Der Börsen-Tag
7. Dezember 2022
imageHeute mit Max Borowski und Thomas Badtke
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17:42 Uhr

"Haben nun drei Tage mit DAX-Verlusten in Folge"

Zur Wochenmitte hat der DAX seine bisherigen Verluste weiter ausgebaut. Der deutsche Börsenleitindex schließt mit einem Abschlag von 0,6 Prozent und einem Kurs von 14.261 Punkten, nachdem er bereits im Montags- und Dienstagsgeschäft leichte Verluste verzeichnen musste - belastet auch von schwachen Notierungen an der Wall Street. Der DAX zeigt sich im Handelsverlauf volatil, notiert zunächst im Minus, dreht dann leicht ins Plus und gibt die Gewinne danach wieder ab.

"Die Notenbanksitzungen in der kommenden Woche werfen ihre Schatten voraus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Noch einmal Zinserhöhungen, aber wie hoch? Wie werden die Ausblicke ausfallen? Das beschäftigt die Anleger", erläutert Meyer. "Zudem sind Dow, DAX und Co in den vergangenen Wochen sehr gut gelaufen, haben um oder sogar mehr als 20 Prozent zugelegt. Da werden eben auch mal Gewinne mitgenommen", unterstreicht er. "Letzten Endes haben wir nun drei Tage mit DAX-Verlusten in Folge gesehen. Technischen Analysten zufolge ist nun die 14.150er Marke interessant."

Bei den Einzelwerten im DAX zeigen sich Airbus schwach: Mit einem Minus von knapp zwei Prozent sind die Titel des Flugzeugbauers das Schlusslicht im Leitindex. Der Boeing-Konkurrent hat mitgeteilt, die Auslieferungsziele für 2022 nicht länger aufrechtzuerhalten. Allerdings erwartet Airbus nicht, dass die Zahl wesentlich unter dem Ziel von "rund 700" Auslieferungen liegen wird. Zudem bekräftigte Airbus die Finanzprognosen, die bei Veröffentlichung der Neunmonatszahlen genannt worden waren. Von Analystenseite kommen darauf dennoch gesenkte Kursziele für die Aktie.

Deutsche Bank notieren rund ein halbes Prozent im Minus. Stützend wirkt hier der Aufschlag von teilweise bis zu 4,5 Prozent der Tochter DWS. Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank strebt ab 2025 eine Dividenden-Auszahlungsquote von rund 65 Prozent an. Zudem soll 2024 eine Sonderdividende von bis zu 1,0 Milliarden Euro ausgeschüttet werden. Daneben hat sich DWS ehrgeizige neue Gewinnziele gesetzt.

Adidas verlieren etwas mehr als ein halbes Prozent. Bei der Fußball-WM in Katar tritt der Konzern als großer Sponsor auf, im Viertelfinale steht mit Argentinien aber nur ein Team mit Adidas-Trikot, während mit Jerseys des Hauptkonkurrenten Nike noch sechs Mannschaften auflaufen. Noch DAX-Mitglied Puma rüstet zudem Marokko aus.

"Haben nun drei Tage mit DAX-Verlusten in Folge"
17:28 Uhr

Abgleiten in Rezession setzt sich fort

Für ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski ist die Entwicklung der deutschen Industrieproduktion ein weiterer Beleg dafür, dass sich das allmähliche Abgleiten in die Rezession zu Beginn des letzten Quartals des Jahres fortgesetzt hat. "Trotz der jüngsten Hoffnungsschimmer, die sich im Anstieg von Ifo und PMI widerspiegeln, ist das Urteil eindeutig: Die deutsche Wirtschaft ist nicht von einer Klippe gestürzt, sondern befindet sich weiterhin auf dem langen Weg in die Rezession."

Die aktuellen Daten zur Industrieproduktion enthielten zwei Botschaften: Die deutsche Industrie, mit Ausnahme der energieintensiven Sektoren, sei widerstandsfähiger, als einige Pessimisten gedacht hatten, aber gleichzeitig scheine das allmähliche Abgleiten in die Rezession unvermeidlich zu sein.

Abgleiten in Rezession setzt sich fort
17:15 Uhr

VW stellt Stammwerk auf E-Autos um

Volkswagen steckt fast eine halbe Milliarde Euro in die Umstellung des Stammwerkes Wolfsburg auf Elektroautos. In einem ersten Schritt sollen rund 460 Millionen Euro in den Umbau des Standortes investiert werden, teilt VW mit. So liefen die Vorbereitungen für die Produktion des E-Autos ID.3 auf Hochtouren. Perspektivisch sei ein weiteres vollelektrisches Modell, ein kompaktes SUV geplant. Insidern zufolge handelt es sich um ein elektrisches Pendant zum VW-Tiguan. Das Fahrzeugprojekt Trinity, für das ursprünglich eine neue Fabrik geplant war, wird weiterhin in Wolfsburg verfolgt.

