Donnerstag, 01. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski und Diana Dittmer
17:37 Uhr

Beschwingt in die Osterpause: Dax tanzt auf der 15.100

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Keine Müdigkeit über der 15.000-Punkte-Marke.

REUTERS

Der Dax hat am Gründonnerstag seine Rekordjagd wieder aufgenommen. Nachdem der deutsche Leitindex am Vortag in einem ruhigen Handel nur knapp an einer Bestmarke vorbeigeschrammt war, gelang ihm am letzten Handelstag vor dem Osterwochenende der Sprung auf einen neuen Höchststand bei 15.110 Punkten.

Dax
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Mit in den Feierabend nahm der Dax dann ein Plus von immerhin 0,6 Prozent und 15.101 Punkten. Das entspricht in der verkürzten Osterwoche einem Plus von rund zwei Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte zog gar um 1,7 Prozent auf 32.285 Punkte an und bewegte sich damit wieder auf dem Niveau von Ende Februar dieses Jahres. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStox50 ging es um 0,6 Prozent nach oben.

Positive Impulse kamen aus den USA sowie aus Europa und Asien: So hellte sich die Stimmung in den Manageretagen der japanischen Großindustrie nach den schweren Einbrüchen wegen der Corona-Pandemie überraschend deutlich auf. In der Eurozone ist die Stimmung in der Industrie trotz der Pandemie so gut wie nie zuvor. Zudem kam das billionenschwere Infrastrukturprogramm des US-Präsidenten Joe Biden bei den Anlegern gut an. Sein Plan sieht unter anderem die Modernisierung von Straßen, Brücken, mehreren Flughäfen sowie Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und die Elektromobilität vor.

An der Dax-Spitze zogen die Aktien von Delivery Hero um knapp vier Prozent an. Am Vorabend hatte die niederländische Beteiligungsgesellschaft Prosus, die vom südafrikanischen Naspers-Konzern kontrolliert wird, die Aufstockung des Delivery-Anteils auf fast 25 Prozent gemeldet. Damit würden bestehende und künftige Verwässerungseffekte im Zuge der Übernahme der südkoreanischen Woowa durch Delivery ausgeglichen, hieß es.


16:58 Uhr

Lufthansa will sich Milliarden-Kapitalerhöhung genehmigen lassen

Die Lufthansa will sich von ihren Aktionären vorab eine mögliche Kapitalerhöhung über bis zu 5,5 Milliarden Euro genehmigen lassen. Bei der virtuellen Hauptversammlung am 4. Mai soll sogenanntes genehmigtes Kapital für einen Zeitraum von fünf Jahre geschaffen werden, wie der Konzern mitteilt.

Lufthansa
Lufthansa 10,59

"Dadurch soll das Unternehmen in die Lage versetzt werden, Finanzierungsgelegenheiten flexibel nutzen zu können, um Eigenkapital am Kapitalmarkt zu beschaffen." Die Höhe des sogenannten Genehmigten Kapitals C leite sich technisch aus der Höhe der Stillen Einlagen des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) von insgesamt 5,5 Milliarden Euro ab.

Denn eine mögliche Kapitalerhöhung in diesem Rahmen stünde "in direktem Zusammenhang mit der Rückführung der Stabilisierungsmaßnahmen". Den Aktionären würde im Fall einer Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht eingeräumt, erklärte der Konzern.

16:48 Uhr

"Zustand der Euphorie": US-Industrie-Motor brummt wie lange nicht

Die US-Industrie wächst so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Der Einkaufsmanager-Index stieg im März auf 64,7 Punkte von 60,8 im Februar, wie aus der  Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Dies ist der höchste Wert seit Ende 1983. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 61,3 gerechnet. Mit einem Wert von weit über 50 Zählern signalisiert der Index ein enorm starkes Wachstum.

