Lufthansa will Crews schrumpfen - UFO droht mit Streik
Die Lufthansa will die Crews in ihren kleineren Langstreckenjets um eine Kraft verringern. Dafür sollen die Kabinenchefs (Purser 2) stärker in den direkten Service eingebunden werden, bestätigte das Unternehmen einen entsprechenden Medienbericht.
Bereits seit 2016 werde das in Abstimmung mit der Kabinengewerkschaft UFO erprobt, erläuterte eine Sprecherin. Nun werde überprüft, ob das Konzept für die Airbus-Langstreckenflugzeuge A330, A340 und A350 übernommen werden könne.
Mit dem erhöhten Kerosinpreis habe das nichts zu tun. Laut "Spiegel" will die Gewerkschaft die Einsparung jeweils eines Flugbegleiters nicht hinnehmen. Man könne sich nicht als Premium-Airline feiern lassen und gleichzeitig beim Service knapsen, argumentierte sie.
Tarifexperte Nicoley Baublies erklärte, dass Lufthansa mit dem Vorstoß gegen geltende Tarifverträge verstoße. In den kommenden Wochen werde man daher einzelne Tarifverträge kündigen, um schnell eine mögliche Streikbereitschaft herzustellen.
Das war der Börsen-Tag für diese Woche. Ab Montag geht es an dieser Stelle weiter. Wir wünschen ein erholsames Wochenende!
Schwarze Börsenwoche: Dax rutscht immer weiter ab
Enttäuschende Ausblicke der US-Technologiegiganten Alphabet und des Internetkaufhauses Amazon haben die deutschen Standardwerte am letzten Handelstag der Woche wieder tief in den roten Bereich getrieben. Zumindest die Hälfte konnte der Leitindex am Nachmittag allerdings wieder wettmachen.
DAXAm Ende schloss der Dax 0,9 Prozent leichter bei 11.200 Punkten. Für den MDax ging es 0,7 Prozent abwärts auf 23.478 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,4 Prozent auf 3119 Punkte ein.
Seit Anfang des Monats hat der Dax damit 8,5 Prozent eingebüßt. "Die Aktienmärkte haben bislang einen schmerzhaften Oktober erlebt", sagte Stratege Andreas Hürkamp von der Commerzbank. Investoren fokussierten sich immer mehr auf schlechte Quartalsergebnisse von Unternehmen. Im Dax seien vor allem die konjunktursensiblen Aktien unter Druck geraten, allen voran die Chemietitel Covestro und BASF.
Siemens streicht in Kraftwerkssparte Urlaubsgeld
Mehr Urlaub statt mehr Geld: Die Belegschaft in den sechs vom Stellenabbau betroffenen Werken in der Kraftwerkssparte von Siemens muss im kommenden Jahr auf ein zusätzliches Urlaubsgeld verzichten. Statt der tariflich vereinbarten 27,5 Prozent eines Monatslohns bekommen sie acht Tage mehr Urlaub, wie aus einem Ergänzungstarifvertrag für die Werke in Berlin, Erfurt, Erlangen, Görlitz, Mülheim/Ruhr und Offenbach hervorgeht, den die Gewerkschaft IG Metall im Internet veröffentlicht hat.
"Das trägt im Interesse aller Beteiligten zur Stabilisierung des Bereichs in einer schwierigen Situation bei", erklärt die Gewerkschaft. Ein Siemens-Sprecher sagt, man reagiere damit auf die Unterauslastung im Geschäft mit Gas- und Dampfturbinen.
Das normale tarifliche Urlaubsgeld, rund 70 Prozent eines Monatsgehalts, und das Weihnachtsgeld sind von der Regelung unberührt. In der Sparte arbeiten in Deutschland rund 16.000 Menschen für Siemens, 2900 von ihnen verlieren in den kommenden Jahren ihren Arbeitsplatz.
