Montag, 01. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Dax tanzt um die 13.600

Der Dax beendet den ersten Handelstag der neuen Börsenwoche mit einem deutlichen Aufschlag. Der schließt 1,4 Prozent fester bei einem Stand von 13.622 Punkten. Steigende Kurse in Asien hatten bereits am Morgen Rückenwind geliefert, das Plus wuchs im weiteren Verlauf bis auf das Tageshoch von 13.648 Zählern. Da war dann der Deckel drauf. Eine ebenfalls positiv eröffnende Wall Street sorgt am Ende für einen Handelsausgang oberhalb der charttechnisch wichtigen 13.600er Marke.

"Zunächst sah es noch nach einer sehr schwachen Eröffnung aus, doch die Attacke der Bären wurde erst einmal abgewehrt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Wie schon in der letzten Woche brennt weiter ein Kampf um die 13.600er Marke im Dax. Ausgang offen", erläutert er. "Allerdings hängt der Aktienmarkt hierzulande und in Europa wie so oft am Geschehen in den USA. Heute gab es von der Wall Street aber keinen Gegenwind."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten zeigen sich Covestro, Adidas und Deutsche Börse mit Aufschlägen von jeweils rund drei Prozent an der Spitze der Dax-Gewinner. Auf der Gegenseite weisen FMC und Fresenius die deutlichsten Verluste auf.

Adidas
Adidas 291,60
FMC
FMC 57,36

 

17:26 Uhr

Apple plant Dollar-Anleihen in sechs Tranchen

Der US-Technologieriese Apple besorgt sich Geld am Anleihemarkt. Der Konzern hat einen vorläufigen Prospekt für Dollar-Anleihen in sechs Tranchen eingereicht. Das Volumen wird darin nicht genannt. Das Angebot soll Anleihen mit Laufzeiten von fünf, sieben, zehn, 20, 30 und 40 Jahren umfassen.

Apple
Apple 120,99

17:08 Uhr

US-Batteriehersteller verschmilzt mit Tuscan

Der US-Hersteller von E-Auto-Batterien Microvast fusioniert mit der Mantelgesellschaft Tuscan Holdings für seinen Börsengang in den USA. Microvast sollen dabei brutto 822 Millionen Dollar zufließen. Zu den Geldgebern gehören die Investorengesellschaft Blackrock und der US-Nutzfahrzeughersteller Oshkosh. Microvast hat 1800 Beschäftigte und machte 2020 rund 100 Millionen Dollar Umsatz. Der Unternehmenswert des Börsenkandidaten beläuft sich auf drei Milliarden Dollar. Der US-Batteriespezialist aus Texas baut gerade seine Europazentrale im brandenburgischen Ludwigsfelde aus. Der Produktionsstart von Batteriemodulen ist für das erste Quartal geplant. Ziel ist, mit rund 250 Beschäftigten auf eine Kapazität von sechs Gigawattstunden zu kommen.

16:46 Uhr

US-Industrie wächst nicht mehr so schnell

Die US-Industrie hat zu Jahresbeginn etwas mehr Schwung eingebüßt als erwartet. Der Einkaufsmanager-Index im Januar ging auf 58,7 Punkte von 60,5 Zählern im Dezember zurück, wie aus der veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 60,0 Punkte gerechnet. Mit einem Wert von weit über 50 Zählern signalisiert das Barometer trotz des Rückgangs jedoch noch immer kräftiges Wachstum.

Laut Helaba-Volkswirt Patrick Boldt ist das Niveau noch sehr hoch und spricht für eine freundliche Perspektive in der Branche: "Die US-Notenbank wird gleichwohl an ihrer expansiven Ausrichtung vorerst festhalten, denn die Corona-Krise bremst die konjunkturelle Dynamik noch aus. Dies trifft besonders auf den Dienstleistungssektor zu."

Der US-Immobilienmarkt hatte unterdessen Ende vorigen Jahres weiter Rückenwind. Die Bauausgaben legten im Dezember um 1,0 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,9 Prozent gerechnet, nach einem Plus von revidiert 1,1 Prozent im November.

16:25 Uhr

Staat zahlt Tesla offenbar Milliardenförderung

Der US-Elektroautobauer Tesla wird nach einem Medienbericht mit einem einstelligen Milliardenbetrag vom deutschen Staat beim Aufbau einer Batteriefabrik unterstützt. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" mit Verweis auf Regierungskreise. Demnach übernimmt der Bund zwei Drittel der Summe, das Land Brandenburg ein Drittel. Deutschland bezuschusst die Fertigung von Batteriezellen mit insgesamt fünf Milliarden Euro. Zu den geförderten Projekten gehört auch die Fabrik von Tesla am Standort Grünheide nahe Berlin, wo das erste Tesla-Werk Europas in diesem Jahr an den Start gehen soll.

Tesla
Tesla 560,20

15:55 Uhr

Dow erobert 30.000er Marke zurück

Nach der Talfahrt zum Wochenausklang bzw. in der Vorwoche stehen die Börsenampeln an der Wall Street auf grün. Die Vorwoche lieferte die schwärzeste Handelswoche seit Oktober. Der Dow-Jones-Index zieht im frühen Handel 0,4 Prozent auf 30.112 Punkte an, S&P-500 und Nasdaq-Composite rücken etwa ein beziehungsweise rund 1,5 Prozent vor. "Wir hatten die Wall Street und er Vorwoche rund drei Prozent im Minus, das war die schwächste Börsenwoche seit Oktober", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte in New York. "Nun ist die Stimmung wieder freundlicher, der Dow erobert die 30.000-Punkte-Marke zurück - und die Berichtssaison rückt wieder in den Fokus, etwa mit Alphabet und Amazon am Dienstag."

Unter den Einzelwerten steigen die Öltitel Chevron und Exxon um 0,5 und. 0,8 Prozent. Am Wochenende ist bekannt geworden, dass die Chefs der beiden Ölkonzerne im vergangenen Jahr die Möglichkeit eines Zusammenschlusses ausgelotet haben. Auch die steigenden Ölpreise stützen die Kurse. Property Solutions Acquisition schnellen 9,7 Prozent empor, die Gesellschaft übernimmt den E-Mobilitätshersteller Faraday Future.

15:21 Uhr

Lafargeholcim kauft in Italien und Frankreich zu

Der Schweizer Zementkonzern Lafargeholcim baut seine Betonkapazitäten in Südeuropa mit zwei Zukäufen aus. Der Weltmarktführer erwirbt zu einem ungenannten Kaufpreis die Firmen Edile Commerciale und Cemex Rhone Alpes, zwei Anbieter von Transportbeton und Zuschlagstoffen. Mit den 35 zusätzlichen Werken verstärkt Lafargeholcim eigenen Angaben zufolge seine Stellung in den Metropolregionen Mailand und Lyon. Der Konzern stellte für das laufende Jahr weitere Übernahmen im Zuge des Ausbaus der Sparte Solutions & Products in Aussicht.

LafargeHolcim
LafargeHolcim 46,56

14:59 Uhr

Kryptowährung legt knapp 40 Prozent zu

Am Kryptowährungsmarkt sorgt ein Kurssprung von Ripple für Aufsehen. Die nach Bitcoin und Ethereum drittwichtigste Cyber-Devise steuert mit einem Plus von 39 Prozent auf 0,6889 Dollar auf einen der größten Tagesgewinne ihrer Geschichte zu. Ähnlich wie bei den Aktien des US-Videospielehändlers Gamestop oder beim Silber-Kurs deute alles auf einen "Short Squeeze" hin, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Unter Umständen ist Ripple Zielschreibe von spekulativen Adressen geworden, welche sich im Social Web zusammengefunden haben."

14:40 Uhr

Nintendo schraubt Switch-Prognose nach oben

Der japanische Elektronikkonzern Nintendo hat seine Prognose für die Verkäufe der Switch-Spielkonsole für das Gesamtjahr um gut zehn Prozent auf 26,5 Millionen Stück angehoben. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bis März 2021 verkaufte Nintendo mit 24,1 Millionen Geräte etwas mehr als bisher für das Gesamtjahr prognostiziert, wie das für das Spiel "Super Mario" bekannte Unternehmen mitteilt. Der operative Gewinn in den neun Monaten bis Ende Dezember 2020 betrug 521 Milliarden Yen - etwa 4,98 Milliarden Dollar - und verdoppelte sich damit gegenüber 263 Milliarden Yen im Vorjahr.

Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr wurde um 24 Prozent auf 560 Milliarden Yen angehoben - was bedeutet, dass Nintendo im vierten Quartal mit nur noch 39 Milliarden Yen weniger Betriebsgewinn erwartet. "Im Videospielgeschäft ist Nintendo der klar Corona-Gewinner", sagte Branchenexperte Serkan Toto. Die Aktien verteuern sich rund sechs Prozent.

Nintendo
Nintendo 522,60

14:18 Uhr

Stabilus-Kurs ist nach Zahlen im Aufwind

Ein Gewinnanstieg ermuntert Anleger zum Einstieg bei Stabilus. Die Aktien des Autozulieferers steigen etwa drei Prozent. Der Hersteller von Federn und Dämpfern profitierte von den anziehenden Geschäften der Autobauer zum Jahresende 2020. Im ersten Quartal (Oktober bis Dezember) sei der Umsatz, getrieben vom Asien-Geschäft - um knapp zwei Prozent auf 235,4 Millionen Euro gestiegen, teilt Stabilus mit. Währungsbereinigt hätte das Plus sogar bei sieben Prozent gelegen. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen wuchs um acht Prozent auf 32,3 Millionen Euro, der Nettogewinn fiel allerdings auf 14,3 (16,4) Millionen. Im Gesamtjahr 2020/21 soll der Umsatz wie geplant zwischen 850 und 900 Millionen Euro liegen, die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) bei 12 bis 13 (erstes Quartal: 13,7) Prozent.

Stabilus
Stabilus 63,20

13:46 Uhr

Nächste Aufwärtswelle im Dax läuft

Der Dax steigt nach der kurzen Verschnaufpause um 13.600 Punkte auf ein neues Tageshoch von 13.648 Zähler. "Angesichts der günstigen Einkaufsmanager-Indizes und der neuen Zusagen für Impfstofflieferungen ist die Stimmung gut", kommentiert ein Marktteilnehmer. Aus technischer Sicht verbessere sich die Lage bei einem Anstieg über das Zwischentief bei 13.672 Punkte weiter.

13:19 Uhr

Curevac-Kurs springt deutlich an

Bayer wird den mRNA-basierten Covid-19-Impfstoff des Tübinger Biopharmazieunternehmens Curevac herstellen. Somit wollen beide Unternehmen die zu Jahresbeginn vereinbarte Kooperation ausbauen und die Covid-19-Impfstoff-Fertigung in Deutschland ankurbeln. Zu diesem Zweck will Bayer das eigene Produktionsnetzwerk aktivieren, einschließlich des Produktionswerkes in Wuppertal, teilt der Dax-Konzern mit.

"Wir rechnen mit 160 Millionen Dosen in den ersten 12 Monaten und werden die Impfstoffproduktion im zweiten Jahr auf deutlich mehr als 160 Millionen Dosen erhöhen", sagt Bayer-Vorstand Stefan Oelrich, Leiter der Pharma-Sparte. Der erste Impfstoff aus dieser Kooperation ist laut Bayer-Mitteilung "möglicherweise bereits Ende dieses Jahres verfügbar". Curevac-Chef Franz-Werner Haas sagt, das Unternehmen könnte über ein bislang schon aufgebautes Produktionsnetzwerk bis Jahresende rund 300 Millionen Dosen herstellen. Die Zusammenarbeit mit Bayer werde zusätzliche Produktionskapazitäten schaffen.

CureVac
CureVac 77,52

Bislang bezog sich die Kooperation zwischen beiden Unternehmen nicht auf die Produktion des Impfstoffs. Bayer hat nach eigenen Angaben bisher noch keine Impfstoffe hergestellt. Seit Jahresbeginn habe Bayer geprüft, inwieweit der Leverkusener Konzern einen zusätzlichen Beitrag auch zur Fertigung des Impfstoffs leisten könne. Während Curevac-Aktien rund zehn Prozent zulegen und wieder über der 80-Euro-Marke notieren, legen Bayer in einem positiven Gesamtmarkt etwa 1,1 Prozent zu.

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12:54 Uhr

Wall Street setzt auf steigende Kurse

Nach der Talfahrt zum Wochenausklang bzw. in der Vorwoche stehen die Börsenampeln an der Wall Street auf grün. Die Vorwoche lieferte die schwärzeste Börsenwoche seit Oktober. Der Aktienterminmarkt deutet am Montag auf einen freundlichen Handelsbeginn am Kassamarkt hin. Damit könnte zumindest ein Teil der heftigen Freitags- und Wochenverluste wieder aufgeholt werden. Der Volatilitätsindex, das "Angstbarometer, sinkt um 5 Prozent - im Januar hatte der Zuwachs hier bei 45 Prozent gelegen. Im Handel spricht man von einer sinkenden Leerverkaufsquote unter Hedgefonds, daher könnte die Volatilität in der laufenden Woche weiter nachlassen.

Etwas Mut machen die positiven Schlagzeilen um die Impfstoffversorgung in Europa. Und aus China kommt das Signal, dass die dortige Erholung der Wirtschaft zwar etwas an Kraft verliert, denn der von Caixin ermittelte Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe ist leicht gesunken. Allerdings befindet er sich immer noch im Expansionsbereich, nachdem er im November sogar ein Dekadenhoch erreicht hatte. Im Tagesverlauf stehen die Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes in den USA an. Marktteilnehmer befürchten deutliche Abwärtsrevisionen. Zudem wird der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Januar veröffentlicht.

"Der breite Aktienmarkt wird seine Rallye in diesem Jahr wahrscheinlich fortsetzen. Wir glauben, dass die Märkte in naher Zukunft wirklich gut abschneiden werden, weil die Hoffnung umgeht, dass die Wirtschaft besser laufen wird und wir eine Menge politische Unterstützung sehen", sagt Chefmarktstratege Mark Dowding BlueBay Asset Management.

12:16 Uhr

Von 0 auf 7,6 Milliarden Euro: Auto1-Börsengang gefragt

Der Börsengang des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 trifft auf große Nachfrage. Die Aktien würden aller Voraussicht nach zu 38 Euro am oberen Rand der Preisspanne zugeteilt, teilt eine der begleitenden Banken mit. Investoren müssten damit rechnen, dass ihre Orders für Auto1-Aktien massiv gekürzt würden, weil die Nachfrage das Angebot bei weitem überschreite. Das Berliner Start-up und seine Aktionäre können damit mit einem Erlös von 1,83 Milliarden Euro rechnen. Zu dem voraussichtlichen Ausgabepreis würden Auto1 mit 7,6 Milliarden Euro bewertet. An der jüngsten Finanzierungsrunde vor genau einem halben Jahr hatten sich Investoren noch zu einer Bewertung von 2,9 Milliarden Euro beteiligt. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis Dienstag, die offizielle Preisspanne liegt bei 32 bis 38 Euro. Am Donnerstag soll Auto1 als erste Neuemission in diesem Jahr sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern.

Auto1 selbst fließt dabei unabhängig vom Zuteilungspreis eine Milliarde Euro zu; bei einer Festlegung auf 38 Euro gibt das Unternehmen 26,3 Millionen Aktien aus. Die Altaktionäre - darunter die Firmengründer Hakan Koc und Christian Bertermann - werfen bis zu 21,9 Millionen Aktien auf den Markt. Der größte Auto1-Aktionär, der japanische Technologieinvestor Softbank, verkauft keine Aktien, lässt seine Beteiligung aber von knapp 20 Prozent auf 16,9 Prozent verwässern. Vorstandschef Bertermann und Gründer Koc, bisher mit 15,7 Prozent beteiligt, halten nach dem Börsengang noch 12,6 und 12,4 Prozent. 26,4 Prozent an Auto1 sind künftig im Streubesitz, wenn wie erwartet auch die Platzierungsreserve verkauft wird.

11:51 Uhr

Dax zieht 180 Punkte nach oben

Dem positiven Handelsstart lässt der Dax weitere Gewinne folgen. Am Mittag notiert der deutsche Börsenleitindex 1,4 Prozent im oder rund 180 Punkte im Plus bei 13.617 Zählern. "Nach dem Wochenverlust von rund drei Prozent stabilisiert sich der Markt zum Wochenstart", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die Kurstreiber bleiben dabei unverändert: die Hoffnungen auf weitere Corona-Impfstoffe und die Aussicht auf eine gut verlaufende Berichtssaison. Nach dem Corona-Schock im Frühjahr 2020 haben viele Unternehmen ihre Prognosen zu weit heruntergeschraubt, sodass sie jetzt zum Teil deutlich übertroffen werden", erläutert sie.

11:06 Uhr

Deutsche Industrie verliert zu Jahresbeginn an Schwung

Inmitten der zweiten Corona-Welle hat die deutsche Industrie ihr hohes Wachstumstempo zu Jahresbeginn etwas verringert. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor fiel im Januar um 1,2 Punkte auf 57,1 Zähler, wie das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilt. In einer ersten Schätzung war lediglich von 57,0 die Rede. Das Barometer hält sich damit weiterhin deutlich über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert.

Steigende Exporte und der anhaltende Bauboom hatten der deutschen Wirtschaft Ende 2020 trotz neuer Corona-Beschränkungen ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent beschert. Daran hatte auch die Industrie ihren Anteil. "Und Deutschlands Industrie blieb auch im Januar auf Wachstumskurs und leistet einen beträchtlichen Beitrag zur Konjunktur während des derzeitigen Lockdowns", sagt Markit-Experte Phil Smith. Anlass zur Sorge gäben jedoch die sich häufenden Lieferverzögerungen. Demnach führt der steigende Bedarf vieler Hersteller in Verbindung mit Rohstoffknappheit und der geringen Verfügbarkeit von Schiffscontainern zu massiven Unterbrechungen in den Lieferketten. "Dennoch, die meisten Industrieunternehmen lassen sich davon nicht aus der Bahn werfen und sind optimistisch, dass die Nachfrage im Jahresverlauf weiter anziehen wird, wie das Rekordhoch bei den Geschäftsaussichten zeigt", so Smith.

10:47 Uhr

Heidelberger-Druck-Aktien droht höchster Tagesverlust seit Monaten

Wegen des geplatzten Verkaufs eines Geschäftsbereichs droht den Aktien von Heidelberger Druck der größte Tagesverlust seit Monaten. Sie fallen um rund 8,5 Prozent auf 1,20 Euro. Dem Druckmaschinen-Hersteller zufolge hat die Schweizer Benpac Holding den Kaufpreis von 120 Millionen Euro für die Gallus-Gruppe nicht bezahlt.

Heidelberger Druck
Heidelberger Druck 1,24

09:58 Uhr

Gewinnsprung bei Siemens Healthineers: Aktie reagiert

Rund 1,5 Prozent geht es für die Aktien von Siemens Healthineers aufwärts. Der Nettogewinn der Medizintechnik-Sparte von Siemens ist im ersten Quartal um 44 Prozent gestiegen. Siemens Healthineers bezifferte ihn mit 437 Millionen Euro nach 304 Millionen Euro im Vorjahr. Der freie Mittelzufluss (Free Cash-flow) hat sich auf 668 von 244 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die übrigen Kennzahlen hatte Siemens Healthineers bereits bekannt gegeben und die Prognose für 2020/21 erhöht.

Siemens Healthineers
Siemens Healthineers 45,89
Siemens
Siemens 130,18

09:29 Uhr

Käufe in Gamestop-Manier beflügeln Silber

Nach dem Höhenflug der Gamestop-Aktie verlegen Kleinanleger ihre konzertierten Käufe auf Silber. Der Preis für das Edelmetall steigt bis zu 7,4 Prozent auf ein Sechsmonatshoch von 28,99 Dollar je Feinunze. Damit summiert sich das Plus der vergangenen drei Tage auf rund 14 Prozent. Gold gewinnt im gleichen Zeitraum gerade einmal ein Prozent. Auslöser der aktuellen Rally waren, ähnlich wie beim US-Videospielehändler Gamestop, Beiträge in einem Anlegerforum der Online-Plattform Reddit. Dort riefen Nutzer dazu auf, Aktien von Silberminen-Betreibern und börsennotierte Silber-Fonds zu kaufen. Deren Edelmetall-Bestände stiegen am Freitag um vier Prozent auf ein Rekordhoch von 28.382 Tonnen. Das ist der größte Anstieg seit fast zehn Jahren.

Vor allem asiatische Anleger griffen bei Silber zu, sagte Brian Lan, Geschäftsführer des Edelmetallhändlers Goldsilver Central. Bei Gamestop hatten Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf den Kursverfall bestimmter Papiere gezwungen und sie teilweise an den Rand des Ruins getrieben.

