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Der Börsen-TagInsider: Moskau sichert Benzin-Versorgung mit Lieferungen aus Sibirien

21.07.2026, 16:41 Uhr

Russland stabilisiert die Treibstoffversorgung in der Region Moskau durch umgeleitete Lieferungen aus Sibirien und verstärkte Importe aus Belarus. Damit reagieren die Behörden auf Engpässe bei Benzin und Diesel, die durch ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien im ganzen Land verursacht wurden. Dies teilten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters mit. Während sich die Lage in der politisch und wirtschaftlich wichtigsten Region des Landes damit entspannt hat, sind andere Teile Russlands weiterhin von Kraftstoffknappheit betroffen. Die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist Händlern zufolge am stärksten betroffen.

Seit Mai hat die Ukraine ihre Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur verstärkt, um eine wichtige Geldquelle der Führung in Moskau zur Finanzierung des seit fast viereinhalb Jahren wütenden Krieges auszutrocknen. Die landesweite Benzinproduktion fiel daraufhin Anfang Juli auf rund 65 Prozent des durchschnittlichen saisonalen Verbrauchs. Ein Angriff auf die Moskauer Ölraffinerie Mitte Juni führte zu langen Schlangen an den Tankstellen in der Hauptstadt. Um die Produktionsausfälle auszugleichen, wurden Benzinlieferungen aus dem Ural und Sibirien sowie Importe aus Belarus in die Moskauer Region umgeleitet, so die Händler. Einer von ihnen erklärte, die Raffinerie Atschinsk in der sibirischen Region Krasnojarsk beliefert nun Moskau.

Quelle: ntv.de