Freitag, 28. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax traut dem Fed-Braten noch nicht - aber Wochenplus

Die europäischen Aktienmärkte haben zum Wochenausklang überwiegend Kursverluste verzeichnet. Der deutliche Strategieschwenk der US-Notenbank Fed muss anscheinend vom Markt noch verdaut werden. Lediglich für Banken- und Versicherungswerte wurden die Fed-Aussagen positiv interpretiert. Zudem bremste der Chicago-Einkaufsmanagerindex, der eine Abschwächung der Nach-Corona-Erholung zeigt.

Dax
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In Frankfurt ging der Dax 0,5 Prozent leichter auf 13.033 Punkte ins Wochenende. Auf Wochensicht legte der Leitindex allerdings rund 370 Punkte zu. Der MDax verlorebenfalls  0,5 Prozent auf 27.527 Zähler, der TecDax 0,6 Prozent auf 3109 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es um 0,4 Prozent auf 3316 Punkte nach unten.

Gut liefen heute einige Finanzwerte: Commerzbank stiegen im MDax um 2,7 Prozent. Im Dax verteuerten sich Munich Re und Allianz um 1,7 beziehungsweise 0,9 Prozent.

Zu den Verlierern im Dax zählten Delivery Hero, die bereits am Donnerstag sehr schwach waren. Sie geben um weitere 0,9 Prozent nach. Die Aktie dürfte unter Gewinnmitnahmen leiden, nachdem sie zu Wochenbeginn erst in den Dax aufgenommen worden war - im Vorfeld unter anderem mit der Indexfantasie aber schon sehr stark gestiegen war.

Die sich hinziehenden Abschlüsse der Vergleiche um den Unkrautvernichter Roundup in den USA drückten Bayer um 2,7 Prozent runter. In einer Anhörung machten Anwälte mehrerer Kläger deutlich, dass viele Vergleiche noch nicht finalisiert worden seien.

17:21 Uhr

Anlagebetrug bei German Property Group? Ermittlungen laufen

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

(Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild)

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt nach der Insolvenz des Immobilien-Investors German Property Group (GPG) wegen des Verdachts des Anlagebetrugs. Im Hauptverfahren werde derzeit gegen drei Personen ermittelt, sagte Behördensprecher Oliver Eisenhauer. Die  Dimension des Falls lasse sich noch nicht beziffern, dazu seien die Ermittlungen noch nicht weit genug fortgeschritten.

Dem "Handelsblatt" zufolge könnte sich der Fall zu einem der größten Anlegerskandale der vergangenen Jahre mit einem Schaden in Milliardenhöhe entwickeln. Die GPG gab bislang noch keine Stellungnahme dazu ab. GPG hatte hauptsächlich im asiatischen und angelsächsischen Raum Investoren für diverse Immobilienprojekte geworben und ihnen attraktive Renditen versprochen.

16:51 Uhr

Aktionär erwirkt Vermögensarrest bei Ex-Wirecard-Chef Braun

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Markus Braun

(Foto: picture alliance/dpa)

Weiterer Ärger für Markus Braun: Ein Wirecard-Aktionär hat vom ehemaligen Vorstandschef persönlich Schadenersatz gefordert und beim Oberlandesgericht München einen Vermögensarrest erreicht. Das Gericht erklärte in seinem Beschluss vom Mittwoch, eine vorsätzliche Schädigung des Aktionärs durch Braun sei ausreichend wahrscheinlich. Zur Sicherung der Zwangsvollstreckung wegen der Forderung auf 20.000 Euro Schadenersatz ordnete das OLG "dinglichen Arrest in das gesamte Vermögen des Antragstellers" an.

Der in U-Haft sitzende Braun könne den anteiligen Vermögensarrest allerdings durch Hinterlegung der geforderten Summe plus Zinsen außer Vollzug setzen. Der Aktionär - ein Münchner Rechtsanwalt - hatte vor einem Jahr für rund 27.000 Euro Wirecard-Aktien gekauft und kurz vor der Insolvenz im Juni für gut 4000 Euro verkauft.