Brexit-Alarm: RBS bildet als erste Bank Rücklagen
Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat im dritten Quartal trotz weiterer Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Skandal um den Vertrieb von Versicherungen mehr verdient als im Vorjahreszeitraum.
d Verunsichert hat die Bank die Aktionäre allerdings mit ihrer Warnung vor dem unsicheren Ausblick auf die britische Wirtschaft im Zuge des anstehenden Brexits. Die Aktie kostet das 4,5 Prozent an Wert.
Die Bank hat im dritten Quartal 100 Millionen Pfund aufgrund der "unsichereren wirtschaftlichen Aussichten" zurückgestellt. Sie ist die erste britische Bank, die eine solche Maßnahme ergreift. Als weitere Vorkehrung teilte die Bank mit, sie habe die Genehmigung der niederländischen Behörden erhalten, europäische Kunden nach dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU von Amsterdam aus zu bedienen.
Minus zwei Prozent: FANG-Aktien ziehen Dax runter
Der Dax verliert am letzten Handelstag der Woche zwischenzeitlich über 200 Punkte, das sind mehr als 2 Prozent Die Wachstumszahlen aus den USA können diese Talfahrt nicht stoppen.
DAXDruck von oben bekommen die Börsen vor allem vom Kurseinbruch der "FANG-Aktien". Die hohen Erwartungen können die Internet-Konzerne Amazon und der Google-Mutter Alphabet nicht erfüllen.
Amazon brechen in der Spitze fast 10 Prozent ein. Schuld ist der schwache Ausblicks auf das wichtige vierte Quartal. Alphabet werden für einen nachlassenden Umsatzwachstums mit minus 4 Prozent abgestraft. Selbst Apple und Microsoft fallen.
Die Zeit für Schnäppchenjäger am Aktienmarkt ist bei diesem Niveau noch nicht gekommen, warnt die Helaba.
Manchem antizyklischen Anleger dürfte es in den Fingern jucken, doch vor allem US-Aktien seien immer noch nicht günstig und der Dax lediglich fair bewertet. In der Themen-Box mehr zu den Gefahren, die an der Wall Street lauern:
Auch die US-Leitindizes hätten ihre diesjährigen Kursgewinne aufgezehrt, damit aber angesichts der hohen Bewertung nur eine längst überfällige Korrektur vollzogen.
US-Wirtschaft wächst etwas schwächer als im Vorquartal
Die Wirtschaft in den USA ist im dritten Quartal etwas schwächer gewachsen. Wie das Handelsministerium in Washington in einer ersten Schätzung mitteilte, wuchs die Wirtschaftsleistung (BIP) von Juli bis September um auf das Jahr hochgerechnete 3,5 Prozent.
Das ist etwas weniger als das starke Wachstum von 4,2 Prozent im zweiten Vierteljahr. In den USA werden Wachstumszahlen auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben damit an, wie stark die Wirtschaft zulegen würde, wenn das Wachstumstempo ein Jahr lang anhielte.
In Europa wird auf diese sogenannte Annualisierung verzichtet. Wachstumszahlen aus den USA und Europa sind daher nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. Nach europäischer Rechnung ergäbe sich ein US-Wachstum von gut 0,8 Prozent.
Erster großer Krypto-Börsengang in Europa rückt näher
Der Blockchain-Technologiekonzern Bitfury erwägt einen Börsengang, wie "Bloomberg" unter Berufung auf Insider schreibt.
Das Unternehmen prüfe derzeit eine Reihe von Optionen, darunter die Aufnahme von Fremdkapital oder den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung. Sollte Bitfury in den nächsten zwei Jahren an die Börse gehen, könne sein Wert von 2,6 Mrd. Euro auf 4,3 Mrd. Euro steigen, zitiert Bloomberg die Quellen.
Laut Bericht hat Bitfury bereits Kontakt mit globalen Investmentbanken aufgenommen. Möglich sei ein Börsengang in London, Amsterdam oder Hongkong. Das IPO könnte der erste große Börsengang in der Kryptoindustrie in Europa werden.
