Der Börsen-Tag"Reflexartige Korrektur": Bei Gold ist Weitsicht gefragt
Goldanleger blicken womöglich über den nächsten Schritt der US-Notenbank hinaus. Davon geht Joni Teves von UBS Global Economics and Strategy Research aus. Die Edelmetallexpertin erwartet demnach, dass der Markt die Erwartungen an eine Straffung der Geldpolitik weitgehend eingepreist habe und anderen Gründen für den Kauf von Gold mehr Gewicht beimesse, wie der Attraktivität des Vermögenswerts zur Diversifizierung und den intakten Käufen des öffentlichen Sektors.
Zudem stehe in Indien die Hauptsaison für die Goldnachfrage bevor, während die Investitionstätigkeit in China unterstützend wirke, fügt sie hinzu. Die Goldpreise dürften volatil bleiben, aber bis zum Jahresende mit zunehmender Wahrscheinlichkeit steigen, so Teves. Sie weist darauf hin, dass eine Zinserhöhung der US-Notenbank im September dennoch zu einer "reflexartigen Korrektur" führen könnte, ohne die breitere Erholung zu gefährden. Der Goldpreis fällt 0,3 Prozent auf 4332,84 Dollar je Feinunze.