Silber
Silber 22,46
Gold in USD
Gold in USD 1.770,26

09:05 Uhr

Dax startet Gegenreaktion

Der Start in die neue Handelswoche gestaltet sich für den Dax positiv. Der deutsche Börsenleitindex gewinnt 1,0 Prozent auf 13.565 Punkte. Die vergangene Börsenwoche hatte der Dax mit einem deutlichen Minus abgeschlossen, die Handelsspannen waren recht hoch gewesen, die Abschläge zum Teil ebenso. Über den gesamten Januar betrachtet, blieb ebenfalls ein Minus hängen. In Asien waren die Börsen am Montag aber mit Gewinnen aus dem Handel gegangen.

"Impfstoffhoffnungen auf der einen, die Berichtssaison auf der anderen Seite: Das sind die zunächst bestimmenden Themen am deutschen Aktienmarkt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Allerdings: Die Signale, die aus der realen Wirtschaft kommen, die sind schlechter, als die Börse das vermuten lässt", erläutert sie und verweist auf die stärker als erwartet eingebrochenen Einzelhandelsdaten aus dem Dezember.

08:52 Uhr

Lockdown beschert Einzelhandel Ende 2020 Rekordminus beim Umsatz

Der Lockdown im Weihnachtsgeschäft hat den deutschen Einzelhändlern Ende 2020 das größte Umsatzminus seit mehr als einem Vierteljahrhundert eingebrockt. Der Umsatz sank im Dezember 9,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Dies war der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1994. Preisbereinigt (real) lag das Minus bei 9,6 Prozent und damit deutlich schlechter als von Ökonomen mit 2,6 Prozent erwartet. "Dieser Rückgang lässt sich mit dem erneuten Corona-Lockdown erklären, der eine Teilschließung des Einzelhandels ab dem 16. Dezember 2020 und somit einen teilweisen Wegfall des Weihnachtsgeschäfts bedeutete", erklären die Statistiker.

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08:40 Uhr

Britisches Pfund steigt nach Impffortschritten

Der Kurs des Euro zeigt sich zunächst kaum verändert. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,2130 US-Dollar und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,2136 Dollar festgesetzt.

Zu den Gewinnern am Devisenmarkt zählt das britische Pfund, das am Morgen zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen konnte. Marktbeobachter verweisen auf Fortschritte Großbritanniens bei den Corona-Schutzimpfungen.

Während das Corona-Impfprogramm in der Europäischen Union nur schleppend vorankommt, verzeichnet das Vereinigte Königreich Rekordzahlen. Allein am Samstag wurden nach Angaben der Regierung in London knapp 600 000 Impfdosen verabreicht. Die Zahl der Erstimpfungen stieg damit auf knapp neun Millionen.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,15

 

08:29 Uhr

Nach Gamestop: Firmenbilanzen treiben Nikkei und Co.

Ermutigende Firmenbilanzen locken Anleger in die asiatischen Aktienmärkte zurück. Der japanische Nikkei-Index stieg um 1,5 Prozent auf 28.091 Punkte und die Börse Shanghai um 0,7 Prozent auf 3506 Zähler. "Investoren kaufen die Aktien, die letzte Woche unverhältnismäßig stark verloren haben", sagte Norihiro Fujito, Chef-Anlagestratege bei der Investmentbank Mitsubishi UFJ Morgan Stanley.

In der vergangenen Woche hatten die Kurs-Kapriolen des US-Videospielehändlers Gamestop Anleger weltweit nervös gemacht. Kleinanleger hatten mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf den Kursverfall bestimmter Papiere gezwungen und sie teilweise an den Rand des Ruins getrieben. Vor diesem Hintergrund formierten sich südkoreanische Privatanleger im Internet, um gegen eine Aufhebung des dortigen Verbots sogenannter Leerverkäufe, mit denen auf einen Preisverfall von Aktien gewettet wird, zu protestieren.

Unterdessen verbuchten in Tokio die Aktien des Netzwerk-Ausrüsters NEC und des Toiletten-Anbieters Toto Kursgewinne von jeweils mehr als zwölf Prozent. Ersterer steigerte den operativen Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2020/2021 um 5,7 Prozent auf umgerechnet 649 Millionen Euro. Letzterer hob seine Geschäftsziele an.

Nikkei
Nikkei 29.467,66
NEC Electronics
NEC Electronics 9,95

 

08:02 Uhr

Ölpreise ziehen an

Die Ölpreise sind am Montag gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 55,47 US-Dollar. Das waren 43 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 30 Cent auf 52,50 Dollar. Seit Mitte Januar hielten sich die Ölpreise vergleichsweise stabil, nachdem sie in der ersten Januarhälfte stark gestiegen waren. Zunächst hatte die Hoffnung auf wirksame Corona-Impfstoffe für Kauflaune gesorgt, zuletzt rückte aber die Pandemie wieder stärker in den Vordergrund und verstärkte die Sorge vor einem Rückgang der Nachfrage nach Rohöl durch Beschränkungen der Mobilität in führenden Industriestaaten.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,07

07:23 Uhr

Dax soll vor Impfgipfel höher starten

Dax
Dax 13.879,33

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Freitag hatte er 1,7 Prozent auf 13.432,87 Punkte verloren. Die Kursverwerfungen rund um den US-Videospielehändler Gamestop dürften die Anleger weiter in Atem halten. Börsianer warnen vor Risiken für das gesamte Finanzsystem. Kleinanleger hatten mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf den Kursverfall bestimmter Papiere gezwungen und sie teilweise an den Rand des Ruins getrieben.

Am Freitag war der Höhenflug von Gamestop weitergegangen, nachdem einige Brokerhäuser die Handelsbeschränkungen für solche Papiere wieder aufgehoben hatten. Zu Wochenbeginn stehen neben der hierzulande langsam anrollenden Bilanzsaison die deutschen Einzelhandelsumsätze im Mittelpunkt. Investoren werden diese auf den Einfluss der aktuellen Lockdowns abklopfen. Gleiches gilt für die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager. Außerdem beraten Bund und Länder darüber, wie die Versorgung im Coronavirus-Impfstoffen verbessert werden kann.

07:11 Uhr

Chinas Industriewachstum verliert an Fahrt

Vor dem Hintergrund saisonaler Effekte und neuer lokaler Corona-Ausbrüche kühlt sich die Stimmung in Chinas Industrie im Januar ab. Ein vom chinesischen Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichter Einkaufsmanagerindex lag im abgelaufenen Monat bei 51,5 Punkten, was einem Minus von 1,5 Punkten entspricht. Während Werte über 50 Punkte auf eine Expansion der wirtschaftlichen Aktivitäten hindeuten, zeigen Werte darunter eine Eintrübung der Lage an. Bereits am Wochenende hatte der offizielle Einkaufsmanagerindex des chinesischen Statistikamtes eine leicht weniger optimistische Stimmung offenbart.

Der PMI-Index ging von 51,9 auf 51,3 Punkte zurück. Der leichte Rückgang sei mit der geringeren Geschäftstätigkeit um das chinesische Neujahrsfest zu erklären, das in diesem Jahr auf den 12. Februar fällt, erklärte Chinas Chefstatistiker Zhao Qinghe. Auch einige zuletzt wieder aufgetretene Covid-19-Fälle in China hätten vorübergehend die Produktion und den Betrieb einiger Unternehmen beeinträchtigt.

06:39 Uhr

Asiatische Börsen erholen sich nach Einbruch

Nikkei
Nikkei 29.467,66

Asiatische Aktien haben heute die Verluste vom Freitag wieder wettgemacht. "Ein Großteil der Marktbewertungen, insbesondere des Risikos, basiert auf der Tatsache, dass wir am Ende des Covid-19-Tunnels ein Licht sehen können", sagte John Briggs, globaler Strategieleiter bei NatWest Markets. Analysten warnten allerdings, dass der Höhenflug der asiatischen Börsen vor dem Hintergrund von Anzeichen von Verlust an wirtschaftlicher Dynamik in den USA und in Europa nur von kurzer Dauer sein könnte. Gestützt wurde ihre Ansicht von Umfragen aus China aus denen hervorgeht, dass sich die Fabrikaktivität im Januar infolge der Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie in einigen Regionen verlangsamte.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,4 Prozent höher bei 28.048 Punkten, nachdem er vor dem Wochenende fast 2 Prozent eingebüßt hatte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,2 Prozent und lag bei 1831 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 104,69 Yen und legte 0,5 Prozent auf 6,4597 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8918 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2129 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0816 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3732 Dollar.