Bitfury wurde 2011 gegründet und gilt als das größte nicht-chinesische Unternehmen, das Bitcoin (BTC)-Blockchain-Software entwickelt und Infrastruktur für BTC-Mining bereitstellt.
Überraschend gute US-Zahlen sind kein Börsenindikator
Die guten US-Firmengewinne im dritten Quartal werden die Märkte nicht stützen, wie die Strategen der DWS Investment warnen. Selbst die Anzahl positiver Überraschungen bei der Zahlenvorlage tauge nicht als Indikator für die Aktienmärkte.
Besonders deutlich werde dies im abgelaufenen Quartal, in dem ein Großteil der Firmengewinne die Prognosen übertreffe. "Und mehr denn je zeigen die Märkte, was sie davon halten", so die Strategen.
Seit rund drei Wochen schaffe es die US-Berichtssaison immer wieder, selbst erfahrensten Analysten immer wieder bessere Zahlen zu präsentieren. "Dabei müssten diese doch langsam eingesehen haben, dass es bei den US-Firmen immer läuft", so die DWS mit Blick auf das Management der Erwartungshaltung durch die Unternehmen. Denn die bis 1998 zurückgehenden Daten zeigten, dass stets über die Hälfte der US-Firmen die Märkte überrascht habe: " Und zwar jedes Quartal, egal ob Aufschwung oder Rezession".
Ausverkauf bei Bonds von Autobahnbetreiber Atlantia
Investoren werfen Anleihen des italienischen Autobahnbetreibers Autostrade per l'Italia sowie von der Muttergesellschaft Atlantia aus den Depots, nachdem die Ratingagentur Moody's bei beiden Unternehmen am Vorabend die Bonität um jeweils einen Punkt abgewertet hat.
Moody's senkte das Autostrade-Rating auf Baa2 und das Atlantia-Rating auf Baa3, womit die Bewertung gerade noch ein Investment-Grade hat. Beide Ratings werden aber weiter geprüft. Hintergrund für die Senkung sind die politischen Unwägbarkeiten nach dem Einsturz der Morandi-Autobahnbrücke mit 40 Todesopfern im August.
Der Angebotspreis für 1,875-prozentige Atlantia-Bonds mit Laufzeit bis Juli 2027 fiel nach Daten von Tradeweb um bis zu 5,02 Euro auf 85,76 Euro. Zuletzt wurde das Papier mit 87,65 Euro bewertet.
Atlantia ist Partner von Hochtief und dessen spanischer Muttergesellschaft ACS bei der Übernahme des spanischen Mautstraßenbetreibers Abertis. Die Italiener werden im Zuge dessen zweitgrößter Aktionär von Hochtief.
Italien droht weiteres Ungemach: S&P-Rating erwartet
Der italienischen Regierung dürften im Laufe des Tages noch unangenehme Nachrichten ins Haus stehen. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) will heute die Kreditwürdigkeit des Landes neu bewerten.
Angesichts des Schuldenstreits zwischen Rom und der EU-Kommission sind Finanzmarktteilnehmer in Habachtstellung. Die Marktzinsen für italienische Staatsanleihen zogen bereits deutlich an. Rom muss immer mehr Zinsen für neue Schulden zahlen.
Die Entscheidungen der Ratingagenturen könnten die Spannungen an den Finanzmärkten verschärfen. Auf die Herabstufung durch die Agentur Moody's hatten die Märkte jedoch gelassen reagiert, weil die aktuelle Note "BBB-" noch über dem Ramschniveau liegt, das hochspekulative Anlagen beschreibt. Zudem hat Moody's keine weitere Herabstufung in Aussicht gestellt.
Auch S&P wird die Kreditwürdigkeit voraussichtlich nicht auf Ramschniveau senken. Die Note liegt noch zwei Stufen über der Schwelle. Experten halten aber eine Senkung des Ausblicks für wahrscheinlich.