"Die Stimmung in der US-Industrie steigert sich immer mehr in einen Zustand der Euphorie", konstatierte LBBW-Analyst Elmar Völker. Verantwortlich dafür sei das Zusammentreffen mehrerer günstiger Faktoren: "Das jüngst beschlossene Konjunkturpaket weckt Hoffnungen auf einen Nachfrageschub, zudem fallen angesichts der stark gesunkenen Corona-Infektionszahlen in der USA immer mehr Restriktionen für Wirtschaft und Konsumenten weg", erläuterte der Experte.

Der US-Immobilienmarkt erhielt derweil einen Dämpfer. Beeinträchtigt von einer Kältewelle in weiten Teilen des Landes sanken die Bauausgaben im Februar um 0,8 Prozent auf 1,517 Billionen Dollar, wie das Handelsministerium mitteilte. Experten hatten mit einem Rückgang von 1,0 Prozent gerechnet, nach plus 1,2 Prozent im Januar.

16:30 Uhr

S&P-500-Index setzt Rekordjagd fort

Angeführt von den Technologiewerten legt die Wall Street am letzten Handelstag vor dem langen Osterwochenende erneut zu. Der breit gefasste S&P 500-Index steigt kurz nach Eröffnung um bis zu 0,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 4005 Punkte.

S&P 500
S&P 500 4.141,25

Dow Jones und technologielastige Nasdaq gewannen bis zu 1,5 Prozent. "Der April ist historisch gesehen ein recht guter Monat für die Börse", sagte Larry Adam, Chef-Anleger des Vermögensberaters Raymond James. "Ich rechne daher, dass die Aufwärtsdynamik anhält, zumal die Wirtschaft an Stärke zu gewinnen scheint."

Genährt wird dieser Optimismus von den geplanten zusätzlichen billionenschweren Infrastruktur-Investitionen des US-Präsidenten Joe Biden und vom Anstieg des ISM-Index auf ein 37-Jahreshoch. Der Index stieg im März auf 64,7 Punkte von 60,8.

Die Erwartung lag bei 61,7. Sehr stark hat sich die Auftragskomponente entwickelt, was eine starke Wachstumsbeschleunigung in den kommenden Wochen und Monaten andeutet. Allerdings dürfte dies weitgehend an der Börse eingepreist sein. Der Dax notiert gleichzeitig 0,6 Prozent höher bei 15.098 Punkten.

16:18 Uhr

1700 Jobs weniger: Commerzbank schafft Fakten beim Stellenabbau

Die Commerzbank treibt den angekündigten Abbau Tausender Stellen voran. Der "sozialverträgliche Abbau" von 1700 Vollzeitstellen bis Ende 2021 sei über ein Freiwilligenprogramm mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbart worden, teilte der Frankfurter MDax-Konzern mit.

Die Commerzbank hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern bis Ende 2024 von zuletzt knapp 40.000 auf 32.000 zu verringern. "Das Freiwilligenprogramm ist ein wichtiger Schritt in Richtung des erforderlichen Stellenabbaus", kommentierte Personalvorständin Sabine Schmittroth. "Wir stellen damit schnell Instrumente zur Verfügung, die bereits im kommenden Jahr die Kostenbasis senken." Für Abfindungen und weitere Kosten für den Konzernumbau, der Einschnitte im deutschen Filialnetz sowie bei den Auslandsstandorten vorsieht, wird die Bank den Angaben zufolge im ersten Quartal des laufenden Jahres Aufwendungen in Höhe von rund 470 Millionen Euro buchen. Die Gesamtkosten für den bis 2024 laufenden Konzernumbau hatte die Bank mit 1,8 Milliarden Euro veranschlagt.

Commerzbank
Commerzbank 4,84

 

15:59 Uhr

Dax mit viel Wumms: Sind Allzeithochs ein Problem?