16:38 Uhr

US-Indizes von Rekord zu Rekord - Ist alles nur eine Blase?

Steigende Kurse an den US-Börsen lassen die Beobachter weiter staunen. Aber ist diese Rally überhaupt noch gerechtfertigt? Anleger, denen das alles zu unheimlich wird, könnten versucht sein zu verkaufen - aber dann wären sie bei weiteren Kurssteigerungen auch nicht mehr dabei. Wie sich alternativ mit Discountzertifikaten ein Risikopuffer einbauen lässt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Christian Köker von der HSBC.

16:17 Uhr

Fed hält Wall Street bei Laune

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(Foto: AP)

Der Höhenflug an der Wall Street hält an. Der breiter gefasste S&P 500-Index startete den fünften Tag in Folge auf einem Rekordhoch und legte 0,4 Prozent auf 3498 Punkte zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,2 Prozent auf 28.542 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,6 Prozent auf 11.685 Punkte. Neuer Schwung für die Wall Street kam von der US-Notenbank Fed, die mit ihrer Änderung der geldpolitischen Strategie den Weg für anhaltend niedrige Zinsen bereitete.

Auch Fortschritte im Wettlauf um die Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen im Kampf gegen Covid-19 muntern die Anleger momentan auf. So will der Pharmakonzern Johnson & Johnson einen möglichen Corona-Impfstoff in Spanien, Deutschland und den Niederlanden testen.

Stark nach oben ging es für die Aktien des US-Softwarekonzerns Workday nach einer optimistischeren Prognose. Die Papiere stiegen um 13 Prozent. Der geplante Neustart der Aida-Kreuzfahrten im Herbst kam bei den Aktionären der US-Muttergesellschaft Carnival gut an. Die Aktien legten 2,5 Prozent zu. Aida will mit seiner Flotte ab November wieder in See stechen. Coca-Cola kletterten um 0,7 Prozent. Der US-Getränkehersteller will im Zuge einer Neuorganisation seiner Geschäfte Tausende Stellen streichen.

15:33 Uhr

Corona und Wirecard verhageln LBBW das Ergebnis

Hier eine Meldung aus dem Bereich der Landesbanken: Die Corona-Krise und die Wirecard-Pleite der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zu schaffen gemacht. Der Gewinn vor Steuern brach im ersten Halbjahr um fast 69 Prozent auf 103 Millionen Euro ein. Die Risikovorsorge kletterte auf 281 (Vorjahr: 63) Millionen Euro - wegen der Wirecard-Belastung und Vorsorge für mögliche Kreditausfälle in der Corona-Krise.

Die LBBW hatte einen rund 200 Millionen Euro schweren Kredit an den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard vergeben, den sie nun abschreiben musste.

15:13 Uhr

Fed-Bankerin sieht US-Wirtschaft "nicht aus dem Schneider"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Erholung der US-Wirtschaft von der Corona-Krise kommt nach Ansicht einer führenden Währungshüterin nur schleppend in Gang. Die Zunahme der Neuinfektionen habe die Wirtschaft auf diesem Weg gebremst, was auch an einer gedämpften Zahl von Neueinstellungen abzulesen sei, sagte die Chefin des Notenbank-Bezirks Cleveland, Loretta Mester, dem Sender CNBC. Mit der Öffnung der Wirtschaft im dritten Quartal zeichne sich zwar wieder Wachstum ab, das bedeute aber "nicht, dass die Wirtschaft aus dem Schneider ist".

Laut Mester steht wohl weiteres Ungemach bevor, was weitere Hilfe durch Notenbank und Politik erforderlich machen dürfte. Fed-Chef Jerome Powell hatte gestern darauf hingewiesen, dass es trotz der Konjunkturerholung Millionen von arbeitslos gewordenen Amerikanern beispielsweise in der Gastronomie- oder Reisebranche schwer haben dürften, wieder in Lohn und Brot zu kommen.

