Montag, 02. November 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:42 Uhr

Dax mit größtem Gewinn seit Wochen 

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Gewinnen in den Feierabend. Der Dax legt 2 Prozent auf 11.788 Punkte zu, das ist das größte Plus seit fünf Wochen. Der MDax steigt 1,4 Prozent auf 26.079 Zähler, der TecDax 0,7 Prozent auf 2833 Punkte.

17:07 Uhr

Öl wird teurer


Der Ölpreis zieht nach Spekulationen auf eine Verlängerung der aktuellen Förderbeschränkungen durch die Opec und Russland an.

Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,8 Prozent auf 38,26 Dollar je Barrel, nachdem sie zuvor auf ein Fünf-Monats-Tief von 35,74 Dollar gefallen war. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge haben Top-Manager russischer Ölfirmen mit dem Moskauer Energieminister über dieses Thema gesprochen.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 46,38

16:31 Uhr

Ölkonzern will klimaneutral werden

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REUTERS

Der norwegische Erdölkonzern Equinor will bis 2050 ein klimaneutrales Energieunternehmen werden. Dieses Ziel umfasse die Emissionen aus der Produktion sowie den Energieverbrauch, teilte das Unternehmen am ersten Arbeitstag des neuen Firmenchefs Anders Opedal an der Equinor-Spitze mit.

Klimaneutralität muss nicht heißen, dass ein Unternehmen keine klimaschädlichen Gase mehr ausstößt. Vielmehr bedeutet der Begriff, dass der Ausstoß von Treibhausgasen vermieden oder durch Speicherung oder Kompensation neutralisiert wird.

Equinor rechnet nach Firmenangaben damit, dass die jährliche Öl- und Gasproduktion von 2019 bis 2026 um durchschnittlich rund drei Prozent wächst. Zugleich stellt sich der Konzern darauf ein, dass die globale Nachfrage nach Öl und Gas von 2030 an schrittweise sinkt. Langfristig erwarten die Norweger deshalb eine geringere Produktion als heute. Als breiter aufgestelltes Energieunternehmen soll dessen Bereich der erneuerbaren Energien Wachstum erzeugen.

16:14 Uhr

US-Aktien legen zu

Nach der schwärzesten Börsenwoche seit dem Crash vom März nutzen Anleger die Chance zum Wiedereinstieg in den US-Aktienmarkt. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung um jeweils rund ein Prozent.

Die Aufmerksamkeit der Investoren richte sich auf die anstehenden Präsidentschaftswahlen, sagte Rick Meckler, Partner beim Vermögensverwalter Cherry Lane. Sie setzten darauf, dass allein die Tatsache, ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten, gut für die Börsen sei. Die Experten der Bank Unicredit bezweifelten allerdings, dass ein Sieger rasch gekürt werden könne, sodass Kursturbulenzen drohten. "Das könnte eine heftige Achterbahn-Fahrt werden."

15:53 Uhr

Ex-Wirecard -Vorstand darf wohl bald Gefängnis verlassen

Im Strafverfahren um den Bilanzskandal beim Zahlungsdienstleister Wirecard will die Staatsanwaltschaft den früheren Finanzvorstand Burkhard Ley aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Staatsanwaltschaft München beantragte beim Amtsgericht, den Haftbefehl gegen den Beschuldigten "gegen engmaschige Auflagen" außer Vollzug zu setzen, wie die Strafverfolgungsbehörde mitteilte.

Zur Begründung erklärte die Staatsanwaltschaft, den bisherigen Ermittlungen zufolge seien wesentliche Straftaten in dem Unternehmen erst begangen worden, nachdem der Manager aus dem Vorstand ausgeschieden sei. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bei dem pleite gegangenen Unternehmen unter anderem wegen Betrugsverdachts.

15:22 Uhr

"Zeta" wird für Versicherer richtig teuer

Versicherer und Rückversicherer müssen sich nach dem Hurrikan "Zeta" Expertenschätzungen zufolge auf Schäden bis zu 4,3 Milliarden Dollar einstellen. Die größten Verwüstungen habe der Herbststurm, der neun Bundesstaaten im Südosten der USA traf, in Louisiana, Mississippi und Georgia angerichtet, teilte Karen Clark & Co, ein Anbieter von Katastrophenmodellen, mit. Der Konkurrent AIR Worldwide bezifferte die versicherten Schäden auf 1,5 bis 3,5 Milliarden Dollar. "Zeta" hatte am Donnerstag die Küste des Golfs von Mexiko erfasst.