Anleger haben vor den Osterfeiertagen nochmal zugegriffen und den Dax zwischenzeitlich auf über 15.100 Punkte geschoben. Wer wäre bei der Börsenparty nicht gern dabei. Doch wie sollen Anleger agieren, die noch nicht als Gäste mittanzen? Ob sich in der Vergangenheit ein Einstieg auf Rekordniveau für Anleger ausgezahlt hat und wie sie jetzt clever einsteigen können, auch wenn es vielleicht nicht sofort weiter nach oben geht, darüber spricht Bianca Thomas mit Christian Köker von der HSBC:

15:35 Uhr

Sparrekord im Lockdown: So viel haben die Deutschen jetzt auf der hohen Kante

Im Lockdown geht das Geld nicht so locker von der Hand wie sonst. Das liegt nicht alleine an fehlenden Möglichkeiten. Die ohnehin sparsamen Deutschen halten ihr Geld in der Krise gerne beisammen. Heraus kommt ein neuer Spar-Rekord. Das Konsumverhalten könnte sich nachhaltig ändern:

Tja, was passiert mit den Corona-Billionen der Welt? Das ist die große Frage, mit der wir uns auch befasst haben:

 

15:10 Uhr

Chefvolkswirt Schmieding zu Bidens Mega-Wirtschaftspaket: "Die USA haben es nötig"

US-Präsident Biden will die US-Wirtschaft mit einem massiven Infrastrukturprogramm ankurbeln. Er will mehr als zwei Billionen Dollar investieren. Holger Schmieding, Chefvolkswirt des Bankhauses Berenberg, spricht mit ntv über die Aussichten:

 

14:50 Uhr

Fast 2000 Jobs weg: Danone hält an Plänen von Ex-Chef Faber fest

Der französische Lebensmittelkonzern Danone will 1850 Stellen weltweit streichen. Rund 460 Jobs sollen im Heimatland Frankreich wegfallen, wie Danone mitteilt. Der Mitte März auf Druck von Aktionären geschasste Konzernchef Emmanuel Faber hatte im November die Streichung von "bis zu 2000 Stellen" angekündigt. Der Verwaltungsrat blieb nun nur knapp darunter. Danone hat rund 100.000 Beschäftigte weltweit.

Danone
Danone 59,78

Auch am Plan Fabers, Danone in drei große Bereiche aufzuteilen - vegetarische und Milchprodukte, Ernährungsprodukte und Wasser - statt wie bisher entlang der Märkte, hielt der Verwaltungsrat fest. Die Stellenstreichungen und die Umstrukturierung sollen in diesem und im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Danone hatte Faber fristlos entlassen. Investoren hatten dem 57-Jährigen Missmanagement in der Corona-Krise und ein schlechtes Abschneiden gegenüber Konkurrenten wie Nestlé und Unilever vorgeworfen. Einen neuen Chef hat das Unternehmen noch nicht.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:39 Uhr

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigen wieder Erwarten

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 27. März entgegen den Erwartungen zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 61.000 auf 719.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilt. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 675.000 vorhergesagt.

Für die Vorwoche wurde der Wert nach unten revidiert - auf 658.000 von ursprünglich 684.000. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 10.500 auf 719.000. In der Woche zum 20. März erhielten 3,794 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 46.000.

14:05 Uhr

"Aktien sehr hoch bewertet": Weidmann warnt vor "Greenspan-Put"

EZB-Ratsmitglied Jens Weidmann hat auf die hohe Bewertung der Aktienmärkte hingewiesen und vor einer Wiederholung des "Greenspan-Put" gewarnt. "Nach allen gängigen Modellen, die wir so betrachten, sind die Aktienbewertungen derzeit sehr hoch, und dazu trägt natürlich auch das Niedrigzinsumfeld bei", sagte Weidmann. Er fügte hinzu: "Aus meiner Sicht ist der entscheidende Punkt, dass wir mit Blick auf die Finanzmärkte und die Finanzstabilität den sogenannten Greenspan-Put nicht wiederholen."

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfe in ihrer geldpolitischen Reaktion "am Ende, wenn der Schaden eingetreten ist, und der Aktienmarkt eine Korrektur verzeichnet", nicht versuchen, den Schaden durch eine sehr expansive Geldpolitik abzufedern, während sie zuvor beim Aufbau der Risiken zugeschaut habe. "Eine symmetrische Geldpolitik ist aus meiner Sicht sehr wichtig", sagte Weidmann.