14:58 Uhr

US-Konsumenten bemühen sich - Ausgabenplus höher als erwartet

Wie heißt es so schön? Kleinvieh macht auch Mist. Die US-Amerikaner haben ihren Konsum im Juli weiter gesteigert, jedoch nicht mehr so kräftig wie in den Vormonaten. Nachdem sich die Bürger wegen der Corona-Krise stark eingeschränkt hatten, zog der private Verbrauch nun den dritten Monat in Folge an. Er legte im Juli um 1,9 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Analysten hatten lediglich mit 1,5 Prozent gerechnet, nach einem Plus von 6,2 Prozent im Juni.

Die Konsumenten sind mit ihren Ausgaben das Rückgrat der US-Wirtschaft, die von der Corona-Pandemie hart getroffen wurde.

14:42 Uhr

Koalitionskreise: Regierung korrigiert BIP-Prognose nach oben

Wird doch nicht alles ganz so schlimm in diesem verflixten Corona-Jahr 2020? Die Bundesregierung schätzt die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr nach Angaben aus der schwarz-roten Koalition etwas positiver ein als noch im Frühjahr zu Beginn der Coronavirus-Krise. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier werde die Konjunkturprognose für das laufende Jahr in der kommenden Woche voraussichtlich um einige Zehntelpunkte anheben, erfuhr Reuters von Insidern.

Für das Gesamtjahr werde nun noch ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um wahrscheinlich weniger als 6 Prozent erwartet. In ihrer Schätzung von Ende April war die Bundesregierung noch von einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,3 Prozent ausgegangen.

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(Foto: dpa)

14:25 Uhr

Geschäftsklima im Euroraum bessert sich überraschend deutlich

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mit der Wirtschaft in der Eurozone scheint es bergauf zu gehen. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg im August im Währungsraum um 5,3 Zähler auf 87,7 Punkte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 85,0 Punkte gerechnet. Unter den Industriemanagern, bei den Dienstleistern und im Einzelhandel ging es mit der Stimmung bergauf. Bei den Verbrauchern stabilisierte sie sich weitgehend, während sie sich im Baubereich eintrübte.

In den meisten großen Volkswirtschaften im Euroraum nahm der Optimismus weiter zu. Besonders stark verbesserte sich die Stimmung in Frankreich (+9,3), den Niederlanden (+7,1), Deutschland (+5,9), und Italien (+2,7). In Spanien (-2,5) trübte sie sich hingegen ein.

14:05 Uhr

Rally an Wall Street könnte weitergehen

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(Foto: REUTERS)

An der Wall Street könnte sich auch heute der gestrige Trend fortsetzen: Steigenden Kursen am breiten Markt standen Abgaben im Technologiesektor gegenüber. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen, die Technologiewerte dürften aber erneut hinterherhinken. Die Aussagen von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell am Vortag könnten die Rally auch zum Wochenschluss noch ein wenig am Laufen halten, hieß es in New York.

Dazu könnten im Tagesverlauf die Daten zu den Ausgaben und Einkommen der Verbraucher im Juli einen Fingerzeig liefern. Denn erwartet werden steigende Konsumausgaben bei stagnierenden Einkommen. Die Inflationsentwicklung hängt stark am Wirtschaftswachstum und damit am privaten Konsum in den USA. Daher dürfte auch die Revision der Verbraucherstimmung genau beäugt werden, die im frühen Sitzungsverlauf ansteht. Antworten zum Wachstum könnte der Index der Einkaufsmanager im Großraum Chicago für August liefern.

