Der Börsen-TagQuo vadis, Dax?
Die europäischen Börsen haben erleichtert auf Zinsentscheid und Ausblick der US-Notenbank reagiert. Sorgen um die Glaubwürdigkeit der Fed bei der Bekämpfung der Inflation seien damit ausgeräumt worden, hieß es auch auf dem Frankfurter Parkett. Rückenwind kam auch von sinkenden Ölpreisen. Dadurch verbuchte der Dax ein deutliches Plus. Doch wie geht es mit dem deutschen Leitindex nun weiter?
Heute ist erstmal Verfalltermin, ansonsten allerdings ein ziemlich datenarmer Tag. Die europäischen Finanzminister beraten in der irischen Hauptstadt Dublin. Weil es ein informelles Treffen ist, werden keine größeren Beschlüsse erwartet. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will das Treffen nutzen, um für eine europäische Übergewinnsteuer zu werben. Mit dieser will der SPD-Chef ungewöhnlich hohe und krisenbedingte Profite der Mineralölkonzerne abschöpfen und so Entlastungen finanzieren, die die Bundesregierung wegen der hohen Tankstellenpreise plant. Bisher gibt es in der EU keine Mehrheit für die Übergewinnsteuer.
Japans Notenbank dürfte das Zinsniveau laut Experten am Freitag auf das höchste Niveau seit über 30 Jahren hieven. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass der geldpolitische Schlüsselsatz um einen Viertelpunkt auf 1,25 Prozent angehoben wird. Dies wäre das höchste Niveau seit 31 Jahren.