Mittwoch, 23. November 2022Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:43 Uhr

DAX schaltet in den Feiertagsmodus

Die DAX-Handelsspanne zur Wochenmitte hat nicht einmal 100 Punkte betragen. Der deutsche Börsenleitindex markiert sein tagestief bei 13.364 Punkten. Aus dem Handel verabschiedet sich der DAX dann mit 14.228 Zählern, knapp 20 Stellen unter dem Tageshoch. Auch der Handel an der Wall Street zeigt sich zunächst zurückhaltend, aber mit Gewinnen.

Dax
Dax 14.383,36

Im Anlegerfokus stehen verschiedene Einkaufsmanagerdaten sowie das erst am Abend anstehende Fed-Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung. Etwas besser als gedacht ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone und Deutschland setzen allerdings keine nachhaltigen Akzente. genauso wenig wie bislang deutlicher unter den Prognosen ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus den USA. Letztere stützen immerhin die Spekulation, dass die US-Notenbank demnächst ein langsameres Zinserhöhungstempo verfolgen könnte.

"Die Lage ist besser als von vielen gefürchtet", kommentiert die DWS die europäischen Konjunkturzahlen. "Dies kam ehrlicherweise wenig überraschend: Seit Monaten ist die Stimmung deutlich schlechter als die tatsächliche Entwicklung und es war nur eine Frage der Zeit, bis sich dieses Missverhältnis korrigieren würde", heißt es weiter. Die Indizes signalisierten nach wie vor eine Rezession, aber die Rezession werde wohl längst nicht so verheerend ausfallen, wie die Indizes dies in den vergangenen Monaten angedeutet hätten.

"Der DAX hat sich an seinem Widerstand bei 14.440 Punkten versucht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Allerdings fehlte die nötige Power: Vor dem Thanksgiving-Feiertag in den USA und der damit geschlossenen Wall Street fielen die Umsätze heute schon gering aus", erläutert Meyer. "Zudem hielt so mancher Anleger vor den am Abend anstehenden Fed-Protokoll die Füße still."

Unter den Einzelwerten im DAX stechen zwei Siemens-Töchter hervor. So belastet etwa eine gestrichene Kaufempfehlung die Titel von Siemens Healthineers. Sie büßen rund zwei Prozent ein. Dagegen legen die Papiere von Siemens Energy fast drei Prozent zu.

Bald in den DAX aufrücken dürften die Papiere der Porsche AG. Die Aktien des Sportwagenherstellers geben zwar nach ihrer Rekordrally knapp 1,5 Prozent nach. Die noch junge Börsen-Story der Volkswagen-Tochter ist dennoch bislang ein großer Erfolg, am Vortag erreichte die Unternehmensbewertung die Marke von 100 Milliarden Euro.

Porsche AG
Porsche AG 103,65
Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 50,92

 

17:33 Uhr

Fortum-Chef hadert mit Zugang zum Finanzmarkt

Der finnische Uniper-Mutterkonzern Fortum hat nach eigenen Angaben nur beschränkte Möglichkeiten zur Finanzierung. Der Zugang zu normalen Finanzmärkten sei versperrt, solange die großen Unsicherheiten anhielten, sagt Vorstandschef Markus Rauramo. Fortum machen die Einbußen im Gasgeschäft, insbesondere die Verluste der deutschen Tochter Uniper, zu schaffen. Uniper muss sich teuren Ersatz für die ausgebliebenen russischen Gaslieferungen beschaffen und schreibt Milliardenverluste. Fortum hatte sich im September ein Brücken-Darlehen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro bei der staatlichen Investmentgesellschaft Solidium gesichert. Rauramo erklärte, dies sei zur Aufrechterhaltung des Betriebs und zur Stabilisierung der finanziellen Lage notwendig gewesen.

Fortum Corporation
Fortum Corporation 14,96
Uniper
Uniper 5,50

 

17:22 Uhr

Lilium sammelt Millionensumme für Flugtaxi-Entwicklung ein

 

Der bayerische Flugtaxi-Hersteller Lilium hat nach eigenen Angaben 119 Millionen Dollar frisches Kapital bei alten und neue Investoren eingesammelt. Mit dem Geld soll die weitere Entwicklung des elektronischen Luftfahrzeugs finanziert werden. An der Kapitalerhöhung beteiligt hätten sich Unternehmen wie die Flugzeugzulieferer Honeywell aus den USA und Aciturri aus Spanien sowie der chinesische Internet-Riese Tencent, teilt Lilium mit. Auch der neue Vorstandschef, der langjährige Airbus-Manager Klaus Roewe, und drei weitere Verwaltungsratsmitglieder hätten sich an der Finanzierungsrunde beteiligt.

Das 2015 gegründete Start-up ist seit gut einem Jahr an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet und wird dort mit gut 400 Millionen Dollar bewertet.

 

17:13 Uhr

Freitags ist Homeoffice-Tag bei Telekom-Konkurrenten

Die Büros von Telecom Italia bleiben ab kommenden Februar freitags geschlossen. Die Beschäftigten würden an diesen Tagen stets im Homeoffice arbeiten, teilt der Ex-Monopolist mit. Außerdem könnten 75 Prozent der insgesamt 42.000 inländischen Mitarbeiter dann an drei statt bisher zwei Tagen pro Woche von daheim arbeiten. Diese Maßnahmen seien Teil einer Vereinbarung mit den Gewerkschaften, um Homeoffice zu fördern, Energiekosten zu sparen und die Work-Life-Balance der Beschäftigten zu verbessern.

Telecom Italia, einer der größten Arbeitgeber des Landes, schätzt, dass dieses zunächst auf ein Jahr befristete Projekt den Berufsverkehr der Beschäftigten in Großstädte wie Rom oder Mailand um 60 Prozent reduziert. Essensgutscheine will das Unternehmen auch für Homeoffice-Tage verteilen. Eine Beteiligung an den Energiekosten für die Wohnungen der Beschäftigungen ist in der Vereinbarung, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte, nicht vorgesehen. Von den neuen Regelungen ausgenommen sind außerdem Mitarbeiter, die die Infrastruktur des Telekom-Anbieters instand halten.

Telecom Italia
Telecom Italia ,22

17:00 Uhr

Verdacht auf Insiderhandel - Bafin-Strafe für LBBW

Die Finanzaufsicht BaFin verhängt gegen die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) eine Geldstrafe von 498.000 Euro. Die LBBW soll die BaFin nicht unverzüglich über den Verdacht eines Insiderhandels informiert haben, wie die Behörde mitteilt. "Der Vorwurf des Insiderhandels richtete sich nicht gegen einen Mitarbeitenden der Bank, sondern gegen einen Kunden", erklärte die LBBW. Die Bank akzeptiere das Bußgeld.

16:47 Uhr

Apple im Fokus der US-Anleger

Auf Unternehmensseite steht unter anderen die Apple-Aktie im Fokus, nachdem es an der größten iPhone-Fabrik in China zu Protesten gekommen ist. Videos zeigten hunderte Arbeiter, die an der Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn im zentralchinesischen Zhengzhou auf die Straße gingen. Einigen Demonstranten stellten sich Menschen in Schutzanzügen und Bereitschaftspolizisten in den Weg. Foxconn hatte zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Infektionen festgestellt, weshalb die Firma die Anlage abriegelte. Ende Oktober flohen etliche Beschäftigte zu Fuß von dem Gelände. Apple-Titel können zunächst leichte Gewinne verbuchen.

Apple
Apple 139,90

16:34 Uhr

Wall-Street-Fokus liegt auf Fed-Protokolle

In Erwartung frischer geldpolitischer Signale haben sich die US-Anleger mit Aktienengagements weitgehend zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index notiert 0,3 Prozent höher bei 34.228 Punkten. Der S&P-500 steigt 0,4 Prozent auf 4021 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert 0,6 Prozent auf 11.253 Punkte.

Mit Spannung warteten Investoren auf die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank am Abend (MEZ), um weitere Rückschlüsse auf den künftigen Kurs der Währungshüter ziehen zu können. Allgemein wird an den Börsen mit einer langsameren Gangart seitens der US-Notenbank gerechnet. Händler setzen dennoch weitgehend auf eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte bei der nächsten Sitzung der Zentralbank im Dezember.

16:28 Uhr

US-Eigenheimgeschäft legt überraschend zu

Das Geschäft mit neuen Einfamilienhäusern in den USA hat sich im Oktober überraschend belebt. Die Zahl der verkauften Neubauten stieg zum Vormonat um 7,5 Prozent auf eine Jahresrate von 632.000 Einheiten, wie das Handelsministerium mitteilt. Experten hatten mit einem Rückgang auf 570.000 gerechnet. Der September-Wert wurde allerdings auf 588.000 von 603.000 nach unten revidiert.

Zugleich liegt das im Oktober erreichte Niveau noch um 5,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dies ist auch Folge der gestiegener Hypothekenzinsen im Zuge der kräftigen Zinserhöhungen der Notenbank Federal Reserve. Höhere Materialpreise treiben zudem die Baukosten in die Höhe. Im Mittel kostete ein neues Haus im Oktober 493.000 Dollar - eine Verteuerung um 15,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

16:16 Uhr

Stimmung der US-Verbraucher besser als erwartet

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November weniger deutlich als als erwartet abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage am Monatsende auf 56,8 von 59,9 Ende Oktober. Ökonomen hatten allerdings einen Stand von nur 54,9 erwartet. Bei der ersten Umfrage Mitte des Monats hatte er bei 54,7 gelegen. Der Index für die Erwartungen belief sich auf 55,6, der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage wurde mit 58,8 angegeben.

Die Inflationserwartungen der Konsumenten auf Sicht von zwölf Monaten verringerten sich im Vergleich zum Vormonat auf 4,9 von 5,0 Prozent. Auf Sicht von fünf Jahren legten sie zu auf 3,0 von 2,9 Prozent. Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

16:05 Uhr

Ist die Dollarschwäche nur vorübergehend?

Die Abwertung des Dollar wird wahrscheinlich nicht von Dauer sein, weil die US-Notenbank weiter Zinserhöhungen signalisiere und der Dollar zudem von der erneuten Nachfrage nach sicheren Häfen profitieren dürfte, so die Einschätzung der ING. Der aktuelle Dollarrückgang sei Folge der global wieder gestiegenen Risikobereitschaft aufgrund von Spekulationen, dass China den regulatorischen Griff auf den Technologiesektor lockert, sagt Analyst Francesco Pesole.

"Wir schließen nicht aus, dass diese Korrektur noch ein wenig weitergeht, aber wir erwarten weiter eine ziemlich radikale Umkehr des Abwärtstrends beim Dollar im Dezember, weil die US-Notenbank im Großen und Ganzen eine falkenhafte Haltung beibehält, die Energiepreise wieder steigen und die Weltwirtschaft sich verlangsamt."

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,04
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,96

 

15:50 Uhr

US-Industrie zieht unerwartet viele Anträge an Land

Die US-Industrie hat im Oktober überraschend viele Aufträge erhalten. Die Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge und Maschinen wuchsen um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilt. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet, nachdem es im September eine Zunahme von 0,3 Prozent gegeben hatte.

"Dies ist ein Zeichen für eine anhaltende Investitionstätigkeit der Unternehmen", kommentierte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf den anhaltenden Aufwärtstrend. "Ungeachtet der Stimmungseintrübung, die in den letzten Monaten auch im Verarbeitenden Gewerbe zu sehen war, scheint die Industrie weiterhin auf Wachstumskurs zu sein."

Die US-Notenbank Fed hatte Anfang des Monats den Leitzins im Kampf gegen die hohe Inflation zum vierten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte erhöht, weshalb viele Experten eine Eintrübung der Konjunktur erwarten. Seither haben mehrere Währungshüter signalisiert, dass sie kleinere Schritte befürworten. Der Leitzins in den USA liegt in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Der nächste Zinsentscheid steht Mitte Dezember an. Bei der am Abend (20.00 MEZ) geplanten Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Sitzung erhoffen sich Investoren Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs.

15:17 Uhr

Stellenabbau hilft HP-Aktie

Der geplante Stellenabbau beim US-Computerhersteller HP kommt bei Anlegern offenbar gut an. Die Aktie steigt vor US-Börsenstart um knapp drei Prozent. Mit Blick auf die sinkende Nachfrage nach PCs und Laptops will der Konzern bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 weltweit bis zu 6000 Stellen streichen. Auch andere Tech-Firmen wie Amazon und Meta wollen sich wegen des erwarteten Konjunkturabschwungs von Mitarbeitern trennen.

14:59 Uhr

Preisdeckel für russisches Öl bei 65 Dollar?

Der geplante G7-Preisdeckel für russisches Öl könnte einem EU-Diplomaten zufolge in einer Größenordnung von 65 bis 70 Dollar pro Barrel liegen. Damit läge die Obergrenze Börsianern zufolge über dem derzeitigen Preisniveau. Die Spekulationen ließen Rohöl der Sorte Brent sowie US-Leichtöl WTI jeweils knapp drei Prozent auf 85,88 und 78,88 Dollar je Barrel fallen. Beide Kontrakte hätten ihre anfänglichen Gewinne nach den Berichten eingebüßt, wonach die Preisobergrenze der G7-Staaten für russisches Öl über dem derzeitigen Niveau liegen könnte, sagt Giovanni Staunovo, Rohstoffanalyst bei UBS. Refinitiv-Daten zufolge wird die russische Rohölsorte Urals-Öl, die nach Nordwesteuropa geliefert wird, zu Preisen zwischen 62 und 63 Dollar pro Barrel gehandelt. Im Mittelmeerraum liegt der Preis mit rund 68 Dollar je Barrel höher. Ein hochrangiger Beamter des US-Finanzministeriums sagte, dass die Preisobergrenze wahrscheinlich ein paar Mal im Jahr angepasst werden wird.

Die G7-Staaten wollen mit dem ab kommenden Monat geplanten Preisdeckel die Gewinne Russlands aus dem Ölgeschäft senken und damit Russlands Möglichkeiten zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine einschränken. Da die Produktionskosten auf etwa 20 Dollar pro Barrel geschätzt werden, wäre das Ölgeschäft für Russland aber auch mit einem Preisdeckel immer noch rentabel. Auf diese Weise soll eine Angebotsverknappung auf dem Weltmarkt verhindert werden. Unter Druck setzen den Ölpreis zudem Spekulationen auf eine sinkende Nachfrage des größten Rohölimporteurs China. Der Wirtschaft der Volksrepublik machen wieder steigende Corona-Infektionen und verschärfte Restriktionen zu schaffen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 83,10
Rohöl WTI
Rohöl WTI 78,76

 

14:41 Uhr

VMWare-Kurs fällt vorbörslich

VMWare kommen um gut ein Prozent zurück. Das Softwareunternehmen hat im dritten Quartal den Umsatz gesteigert, jedoch weniger verdient als am Markt erwartet. Für das Softwareunternehmen Autodesk geht es sogar um rund 9 Prozent südwärts nach einer gesenkten Umsatzprognose. Das Bekleidungsunternehmen Guess (-4,4%) hat durchwachsene Zahlen für das dritte Quartal und einen Ausblick unter den Markterwartungen vorgelegt.

VMWare
VMWare 113,70

14:08 Uhr

Mittelabflüsse bei Credit Suisse schlimmer als Gewinnwarnung

Druck auf die Aktien der Credit Suisse: "Die Gewinnwarnung ist dabei fast weniger schlimm als die Mittelabflüsse durch Anleger", sagt ein Händler. Dadurch gebe es kaum Aussicht auf künftige Ertragssteigerungen durch Kommissionen oder Fees. Angesichts der Markterholung sei auch wenig verständlich, warum das Wealth-Management im vierten Quartal mit einem Verlust rechne. Vom Ende des dritten Quartals bis Mitte November sind bei der CS nach eigenen Angaben 6 Prozent ihrer Net Assets abgeflossen. Eventuell könne es den Markt beruhigen, wenn klar werde, dass ein großer Teil der weiteren Verluste auf die Trennung von der Allfunds Group zurückgehe. "Dann könnte man dieses Quartal als brachialen Neuanfang werten und es fast positiv sehen", so der Händler. Insgesamt rechnet die CS mit einem Konzernverlust von 1,5 Milliarden Franken.

Credit Suisse
Credit Suisse 3,18

13:50 Uhr

Aktie von Banknoten-Drucker bricht nach Gewinnwarnung ein

Anleger nehmen nach einer Gewinnwarnung bei De La Rue reißaus. Die Aktien der weltgrößten Druckerei für Ausweise und Banknoten fallen in London mehr als 20 Prozent. Der Jahresgewinn werde unter den Markterwartungen bleiben, teilte die Firma mit. Im ersten Halbjahr sei der bereinigte Betriebsgewinn um rund 47 Prozent eingebrochen, da Regierungen auf die während der Corona-Pandemie aufgebauten umfangreichen Devisenvorräte zurückgegriffen hätten.

DE LA RUE
DE LA RUE ,93

13:33 Uhr

Stürzt die Euroraum-Wirtschaft ab?

Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil rechnet nach der unerwartet guten Entwicklung der Euroraum-Einkaufsmanagerindizes damit, dass es nicht zu einem regelrechten Absturz der Wirtschaft kommen wird. "Der unverändert niedrige Index für den Dienstleistungssektor, das verlässlichste Konjunkturbarometer für den Euroraum, stützt die Erwartung einer bevorstehenden Rezession", schreibt Weil in einem Kommentar. Auf der anderen Seite mache der Anstieg des Index für die Industrie Hoffnung, dass diese nicht allzu schwer ausfallen werde.

Zumindest für das vierte Quartal hält der Volkswirt angesichts relativ stabiler harter Konjunkturdaten sogar eine "schwarze Null" für möglich. "Dennoch würden wir angesichts des sich deutlich eingetrübten wirtschaftlichen Umfeldes nicht gegen die Stimmungsindikatoren wetten", räumt er ein.

13:09 Uhr

Konjunkturdaten und Fed-Protokoll bestimmen Wall-Street-Handel

Zum Start in den Mittwochhandel an der Wall Street deuten sich wenig veränderte Indizes an. Allerdings ist der Terminkalender gut mit Konjunkturdaten gefüllt, die teils noch vor Beginn des Handels und teils kurz nach dem Start veröffentlicht werden. Am spannendsten dürften die Einkaufsmanagerindizes für November werden. Sollten sie zu gut ausfallen, könnten sie der Spekulation auf ein behäbigeres Zinserhöhungstempo der US-Notenbank einen Dämpfer versetzen, die am Vortag noch die Stimmung gestützt hatten.

Am Abend steht dann noch das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung auf dem Programm, das die Marktteilnehmer insbesondere auf Hinweise des zu erwartenden Zinsgipfels abklopfen werden. Gut möglich, dass viele Akteure bis dahin zurückhaltend agieren werden. Dazu sagte Esther George, Präsidentin der Kansas City Federal Reserve, am späten Dienstag, dass die beträchtlichen Ersparnisse der Haushalte die Notwendigkeit erhöhen könnten, die Zinssätze hoch zu halten und die Verbraucherausgaben unter Kontrolle zu halten.

Im voraussichtlich feiertagsbedingt dünnen Handel dürfte es in diesem Umfeld eher schwer werden, an die soliden Vortagsgewinne anzuknüpfen, erwarten Börsianer. Außerdem ist zu beachten, dass am Donnerstag wegen des Thanksgiving-Feiertags nicht gehandelt wird und am Freitag, dem sogenannten Black Friday, dem ersten großen vorweihnachtlichen Einkaufstag, nur verkürzt.

12:50 Uhr

Potenzial für Short-Squeeze in den USA

In den USA gibt es Potenzial für einen Short-Squeeze, wie es in einer Analyse von Wellenreiter-Invest heißt. Demnach stieg die Put-Call-Ratio für Aktien am Mittwoch der vergangenen Woche auf das zweithöchste Niveau seit der Jahrtausendwende, in der gesamten vergangenen Woche habe es vor allem um die Mittagszeit sehr hohe Put-Call-Ratios gegeben. Auch an diesem Dienstag sei zur Ortszeit zwischen 12 Uhr und 13 Uhr ein außergewöhnlich hohes Put-Call-Verhältnis aufgetreten. "Im Bereich von 4.000 Punkten im S&P 500 kauft eine sehr große Adresse auffällig viele Absicherungen", so Wellenreiter-Analyst Robert Rethfeld. "Sollte der S&P-500 die Marke von 4.000 Punkten nach oben durchbrechen, dann droht für diesen Teilnehmer - und auch für andere - ein Short Squeeze", ergänzt er.

12:35 Uhr

Gewinnrückgang? Pets at Home zuversichtlich

Der britische Heimtierbedarf-Händler Pets at Home hat im ersten Halbjahr wegen höherer Kosten und zurückhaltender Verbraucherausgaben in Großbritannien einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Gewinn sank um 9,3 Prozent auf 59,2 Millionen Pfund - etwa 68,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Unterdessen stieg der Umsatz um 7,3 Prozent auf 727,2 Millionen Pfund, weil die Kunden trotz des Inflationsdrucks weiterhin lebensnotwendige Produkte wie Futter und Streu sowie Artikel aus dem Weihnachtssortiment gekauft hätten. "In einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld bleibt die Heimtierbranche in allen Kanälen auf Wachstumskurs und wir haben weiterhin in beeindruckendem Tempo neue Kunden gewonnen", sagte Konzernchefin Lyssa McGowan. Zudem hätten der Kauf und die Adoption von Haustieren während der Pandemie zugenommen. Während Heimtierfutter relativ immun gegen höhere Preise zu sein scheint, gibt es Anzeichen dafür, dass die steigenden Lebenshaltungskosten in Großbritannien die Nachfrage nach teurerem Heimtierzubehör beeinträchtigen. Die Aktien des an der Londoner Börse gelisteten Unternehmens haben seit Jahresbeginn über ein Drittel an Wert eingebüßt.

12:22 Uhr

Lösung bei Opioid-Klagen in Sicht

Im Streit um massenhaften Schmerzmittelmissbrauch in den USA haben sich die Arzneimittelhersteller Teva und AbbVie auf die Bedingungen für Vergleiche im Wert von mehr als 6,6 Milliarden Dollar geeinigt. Damit würden tausende Klagen von US-Bundesstaaten und US-Landesregierungen wegen der Vermarktung von Opioid-Schmerzmitteln beigelegt, teilen die Unternehmen und die Anwälte der Regierungen mit. Im Rahmen der Vereinbarungen, die erstmals im Juli bekannt gegeben wurden, werde der israelische Generikakonzern Teva bis zu 4,25 Milliarden Dollar zahlen. Darin eingeschlossen sei eine Lieferung des Medikaments Naloxon gegen Überdosierung. Der US-Pharmariese AbbVie wird bis zu 2,37 Milliarden Dollar zahlen, um Klagen gegen seine Tochter Allergan beizulegen. Die endgültigen Beträge der Vergleiche hängen davon ab, wie viele Bundesstaaten und Kommunen sich an ihnen beteiligen.

AbbVie
AbbVie 152,02
Teva
Teva 8,34

 

11:52 Uhr

Deutsche Industrie baut Lager aus

Die deutsche Industrie reagiert mit einer verstärkten Lagerhaltung auf die seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 wiederholt auftretenden Störungen der internationalen Lieferketten. 68 Prozent haben ihre Lager vergrößert, wie aus der Umfrage des Ifo-Instituts hervorgeht. 65 Prozent haben sich zusätzliche Lieferanten gesucht, während 54 Prozent ihre Lieferketten inzwischen besser als zuvor überwachen.

Die Unternehmen kämpfen an vielen Fronten, um Lieferkettenunterbrechungen zu vermeiden", sagte die Leiterin des Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, Lisandra Flach. "Die Lieferketten sind komplexer und somit störanfälliger geworden. Kleine Brüche können häufig einen Produktionsausfall verursachen." 38 Prozent der Industriefirmen sortieren daher bestehende Lieferanten um. Nur 13 Prozent erhöhen ihre Fertigungstiefe, stellen also Zulieferteile jetzt selbst her.

11:28 Uhr

Erhöhte Qantas-Prognose treibt Airline-Sektor

Weiter für gute Laune im Airline-Sektor sorgt die erhöhte Prognose von Qantas. Die Kurse so mancher Airline ziehen mit nach oben. Zu ihnen zählt auch die Lufthansa, deren Titel 0,3 Prozent zulegen. Auch Ryanair-Papiere gewinnen in dieser Größenordnung. Easyjet-Aktien klettern fast zwei Prozent.

Lufthansa
Lufthansa 7,50

 

Easyjet
Easyjet 4,60
Ryanair
Ryanair 13,27

 

11:06 Uhr

Corona-Sorgen drücken Kupferpreis

Trotz eines knappen globalen Angebots lassen Sorgen wegen der Corona-Lage in China den Kupferpreis weiter sinken. Kupfer verbilligt sich um 0,4 Prozent auf 7984 Dollar je Tonne. Anleger fürchten eine sinkende Nachfrage des weltweit größten Metallabnehmers China infolge der dort steigenden Infektionszahlen. Hinsichtlich der Lagerbestände sagte ein Händler: "Normalerweise würden wir erwarten, dass die Lagerbestände etwa der Nachfrage eines Monats entsprechen." Derzeit lägen sie aber etwa bei der Nachfrage von zwei Tagen

Kupfer (LME)
Kupfer (LME) 7.980,00

 

10:59 Uhr

Deutsche-Bank-Konkurrentin erwartet Milliardenverlust

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat vor der Abstimmung der Aktionäre über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung ihre Verlusterwartung für das vierte Quartal bekräftigt. Das krisengeplagte Institut rechnet nach Angaben vom Mittwoch im Zeitraum Oktober bis Dezember vor Steuern mit einem Fehlbetrag von rund 1,5 Milliarden Franken. Geringere Einlagen und verwaltete Vermögen dürften zu weniger Nettozinsertrag sowie geringeren wiederkehrenden Kommissions- und Gebührenaufkommen und zu einem Verlust im Bereich Wealth Management führen. Hinzu kämen negative Ertragseffekten durch den Ausstieg aus den Nicht-Kerngeschäften und -engagements, erklärte die Bank.

Credit Suisse
Credit Suisse 3,18
Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,21

 

10:40 Uhr

Euroraum-Wirtschaftsaktivität höher als erwartet

Die Wirtschaftsaktivität im Euroraum hat sich im November besser als erwartet entwickelt. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - erhöhte sich auf 47,8 Punkte nach 47,3 im Oktober, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung für den Monat hervorgeht. Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf 47,0 prognostiziert.

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 47,3 (46,4) Punkte. Erwartet worden war ein Rückgang auf 46,1 Punkte. Der Service-PMI verharrte auf dem Vormonatsniveau von 48,6 Punkten, prognostiziert worden war ein Rückgang auf 48,3.

10:29 Uhr

Werbung mit "höchster Dividendenrendite" - TAG-Aktien von Anlegern abgestraft

Weiter abwärts geht es mit TAG Immobilien. Die Aktien fallen nach der Dividendenstreichung um weitere knapp fünf Prozent auf 5,62 Euro. Damit notieren sie unter der wichtigen Stop-Loss-Marke von 6 Euro. Händler befürchten, dass noch tiefere Kurse eine weitere Verkaufswelle auslösen könnten. Als bemerkenswert wird dabei der "Optimismus der Marketing-Abteilung" im Handel hervorgehoben: Selbst einen Tag nach dem Totalausfall der Dividende werde dort als einer von fünf Gründen für Investments in TAG genannt, dass das Unternehmen "die höchsten Dividendenrenditen und FFO innerhalb unserer Peer Group" erziele.

TAG Immobilien
TAG Immobilien 6,00

 

10:14 Uhr

Siemens-Healthineers-Aktie ist DAX-Schlusslicht

Anleger machen nach einer Herabstufung einen Bogen um Siemens Healthineers. Die Aktien des Medizintechnik-Konzerns rutschen mit einem Kursminus von 3,7 Prozent ans Dax-Ende. Die Analysten von Jefferies setzten die Titel auf "Hold" von zuvor "Buy". Angesichts von Personalknappheit und höheren Finanzierungs- sowie Baukosten zeigten sich die Experten der Investmentbank vorsichtig mit Blick auf das Auftragswachstum im nächsten Jahr.

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 50,92
Dax
Dax 14.383,36

 

09:58 Uhr

Tencent verhagelt Großaktionär die Bilanz

Steigende Investitionskosten und ein geringerer Beitrag zum Ergebnis der wichtigen Beteiligung Tencent haben Prosus einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss sei in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022/2023 auf 1,81 von 10,07 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum gefallen, teilt der Technologieinvestor mit. Dies lag im Rahmen der angepeilten Spanne von 1,32 bis 2,02 Dollar je Aktie. Prosus hält 28,1 Prozent am chinesischen Technologie-Konzern Tencent. Der Anteil hat aktuell einen Börsenwert von 95 Milliarden Dollar. Die Schwäche bei Tencent verhagelt auch Naspers die Bilanz. Die südafrikanische Beteiligungsfirma, die Prosus kontrolliert, gab einen Gewinneinbruch von 93 Prozent bekannt und kündigte Sparmaßnahmen an.

09:48 Uhr

Deutsche Einkaufsmanager optimistischer als befürchtet

Die deutschen Einkaufsmanager-Indizes (PMI) sind besser als befürchtet ausgefallen. "Wie am Morgen erwartet hatten die extrapolierten Ängste der Analysten für viel zu niedrige Erwartungswerte gesorgt", kommentiert ein Händler: "Hier zeigt sich dasselbe Bild wie in den Aktienkursen: Eine Übertreibung nach unten". Da sich Energie- und Inflationsumgebung zu entspannen scheinen, dürften auch die künftigen PMIs deutlicher anziehen. Der Industrie-PMI steigt auf 46,7 und damit über den Vormonat, der Service-PMI hält mit 46,4 fast das Vormonatsniveau. Die Erwartungen lagen bei 45,2 bzw. 46,2. Auch in Frankreich ist der Industrie-Bereich deutlich besser.

09:28 Uhr

Manchester United denkt über Verkauf nach

Der englische Fußballclub Manchester United denkt über einen Verkauf nach. Der Verein prüfe derzeit strategische Optionen wie eine Investition oder eine Veräußerung, teilt das Unternehmen mit. Der Club gehört mehrheitlich der US-Familie Glazer. Diese steht bei Fans in der Kritik, da die Mannschaft auf dem Platz nicht die gewünschte Leistung zeigt. Die Familie hatte den Club 2005 für 790 Millionen Pfund Sterling erworben. Seit 2012 ist der Verein an der New Yorker Börse notiert.

Am Dienstag war ebenfalls bekannt geworden, dass sich Manchester United mit sofortiger Wirkung von Fußball-Star Cristiano Ronaldo trennt. Der britische Milliardär Jim Ratcliffe hatte im August über einen Sprecher erklären lassen, einen Anteil an Manchester United erwerben zu wollen.

BVB
BVB 3,52

 

09:13 Uhr

Zinspolitik als treibendes DAX-Thema

Der DAX lässt seinen Gewinnen vom Dienstagsgeschäft zum Start in den Mittwochshandel weitere leichte Aufschläge folgen. Der deutsche Börsenleitindex notiert kurz nach der Eröffnung 0,1 Prozent im Plus mit 14.432 Punkten. Neben Einkaufsmanagerdaten zum verarbeitenden und nicht-verarbeitenden Gewerbe haben die Anleger aber vor allem das allerdings erst nach Börsenschluss hierzulande in den USA erscheinende Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Blick. Sie erhoffen sich Hinweise auf die künftige Zinspolitik der Fed.

09:01 Uhr

Netzagentur: "Rückgang des Gasverbrauchs um 40 Prozent"

Die deutschen Haushalte sparen auch bei winterlichen Temperaturen viel Gas ein. "Wir beobachten im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang des Gasverbrauchs um 40 Prozent", sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR).

Die ersten kälteren Novemberwochen entwickelten sich "sehr verantwortungsbewusst". Müller appelliert aber an die Bevölkerung, beim Sparen nicht nachzulassen. "Das Problem ist, dass wir das den ganzen Winter durchhalten müssen."

08:51 Uhr

Insider: FBI befasst sich mit Cyberangriff auf Continental

Nach der Cyberattacke auf den Autozulieferer befasst sich auch die US-Bundespolizei FBI mit dem Datenklau. Deutsche Sicherheitsbehörden haben das FBI über die Attacke informiert und stehen mit den US-Ermittlern in Kontakt, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Continental
Continental 57,02

Der Konzern wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zur Rolle des FBI äußern. Auch die US-Bundespolizei habe keine Stellungnahme abgeben wollen. Der Dax-Konzern musste Anfang November einräumen, dass es Hackern der Ransomware-Gruppe "Lockbit 3.0" gelungen ist, Datenvolumen von insgesamt 40 Terabyte abzugreifen. Continental hatte den Cyberangriff im August selbst publik gemacht.

08:38 Uhr

Neuer Stress für globale Lieferketten: In Südkorea droht landesweiter Streik der Lkw-Fahrer

In dem für die globalen Lieferketten wichtigen Südkorea droht ein landesweiter Streik der Lkw-Gewerkschaften. Ab Mitternacht (Ortszeit) wollen die Fahrer ihre Arbeit niederlagen. Die Regierung kündigte deshalb am Mittwoch an, Militärtransporter für dringende Fahrten in Erwägung zu ziehen. Der landesweite Streik wäre bereits der zweite in weniger als sechs Monaten, der die Produktion und Kraftstoffversorgung in der zehntgrößten Volkswirtschaft der Welt unterbrechen könnte.

Die führende Gewerkschaft CTSU will mit der Aktion unter anderem eine Verlängerung der Mindestlohngarantien durchsetzen. Sie droht damit, die Öllieferungen an großen Raffinerien sowie den Transport in großen Häfen und Industrieanlagen zu stoppen.

Im Juni verzögerte ein achttägiger Streik der Lkw-Fahrer den Transport von Gütern für die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens, von Autos bis hin zu Halbleitern. Dadurch wurden Produktionsausfälle von geschätzt mehr als 1,2 Milliarden Dollar verursacht.

08:16 Uhr

Tarifabschluss: 125.000 VW-Beschäftigte erhalten 8,5 Prozent mehr Lohn

Nach mehr als 16 Stunden "intensiver Verhandlungen" hat Volkswagen nach eigenen Angaben am frühen Mittwochmorgen einen Tarifabschluss über den Haustarif erzielt. Es war die dritte Verhandlungsrunde

VW Vorzüge
VW Vorzüge 135,24

Die 125.000 VW-Beschäftigten in Westdeutschland erhalten einem Insider zufolge deutlich mehr Lohn. Die Gewerkschaft IG Metall und der Wolfsburger Autobauer hätten sich am frühen Morgen auf einen neuen Haustarif geeinigt, der Einkommenserhöhungen in zwei Schritten um 8,5 Prozent sowie 3000 Euro Einmalzahlung netto bei einer Laufzeit von zwei Jahren vorsehe, sagte eine Person mit Kenntnis der Einigung. Die nach langen Verhandlungen erzielte Einigung orientiert sich an dem in Baden-Württemberg für die Metall- und Elektroindustrie erzielten Pilotabschluss.

08:09 Uhr

DAX höher erwartet - Fed-Protokolle im Blick

In Erwartung weiterer Hinweise zum US-Zinserhöhungstempo wird der DAX Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Dienstag hatte er 0,3 Prozent im Plus bei 14.422,35 Punkten geschlossen.

Dax
Dax 14.383,36

Am Abend (MEZ) veröffentlicht die Notenbank Fed die Protokolle ihrer jüngsten Beratungen. Investoren sollten Hinweise auf behutsamere Zinserhöhungen allerdings mit Vorsicht genießen, warnten die Analysten der ING Bank. Denn die jüngsten Aussagen einiger führender US-Notenbanker deuteten nicht darauf hin, dass ein weiterer großer Zinsschritt um 0,75 Prozentpunkte ausgeschlossen sei. Daneben stehen die Stimmungsindikatoren für die deutschen und europäischen Einkaufsmanager auf dem Terminplan. Experten rechnen für November mit einem erneuten Rückgang.

07:56 Uhr

Asien-Börsen folgen Wall Street nach oben

Die Aktienmärkte in Fernost präsentieren sich zur Wochenmitte überwiegend mit Aufschlägen. An der Börse in Tokio findet am Mittwoch wegen eines Feiertags kein Handel statt.

Rückenwind kommt von der Wall Street. Hier hatten die Börsen im Vorfeld des Thanksgiving-Feiertags am Donnerstag deutliche Gewinne verbucht. Gegenwind kommt indessen weiter von steigenden Corona-Fällen in China. Shanghai hat die Regeln für die Einreise in die Finanzmetropole verschärft, da die Zahl der täglichen Infektionen in China auf nahezu 29.000 gestiegen ist.

Foxconn (Hon Hai)
Foxconn (Hon Hai) 6,05

An der größten iPhone-Fabrik in China soll es zudem zu Protesten gekommen sein. Videos in den Onlinediensten Weibo und Twitter zeigten Hunderte Arbeiter, die am helllichten Tag an der Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn im zentralchinesischen Zhengzhou auf die Straße gingen. Foxconn hatte zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Infektionen in seiner Fabrik festgestellt, weshalb die taiwanische Firma die Anlage abriegelte. Die Foxconn-Aktie gibt in Taiwan um 0,5 Prozent nach.

Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai-Composite 0,2 Prozent im Plus. An der Börse in Hongkong legt der Hang-Seng-Index indessen nach den jüngsten Abgaben um 0,7 Prozent zu. Während die steigende Zahl an Covid-19-Fällen in China die Anleger verunsichert, dürften Maßnahmen der People's Bank of China zur Stützung des Immobilienmarktes und Äußerungen von US-Notenbankern, die Unterstützung für ein langsameres Tempo der Zinserhöhungen signalisieren, zur Aufhellung der Anlegerstimmung beitragen, so die Analysten von KGI Securities. An der Börse in Seoul rückt der Kospi um 0,4 Prozent vor.