Airbus muss um A330neo bangen - Kursrutsch
Der britische Triebwerkbauer Rolls-Royce bringt wegen Schwierigkeiten mit dem Antrieb für den neuen Airbus-Großraumjet A330neo die Produktionspläne des Flugzeugbauers in Gefahr.
Die Produktion der Triebwerke vom Typ Trent 7000 liege weit hinter den für 2018 geplanten 30 Exemplaren zurück, heißt es in einem Brief von Rolls-Royce an seine Mitarbeiter. Bis Ende Oktober dürften erst 10 Antriebe ausgeliefert sein.
An der Börse kommen die Nachrichten auf beiden Seiten schlecht an. Die Rolls-Royce-Aktie verliert nach den Nachrichten an der Londoner Börse auf einen Schlag mehr als 10 Prozent an Wert. Für die Airbus-Aktie geht es in Paris um mehr als 5 Prozent abwärts.
Kampfjet-Projekt: Paris streitet mit Berlin über Export
Frankreich setzt Deutschland nach Informationen des "Spiegel" vor der Entwicklung eines gemeinsamen Kampfjets unter Druck.
Paris habe mit dem Abbruch des Projekts gedroht, wenn die Bundesregierung nicht garantiere, dass die Flugzeuge später ohne Beschränkungen ins Ausland und auch in Krisenstaaten wie Saudi-Arabien verkauft werden könnten, berichtete das Magazin.
Der "Spiegel" beruft sich auf einen vertraulichen Bericht des deutschen Botschafters in Paris, Nikolaus Meyer-Landrut, über ein Treffen hochrangiger Beamter beider Regierungen am 21. September, also vor Bekanntwerden der Affäre um die Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi.
Die Flugzeughersteller Airbus und Dassault Aviation hatten Ende April am Rande der Berliner Luftfahrtmesse eine Absichtserklärung zu dem geplanten "Future Air Combat System" (FCAS) abgegeben. Die Flugzeuge sollen den pannenanfälligen Eurofighter ablösen und um das Jahr 2040 in Produktion gehen.
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Studie: Britische Wirtschaft hängt am Brexit-Deal
Ein Brexit ohne eine Vereinbarung mit der Europäischen Union, ein so genannter No-Deal-Brexit, würde die britische Wirtschaft im nächsten Jahr fast zum Erliegen bringen, heißt es in einem neuen Bericht.
Sollte Großbritannien die Europäische Union ohne eine Vereinbarung verlassen und auf die Meistbegünstigungsregeln der Welthandelsorganisation zurückgreifen, würde das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 nur um 0,3 Prozent steigen, zitiert Bloomberg das National Institute of Economic and Social Research (Niesr).
Im Gegensatz dazu würde ein Handelsabkommen, das den Großteil der derzeitigen Regelungen bewahrt, dazu führen, dass die Wirtschaft nächstes Jahr um 1,9 Prozent wachsen werde, mehr als die bisherige Prognose der Denkfabrik von 1,7 Prozent.
Kräftiger Rücksetzer: Wirecard im Sog von Amazon
Wirecard-Aktien setzen ihren Zick-Zack-Kurs vor dem Wochenende fort. Nach einer leichten Erholung am Vortag geht es um rund fünf Prozent nach unten.
Beobachter machen für die erneuten Verluste den enttäuschenden Ausblick von Amazon am Donnerstagabend mitverantwortlich. Der US-Online-Händler hat zwar für das dritte Quartal einen Rekordgewinn von 2,9 Milliarden Dollar ausgewiesen und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Umsatzprognose für das Schlussquartal fiel jedoch geringer aus als erwartet.