VW stellt Stammwerk auf E-Autos um
16:45 Uhr

Kontrollgremium rüffelt Facebook

Facebook geht nach Einschätzung seines eigenen Kontrollgremiums zu lasch gegen Hassrede und Falschinformationen auf seiner Plattform vor. Derzeit gelinge es nur unzureichend, "die Zerstörung des öffentlichen Diskurses" in den Griff zu bekommen, sagte Suzanne Nossel, Mitglied des "Oversight Board" des Online-Netzwerks der Zeitung "Die Zeit" laut Vorabbericht.

Parallel dazu kritisierte das Gremium auf seiner Webseite die Sonderbehandlung von Prominenten mit vielen Followern. Bei ihnen sei die Wahrscheinlichkeit größer, dass verletzende Inhalte länger auf der Plattform blieben. Grund seien die sogenannten "Cross-Checks", bei denen Posts bestimmter Nutzer nicht umgehend automatisch gelöscht, sondern erst einer manuellen Prüfung unterzogen werden. Bedenklich sei außerdem die mangelnde Transparenz dieses Verfahrens. Daher habe man 32 Vorschläge für Verbesserungen erarbeitet.

Die Empfehlungen des "Oversight Boards" sind für die Facebook-Mutter Meta nicht bindend. Allerdings muss das Unternehmen auf sie reagieren. Dem Gremium zufolge hat der US-Konzern darum gebeten, im aktuellen Fall die Frist hierfür von 60 auf 90 Tage auszudehnen.

Kontrollgremium rüffelt Facebook
16:34 Uhr

Peak erreicht: Bank of Canada erhöht Leitzins um 50 Punkte

Die Bank of Canada hat ihren Leitzins im Kampf gegen die Inflation zwar um einen halben Prozentpunkt angehoben, zugleich aber signalisiert, angesichts des sich verlangsamenden Wachstums am oder kurz vor dem Ende ihres Straffungszyklus zu stehen. Die kanadische Notenbank erhöhte ihren Zielwert für den Tagesgeldsatz um 50 Basispunkte auf 4,25 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast 15 Jahren.

Die Bank of Canada erklärt, sich bei künftigen geldpolitischen Entscheidungen von den eingehenden Daten leiten zu lassen. Man werde prüfen, ob der Leitzins weiter angehoben werden muss, um Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Inflation auf das Zielniveau von 2 Prozent zurückzuführen, hieß es in einer Erklärung.

Peak erreicht: Bank of Canada erhöht Leitzins um 50 Punkte
16:16 Uhr

Honda plant Elektro-Kleintransporter

Der japanische Autobauer und VW-Konkurrent Honda will im Frühjahr 2024 einen elektrischen Kleintransporter auf den japanischen Markt bringen. Dies sei Teil der Bemühungen von Honda, seine Fahrzeugpalette zu elektrifizieren, teilt das Unternehmen mit. Der neue E-Transporter soll eine Reichweite von 200 Kilometern haben und ungefähr eine Million Yen (rund 6926 Euro) kosten. In Japan werden Hybridfahrzeuge immer noch bevorzugt, und letztes Jahr war nur ein Prozent der verkauften Autos vollelektrisch. Japanische Unternehmen müssen jedoch Emissionen reduzieren, weshalb Autobauer auf Nutzfahrzeuge setzen, um die Elektrifizierung voranzutreiben. "Wir glauben, dass der schnellste Weg zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen in Japan darin besteht, zunächst den kommerziellen Markt zu erobern, insbesondere im Bereich der leichten Fahrzeuge, die die Hauptstütze des japanischen Marktes darstellen", sagte Honda-Chef Toshihiro Mibe im April. Der Konzern will ab 2030 jährlich zwei Millionen Elektrofahrzeuge produzieren.

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Honda plant Elektro-Kleintransporter
16:00 Uhr

Experten-Warnung: Deutschland droht ein Rezessionswinter

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet angesichts stagnierender Produktionszahlen im produzierenden Sektor für die kommenden Monate eine Rezession in Deutschland. "Die Industrieproduktion tritt trotz nachlassender Materialengpässe auf der Stelle. Besonders die energieintensiven Unternehmen drosseln ihre Produktion erneut", erklärte DIHK-Konjunkturexperte Jupp Zenzen. Gründe seien die hohen Gas- und Strompreise. Lediglich die Hersteller von Investitionsgütern könnten die Entspannung in den Lieferketten für eine Ausweitung der Produktion nutzen. "Insgesamt bleiben die Aussichten auch angesichts der langfristigen Entwicklung der Auftragseingänge pessimistisch. Der Industrie droht ein Rezessionswinter", sagte Zensen.