13:48 Uhr

KBA setzt bestimmte Genehmigungen bei Porsche-Fahrzeugen aus

Hier ein Update zum Fall Porsche: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) reagiert einem Bericht zufolge auf den jüngsten Manipulationsverdacht bei Fahrzeugen des Sportwagenbauers. Derzeit verweigere die Behörde die Zulassung neuer Porsche-Modellvarianten, schreibt der "Spiegel". Ein Porsche-Sprecher sagte, dabei handele es sich nicht um die Typgenehmigungen, diese blieben wirksam. Auch laufende Genehmigungsverfahren würden nach den Informationen der VW-Tochter weiter bearbeitet. "Momentan werden lediglich in einzelnen, laufenden Verfahren keine Genehmigungen erteilt. Wir sind zuversichtlich, dass die Prüfung demnächst abgeschlossen sein wird."

Porsche hatte den Manipulationsverdacht beim KBA und der Staatsanwaltschaft Stuttgart sowie den Behörden in den USA selbst mitgeteilt. Zuvor waren mutmaßliche Unregelmäßigkeiten an Getriebeteilen für die Benzinermodelle ans Licht gekommen. Das KBA hat deshalb seit Mittwoch eine Betriebsprüfung bei Porsche vorgenommen, begleitet von Vertretern der Justiz.

13:36 Uhr

Altmaier signalisiert Stahlindustrie Unterstützung

Die deutsche Stahlindustrie ist derzeit in einer tiefen Krise. Deshalb hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der angeschlagenen Branche Unterstützung signalisiert.

  • "Ich bin bereit, Investitionen in treibhausgasarme und -freie Technologien in der Stahlindustrie mit öffentlichen Geldern zu fördern", sagte der CDU-Politiker der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".
  • "Bis 2050 benötigen wir zirka 30 Milliarden Euro an Investitionen, bis 2030 sind es zirka 10 Milliarden Euro", erklärte der Minister weiter.

Altmaier wird heute  zu einem Besuch bei Thyssenkrupp in Duisburg erwartet. Alle wichtigen Entscheidungen sollten "möglichst noch vor der Bundestagswahl" in etwa einem Jahr fallen, sagte Altmaier der WAZ. Der Minister zeigte sich zudem offen, Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss von Stahlherstellern zu begleiten.

13:03 Uhr

Verkaufsempfehlung prügelt Stratec-Kurs runter

Die Aktie von Stratec hat ihre Verluste vergrößert und hat sich bis zum  frühen Nachmittag um 14,3 Prozent verbilligt. Eine Verkaufsempfehlung von Warburg belastete das Papier massiv. Die Analysten des Geldhauses befürchten für das baden-württembergische Unternehmen deutlich negative Auswirkungen durch einen Covid-19-Schnelltest, den Abbott auf den Markt gebracht hat.

Der von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassene Test koste 5 US-Dollar, sei einfach in der Handhabung und liefere verlässliche Resultate. Die Analysten rechnen damit, dass Abbott bereits von September an eine riesige Menge ihres Tests ausliefern werde.

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12:55 Uhr

Merkel verteidigt Werben für Wirecard in China

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(Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei einer China-Visite für den inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard eingesetzt und dafür heftige Kritik geerntet. Nun hat sie ihr Engagement auf ihrer Sommer-Pressekonferenz in Berlin verteidigt.

  • "Es ist Usus, nicht nur in Deutschland, dass man bei Auslandsreisen natürlich die Anliegen von Unternehmen auch anspricht. Das macht man nicht nur in China, das gibt's auch bei anderen Auslandsreisen natürlich", sagte Merkel.

Die CDU-Politikerin hatte im September 2019 in China bei der Pekinger Führung für den geplanten Markteintritt des Konzerns in der Volksrepublik geworben. Damals seien die Unregelmäßigkeiten bei Wirecard noch nicht bekannt gewesen, sagte Merkel.

  • "Das, was da passiert ist, muss natürlich aufgeklärt werden, das ist klar", betonte sie.
12:31 Uhr

Große Musk-Show - Vorstellung des Hirn-Computer-Interface

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Elon Musk

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Elon Musk sorgt einmal wieder für Spannung: Der Tesla-Chef hat noch für heute angekündigt, ein "funktionierendes Neuralink-Gerät" zu präsentieren. Neuralink, das Musk gehört, arbeitet an einem Hirn-Computer-Interface, das unter anderem eine Steuerung von Geräten mithilfe von Gedanken ermöglichen soll. 

So könnten Menschen in Zukunft ihren Computer, ihr Handy oder ihr Auto mit ihren Gedanken bedienen. Musks Ziel ist es, dass die von seiner Firma entwickelte Technologie Einsatz zur Linderung von Depressionen und Zwangsstörungen sowie zur Behandlung von Schädel-Hirn-Traumata findet. Die Vorstellung solle um Mitternacht (MESZ) stattfinden, twitterte Musk.

12:14 Uhr

Insider: Siemens Energy senkt Zahl der Fertigungsstätten

Die vor der Abspaltung stehende Energietochter von Siemens will einem Insider zufolge die Kosten durch die Verringerung der Produktionsstätten senken. Es würden Fertigungsstätten geschlossen, hieß es aus dem Umfeld des Konzerns. Derzeit verfüge Siemens Energy über rund 75 Standorte mit jeweils mehr als 50 Beschäftigten. Teilweise würden einzelne Komponenten an bis zu sechs Standorten zusammengebaut und getestet. Dies sei zu viel.

Eine Vereinbarung des Dax-Konzerns mit der IG Metall, wonach Standortschließungen und betriebsbedingte Kündigungen nur im Einvernehmen mit der Gewerkschaft möglich sein sollen, gehe nicht automatisch auf Energy über. "Es gibt keine Standortgarantien", sagte der Insider.

Siemens will Ende September 55 Prozent der Tochter abspalten und den eigenen Aktionären ins Depot legen. Siemens selbst will zunächst 35,1 Prozent behalten, der Rest geht an den Siemens Pensionsfonds. Die Siemens-Aktie verbilligte sich am Mittag um 0,8 Prozent.

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11:57 Uhr

Dax grenzt Verlust ein - GfK-Klima drückt auf die Stimmung

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(Foto: dpa)

Die europäischen Anleger machen heute nach den kräftigen Kursaufschlägen in den vergangenen Tagen nochmal Kasse. Auf die Stimmung drückte das gesunkene deutsche Konsumklima. In Frankfurt grenzte der Dax allerdings gegen Mittag seinen Verlust wieder ein und verlor 0,2 Prozent auf 13.076 Punkte. Vor zwei Stunden hatte der Leitindex noch unter der 13.000er-Marke gelegen. Der EuroStoxx50 notierte nahezu unverändert bei 3333 Stellen. Auf Wochensicht steuern beide Indizes auf ein Plus von mehr als 2 Prozent zu.

Händler verwiesen auch auf den bevorstehenden Rücktritt des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Am Markt werde das als Ende seiner aggressiven und ambitionierten Wirtschaftspolitik Abenomics interpretiert, die zum Amtsantritt 2012 die Hoffnung habe aufkommen, dass Japan den Teufelskreis niedrigen Wachstums, niedriger Inflation und niedriger Zinsen überwinden könne, sagte Thu Lan Nguyen, Devisenstrategin bei der Commerzbank.

11:33 Uhr

Schweden-BIP mit stärkstem Einbruch seit 1980

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(Foto: picture alliance / Jonas Ljungda)

Die Konjunkturpfeile zeigen auch in Schweden stark nach unten: Im größten skandinavischen Land ist die Wirtschaftskraft wegen der Corona-Krise zwar drastisch gesunken, der konjunkturelle Rückschlag war im zweiten Quartal aber weniger schlimm als in anderen europäischen Staaten. Im zweiten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 8,3 Prozent, wie die Statistikbehörde in Stockholm mitteilte.

Schweden war in der Corona-Krise einen Sonderweg mit verhältnismäßig lockeren Beschränkungen gegangen. Schulen, Restaurants und Geschäfte blieben durchgehend offen. Das Vorgehen ist umstritten - auch weil das Land im Vergleich zu anderen skandinavischen Staaten eine hohe Zahl von Neuinfektionen und Todesfällen auswies.

