Montag, 18. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Schwacher Auftakt, starkes Ende? Dax dreht auf

Nach einem durchaus holprigen Start in den Montagshandel gelingt es dem Dax am Ende doch, den ersten Handelstag der neuen Börsenwoche mit einem Plus abzuschließen. In einem ruhigen Handelsverlauf markiert der deutsche Börsenleitindex bei 13.702 Punkten dabei das Tagestief, schließt dann aber nahezu auf Tageshoch. Der Dax gewinnt 0,4 Prozent auf 13.848 Zähler.

"So richtig vom Fleck kommt der Dax nicht. Die Amerikaner fehlen heute wegen eines Feiertages, das spürt man deutlich", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Momentan überwiegt aber noch der Optimismus bei den Anlegern, getrieben vor allem von Konjunkturdaten aus China: Die Wirtschaft der Volksrepublik ist 2020 um 2,3 Prozent gewachsen - und wenn Chinas Wirtschaft läuft, profitiert auch die deutsche."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten zeigen sich Adidas mit Aufschlägen von etwa vier Prozent an der Spitze der Gewinner. Deutliche Zugewinne verzeichnen auch Infineon, Covestro und Delivery Hero. FMC büßt im Gegenzug mit mehr als 1,5 Prozent am deutlichsten ein.

Adidas
Adidas 291,60
FMC
FMC 57,36

 

17:23 Uhr

Audi hält Mehrheit an China-Joint-Venture für E-Autos

Die VW-Tochter Audi hat erstmals in China die Führung in einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem chinesischen Partner. Das Unternehmen werde zusammen mit dem Mutterkonzern 60 Prozent der Anteile an dem Joint-Venture zur lokalen Produktion von vollelektrischen Audi-Modellen halten, teilt Audi mit. 55 Prozent der Anteile entfielen auf die Audi AG und fünf Prozent auf den Volkswagen Group China, erläuterte ein Sprecherin. Seinen Sitz werde die neue Firma in Changchun haben, dem Firmensitz von FAW. Von 2024 an sollen in der Volksrepublik verschiedene Audi-Modelle vom Band rollen.

17:08 Uhr

Deal mit "Take That"-Songs beflügelt Musikfirma

Dank der Übernahme der Rechte an mehreren Titeln der Popband "Take That" winkt den Aktien von One Media der größte Tagesgewinn seit gut zweieinhalb Jahren. Die Papiere der Musikfirma steigen in London um fast 23 Prozent auf ein Fünfeinhalb-Monats-Hoch von 8,45 Pence. Komponist und Produzent Ian Levine tritt seine Tantiemen für Titel wie "I Found Heaven" oder "A Million Love Songs" sowie für zwei unveröffentlichte Titel von "Take That", zu der ursprünglich auch Robbie Williams gehörte, ab.

16:28 Uhr

Atoss Software springen auf Allzeithoch - aber: Vorsicht!

Zum Wochenstart geht es für die Aktie von Atoss Software knapp zehn Prozent nach oben. Mit 175,50 Euro notiert sie auf Rekordniveau. Zug in den Aktienkurs dürfte Händlern zufolge die Aufnahme der Beobachtung am Freitag durch die Analysten von Berenberg gebracht haben. Mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 200 Euro ist hier noch Potenzial nach oben. Mit einem durchschnittlichen Handelsvolumen von knapp 5000 Aktien ist hier allerdings Vorsicht geboten. Ein Blick auf die Bewertung zeigt, dass sie mit einem Aufschlag von über 25 Prozent gegenüber den Wettbewerbern aus dem Sektor der HR-Softwareanbieter notiert, was die Analysten aber als gerechtfertigt einstufen.

15:34 Uhr

Erwägt die Fed eine Zinskurven-Kontrolle?

Die Wall Street ist feiertagsbedingt geschlossen, die Zinsdebatte in den USA dauert dennoch an: Steigende Rohstoffpreise sowie Inflationserwartungen und ein positiveres Momentum sprechen neben der zunehmenden US-Staatsverschuldung für weiter steigende Zinsen. "Die große Frage ist, bei welchem Renditeniveau die Fed einschreitet und eine 'Yield Curve Control' ins Spiel bringt", heißt es von den Marktexperten von Berenberg. Die Analysten glauben demnach, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) spätestens bei einem Renditeniveau von 1,5 Prozent für 10-jährige US-Staatsanleihen nervös werden dürfte. Die entsprechende Rendite liegt aktuell bei 1,089 Prozent.

15:14 Uhr

Bundesbank warnt vor Rückschlag für deutsche Wirtschaft

Die Bundesbank warnt vor einem spürbaren Rückschlag für die deutsche Wirtschaft. Dieser könne eintreten, sollten das Infektionsgeschehen nicht deutlich nachlassen und die gegenwärtigen Beschränkungen des Wirtschaftslebens länger fortbestehen oder noch weiter verschärft werden, teilt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Januar mit. Es gebe aber auch ermutigende Signale hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Diese lassen nach Einschätzung der Notenbank darauf hoffen, dass die zum Jahresstart verlängerten und weiter verschärften Einschränkungen die Erholung nicht allzu weit zurückwerfen.

"Stützend wirkt dabei auch, dass sich unter anderem aufgrund des erzielten Handelsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich die Perspektiven für das Auslandsgeschäft verbesserten", führt die Bundesbank aus. Sie rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal des vergangenen Jahres in etwa stagniert hat. Zu einem größeren Rückschlag sei es wohl nicht gekommen. Einige Bereiche der Wirtschaft, die von Eindämmungsmaßnahmen nicht unmittelbar betroffen waren, hätten sich weiter erholt. "Dabei ist vor allem die Industrie zu nennen", erläutern die Experten.

14:15 Uhr

Total investiert in Erneuerbaren-Energie-Spezialisten

Der französische Ölkonzern Total will im Zuge seiner neuen Strategie 2,5 Milliarden Dollar in einen indischen Spezialisten für Erneuerbare Energien investieren. Total erhalte dafür einen Anteil von 20 Prozent an dem Unternehmen Adani Green Energy Limited (AGEL) sowie einen Anteil von 50 Prozent an dessen Solarenergieanlagen, teilt der Konzern mit. "Unser Einstieg bei AGEL ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Strategie im Geschäft mit erneuerbaren Energien in Indien", sagt Total-Chef Patrick Pouyanne. Die Übernahme ist der jüngste Schritt im Bestreben des französischen Energiekonzerns, seine Abhängigkeit vom Öl zu verringern. AGEL wird vom indischen Mischkonzern Adani Group kontrolliert.

Total
Total 39,13

13:54 Uhr

Rubel gerät nach Nawalny-Verhaftung unter Druck

Aus Furcht vor neuen Sanktionen gegen Russland nach der Verhaftung des Regimekritikers Alexej Nawalny ziehen sich Anleger aus der Landeswährung Rubel zurück. Der schwächelnde Preis für das wichtige Exportgut Rohöl drückt Börsianern zufolge zusätzlich auf den Kurs. Im Gegenzug werten Dollar und Euro um jeweils knapp ein Prozent auf 74,255 und 89,565 Rubel auf. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,4 Prozent auf 54,90 Dollar je Barrel.

13:39 Uhr

Italiens Bonds stehen vor Vertrauensabstimmung unter Druck

Die bevorstehende Vertrauensabstimmung über die Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conti macht Italien-Anleger nervös. Einige ziehen sich aus den Anleihen des Landes zurück und treiben die Rendite der zehnjährigen Titel auf 0,609 Prozent. Contis Koalition war vergangene Woche zerbrochen.

13:08 Uhr

Nach jüngsten Rücksetzern: Steht Bitcoin vor einer Trendwende?

Nach dem jüngsten Rücksetzer stabilisiert sich Bitcoin. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise notiert kaum verändert bei 36.232 Dollar. "Die aktuell zu beobachtende relative Stärke des Kurses spricht für eine baldige Fortsetzung der Kletterpartie", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Anfang Januar hatte die Kryptowährung ein Rekordhoch von knapp 42.000 Dollar erreicht.

12:21 Uhr

Kurssprung bei Deutsche Beteiligungs AG

Ein nach vorläufigen Berechnungen vervielfachter Quartalsgewinn beflügelt die Aktien der Deutschen Beteiligungs AG. Die Papiere des Finanzinvestors steigen knapp acht Prozent auf ein Elf-Monats-Hoch von 38,40 Euro und steuern auf den größten Tagesgewinn seit fast einem Jahr zu.

12:01 Uhr

Mitfahrdienst erwägt Rekordbörsengang

Südostasiens größter Mitfahrdienst Grab prüft Insidern zufolge einen Börsengang in den USA noch dieses Jahr. Die derzeit starke Nachfrage nach Neuemissionen ermutige Grab, das mindestens zwei Milliarden Dollar bei seinem Aktienmarktdebüt einsammeln könnte, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es wäre damit der größte Börsengang eines südostasiatischen Unternehmens im Ausland. Ob die Pläne in die Realität umgesetzt würden, hänge von den Marktbedingungen ab, hieß es weiter.

Das Unternehmen, an dem Softbank und Mitsubishi UFJ Financial Group beteiligt sind, startete 2012 in Malaysia als Mitfahrdienst und ist inzwischen mit einer Bewertung von mehr als 16 Milliarden Dollar das wertvollste Startup in der Region. Mittlerweile liefert Grab auch Essen aus und bietet Bezahldienste an.

11:29 Uhr

Dax kriegt die Mittagskurve

Am deutschen Aktienmarkt hellt sich zum Mittag die Stimmung der Anleger auf. Nach den Verlusten zum Start notiert der Dax nahezu unverändert bei 13.780 Punkten. Am Freitag war er mit 13.788 Zählern aus dem Handel gegangen.

"Der Dax hat seine Verluste nahezu wettgemacht. Das liegt auch daran, dass sich die Börsianer wieder stärker auf die positiven Nachrichten konzentrieren", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Chinas Wrtsschaft wächst 2020 um 2,3 Prozent, getragen von einem starken Außenhandel", sagt Dofel. "Auf der anderen Seite steigen die Infektionszahlen in China wieder."

 

11:08 Uhr

Fiat/Peugeot-Union Stellantis feiert erfolgreiches Börsendebüt

Der aus der Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot hervorgegangene Autobauer Stellantis feiert bei seinem Börsendebüt Kursgewinne. Die Aktien des weltweit viertgrößten Fahrzeug-Herstellers starteten in Mailand bei 12,79 Euro und stiegen auf bis zu 13,05 Euro. In Paris erschienen sie erstmals bei 12,90 Euro auf den Kurszetteln und erreichten zeitweise 13,08 Euro. In ihrem Windschatten gewannen die Titel des Stellantis-Großaktionärs Exor, der Holding der Fiat-Gründerfamillie Agnielli, 1,6 Prozent.

Mit dem Zusammenschluss wollen sich Fiat und die Opel-Mutter Peugeot für die anstehenden Umwälzungen in der Automobil-Industrie wappnen. Konzernchef Carlos Tavares will unter anderem durch den Abbau von Überkapazitäten Mittel freimachen, um die Investitionen in die Digitalisierung, Elektromobilität und selbstfahrende Autos zu stemmen.

10:47 Uhr

Analysten knöpfen sich Lufthansa vor

Eine Kursziel-Senkung veranlasst Anleger zum Ausstieg bei Lufthansa. Die Aktien der Fluggesellschaft fallen rund drei Prozent. Die Experten der HSBC haben ihr Kursziel auf 3,50 von vier Euro reduziert. Aktuell notieren sie um 10,20 Euro.

Lufthansa
Lufthansa 11,76

Klöckner & Co. (KlöCo) geben sogar 5,6 Prozent ab und Salzgitter mehr als vier Prozent. Die Experten der Credit Suisse haben die Titel jeweils auf "Underperform" von "Outperform" heruntergestuft. Auch Symrise büßen ein: Rund zwei Prozent geht es nach einer Herabstufung von Morgan Stanley. Die Titel stehen nun auf "Underweight" statt wie bislang auf "Equal-Weight". Das Kursziel liegt nun bei 90 statt 92 Euro.

Klöckner & Co
Klöckner & Co 8,88
Salzgitter
Salzgitter 25,50

 

10:26 Uhr

Container-Reedereien profitieren von Lockdowns

Hapag-Lloyd, Deutschlands größte Container-Reederei, sieht einer möglichen Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen gelassen. "Wenn das jetzt maximal acht bis zehn Wochen dauert, erwarte ich nicht, dass das einen riesigen Einfluss haben wird", sagt Hapag-Lloyd-Vorstandschef Rolf Habben Jansen ntv. Seine Branche profitiere sogar von der aktuellen Entwicklung: Seit dem dritten Quartal hätten Containergeschäfte massiv zugelegt, "weil die Leute mehr Sachen kaufen, wenn sie nicht in Urlaub gehen oder ins Restaurant".

Durch verstärkte Exporte Chinas liefen die Container-Geschäfte aktuell auf Hochtouren. "Im Moment sehen wir, dass die Nachfrage unglaublich stark ist", so Habben Jansen. Derzeit sei die Nachfrage nach Container-Kapazitäten bis zu dreimal so groß wie das Angebot, was Transporte teurer mache. "Dadurch gehen natürlich die Preise hoch."

 

09:49 Uhr

Übernahmepoker treibt Versorger auf Fünfjahreshoch

Ein zusätzliches Übernahme-Angebot zweier Finanzinvestoren gibt Suez Auftrieb. Die Aktien des Versorgers steigen in Paris um gut drei Prozent auf ein Fünfjahreshoch von 17,48 Euro. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass Suez-Großaktionär Veolia seine ursprüngliche Offerte nun nachbessere, kommentiert Analyst Ahmed Farman von der Investmentbank Jefferies.

Suez
Suez 17,23
VEOLIA ENVIRON.
VEOLIA ENVIRON. 23,23

 

09:04 Uhr

Sorgen fressen Kauflaune der Dax-Anleger auf

Nach deutlichen Abschlägen im Freitagshandel der Vorwoche setzt der Dax seinen Abwärtstrend am Montag fort. Die Verluste fallen zunächst aber deutlich niedriger aus, als die 1,4 Prozent, mit denen sich der deutsche Börsenleitindex am Freitag ins Wochenende verabschiedet hatte. Negative Vorgaben von der Wall Street und zum Teil auch aus Asien drücken auf die Kauflaune der Anleger. Aktuell notiert der Dax 0,5 Prozent im Minus bei einem Stand von 13.719 Zählern.

"Es gab am Freitag schon Verluste wegen Ängsten vor möglichen Steuererhöhungen in den USA", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die Kurse an der Wall Street fielen, dieser Trend setzt sich nun auch hierzulande fort." Dofel verweist zudem auf "Sorgen vor weiteren Lockdowns und Diskussionen um weitere Verschärfungen". "Die Anleger sind aber auch vorsichtig aufgrund steigender Infektionszahlen in China. Die dortige Wirtschaft war 2020 gewachsen."

08:52 Uhr

Euro fällt auf Monatstief

Der Euro verzeichnet zunächst Kursverluste. Er kostet im Tief 1,2065 Dollar und damit so wenig wie zuletzt vor gut einem Monat. Der Dollar tendiert dagegen zu vielen Währungen etwas fester. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag noch auf 1,2123 Dollar festgesetzt.

Der Dollar profitiert im frühen Handel von einem Bericht der US-Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Demnach will die designierte US-Finanzministerin Janet Yellen während ihrer Anhörung vor dem Kongress in dieser Woche das tradierte Ziel marktbasierter Wechselkurse betonen. Verglichen mit den teils provokanten Äußerungen der Trump-Regierung wäre dies ein Schritt in Richtung "normaler" Wechselkurspolitik mit jahrzehntelanger Tradition.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

08:38 Uhr

Gewinnmitnahmen in Tokio - Shanghai im Aufwind

Nach der jüngsten Rally nutzen einige Japan-Anleger die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen. Der Nikkei-Index fiel am Montag um ein Prozent auf 28.242 Punkte, nachdem er in der vergangenen Woche von einem 30-Jahreshoch zum nächsten geeilt war. Die Börse Shanghai stieg dagegen dank ermutigender chinesischer Konjunkturdaten um 0,8 Prozent auf 3596 Zähler. Der Hongkonger Leitindex HSI notierte mit 28.847,73 Stellen zeitweise sogar so hoch wie zuletzt vor einem Jahr.

Nikkei
Nikkei 29.417,13

 

Trotz der Coronavirus-Pandemie wuchs die chinesische Wirtschaft 2020 um 2,3 Prozent. "Alleine die Tatsache, dass das Bruttoinlandsprodukt nicht schrumpft, kann als Erfolg gewertet werden", sagte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank. "Zwei Dinge waren für das relativ gute Abschneiden Chinas verantwortlich. Zum einen brachte die Administration in Peking das Virus unter Kontrolle." Zum anderen profitiere China von der Sondernachfrage nach Pandemie-Schutzausrüstung und elektronischen Geräten für das Arbeiten im Homeoffice.

Bei Japan-Anlegern habe sich derweil die Einschätzung verbreitet, dass der Markt heiß gelaufen sei, sagte ein Börsianer. Außerdem schlage die Reuters-Meldung, dass US-Präsident Donald Trump kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt den Kurs gegen den chinesischen Netzwerk-Ausrüster Huawei verschärft, auf die Stimmung. Dies setze vor allem der Halbleiterbranche zu. In Tokio fielen die Aktien von Tokyo Electron und Advantest um jeweils knapp zwei Prozent.Wegen Spekulationen auf eine Verlängerung der Pandemie-Restriktionen gerieten auch japanische Einzelhändler unter Verkaufsdruck. Die Kaufhaus-Betreiber Isetan Mitsukoshi und J. Front büßten bis zu 6,6 Prozent ein.

08:19 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise sind im frühen Handel weiter gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 54,92 US-Dollar. Das sind 18 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 12 Cent auf 52,30 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 66,05

In der vergangenen Woche hatten die Ölpreise teils deutlich nachgegeben. Auslöser gab es einige, darunter die angespannte Corona-Lage in vielen Ländern, schwache US-Konjunkturdaten und der stärkere Dollar. Legt die amerikanische Währung zu, verteuert das Rohöl für Anleger außerhalb des Dollarraums und verringert die Nachfrage von dort. Dennoch rangieren die Erdölpreise in der Nähe ihres höchsten Standes seit fast einem Jahr. Wichtigster Grund dafür ist die Hoffnung auf eine konjunkturelle Beschleunigung infolge flächendeckender Corona-Impfungen. Darüber hinaus hat der Ölgigant Saudi-Arabien seine Förderung für Februar und März deutlich reduziert.

07:50 Uhr

Corona-Krise wirft Frankfurter Flughafen auf Niveau von 1984 zurück

Der Einbruch des Flugverkehrs durch die Corona-Pandemie hat den Frankfurter Flughafen 2020 im Passagiergeschäft deutlich zurückgeworfen. Das Passagieraufkommen habe mit knapp 18,8 Millionen Fluggästen 73,4 Prozent niedriger gelegen als im Rekordjahr 2019, teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit. Das entspreche dem Niveau aus dem Jahr 1984.

Fraport
Fraport 51,40

Im Dezember zählte Deutschlands größter Flughafen rund 892.000 Passagiere und damit 81,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Deutlich besser lief es im Cargo-Geschäft. Im Dezember legte das Aufkommen an Fracht und Luftpost um 8,9 Prozent auf 182.568 Tonnen zu. Für das Gesamtjahr stand allerdings immer noch ein Rückgang von 8,5 Prozent auf gut 1,9 Millionen Tonnen zu Buche. Für das neue Jahr rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte zwar mit einer Erholung des Passagierverkehrs, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt dürfte das Fluggastaufkommen nach seiner Schätzung aber nur 35 bis 45 Prozent des Rekordjahres 2019 erreichen.

07:24 Uhr

Dax bleibt im Abwärtsmodus

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag niedriger starten. Die Furcht vor schärferen Corona-Auflagen hatte den deutschen Leitindex am Freitag um 1,4 Prozent auf 13.787,73 Punkte gedrückt. Dieses Thema begleitet Börsianer auch in der neuen Woche. Bund und Länder wollen am Dienstag zusammenkommen und über eine weitere Verschärfung der Coronavirus-Restriktionen beraten. Relevante Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn nicht an. Außerdem bleiben die US-Börsen wegen des Feiertages Martin-Luther-King-Day geschlossen.

06:56 Uhr

Samsung-Erbe zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

In einem wieder aufgelegten Korruptionsprozess gegen den Erben des Samsung-Firmenimperiums in Südkorea hat das Gericht Lee Jae Yong zu zwei Jahren Haft verurteilt. Lee sei wegen Bestechung und Veruntreuung verurteilt und sofort in Haft genommen worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Die Anklagevertretung hatte in ihrem Plädoyer am letzten Verhandlungstag am Obergericht in Seoul die große Macht des größten Mischkonzerns des Landes hervorgehoben. Dem Konzern wurde demnach vorgeworfen, sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung entzogen zu haben. Der 52-jährige Lee ist Vizevorsitzender des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics.

Samsung
Samsung 1.365,00