Laut Marktbeobachtern dämpft das die Hoffnungen auf das wichtige Weihnachtsgeschäft. Die Folge ist, dass nicht nur die Papiere von Amazon unter Druck geraten, sondern auch die von anderen Händlern und Unternehmen, die eng mit dem Handel zusammenarbeiten. Nach der monatelangen Rallye bei Wirecard sei der aktuelle Rücksetzer zunächst nicht ungewöhnlich, heißt es am Markt.
Und das haben unsere TV-Kollegen für Sie im Angbeot:
Nur eine "kleine" Wette: Italien-Bonds locken Blackrock an
Italienische Staatsanleihen, die sich in diesem Jahr besonders schwach entwickelt haben, finden auch namhafte Abnehmer. So kann das globale Bond-Team von Blackrock zum Beispiel italienischen Anleihen auch nicht widerstehen, nachdem die Renditen auf mehrjährige Höchststände gestiegen sind.
"Angesichts der Bewertungen haben wird derzeit eine kleine taktische Long-Position in italienischen Staatsanleihen", zitiert "Bloomberg" die Leiterin der globalen fundamentalen Festverzinslichen-Strategie des weltweit größten Vermögensverwalters, Marilyn Watson. Die Experten halten die grassierenden Sorgen um den Fortbestand der Gemeinschaftswährung demnach für übertrieben.
Die Renditen sind gestiegen, seit Italiens populistische Regierung ein Budget mit einem Defizit von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für 2019 vorgeschlagen hat, das die Europäische Kommission am Dienstag in einem "beispiellosen Schritt" abgelehnt hat. EZB-Chef Mario Draghi forderte am Donnerstag die politische Führung des Landes auf, ihre Rhetorik abzumildern, und sagte, dass er "weiterhin zuversichtlich ist, dass eine Einigung gefunden wird".
Norwegens Staatsfonds dank US-Aktien wieder praller
Norwegens eine Billion Dollar schwerer Staatsfonds hat im dritten Quartal 2,1 Prozent oder 21 Milliarden Dollar hinzu gewonnen. Auch der Fonds bekommt die turbulenten Märkte angesichts von Handelsstreitigkeiten und einer schwächeren Konjunkturdynamik zu spüren.
Den Angaben zufolge ist das Plus vor allem Investments in nordamerikanische Aktien zu verdanken, der Rest der globalen Aktienmärkte wies eine schwächere Entwicklung auf. In der Themen-Box finden Sie mehr zum Thema:
Norwegens Staatsfonds besitzt durchschnittlich 1,4 Prozent aller globalen Aktien. Er hat wenige Zufluchtsmöglichkeiten angesichts seiner Strategie, sich eng an Indizes zu halten und seine Investments breit über die Weltmärkte zu verteilen.
Heftiger Kursrutsch: Autozulieferer im Sog von Valeo
Nach einer Kappung der Gewinn- und Umsatzprognose nehmen Anleger von Valeo Reißaus. Die Aktien des französischen Autozulieferers brechen an der Börse in Paris zeitweise um 20 Prozent auf 23,90 Euro ein und erreichen damit den tiefsten Stand seit fünf Jahren.
Die Aktien von Konkurrenten geraten ebenfalls in den Strudel: Die in Paris notierten Titel von Faurecia büßen über neun Prozent ein, die des deutschen Rivalen Continental gehören mit einem Kursabschlag von 4 Prozent zu den größten Verlierern im Dax.
Hella-Papiere geben im MDax in der Spitze über vier Prozent nach. Anleger habe der massive Kursrutsch bei Valeo auf dem falschen Fuß erwischt, sagte ein Händler. "Das ist schon ganz schön heftig."
Eon will weiter in Türkei investieren
Der Chef des deutschen Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen, hat die Türkei angesichts der Wirtschaftskrise zu weiteren Reformen aufgefordert. "Wir freuen uns, dass wir erste vorsichtige, aber noch fragile Zeichen der Stabilisierung erleben können", sagte Teyssen beim Deutsch-Türkischen Energieforum in Ankara.
