Politik

Vorwahlen am "Super Tuesday" Biden siegt in Serie, Sanders in Kalifornien

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Joe Biden siegt in acht Bundesstaaten, aber in den Schwergewichten Kalifornien und Texas liegt Bernie Sanders vorn.

(Foto: REUTERS)

In 14 US-Bundesstaaten wird am sogenannten Super Tuesday gewählt. In den meisten Staaten sehen US-Sender Ex-Vizepräsident Biden vorn. Aber auch Senator Sanders gewinnt, vor allem in Kalifornien. Und sogar Milliardär Bloomberg kann punkten. Doch es gibt einige knappe Rennen.

Im US-Präsidentschaftsrennen der Demokraten hat der frühere US-Vizepräsident Joe Biden bei den Vorwahlen am "Super Tuesday" eine unerwartete Siegesserie hingelegt. Nach Prognosen von TV-Sendern über den Ausgang von zunächst elf Vorwahlen gewann der moderate Kandidat in den Bundesstaaten North Carolina, Virginia, Alabama, Tennessee, Minnesota, Oklahoma, Arkansas und Massachusetts. Dem linken Senator Bernie Sanders sagen Fernsehsender drei Siege voraus: In seinem Heimat-Bundesstaat Vermont, in Colorado und in Utah. Zudem gewinnt er den äußerst wichtigen Staat Kalifornien, der die meisten Delegierten stellt.

Die Senatorin Elizabeth Warren steckte eine herbe Niederlage ein und kam in ihrem Heimat-Bundesstaat Massachusetts nach Prognosen nur auf Platz drei. Bei zwei Bundesstaaten - darunter das Schwergewicht Texas - liegen noch keine Angaben über einen Sieger vor.

Den Verlauf des "Super Tuesday" können Sie im Liveticker verfolgen.

Mit Abstimmungen in 14 Bundesstaaten war der "Super Tuesday" der wichtigste Tag im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten auf der Suche nach einem Herausforderer für Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl im November. Beim "Super Tuesday" ging es insgesamt um die Stimmen von 1344 Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer. Das ist mehr als ein Drittel aller regulären Parteitagsdelegierten.

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Allein in Kalifornien ging es um 415 Delegierte, in Texas um 228. Für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat beim Parteitag in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin im Sommer braucht ein Bewerber 1991 von 3979 regulären Delegierten.

Trump erklärt sich zum Sieger

Trump hat innerhalb seiner Partei keine ernstzunehmende Konkurrenz. Die Republikaner haben daher in mehreren Bundesstaaten ihre Vorwahlen abgesagt. Allerdings hielten sie in fast allen "Super Tuesday"-Staaten Vorwahlen ab. Bis auf in Kalifornien - wo zunächst keine Ergebnisse vorlagen - erklärte Trump sich in allen Bundesstaaten zum Sieger.

Vor dem "Super Tuesday" hatte Sanders bei den Demokraten nach vier Vorwahlen in Führung gelegen. Auch in nationalen Umfragen steht der 78-Jährige an der Spitze. Zuletzt hatte am Samstag allerdings Biden im südlichen Bundesstaat South Carolina deutlich gewonnen. Am Abend vor dem "Super Tuesday" hatte Biden zudem einen kräftigen Schub bekommen: Die ausgeschiedenen demokratischen Präsidentschaftsbewerber Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Beto O'Rourke riefen ihre Anhänger dazu auf, seine Kandidatur zu unterstützen.

Mit Spannung war erwartet worden, wie der Milliardär Michael Bloomberg in den "Super Tuesday"-Staaten abschneiden würde. Einen ersten Sieg konnte er zwar im Außengebiet Amerikanisch-Samoa verzeichnen - dort ging es allerdings lediglich um sechs Delegiertenstimmen. Der 78-Jährige stand erstmals auf den Wahlzetteln. Er hatte etliche Millionen seines privaten Vermögens in den Wahlkampf gesteckt.

Nach dem "Super Tuesday" wird noch nicht entschieden sein, welcher Bewerber die Nominierung gewinnt. Die Abstimmungen sind dennoch enorm wichtig, da ein Bewerber sich klar vom Rest absetzen und dies seine Nominierung deutlich wahrscheinlicher machen könnte. Zudem haben die demokratischen Anwärter die Möglichkeit zu zeigen, ob sie - bei der Abstimmung in einer Vielzahl von Staaten mit sehr vielfältiger Bevölkerung - eine breite Wählerschaft ansprechen können. Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt noch bis Juni hin, bevor die Nominierungsparteitage der Parteien anstehen. Die Republikaner werden im August formell Trump zu ihrem Präsidentschaftskandidaten küren.

Quelle: ntv.de, mli/dpa