14:51 Uhr

SNP-Gründer überraschend gestorben

Der Chef und Gründer der IT-Firma SNP Schneider-Neureither und Partner ist tot. Andreas Schneider-Neureither sei in der Nacht im Alter von 56 Jahren "plötzlich und unerwartet" verstorben, teilte das Heidelberger Unternehmen mit. Er hinterlasse seine Ehefrau und vier Kinder.

SNP Schneider
SNP Schneider 54,40

14:29 Uhr

Nexi will Nets schlucken

Der italienische Zahlungsdienstleister Nexi kann sich große Hoffnungen auf die Übernahme des skandinavischen Rivalen Nets machen. Die Firmen nahmen exklusive Gespräche auf und wollen die Details der fast zehn Milliarden Dollar schweren Fusion in den nächsten Tagen aushandeln, wie Nexi mitteilte. Die Transaktion solle über einen Aktientausch abgewickelt werden, wobei Nets in Nexi eingebracht würde.


Der Finanzinvestor Hellman & Friedman hatte Nets 2017 für etwa 5,2 Milliarden Dollar gekauft und danach mehrere Wettbewerber übernommen, um die Position des Dienstleisters in Europa zu stärken. Dazu gehörten etwa 2018 die Übernahme des deutschen Unternehmens Concardis und erst jüngst der CCV Schweiz SA.

Nexi hatte erst Anfang Oktober die Übernahme des Rivalen SIA bekannt gemacht. Allein dadurch soll ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 15 Milliarden Euro und Einnahmen von 1,8 Milliarden Euro entstehen.


13:58 Uhr

Banken verlagern Milliardensummen nach Deutschland

Die Bundesbank rechnet im Zuge des endgültigen Brexit mit einer Verlagerung von Geschäften nach Deutschland in Milliardenhöhe. Die größten fünf Banken, die nach Deutschland kommen, haben bis Juni bereits ihre Bilanzsummen um 158 Milliarden Euro auf 213 Milliarden Euro erhöht, wie die Bundesbank mitteilte. Für alle hereinkommenden Banken seien weitere Verlagerungen von zusätzlich 397 Milliarden Euro auf 675 Milliarden Euro bis zum 1. Januar 2021 zu erwarten.

Ende des Jahres läuft nach dem britischen EU-Austritt die Übergangszeit aus, in der für das Vereinigte Königreich noch die EU-Regeln gelten. Damit endet für Banken auch die Möglichkeit, mit Hilfe des sogenannten EU-Passes von der Londoner City aus Geschäfte in der gesamten EU zu betreiben. Die Bundesbank rechnet mit bis zu 2500 neuen Bankenjobs in Deutschland durch die Geschäftsverlagerung.

13:09 Uhr

Curevac macht Impfstoff-Hoffnung

Das Biotech-Unternehmen Curevac will nach positiven Zwischenergebnissen die Entwicklung seines potenziellen Corona-Impfstoffs vorantreiben. Curevac sei auf Kurs, noch vor Jahresende die entscheidende Wirksamkeitsstudie mit dem Impfstoff zu starten, teilte das Tübinger Unternehmen mit. An der weltweiten Studie sollen bis zu 30.000 Probanden teilnehmen. "Wir sind sehr ermutigt von den vorläufigen Phase-1-Daten. Sie stellen einen entscheidenden Meilenstein in unserem Covid-19-Impfprogramm dar und unterstützen nachdrücklich die Weiterentwicklung unseres Impfstoffkandidaten", erklärte Curevac-Chef Franz-Werner Haas. CureVac habe "positive" Zwischenergebnisse erzielt.

Der Impfstoff von Curevac gehört zu einem von drei deutschen Projekten, die von der Bundesregierung mit einem Sonderprogramm von rund 750 Millionen Euro finanziell unterstützt werden. Mit dem Unternehmen, an dem der Bund über die Förderbank KfW knapp 17 Prozent hält, hat die Europäische Kommission - wie auch mit einer Reihe anderer Impfstoffentwickler - bereits Sondierungsgespräche abgeschlossen, um sich Hunderte Millionen Impfdosen zu sichern.