Experten-Warnung: Deutschland droht ein Rezessionswinter
15:46 Uhr

US-Gericht sorgt für Pharma-Rally

Für kräftige Kursgewinne bei Pharmaaktien sorgt die Abweisung von Klagen wegen des Medikaments Zantac in den USA. Ein Gericht in Florida hat geurteilt, dass die Pharmakonzerne sich nicht fast 2000 Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken des Medikaments gegen Sodbrennen stellen müssen. Für diese ist damit ein Milliardenrisiko vom Tisch. Für Sanofi geht es darauf um 7,6 Prozent nach oben, in London steigen GSK sogar um 11 Prozent und der Kurs der von GSK abgespaltenen Haleon um 5,4 Prozent.

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US-Gericht sorgt für Pharma-Rally
15:08 Uhr

Airlines müssen in der EU mehr für CO2-Emissionen zahlen

Die Fluggesellschaften in Europa werden im Kampf gegen den Klimawandel künftig stärker für ihre CO2-Emissionen zur Kasse gebeten. Unterhändler der EU-Mitgliedstaaten, des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission einigten sich EU-Vertretern zufolge auf schärfere Regeln für Airlines im CO2-Emissionshandelssystem. Die Unternehmen müssen nach diesem schon länger für den Ausstoß des Treibhausgases bezahlen, um einen Anreiz zur CO2-Reduktion zu haben. Ein großer Teil der Verschmutzungsrechte wird ihnen bisher aber kostenlos zugeteilt. Diese Praxis werde 2026 enden, sagten mit dem Vorgang Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters.

Es bleibt dabei, dass die CO2-Zertifikate nur für innereuropäische Flüge verpflichtend sind und nicht für Langstreckenflüge, was Klimaschützer kritisieren. Auf internationaler Ebene greift das System Corsia, der von der staatlichen UN-Luftfahrtorganisation ICAO etablierte Mechanismus zum Ausgleich von CO2-Emissionen. Die EU will 2026 überprüfen, ob damit das Ziel des klimaneutralen Flugverkehrs bis 2050 erreicht werden kann. Falls nicht, würde der Emissionshandel auf internationale Flüge ausgeweitet. EU-Staaten und das Europäische Parlament müssen das Gesetz noch formal absegnen.

Lufthansa

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Airlines müssen in der EU mehr für CO2-Emissionen zahlen
14:53 Uhr

Diese Titel stehen vor dem Wall-Street-Start im Fokus

Unter den US-Einzelwerten geben Apple vorbörslich 0,6 Prozent nach. Der Technologieriese hat seine Ambitionen für ein selbstfahrendes Elektroauto einem Agenturbericht zufolge etwas zurückgefahren und das Zieldatum bis 2026 verschoben.

Mastercard rücken 0,5 Prozent vor. Der Kreditkartenkonzern steigert die Quartalsdividende auf 57 von zuvor 49 Cent pro Aktie. Zudem wurde ein neuer Aktienrückkauf im Umfang von 9 Milliarden Dollar angekündigt.

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Diese Titel stehen vor dem Wall-Street-Start im Fokus
14:33 Uhr

"Chinas Im- und Exporte brechen ein"

"Chinas Im- und Exporte brechen ein"
13:57 Uhr

"Nur noch ein WM-Team trägt Adidas-Trikots"

"Nur noch ein WM-Team trägt Adidas-Trikots"
13:38 Uhr

Produktionspause belastet K+S-Konkurrenten

Vorbörslich unter Druck geraten die Aktien von Mosaic, nachdem der US-Düngemittelhersteller die Kali-Produktion in einem kanadischen Bergwerk wegen zu geringer Nachfrage vorübergehend ruhen lässt. Die Papiere verlieren rund 1,5 Prozent auf 47 Dollar. Anfang 2023 solle an dem Standort wieder gefördert werden, sagte Konzernchef Joc O'Rourke. Die Mine war bereits für rund zwei Jahre stillgelegt, bevor Mosaic sie im August 2021 wieder in Betrieb genommen hatte.

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Produktionspause belastet K+S-Konkurrenten
13:01 Uhr

Onlinebroker mit Abstufungen weiter unter Druck

Flatexdegiro stehen auch am Mittwoch weiter unter Druck. Die Aktien fallen um knapp 5 Prozent auf 6,20 Euro und damit sogar auf ein neues Wochentief. Nach der Gewinnwarnung und Bafin-Kritik belasten nun die zahlreichen negativen Analystenkommentare und Abstufungen. Unter anderem hat nun Goldman Sachs die Aktien von "Buy" auf "Neutral" gesenkt und das Kursziel von 19 auf 8 Euro.

