Mittwoch, 04. März 2020Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
18:01 Uhr

Dax steigt zweiten Tag in Folge

Dax
Dax 9.935,84

Der ntv-Börsenexperte Raimund Brichta spricht von einem Tennisball-Effekt: Nach dem tiefen Sturz über zwei Wochen und beim Dax fast 2000 Punkte springen die Kurse am deutschen Aktienmarkt derzeit wieder nach oben. Bereits den zweiten Tag in Folge legt der Dax zu und steigt um 1,2 Prozent auf 12.128 Zähler.

Bereits gestern hatte der deutsche Leitindex um mehr als ein Prozent zulegen können. Zwei Mal hintereinander zu steigen war ihm zuletzt vor drei Wochen gelungen.

Vor allem die Hoffnung auf weitere Hilfen für die von der Coronavirus-Epidemie gebeutelte Weltwirtschaft bewegen Anleger zur Rückkehr in die Aktienmärkte. Die überraschende und drastische US-Zinssenkung hinterlässt jedoch gemischte Gefühle.

Die US-Notenbank Fed werde die Geldpolitik sicher noch weiter lockern, ebenso die Europäische Zentralbank und die Bank von England, sagt Volkswirtin Simona Gambarini vom Research-Haus Capital Economics voraus. Eine nachhaltige Erholung der Börsen sei aber erst dann zu erwarten, wenn die Ausbreitung des Erregers ihren Höhepunkt überschritten habe.

Tagessieger im Dax sind Vonovia, die satte 4,6 Prozent zulegen. Auch Bayer steigen um mehr als 4 Prozent. Eon verbessern sich um 3,7 Prozent. Immer noch mehr als 2 Prozent zulegen kann eine ganze Reihe von Papieren: Daimler, Henkel, Covestro, RWE, Münchener Rück und Deutsche Börse.

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17:25 Uhr

Euro rutscht wieder unter die 1,12-Dollar-Marke

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro gibt nach seinen jüngsten Kursgewinnen wieder etwas nach. Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1122 US-Dollar. Am Vormittag steigt der Euro zeitweise noch bis auf fast 1,12 Dollar.

Gestern war der Euro zeitweise über die Marke von 1,12 Dollar gestiegen, nachdem die amerikanische Notenbank Fed in einem außerplanmäßigen Schritt ihren Leitzins deutlich um 0,5 Prozentpunkte gesenkt hatte. Notenbankchef Jerome Powell erklärte den Schritt mit den wirtschaftlichen Risiken, die die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verursache.

16:53 Uhr

IWF: Coronavirus Risiko für globale Konjunktur

Der Ausbruch des Coronavirus ist nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein ernsthaftes Risiko für die globale Wirtschaft. Die ökonomischen und finanziellen Auswirkungen seien weltweit zu spüren, sorgten für Unsicherheit und trübten die kurzfristigen Aussichten ein, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva.

Das Ausmaß der Folgen sei noch nicht absehbar. Das globale Wachstum dürfte aber 2020 unter das Vorjahresniveau fallen. In den nächsten Wochen werde der IWF neue Prognosen für die Weltwirtschaft vorlegen. Der Fonds werde alle seine verfügbaren Finanzierungsinstrumente nutzen, um Mitgliedsländern in Not zu helfen, sagte Georgieva.

16:04 Uhr

Wall Street erleichtert über Biden-Sieg

Mit Erleichterung reagieren Anleger auf den Sieg des ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden bei den US-Vorwahlen. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung um bis zu 1,9 Prozent.

Am "Super Tuesday" siegte der zuvor abgeschlagene Biden in den meisten der 14 Bundesstaaten, in denen gewählt wurde. "Das ist Musik in den Ohren der Wall Street", sagt Analyst Raffi Boyadjian vom Brokerhaus XM. Von Bidens moderaten Positionen habe sie weniger zu befürchten als von der Agenda des selbst ernannten Sozialisten Bernie Sanders.

