Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagFrachtraten von China in die USA steigen rasant

18.09.2026, 08:20 Uhr

Die Kosten für den Transport von Seefracht zwischen China und der US-Ostküste sind infolge des Iran-Kriegs rasant gestiegen. Die Preise für kurzfristige Buchungen auf dieser Route erreichten 10.948 Dollar pro 40-Fuß-Container, wie aus Daten der Preisplattform Xeneta hervorging. Damit haben sich die Kosten seit Beginn des Konflikts am 28. Februar mehr als vervierfacht. Die Frachtraten auf dieser wichtigen Handelsroute lägen nur noch knapp unter dem Allzeithoch aus der Zeit der weltweiten Lieferkettenprobleme während der Corona-Pandemie, sagte Xeneta-Chefanalyst Peter Sand. Im Januar 2022 war ein Rekordwert von 11.900 Dollar erreicht worden. Die Strecke von Shanghai nach New York gehört zu den meistbefahrenen und profitabelsten für globale Reedereien wie Maersk und Cosco.

Hintergrund der Entwicklung sind die stark gestiegenen Rohölpreise durch die Eskalation im Nahen Osten. Nachdem die USA und der Iran Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen und versenkt hatten sowie Saudi-Arabien eine wichtige Pipeline schließen musste, hat sich der Treibstoff für Containerschiffe deutlich verteuert. Der weltweite Durchschnittspreis für den von vielen Schiffen genutzten schwefelarmen Treibstoff stieg dem Fachdienst Ship & Bunker zufolge auf 901,50 Dollar pro Tonne. Am 27. Februar hatte der Wert noch bei 543,50 Dollar gelegen, blieb am Donnerstag jedoch unter dem Höchststand vom 20. März von 1053 Dollar. Die Reedereien geben diese Mehrkosten über Zuschläge an ihre Kunden weiter.

Quelle: ntv.de