12:44 Uhr

Siemens zahlt millionenschwere Corona-Prämie

Siemens schüttet an seine weltweite Belegschaft insgesamt 200 Millionen Euro als Sonderzahlung für die Zusatzbelastungen in der Corona-Krise aus. Die 235.000 Mitarbeiter sollen - je nach Kaufkraft im jeweiligen Land - bis zu 1000 Euro erhalten, wie Siemens mitteilte. Nur die obersten Führungsetagen seien davon ausgenommen. Die Prämie soll spätestens im Dezember ausgezahlt werden. Für die Mitarbeiter der Tochter Siemens Healthineers und der abgespaltenen Siemens Energy gebe es eigene Regelungen, sagte eine Sprecherin.

12:01 Uhr

Dax schießt nach oben

Der Dax hat Boden gut gemacht. Nach einer rabenschwarzen Vorwoche rückt der Leitindex deutlich vor und gewinnt 1,7 Prozent auf 11.753 Punkte. Besser als von Analysten erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland, der Eurozone und China helfen.

Zentrales Ereignis der Woche ist die US-Präsidentschaftswahl am Dienstag. Laut Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners könnten sich die Börsen sowohl mit einem Präsidenten Donald Trump als auch mit einem Präsidenten Joe Biden arrangieren, so unterschiedlich die beiden Kandidaten und ihre Programme auch seien. "Wichtig für die Börsianer wird sein, dass sie frühzeitig, also in der Wahlnacht wissen, wohin die Reise geht."

Dax
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11:38 Uhr

Pub-Aktien stürzen ab

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Der einmonatige Lockown in England lässt Anleger um das Weihnachtsgeschäft fürchten. Reihenweise schmeißen sie deshalb Aktien von Einzelhändlern und Pub-Betreibern aus den Depots. Zu den größten Kursverlierern mit einem Minus von drei Prozent gehörte der Primark-Eigentümer AB Foods. "Die aufgestaute Nachfrage nach Mode sah die Kunden im Sommer zurückströmen, aber dieser Gewinn würde zunichtegemacht, wenn die Türen während der wichtigen Weihnachtszeit verschlossen werden", teilten die Analysten von Hargreaves mit. Auch andere Ketten wie Marks & Spencer, Next und Ted Baker verbuchten Kursverluste.

Noch düsterer sahen Anleger die Aussichten für Restaurants und Pub-Betreiber. Der Kurs der Restaurant-Gruppe Marston's brach rund zehn Prozent ein. Auch den Betreibern Whitbread, J D Wetherspoon und Mitchells & Butlers kehrten Investoren den Rücken.

Die britische Regierung hatte am Wochenende für England einen Lockdown bis Anfang Dezember verhängt, nachdem die Infektionszahlen die Marke von einer Million Covid-19-Erkrankungen überschritten hatten. Pubs und Restaurants werden außer für Takeaway-Angebote geschlossen. Neben Schulen und Universitäten dürfen nur für die Versorgung wichtige Einzelhändler die Türen offen halten.

11:05 Uhr

Top-Ökonom warnt vor Trump-Wahlsieg

DIW-Chef Marcel Fratzscher macht sich im Falle einer zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump mehr Sorgen um die deutsche als um die US-Wirtschaft. "Ich habe die Sorge, dass Deutschland wirtschaftlich mehr zu verlieren hat als die USA unter Präsident Trump", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. "Wenn Trump die Wahl gewinnt, wird die Demokratie in den USA Schaden nehmen, ebenso der Multilateralismus. Wirtschaftlich gesehen mache ich mir mittelfristig aber weniger Sorgen." Die US-Wirtschaft werde weiter sehr dynamisch sein.

Aus Fratzschers Sicht ist Europa zu wenig handlungsfähig. "Wir haben keine gemeinsame Stimme und es gibt keine treibende Kraft, die sich gegenüber den USA und China durchsetzen kann", sagte der DIW-Präsident. "Die USA und China werden zunehmend nationalistisch, und es besteht die Gefahr, dass Europa hinten runterfällt."

10:37 Uhr

Deutsche Industrie feiert "rasante Erholung"

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Die deutsche Industrie hat trotz der Corona-Pandemie einen guten Lauf. Der Einkaufsmanagerindex kletterte im Oktober um 1,8 auf 58,2 Punkte, wie das Institut IHS Markit mitteilte. Damit liegt das Barometer auf dem höchsten Stand seit März 2018 und weit über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Die Betriebe verzeichneten das stärkste Auftragsplus seit Beginn der Umfrage 1996. "Das verarbeitende Gewerbe erholt sich weiter rasant", sagte Markit-Ökonom Phil Smith. "Weniger positiv und vielleicht ein Anzeichen dafür, dass sich das Wachstum bald wieder verlangsamen könnte, war die erste Abschwächung des Geschäftsausblicks seit sieben Monaten." Mit den stark steigenden Infektionszahlen wachse auch die "Gefahr einer erneuten Störung von Angebot und Nachfrage".