Haupt-Profiteure des Wahlergebnisses sind die privaten Krankenversicherer United-Health, Centene und Cigna, deren Aktien sich um jeweils mehr als elf Prozent verteuern. Sanders tritt für eine verpflichtende staatliche Krankenversicherung ein. Gefragt sind auch die Papiere von General Electric (GE). Sie legen 1,9 Prozent zu, nachdem der Siemens-Rivale seine Gesamtjahresziele trotz der Belastungen durch die Coronavirus-Epidemie bekräftigt hatte.

15:36 Uhr

Talfahrt des deutschen Auto-Markts beschleunigt sich

Der Absatz der Auto-Hersteller in Deutschland schrumpft im Februar weiter. Die Zahl der Neuzulassungen sank im vergangenen Monat um 10,8 Prozent auf knapp 240.000, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Im Januar war der Markt um 7,3 Prozent zurückgegangen, nachdem die Autoindustrie im vergangenen Jahr noch einen Rekordabsatz erreicht hatte.

Unter den deutschen Marken verloren im Februar Smart (minus 81,2 Prozent), Opel (minus 20,6 Prozent) und Audi (minus 20,3 Prozent) am stärksten. Die Marke VW lag mit einem Rückgang von 11,1 Prozent im Mittelfeld. Am wenigsten büßten BMW (minus 1,2 Prozent) und Mercedes (minus 3,3 Prozent) ein. Porsche legte gegen den Trend um 19,1 Prozent zu.

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Deutlich wuchs hingegen die Zahl der neu zugelassenen vollelektrischen Pkw (plus 75,8 Prozent auf 8154) und Hybridfahrzeuge (plus 98,1 Prozent auf 30.000).

(Foto: imago images/Geisser)

 

15:08 Uhr

Experte: Chinas Wirtschaft könnte erstmals seit 1976 schrumpfen

Die chinesische Wirtschaft ist für Erfolgsmeldungen bekannt, wenn es um das Wachstum geht. Im letzten Quartal 2019 lag es noch bei rund 6 Prozent. Ein negatives Wachstum, also ein Schrumpfen der Wirtschaft in einem Quartal, gab es das letzte Mal im Jahr 1976.

Doch nun könnte es aufgrund der Coronavirus-Epidemie wieder soweit sein, befürchtet der für China zuständige Ökonom Larry Hu von der Investmentgesellschaft Macquarie Group. "Es ist sogar möglich, dass die Regierung das erste Mal seit der Kulturrevolution ein negatives Wachstum verkünden wird", schrieb Hu in einer Studie, aus der CNN zitiert.

Die Wirtschaftsdaten würden zeigen, dass "die Dinge sehr schlecht laufen und dass die Regierung dies bekanntgeben wird", schrieb Hu. In jedem Fall werde das Wachstum im ersten Quartal deutlich unter den 4 Prozent liegen, von denen bisher ausgegangen werde.

14:16 Uhr

Plan für Corona-Medikament - Takeda-Aktie schießt hoch

Takeda Pharmaceutical
Takeda Pharmaceutical 27,70

Die Pläne zur Entwicklung eines Medikaments gegen das Coronavirus bescheren den US-Aktien von Takeda den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Papiere der japanischen Pharmafirma springen vorbörslich 9,1 Prozent nach oben.

Takeda arbeitet an einem Mittel, mit dem sich Menschen behandeln lassen, die sich entweder bereits mit dem Coronavirus infiziert haben oder ein hohes Risiko haben, dies zu tun, teilte der japanische Pharmakonzern mit. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, will Takeda das Mittel in 9 bis 18 Monaten auf den Markt bringen.

Das experimentelle Medikament werde aus dem Blut von Coronavirus-Patienten gewonnen, die sich von der neuartigen Atemwegserkrankung erholt haben, sagten Vertreter des Unternehmens. Die Takeda-Forscher hoffen, dass die von den genesenen Patienten entwickelten Antikörper das Immunsystem der neuen Patienten stärken und neue Infektionen stoppen können.