Dennoch ist der Rückgang der schwedischen Wirtschaftsleistung im zweiten Jahresviertel der stärkste seit Beginn der Aufzeichnung von Quartalszahlen im Jahre 1980.

11:13 Uhr

Aida Cruises verschiebt Saisonbeginn auf Spätherbst

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises muss sich der Corona-Pandemie beugen und hat den Beginn der Saison 2020/2021 erneut verschoben. Wie das Unternehmen berichtete, soll das Programm nun am 1. November mit einer siebentägigen Reise der "Aidamar" rund um die Kanarischen Inseln aufgenommen werden. Sechs Tage später folge die "Aidaperla" ebenfalls auf den Kanaren. Für Mitte Dezember sei dann der Neustart im westlichen Mittelmeer mit der "Aidastella" geplant. Gleichzeitig solle die "Aidaprima" ihre Reise in den Vereinigten Arabischen Emiraten starten.

 Aida-Cruises-Präsident Felix Eichhorn zeigte sich zuversichtlich, ab Anfang 2021 wieder erste Reisen nach Nordeuropa anbieten zu können. Derzeit seien solche Reisen insbesondere zu Ländern Nordeuropas wie Norwegen, Dänemark oder dem Baltikum nicht möglich.

10:51 Uhr

Thyssenkrupp-Aktie massiv unter Druck

Massiver Druck auf die Aktie des kriselnden Thyssenkrupp-Konzerns: Mit einem Abschlag von rund 5 Prozent stand das Papier am MDax-Ende. Ein Händler verwies in diesem Zusammenhang auf eine Herabstufung durch Morgan Stanley: Die Experten der US-Bank hätten die Aktie auf "Underweight" von "Equal-Weight" heruntergesetzt.

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10:04 Uhr

Daimler erhält große E-Transporter-Order von Amazon

Zufriedene Gesichter bei Daimler: Der Online-Handelsriese Amazon bestellt nämlich bei den Stuttgartern in großem Stil Elektrolieferwagen. Die Lieferung von mehr als 1200 Transportern vom Typ eSprinter und rund 600 eVito-Stadtlieferwagen sei die bislang größte Order für Mercedes-Benz Van, teilte der Dax-Konzern mit.

Die Fahrzeuge sollten bereits ab diesem Jahr in mehreren europäischen Ländern eingesetzt werden. Die für Amazon produzierten eSprinter haben eine Reichweite von knapp 180 Kilometern und können dank einer integrierten Schnellladefunktion binnen 25 Minuten auf 80 Prozent nachgeladen werden. Die vor allem im innerstädtischen Verkehr eingesetzten eVitos kommen mit einer Batterieladung 150 bis 184 Kilometer weit.

Die Daimler-Aktie verteuerte sich in einem insgesamt schwierigen Umfeld um 0,4 Prozent.

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Der eSprinter.

(Foto: Mercedes)

 

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09:58 Uhr

Dax rutscht unter 13.000

Rücksetzer am deutschen Aktienmarkt: Noch in der ersten Handelsstunde ist der Dax ins Minus gedreht und hat die 13.000er-Marke unterschritten. Der Leitindex verlor 0,8 Prozent auf  12.992 Punkte. Der EuroStoxx50 gab um 0,5 Prozent auf 3313 Stellen nach.

Fundamental Neues gebe es nicht, hieß es in Frankfurt. Nachdem dem Dax der Ausbruch nach oben nicht gelungen sei, versuche er es nun nach unten. Der Strategieschwenk der US-Notenbank habe nicht ausgereicht, um neue Kursfantasie zu schüren. Charttechnisch droht im Dax nun ein Rücksetzer bis an den kurzfristigen Abwärtstrend bei aktuell 12.960 Punkten.

09:36 Uhr

US-Dollar fällt zum Euro zurück

Nach der gestrigen Berg- und Talfahrt des US-Dollar geht es für den Greenback auch heute weiter nach unten. Der Dollar-Index büßt 0,3 Prozent ein, der Euro steigt von 1,1820 am Donnerstagabend auf knapp 1,1870 Dollar.