Nach dem Einbruch wegen der Corona-Krise im Frühjahr hat sich die deutsche Wirtschaft spürbar erholt und ist im Sommerquartal in Rekordtempo gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Juli und September um 8,2 Prozent zum Vorquartal.

10:15 Uhr

Rubel stürzt auf tiefsten Stand seit Monaten

Zum Start in die Woche kommt Druck im Rubel auf, er liegt mit 80,63 je Dollar auf dem niedrigsten Stand seit 30. März. Dafür sprechen nach Aussage aus dem Handel gleich mehrere Gründe. Zum einen brechen die Ölpreise weiter ein - um rund 3,5 Prozent tiefer. Das ist schlecht für die stark vom Ölgeschäft abhängige Wirtschaft des Landes ist. Mit den in Europa beschlossenen Lockdowns sei abzusehen, dass die Nachfrage nach Öl weiter niedrig bleibe und das Überangebot auf den Preis drücke, heißt es.

Zudem sei schwer einzustufen, wie sich das Verhältnis zwischen einem möglichen zukünftigen US-Präsidenten Biden und Russland entwickelt.

Rubel / US-Dollar
Rubel / US-Dollar ,01

09:52 Uhr

Dax präsentiert sich angeschlagen

Vor der morgigen US-Präsidentschaftswahl bleibt der Dax erst einmal in schwierigem Fahrwasser. Der Leitindex tendier6t nahezu unverändert bei 11.563 Punkten. Freunde der Charttechnik sehen den Dax weiter schwer angeschlagen nach seinen zuletzt hohen Verlusten. Allein in der Vorwoche hatte das Barometer fast neun Prozent eingebüßt - belastet von neuen Corona-Lockdowns in zahlreichen Ländern Europas, den Unwägbarkeiten rund um die US-Wahl und hohen Kursverlusten des Index-Schwergewichts SAP.

Eine wichtige Unterstützung sehen Charttechniker bei 11.450 Punkten. Hier hatte sich der Dax in der vergangenen Woche zunächst gefangen, nachdem er etwa 38 Prozent seiner Erholung vom Tief des Corona-Crashs im März bis zum Zwischenhoch Anfang September wieder abgegeben hatte.

Dax
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09:30 Uhr

Ryanair erwirtschaftet Millionenverlust statt Milliardengewinn

Mitten in der Coronavirus-Pandemie mit ihren umfassenden Reisebeschränkungen hat Ryanair den ersten Verlust im Sommerhalbjahr seit Jahrzehnten eingeflogen. Von April bis September fiel ein Fehlbetrag von 197 Millionen Euro an, wie der irische Billigflieger mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 1,15 Milliarden Euro in der Bilanz gestanden.

Analysten hatten im Schnitt mit einem noch höheren Verlust bei der Nummer zwei in Europa hinter Easyjet gerechnet. Angesichts der inzwischen zweiten Corona-Welle erwägt Ryanair nun, die Flugkapazitäten weiter zu reduzieren. Im ersten Geschäftsjahr zu Ende September waren vier Fünftel weniger Passagieren mit Ryanair geflogen.

08:43 Uhr

Hoffnungsträger floppt - Pharmafirma wirft Großteil der Belegschaft raus

Die Schweizer Pharmafirma Santhera entlässt nach dem Fehlschlag mit seinem Hoffnungsträger Puldysa mehr als die Hälfte der Belegschaft. Künftig wird das Unternehmen nach eigenen Angaben noch 47 Vollzeitstellen haben. Die Kosten für die Restrukturierung belaufen sich auf drei Millionen Franken. Weitere neun Millionen Franken werden für Lagerbestände und andere Vermögenswerte im Zusammenhang mit Puldysa abgeschrieben.

Santhera hatte die Entwicklung des Medikaments gegen die Muskelerkrankung DMD im Oktober eingestellt. Das Unternehmen will nun die Entwicklung der DMD-Arznei Vamorolone vorantreiben. Die Firma Highbridge Capital stellt dafür bis zu 15 Millionen Franken Finanzierung bereit.