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Takeda lässt etwa 40 Mitarbeiter an dem Projekt arbeiten, das inzwischen ein konkretes Entwicklungsprogramm geworden ist.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

 

13:32 Uhr

"Nachhaltigkeits-Dax" - sieben Top-Konzerne nicht dabei

Aktienanleger können künftig in einen neuen deutschen Index mit Fokus auf Nachhaltigkeit investieren. Die Deutsche Börse startet heute den Dax 50 ESG. Er umfasst 50 deutsche Unternehmen aus Dax, MDax und TecDax, die Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environment, Social und Governance) berücksichtigen.

Bei der Zusammenstellung der Indexmitglieder gelten der Börse zufolge verschiedene Ausschlusskriterien. Wer beispielsweise Geschäfte in den Bereichen umstrittene Waffen, Tabak, Kohle, Kernkraft und militärische Verträge macht, muss draußenbleiben.

Im Dax 50 ESG sind von den 30 Dax-Mitgliedern mit Ausnahme von sieben Unternehmen alle dabei. Nicht enthalten sind die Energiekonzerne Eon, RWE, der Gesundheitskonzern Fresenius, der Triebwerksbauer MTU Aero, der Autobauer Volkswagen, die Immobilienfirma Vonovia und der Zahlungsabwickler Wirecard.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:07 Uhr

Aktionäre kritisieren Eon für "lumpige" Abfindung

Eon
Eon 9,44

Der Essener Energiekonzern Innogy steht vor der Übernahme durch den Konkurrenten Eon – die verbliebenen Minderheitsaktionäre kritisieren nun die Höhe der angebotenen Abfindung für ihre Anteilscheine als zu niedrig: "Wir sollen mit ein paar lumpigen Euro abgefunden werden", sagte Joachim Kregel, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, bei der Innogy-Hauptversammlung.

Die außerordentliche Hauptversammlung soll darüber abstimmen, ob die verbliebenen Minderheitsaktionäre von Innogy gegen eine Abfindungszahlung von 42,82 Euro je Aktie zwangsweise aus der Gesellschaft gedrängt werden. Das Ja gilt als sicher, weil Eon bereits über 90 Prozent der Innogy-Aktien verfügt.

Die Energiekonzerne Eon und RWE hatten im März 2018 vereinbart, die RWE-Tochter Innogy unter sich aufzuteilen. Eon will sich künftig ganz auf den Betrieb von Strom- und Gasnetzen sowie das Geschäft mit den Kunden konzentrieren. RWE erhält im Gegenzug die erneuerbaren Energien von Innogy und Eon und will zu einem der weltweit führenden Produzenten von Ökostrom werden.

12:18 Uhr

EZB führt Schutzmaßnahmen wegen Coronavirus ein

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Mit den Maßnahmen will die EZB ihre Mitarbeiter schützen, erläuterte Notenbankchefin Christine Lagarde.

(Foto: picture alliance/dpa)

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus führt die Europäische Zentralbank (EZB) Schutzmaßnahmen ein. Reisen von Direktoriumsmitgliedern und Mitarbeitern, die nicht unbedingt notwendig sind, werden bis 20. April abgesagt, teilte die Notenbank mit. Das gilt auch für nicht notwendige Besuche des Gebäudes und des Besucherzentrums.

Der für 26. März in Brüssel geplante Auftakt von Dialog-Veranstaltungen mit Vertretern der Gesellschaft zur geldpolitischen Strategie der EZB soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Damit wolle die Notenbank die Sicherheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter gewährleisten, erläuterte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Die Pressekonferenz nach der Zinssitzung der Notenbank am Donnerstag kommender Woche (12. März) soll dagegen wie gewohnt stattfinden. Beobachter rechnen damit, dass die EZB wegen sich abzeichnender wirtschaftlicher Folgen des Virus die geldpolitischen Zügel lockern dürfte.

11:30 Uhr

Bei Deutscher Bank droht "Tag der langen Gesichter"

Deutsche Bank
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Bei der Deutschen Bank dürfte es heute viele enttäuschte Mitarbeiter geben – denn diese erhalten endgültig Bescheid darüber, wie stark die Bonuszahlungen für das vergangene Jahr gekürzt werden. Im Bankjargon wird dieser Tag auch "DOLF" genannt - "Day of long faces".