Veränderungen seien politisch und ökonomisch nicht einfach. Sein Unternehmen glaube an "die starken fundamentalen Grundbedingungen der türkischen Volkswirtschaft, gerade im Bereich der Stromwirtschaft".
Eon wird nach den Worten Teyssens weiter in der Türkei investieren. "In schwierigen Zeiten kommt es auch auf uns, die Unternehmer, an", sagte er. "Wir sind entschieden, unsere Investitionen im Rahmen unserer Möglichkeiten fortzusetzen." Eon und sein türkischer Partner Sabanci sind am Versorger Enerjisa Enerji beteiligt, der mehr als 20 Millionen Menschen erreicht.
Änderung im Dax wegen Fusion von Linde und Praxair
Im Rahmen der Fusion von Linde AG und Praxair Inc. wird die aktuell im Index befindliche Aktiengattung der Linde AG durch die neuen Aktien der Linde plc ersetzt. Das teilte die Deutsche Börse mit.
LindeDabei werden 1,54 neue Aktien für jede alte Aktie getauscht. Die ISIN ändert sich von DE000A2E4L75 zu IE00BZ12WP82. Wirksam werden diese Änderungen zum 29. Oktober.
Saudi-Arabien: Europaweiter Stopp von Waffenexporten?
Nach der Tötung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi werden die Forderungen nach einem europaweiten Stopp von Waffenexporten in das Königreich lauter.
Österreichs Außenministerin Karin Kneissl wirbt in der Zeitung "Die Welt" für ein gemeinsames Waffenembargo. Sie verweist dabei auf den Jemen-Krieg und das Vorgehen Saudi-Arabiens gegen Katar. "Wenn wir als gesamte EU Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien stoppen, kann das ein Beitrag zur Beendigung dieser Konflikte sein."
Nach Angaben der Chefdiplomatin ist es in den vergangenen zwei Jahren zu einer "massiven Verschlechterung der Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien gekommen". Während zahlreiche Länder bereits Sanktionen verhängt haben, ist Berlin immer noch unentschlossen. Österreich hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne. Hier erfahren Sie mehr zu den Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien.
Riad: Firmen entschuldigen sich fürs Fernbleiben
Während die Welt über den Fall Kashoggi und einen möglichen Rüstungsexport-Stopp diskutiert, rühmt sich Saudi-Arabien mit den anhaltend guten Wirtschaftskontakte in den Westen.
Laut Regierungsangaben entschuldigten sich die Firmen nach ihrer Absage bei der jüngsten Investorenkonferenz für ihr Fehlen und versprachen dabei eine Normalisierung der Beziehungen. Energieminister Chaled al-Faleh sagte dem staatlichen Sender Al-Echbarija am Donnerstag, einige Unternehmen seien der Konferenz wegen "politischen Drucks" ferngeblieben. All diese Firmen hätten in den vergangenen zwei Tagen angerufen "um ihr Bedauern zu äußern".
Abgesagt hatten unter anderem Siemens, die Deutsche Bank, Ford, mehrere Medien sowie auch Minister ab. Saudi-Arabiens Finanzminister Mohammed al-Dschadaan zog dennoch eine "phantastische" Bilanz der Konferenz.
Italiens Notenbank fordert Einblick in Bondbestände
Im Haushaltsstreit Italiens mit der Europäischen Union rücken die Banken des Landes immer mehr in den Fokus. Laut der italienischen Zeitung "La Stampa" hat die italienische Notenbank die Banken in den vergangenen Wochen auf Bitte der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgefordert, Einblick in ihre Bestände zu gewähren.
Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, spricht sich vorsorglich für einen besseren Schutz der europäischen Banken aus. Vor allem die französischen Geldhäuser seien bei einer Finanzkrise in Italien gefährdet, warnte er in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenmagazin "Focus". "Dadurch wird Europa erpressbar."