08:23 Uhr

Pandemie-Restriktionen setzen Ölpreis zu

Die Furcht vor einer Nachfrage-Delle beim Treibstoff wegen der sich ausweitenden Coronavirus-Beschränkungen in ganz Europa drücken die Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich zum Wochenanfang 3,5 Prozent auf 36,60 Dollar. US-Leichtöl WTI notiert mit 34,38 Dollar je Barrel knapp vier Prozent schwächer.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 46,38

07:39 Uhr

Dax dürfte sich nach Corona-Delle erholen

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Freitag war er belastet durch Rekordwerte bei den Corona-Infektionen und die neuerlichen Einschränkungen im Kampf gegen den Erreger 0,4 Prozent schwächer bei 11.556,48 Punkten aus dem Handel gegangen - auf Wochensicht war der Verlust mit 8,6 Prozent so groß wie seit Mitte März nicht mehr gewesen.

Dax
Dax 13.242,10

Bis Ende November liegt das öffentliche Leben in Deutschland weitgehend flach. Gaststätten, Kinos oder Theater sind geschlossen, der Einzelhandel darf weniger Kunden empfangen. Damit soll die zweite Welle in der Pandemie gebrochen werden. Volkswirte gehen davon aus, dass der erzwungene Stillstand tiefe Spuren in der Konjunktur hinterlässt.

Dabei dürften Börsianer auch auf die Einkaufsmanagerindizes für Oktober achten, deren detaillierte Ergebnisse am Vormittag vorgelegt werden und die zu den frühesten Konjunkturindikatoren zählen. Doch auch Unternehmenszahlen dürften für Gesprächsstoff sorgen. Die Medizintechnik-Tochter von Siemens muss den Turbulenzen in Krankenhäusern und Laboren in der Corona-Pandemie Tribut zollen. Beim Umsatz trat Siemens Healthineers im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende September) mit 14,5 Milliarden Euro auf der Stelle. Der Nettogewinn ging um zehn Prozent auf 1,42 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Montag in Erlangen mitteilte. Ergebnisse zum Sommerquartal legen unter anderem auch Ryanair und Paypal vor.

06:47 Uhr

Corona-Entwarnung in China: Wirtschafts-Stimmung auf Zehn-Jahres-Hoch

Hier noch mal mehr Details zu den positiven chinesischen Konjunkturdaten: Der Caixin/Markit-Index des Wirtschaftsmagazins "Caixin", stieg im Oktober von 53,0 im Vormonat auf 53,6 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2011. Über 50 Punkte zeigt der Index eine Expansion der Industrie an, während darunter von einer Kontraktion auszugehen ist. Die Stimmung in den Chefetagen chinesischer Unternehmen ist damit so gut wie seit fast zehn Jahren nicht mehr, jetzt wo China das Coronavirus weitgehend im Griff zu haben scheint.

"Unternehmen sind sehr geneigt, ihre Lager auszubauen", sagte "Caixin"-Ökonom Wang Zhe. "Die Preise sind stabil. Der Geschäftsbetrieb verbessert sich, und Unternehmer sind zuversichtlich." Die neue Welle der Infektionen mit dem Virus in anderen Ländern lässt allerdings die Nachfrage aus dem Ausland nach Produkten "Made in China" wieder langsamer wachsen, auch wenn die neuen Exportaufträge im Oktober den dritten Monat in Folge weiter zulegten. "Die Drehungen und Wendungen bei den Infektionen im Ausland bleiben Gegenwind für die Ausfuhren", sagte Wang Zhe.

05:47 Uhr

Chinas Einkaufsmanager stützen Asien-Börsen

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Montag infolge solider Wirtschaftsdaten aus China von einem Monatstief erholt. Der chinesische Caixin/Markit-Index machte den Anlegern Hoffnung, das das Land auf dem besten Weg ist, wieder das Vor-Pandemie-Niveau zu erreichen.

Auswirkungen wie in Europa und den Vereinigten Staaten aufgrund der zweiten Coronavirus-Welle könnten somit China erspart bleiben. Enttäuschende Ergebnisse und Aussichten einiger der größten Unternehmen der Wall Street - wie Apple und Facebook vergangene Woche - haben allerdings auf die Stimmung der Börsianer geschlagen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,4 Prozent höher bei 23.303 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,7 Prozent und lag bei 1606 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 104,64 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,6863 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9170 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1639 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0675 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2934 Dollar.