Insgesamt ist der Bonuspool um 20 Prozent niedriger als 2019, wie zwei mit der Sache vertraute Personen sagten. Einige Banker müssten mit noch deutlicheren Einschnitten rechnen. Manager seien zum Teil stärker betroffen als rangniedrigere Mitarbeiter. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab und verwies auf die Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 20. März.

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Trotz der Milliardenverluste zahlt sich auch der Vorstand der Deutschen Bank für 2019 einen Bonus von insgesamt gut 13 Millionen Euro aus, rund die Hälfte der variablen Vergütung für 2018.

(Foto: dpa)

 

11:03 Uhr

Dax setzt Comeback fort - Bayer zieht an der Spitze

Im Laufe des Vormittags nimmt der Dax neue Fahrt auf und legt zuletzt rund ein Prozent zu auf 12.100 Punkte. Das entspricht einem Plus von fast 120 Punkten. Mehr als 20 Punkte trägt alleine die Bayer-Aktie dazu bei, die an der Dax-Spitze mehr als drei Prozent zulegt. Auslöser für den Höhenflug bei Bayer ist eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank.

10:56 Uhr

Deutsche Industrie kritisiert EU-Klimapläne: "Wunschdenken"

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EU-Klimagesetz: Bis 2030 sollen der Ausstoß an Kohlendioxid um mindestens 50 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zurückgefahren werden - statt der bisher anvisierten 40 Prozent.

(Foto: imago images/imagebroker)

Die deutsche Industrie reagiert wenig begeistert auf die Pläne für ein Klimagesetz der Europäischen Kommission zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2050. Es handele sich um bloßes "Wunschdenken" und gefährde die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen. Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) sagte, dass sein Verband "besorgt" sei.

EU-Vizepräsident Frans Timmermans will heute den Entwurf eines europäischen Klimagesetz vorstellen, auch bekannt als European Green Deal, mit dem Europa innerhalb der nächsten 30 Jahre den Nettoausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen auf null zurückfahren will.

10:15 Uhr

Corona-Krise - Chinas Automarkt bricht zusammen

Der chinesische Automarkt ist im Februar aufgrund der Folgen des Ausbruchs mit dem neuartigen Coronavirus regelrecht zusammengebrochen. Nach vorläufigen Daten des Branchenverbands PCA sank der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 80 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Für die ersten beiden Monate des Jahres summiert sich das Minus auf 41 Prozent.

Das wegen des Ausbruchs der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 verlängerte Neujahrsfest sowie länger geschlossene Autohändler führten zusammen mit der Zurückhaltung von Käufern zu einer Verschärfung der Flaute am größten Automarkt der Welt, der auch für die deutschen Konzerne Volkswagen, Daimler und BMW der mit Abstand bedeutendste Einzelmarkt ist.

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Auch für viele deutsche Autobauer ist der chinesische Automarkt von extremer Bedeutung.

(Foto: imago images/VCG)

 

09:31 Uhr

Dax richtet sich 1800 Punkte niedriger ein

Dax
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Nach einem starken Vortag mit einem Plus von mehr als einem Prozent stabilisiert sich der Dax zur Wochenmitte, ohne dabei deutlich zuzulegen: Mit einem Plus von 0,2 Prozent steigt der deutsche Leitindex auf 12.004 Punkte.

Damit scheint die 12.000er-Marke vorerst das Maß der Dinge. Kleiner Rückblick: Es sind rund 1800 (!) Punkte weniger als noch vor zwei Wochen als der Dax bei 13.795 Punkten ein Allzeithoch erreichte.

Die Entwicklung der Coronavirus-Epidemie und die Bekämpfung ihrer wirtschaftlichen Folgen bleibt das Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett. Vor diesem Hintergrund werden Investoren die US-Beschäftigtenzahlen der Arbeitsagentur ADP auf entsprechende Einflüsse abklopfen. Diese Daten geben einen Vorgeschmack auf die offizielle Statistik am Freitag.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel, und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:34 Uhr

Opec-Förderkürzung erwartet: Ölpreise steigen leicht

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 26,09

Die Ölpreise setzen ihren moderaten Anstieg seit Anfang des Monats fort. Am Markt steigen angesichts der Corona-Krise die Erwartungen an eine zusätzliche Opec-Förderkürzung. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 52,51 US-Dollar. Das waren 65 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 67 Cent auf 47,85 Dollar.