Die europäische Bankenaufsicht müsse die Geldhäuser in Europa veranlassen, ihre Kredite an italienische Schuldner und ihre Bestände an Staatsanleihen des Landes abzubauen oder mehr Eigenkapital zu beschaffen. Nach Ifo-Berechnungen haben deutsche Banken derzeit etwa 80 Milliarden Euro an Forderungen gegenüber italienischen Schuldnern, davon etwa ein Drittel Staatsanleihen. Bei französischen Instituten seien es etwa 275 Milliarden Euro, bei spanischen etwa 61 Milliarden Euro.
Fujitsu schließt Werk Augsburg - 1800 Jobs fallen weg
Der japanische Computerkonzern Fujitsu macht bis zum Jahr 2020 sein Werk in Augsburg dicht. "Die Schließung betrifft alle 1500 Beschäftigten des Standorts", teilte ein Sprecher mit. Auch etwa 300 Jobs an anderen deutschen Standorten sollen gestrichen werden.
Die Schließung des Augsburger Werks sei Teil eines größeren Konzernumbaus, hieß es zur Begründung. Künftig wolle Fujitsu die Entwicklung, Fertigung und Logistik nach Japan verlagern. Wie es für die Arbeitnehmer in Augsburg und München weitergeht, war zunächst unklar. "Derzeit befinden wir uns in Verhandlungen mit der Arbeitnehmer-Vertretung", sagte der Sprecher. Kündigungen will Fujitsu mit einem Sozialplan abfedern.
In dem schwäbischen Werk produzierte das Unternehmen bislang hauptsächlich Computer, Notebooks und Speichersysteme. Fujitsu beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 140.000 Menschen. Hier mehr
Dax verliert 1,7 Prozent - Hält die 11.100-Punkte-Marke?
Das Aufatmen an den Börsen ist erst einmal wieder vorbei.
DAXDie Ängste vor einer weltweiten Konjunkturabkühlung drücken den Dax im frühen Handel wie erwartet deutlich mit 200 Punkten ins Minus.
Der Leitindex landet damit auf 11.142 Punkten, womit er wieder nahe an den Tiefs vom Donnerstagmorgen kratzt, mit denen er zugleich den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren markiert hatte. Im Euro-Stoxx-50 sieht es nicht viel besser aus.
Belastet wird die Stimmung nun vor allem von schwachen Quartalsberichten. In den USA kamen die Internet-Konzerne Amazon und die Google-Mutter Alphabet nachbörslich unter die Räder. Amazon fielen wegen eines schwachen Ausblicks auf das wichtige vierte Quartal um 7,2 Prozent, Alphabet wegen eines nachlassenden Umsatzwachstums um 4 Prozent.
Größter Verlierer sind am Morgen Continental mit minus 4,5 Prozent.
BASF verlieren 3,3 Prozent. Dem Konzern macht ein schwächelndes Basischemikaliengeschäft zu schaffen. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) sank im dritten Quartal um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. BASF-Chef Martin Brudermüller sprach von "zunehmenden Herausforderungen im makroökonomischen Umfeld".
Asien-Börsen geben leicht nach
Aus Sorge vor einer weltweiten Konjunkturabschwächung schalten Anleger in Asien um auf Vorsicht. Am letzten Handelstag vor dem Wochenende stehen besonders die Technologiewerte unter Druck. Im Vergleich zu den vorbörslich errechneten Indikationen im Dax fallen die Kursverluste in Fernost allerdings moderat aus.
Der japanische Leitindex Nikkei schloss 0,4 Prozent im Minus bei 21.184,60 Punkten.
Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,3 Prozent nach auf 1596,01 Punkte.
In China sackten die Indizes in Shanghai und Shenzen ebenfalls deutlich ab: Der Shanghai-Composite notierte knapp 0,6 Prozent im Minus bei 2589 Zählern.