Heute spricht man eigentlich nicht mehr nur vom Greenspan-Put, sondern auch vom "Fed-Put". Der Begriff beschreibt den Verdacht, dass die Fed immer wieder gezielt auf schwache Phasen am Aktienmarkt reagiert und damit die Kurse stützt. Die Bezeichnung "Put" hat sich deshalb eingebürgert, weil Puts Termingeschäfte sind, mit denen Investoren die Kurse ihrer Papiere nach unten absichern können.

Lesen Sie hier, warum die Börse sich so von der Realwirtschaft abgekoppelt hat:

13:37 Uhr

Ölpreise legen deutlich zu - Opec+ berät über Fördermenge

Die Ölpreise steigen kräftig. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet zuletzt 64,05 US-Dollar. Das sind 1,31 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI klettert um 1,35 Dollar auf 59,51 Dollar.

Im Mittelpunkt steht ein Treffen des Ölverbunds Opec+ zur Förderpolitik. Im Tagesverlauf beraten die in der Opec+ vereinten Länder rund um Saudi-Arabien und Russland über ihre künftige Produktion. Seit längerem ist die Förderung aufgrund der coronabedingt schwachen Nachfrage durch Beschlüsse des Verbunds gedeckelt.

Es gilt als wahrscheinlich, dass sich an der Gesamtproduktion zunächst nichts oder nur wenig ändert. Gestützt werden die Ölpreise auch durch die Aussicht auf neue Konjunkturmaßnahmen in den USA. Präsident Joe Biden will in den kommenden acht Jahren unter anderem die Infrastruktur erneuern und Millionen Arbeitsplätze schaffen. Die Investitionen entsprächen etwa zehn Prozent der jährlichen US-Wirtschaftsleistung.

13:10 Uhr

Grüne Aktien: So sieht die Energiewende an der Börse aus

Während grüne Aktien generell an Bedeutung gewinnen, schrumpft der kollektive Börsenwert von Öl-, Gas- und Kohleunternehmen. Doch nicht immer lässt sich die Nachhaltigkeit von Aktien und Finanzprodukten nachvollziehen:

12:33 Uhr

Trotz Prämien kaum Bereitschaft zum E-Auto-Kauf - das sind die Gründe

Trotz staatlicher Kaufprämien denken derzeit nur zehn Prozent der Deutschen daran, sich im kommenden Jahr ein E-Auto anzuschaffen. Das geht aus einer Studie des Umfrageunternehmens Dynata hervor, das in elf Ländern jeweils über 1000 Konsumenten befragt hat.

Demnach ziehen auch nur zehn Prozent der Befragten hierzulande den Kauf eines Hybrid-Wagens in Betracht. Die Mehrheit der Deutschen hat Bedenken bezüglich der Ladeinfrastruktur.

Als weitere Gründe, die gegen den Kauf eines E-Autos sprechen, wurden auch langfristig höhere Kosten durch Reparaturen und Instandhaltung sowie weniger Leistung auf der Straße genannt. Während die jüngst erhöhten und verlängerten Kaufprämien die Nachfrage nach E-Fahrzeugen angeschoben haben, ist das Ladenetz erst im Aufbau. Die Bundesregierung will E-Auto-Fahrern mit einem flächendeckenden Netz von Schnell-Ladesäulen auch Langstrecken möglich machen.

Seitdem im vergangenen Jahr die Förderung von 900 Euro pro Ladepunkt beschlossen wurde, sind über 200.000 Anträge auf den Einbau an Hauswänden und in Tiefgaragen eingegangen.

11:42 Uhr

Knorr-Bremse mit Milliardenauftrag von Lkw-Bauer

Der Lkw- und Bahn-Zulieferer beliefert einen großen europäischen Nutzfahrzeughersteller auch in den kommenden zehn Jahren mit Brems- und Luftaufbereitungs-Systemen. Der jetzt verlängerte Auftrag habe einen Wert von insgesamt rund einer Milliarde Euro, teilte Knorr-Bremse mit.