Nachdem US-Notenbankchef Jerome Powell die neue Strategie der US-Notenbank vorgestellt habe, nach der sie zukünftig eine Inflationsrate von durchschnittlich 2 Prozent anstreben werde, sei der Euro - verständlicherweise - zunächst nach oben geschossen, sagt Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Dann habe sich der Dollar aber wieder erholt.

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(Foto: REUTERS)

09:18 Uhr

Dax bleibt im Startblock hängen

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Auch die Aussicht auf lange Zeit ultraniedrige Zinsen in den USA hat den deutschen Aktienmarkt zu Beginn nicht richtig hochgeholfen. Der Dax notierte in den ersten Handelsminuten kaum verändert bei 13.094 Punkten. Der MDax fiel um 0,3 Prozent auf 27.590 Zähler, der TecDax um 0,4 Prozent auf 3116 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 0,1 Prozent auf 3327 Punkte nach.

Um 2,1 Prozent abwärts ging es für die Bayer-Aktie. Ein US-Richter bemängelte Fortschritte bei dem milliardenschweren Glyphosat-Vergleich. Ein Händler sagte, das seien schlechte Nachrichten für Bayer. Das Papier der Leverkusener hinke einen weiteren Monat dem Dax hinterher.

09:03 Uhr

Furchtbare Wirecard-Zahlen - seit Jahren im Minus

Wirecard
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Es sieht bei Wirecard ganz schlimm aus: Der pleitegegangene Zahlungsdienstleister  soll seit Jahren entgegen offiziell ausgewiesenen Gewinnen in Milliardenhöhe in Wirklichkeit hohe Verluste gemacht haben. Zu dieser Einschätzung kommt nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" und WDR der Wirecard-Insolvenzverwalter Michael Jaffé in einem diese Woche dem Amtsgericht München vorlegten Gutachten. Wirecard wird verdächtigt, Scheingeschäfte erfunden zu haben.

Bei den übrig gebliebenen, tatsächlichen Geschäften soll das Minus des Ex-Dax-Konzerns seit 2017 insgesamt 750 Millionen Euro betragen haben. Die Überschuldung des Konzerns beziffert der Insolvenzverwalter mit 2,8 Milliarden Euro. Schulden in Höhe von mehr als 3,2 Milliarden Euro stehe ein Vermögen von 428 Millionen Euro gegenüber.

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08:55 Uhr

Abe-Ankündigung drückt Nikkei kräftig runter

Nikkei
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Der bevorstehende Rücktritt des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe hat schwer auf die Tokioter Börse gelastet. Der Nikkei gab zum Wochenschluss um 1,4 Prozent nach auf 22.883 Punkte. Abe wolle wegen seines sich verschlechternden Gesundheitszustands sein Amt aufgeben, sagte ein Insider. Der Regierungschef leidet seit Jahren unter einer chronischen Darmentzündung und hatte sich zuletzt zweimal zur Behandlung ins Krankenhaus begeben müssen.

In China legten die Kurse zu, der MSCI-Index für die asiatischen Märkte lag im holprigen Handel ebenfalls höher. Dabei spielte der Strategieschwenk eine Rolle, den Fed-Chef Jerome Powell am Donnerstag bei dem diesmal im Internet abgehaltenen Notenbankertreffen von Jackson Hole vorgestellt hatte. Die US-Notenbank signalisierte damit ein längeres Festhalten an Niedrigzinsen.