Fachleute rechnen mittlerweile fest damit, dass das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderländer ihre Produktion erneut kürzen werden. Der Verbund Opec+, zu dem unter anderem Russland zählt, trifft sich an diesem Donnerstag und Freitag in Wien. Laut Medienberichten schlägt ein Opec-Komitee eine Kürzung der Tagesproduktion zwischen 0,6 und 1 Million Barrel vor. Fachleute sind sich jedoch nicht sicher, ob eine solche Kürzung ausreichen würde, um den durch die Corona-Krise erwarteten Nachfrageausfall zu kompensieren.

08:02 Uhr

Dax-Anleger schielen auf US-Daten

In Erwartung wichtiger US-Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge etwas niedriger starten. In der Hoffnung auf weitere Hilfen für die schwächelnde Weltwirtschaft nach der überraschenden US-Zinssenkung hatte er am Dienstag 1,1 Prozent auf 11.985,39 Punkte zugelegt.

Dax
Dax 9.935,84

Die Entwicklung der Coronavirus-Epidemie und die Bekämpfung ihrer wirtschaftlichen Folgen bleibt das Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett. Vor diesem Hintergrund werden Investoren die US-Beschäftigtenzahlen der Arbeitsagentur ADP auf entsprechende Einflüsse abklopfen. Diese Daten geben einen Vorgeschmack auf die offizielle Statistik am Freitag.

Außerdem beschäftigen sich Börsianer mit der Nachlese des "Super Tuesday". Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten spitzt sich auf ein Duell zwischen Joe Biden und Bernie Sanders zu (Lesen Sie alle aktuellen Entwicklungen in unserem Liveticker). Die beiden Rivalen schnitten nach ersten Prognosen mit Abstand am besten ab. Allerdings lief die Auszählung der Stimmen vielerorts noch. Diesseits des Atlantiks richtet sich die Aufmerksamkeit auf die deutschen und europäischen Einzelhandelsumsätze. Außerdem stehen die Stimmungsbarometer der deutschen Einkaufsmanager auf dem Terminplan. Vom Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) am Abend (MEZ), dem sogenannten Beige Book, erhoffen sich Investoren zudem Hinweise auf die weitere geldpolitische Richtung.

 

07:44 Uhr

Evonik blickt eher vorsichtig auf 2020

Evonik
Evonik 19,07

Der Spezialchemiekonzern Evonik rechnet 2020 mit Belastungen durch die schwächelnde Weltwirtschaft. Den operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) erwartet Konzernchef Christian Kullmann deshalb bei einem stabilen Umsatz in einer Spanne zwischen zwei und 2,3 Milliarden Euro, wie Evonik in Essen mitteilte. 2019 hatte Evonik einen operativen Ertrag von 2,153 (Vorjahr: 2,150) Milliarden Euro eingefahren. Den Konzerngewinn konnte die Firma auch durch Verkäufe von Geschäften mit 2,1 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Die Anteilseigner rund um die RAG-Stiftung sollen für 2019 eine unveränderte Dividende von 1,15 Euro je Aktie erhalten.

07:38 Uhr

Euro hält sich wacker

Der Euro verteidigt trotz leichter Verluste die Marke von 1,11 US-Dollar. Derzeit kostet die Gemeinschaftswährung 1,1150 Dollar und damit etwas weniger als gestern am späten Abend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1117 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Gestern war der Euro zeitweise über die Marke von 1,12 Dollar gestiegen, nachdem die amerikanische Notenbank Fed in einem außerplanmäßigen Schritt ihren Leitzins deutlich um 0,5 Prozentpunkte gesenkt hatte. Notenbankchef Jerome Powell erklärte den Schritt mit den wirtschaftlichen Risiken, die die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus darstelle.

