung der Fälle, in denen Maschinen wegen des Triebwerks am Boden bleiben müssen, auf ein einstelliges Niveau, wird sich bis ins zweite Quartal 2020 verzögern", wie das Unternehmen mitteilte.

Auf gut Deutsch: Das Unternehmen bekommt die Probleme an seinem Triebwerk Trent 1000 nicht wie geplant in den Griff. Weiter müssen viele Flugzeuge von Kunden am Boden bleiben. Es seien weitere Verzögerungen zu erwarten, teilte die Rolls-Royce Holdings plc zudem mit.

Die Aktie gibt im frühen Handel um 3 Prozent nach.

09:38 Uhr

Erzeugerpreise im Sinkflug

*Datenschutz

 

09:34 Uhr

Iran droht mit offenem Krieg - Ölpreise ziehen an

Die Ölpreise steigen im frühen Handel.

Händler nannten die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Saudi-Arabien auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen Seite als Grund. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,73 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 52 Cent auf 58,65 Dollar.

Die politischen Spannungen nach dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabien bleiben hoch. Am Donnerstag hatte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif für den Fall eines Militärschlags der USA und Saudi-Arabiens auf sein Land mit einem "umfassenden Krieg" gedroht. Die USA und Saudi-Arabien machen Iran für den Angriff auf saudische Ölanlagen vom vergangenen Wochenende verantwortlich. Der Angriff hatte einen erheblichen Teil der saudischen Ölproduktion beschädigt und am Rohölmarkt für einen zeitweise starken Preisanstieg gesorgt.

09:31 Uhr

Dax bleibt unbeweglich

Bringt der Hexensabbat zum Ende der Woche noch Schwung in den seit Tagen stagnierenden Dax? Zu Handelsbeginn sieht es nicht danach auch.

Dax
Dax 12.798,19

Zuletzt notierte der Leitindex mit minus 0,07 Prozent auf 12.449,17 Punkten. Ein ähnliches Bild zeigte sich beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50. Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte sank etwas mehr, und zwar um 0,20 Prozent auf 26.038,98 Punkte.

Am sogenannten Hexensabbat laufen am Mittag an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte und Optionen auf die großen Aktienindizes aus, wie die auf den Dax und den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50. Vor diesem auch großer Verfall genannten Termin versuchen Anleger, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Das führt in der Regel im Verlauf zu erratischen, fundamental nicht zu erklärenden Bewegungen.

Seit bereits sieben Handelstagen pendelt der Dax zwischen 12.300 und 12.500 Zählern, wobei er sich seit seinem Zwischentief am Dienstag bei 12.303 Punkten inzwischen merklich erholt hat. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein moderater Verlust von 0,16 Prozent ab.

08:47 Uhr

Aufwind für die Weltkonjunktur? Asien-Börsen ziehen an

RTX5X2S7.jpg

Nur eine kurze Delle? Wenn sich die Lage in den USA beruhigt, dürfte auch der Seehandel wieder anziehen.

REUTERS

Gute Laune in Fernost: Im asiatischen Aktienhandel locken die jüngsten Zinsentscheidungen die Anleger zum Wochenschluss zurück in die Märkte. Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf einer konjunkturstützenden Wirkung des "billigen Geldes" und auf eine allgemeinen Belebung der Weltwirtschaft.

  • Nikkei
    Nikkei 22.625,38
    In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent im Plus bei  22.079 Punkten. Auf Wochensicht gewann der japanische Leitindex damit 0,3 Prozent.
  • Auch in China, Südkorea und Hongkong legten die Kurse zu.
  • Die Zinssenkung der US-Notenbank Fed am Mittwoch sowie die niedrigeren Zinsen in China hätten die Stimmung der Investoren gehoben, hieß es.

Für Optimismus sorgten auch zuletzt ermutigende Konjunkturdaten aus den USA, etwa vom Immobilienmarkt. Auch stieg die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weniger stark als erwartet. "Die Investoren beginnen allmählich, die Möglichkeit einer Beschleunigung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr einzupreisen", sagte Nobukiho Kuramochi, Chefstratege bei Mizuho Securities.

08:00 Uhr

So liegen die Leitzinsen in den USA und Europa

*Datenschutz

 

07:46 Uhr

"Hexensabbat" an der Börse: Dax verabschiedet sich von Thyssenkrupp

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen unruhigen Handelstag einstellen. Am großen Verfallstag an den Terminmärkten sind im Handel mitunter auch unvermittelte Kursausschläge zu erwarten.

  • In den vorbörslich berechneten Indikationen wird der Dax zur Eröffnung bei 12.435,00 Punkten gesehen, was einem moderaten Minus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vortag war das Frankfurter Börsenbarometer 0,5 Prozent im Plus bei 12.457,70 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Börsianer verwiesen unter anderem auf die positiven Reaktionen auf die erneute Zinssenkung in den USA. Die US-Notenbank Fed hatte am Mittwochabend deutscher Zeit, eine Senkung des Leitzinssatzes bekanntgegeben.
Dax
Dax 12.798,19

Unabhängig vom anstehenden "Hexensabbat" an der Börse gibt Thyssenkrupp an diesem Freitag seine Abschiedsvorstellung im Dax. Das Gründungsmitglied des deutschen Leitindex muss seinen Platz für den Triebwerkshersteller MTU räumen. Außerdem stehen zum Abschluss der Börsenwoche die deutschen Erzeugerpreise sowie der Index des europäischen Verbrauchervertrauens auf dem Terminplan.

Am sogenannten Hexensabbat verfallen Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf einzelne Aktien. Zu diesem Termin schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark.

07:23 Uhr

China schraubt am neuen Leitzins

Präzise gestutzte Hecken: Ein Wachmann patrouilliert vor der chinesischen Zentralbank in Peking.

Präzise gestutzte Hecken: Ein Wachmann patrouilliert vor der chinesischen Zentralbank in Peking.

REUTERS

Die Wirtschaftslenker in Peking fassen eine ihrer neuen Stellschrauben an: Bei ihrer Septembersitzung hat die chinesische Zentralbank den erst kürzlich eingeführten Referenzzinssatz den zweiten Monat in Folge herabgesetzt.

  • Die People's Bank of China (PBoC) setzte die einjährige "Loan Prime Rate" (LPR) auf 4,20 Prozent fest nach 4,25 Prozent im August, wie die Notenbank mitteilte. Die fünfjährige LPR wurde bei 4,85 Prozent belassen.
  • Die Währungshüter hatten ihren Leitzins im August de facto durch diesen neuen Referenzzinssatz ersetzt. Sie will damit die Kreditkosten für Unternehmen senken, die wegen der sich abkühlenden Wirtschaft zu kämpfen haben.
  • "Die LPR-Senkung soll Banken dazu bewegen, ihre Zinsen leicht zu reduzieren, die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität dürften aber nur marginal sein", kommentierte Ökonom Julian Evans-Pritchard.
06:40 Uhr

"Nett": Trump bittet Facebook-Chef zu sich

eb30f09ef021cd94d75126f0e04b574f.jpg

REUTERS

Der amtierende US-Präsident trifft einen der einflussreichsten Medienmanager der Welt: Im Weißen Haus hat Donald Trump Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu einem persönlichen Gespräch empfangen.

  • Anlass und Inhalt des Gesprächs blieben zunächst unklar.
  • Trump selbst beschrieb das Treffen mit dem Chef eines der einflussreichsten Online-Netzwerke der Erde im Oval Office anschließend auf Twitter als "nett" (wörtlich: "nice").
  • Facebook wiederum teilte mit, das Gespräch sei "gut und konstruktiv" verlaufen.

Zuvor war Zuckerberg in Washington mit mehreren US-Senatoren zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen rund um Sicherheit und Inhalte von Online-Netzwerken - auch im Hinblick auf die kommenden Jahr anstehenden Präsidentschaftswahlen.

Facebook
Facebook 186,01

06:23 Uhr

Euro zieht Richtung Wochenende an

An den Devisenmärkten beginnt der letzte Handelstag der Woche mit leichtem Auftrieb beim Euro. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftwährung legt in der Nacht leicht zu.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1057 Dollar und damit sichtlich über dem Niveau des Vorabends.
  • Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor allerdings leicht höher mit 1,1067 (Mittwoch: 1,1053) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,9036 (0,9047) Euro.
  • Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 107,91 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0866 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9909 Franken. Das Pfund Sterling gewann im fernöstlichen Marktgeschehen 0,2 Prozent auf 1,2545 Dollar.
Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

06:05 Uhr

Klima-Weichenstellung im Kanzleramt

Die ganze Nacht hindurch verhandeln Spitzenvertreter der großen Koalition im Kanzleramt, wie genau Deutschland die verbindlich vereinbarten Klimaziele noch erreichen kann. Was rollt auf Unternehmen, Anleger und Großinvestoren zu? Gespannt warten Analysten auf konkretere Anhaltspunkte. Im Gespräch mit n-tv.de erläutert SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil mögliche Perspektiven.