Onlinebroker mit Abstufungen weiter unter Druck
12:43 Uhr

Wall Street vor leichten Einbußen

Nach den deutlichen Verlusten seit Wochenbeginn dürfte die Wall Street mit weiteren, wenn auch eher leichten Abschlägen in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 gibt vorbörslich um 0,2 Prozent nach. Die jüngste Abwärtstendenz dürfte damit anhalten. Im Fokus steht weiter die Zinspolitik der US-Notenbank.

Belastet werden die Börsen seit Wochenbeginn von der Sorge, dass die US-Notenbank zur Bekämpfung der hohen Inflation ihren aggressiven Zinserhöhungskurs unvermindert fortsetzen könnte. Hinzu tritt die Angst vor einem massiven globalen wirtschaftlichen Abschwung aufgrund der Kaufzurückhaltung der Konsumenten.

Die geldpolitische Straffung der Fed in Verbindung mit der hartnäckigen Inflation könnte zu einer deutlichen Konjunkturabschwächung führen, warnten zuletzt auch führende US-Banker wie Jamie Dimon von JP Morgan und David Solomon von Goldman Sachs.

"Die Befürchtung wächst, dass den Volkswirtschaften eine harte Zeit bevorsteht, wenn die fieberhafte Inflation und die bittere Zinsmedizin, mit der sie bekämpft werden soll, ihre Wirkung entfalten", so Susannah Streeter, Senior-Analystin bei Hargreaves Lansdown.

Wall Street vor leichten Einbußen
12:28 Uhr

Britische Hauspreise sacken ab

Die britischen Hauspreise sind im November so stark gesunken wie seit der globalen Finanzkrise im Oktober 2008 nicht mehr. Es gab ein Minus von 2,3 Prozent zum Vormonat, wie aus den monatlichen Zahlen des Hypothekenfinanzierers Halifax hervorgeht. Der Rückgang spiegele "die schlimmsten Marktschwankungen der letzten Monate wider". Auch andere Barometer am Immobilienmarkt signalisieren eine Verlangsamung, da die erhöhte Inflation und die steigenden Kreditkosten die Geldbeutel der privaten Haushalte belasten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verlangsamte sich der Anstieg der Hauspreise im November auf 4,7 Prozent, nach plus 8,2 Prozent im Oktober.

Zuletzt seien einige potenzielle Deals und Umzüge gestoppt worden, da sich Hauskäufer fragten, ob sie sich das noch leisten könnten, sagte Kim Kinnaird, Hypotheken-Expertin bei Halifax. "Die Branchendaten deuten nach wie vor darauf hin, dass viele Käufer und Verkäufer eine Bestandsaufnahme machen, während sich der Markt weiter stabilisiert." Eine Reuters-Umfrage unter Ökonomen und Immobilienmarktanalysten ergab jüngst, dass die Hauspreise im kommenden Jahr um etwa fünf Prozent sinken dürften. Sie waren offiziellen Daten zufolge seit Anfang 2020 um etwa 24 Prozent gestiegen.

Britische Hauspreise sacken ab
12:10 Uhr

Lizenzdeal gibt Morphosys Kursfantasie

Die Aussicht auf Zahlungen im Rahmen einer Lizenzvereinbarung mit Novartis hilft Morphosys nach oben. Die Titel steigen knapp 1,5 Prozent. Für Exklusivrechte für präklinische Inhibitoren eines potenziellen neuen Krebsmittels erhält das Biotechunternehmen von den Schweizern eine Vorauszahlung von 23 Millionen Dollar, hinzu kommen könnten Meilensteinzahlungen.

Lizenzdeal gibt Morphosys Kursfantasie
11:44 Uhr

Verbraucher stellen sich auf Jahre mit hoher Inflation ein

Verbraucher in der Euro-Zone stellen sich einer EZB-Umfrage zufolge auf eine anziehende Inflation ein. Konsumenten erwarteten im Oktober im Schnitt, dass die Inflation binnen Jahresfrist bei 8,1 Prozent liegen wird, wie aus der Erhebung hervorgeht. In der September-Umfrage war noch mit 7,3 Prozent Teuerung gerechnet worden. Auf Dreijahressicht rechnen die Verbraucher im Durchschnitt mit einem Preisauftrieb von 4,9 Prozent. Im September lagen die Erwartungen mit 4,8 Prozent noch etwas niedriger.

An der monatlichen Umfrage der EZB nahmen rund 14.000 Verbraucher aus Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und den Niederlanden teil. Der starke Preisauftrieb im Euro-Raum schmälert die Kaufkraft der Konsumenten. Die Inflationsrate hat sich im November allerdings auf 10,0 von 10,6 Prozent im Oktober verringert. Das Abklingen des Preisdrucks vom bisherigen Rekordniveau dürfte Währungshütern in der Europäischen Zentralbank (EZB) Argumente an die Hand liefern, bei den Zinserhöhungen den Fuß etwas vom Gas zu nehmen. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane sagte jüngst, er sei "einigermaßen zuversichtlich", dass die Inflation wahrscheinlich nahe dem Gipfelpunkt sei.

Verbraucher stellen sich auf Jahre mit hoher Inflation ein
11:11 Uhr

Aktien von deutschem Anlagenbauer bleiben unter Druck

Aktien von Gerresheimer setzen ihre Talfahrt fort. Die Papiere liegen 4,3 Prozent im Minus bei 62,75 Euro und sind damit einer der größten Verlierer im MDax. Am Dienstag hatten die Anleger nach Vorlage der kurz- und mittelfristigen Wachstumsziele des Verpackungsherstellers Kasse gemacht. Die Titel waren um 7,5 Prozent abgerutscht. Auf Sicht der vergangenen drei Monate stehen sie noch rund 30 Prozent im Plus.

Aktien von deutschem Anlagenbauer bleiben unter Druck
10:53 Uhr

Dieser Einzelwert ist aktuell gefragt

Bei den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt stechen zunächst DWS mit einem Kursplus von knapp fünf Prozent hervor. Die Deutsche-Bank-Fondstochter setzt sich neue Gewinn- und Einsparziele und verspricht ihren Investoren höhere Dividenden.

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Dieser Einzelwert ist aktuell gefragt
10:36 Uhr

Kohle in Deutschland auf dem Vormarsch

In Reaktion auf den Ukraine-Krieg wird Kohle für die Energieversorgung in Deutschland immer wichtiger. Im Sommer-Quartal kletterte die Einspeisung von Kohlestrom auf Jahressicht um 13,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Damit stammte der ins Netz eingespeiste Strom zwischen Juli und September zu über ein Drittel (36,3 Prozent) aus Kohlekraftwerken, während es im dritten Quartal 2021 nur 31,9 Prozent waren. Trotz hoher Gaspreise stieg auch die Stromerzeugung aus Erdgas: Sie war 4,5 Prozent höher als im Vorjahresquartal und machte 9,2 (Vorjahresquartal: 8,8) Prozent des eingespeisten Stroms aus. Damit wurde erstmals seit dem Frühjahr 2021 wieder mehr Strom aus Erdgas erzeugt als im jeweiligen Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im Sommer 2022 in Deutschland 118,1 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist - also 0,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine versucht Deutschland sich von den enormen Energielieferungen aus Russland unabhängiger zu machen. Dies fällt vor allem bei Gas schwer. Deshalb setzt die Ampelkoalition wieder stärker auf Kohle und Atomstrom. Trotz der Anstiege bei der Stromerzeugung aus Kohle und Erdgas ging die aus konventionellen Energieträgern insgesamt erzeugte Strommenge um drei Prozent zurück. Der Anteil an der eingespeisten Strommenge fiel auf 55,6 Prozent, von 57,0 Prozent vor einem Jahr. Das lag auch daran, dass nur noch gut halb so viel Atomstrom erzeugt und ins Stromnetz eingespeist wurde wie ein Jahr zuvor.

Kohle in Deutschland auf dem Vormarsch
10:22 Uhr

"Der DAX hat es derzeit nicht leicht"

Der DAX notiert am Vormittag leicht fester. Der deutsche Börsenleitindex gewinnt aktuell etwa 0,2 Prozent und notiert um 13.365 Punkte. Zu Handelsbeginn sowie im Montags- und Dienstagsgeschäft hatte der DAX leichte Verluste verzeichnet. "Der DAX ringt aktuell mit den eigentlich als positiv angesehenen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in China auf der einen Seite und den negativen Vorgaben von der Wall Street", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Zudem hat sich die charttechnische Lage eingetrübt", unterstreicht sie. "Der DAX hat es derzeit nicht leicht."

"Der DAX hat es derzeit nicht leicht"
10:05 Uhr

Tourismusaktien steigen nach Lockerungen

Die landesweiten Lockerungen der strikten Corona-Beschränkungen in China treiben die Aktien aus den Sektoren Reise und Konsum an. Der Index für tourismusbezogene Aktien der Volksrepublik zieht um bis zu 4,2 Prozent an. Die Titel von XiAn Qujiang Cultural Tourism gewinnen mehr als zehn Prozent, Air China steigen um rund drei Prozent. Der Konsumsektor notiert mehr als ein Prozent im Plus, ebenso der Gesundheitssektor.

Tourismusaktien steigen nach Lockerungen
09:47 Uhr

Druck auf K+S wegen gesenkter Produktion?

Keinen großen Druck auf K+S sehen Händler nach der Ankündigung des Konkurrenten Mosaic, die Produktion in einer kanadischen Mine zurückzufahren. Mosaic begründet dies mit einer fallenden Nachfrage durch Landwirte. Dazu habe die Nachfrage im zweiten Halbjahr schon schwächer zugelegt als erwartet und die Lager seien voll. "Solche Entscheidungen nach der kräftigen Preiskorrektur beim Dünger seit Herbst sind nur rational", kommentiert ein Händler. Er rechnet nicht mit einem längerfristigen Nachfragerückgang. Dazu gebe es steigende Exporte aus China und eine wieder anziehende Ammoniakproduktion dank fallender Gaspreise. "Die Lage normalisiert sich einfach", sagt er.

Druck auf K+S wegen gesenkter Produktion?
09:10 Uhr

Negativtrend im DAX

Der DAX bleibt auch zur Wochenmitte zunächst in seiner Abwärtsbewegung. Der deutsche Börsenleitindex notiert kurz nach dem Handelsstart bei 14.318 Punkten. Das bedeutet ein Minus von 0,2 Prozent. ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil verweist als einen Grund dafür auf die Entwicklung der US-Börsen im Dienstagsgeschäft: "Die negativen Vorgaben von der Wall Street waren einfach zu groß." Der Dow-Jones-Index hatte ein Prozent verloren.

Negativtrend im DAX
08:54 Uhr

Tesla drückt Autos in China mit neuen Rabatten in den Markt

Tesla bietet chinesischen Käufern ab sofort weitere zeitlich begrenzte Rabatte auf einige E-Automodelle an. Bis Ende 2022 gebe es 6.000 Yuan (rund 850 Euro) Nachlass auf bestimmte Modelle, wenn sie noch im Dezember ausgeliefert würden, sagte ein Unternehmensvertreter.

Dieser Schritt ist die jüngste Preisanpassung des US-Autobauers in China. Tesla hat bereits die dortigen Preise für das Model 3 und das Model Y um bis zu neun Prozent gesenkt, da sich im Werk in Shanghai die produzierten Autos wegen der nachlassenden Nachfrage in China türmen. Dank der Rabatte lieferte die Fabrik im November 100.291 E-Autos aus. Das war ein Plus von 40 Prozent gegenüber Oktober und der höchste monatliche Absatz seit der Eröffnung Ende 2020.

Tesla drückt Autos in China mit neuen Rabatten in den Markt
08:44 Uhr

Ölpreise legen zu

Die Ölpreise steigen im frühen Handel leicht.

Am Morgen kostet ein Barrel Brent 79,49 US-Dollar. Das sind 14 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI steigt um 10 Cent auf 74,35 Dollar.

Die Erdölpreise sind in den vergangenen Tagen zunehmen unter Druck geraten. Ausschlaggebend sind Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung. Die Folgen des Ukraine-Kriegs und die deutlichen Zinsanhebungen vieler Notenbanken trüben die Stimmung am Rohölmarkt erheblich. Lockerungen der strikten Corona-Politik Chinas können dem zurzeit nur wenig entgegensetzen.

Ölpreise legen zu
08:37 Uhr

Der Euro schwächelt am Morgen

Der Euro gibt im frühen Handel moderat nach.

Die Gemeinschaftswährung kostet 1,0455 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag etwas höher auf 1,0516 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte dürften die Marktteilnehmer unter anderem auf Produktionsdaten aus der deutschen Industrie achten. Sie geben einen Hinweis auf den Zustand des wichtigen Wirtschaftsbereichs. Darüber hinaus werden in der Eurozone Wachstumszahlen für das Sommerquartal veröffentlicht.

Der Euro schwächelt am Morgen
08:27 Uhr

Chinas Außenhandel bricht ein

Der stärkste Einbruch der chinesischen Exporte seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zweieinhalb Jahren schürt die Sorge vor einem globalen Konjunkturabschwung. Die Ausfuhren sanken im November um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie aus Daten der Zollbehörde hervorgeht. Das ist der schärfste Rückgang seit Februar 2020. Bereits im Oktober hatte es einen Rückgang gegeben, der aber mit 0,3 Prozent wesentlich kleiner ausfiel.

Die Importe gaben sogar noch stärker nach: Sie fielen um 10,6 Prozent niedriger aus als im November 2021. Das war nicht nur der zweite Rückgang in Folge, sondern zugleich der stärkste seit Mai 2020. Wegen der scharfen Null-Corona-Politik der Regierung kommt es immer wieder zu Produktionsstörungen in der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die steht zusätzlich wegen der Immobilienkrise unter Druck. Hinzu kommt ein schwächerer Welthandel, weil wichtige Kunden von Exportweltmeister wie die USA und Deutschland unter der hohen Inflation leiden, weshalb Verbraucher und Unternehmen ihre Ausgaben kürzen.