Fachleute fanden nicht nur lobende Worte für die Fed. Expertin Silvia Dall'Angelo vom Investmenthaus Federated Hermes sprach von einer überstürzten Reaktion, da die Auswirkungen der Virus-Krise noch nicht klar seien. Allianz-Chefökonom Ludovic Subran warf die Frage auf, ob die Fed sich mit ihrem Vorgehen nicht noch mehr in die politische Schusslinie bringe. US-Präsident Donald Trump hatte unmittelbar nach der Fed-Entscheidung weitere Zinssenkungen gefordert.

07:16 Uhr

Umfrage: Preis und Reichweite halten viele vom E-Auto-Kauf ab

Ein Elektroauto ist für die meisten Deutschen einer Umfrage zufolge derzeit kein Thema. 56 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, in den nächsten fünf Jahren ein E-Auto zu kaufen, wie aus einer TÜV-Studie hervorgeht. Eine Option wäre ein batteriebetriebener Pkw demnach dagegen für 36 Prozent der Befragten. Nur drei Prozent haben konkrete Kaufpläne.

Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, wollen Bundesregierung und Autobauer in den nächsten Jahren eigentlich deutlich mehr E-Autos auf die Straßen bringen. Aus Sicht vieler Verbraucher gibt es aber noch Hürden, zuerst der Preis der Fahrzeuge (49 Prozent), dann ihre relativ geringe Reichweite (47 Prozent), ein zu geringes Angebot an Ladestationen (39 Prozent) sowie Zweifel an der Umweltfreundlichkeit (38 Prozent).

06:53 Uhr

Dieses Dax-Unternehmen liegt bei Geschlechtergleichheit vorn

SAP
SAP 102,80

Bei einer Studie zur Geschlechtergleichheit in Unternehmen schneidet der Softwarekonzern SAP unter den 30 Dax-Konzernen am besten ab. Mit einem Ergebnis von 63 Prozent lag das Walldorfer Unternehmen deutlich über dem Dax-Durchschnitt von 44 Prozent. Insgesamt waren 100 Prozent möglich. Den besten Wert erreichte der französische Kosmetik-Konzern L'Oréal mit 73 Prozent. Bei der von der Europäischen Kommission finanzierten Studie des Analysehauses Equileap wurden 255 Unternehmen aus zehn europäischen Ländern auf ihren Erfolg bei der Bekämpfung von Geschlechterungleichheit untersucht. 19 verschiedene Aspekte wurden dabei bewertet und unterschiedlich gewichtet, darunter eine ungleiche Bezahlung zwischen den Geschlechtern, der Frauenanteil in Führungspositionen und die Regelungen zum bezahlten Mutterschaftsurlaub.

Insbesondere beim Angebot flexibler Arbeitszeiten machten die 30 Dax-Unternehmen im europäischen Vergleich eine gute Figur. Nach Angaben der Studienautoren bieten 29 von ihnen ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten an. Bei der Bezahlung herrsche aber noch Nachholbedarf. Mit etwa 21 Prozent ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen (Gender Pay Gap) die drittgrößte in der Erhebung.

06:30 Uhr

Fed-Entscheid gibt Asiens Märkten Rückenwind - vorerst

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Die asiatischen Aktienmärkte ziehen nach dem überraschenden Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) leicht an und kämpfen um Halt. Die US-Notenbank setzte den Schlüsselsatz außerplanmäßig um einen halben Prozentpunkt herab. Die Wall Street bekam durch die Geldpolitik der Fed Rückenwind - allerdings nur kurz. Kerry Craig, Stratege bei J.P. Morgan Asset Management in Melbourne, sieht das Risiko einer ähnliche Reaktion in Asien: "Der Versuch der US-Notenbank, den Markt zu überraschen, könnte fehlschlagen. Während die Aktion darauf abzielte, das Vertrauen der Marktlage zu stabilisieren, könnte die Schärfe ihrer Reaktion und der überraschende Zeitpunkt des Schritts so interpretiert werden, dass die Fed viel mehr über die wirtschaftlichen Auswirkungen besorgt ist als zunächst angenommen."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 21.146 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,2 Prozent und lag bei 1508 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,8 Prozent.

06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht