Montag, 02. August 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Thomas Badtke
17:45 Uhr

Schwergewicht kostet Dax satten Auftaktgewinn

Furios gestartet, aber die Luft geht dem Dax im Montagshandel danach schnell aus. Vom Tageshoch bei 15.703 Punkten entfernt sich der deutsche Börsenleitindex im weiteren Verlauf zusehends. Aber: Ein Plus kann er halten, verabschiedet sich 0,2 Prozent fester mit 15.569 Zählern in den Feierabend. Auch eine positive Entwicklung an der Wall Street kann den Dax nicht weiter pushen. Ein Wert bremst den Leitindex aus.

"Der Dax trottete den anderen europäischen Börsen-Indizes hinterher", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Ohne die Allianz-Papiere hätte er einen weitaus besseren Wochenstart aufs Parkett gelegt: Der Verlust der Allianz von bis zu zehn Prozent lastete mit fast 100 Punkten auf dem deutschen Leitindex", erläutert er. "Neben den vielen weiteren Quartalszahlen sind die Augen wohl schon vor allem auf den US-Arbeitsmarkt am Freitag gerichtet."

Dax
Dax 15.348,53

Allianz büßen am Ende mehr als sieben Prozent ein. Sie sind mit Abstand größter Verlierer im Dax. FMC und Fresenius folgen mit Abgaben von etwa 2,5 Prozent und mehr als 1 Prozent. Die beiden Werte hatten bereits am Freitag Einbußen hinnehmen müssen. Auf der Gewinnerseite stehen dagegen Infineon- und Adidas-Papiere an der Spitze: Sie legen jeweils knapp um vier Prozent zu.

Infineon
Infineon 36,49
Allianz
Allianz 187,80

 

17:28 Uhr

Verkaufsdruck bei FMC dauert an

FMC stehen auch zu Wochenbeginn weiter unter Abgabedruck und verlieren zeitweise knapp vier Prozent. Das Unternehmen hat am Freitag enttäuschend aufgenommene Quartalszahlen vorgelegt. Fresenius Medical Care (FMC) leidet unter der Covid-Krise besonders heftig. Dialysepatienten sind aufgrund ihres Alters und ihrer gesundheitlichen Verfassung besonders durch eine Covid-Erkrankung gefährdet und sterben häufiger. Seit Pandemiebeginn hat FMC laut der LBBW rund 15.000 Patienten, davon 11.200 in den vergangenen zwölf Monaten, wegen Covid-19 verloren. Hoffnung bietet der Impffortschritt. Im Gefolge von FMC geben Fresenius 1,9 Prozent nach.

FMC
FMC 61,40

17:16 Uhr

Corona-Impfung via Pille: Forschungsfortschritt beflügelt Pharmaaktie

Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs in Tablettenform geben Vaxart Auftrieb. Die Aktien der Pharmafirma steigen im US-Geschäft um gut zehn Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde hat grünes Licht gegeben, um das Mittel an Menschen zu testen.

16:54 Uhr

Kursrutsch: Anleger strafen Flatexdegiro ab

Für die Aktie von Flatexdegiro geht es deutlich abwärts: Die Aktie verliert mehr als 14 Prozent. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser verweisen darauf, dass die Zahl der Transaktionen im zweiten Quartal um 40 Prozent gegenüber dem Vorquartal eingebrochen sei, und damit deutlich stärker, als von ihnen erwartet. Auch bei den Wettbewerbern sei das Minus nicht so stark ausgefallen, hier hätte Avanza 21 Prozent eingebüßt, Nordnet 28 Prozent. Den 5-Jahresausblick des Unternehmens stufen sie als "ehrgeizig" ein.

16:41 Uhr

US-Industrie verliert unerwartet an Dynamik

Die US-Industrie hat im Juli ihr hohes Wachstumstempo überraschend gedrosselt. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,1 auf 59,5 Punkte, wie aus der Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Experten hatten dagegen einen Anstieg auf 60,9 Zähler erwartet. Allerdings hielt sich das Barometer den 14. Monat über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. "Die Unternehmen und ihre Zulieferer haben weiterhin Schwierigkeiten, die steigende Nachfrage zu befriedigen", sagt ISM-Experte Timothy Fiore. Anhaltende Engpässe bei wichtigen Grundstoffen, steigende Rohstoffpreise und Schwierigkeiten beim Transport von Produkten würden die Industrie derzeit bremsen.