Den Namen des Auftraggebers nannte das Unternehmen nicht, sprach aber von einem "sehr bedeutenden Kunden", der weltweit zu den führenden Lkw-Herstellern gehöre.

Knorr
Knorr 103,00

10:55 Uhr

Klotzen statt kleckern: Bidens gigantischer Plan für die "stärkste Volkswirtschaft der Welt"

Zu viel Bescheidenheit kann man Joe Bidens jüngstem Vorschlag nicht vorwerfen: Der US-Präsident will in den kommenden acht Jahren mit Ausgaben in Höhe von rund zwei Billionen US-Dollar (1,7 Billionen Euro) die Infrastruktur des Landes erneuern und damit Millionen Arbeitsplätze schaffen. Die gewaltigen Investitionen entsprächen etwa 10 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA. Bidens Devise dabei scheint klar zu sein: klotzen statt kleckern.

10:29 Uhr

Dax zieht weiter nach oben

Die europäischen Aktienmärkte kennen am Donnerstag nur eine Richtung: nach oben. Der Dax notiert in der Spitze 0,6 Prozent höher auf einem weiteren neuen Rekordstand von 15.097 Punkten.

Dax
Dax 15.320,52

Der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,4 Prozent auf 3938 Punkte. Gestützt wird die Stimmung weiterhin vom festen Dollar, der Euro wird kaum verändert um 1,1730 Dollar gehandelt und damit nur knapp über den neuen Jahrestiefs. Auf der Zinsseite ist es merklich ruhiger geworden, die Renditen zeigen sich aktuell etwas niedriger. Die Vorlagen aus Asien sind überwiegend leicht positiv.

"Die große Frage ist, ob sich der Dax über der 15.000er Marke ins lange Osterwochenende verabschiedet", sagt Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Am Dienstag hatte der Dax die 15.000er Marke erstmals geknackt und damit das erste Quartal sozusagen mit dem i-Pünktchen gekrönt.

10:14 Uhr

Einzelhandel setzt weniger um als erwartet

Die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind im Februar etwas weniger stark gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, kletterten die Umsätze nach Abzug der Inflation um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Ökonomen hatten einen Zuwachs um 2,0 Prozent prognostiziert. Für Januar wurde der monatliche Rückgang um 6,5 Prozent bestätigt.

Erfahren Sie hier mehr über die Not der Einzelhändler:

09:41 Uhr

Totaler Fehlstart: Deliveroo stürzen weiter in die Tiefe

Einen Tag nach dem enttäuschenden Börsendebüt geht es für Deliveroo erneut abwärts. Die Aktien des Essenslieferanten geben in London zum Auftakt noch einmal bis zu zwei Prozent auf 283,5 Pence nach. Die Aktien waren zu 390 Pence ausgegeben worden und hatten am ersten Handelstag 27 Prozent verloren.

Deliveroo
Deliveroo 2,81

 

09:21 Uhr

100 Milliarden Dollar gegen Chip-Mangel - Weltmarktführer plant Mega-Investition

Der Mangel an Halbleitern hält unter anderem die Auto- und Elektronikindustrie weltweit in Atem. Um mit der anziehenden Nachfrage mitzuhalten, plant der mit Abstand größte Chip-Produzent der Welt, TSMC, gigantische zusätzliche Investitionen.

Der taiwanische Konzern will in den kommenden drei Jahren 100 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Fertigungsstätten stecken. So solle die Kapazität der Produktion gesteigert werden. Man erwarte eine sehr hohe Nachfrage angesichts von 5G und dem Trend zu sehr leistungsfähigen Computern, erklärte der Konzern, zu dessen Kunden unter anderem Apple und Qualcomm gehören. "Außerdem beschleunigt die Covid-19-Pandemie die Digitalisierung in allen Bereichen." TSMC hatte bereits angekündigt, in diesem Jahr zwischen 25 und 28 Milliarden Dollar für die Entwicklung und Produktion moderner Chips auszugeben.