Peking hat inzwischen wegen des wachsenden Drucks aus der Bevölkerung, einige der strengen Corona-Beschränkungen gelockert. Die Exporte dürften in den kommenden Quartalen dennoch weiter schrumpfen, sagte Ökonom Julian Evans-Pritchard von Capital Economics. "Sie werden durch die Lockerung der Virusbeschränkungen einen begrenzten Aufschwung erfahren, da diese nicht länger ein großes Hindernis für die Fähigkeit der Hersteller darstellen, Aufträge zu erfüllen", sagte Evans-Pritchard. "Von weitaus größerer Tragweite wird aber der Rückgang der weltweiten Nachfrage nach chinesischen Gütern sein." Dieser sei der drohenden globalen Rezession geschuldet.

Chinas Außenhandel bricht ein
08:21 Uhr

Deutsche Produktion bleibt stabil

Trotz Materialknappheit, Energiekrise und hoher Inflation haben die deutschen Unternehmen ihre Produktion im Oktober nahezu stabil gehalten. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,1 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet, nachdem die Produktion im September noch um 1,1 Prozent gestiegen war.

"Die Industrieproduktion ist schwach ins vierte Quartal gestartet", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Entwicklung. "Der Ausblick auf die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten bleibt angesichts einer spürbar unterkühlten Stimmung in den Unternehmen und einer verhaltenen Nachfrage eingetrübt."

Die Energieversorger drosselten ihre Erzeugung um 7,6 Prozent. "Der bemerkenswerte Rückgang im Energiebereich kann vermutlich auf die Energiesparanstrengungen von Wirtschaft und privaten Haushalten zurückgeführt werden", betonte das Ministerium.

Ein überraschend kräftiges Auftragswachstum in der Industrie lässt auf eine nur milde Winterrezession in Deutschland hoffen. Die Bestellungen legten im Oktober nach zuvor zwei Rückgängen in Folge wieder zu, und zwar um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Experten schließen deshalb ein Anziehen der Industrieproduktion in den kommenden Monaten nicht aus.

Deutsche Produktion bleibt stabil
07:55 Uhr

Nike räumt bei WM ab - Adidas-Teams gehen unter

Im Prestigeduell der große Sportartikelhersteller bei der Fußball-WM liegt Nike vorn - sehr weit vorn.

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Kleiner Trost für Adidas nach dem Ausscheiden der Mitfavoriten Spanien: Der Ball der deutschen Marke bleibt auf jeden Fall bis zum Finale im Spiel. (Foto: picture alliance / DeFodi Images)

Sechs der acht Nationalmannschaften, die sich für das Viertelfinale qualifiziert haben, spielen in Trikots des US-Konzerns. Das steht nach dem 6:1-Kantersieg von Portugal gegen die Schweiz am Dienstagabend fest. Damit hat Nike fast die Hälfte der 13 Mannschaften, die er ausrüstet, unter die besten acht gebracht. Von den sieben Adidas-Teams hat nach dem überraschenden Aus Spaniens dagegen nur Argentinien das Achtelfinale überstanden.

Achtelfinal-Sensationssieger Marokko (3:0 im Elfmeterschießen gegen Spanien) spielt in Puma-Hemden und -Hosen. Der kleinere fränkische Adidas-Rivale staffierte in Katar sechs der 32 Teams aus, allerdings fast ausschließlich Außenseiter.

Nike räumt bei WM ab - Adidas-Teams gehen unter
07:53 Uhr

DAX mit schwachem Start erwartet

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt dürfte weiter gedämpft bleiben. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Gestern hatte er wegen wieder hochkochender Zinssorgen 0,7 Prozent niedriger bei 14.343,19 Punkten geschlossen.

Im Fokus stehen erneut Konjunkturdaten. In China gingen die Exporte und Importe im November stärker zurück als befürchtet, was die Wachstumssorgen der Anleger nährte. Positiv dürfte hingegen wirken, dass die Volksrepublik ihre strikten Corona-Beschränkungen lande.

In Deutschland geben die Daten zur Produktion der Wirtschaft im Oktober Aufschluss darüber, ob der jüngste Anstieg eine Eintagsfliege war oder sich verstetigt hat. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten erwarten ein Minus von 0,5 Prozent.

DAX mit schwachem Start erwartet
07:23 Uhr

Nun doch mit Lenkrad: Apple überarbeitet Auto-Pläne

Die Auto-Revolution aus dem Hause Apple fällt wohl etwas weniger spektakulär aus als geplant.

Apple hat seine Ambitionen für ein selbstfahrendes Elektroauto einem Bericht zufolge etwas zurückgefahren und das Zieldatum bis 2026 verschoben. Wie die Agentur Bloomberg berichtet, herrscht bei Apple seit einigen Monaten Unsicherheit über das "Project Titan". Der Konzern habe realisiert, dass der ambitionierte Plan technologisch derzeit nicht umsetzbar ist.