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08:39 Uhr

Richter äußert Zweifel am Glyphosat-Vergleich von Bayer

Im Rechtsstreit um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat der zuständige US-Bezirksrichter Vince Chabria einem Medienbericht zufolge Zweifel an dem von Bayer erzielten Vergleich geäußert. Chabria habe bei einer Anhörung am Vortag damit gedroht, die Aussetzung des Gerichtsverfahrens zurückzunehmen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Bayer
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Der Richter habe die Darstellung des Vergleichs durch Bayer im Juni scharf kritisiert. Der Vergleich sei weniger definiert als von Bayer dargestellt. Der Richter ergänzte demnach, er sei geneigt, mehrere vertrauliche Schreiben von Klägeranwälten öffentlich zu machen. Darin werde Bayer vorgeworfen, sich nicht an die Vereinbarung zu halten.

Bei Bayer war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Der Konzern hatte sich Ende Juni mit einem Großteil der Kläger auf einen insgesamt fast elf Mrd. US-Dollar schweren Vergleich geeinigt. Die Klagewelle hatte sich Bayer mit der rund 63 Mrd. US-Dollar teuren Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto eingehandelt.

08:19 Uhr

Miese Konsumstimmung in Deutschland überrascht Experten

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das ist ein Schlag ins Kontor: Angesichts der weiter grassierenden Corona-Pandemie hat sich in Deutschland die Konsumstimmung merklich eingetrübt. Die Nürnberger GfK-Marktforscher sagten nach drei deutlichen Anstiegen in Folge für September einen Rückgang ihres Barometers voraus - und zwar um 1,6 Punkte auf minus 1,8 Zähler.

  • "Steigende Infektionszahlen und die Furcht vor einer Verschärfung der Corona-bedingten Beschränkungen sorgen für Verunsicherung und drücken folglich auf die Stimmung", erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Die Eintrübung kam für die Experten überraschend, da sie sich auf einen Anstieg auf 0,5 Zähler eingestellt hatten.

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07:50 Uhr

Trump droht Firmen mit Zöllen, sollten sie Jobs ins Ausland verlagern

US-Präsident Donald Trump hat für den Fall seiner Wiederwahl mit Strafzöllen für jedes Unternehmen gedroht, das Jobs ins Ausland verlagert. "Wir werden jedes Unternehmen mit Zöllen belegen, das die Vereinigten Staaten verlässt, um Arbeitsplätze im Ausland zu schaffen", sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) in seiner Dankesrede für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten seiner Republikanischen Partei in Washington.

Er werde weiter dafür sorgen, dass Unternehmen und Arbeitsplätze im Land blieben. Trump bekräftigte seine America-First-Politik und attackierte seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden scharf. "Die Agenda von Joe Biden ist 'Made in China'. Meine Agenda ist 'Made in the USA'."

07:32 Uhr

Dax zur Eröffnung höher erwartet

Heute wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Vortag hatte der Strategieschwenk der Fed die Anleger trotz der Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen nicht euphorisiert. Der Dax war 0,7 Prozent leichter aus dem Handel gegangen. Auf der Konjunkturagenda steht in den USA unter anderem der Chicago-Einkaufsmanagerindex und der GfK-Konsumklimaindex für Deutschland.

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06:38 Uhr

Fed-Strategieschwenk verleiht Tokioter Börse Aufwind

Die Aussicht auf eine längere Niedrigzinsphase in den USA hat der Tokioter Börse heute Auftrieb verliehen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent höher bei 23.293 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,9 Prozent und lag bei 1630 Punkten.

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Vor allem japanische Finanzwerte gehörten zu den Gewinnern. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Vortag mitten in der Coronakrise eine Umstellung der geldpolitischen Strategie angekündigt - mit stärkerem Fokus auf den Arbeitsmarkt und einem flexibleren Inflationsziel. Damit könnten die Geldschleusen auch im Aufschwung weit offen bleiben. Der Markt sei davon nicht völlig überrascht gewesen, sagte Yukio Ishizuki, Devisenstratege bei Daiwa Securities. Aber einige Börsianer hätten eine klarere politische Steuerung oder eine Art Obergrenze für Anleiherenditen erwartet und seien enttäuscht worden.

Die chinesische Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann ein Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,1 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,3 Prozent auf 106,85 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,8762 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9076 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1841 US-Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0749 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,3236 US-Dollar.