07:44 Uhr

DIW rechnet mit kräftiger Preiskorrektur am Immobilienmarkt

Das Risiko starker Preiskorrekturen am Immobilienmarkt steigt einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge. "Wir stehen in Deutschland zwar nicht vor dem Platzen einer riesigen Immobilienpreisblase", sagte DIW-Studienautor Konstantin Kholodilin zu der Untersuchung.

"Aber Preiseinbrüche von bis zu zehn Prozent bei Eigentumswohnungen und Eigenheimen sind durchaus möglich." Demnach sind die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen in den 97 untersuchten Städte in diesem Jahr durchschnittlich elf Prozent gestiegen, während die Mieten nur um vier Prozent zunahmen.

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07:31 Uhr

Was hat sich an der Wall Street getan? HP schwingt Jobkeule - Kurs steigt

Was hat sich im nachbörslichen US-Handel getan? Hier sticht vor allem die Aktie von HP ins Auge, die mit Aufschlägen auf die Ankündigungen eines Abbaus von bis zu 6000 Stellen. Dagegen mussten Nordstrom und Autodesk kräftige Einbußen hinnehmen.

HP
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Die Aktie von HP legte um 2,1 Prozent zu. Nach einer unerwartet schwachen Gewinnprognose will das Unternehmen in den kommenden Jahren etwa 10 Prozent der Belegschaft entlassen. HP meldete für das vierte Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 2 Millionen Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 3 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Verlust war größtenteils auf eine nicht zahlungswirksame Steueranpassung zurückzuführen. Auf bereinigter Basis wurde ein Gewinn von 85 Cents pro Aktie erzielt. Der Nettoumsatz ging um 11 Prozent zurück. Die Markterwartungen wurden damit leicht übertroffen.


Nordstrom
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Nordstrom gaben 9,2 Prozent nach. Die Kauf- und Versandhauskette hat im dritten Quartal weniger Umsatz erzielt, was zum Teil auf eine zeitliche Verschiebung des Jubiläumsverkaufs zurückzuführen ist. Zudem wurde ein Verlust geschrieben aufgrund von höheren Preisnachlässen, um Bestände abzubauen. Der Jahresausblick wurde für den Gewinn je Aktie gesenkt.

Autodesk verloren nach Vorlage von Drittquartalszahlen 9,3 Prozent. Das Software-Unternehmen hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt.

07:13 Uhr

Videos zeigen Unruhen - was ist beim Apple-Zulieferer Foxconn los?

Beim Apple-Zulieferer Foxconn kommt es Medienberichten zufolge in China erneut zu Unruhen wegen der Arbeitsbedingungen infolge der Corona-Maßnahmen. In den sozialen Medien kursieren viele Videos, die die verheerenden Zustände auf dem angeblichen Firmengelände dokumentieren sollen.

Sie zeigen mehr als 100 Menschen, die im Werk in der chinesischen Industriestadt Zhengzhou Absperrungen niederreißen und mit Personen in Schutzanzügen aneinandergeraten. Sie geben sich als Foxconn-Mitarbeiter aus. Einige Videos zeigen Beschäftigte, die sich über die ihnen zur Verfügung gestellten Lebensmittel beschweren, andere sagen, sie hätten die zugesagten Sonderzahlungen nicht erhalten. Reuters konnte die Authentizität der Videos bislang nicht unabhängig überprüfen.

Foxconn reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme. Das Werk in Zhengzhou ist für 70 Prozent der weltweiten iPhone-Produktion verantwortlich und beschäftigt rund 200.000 Arbeiter.

06:15 Uhr

Droht eine kalte Dusche?: Das wird für den DAX heute wichtig

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Kleiner Börsenrückblick auf den 24. Februar, als alle Dax40 Aktien als Reaktion auf die Invasion Russlands mit Kursverlusten eröffneten.

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Die Börsen wollen mit aller Macht nach oben. Zwischen Zinshoffnungen und Corona-Sorgen pendelnd schloss der DAX am Vortag 0,3 Prozent im Plus bei 14.422 Punkten, rund 60 Punkte unter seinem Tageshoch. Es war der höchste Stand seit Juni.

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Unterstützung erhielten die Kurse unter anderem wieder von den Spekulationen auf behutsamere Zinserhöhungen der Notenbank Fed, die vom überraschend geringen Anstieg der US-Inflation im Oktober befeuert wurden. Die Erwartungen der Anleger seien jedoch überzogen, warnte Finanzmarkt-Experte Russ Mould vom Brokerhaus AJ Bell. Zur Wochenmitte "könnte eine kalte Dusche folgen".

Wie die Fed-Mitglieder die künftige Zinsentwicklung einschätzen, wird heute das Protokoll der jüngsten Zinssitzung zeigen.

Ist die Stimmung besser als die Lage? Möglicherweise.

Die Wirtschaft in Deutschland und dem Euro-Raum steuert auf eine Rezession zu, und das wird Spuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen.

Frische Daten heute dürften das den Anlegern vor Augen halten: Laut Ökonomen werden die anstehenden S&P-Global-Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor erneut gesunken sein und die Wahrscheinlichkeit eines Wirtschaftsabschwungs unterstreichen.


Gleichzeitig verfolgen Anger und Anlegerinnen immer noch aufmerksam die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie beim wichtigen Handelspartner China und die dort verhängten Lockdowns. "Der Markt scheint die Meinung zu vertreten, dass der aktuelle Ausbruch nur ein kurzfristiger ist", sagte Analyst Ole Hansen von der Saxo Bank. Die Beeinträchtigungen der dortigen Wirtschaft könnten aber länger anhalten als derzeit gedacht.

Beim Apple-Zulieferer Foxconn in China scheint die Lage weiter zu eskalieren. Lesen Sie hier:

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