Das Projekt ist laut Bloomberg überarbeitet worden. Jetzt umfasst es ein Lenkrad und Pedale, und Fähigkeiten zum autonomen Fahren soll es nur auf Highways geben. Bisher habe Apple geplant, ein Auto mit "Level 5"-Autonomie zu bauen, was einem Autonomie-Niveau entspräche, das kein Autobauer bisher hinbekommen hat.

Über Apples Autopläne gibt es seit Jahren Spekulationen, der Umfang des Projekts hat sich offenbar mehrfach geändert. Anfang 2021 wurde berichtet, dass der Konzern mit dem südkoreanischen Autohersteller Hyundai Motor zusammenarbeitet, um ein Auto unter der Marke Apple zu bauen. Später berichtete Bloomberg, dass Apple den Entwicklungsprozess beschleunigt hat.

Nun doch mit Lenkrad: Apple überarbeitet Auto-Pläne
07:17 Uhr

Airbus verpasst eigenes Ziel für 2022 knapp

Airbus werden erneut unter Druck erwartet, nachdem sich die Sorgen um die Anzahl der geplanten Auslieferungen bestätigt haben. Sie waren bereits Ende November am Markt aufgekommen und hatten die Aktien aus ihrer Handelsspanne nach unten gedrückt. Am Vorabend hat Airbus nun mitgeteilt, die Auslieferungsziele für 2022 nicht länger aufrecht zu erhalten.

Allerdings erwartet Airbus nicht, dass die endgültige Zahl wesentlich unter dem Ziel von "rund 700" Auslieferungen liegen werde. Airbus bekräftigte daneben die Finanzprognosen, die bei Veröffentlichung der Neunmonatszahlen genannt wurden. Nachbörslich hatte der Kurs am Dienstag auf die Nachricht um 1,6 Prozent nachgegeben.

Airbus verpasst eigenes Ziel für 2022 knapp
07:08 Uhr

Chinas Covid-Lockerungen verpuffen an den Börsen

Die Begeisterung der Anleger in Asien über die Wiedereröffnung Chinas lässt nach. Die Händler wägen aufmerksam die Aussichten auf eine Lockerung der chinesischen Corona-Maßnahmen ab und was dies für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und die regionale Nachfrage bedeuten könnte.

Seit Dienstag können in Peking Parks, Supermärkte, Büros und Flughäfen ohne Nachweis eines negativen Corona-Tests betreten werden. "Dies allein wird sich schon auf die Verbrauchszahlen auswirken, wenn es sich auf das ganze Land ausweitet", sagte Geoff Yu von BNY Mellon. Aber es komme auch auf die Umsetzung der Öffnungen an. "Und es gibt nur sehr wenige Präzedenzfälle für das, was das Land erreichen will ... die Welt wird sich auf die Auswirkungen der Inflation einstellen müssen, die jede größere Wiedereröffnung begleitet haben."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent tiefer bei 27.735 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1952 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent.

Chinas Covid-Lockerungen verpuffen an den Börsen
06:30 Uhr

Das wird für den DAX heute wichtig

Am deutschen Aktienmarkt hat sich auch am Dienstag nicht sehr viel getan. Die Tendenz sei seitwärts gerichtet mit einem etwas leichteren Grundton, hieß es auf dem Frankfurter Parkett. Mehrere Händler sehen weiter keine Signale für einen Ausbruch aus den jüngsten Handelsspannen und sprechen von einer anhaltenden Konsolidierung nach der Erholungsrally im Herbst.

Gegen einen Ausbruch nach oben spricht, dass die Zinserwartungen in den USA zuletzt wieder gestiegen sind und auch aus Europa kamen zuletzt tendenziell eher ermutigende Konjunktursignale, die für höhere Zinsen sprechen. Mit den Sitzungen der US-Notenbank und der EZB in der kommenden Woche und dem großen Verfalltag an den Derivatemärkten werde das Handelsjahr dann de facto beendet, hieß es.

Drohen dem DAX heute Untiefen, oder könnte er im Gegenteil zu Höhenflügen ansetzen? Was die anstehenden Daten angeht, wohl kaum. Bei den Konjunkturdaten ist der Terminkalender nämlich sehr luftig. Am Vormittag gibt es den dritten Aufguss zum Wachstum in der Eurozone. Zuvor veröffentlicht die EZB Ergebnisse ihrer Konsumentenumfrage für Oktober. Aus den USA gibt es eine Stunde vor Handelsbeginn an der Wall Street die zweite Veröffentlichung der Produktivität ex Agrar.

Das wird für den DAX heute wichtig