16:27 Uhr

Kein weiteres Abwärtspotenzial beim Dollar?

Der Dollar neigt aktuell zur Schwäche, der Dollarindex sinkt um 0,2 Prozent. Im Handel verweist man unter anderem auf taubenhafte Äußerungen aus dem Kreise der US-Notenbank. Laut Devisenanalysten der ING ist ein weiteres Absinken des Greenbacks aber kurzfristig unwahrscheinlich. Sie rechnen mit überzeugenden US-Daten einerseits und Sorgen über die globale Konjunkturerholung wegen der Ausbreitung der Delta-Variante - vor allem in China - andererseits. Diese Sorgen sollten den Dollar als vermeintlich sicherer Hafen stützen. Die Erwartung positiver US-Daten dürfte wiederum die Spekulation schüren, dass die US-Notenbank vielleicht zügiger die Geldpolitik straffen werde.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,17
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,85

 

16:15 Uhr

Konjunkturhilfen erwartet: Wall Street im Plus

In der Hoffnung auf Zusatzschub für die US-Wirtschaft kehren Anleger an die Wall Street zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 steigen zunächst bis zu 0,6 Prozent. Die Aussicht auf eine baldige Verabschiedung des Konjunkturpakets von US-Präsident Joe Biden durch den Senat hebe die Stimmung, sagt Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades.

ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte spricht in New York von einem "zurückhaltenden Handelsstart". "Wir befinden uns weiter auf Rekordniveau", erläutert er: "Der Juli war bereits der sechste Börsenmonat in Folge mit Gewinnen. August und September gehören, statistisch betrachtet, eher zu den schwächeren."

Bei den Unternehmen rückt Square ins Rampenlicht. Der Finanzdienstleister des Twitter-Mitgründers Jack Dorsey schluckt für 29 Milliarden Dollar den australischen Rivalen Afterpay. Die Übernahme sei ein Test für das Geschäftsmodell von Afterpay und der Rivalen Klarna und Paypal, schrieben die Analysten von der Investmentbank Truist Securities. Die Firmen bieten Kunden gegen eine Gebühr die zinslose Ratenzahlung von Käufen an. Afterpay-Titel stiegen in Sydney knapp 19 Prozent, die Papiere von Square an der Wall Street verteuern sich um sieben Prozent.

16:05 Uhr

Chinesische Tesla-Rivalen stehen unter Strom

Steigende Absätze ermuntern Anleger zum Einstieg bei chinesischen Elektroauto-Bauern. Die in den USA notierten Aktien von XPeng und Li Auto steigen zwischen fünf und sechs Prozent. Die beiden Unternehmen hatten im Juli bei den Auslieferungen jeweils die Marke von 8000 Fahrzeugen geknackt. Dabei haben sie den Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht.

15:48 Uhr

Ferrari-Kurs unter Druck

Mit seinen Geschäftszahlen kann Ferrari bei Anlegern nicht die Pole-Position erobern. Die Aktien des Sportwagenbauers fallen in Mailand etwa 3,5 Prozent. Das Unternehmen hatte trotz eines verdreifachten Quartalsgewinns seine Gesamtjahresziele nicht angehoben.

Ferrari
Ferrari 183,25

15:06 Uhr

Axa-Gewinn überzeugt Anleger

Für die Aktie des französischen Versicherungskonzerns Axa geht es mehr als vier Prozent nach oben. Positiv stellen die Analysten der UBS die Entwicklung beim Gewinn heraus. So stieg das bereinigte Ergebnis von 1,89 Milliarden auf 3,64 Milliarden Euro und lag damit deutlich über der Markterwartung von 3,3 Milliarden. Das Ergebnis bei Axa XL, dem Geschäftsbereich für Schaden- und Unfallversicherungen sowie Spezialrisiken, übertraf den Konsens um 12 Prozent. Die nach dem Regelwerk Solvency 2 ermittelte Solvabilitätsquote erreichte per Ende Juni 212 Prozent, und lag damit im Rahmen der Erwartung der UBS-Analysten.

Axa
Axa 22,77

14:51 Uhr

Software-Update naht: Ethereum ist gefragt

In der Hoffnung auf frischen Wind für Ethereum decken sich Anleger mit der Cyber-Devise ein. Sie verteuert sich um fast zwölf Prozent auf 2700 Dollar. Die Kryptowährung stehe vor einem Software-Update, dass die Transaktionsgeschwindigkeit erhöhen und das Angebot an neuen digitalen Münzen verknappen solle, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Kurzfristig liegt das Momentum klipp und klar in Bullenhand."

14:36 Uhr

Industrie erwischt guten Start in die zweite Jahreshälfte

Die deutsche Industrie hat ihr Wachstum zu Beginn der zweiten Jahreshälfte trotz anhaltender Lieferengpässe beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex legte im Juli um 0,8 auf 65,9 Punkte zu, wie das Institut IHS Markit mitteilt. Das ist der drittbeste Wert seit Beginn der Umfrage 1996. Das Barometer signalisiert ab 50 ein Wachstum. "Stärkere Zuwächse beim Auftragseingang und bei der Beschäftigung beflügelten die Industrie", sagt Markit-Ökonom Trevor Balchin.

Die Auftragsbestände wuchsen diesmal in Rekordtempo. Anhaltende Sorgen wegen der wackligen Versorgung mit wichtigen Materialien wie Chips drückten zugleich den Geschäftsausblick auf den niedrigsten Wert seit Ende 2020. "Die Vorlaufzeiten der Zulieferer verlängerten sich auch im Juli wieder erheblich", so Balchin. "Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Lieferengpässe hinter uns liegt, denn die Verzögerungen fielen so niedrig aus wie seit fünf Monaten nicht mehr."

14:22 Uhr

Materialmangel bremst deutsche Maschinenbauer

Den deutschen Maschinenbauern macht der Materialmangel immer mehr zu schaffen. Insbesondere die Versorgung mit Elektronikkomponenten und Stahl verschärfe sich, teilt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. "Der Materialmangel trifft zwar die Teilbranchen unterschiedlich hart. Betroffen sind jedoch alle", sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Nach aktuellen Zahlen des ifo Instituts habe sich bereits für 70 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau die Produktion dadurch deutlich erschwert. "Das ist mit Abstand der höchste Wert seit Veröffentlichung dieses gesamtdeutschen Indikators."

14:00 Uhr

Flugzeug-Zulieferer mit Rekord-Kurssprung

Eine umgerechnet 7,4 Milliarden Euro schwere Übernahme-Offerte des US-Rivalen Parker-Hannifin beschert Meggitt den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien des Flugzeugindustrie-Zulieferers steigen in London um fast 62 Prozent auf ein Rekordhoch von 758 Pence. Parker-Hannifin bietet 800 Pence je Aktie.

13:43 Uhr

Händler rechnen mit freundlichem Wall-Street-Auftakt

Händler an der Wall Street stellen sich auf einen freundlichen Beginn am Kassamarkt ein. Genannt werden gleich vier Kaufargument zum Start in den August: Der US-Senat hat kurz vor seiner Sommerpause die Arbeit am Gesetzestext zum historischen Infrastrukturpaket von Präsident Joe Biden abgeschlossen. Am Markt steigt die Hoffnung, dass der Senat das Gesetz in wenigen Tagen verabschieden werde. Zudem hat Fed-Vertreterin Lael Brainard geldpolitische Straffungen unmittelbar ausgeschlossen und diese erst mittelfristig in Aussicht gestellt. Und auch Übernahmen heben die Stimmung. Der Finanzdienstleister Square kauft den australischen Bezahldienstleister Afterpay für rund 29 Milliarden US-Dollar. Und zu guter Letzt scheint China auf die zuletzt schwächelnden Wirtschaftsdaten zu reagieren. Das Politbüro der KP signalisiert mehr Unterstützung für die Wirtschaft - der chinesische Aktienmarkt reagiert positiv.

13:32 Uhr

Was verbindet Robinhood mit Robin Hood?

Die Handelsplattform Robinhood hat ein viel beachtetes, aber enttäuschendes Börsendebüt hingelegt. Wie kann die hippe Trading-App überhaupt Geld verdienen, wenn sie den Nutzern Börsenhandel zum Nulltarif anbietet? Und wo ähnelt sie dem legendären Robin Hood, der oft in Konflikt mit Recht und Gesetz geriet? Darüber sprechen Bianca Thomas und Raimund Brichta in dieser neuen Folge von "Brichta & Bell - Wirtschaft einfach und schnell".

13:15 Uhr

Geplanter milliardenschwerer Zukauft setzt Fintech-Kurs zu

Die geplante milliardenschwere Übernahme des australischen Rivalen Afterpay setzt Square zu. Die Aktien des Zahlungsabwicklers fallen im vorbörslichen US-Geschäft um 4,2 Prozent.

Square
Square 214,80

 

12:52 Uhr

Afterpay-Übernahme beflügelt Partner

Die geplante 29 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Afterpay pust den britischen Partner Thinksmart. Die Aktien des britischen Finanzdienstleisters, der gemeinsam mit Afterpay den Zahlungsabwickler Clearpay UK betreibt, steigen um mehr als 43 Prozent. Der Kauf von Afterpay durch den US-Rivalen Square wird Thinksmart zufolge einen erheblichen und sehr positiven Einfluss auf das gemeinsame Geschäft haben. Der Deal eröffne ThinkSmart die Möglichkeit, Afterpay bei Clearpay UK herauszukaufen.

11:56 Uhr

Allianz-Titel ziehen dem Dax den Stecker

Der Dax gibt zum Mittag einen Großteil seiner morgendlichen Gewinne ab: Der Index liegt noch 0,3 Prozent im Plus bei 15.590 Punkten. Das Tageshoch steht bislang bei 15.703 Zählern. "Vor allem Allianz bremsen den Dax aus, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Aber das ist nur eine Momentaufnahme: In dieser Woche steht die Berichtssaison im Anlegerfokus, rund ein Drittel aller Dax-Konzerne öffnet die Bücher", erläutert sie. "Es wird eine spannende Börsenwoche." Allianz sind der größte Verlierer im Dax - mit einem Abschlag von mehr als sechs Prozent.

Dax
Dax 15.348,53

11:28 Uhr

Allianz-Papiere sacken ans Dax-Ende

Gegen den allgemeinen Markttrend rutschen die Aktien der Allianz rund 6,5 Prozent ab. Der Versicherer befürchtet Zusatz-Belastungen in einem milliardenschweren Streit mit US-Fonds, in den sich nun auch das US-Finanzministerium eingeschaltet hat. Dies werde den Kurs sicher für längere Zeit belasten, so Analysten von JPMorgan. Allerdings könne der Konzern dank seiner breiten Geschäftsbasis eventuelle Belastungen aus diesem Streit abfedern.

Allianz
Allianz 187,80

11:11 Uhr

Analysten pushen Daimler an Dax-Spitze

Ein positiver Analystenkommentar hievt Daimler an die Dax-Spitze. Die Aktien des Autobauers gewinnen 2,5 Prozent auf 77,11 Euro. Die Experten von Goldman Sachs haben die Papiere in ihre Empfehlungsliste aufgenommen und das Kursziel auf 110 von 107 Euro angehoben.

Daimler
Daimler 68,89

10:21 Uhr

Munich Re ist offen für Pflichtversicherung gegen Hochwasser

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re zeigt sich offen für die Einführung einer Versicherungspflicht für Hausbesitzer gegen die Folgen von Hochwasser und Starkregen. Der Anstoß müsse aber von der Politik kommen, sagt Vorstandschef Joachim Wenning der "Süddeutschen Zeitung": "Wenn der Staat meint, jetzt ist es Zeit, stehen wir bereit." Machbar wäre eine Elementarschaden-Pflichtversicherung für die private Versicherungswirtschaft, sagt Wenning. Ein Allheilmittel sei sie aber nicht. "Entscheidend dabei ist, dass die Prämien das jeweilige Risiko widerspiegeln, das heißt: individuelle statt identischer Prämien."

Munich Re
Munich Re 232,95

 

10:06 Uhr

Zwei Drittel der Industriebetriebe beklagen Engpässe

Fast zwei Drittel der deutschen Industriebetriebe klagt über Engpässe und Problemen bei Vorlieferungen. Von April bis Juli stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 45 auf 63,8 Prozent, wie aus der vierteljährlichen Umfrage des Ifo-Instituts hervorgeht. "Bereits im Vorquartal meldeten die Unternehmen einen Rekordwert, dieser wurde nochmals deutlich übertroffen", sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Das könnte zu einer Gefahr für den Aufschwung werden." Vor der Corona-Pandemie lag der Spitzenwert bei 20,2 Prozent im dritten Quartal 2018. "Problematisch sind auch die teilweise stark gestiegenen Einkaufspreise", so Wohlrabe. "Derzeit bedienen die Hersteller die Nachfrage noch aus ihren Lagern an Fertigwaren. Aber die leeren sich nun auch zusehends, wie sie uns mitgeteilt haben."

09:53 Uhr

Spekulationen treiben Kupferpreis

Spekulationen auf Angebotsausfälle verteuern Kupfer. Der Preis für das Industriemetall steigt zu Wochenbeginn um 0,6 Prozent auf 9785 Dollar je Tonne. Im Tarifstreit bei der weltgrößten Mine Escondida hat die chilenische Bergarbeiter-Gewerkschaft das jüngste Angebot des Betreibers BHP zurückgewiesen und sich für einen Streik ausgesprochen.

09:12 Uhr

Dax startet furios

Den schwachen Schluss der Vorwoche versucht der Dax direkt zum Start in den Montagshandel vergessen zu machen. Der deutsche Börsenleitindex notiert kurz nach Handelsbeginn 0,9 Prozent im Plus bei 15.698 Punkten. Am Freitag hatte er bei 15.544 Zählern geschlossen und damit eine Woche mit drei Verlusttagen auch im Minus beendet.

"Im Blick dürften die Anleger den erneuten, dritten Anlauf, von Vonovia haben, den kleineren Konkurrenten Deutsche Wohnen übernehmen zu wollen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Das Interesse beider Immobilienkonzerne daran ist da, der Kaufpreis um 1 auf 53 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie erhöht."

08:54 Uhr

Einzelhandel steigert Umsatz unerwartet kräftig

Die deutschen Einzelhändler haben das erste Halbjahr wegen gelockerter Corona-Schutzauflagen mit einem unerwartet großen Umsatzplus beendet. Im Juni stiegen ihre Einnahmen um 4,6 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt (real) gab es ein Plus von 4,2 Prozent.

"Diese Entwicklung dürfte mit der bundesweit weiter sinkenden Corona-Inzidenz und den damit verbundenen Lockerungen der Bundes-Notbremse zusammenhängen", so die Statistiker. Im April hatte die Bundes-Notbremse noch für kräftige reale Einbußen von 6,8 Prozent gesorgt, ehe sich erste Öffnungen im Mai mit einem Plus von 4,6 Prozent positiv auf die Geschäfte auswirkten.

Im gesamten ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um 3,2 Prozent. Ohne weitere Lockdowns und bei niedrigen Infektionszahlen erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) im Gesamtjahr 2021 ein Wachstum von 1,5 Prozent auf dann 586 Milliarden Euro. Allerdings bietet der Einzelhandel mit seinen rund drei Millionen Beschäftigten ein gemischtes Bild - denn rasant wächst nur der Online-Handel von Amazon bis Zalando. Dieser legte von Januar bis Juni um 26,6 Prozent zu. Angesichts der vielen Lockdown-Monate befinden sich dem HDE zufolge immer noch viele Handelsunternehmen in akuter Existenznot.

08:43 Uhr

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise sind gefallen. Enttäuschende Konjunkturdaten aus China hätten die Nachfrage belastet, heißt es von Marktbeobachtern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 74,69 US-Dollar. Das sind 72 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fällt um 62 Cent auf 73,33 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 75,07

In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hat sich die Stimmung von Einkaufsmanagern in der Industrie unerwartet stark eingetrübt. Ein vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichter Indexwert fiel um 1,0 Punkte auf 50,3 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2020. China zählt zu den wichtigsten Ölimporteuren. Eine trübere Stimmung in der Wirtschaft könnte ein Hinweis auf weniger Wachstum und damit auf eine schwächere Nachfrage in China sein.

Darüber hinaus spielte auch die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus weiter eine Rolle. In Teilen Asiens steigen die Infektionszahlen und damit die Sorge vor Einschränkungen der Mobilität.

08:19 Uhr

Hochwasser dürfte für Versicherer Axa teuer werden

Der französische Versicherer Axa hat seinen Gewinn ein Jahr nach den Schäden durch die Corona-Krise überraschend kräftig gesteigert. Mit knapp vier Milliarden Euro lag der Überschuss im ersten Halbjahr 180 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie der Allianz-Konkurrent mitteilte.

Neue Belastungen stehen jedoch bevor: Für die Folgen der Hochwasserkatastrophe in Deutschland, Belgien und anderen Ländern muss der Konzern nach Schätzung des Managements vor Steuern mit rund 400 Millionen Euro geradestehen. Einen Teil des Geldes könnte Axa von Rückversicherern erstattet bekommen.

Im ersten Halbjahr 2020 hatten Versicherungsschäden infolge der Pandemie den Versicherer im Schaden- und Unfallgeschäft netto mit 1,5 Milliarden Euro belastet. Dass es nun besser lief, verdankte Axa auch gestiegenen Einnahmen.

08:11 Uhr

Zulieferer Stabilus wird nach Gewinnsprung optimistischer

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus profitiert von der anhaltenden Erholung der Wirtschaft und hat Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Das Unternehmen zeigte sich daher für das laufende Geschäftsjahr (per Ende September) etwas zuversichtlicher und hob das untere Ende seiner Prognose an. So soll der Umsatz nun bei 930 Millionen bis 950 Millionen liegen.

Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um knapp 56 Prozent auf rund 229 Millionen Euro. Das Autozuliefergeschäft erholte sich dabei überdurchschnittlich. Aber auch die Nachfrage aus der Industrie stieg wieder deutlich. Das schwache Vorjahresquartal war dabei stark von den Auswirkungen der Pandemie geprägt gewesen. Unter dem Strich schrieb Stabilus mit knapp 16 Millionen Euro Gewinn, nach einem Verlust von 16,4 Millionen Euro im Vorjahr.

07:52 Uhr

Euro sucht die Richtung

Der Kurs des Euro hat sich wenig verändert. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1870 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Freitagabend.

Am Devisenmarkt warten die Anleger auf Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA. Auf dem Programm stehen im Tagesverlauf Kennzahlen zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie, die am Markt stark beachtet werden. Es wird erwartet, dass sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone im Juli ausgehend von einem hohen Niveau etwas eingetrübt hat. In den USA wird hingegen mit einem leichten Anstieg des Stimmungsindikators gerechnet.

07:44 Uhr

Allianz fürchtet teure Folgen aus Streit um US-Hedgefonds

In den milliardenschweren Streit zwischen der Allianz und US-Pensionsfonds um Verluste in der Corona-Krise hat sich auch das US-Justizministerium eingeschaltet. Der Vorstand des Münchner Versicherungskonzerns fürchtet nun, dass die Klagen und mögliche Strafen teurer werden könnten als gedacht: Man sei "zu dem Schluss gekommen, dass ein relevantes Risiko besteht, dass die mit den 'Structured Alpha Fonds' verbundenen Angelegenheiten erhebliche Auswirkungen auf künftige Finanzergebnisse der Allianz haben könnten."

Allianz
Allianz 187,80

Die Allianz legt am nächsten Freitag ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Sie peilt für das laufende Jahr bisher einen operativen Gewinn von elf bis 13 Milliarden Euro an.

Bei den Verfahren geht es um Hedgefonds, die Allianz Global Investors (AllianzGI) unter dem Namen "Structured Alpha Fonds" aufgelegt hatte. Die Papiere hatten in der Talfahrt an den Märkten zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 massive Verluste erlitten, zwei der Fonds hatte AllianzGI danach sogar liquidiert. Mehrere große Investoren aus den USA hatten die Allianz verklagt, die Schadenersatzforderungen summieren sich inzwischen auf nahezu sechs Milliarden Dollar.

07:36 Uhr

Dax steuert auf Gewinne zu

Der Dax wird heute mit einer höheren Handelseröffnung erwartet. Damit folgen er den Vorgaben aus Asien, hier handeln die Börsenplätze in China und Japan mit grünen Vorzeichen.

In Europa liefert die Berichtssaison weiter die Impulse für die Einzelwerte. In Deutschland dürfte der Wahlkampf zur Bundestagswahl im September 2021 immer stärker in den Fokus geraten. In diesem Umfeld indiziert IG den Dax bei 15.640 Punkten nach einem Schluss am Freitag bei 15.544 Zählern.

07:25 Uhr

Asiatische Börsen legen zu

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REUTERS

Die asiatischen Aktienmärkte starten fester in die Woche. Eine Reihe positiver US-Unternehmensgewinne beruhigte die Märkte, die von dem regulatorischen Vorgehen der Regierung in Peking und enttäuschenden Wirtschaftsnachrichten verschreckt waren. Die Stimmung trübte allerdings etwas, dass das Wachstum der chinesischen Industrie im Juli wegen schrumpfender Nachfrage infolge hoher Produktpreise auf den niedrigsten Stand seit 15. Monaten zurückgegangen war.

Nikkei
Nikkei 29.659,56

Dies lag unter anderem daran, dass schwere Überschwemmungen, das jüngste Ansteigen von Covid-Fällen mit Lockdowns und Stromengpässe in einigen Städten die Produktion und die Auftragseingänge belasteten.Mit den jüngst schwächelnden Wirtschaftsdaten im Blick hat Chinas Politbüro allerdings reagiert und Marktteilnehmern zufolge mehr Unterstützung für die Wirtschaft signalisiert, was an der Börse positiv interpretiert wird

"Steigende Unternehmensgewinne in den USA und niedrigere Anleiherenditen sorgen für Unterstützung, und der Aufwärtstrend bei Aktien dürfte in jedem Fall bis ins nächste Jahr hinein anhalten, da steigende Impfraten eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung ermöglichen", so Shane Oliver, Chef-Anlagestratege bei AMP Capital. Etwa 89 Prozent der fast 300 jüngsten US-Bilanzzahlen haben die Gewinnschätzungen der Analysten übertroffen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 1,7 Prozent höher bei 27.742 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 2 Prozent auf 1938 Punkte. Die Börse in Shanghai liegt 1,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 1,8 Prozent.

07:04 Uhr

HSBC verdient mehr als erwartet

Die britische Großbank HSBC hat im zweiten Quartal dank einer deutlich besseren Lage bei faulen Krediten deutlich mehr verdient. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern sei auf 5,6 Milliarden Dollar gestiegen, teilte die auf Asien fokussierte Bank in London mit. Im von Corona stark belasteten Vorjahresquartal hatte dieser Wert bei 2,6 Milliarden Dollar gelegen.

HSBC
HSBC 4,28

Das bereinigte Vorsteuerergebnis zog damit deutlich stärker an als Experten erwartet hatten. Wichtigster Grund für den Gewinnanstieg war die Entspannung der Konjunkturlage. Aus diesem Grund konnte die Bank fast 300 Millionen Dollar an Risikovorsorge auflösen, nachdem die HSBC im zweiten Quartal 2020 fast 4,2 Milliarden Dollar für den Ausfall von Krediten zur Seite legen musste.

Unter dem Strich verdiente die Bank 3,4 Milliarden Dollar nach knapp 200 Millionen Dollar vor einem Jahr.

06:57 Uhr

Square kauft für 29 Milliarden Dollar ein

Das US-Fintech-Unternehmen Square will mit der Übernahme des größten australischen Bezahldienstleisters Afterpay für 29 Milliarden Dollar sein Geschäft mit Ratenzahlungen ausbauen. Mit dem Zukauf entstehe ein führendes Unternehmen im Bereich Online-Zahlungen, das vor allem das Geschäft in den USA vorantreiben soll, hieß es. Der Vorstand des australischen Zahlungsdienstleisters habe seinen Aktionären die Übernahme empfohlen.

Das Angebot stellt einen Aufschlag von mehr als 30 Prozent auf den letzten Schlusskurs von Afterpay dar. Das BNPL-Unternehmen ("Buy-Now-Pay-Later") ist Vorreiter im Online-Zahlungsverkehr, der im vergangenen Jahr im Zuge der Pandemie von der starken Nachfrage beim Online-Shopping profitierte.

06:51 Uhr

Vonovia nimmt neuen Anlauf

Deutschlands größter Wohnungsvermieter Vonovia startet den nächsten Versuch zur Übernahme des kleineren Rivalen Deutsche Wohnen. Eine Woche nach der gescheiterten Kaufofferte bietet Vonovia nun insgesamt 19 Milliarden Euro für das Berliner Unternehmen und hat sich im Vorfeld bereits fast 30 Prozent der Anteile gesichert. Die Deutsche-Wohnen-Aktionäre sollen 53 Euro je Aktie erhalten, einen Euro mehr als ihnen Vonovia zuletzt in Aussicht gestellt hatte.

Vonovia SE
Vonovia SE 53,30

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06:08 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Mit Verlusten ist der Dax am Freitag ins Wochenende gegangen. Trotz überwiegend über den Erwartungen liegenden Quartalserggebnissen sowohl hierzulande als auch in den USA gaben die Kurse nach. "Den Anlegern scheinen die Zahlen nicht gut genug gewesen zu sein", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. In der alten Woche bröckelte der Dax zwar um rund ein Prozent ab, entfernte sich aber mit zuletzt rund 15.500 Punkten nicht weit von seinem Mitte Juli erzielten Rekordhoch.

"Kurzfristig scheint die Luft erst einmal raus zu sein", so Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. Schließlich seien viele Anleger im Urlaub. Aber: "Mittel- bis langfristig ist der Aufwärtstrend weiterhin intakt." Denn traditionell starte nach dem Ende des Sommers eine Herbst-Rally, die häufig in eine Jahresendrally übergehe. Auch Analyst Frank Wohlgemuth von der National-Bank in Essen äußert sich optimistisch, auch wenn beispielsweise weitere Regulierungsmaßnahmen der chinesischen Regierung zu zwischenzeitlichen Kursrücksetzern führten. "Bis jetzt war es immer richtig, an seinen Aktienengagements festzuhalten. Wir gehen davon aus, dass dies auch diesmal der Fall sein wird."

Zum Wochenstart legt die Berichtssaison erst einmal eine kleine Verschnaufpause ein. Im Blick sollten Anleger dennoch die Quartalsausweise von HSBC, Axa und Heineken haben. Wichtige Impulse könnten stattdessen Konjunkturdaten liefern: Auf der Agenda stehen etwa der deutsche Einzelhandelsumsatz sowie Einkaufsmanagerindizes zum verarbeitenden Gewerbe aus Deutschland, Italien, Großbritannien, der EU und am Nachmittag aus den USA. Dort werden zudem noch der ISM-Index zum verarbeitenden Gewerbe auf der Agenda und die Bauausgaben Veröffentlicht.

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