09:09 Uhr

Dax steigt zur Eröffnung auf neues Rekordhoch

Gleich zur Eröffnung steigt der Dax auf 15.054 Punkte und damit auf ein neues Rekordhoch. Für Zuversicht sorgt vor allem der Plan von US-Präsident Biden, Billionen von Dollar in die amerikanische Infrastruktur zu investieren. Aber auch gute Zahlen von Henkel verstärken den Eindruck, dass es der deutschen Industrie besser gehen könnte, als zuletzt gedacht.

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,8 Prozent auf 31.972,50 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3 Prozent nach oben.

09:05 Uhr

Ölstaaten beraten - Preise steigen leicht

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel leicht gestiegen. Im Mittelpunkt steht ein Treffen des Ölverbunds Opec+ zur Förderpolitik. Am Morgen kostete ein Barrel Brent 63,12 US-Dollar. Das waren 38 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass WTI stieg um 45 Cent auf 59,61 Dollar.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25

Heute beraten die in der Opec+ vereinten Förderländer rund um Saudi-Arabien und Russland über ihre künftige Produktion. Seit längerem ist die Förderung aufgrund der coronabedingt schwachen Nachfrage per Absprache gedeckelt. Es gilt als wahrscheinlich, dass sich an der Gesamtproduktion des Verbunds zunächst nichts oder nur wenig ändert. Zu ungewiss erscheinen die konjunkturellen Aussichten aufgrund der Corona-Pandemie, insbesondere in Europa und Teilen Asiens.

08:53 Uhr

Henkel macht Hoffnung

Kräftig steigende Kurse erwarten Marktteilnehmer bei Henkel: Der Chemiekonzern ist im ersten Quartal nach ersten Berechnungen deutlich stärker gewachsen als erwartet.

Der Dax-Konzern erwartet für das erste Quartal ein organisches Umsatzwachstum von insgesamt rund 7 Prozent, die aktuelle Markterwartung liege laut Daten von Visible Alpha bei rund 3,5 Prozent, hieß es von dem Unternehmen. Vor allem der Bereich Klebstoffe hat mit einem Plus von 12,5 Prozent für die Jefferies-Analysten extrem gut performt. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, könnte Henkel im weiteren Jahresverlauf den Umsatz- und den Gewinnausblick nach oben nehmen.

Auch als Indikator über Henkel hinaus gelten die Aussagen als positiv: Die Industrieproduktion erhole sich möglicherweise bereits stärker als erwartet. Kürzlich hatte bereits der US-Konkurrent HB Fuller von einem starken Wachstum im ersten Quartal berichtet.

08:44 Uhr

Biden attackiert Konzerne wie Amazon wegen Steuervermeidung

Der Online-Händler sieht sich in den USA der Kritik von Präsident Joe Biden ausgesetzt, das Unternehmen nutze Schlupflöcher, um Steuern zu umgehen. Amazon sei eines von 91 Fortune-500-Unternehmen, die "verschiedene Schlupflöcher nutzen, durch die sie keinen einzigen Penny an Bundeseinkommensteuer zahlen", sagte Biden bei einer Rede in Pittsburgh. Dies stünde in scharfem Kontrast zu Familien der Mittelschicht, die über 20 Prozent Steuern zahlen.

Amazon wies den Vorwurf zurück. "Wenn die F&E-Steuergutschrift ein 'Schlupfloch' ist, ist es sicherlich eines, das der Kongress gewollt hat. Die F&E-Steuergutschrift existiert seit 1981, wurde 15 Mal mit parteiübergreifender Unterstützung verlängert und wurde 2015 in einem von Präsident Obama unterzeichneten Gesetz endgültig festgeschrieben", twitterte Jay Carney, Kommunikationsleiter von Amazon und ehemaliger Pressesprecher des Weißen Hauses unter Präsident Barack Obama.

08:24 Uhr

Dax hält sich oberhalb der 15.000

Mit einer gut behaupteten Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler am Gründonnerstag. Der Dax wird vorbörslich 0,1 Prozent höher bei 15.027 Punkten erwartet, im Euro-Stoxx-50 sieht es ähnlich aus.

Dax
Dax 15.320,52

"Die große Frage ist, ob sich der Dax über der 15.000er Marke ins lange Osterwochenende verabschiedet", sagt Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Am Dienstag hatte der Dax die 15.000er Marke erstmals geknackt und damit das erste Quartal sozusagen mit dem i-Pünktchen gekrönt.

Mit einem Plus von 9 Prozent war das erste Quartal stark. Trotzdem müssen daraus nun keine Gewinnmitnahmen abgeleitet werden, denn der April gilt gemeinhin als einer der stärksten Börsenmonate überhaupt, vermutlich wegen der Dividendenkäufe vor den näher rückenden Hauptversammlungen. Nachdem Daimler diese bereits am Mittwoch abgehalten hat, steht hier nun der Dividendenabschlag von 1,35 Euro je Aktie an.

08:07 Uhr

Microsoft erhält 22-Milliarden-Dollar-Rüstungsauftrag von US-Armee

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Soldat mit erweitertem Durchblick.

(Foto: AP)

Microsoft wird für die US-Armee maßgeschneiderte Augmented-Reality-Headsets entwickeln und bauen. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von bis zu 21,9 Milliarden Dollar, wie der IT-Konzern in einem Blog-Post mitteilte. Er würde Microsoft helfen, seine Rolle als wichtiger Lieferant der US-Regierung auszubauen.

Das Gerät wird auf dem Hololens-Headset basieren, das 2016 auf den Markt kam. Mehr als 120.000 Stück der maßgeschneiderten Geräte sollen über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeliefert werden und vom Cloud-Computing-Dienst Azure von Microsoft unterstützt werden. Die Headsets werden mit Microsoft-Software laufen und US-Soldaten durch verbessertes Situationsbewusstsein und vermehrte Trainingsmöglichkeiten sicherer und effektiver machen, so das Unternehmen.

07:54 Uhr

Chip-Mangel: Ford muss mehrere Fabriken anhalten

Der US-Konzern Ford wird die Fertigung in mehreren Werken für Nutzfahrzeuge wegen des Halbleiter-Engpasses vorübergehend stoppen. Wegen der Lieferprobleme könne in diversen Fabriken nicht wie geplant gefertigt werden, kündigte die Ford Motor Co an. So soll im April im Truck-Werk in Dearborn für zwei Wochen die Arbeit ruhen. Im Werk Kansas City soll die Produktion ab kommendem Montag eine Woche lang pausieren. Auch in mehreren anderen Fabriken in Nordamerika sollen die Arbeiten vorübergehend unterbrochen und geplante Überstunden gestrichen werden.

Wie andere Auto- und Nutzfahrzeughersteller hat auch Ford Schwierigkeiten, genügend Halbleiterchips zu beschaffen, da die Hersteller dieser Komponenten mit einer steigenden Nachfrage aus anderen Branchen konfrontiert sind.

Ford hatte im Februar angekündigt, dass die weltweiten Produktionsverluste aufgrund des Chip-Engpasses im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres das Ergebnis vor Steuern mit 1 Milliarde bis 2,5 Milliarden Dollar belasten könnten. Am Mittwoch bekräftigte Ford diese Prognose

07:48 Uhr

Der Euro verharrt bei Fünfmonatstief

Der Euro hat sich im frühen Handel zunächst wenig bewegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1715 US-Dollar und damit geringfügig weniger als in der vorherigen Nacht. Am Vortag hatte der Euro mit 1,1704 Dollar ein Fünfmonatstief markiert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1725 Dollar festgesetzt.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,20

Der billionenschwere Investitionsplan von US-Präsident Joe Biden bewegte die Devisenkurse kaum. Mit dem Plan, den Biden in der Nacht verkündete, soll vor allem die Infrastruktur des Landes erneuert werden. Sowohl die Grundzüge als auch der ungefähre Umfang waren bekannt, so dass sich die Überraschung an den Märkten in Grenzen hielt.

07:24 Uhr

Asien hofft auf Bidens Billionen

An den asiatischen Börsen zeigt sich ein positives Kursbild - nach dem schwächsten Quartal seit einem Jahr. Im Handel verweist man auf die positiv aufgenommenen billionenschweren Infrastruktur-Pläne von US-Präsident Biden. Die staatlich stimulierte Nachfrage nach Investitionsgütern und Dienstleistungen werde massiv steigen, heißt es im Handel. Davon dürften auch Unternehmen in Asien profitieren. Dass Biden zur Finanzierung an Steuererhöhungen denkt, bremst die gute Laune etwas.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

In Tokio stützt auch ein positiver Tankan-Bericht der japanischen Notenbank etwas. Dieser offenbart die Konjunkturerholung von der pandemiebedingten Krise. Der Nikkei-225 klettert um 0,7 Prozent - angeführt von Aufschlägen in den Sektoren Elektronik und Finanzwesen. Toshiba ziehen um 5,5 Prozent an. Micron Technology und Western Digital bereiten eine mögliche Offerte für Kioxia Holdings vor - einer der Hauptaktionäre ist Toshiba.

An den chinesischen Kernlandbörsen geht es etwas gemächlicher nach oben. In der chinesischen Industrie hat sich die Aktivität im März verlangsamt. Unterdessen nahm der Inflationsdruck zu. Der Schanghai-Composite zeigt sich etwas fester.

In Hongkong ist die Stimmung besser, der HSI gewinnt 1,1 Prozent. Angeführt wird die Liste der Gewinner von Werten aus den Bereichen Konsum und Technologie.

07:12 Uhr

Chinas Industrie-Aufschwung lahmt

Die Stimmung in Chinas Industrie hat sich im März überraschend weiter abgekühlt. Ein vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichter Einkaufsmanagerindex lag bei 50,6 Punkten, was einem Minus von 0,3 Punkten im Vergleich zum Vormonat entspricht. Experten hatten mit einer Aufhellung auf 51,4 Punkte gerechnet. Zuletzt war die Stimmung im April 2020 schlechter. Der Indikator liegt aber den elften Monat über der wichtigen Marke von 50 Punkte.

Während Werte darüber auf eine Expansion der wirtschaftlichen Aktivitäten hindeuten, zeigen Werte darunter eine Eintrübung der Lage an.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex des chinesischen Statistikamtes hatte am Vortag dagegen eine überraschend deutliche Stimmungsaufhellung gezeigt. Dieser PMI-Index legte von 50,6 auf 51,9 Zähler zu.

06:05 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Einen Tanz um die 15.000er Marke hat der Dax zur Wochenmitte aufgeführt. Mit einem Tageshoch von 15.026,49 Punkten schrammte der deutsche Börsenleitindex noch einmal knapp an seinem Rekordstand vom Dienstag von 15.029,70 Zählern vorbei. Der Handel bliebt ruhig, die Dax-Spanne betrug lediglich rund 50 Punkte. Aus dem Handel verabschiedete er sich nahezu unverändert mit 15.008 Stellen - und schaffte so im ersten Quartal ein Plus von knapp 1300 Zählern oder mehr als neun Prozent.

Der Start ins zweite Quartal dürfte eher ruhig vonstattengehen. Der erste Handelstag im April ist gleichzeitig der letzte der verkürzten Karwoche. Gewinnmitnahmen vor dem anstehenden verlängerten Wochenende sind wahrscheinlich, auch weil immer mal wieder das Thema Inflation hochkocht.

Von Konjunkturseite stehen etwa die deutschen Einzelhandelsumsätze auf der Agenda. Wichtiger dürften aber die diversen Einkaufsmanagerdaten aufgefasst werden, etwa aus Frankreich, Spanien und Deutschland - oder auch den USA. Unternehmensseitig bleibt es dagegen ruhig.

Was den Dax zur Wochenmitte bewegt hat, lesen Sie hier.

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