Der Handelsstreit zwischen den USA und China, die Unsicherheiten rund um den Brexit und schwächer als erwartet ausgefallene US-Unternehmensergebnisse drückten auf die Stimmung an der Börse, sagte Marktstratege James McGlew vom Handelshaus Argonaut. "Ich glaube nicht, dass Anleger jetzt versuchen sollten, das fallende Messer zu greifen."
BASF-Aktie im Minus erwartet
An der Frankfurter Börse stellen sich Händler auf Kursverluste bei BASF ein. Die am Morgen vorgelegten Geschäftszahlen für das dritte Quartal werden in einer ersten Einschätzung als "durchwachsen" eingestuft, heißt es. Enttäuschend habe sich die Ergebnisseite entwickelt, meinte ein Marktbeobachter, "gerade in den Kernbereichen".
Die Aktien des im Leitindex Dax notierten Chemiekonzerns BASF waren am Vorabend 1,3 Prozent im Plus bei 66,66 Euro aus dem Handel gegangen.
Konsumforscher: Kauflaune in Deutschland stabil
Die Deutschen sind nach Ansicht von Konsumforschern weiter in Kauflaune. Für November verharrt der GfK-Konsumklimaindex unverändert bei 10,6 Punkten. Die vorab ermittelte Konsensschätzung lag bei 10,5 Punkten.
"Offenbar unbeeindruckt von externen Risiken wie Handelskonflikt und Brexit sind die Konsumenten bereit, ihr Geld auszugeben", heißt es in der neuen Konsumklimastudie des Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).
Sparen sei angesichts extrem niedriger Zinsen nach wie vor keine attraktive Alternative, erklärten die Autoren der Studie. Die Neigung, sein Geld auf die hohe Kante zu legen, sei zuletzt sogar noch einmal gesunken.
Aufgrund der guten Konjunktur und des brummenden Arbeitsmarktes fürchteten die wenigsten Verbraucher in Deutschland um ihren Job. "Das kurbelt den Konsum - und hier vor allem größere Anschaffungen - an", teilte die GfK mit.
Im Dax leuchten die Warnlampen auf
Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger anschnallen: Die Kurse dürften zum Start in den Freitagshandel auf Talfahrt gehen. Die vorbörslich errechneten Indikationen deuten auf einen tiefroten Auftakt im Minus hin.
Auf Teleboerse.de wird der Dax zur Eröffnung bei 11.126,00 Punkten gesehen, was einem Minus von 1,6 Prozent entspricht.
Am Vorabend war das Frankfurter Kursbarometer 1,03 Prozent im Plus bei 11.307,12 Punkten aus dem Handel gegangen.
Einen konkreten Auslöser für den Abwärtssog gibt es nicht. Marktbeobachter sprachen von einer allgemein belasteten Stimmung. "Das Sentiment gegenüber Aktien ist im Moment einfach negativ", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Heute sind es die Ausblicke der US-Tech-Riesen, die die Stimmung der Anleger drücken."
Am Vorabend hatten unter anderem Schwergewichte wie Amazon, Intel und Alphabet ihre Zwischenergebnisse vorlegt. Die US-Börsen hatten zuvor deutlich fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index beendete den Donnerstagshandel 1,6 Prozent im Plus bei 24.984,55 Punkten.
Euro stellt sich auf Nullzinsen bis Herbst 2019 ein
Am Morgen nach dem Zinsentscheid im Euroraum gibt der Kurs der Gemeinschaftswährung weiter nach. Der Euro liegt mittlerweile deutlich unter der Marke von 1,14 Dollar.
Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1366 Dollar und damit knapp 0,1 Prozent unter dem Vorabendniveau.
Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten am Vortag eine Ausdehnung der Nullzinsphase bis über den Sommer 2019 hinaus in Aussicht gestellt. Der Euro-Kurs war daraufhin unter die Linie bei 1,14 Dollar gesackt.
Im asiatisch geprägten Handel in der Nacht wurde der Euro mit 1,1370 Dollar gehandelt. Ein Dollar kostete 112,29 Yen und damit 0,1 Prozent weniger.